Übersicht   Hilfe Suche Einloggen Registrieren  
Seiten: [1] 2 |   Nach unten
Drucken
Autor Thema: Arbeiten in der Lach- und Schiessgesellschaft der Bunten Republik Deutschland  (Gelesen 11231 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Strombolli
Jeheimrat


Beiträge: 6738



« am: 01. November 2014, 15:43:27 »

Es ist ein Riesen Hof, auf dem ich so meine Arbeitszeit damit verbringe, einem anderen bundesweit tätigen, richtigen (also keine Leih- oder Zeitarbeit) Unternehmen Leistungen  zu liefern, die dieses im Paket an das eigentliche Wirtschaftsunternehmen verkauft. Wir sind ein Team von 7 Leuten, die sich ihren Dienst von einem der ihren einteilen lassen. Ungerechtigkeiten vorprogrammiert, denn  an sich selber denkt derjenige zuerst!

Zu Auszügen des anonymisierten Arbeitsvertrages:

§ 1. Beginn und Ende des Arbeitsrechtsverhältnisses

Das Arbeitsverhältnis wird ab xx.xx.2014 als ein Teilzeit - Arbeitsverhältnis befristet bis zum xx.xx.2015 geschlossen. Das Arbeitsverhältnis endet, ohne das es einer Kündigung bedarf. Die ersten 6 Monate werden als Probezeit vereinbart. Während der Probezeit kann das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von 2 (zwei) Tagen gekündigt werden ohne Angabe von Gründen Wir weisen Sie daraufhin, dass Sie sich unverzüglich, sofort nach Erhalt dieses Schreibens, bei der Agentur für Arbeit melden müssen. Der Rücktritt vom Arbeitsvertrag oder seine Kündigung vor Aufnahme der Tätigkeit sind ausgeschlossen. Dieser Arbeitsvertrag ist gebunden an die Dienststelle...... Bei Wegfall der Dienststelle kann der Arbeitsvertrag vom Arbeitgeber gekündigt werden. Während der Gültigkeit dieses Arbeitsvertrages kann von Vollzeit in Teilzeit bzw. in Geringfügigkeit 14,9h pro Woche (nach Kundenanforderung) gewechselt werden. Hierfür gibt es eine Ankündigungsfrist von 14 Tagen.

§ 2. Status

Der Arbeitnehmer wird eingestellt als .....mitarbeiter im Schichtdienst, für den .....- und .....dienst.
Das Arbeitsrechtsverhältnis kann jedoch durch fristlose Kündigung beendet werden, wenn sich berechtigte Gründe ergeben, welche aus dem Unvermögen des Arbeitnehmers resultieren, die gestellte Arbeitsaufgabe zur Zufriedenheit der Unternehmensleitung durchzuführen oder sich in der Unzufriedenheit des jeweiligen .......kunden gegenüber dem Arbeitnehmer äußern.

Dies erfordert vom Arbeitnehmer, aufgrund der Aufgaben und des Ansehens unserer Firma in der Öffentlichkeit, sowie des Vertrauens der Kunden in unser Unternehmen, ein hohes Maß an Disziplin, Vertrauenswürdigkeit und einwandfreies Auftreten während und auch außerhalb der Dienstzeit. Sollteder Arbeitnehmer gegen dieses Anforderungsbild verstoßen, so ist der Arbeitgeber berechtigt, disziplinarische Maßnahmen gegen den Arbeitnehmer einzuleiten.

Der Arbeitgeber ist auch berechtigt, den Arbeitnehmer innerhalb des Unternehmens, wenn die Notwendigkeit besteht, für andere Arbeitsaufgaben auf wechselnden Dienstposten oder Einsatzorten, selbstständige Anfahrt, realisierbar mit eigenem Fahrzeug; einzusetzen. Verlust der Fahrerlaubnis ist dem Arbeitgeber sofort zu melden und kann zur Kündigung des Arbeitsvertrages führen.

