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Autor Thema: Der Verfassungsschutz und seine Kumpels!  (Gelesen 162130 mal)
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admin
Administrator

Beiträge: 2249


« Antworten #650 am: 14. Juli 2017, 18:01:15 »

Jetzt reichts!

Zitat
NSU-Bericht bleibt 120 Jahre geheim

Bis ins Jahr 2134 ist ein Bericht des Verfassungsschutzes über hessische NSU-Kontakte als geheim eingestuft. Das ist das Gegenteil von Aufklärung.
Taz
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Troll
Abused Frog


Beiträge: 6901



« Antworten #651 am: 14. Juli 2017, 18:25:14 »

Kein Problem, der Gesundheitsbewußte Deutsche frißt Superfood, meidet (derzeit) Milch (Laktose) und Gluten, wobei er eh schon Älter als bezahlbar wird, d.h. die Geheimhaltungszeit hockt der Konsumbewusste Deutsche wahrscheinlich auf einer Arschbacke ab, nebenbei, es interessiert nicht, oder sagen wir mal so, in einem halben Jahr weiß kaum einer noch was "NSU" heißt bzw. bedeutet hat.

Nachtrag:
Es ist eine einzige Frechheit was im Zusammenhang mit dem NSU abgeht, so geht brutalstmögliche Aufklärung in Deutschland seit dem zweiten Weltkrieg.
« Letzte Änderung: 14. Juli 2017, 18:30:08 von Troll » Gespeichert

Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
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Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
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« Antworten #652 am: 16. Juli 2017, 16:14:51 »

Da gibt es keine Fragen mehr in welche Richtung es geht!! Angry
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Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
ManOfConstantSorrow


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« Antworten #653 am: 21. August 2017, 17:22:13 »

Zitat
Thüringen: Machtkampf im NSU-Ausschuss

Abgeordnete laden Verfassungsschutzzeugen aus und weisen die Bedingungen des Innenministeriums zurück - Es geht um die Öffentlichkeit


Drei ehemalige Verfassungsschutzbeamte hatte das Landtagsgremium als Zeugen geladen. Sie sollten erklären, welche Erkenntnisse das Amt über die Organisierte Kriminalität im Thüringen hatte und welche Verbindungen es dabei mit Rechtsextremen gab. Nach fünf Jahren Aufarbeitung weiß man inzwischen, dass es im NSU-Neonazi-Umfeld Überschneidungen zum Beispiel mit kriminellen Banden oder der Rockerszene gab. Und in allen Bereichen mischten V-Leute mit.

Aber auch handfeste Manipulationen hat es bisher gegeben. Bei den Abschriften einer Telefon- und SMS-Überwachung (TKÜ) aus dem Jahre 1998 zwischen einer Blood and Honour-Führungsfigur aus Chemnitz und einem V-Mann aus Brandenburg, die unter anderem Waffenbeschaffungen erörtert hatten, fehlen die entscheidenden Seiten, die ein Wissen des Verfassungsschutzes belegen würden.

Ein andermal legte das Innenministerium dem Ausschuss eine Liste von Polizeibeamten vor, die an den Lagebesprechungen der SoKo nach dem Auffinden von Böhnhardt und Mundlos am 4. November 2011 in Eisenach teilgenommen haben. Dabei fehlte der Name eines Zielfahnders des Landeskriminalamtes (LKA) Thüringen. Er hatte bei den Lagebesprechungen unter anderem erklärt, der Verfassungsschutz habe die drei, also Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe, abgedeckt.

Dass dieser Zielfahnder an den Besprechungen teilgenommen hatte, weiß man aus Unterlagen des LKA Baden-Württemberg. Dortige Beamte hatten an den Ermittlungen in Thüringen teilgenommen, weil im Wohnmobil von Eisenach die Dienstpistolen der beiden Polizisten gefunden wurden, die in Heilbronn im Jahre 2007 angegriffen worden waren - die Polizistin Michèle Kiesewetter starb damals. Die Baden-Württemberger hatten jene Aussagen des Thüringer Zielfahnders zum Trio selber protokolliert.

Sowohl das Innenministerium von Baden-Württemberg als auch die Bundesanwaltschaft weigerten sich allerdings, diese Unterlagen dem Untersuchungsausschuss in Erfurt auszuhändigen.

