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Autor Thema: Bremen, Hochburg der Leiharbeit  (Gelesen 1818 mal)
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Kuddel


Beiträge: 10131


« am: 17. Mai 2015, 10:56:30 »

Hansestadt ist Hochburg der Leiharbeit
Bremen ganz prekär

Nur in Leipzig ist es schlimmer: Mit 5,2 Prozent hat die Stadt Bremen die zweithöchste Leiharbeitsquote aller deutschen Großstädte, in Bremerhaven liegt sie bei 4,9 Prozent. Der Anteil der Zeitarbeit ist deutlich höher als im Bundesdurchschnitt: Deutschlandweit liegt die Leiharbeitsquote – gemessen an der Zahl aller Arbeitnehmer – bei 2,7 Prozent. Das belegt die jüngste Auswertung der Arbeitnehmerkammer Bremen.


Lesenswerter Bericht mit interessanten Statistiken: http://www.weser-kurier.de/startseite_artikel,-Bremen-ganz-prekaer-_arid,1124202.html

"Im Durchschnitt verdienen Leiharbeitnehmer 43 Prozent weniger"
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Tamme-UGZ
Gast
« Antworten #1 am: 01. Juni 2015, 04:39:31 »

Hier wäre noch die Doppelmoral der Bremer Landesregierung erwähnenswert gewesen, denn diese duldet als Hauptaktionär der Bremer Lagerhausgesellschaft in den LC einen Zeitarbeitsanteil von zwischen 65 und 80 %. Leider haben das weder Linke noch Piraten im Bürgerschaftswahlkampf thematisiert.
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dejavu


Beiträge: 879



« Antworten #2 am: 02. Juni 2015, 21:34:27 »

Welchen Einfluss hat die Politik überhaupt noch auf die Hafengesellschaft?

Und noch etwas ist erwähnenswert:
Zitat
Mit 5,2 Prozent hat die Stadt Bremen die zweithöchste Leiharbeitsquote aller deutschen Großstädte
und
Zitat
In Bremen fielen zuletzt 41 Prozent aller offenen Stellen in den Bereich Leiharbeit.
Ein krasses Missverhältnis. Ich kann's mir eigentlich nur mit Schummelei erklären.


« Letzte Änderung: 02. Juni 2015, 21:36:48 von dejavu » Gespeichert

Leiharbeit und Werkvertragsmißbrauch verbieten! Weg mit dem Dreck!
Kuddel


Beiträge: 10131


« Antworten #3 am: 22. November 2017, 12:41:54 »

Ein Erfahrungsbericht aus Bremen:

Zitat
Wie ihr ja bereits wisst, hat uns unser ehemaliger Arbeitgeber die DHL mit Hilfe der Gewerkschaft Ver.di – wir haben darüber berichtet – zu Ende Februar 2017 vor die Tür gesetzt. Damit die DHL in der Öffentlichkeit „gut“ dasteht, einigte man sich darauf, uns in eine Transfergesellschaft zu verfrachten.(...) Sollte man den anstrengenden Weg über die Agentur für Arbeit nehmen, in Hartz IV rutschen oder doch eher eine Leihfirma in Anspruch nehmen die dich nur ausbeuten will?! (...)

 Seit Anfang Oktober gehöre ich nun zum „Club“ der Leiharbeitnehmer. Ich war ein Teilnehmer der Transfergesellschaft, der sich für diesen Weg entschieden hat und nicht den Weg über die Agentur für Arbeit gehen wollte. Da mir diese Tatsache schon frühzeitig bewusst war, hatte ich also während der Transfergesellschaft Zeit genug zu reagieren, falls meine Bewerbungen keinen Erfolg haben sollten. Leider kam es so wie es kommen musste. Alle Bewerbungen blieben ohne Erfolg. Die Firmen haben mir nur Absagen erteilt, mit dem Tenor: „Die Stelle auf die Sie sich bei uns beworben haben werden nur von unseren Servicepartnern abgewickelt“, also nur über Leihfirma. Nach der letzten Absage hatte ich dann genug.(...)

Da Bremen eh die Hochburg für Leihfirmen ist, ich noch Zeit genug hatte, klapperte ich einige von ihnen ab. Doch entweder gefielen mir deren Konditionen nicht oder die Leihfirmen wollten mich nicht nehmen, da ich diverse Ansprüche an diese gestellt hatte. (...) Der Meister sagt Morgens an was zu tun ist und erwartet von uns Leiharbeitnehmern das wir selbstständig die Arbeiten erledigen. Keine Kontrollen, keine Vorgaben in welcher Zeit die Arbeit erledigt sein muss, solche Vorzüge habe ich bei der DHL nie gehabt. Was die festangestellten MitarbeiterInnen dürfen, dürfen wir Leiharbeitnehmer auch, z. B. zwischendurch eine rauchen gehen. Aber wie gesagt: „Egal wie gut die Zeitfirma oder der derzeitige Auftraggeber auch sind, Leiharbeit gehört generell abgeschafft“!
https://gdabetriebsgruppe.netzwerkit.de/2017/11/12/leiharbeitnehmer-es-geht-auch-anders/
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