§ 3. Arbeitszeit

Die monatliche Arbeitszeit ist variabel und richtet ich nach Auftragslage und Kundenanforderung. Es besteht jedoch kein Anrecht des Arbeitnehmers auf eine bestimmte Anzahl von Stunden und bestimmte Dienstposten. Der Arbeitnehmer ist verpflichtet Schichtarbeit, Sonntags - und Feiertagsarbeit im gesetzlich zulässigem Umfang zu leisten.

§ 4. Arbeitsentgelt

Für die im Vertrag vorgesehene Tätigkeit erhält der Arbeitnehmer einen Stundenlohn in Höhe von € 7,50 Brutto sowie Zuschläge.
Lohnentwicklung der gesetzlichen Grundlage Mindestlohn
Die Lohnzahlung wird spätestens am 20. des auf den Arbeitsmonat folgenden Monats fällig. Die Zahlung erfolgt bargeldlos auf ein vom Arbeitnehmer einzurichtendes Konto. Der Arbeitgeber ist aber berechtigt, die Lohnzahlung per Scheck oder als Barzahlung vorzunehmen.

usw. usw.

So muß jetzt gleich zur 12 St. Nachtschicht. Bis denne.
« Letzte Änderung: 02. November 2014, 19:20:45 von Strombolli » Gespeichert

Das Systemmotto: "Gib mir Dein Geld! - Jetzt, Du dreckiges Opfer !!!! - Und habe immer ANGST VOR DEM MORGEN !!!"

"Hört auf, Profite über Menschen zu stellen!" Occupy
Permanent angelogen & VERARSCHT IN DEUTSCHLAND! - Ich habe mit Dir fertig
Rudolf Rocker
Waldkauz


Beiträge: 12919



WWW
« Antworten #1 am: 01. November 2014, 16:29:33 »

Hallo Strombi!
Danke für´s einstellen.

Ich bin zwar auf dem Gebiet Arbeitsrecht nicht sonderlich bewandert, aber dieser Vetrag ist schon sehr merkwürdig (gelinde gesagt!)
Leg den doch mal spasseshalber einem Arbeitsrechtler vor (findet man manchmal bei der Gewerkschaft oder bei der Linkspartei)!

Alleine die Arbeitszeitregelung dürfte mehr als rechtswidrig sein!
Gespeichert

Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
dagobert


Beiträge: 4707


« Antworten #2 am: 01. November 2014, 17:27:30 »

Ich bin zwar auf dem Gebiet Arbeitsrecht nicht sonderlich bewandert, aber dieser Vetrag ist schon sehr merkwürdig (gelinde gesagt!)
Das ist noch höflich formuliert.