Machtkampf der Exekutive gegen die Rechte und Möglichkeiten der Legislative


Beispiele des bundesweiten Machtkampfes der Exekutive gegen die Rechte und Möglichkeiten der Legislative im Komplex NSU. Versuche auch, die Regeln der Aufklärung im Sinne der Sicherheitsbehörden zu verändern. Deshalb hat der Vorgang von Erfurt eine grundsätzliche Bedeutung.

Er wirft aber erneut die Frage nach der Motivation auf. Wenn doch die Täterschaft bei allen zehn NSU-Morden so klar, einfach und überschaubar ist, wie es die Bundesanwaltschaft jüngst in ihrem Plädoyer demonstrieren wollte, (die drei Genannten und sonst niemand) warum dann diese fortgesetzten Täuschungen und Behinderungen der parlamentarischen Aufklärung? Warum noch im Jahre 2017?

Der Thüringer Heimatschutz, eine der wichtigsten nationalistischen Organisationen, wurde damals vom Verfassungsschutz gegründet, geführt und finanziert. Gab es ähnliche Strukturen und Einflüsse auch in der Organisierten Kriminalität (OK)?

Im Fokus des Ausschusses steht seit einiger Zeit die Doppelkopf-Figur Thomas Dienel: Einerseits NPD-Funktionär, andererseits V-Mann des Verfassungsschutzes. Von ihm haben die zwei Kriminalpolizisten Andreas G. und Elmar M. ab dem Jahre 2000 Informationen erhalten unter anderem über gestohlene Computer aus dem Innenministerium, über Kontakte zu einem früheren SPD-Fraktionsvorsitzenden, über Telefonüberwachungen, über Intrigen im Landesamt für Verfassungsschutz - aber auch darüber, dass ein Geschäftsmann in der rechtsextremen Szene einen Auftragskiller gesucht habe.

Verquickung von krimineller und rechtsextremer Szene - dafür lieferte der ebenfalls längst pensionierte Kriminalbeamte Elmar M. dann unerwartet noch ein verblüffendes Beispiel. Jahrelang, etwa von 2002 bis 2009, habe er mit Kollegen eine Bande gejagt, die in Thüringen, aber auch in Sachsen und Sachsen-Anhalt Geldautomaten sprengte oder mit Autos aus ihrer Verankerung riss.

Besonders rätselhaft: Als die Fahndung zusätzlich mit GPS-Ortung unterstützt wurde und die Polizei wusste, wo sich die Verdächtigen aufhielten, wurde keine einzige Tat verübt, etwa ein Jahr lang.

Dienel war obendrein V-Mann und eng mit dem Verfassungsschutz (VS) verbunden. Er gehörte zu einem inneren Kreis des Thüringer Heimatschutzes, der zum Großteil aus inoffiziellen VS-Agenten bestand. Ihn persönlich zu hören, ist in gewisser Weise alternativlos. Wie will man beispielsweise erfahren, von wem er wusste, dass der Vizepräsident des Verfassungsschutzes entlassen werden sollte, wie es kurz darauf tatsächlich geschah? Vor dem Parlament unterliegt er als Zeuge einem Aussagezwang und einer Wahrheitspflicht. Ihn gar nicht zu laden, nützt nur ihm selber - und dem Verfassungsschutz. 
stark gekürzt aus: https://www.heise.de/tp/features/Thueringen-Machtkampf-im-NSU-Ausschuss-3807925.html
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ManOfConstantSorrow


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« Antworten #654 am: 03. September 2017, 19:02:34 »

Zitat
Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) ist im Jahr 2000 dem damaligen Verfassungsschützer Andreas Temme wohl persönlich begegnet. Das hat ein Zeuge im NSU-Untersuchungsausschuss des Hessischen Landtags am Freitag bestätigt.

Bei einem Grillfest des CDU-Arbeitskreises im Landesamt für Verfassungsschutz, das auf einem Gelände der Wasserschutzpolizei in Wiesbaden stattfand, seien sowohl Temme als auch der damalige Innenminister Bouffier anwesend gewesen, sagte der frühere Verfassungsschützer Udo Schnierer. Der 67-Jährige hatte nach eigenen Angaben den CDU-Arbeitskreis geleitet, das Grillfest organisiert und Bouffier von Tisch zu Tisch geführt. Es seien 50 bis 60 Personen dort gewesen.

Temme ist bekanntgeworden, weil er sich am Tag des NSU-Mordes an Halit Yozgat in Kassel im April 2006 am Tatort, einem Internetcafé, aufgehalten hat. Anschließend meldete er sich nicht als Zeuge bei der Polizei. Er galt zunächst als tatverdächtig, doch die Ermittlungen gegen ihn wurden 2007 eingestellt. Heute wird der Mord den rechten Terroristen des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) angelastet.

