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Autor Thema: Mitgliederliste des Kieler Kaufmann e.V.  (Gelesen 83193 mal)
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Fritz Linow


Beiträge: 1199


« Antworten #25 am: 21. Juni 2018, 10:43:58 »

So mancher HSH-Banker war 2008 Mitglied im Kieler Kaufmann, zum Beispiel der Vorstandsvorsitzende Hans Berger (Prozess läuft noch), aber auch die Aufsichtsräte Hans Heinrich Driftmann oder Jörg-Dietrich Kamischke.
Damit die Abwicklung der HSH Nordbank mit bis zu 30 Milliarden möglichst angenehm über die Bühne geht, werden seit jeher die Kontakte zur Politik gepflegt, unter anderem bei bescheuerten Hutempfängen. So darf dann auch die grüne Finanzministerin einen lustigen Hut vor der verstrickten Lokalpresse präsentieren:



Monika Heinold saß schon seit 1998 im Beirat der HSH Nordbank, vormals Landesbank:
https://www.buergerschaft-hh.de/ParlDok/dokument/24866/aufgaben-des-beirates-der-hsh-nordbank.pdf
Nebenbei schon krass, wie viele bekannte Namen aus dem Kieler Kaufmann e.v. dort auch zu finden sind.
« Letzte Änderung: 21. Juni 2018, 14:03:49 von Fritz Linow » Gespeichert
Kuddel


Beiträge: 11471


« Antworten #26 am: 21. Juni 2018, 14:50:22 »

Und Hüte können sie ja, die Kieler Kaufleute!














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Fritz Linow


Beiträge: 1199


« Antworten #27 am: 22. Juni 2018, 00:19:03 »

Dieser Hutporno steht weder im Einklang mit dem guten Geschmack, noch ist es mit den Genfer Konventionen vereinbar. Die Zurschaustellung animalischen Fehlverhaltens verstört mich zutiefst. Gleichwohl möge es als mahnendes Beispiel erhalten bleiben, damit man weiß, von wem Gebissreiniger und andere Spezereien (Perlenohrringe und so) ergaunert werden.
« Letzte Änderung: 22. Juni 2018, 00:24:51 von Fritz Linow » Gespeichert
BGS
Polarlicht


Beiträge: 2958



« Antworten #28 am: 22. Juni 2018, 15:18:19 »

Большое спасибо!

MfG

BGS
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"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)
Fritz Linow


Beiträge: 1199


« Antworten #29 am: 09. Oktober 2018, 19:39:29 »

Zur Diskussion um das Schlossquartier, den Konzertsaal und den Förderverein nochmal hier:
Zitat
Da der Konzertsaal ein großes Verkaufsargument für das danebenstehende neue „Schlossquartier“ ist, bleibt der Stadt nichts anderes übrig, als das Angebot anzunehmen. (…)
Schön ist auch, dass die für die Sanierung veranschlagten 24 Millionen Euro von einem Architekten berechnet wurden, der ansonsten auch mal gerne von einem Architekten, der Mitgesellschafter des „Schlossquartiers“ ist, für irgendwelche Scheißhäuser prämiert wird, was dann wiederum schön die verfilzte Lokalpresse betextet und bebildert.

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=28536.msg331232#msg331232

Tatsächlich ist dieser Förderverein Konzertsaal am Kieler Schloss e.V. eine Ansammlung von Künstlernulpen, Politkern und Wirtschaftsinteressen, wie zum Beispiel die Nachfahren von NSDAP-Kersig (Immobilien), der unvermeidliche Schleifer (Gesellschafter des „Schlossquartiers“), aber auch der schlimme Justus Frantz.

Kleiner Abstecher zum Schleswig-Holstein Musik Festival 1987:
Zitat
„Wenn Leute Geld haben wollen, gucke ich sie mir genau an“, sagt Carl Hermann Schleifer. „Als vor zwei Jahren Justus Frantz zu mir kam, wußte ich gleich: Das ist kein Spinner, in seiner Idee steckt sogar mehr, als er selber sieht.“

https://www.zeit.de/1987/30/konzert-fuer-oeffentliche-haende/seite-2

1988 war das Ganze schön überschuldet und das Land musste einspringen:
Zitat
Verantwortlich dafür war vor allem der ehemalige Finanz-Staatssekretär Carl Hermann Schleifer, 46. Der Weggefährte Barschels, zugleich geschäftsführender Vorsitzender des Musik-Festivals und Vertrauter von Festival-Intendant Justus Frantz, hatte den Kauf ohne Kabinettsbeschluß eingefädelt und auch sonst manches Ding gedreht.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13531945.html