Mein juristischer Laien-Senf dazu:
Das Arbeitsverhältnis wird ab XX.XX.XXXX als ein Teilzeit - Arbeitsverhältnis befristet bis zum XX.XX.XXXX geschlossen. Das Arbeitsverhältnis endet, ohne das es einer Kündigung bedarf. Die ersten 6 Monate werden als Probezeit vereinbart.
6 Monate Probezeit bei 10 Monaten Vertragsdauer? Ist zwar legal, aber lächerlich.
Zitat
Während der Probezeit kann das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von 2 (zwei) Tagen gekündigt werden ohne Angabe von Gründen
Geht nur auf Basis eines Tarifvertrages, einzelvertraglich nicht möglich. Es gilt §622 BGB = Kündigungsfrist während er ersten 6 Monate 2 Wochen, danach 4 Wochen.
Zitat
Während der Gültigkeit dieses Arbeitsvertrages kann von Vollzeit in Teilzeit bzw. in Geringfügigkeit 14,9h pro Woche (nach Kundenanforderung) gewechselt werden. Hierfür gibt es eine Ankündigungsfrist von 14 Tagen.
In Bezug auf die Arbeitszeit m.A.n. zulässig, das darf sich aber nicht auf die Bezahlung auswirken, dafür müsste erst der AV geändert werden.
Zitat
Das Arbeitsrechtsverhältnis kann jedoch durch fristlose Kündigung beendet werden, wenn sich berechtigte Gründe ergeben, welche aus dem Unvermögen des Arbeitnehmers resultieren, die gestellte Arbeitsaufgabe zur Zufriedenheit der Unternehmensleitung durchzuführen oder sich in der Unzufriedenheit des jeweiligen .......kunden gegenüber dem Arbeitnehmer äußern.
Liest sich wie ein feuchter Traum von Dr. Gscheidle, wird aber spätestens vorm Arbeitsgericht zerplatzen wie eine Seifenblase.
Zitat
Dies erfordert vom Arbeitnehmer, aufgrund der Aufgaben und des Ansehens unserer Firma in der Öffentlichkeit, sowie des Vertrauens der Kunden in unser Unternehmen, ein hohes Maß an Disziplin, Vertrauenswürdigkeit und einwandfreies Auftreten während und auch außerhalb der Dienstzeit. Sollteder Arbeitnehmer gegen dieses Anforderungsbild verstoßen, so ist der Arbeitgeber berechtigt, disziplinarische Maßnahmen gegen den Arbeitnehmer einzuleiten.
Dito.
Zitat
Der Arbeitgeber ist auch berechtigt, den Arbeitnehmer innerhalb des Unternehmens, wenn die Notwendigkeit besteht, für andere Arbeitsaufgaben auf wechselnden Dienstposten oder Einsatzorten, selbstständige Anfahrt, realisierbar mit eigenem Fahrzeug; einzusetzen. Verlust der Fahrerlaubnis ist dem Arbeitgeber sofort zu melden und kann zur Kündigung des Arbeitsvertrages führen.
Weiter oben war der AV noch "gebunden an die Dienststelle". Diese Widersprüchlichkeit dürfte nach §307 ff. BGB zur Unwirksamkeit beider Klauseln führen.
Zitat
Die monatliche Arbeitszeit ist variabel und richtet ich nach Auftragslage und Kundenanforderung. Es besteht jedoch kein Anrecht des Arbeitnehmers auf eine bestimmte Anzahl von Stunden und bestimmte Dienstposten.
Wie oben: nur auf die Arbeitszeit bezogen dürfte das (noch) zulässig sein, wirkt sich das auch auf die Bezahlung aus = unangemessene Benachteiligung, unwirksam nach §307 BGB.
Zitat
Für die im Vertrag vorgesehene Tätigkeit erhält der Arbeitnehmer einen Stundenlohn in Höhe von € 7,50 Brutto sowie Zuschläge.
Lohnentwicklung der gesetzlichen Grundlage Mindestlohn
Sieh an, da gibt's für den letzten Monat noch eine Lohnerhöhung.  Cheesy
Zitat
So muß jetzt gleich zur 12 St. Nachtschicht.
Kennt der AG den §3 ArbZG ?
« Letzte Änderung: 02. November 2014, 20:53:03 von dagobert » Gespeichert
Strombolli
Jeheimrat


Beiträge: 6738



« Antworten #3 am: 01. November 2014, 17:58:27 »

Es werden doch nur 11 gerechnet ... von 17:30 bis 6:30 oder umgekehrt. Ich fühle mich wie vor 120 Jahren, als meine Vorfahren aus Italienien nach Deutschland kamen....
Gespeichert

Das Systemmotto: "Gib mir Dein Geld! - Jetzt, Du dreckiges Opfer !!!! - Und habe immer ANGST VOR DEM MORGEN !!!"

"Hört auf, Profite über Menschen zu stellen!" Occupy
Permanent angelogen & VERARSCHT IN DEUTSCHLAND! - Ich habe mit Dir fertig
Tiefrot
Rote Socke


Beiträge: 3424



« Antworten #4 am: 01. November 2014, 18:46:16 »

Mal ganz ehrlich, das Ding war wohl nichts !  kotz *würgh* AAAAAh

Das hier sprang mir noch ins Auge:
Zitat
Dies erfordert vom Arbeitnehmer, aufgrund der Aufgaben und des Ansehens unserer Firma in der Öffentlichkeit, sowie des Vertrauens der Kunden in unser Unternehmen, ein hohes Maß an Disziplin, Vertrauenswürdigkeit und einwandfreies Auftreten während und auch außerhalb der Dienstzeit. Sollte der Arbeitnehmer gegen dieses Anforderungsbild verstoßen, so ist der Arbeitgeber berechtigt, disziplinarische Maßnahmen gegen den Arbeitnehmer einzuleiten.
Öhm - was ich in meiner Freizeit mache, ginge den am wenigsten was an !  angry
« Letzte Änderung: 01. November 2014, 18:47:52 von Tiefrot » Gespeichert

Denke dran: Arbeiten gehen ist ein Deal !
Seht in den Lohnspiegel, und geht nicht drunter !