Bevor Temme am Freitag zum dritten Mal im hessischen NSU-Ausschuss befragt wurde, berichtete Schnierer über die Tätigkeit des CDU-Arbeitskreises im Verfassungsschutz, der erst durch die Arbeit des Ausschusses bekanntgeworden war. Der ehemalige Dezernatsleiter berichtete, bei Veranstaltungen des Arbeitskreises seien hochrangige Polizisten, darunter Polizeipräsidenten, ebenso anwesend gewesen wie Beamte von Landeskriminalamt, Bundeskriminalamt und Verfassungsschutzbehörden anderer Länder und des Bundes. Man habe die Gelegenheit genutzt, um Kollegen anderer Behörden kennenzulernen, da sie teilweise „sehr abgeschottet“ gearbeitet hätten.
http://www.fr.de/rhein-main/landespolitik/nsu-untersuchungsauschuss-bouffier-traf-temme-bei-cdu-arbeitskreis-a-1338539
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Kuddel


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« Antworten #655 am: 18. Oktober 2017, 17:28:17 »

Auch jenseits des medialen Interesses, recherchieren einzelne Journailisten weiter und stellen unbequeme Fragen:

Zitat
Nicht nur Morde, sondern auch Kinderhandel und Kindermissbrauch?

Zurück zum Oktober 2016, denn zur Geschichte der Böhnhardt-Peggy-Spur gehört der mediale Umgang mit ihr.

Die Nachricht, es könnte eine Verbindung zwischen dem NSU und dem Peggy-Mord bestehen, schockierte die Öffentlichkeit. Sollten die Rechtsterroristen etwa auch mit Kinderhandel und Kindermissbrauch zu tun gehabt haben?

Auffällig war, dass, obwohl Uwe Böhnhardt zusammen mit Uwe Mundlos bereits zehn Morde zugeschrieben werden, im Fall Peggy sofort Abwehrreflexe einsetzten. Bald wurden Spekulationen über eine Tatortverunreinigung durch Übertragung der DNA-Spur angestellt. Zuerst hieß es, Peggy sei auf dem selben Tisch seziert worden wie Böhnhardt. Dann wurde gemutmaßt, die DNA könne an einem Zollstock geklebt haben und so vom Tatort Eisenach, wo Böhnhardt im November 2011 ums Leben kam, Jahre später an den Fundort des Mädchens verschleppt worden sein.

Die Zollstock-Panne schaffte es schnell von der bloßen Spekulation zur angeblichen Tatsache. Mitverantwortlich dafür ein Reporter der ARD, der sich auf "gesicherte" Informationen aus höchsten Ermittlerkreisen berief. Sollte das zutreffen, wäre damit ein zweites Mal offiziell der Zusammenhang zwischen Böhnhardt und dem Mädchen hergestellt worden, zwar in der Verneinung, aber in der programmatischen Absicht, einen Zusammenhang wegreden zu wollen. Und das ist auch ein Zusammenhang.

Denn ein Zollstock ("Winkelmaßstab") war nicht der Überträger der Böhnhardt-Spur, wie die Staatsanwaltschaft Bayreuth in ihrer Pressemitteilung vom 8. September 2017 ausdrücklich erklärt.

Wie es zu den falschen öffentlichen Spekulationen und die Berufung auf "Ermittlerkreise" kommen konnte, ist eine weitere der Fragen, die die Ermittlungsbehörde in Bayreuth nicht beantwortet. Dass sie trotz etlicher ungeklärter grundlegender Fragen aber an ihrer "Gesamtbewertung" festhält, es gäbe keinen Zusammenhang zwischen Böhnhardt und Peggy K., dokumentiert damit ein drittes Mal eben diesen Zusammenhang, wenn auch in der Negation.

Wer hat Angst vor einem solchen möglichen Zusammenhang? Und warum? Würde sich dadurch eine noch größere kriminelle Dimension andeuten dessen, was der "NSU-Komplex" genannt wird? Wäre das eine Spur in die Organisierte Kriminalität, der unter anderem der Untersuchungsausschuss von Thüringen seit einiger Zeit nachgeht? (Thomas Moser)
https://www.heise.de/tp/features/Die-Boehnhardt-Peggy-Spur-3860773.html
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Kuddel


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« Antworten #656 am: 15. November 2017, 17:03:35 »

Zitat
"Ein unerkannter Mittäter des NSU muss die Sprengfalle deponiert haben"

Nicht Uwe Böhnhardt, nicht Uwe Mundlos, nicht Beate Zschäpe - ein V-Mann hat nach Ansicht von Anwältin Lunnebach womöglich die Bombe gelegt.