Naja, man kungelt halt immer noch zusammen. Die Kieler Nachrichten bezeichnen die Mitglieder des Fördervereins dummdreist als „32 wohlklingende Namen aus Kultur, Wirtschaft, und Wissenschaft“. Und auch der Oberbürgermeister (SPD) darf sich freuen: „Ich freue mich über die tolle Initiative, die uns guten Rückhalt gibt“.
http://www.kn-online.de/Nachrichten/Kultur/Initiative-Konzertsaal-am-Kieler-Schloss-startet-mit-32-namhaften-Mitgliedern

Die Dummdreistigkeit der Kieler Nachrichten geht nun weiter:
"Kiel goes Elphi": Benefiz fürs Schloss
http://www.kn-online.de/Nachrichten/Kultur/Kiel-goes-Elphi-Die-Philharmoniker-setzen-sich-fuer-Kiels-Konzertsaal-ein

Im Artikel wird erzählt, wie die Musikfreunde Kiel ein Benefizgastspiel in Hamburg veranstalten inklusive Spendenaufruf für den Förderverein Konzertsaal am Kieler Schloss e. V.. Der Autor des Artikels ist nebenbei mit der Vorsitzenden der Musikfreunde Kiel verwandt. Das wird von der Zeitung nicht so gekennzeichnet, macht aber auch nichts, weil alles mit allem und jeder mit jedem in diesem Sumpf zusammenhängt. Da wird das Propagandablatt der Kapitalinteressen mal wieder gern zur Mitmachzeitung.



Manchmal kann man ja auch die LINKE loben, weil sie es ansatzweise thematisiert haben:
Zitat
Unser Ziel ist es, dass bei der Vergabe von Wohnungsneubauten (oder Nachverdichtungen), die längst von der Ratsversammlung beschlossene Vorgabe, dass mindestens 30% der neu gebauten Wohnfläche geförderter und bezahlbarer Wohnraum sein soll, bedingungslos gilt. Die Vergangenheit hat leider gezeigt, dass dieser Beschluss noch niemals umgesetzt wurde. Immer, wenn die Investor*innen solcher Wohnbauprojekte ihre Renditeorientierung belastet sahen, ergab sich die Stadt diesen Geldinteressen. Letztes Beispiel hierfür ist, dass das mittlerweile fast fertiggestellte Schlossquartier mit keiner einzigen geförderten Wohnung gebaut worden ist;

https://linke-kiel.de/kommunalwahlprogramm-2018/

Kleine Ergänzung zum Schloss und Konzertsaal:
Das Land hatte das Schloss 2003 für einen Euro an Investoren verkauft. Die haben es seitdem genutzt, profitiert und nichts investiert. Nun will die Stadt das Schloss für 4.1 Millionen Euro kaufen, dann wollen Stadt und Land 16 Millionen an Subventionen reinbuttern. Das mittelmäßige Kulturprogramm soll wie bisher weiterlaufen. Es ist zum Fremdschämen...
http://www.kn-online.de/Nachrichten/Kultur/Schloss-Sanierung-Foerde-Sparkasse-eroeffnet-in-der-Elphi-den-Spendenreigen

Wie damals das Schloss für einen Euro an Investoren gelangen konnte, gibt dieser Untersuchungsausschuss ansatzweise einen Einblick:
http://www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl15/drucks/3700/drucksache-15-3729.pdf

In der regionalen Quasselsendung Lass mal schnacken! von 2017 kommt der Mitbesitzer des Schlosses seit 2003, Peter Marschall, zu Wort:
http://lassmalschnacken.de/99 (ab ca. Minute 12)
Wie er sich wohltätig und uneigennützig präsentiert, erregt tiefstes Mitleid. Zusammen mit dem Untersuchungsausschussbericht, der unter der Ägide des CDU-Politikers und Mitglieds des Kieler Kaufmann Tomas Stritzl abgearbeitet wurde, bleiben da schon noch einige Fragen offen, was Peter Marschall als Mitglied des Kieler Kaufmann und vor allem mit wem so ausheckt.

« Letzte Änderung: 13. Oktober 2018, 00:33:35 von Fritz Linow » Gespeichert
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