Wie bekommt man Milllionen von Deutschen zum Protest auf die Straße ?
Verbietet die BILD und schaltet Facebook ab !
schwarzrot


Beiträge: 4516



« Antworten #5 am: 01. November 2014, 21:30:54 »

Darf ich auch noch?  Cheesy

Der Arbeitgeber ist auch berechtigt, den Arbeitnehmer innerhalb des Unternehmens, wenn die Notwendigkeit besteht, für andere Arbeitsaufgaben auf wechselnden Dienstposten oder Einsatzorten, selbstständige Anfahrt, realisierbar mit eigenem Fahrzeug; einzusetzen. Verlust der Fahrerlaubnis ist dem Arbeitgeber sofort zu melden und kann zur Kündigung des Arbeitsvertrages führen.

Nur geil!

D.h. wenn der super-AG lust hat, dich sonstwohin zu schicken, ist es dein problem, wie du da hinkommst (die kosten trägst du) und mehr noch, du sollst sogar verpflichtet sein, dir dazu ein auto zu ziehen, bzw der AG verfügt über dich inklusive deinem auto.
Ist da schon recht konsequent, wenn er dann meint, dir kündigen zu dürfen, wenn du deinen lappen einbüsst.

Und das alles für 7,50eus, also nicht mal 'mindestlohn'?

Mit dem AG hast du das grosse los gezogen!  Grin
Musst du auch noch einen dicken schriftzug 'strombiesicherheitsdienst' an dein auto montieren, damit deine karre, von aussen, wie ein firmenfahrzeug wirkt?
« Letzte Änderung: 01. November 2014, 21:38:20 von schwarzrot » Gespeichert

"In der bürgerlichen Gesellschaft kriegen manche Gruppen dick in die Fresse. Damit aber nicht genug, man wirft ihnen auch noch vor, dass ihr Gesicht hässlich sei." aus: Mizu no Oto

Wieder aktuell: Bertolt Brecht
Strombolli
Jeheimrat


Beiträge: 6738



« Antworten #6 am: 01. November 2014, 23:02:41 »

Grins. - Wisst ihr, wie dick mein Buch mit Sündern und Verbrechern schon ist, die ich noch zur Verantwortung ziehen möchte, wenn ich jemals Gelegenheit dazu bekomme? Andere gehen zur Domina um sich züchtigen zu lassen und bezahlen dafür. Ich mache es umgekehrt und ficke normal.

Mir ging einfach das Gesülze vom Jobcenter auf den Sack. Die hiesigen LKW Fahrer stehen auch kurz vor einem Aufstand. Normale deutsche Mitarbeiter sind selten und suchen, so sie können, was Anderes. Alles Polen hier (manche Mädels sehr hübsch und wohlriechend!) und Afrikaner. Viel Subunternehmertum. Eben typischer FDP-Kapitalismus. In die Tat umgesetzt von einer freudigen CDU und dem opportunistischem Fähnchen im Winde des Kapitals: der SPD.

In diesem Monat DARF ich fast 140 Stunden arbeiten und habe knapp 50 Stunden Urlaub. - Sooo viel Geld am ZWANZIGSTEN ... ist ja kaum auszuhalten. Ein cleverer Unternehmer verdient den Lohn seiner Beschäftigten in der Zeit vom 01. bis 19. d.M. an der Börse!

Es bleibt bei Generalstreik in Deutschland. 3 besser 6 Wochen und wir haben eine andere Republik, die sich neu sortieren muß. Wenn ihr alle wüsstet, wie eng verzahnt und auf dünnem Eis, das immer funktionieren soll, diese Bundesrepublik tanzt. Wenn ihr wüsstet, wieviel Macht wir wirklich haben und jeden Tag aus Angst vor dem Neuen, vor einer schwierigen Übergangszeit des Einschränkens verschenken. Verschenken auf Kosten und zum Nachteil unserer Kinder und deren Zukunft.