Sie sagt: "Ich weiß nicht, warum sich die Bundesanwaltschaft mit der einfachen Antwort und der Zuschreibung aller Taten in die Isoliertheit des Trios zufrieden gibt." Sie fügt an: "Zumal ich nicht davon ausgehen kann, dass es den Anklagevertretern an Urteilsfähigkeit oder gar an Intelligenz fehlt." Sie sagt auch, "das Netzwerk des NSU und damit die rechtsextremistische Gefahr" sei "noch viel größer", als bisher bekannt.

So gebe es ihrer Ansicht nach "überwältigende Fakten" dafür, dass Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt den Anschlag in der Probsteigasse nicht allein hätten verüben können. "Dass dieser Tatort von Nicht-Ortskundigen ausspioniert gewesen sein könnte, ist völlig ausgeschlossen", sagt Lunnebach. Nur ein Ortskundiger habe wissen können, dass das Geschäft einer iranischen Familie gehört. Denn draußen auf dem Schild stand ein deutscher Name. "Aus unserer Sicht gibt es nur eine Erklärung", sagt sie: "Ein unerkannter Mittäter aus den Reihen des NSU", der sich in Köln auskennt, "muss den Anschlagsort ausgesucht und die Sprengfalle deponiert haben".

Dieser Unbekannte laufe noch heute frei herum und stelle noch immer eine Gefahr für die Familie M. dar. Schließlich hätten der Vater und die jüngste Tochter den Mann gesehen, der den Korb mit der Bombe brachte. "Familie M. wird mit der Vorstellung weiter leben müssen, dass unbekannte Täter als ständige Gefahr im Hintergrund lauern."

Lunnebach macht auch deutlich, wen sie im Verdacht hat, dieser Bombenleger gewesen zu sein: einen langjährigen V-Mann des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes. Dieser hatte 2015 gegenüber Spiegel Online beteuert: "Ich habe mit dem Anschlag in der Probsteigasse nichts zu tun." Er sei auch niemals Neonazi gewesen. Lunnebach beklagt, dass gegen den Mann im Zusammenhang mit dem Anschlag in der Probsteigasse nie ermittelt worden sei. Dies könne, so Lunnebach, nur daran liegen, "dass hier der Verfassungsschutz seine schützende Hand über die frühere V-Person hält".

Die Nebenklagevertreterin bezweifelt auch, dass die Bombe mit dem Wohnmobil nach Köln gebracht wurde, das der Angeklagte André E. gemietet hatte. "Dies ist möglich, aber nicht sicher festgestellt", so Lunnebach. Auf die Anmietung dieses Fahrzeugs stützt die Bundesanwaltschaft den Vorwurf der Beihilfe zum versuchten Mord gegen E.

Sie kritisiert, dass der Anschlag von den Ermittlern nicht als rechtsextremistische Tat erkannt und im Jahr 2006 das wichtigste Beweismittel, die Überreste der Christstollendose, vernichtet wurde. Lunnebach deutet an, dass sie dahinter Absicht vermutet.
http://www.sueddeutsche.de/politik/nsu-prozess-ein-unerkannter-mittaeter-des-nsu-muss-die-sprengfalle-deponiert-haben-1.3750583
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Kuddel


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« Antworten #657 am: 11. Dezember 2017, 20:01:44 »

Es gibt scheinbar nicht nur enge Verflechtungen zwischen Verfassungsschutz und Rechtsradikalen, der Terror erhielt auch Schutz durch die Ermittlungsbhörden.

Zitat
Lassen die Ermittlungsbehörden die Helfer des NSU-Trios ungeschoren davonkommen? Mandy S. jedenfalls war tief in die fränkische Neonazi-Szene verstrickt. In Büchenbach nahe Roth absolvierte sie beim örtlichen Schützenverein Schießübungen. Mit führenden Rechtsextremisten war sie liiert. 1998 hatte sie dem Terror-Trio Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe beim Untertauchen in Chemnitz geholfen und sie in der Wohnung ihres damaligen Freundes untergebracht. Ein Ermittlungsverfahren beim Generalbundesanwalt gegen Mandy S. läuft seit Jahren.