  
Gespeichert

Das Systemmotto: "Gib mir Dein Geld! - Jetzt, Du dreckiges Opfer !!!! - Und habe immer ANGST VOR DEM MORGEN !!!"

"Hört auf, Profite über Menschen zu stellen!" Occupy
Permanent angelogen & VERARSCHT IN DEUTSCHLAND! - Ich habe mit Dir fertig
BGS
Polarlicht


Beiträge: 3006



« Antworten #7 am: 01. November 2014, 23:31:14 »

In D. könnte man sich z. B. Island zum Vorbild nehmen, was Heuschrecken und Bankster betrifft. Dir nochmals alles Gute, auch gesundheitlich. Und dies ist nicht das einzige positive Beispiel... .

Mögen alle Ausgebeuteten sich solidarisieren!

MfG

BGS
Gespeichert

"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)
Rudolf Rocker
Waldkauz


Beiträge: 12919



WWW
« Antworten #8 am: 02. November 2014, 11:50:44 »

Ja, von einem Generalstreik träume ich auch schon seid Jahren!
Gespeichert

Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
schwarzrot


Beiträge: 4516



« Antworten #9 am: 02. November 2014, 11:54:01 »

In D. könnte man sich z. B. Island zum Vorbild nehmen, was Heuschrecken und Bankster betrifft. Dir nochmals alles Gute, auch gesundheitlich. Und dies ist nicht das einzige positive Beispiel... .

Mögen alle Ausgebeuteten sich solidarisieren!

Das werden Merkel und Gaukler (von denen vermutlich CIA/NSA genügend Stasi-'altlasten' wissen, um sie zu kapitalfreundlichem verhalten erpressen zu können) zu verhindern wissen!
Und notfalls sind da auch immer noch U.Mohn, F.Springer, Bertelsmann, INSM, sowie partei'spenden' von industrie- bank- und 'versicherung'sverbänden und natürlich die Amerika'brücke'.

Nee, leider ist D-oofland mit Island nicht zu vergleichen. Ich glaube nicht, dass in Island so ein feingeistiges gespinnst existiert, um auf politik, bzw. politiker einfluss zu nehmen.
Schon alleine aus der sicht der geschichte her.

Ja, von einem Generalstreik träume ich auch schon seid Jahren!
Ah, ja, die rolle des DGB-kartells hatte ich oben noch vergessen.
« Letzte Änderung: 02. November 2014, 11:58:12 von schwarzrot » Gespeichert

"In der bürgerlichen Gesellschaft kriegen manche Gruppen dick in die Fresse. Damit aber nicht genug, man wirft ihnen auch noch vor, dass ihr Gesicht hässlich sei." aus: Mizu no Oto

Wieder aktuell: Bertolt Brecht
Strombolli
Jeheimrat


Beiträge: 6738



« Antworten #10 am: 17. November 2014, 21:13:12 »

Neuestes aus der Gerüchteküche meiner Schiss habenden Mitarbeiter: Im Gegenzug zu dem Mindestlohn werden sämtliche Zuschläge gestrichen. - Ich fürchte, das ist im Falle Nacht, Wochenende und Feiertag nicht erlaubt.
Gespeichert

Das Systemmotto: "Gib mir Dein Geld! - Jetzt, Du dreckiges Opfer !!!! - Und habe immer ANGST VOR DEM MORGEN !!!"

"Hört auf, Profite über Menschen zu stellen!" Occupy
Permanent angelogen & VERARSCHT IN DEUTSCHLAND! - Ich habe mit Dir fertig
Tiefrot
Rote Socke


Beiträge: 3424



« Antworten #11 am: 17. November 2014, 21:21:30 »

Seit der Agenda 2010 dürfen "Arbeitgeber" alles. Mensch sieht es doch jeden Tag.  kotz *würgh* AAAAAh
Wenn diese Zuschläge nichts gesetzlich Vorgeschriebenes sind (m.W. sind sie es auch nicht),
habt ihr gute Chancen, das sie in absehbarer Zeit futsch sind.
« Letzte Änderung: 17. November 2014, 21:27:35 von Tiefrot » Gespeichert

Denke dran: Arbeiten gehen ist ein Deal !
Seht in den Lohnspiegel, und geht nicht drunter !