Der Oberpfälzer Landtagsabgeordnete Franz Schindler (SPD) kritisiert die Polizei und das bayerische Innenministerium. Schindler war Vorsitzender des von 2012 bis 2013 tagenden NSU-Untersuchungsausschusses des bayerischen Landtages. Schindler beklagt, als der Ausschuss zu Mandy S. näher habe nachforschen wollen, hätten "die Polizei und das Innenministerium gemauert". Zur Mitteilung der Generalbundesanwaltschaft, dass die Ermittlungen noch andauern würden, sagte Schindler: "Mein Problem ist, dass die Ermittlungen seit Jahren nicht vorwärts kommen. Das Argument der Bundesanwälte, sie wollen erst das Hauptverfahren abwarten, halte ich für überhaupt nicht nachvollziehbar. Vielmehr wäre es erforderlich gewesen, den Beweisanträgen der Nebenkläger nachzugehen, die auf den Netzwerkcharakter des NSU hingewiesen haben."
http://www.nordbayern.de/region/nuernberg/ermittler-nach-neuen-nsu-enthullungen-in-der-kritik-1.6973832
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Rudolf Rocker
Waldkauz


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« Antworten #658 am: 13. Dezember 2017, 15:18:40 »

Zitat
Der NSU im Spitzelnetz
https://www.antifainfoblatt.de/artikel/der-nsu-im-spitzelnetz
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Rudolf Rocker
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« Antworten #659 am: 19. Januar 2018, 17:08:51 »

Zitat
Rechter Terror in der antifaschistischen Analyse

Im NSU-Komplex gibt es mehrere zentrale Fragen, mit denen sich unabhängige Antifaschist_innen dringender denn je auseinandersetzen müssen, um der bislang sehr wirkmächtigen Erzählung des Generalbundesanwalts, der Geheimdienste und der Polizei entgegen zu treten: Denn Strafverfolger und Geheimdienste propagieren entgegen aller Fakten und einschlägigen Zeugenaussagen unbeirrt den Mythos vom isolierten Trio, von dessen terroristischen und mörderischen Aktivitäten kein einziger der zahllosen Unterstützer_innen informiert gewesen sei, und stellen den NSU-Komplex als ein singuläres, schon jetzt abgeschlossenes Ereignis ohne Wiederholungsgefahr dar.
Ein Diskussionsbeitrag von Hilde Sanft und Ulli Jentsch
https://www.antifainfoblatt.de/artikel/rechter-terror-der-antifaschistischen-analyse
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« Antworten #660 am: 31. Januar 2018, 14:10:35 »

Es gibt wohl Parallelen zwischen rechtsradikalen und islamofaschistischen Terror: Der Staat hielt seine schützende Hand drüber.
Und natürlich versucht er alles, die Aufklärung in diesen Fällen zu verhindern:

Zitat
Acht Ungereimtheiten im Fall Amri
Zentrale Fragen zum Berliner Anschlag sind ungeklärt. Der Untersuchungsausschuss im Bundestag könnte sie beantworten, doch Union und SPD wollen dessen Auftrag eng fassen.
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2018-01/amri-untersuchungsausschuss-bundestag-fragen

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CubanNecktie


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« Antworten #661 am: 31. Januar 2018, 22:04:21 »

120 Jahre?!   kotz *würgh* AAAAAh

NSU, AMRI. Verzögerungs-verschleierungstaktik muss einen handfesten Hintergrund haben. Selbst beim Anschlag von 1980, auf den Oktoberwiesen in München - hält sich der Verfassungsschutz sich mit Auskünften zurück. Das wird sich bei den anderen auch so wie ein Kaugummi hinziehen. Diese Institution "Verfassungsschutz" ist doch oberfaul.  Oktoberfestanschlag nähert sich bald dem 40sten Jahrestag.
« Letzte Änderung: 31. Januar 2018, 22:07:30 von CubanNecktie » Gespeichert

Vorstellungsgespräch bei einer Leihbude?
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... und nun die durchgeschröderte Masse noch stärker unterdücken und nochmals ordentlich durchmerkeln, bis es ordentlich braun wird.
Kuddel


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« Antworten #662 am: 15. Februar 2018, 10:57:16 »

Zitat
Dicke Mauern

Das FBI hat ein interessantes Gutachten für die deutsche Polizei erstellt. Und zwar zu den Morden des NSU. Bevor das Trio gefasst worden ist. Frag den Staat hat dazu diesmal zwei Staaten gefragt. Doch beide halten dicht.