Wie bekommt man Milllionen von Deutschen zum Protest auf die Straße ?
Verbietet die BILD und schaltet Facebook ab !
Rudolf Rocker
Waldkauz


Beiträge: 12919



WWW
« Antworten #12 am: 18. November 2014, 09:34:56 »

Zitat
Seit der Agenda 2010 dürfen "Arbeitgeber" alles


Was für ein Blödsinn!

Gucks Du hier oder hier.
Gespeichert

Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
Tiefrot
Rote Socke


Beiträge: 3424



« Antworten #13 am: 18. November 2014, 11:47:49 »

Danke Rudi, dann sieht es natürlich viel positiver aus.  Cheesy
Gespeichert

Denke dran: Arbeiten gehen ist ein Deal !
Seht in den Lohnspiegel, und geht nicht drunter !

Wie bekommt man Milllionen von Deutschen zum Protest auf die Straße ?
Verbietet die BILD und schaltet Facebook ab !
Rudolf Rocker
Waldkauz


Beiträge: 12919



WWW
« Antworten #14 am: 18. November 2014, 12:16:06 »

Noch haben sie uns nicht alles genommen, Tiefrot!
Noch nicht... Cry
Gespeichert

Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
Tiefrot
Rote Socke


Beiträge: 3424



« Antworten #15 am: 18. November 2014, 13:02:02 »

Man achte auf die Feinheiten: Noch !  rolleyes
Gespeichert

Denke dran: Arbeiten gehen ist ein Deal !
Seht in den Lohnspiegel, und geht nicht drunter !

Wie bekommt man Milllionen von Deutschen zum Protest auf die Straße ?
Verbietet die BILD und schaltet Facebook ab !
dagobert


Beiträge: 4707


« Antworten #16 am: 18. November 2014, 19:49:42 »

Neuestes aus der Gerüchteküche meiner Schiss habenden Mitarbeiter: Im Gegenzug zu dem Mindestlohn werden sämtliche Zuschläge gestrichen. - Ich fürchte, das ist im Falle Nacht, Wochenende und Feiertag nicht erlaubt.
Wenn die Zuschläge im Arbeitsvertrag vereinbart sind, können dürfen die nicht einfach gestrichen werden. (Was dir aber wohl nicht sehr viel nützen wird, wenn ich an die Befristung denke.)
Einen gesetzlichen Anspruch auf die Zahlung von solchen Zulagen gibt es nicht. Die entsprechende Info in Rudis Link ist leider falsch. ***
Die Obergrenzen im Steuerrecht bedeuten leider nicht, dass die Zuschläge auch tatsächlich gezahlt werden müssen.



*** Wer das anders sieht, möge bitte konkret die entsprechende Rechtsgrundlage benennen.
« Letzte Änderung: 18. November 2014, 19:53:39 von dagobert » Gespeichert
Rudolf Rocker
Waldkauz


Beiträge: 12919



WWW
« Antworten #17 am: 18. November 2014, 20:12:27 »

*gelöscht wegen doppelmoppel*
« Letzte Änderung: 18. November 2014, 20:14:57 von Rudolf Rocker » Gespeichert

Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
Rudolf Rocker
Waldkauz


Beiträge: 12919



WWW
« Antworten #18 am: 18. November 2014, 20:13:52 »

Hmm, hast Du recht! Sad

Zitat
Das Bundesarbeitsgericht hat am 11.01.2006 entschieden, dass es einen gesetzlichen Anspruch auf Lohnzuschlag für Sonn- und Feiertagsarbeit nicht gibt (BAG, Urteil vom 11.01.2006 - 5 AZR 97/ 05).
Nach §11 Abs. 3 Arbeitszeitgesetz gilt folgendes:

    Arbeitnehmer die an einem Sonntag beschäftigt werden, müssen einen Ersatzruhetag haben, der innerhalb eines den Beschäftigungstag einschließenden Zeitraums von zwei Wochen zu gewähren ist.
    Arbeitnehmer die an einem auf einen Werktag fallenden Feiertag beschäftigt werden, müssen einen Ersatzruhetag haben, der innerhalb eines den Beschäftigungstag einschließenden Zeitraums von acht Wochen zu gewähren ist.