Doppelter Granit

Fast 18 Jahre sind vergangen, seit der NSU den ersten Mord seiner Anschlagsserie verübt hat. Doch erst 2011 geriet die rechtsextremistische Terrorgruppe unter Verdacht. In den Jahren dazwischen fischten die Behörden im Trüben. Laut Spiegel-Berichten von 2012 baten sie deswegen auch das FBI, in einem Gutachten die Lage einzuschätzen. Die Plattform Frag den Staat möchte das Gutachten an die Öffentlichkeit bringen. Doch die deutschen Behörden mauern.

Laut Spiegel werde in dem FBI-Gutachten empfohlen, bundesweit nach Tätern mit fremdenfeindlichen Motiven zu fahnden. Und das zu einem Zeitpunkt, als die deutschen Behörden noch in Richtung Drogen- und Bandenkriminalität gefahndet haben. Doch auch die amerikanische Behörde gibt das Dokument nicht frei.

    
Zitat
Weil das FBI sagt, dass es vertrauliche Quellen in Deutschland gäbe, die man schützen müsse, und weil das FBI nicht die eigenen Methoden aufdecken will. – Arne Semsrott, Frag den Staat

Alle mischen mit

Das FBI war nicht der einzige Geheimdienst, der den deutschen Behörden zugearbeitet hat. 2003 informierte der italienische Geheimdienst den Verfassungsschutz über ein rechtsextremes Terrornetzwerk in Deutschland. Dieses pflege enge Kontakte nach Italien. Auch türkische Behörden steuerten eigene Ermittlungsergebnisse bei. Sie legten den deutschen Ermittlern allerdings nahe, in Richtung organisierter Kriminalität zu prüfen.

Die Hinweise der Italiener und der Amerikaner haben sich im Nachhinein als richtig herausgestellt, wurden aber offensichtlich ignoriert.

    
Zitat
Wenn wir dieses Gutachten an die Öffentlichkeit kriegen, dann können wir darüber beweisen, dass es vielleicht ja damals schon offensichtlich war, dass eine rassisstische Motivation bei diesen Taten eine Rolle gespielt hat und dass aber auch die deutschen Sicherheitsbehörden da weggeguckt haben und auf Hinweise des FBI nicht reagiert haben. – Arne Semsrott

Warum die Behörden in diesem Fall mauern und ob das FBI-Gutachten jemals an die Öffentlichkeit gelangen kann, darüber hat detektor.fm-Moderatorin Astrid Wulf mit Arne Semsrott von der Plattform Frag den Staat gesprochen.
"Man kann darüber spekulieren, ob die Kontakt zu den deutschen Behörden hatten. Das wissen wir leider nicht. Wir wissen nur, dass das FBI hart geblieben ist."
https://detektor.fm/politik/frag-den-staat-fbi-gutachten

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Kuddel


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« Antworten #663 am: 09. März 2018, 18:11:07 »

Zitat
Nächste Frage des Ausschusses: "Kann es sein, dass Sie bedroht werden?" Antwort: "Ja, von einer eindeutigen Seite her." - "Welche?" - "Einer staatlichen. Dem Verfassungsschutz." - "Wie sah die aus?" - "Eindeutig." - "Sollen wir das in nicht-öffentlicher Sitzung besprechen?" - "Das bringt doch nichts. Wie soll mich etwas Staatliches vor dem Staat schützen? Vielleicht bekomme ich ja einen Zuckerschock."
https://www.heise.de/tp/features/NSU-Ausschuss-Zeuge-gesteht-Waffenbeschaffung-3987701.html?seite=all
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Kuddel


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« Antworten #664 am: 28. März 2018, 16:36:25 »

Zitat
Wie es im Fall Amri zu Manipulationen gekommen sein soll
Im Fall des Attentäters vom Breitscheidplatz soll im Landeskriminalamt ein Bericht gefälscht worden sein. Eine bewusste Manipulation?
https://www.heise.de/tp/features/Ein-NSU-V-Mann-von-hoechster-Gueteklasse-4003824.html?seite=all

Zitat
Ein V-Mann-Führer sagte, was im Fall NSU passiert ist, sei eine Schande - und ergänzte: "Das werden Sie auch bei Amri erleben."
https://www.heise.de/tp/features/Ein-NSU-V-Mann-von-hoechster-Gueteklasse-4003824.html?seite=all
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