Für Nachtarbeit gibt es aber eine gesetzliche Regelung:
 § 6 Nacht- und Schichtarbeit ArbZG:

Zitat
(5) Soweit keine tarifvertraglichen Ausgleichsregelungen bestehen, hat der Arbeitgeber dem Nachtarbeitnehmer für die während der Nachtzeit geleisteten Arbeitsstunden eine angemessene Zahl bezahlter freier Tage oder einen angemessenen Zuschlag auf das ihm hierfür zustehende Bruttoarbeitsentgelt zu gewähren.


Was dabei "angemessen" ist, müsste mal ein Arbeitsrechtler gefragt werden. Ich denke da gibt es eine Menge Urteile zu.


Sonst tatsächlich nur das was der TV hergibt (wenn es einen gibt).
Gespeichert

Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
dagobert


Beiträge: 4707


« Antworten #19 am: 18. November 2014, 20:30:48 »

Was dabei "angemessen" ist, müsste mal ein Arbeitsrechtler gefragt werden. Ich denke da gibt es eine Menge Urteile zu.

Zu §6 ArbZG kennt dejure.org 179 Urteile. Kannst dich ja mal durchwühlen.  Wink
http://dejure.org/gesetze/ArbZG/6.html
Gespeichert
Strombolli
Jeheimrat


Beiträge: 6738



« Antworten #20 am: 18. November 2014, 22:31:10 »

Da ich nach Gutdünken meines (gleichgestellten) Personaleinteilers (er ist auch nur das was ich bin) und meinem persönlichen Wohlverhalten mal 6 Schichten mal 16 Schichten pro Monat eingeteilt werde und mein Chef davon spricht "den Rest holen sie sich sowieso vom Amt", nützen mir freie Tage, die ich ja sowieso habe, herzlich wenig.

Mein Haß auf dieses System hat sich nicht verringert. Eher im Gegenteil. Aber ich will nicht dem unterschwelligen Vorwurf des Lamentierens genügen.

Alles ist prima.

(Keiner begreift, dass meine Meckerei zwar persönlich ist, aber grundsätzlich ALLGEMEIN anprangert, denn ich bin nicht der Einzigste dem es so geht. Aber eben einer der Wenigen, die es publizieren, weil sie zu alt sind um noch Angst zu haben.)
Gespeichert

Das Systemmotto: "Gib mir Dein Geld! - Jetzt, Du dreckiges Opfer !!!! - Und habe immer ANGST VOR DEM MORGEN !!!"

"Hört auf, Profite über Menschen zu stellen!" Occupy
Permanent angelogen & VERARSCHT IN DEUTSCHLAND! - Ich habe mit Dir fertig
Sir Vival


Beiträge: 1763



« Antworten #21 am: 19. November 2014, 15:31:19 »

Zitat
.....disziplinarische Maßnahmen....

Dieser Ausdruck wäre für mich schon Grund, was @³%&§@#*°@ mit dem Chef zu tun.

Wie könnte das von statten gehen mit so einem Generalstreik?
Die schwulen Gewerkschaften/Arbeitgeberzäpfchen kann man dazu ja nicht bewegen.
Da müsste man ein eigenes Netzwerk errichten, welches sich an Ausgebeutete, Arbeitslose und diejenigen, die´s eh bald sein werden, richtet. Wobei es ja viele, zu viele gar nicht wahrhaben wollen, dass sie evtl. auch ganz oben auf der Klinge sitzen und deshalb wie Rehe stehen bleiben.
"Normale" (Spießer) Arbeitnehmer werden da wohl nicht mitmachen, denn deren Köpfe sind im Sand einbetoniert.
Die, denen´s gut geht, machen ebenso nicht mit. Beamte dürfen nicht.
Das Problem ist: nur Arbeitende können streiken. Bei Arbeitslosigkeit widerspricht sich das ja.
Dann gibt´s ja immer noch
1. den anderen Teil der Malocher, die nicht mitstreiken und dann die scheiß Arbeit von denen übernehmen, die gerade streiken.
2. eine ganze Reihe von AL, die die "Chance" auf einen Arbeitsplatz sofort wahrnehmen.........und das System läuft weiter.......
hmm......Ich glaube, das wird in D nix. Generalstreik is nix so deutsches.......

« Letzte Änderung: 19. November 2014, 15:35:43 von Sir Vival » Gespeichert

Der Tod stellte seine Sense in die Ecke und bestieg den Mähdrescher, denn es ward Krieg!
Politiker sind wie Tauben. Sind sie unten, fressen sie dir aus der Hand. Sind sie oben, wirst du beschissen
Es gibt 2 Arten von Politikern:
- der eine kann nichts!
- der andere nichtmal das!
Rudolf Rocker
Waldkauz


Beiträge: 12919



WWW
« Antworten #22 am: 19. November 2014, 16:36:03 »

Zitat
Die schwulen Gewerkschaften/Arbeitgeberzäpfchen kann man dazu ja nicht bewegen.
Was´n das für 'n homophober Scheißspruch? Angry
Gespeichert

Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
Strombolli
Jeheimrat


Beiträge: 6738



« Antworten #23 am: 20. November 2014, 15:43:41 »

Mag sein, jedoch ist schon verständlich was er meint. Gewerkschaften benehmen sich "Klischeeschwul" und kriechen den "Arbeitgebern" in den Allerwertesten um im Ausland dann ggf. wieder weibliche Nutten zu bumsen. So schließt sich der Kreis auch hinsichtlich der Genderdiskussion.

Ich bin unaussprechlich sauer über die in Deutschland zum Normalfall gewordenen Umgehungstatbestände und könnte einem Herrn Oppermann, der sich bei Lanz kürzlich sichtlich stolz in der "Sonne" des Mindestlohns, denn die SPD geschafft hätte, räkelte. Die SPD kann sich ähnlich den Gewerkschaften schämen, dem Kapital, der Merkel in den Allerwertesten gekrochen zu sein.

Das würde ich allerdings eben auch nicht unbedingt als schwul bezeichnen, aber die Meisten würden verstehen was gemeint ist.
Die Deutschen und ihre Empfindlichkeiten über Begriffe.

Es gibt weitaus Grundsätzlicheres zu ändern, aber dazu fehlt der Mut, die Ausbildung, Mitstreiter, ein nicht zerpflücktes Programm und Strategie...
Gespeichert

Das Systemmotto: "Gib mir Dein Geld! - Jetzt, Du dreckiges Opfer !!!! - Und habe immer ANGST VOR DEM MORGEN !!!"

"Hört auf, Profite über Menschen zu stellen!" Occupy
Permanent angelogen & VERARSCHT IN DEUTSCHLAND! - Ich habe mit Dir fertig
Rudolf Rocker
Waldkauz


Beiträge: 12919



WWW
« Antworten #24 am: 20. November 2014, 16:24:41 »

Zitat
Die Deutschen und ihre Empfindlichkeiten über Begriffe.

Hallo? Geht´s noch?
Bist Du noch ganz frisch?

Ihr benutzt hier das Wort schwul als abwertenden, negativ konotierten Begriff und Du beschwerst Dich das ich mich darüber aufrege?
Das finde ich voll ostdeutsch von Dir!

Naja, geh mal schön weiter für Deinen Hungerlohn auf Fabriken aufpassen, das sie nicht weglaufen!
Aber nicht drüber beschweren, das die Zustände in diesem Land so Scheiße sind!
Sie währen es nicht, wenn es nicht solche Idioten wie DICH gäbe, die bereit sind für so einen Scheißlohn und solche Scheißbedingungen zu arbeiten!

So und jetzt höre ich auf was zu schreiben bevor ich den Rest meiner Galle auch noch in diesen Beitrag reinkotze!! Angry Angry

Gespeichert

Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
Seiten: [1] 2 |   Nach oben
Drucken
Gehe zu: