Übersicht   Hilfe Suche Einloggen Registrieren  
Seiten: [1] 2 3 4 5   Nach unten
Drucken
Autor Thema: Filz und Korruption bei VW  (Gelesen 33795 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Fritz Linow


Beiträge: 777


« am: 25. September 2015, 11:41:05 »

Auch ohne die neueste Abgasaffäre dürte das hier ein schön langer Thread werden. Daher fange ich mal an:

Zitat
Ein besonders dreistes Beispiel für einen Werkvertrag kennt er [Bayerns IG Metall-Chef Jürgen Wechsler] von BMW am Standort Dingolfing. „BMW hat dort eine Werkshalle leergeräumt und per Werkvertrag den Kontraktlogistiker Schnellecke ins Haus geholt“, sagt er. Der erledige mit 400 Leuten dort, was vorher BMW-Stammpersonal getan habe.

http://www.fr-online.de/wirtschaft/werkvertraege-protesttag-gegen-werkvertraege,1472780,31889392.html

Die Schnellecke Group ist der Hoflogistiker von VW und Rolf Schnellecke war langjähriger Oberbürgermeister von Wolfsburg und ist mittlerweile auch Ehrenbürger.

Die Masche, die Schnellecke nun bei BMW durchzieht, geschah auch schon 2001 bei VW. Die Inzest zwischen VW und Schnellecke ist schon seit 2001 bekannt:
Zitat
Die engen Verflechtungen zwischen Schnellecke und VW fügen sich gut ein ins Ambiente dieser Autostadt. In der niedersächsischen Provinz, wo Wolfsburg VW und VW Wolfsburg ist, kennt jeder jeden. Man trifft sich im Aufsichtsrat der von VW und der Stadt gemeinsam initiierten Wirtschaftsförderungsgesellschaft Wolfsburg AG; man sitzt zusammen in der VIP-Lounge des VfL; man geht vereint zum Drachenbootrennen. Und natürlich schadet es da auch nicht, wenn ein großer Zulieferer gleichzeitig als Bürgermeister mit dem Konzern verhandelt.

http://www.manager-magazin.de/magazin/artikel/a-158117.html

Rolf Schnellecke ist ein windiger und eitler Geschäftsmann, der gerne mehr gewesen wäre, weshalb er auch in die Politik ging. Die IG-Metall hätte vielleicht mit einer Wahlempfehlung gerade in Wolfsburg Schnellecke verhindern können. Aber dazu ist sie bekanntlich viel zu sehr in den VW-Filz eingebunden.
Kleines Schmankerl nebenbei: Schnellecke und Bsirske sind auf dieselbe Schule gegangen.
Gespeichert
Fritz Linow


Beiträge: 777


« Antworten #1 am: 25. September 2015, 12:09:29 »

Im Zusammenhang mit den Werkverträgen der VW-Testfahrer, die ja auf der verschwundenen Seite leakleiharbeit.de thematisiert wurden, passt auch diese Meldung der Kanzlei Rat&Tat, die die restlichen Kläger vertritt:
Zitat
...Die IG Metall „übernahm“ von uns Rechtsstreitigkeiten, die sie trotz hinreichender Erfolgsaussichten und zur großen Überraschung selbst des Gerichts nicht weiterführte und zwar mit dem Ergebnis, daß nun alle von der IG Metall vertretenen Kläger leer ausgehen. Es drängt sich der Verdacht auf, als sie dies von Anfang an das Ziel der am Unternehmenskonsens interessierten IG Metall Wolfsburg gewesen. Jedenfalls bestätigte sich damit auf kaum erwartbare Weise, was wir kürzlich in diesem Zusammenhang als „heiße Luft“ der IG Metall in ihrem angeblichen „Kampf gegen Werkverträge“ skizzierten...

=342&tx_ttnews[backPid]=1]http://www.drgeffken.de/index.php?id=71&no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]=342&tx_ttnews[backPid]=1
Gespeichert
Fritz Linow


Beiträge: 777


« Antworten #2 am: 25. September 2015, 14:07:49 »

Der damalige 2. Vorsitzende der IG-Metall Wolfsburg, der zweitgrößten Verwaltungsstelle der IGM, Frank Patta hatte über einen längeren Zeitraum in feinster Selbstbedienungsmentalität immer wieder falsche Spesen abgerechnet (Bier, DJ...).
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-65794369.html

Das hielt ihn nicht davon ab, 1. Vorsitzender der IG-Metall Wolfsburg zu werden. 2012 wurde er feierlich verabschiedet. Auch der VW-Gesamtpersonalvorstand gehörte zu den Laudatoren.
2010 wird ein gewisser Sebastian Patta Personalchef in Braunschweig (5700 Mitarbeiter).
http://www.kfz-betrieb.vogel.de/wirtschaft/articles/295568/
Un tatsächlich sind der Manager Sebastian, der von berufswegen die Lohnkosten senken und Leute entlassen muss, und Frank, der genau das verhindern soll, Brüder.

Fazit: Es ist scheißegal, was man bei VW macht. Symbolisch rollen dann halt ein paar Köpfe (VW-Affäre,  VW-Abgasskandal...). Insgesamt betrachtet ändert sich nichts, weil bei VW Filz und Korruption die Stützpfeiler des Selbstverständnisses aller Beteiligten sind.
Gespeichert
Rappelkistenrebell


Beiträge: 2536



WWW
« Antworten #3 am: 25. September 2015, 16:34:42 »

"The Guardian" enthüllt: Europäische Regierungen verlangen lasche Prüfverfahren

25.09.15 - "rf-news" dokumentiert eine Enthüllung der liberalen britischen Zeitung "The Guardian" vom gestrigen Donnerstag. Der Artikel zitiert aus vertraulichen Dokumenten, denen zufolge staatliche Stellen aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien schon Monate vor dem VW-Abgas-Skandal bei der EU-Kommission vorstellig wurden, um die für 2017 geplanten schärferen Testvorschriften so zu verwässern, wie es bereits seit 30 Jahren der Fall ist.

Großbritannien, Frankreich und Deutschland wird Heuchelei vorgeworfen, indem sie einerseits hinter den Kulissen an veralteten Prüfverfahren für Kohlendioxidemissionen festhalten wollen und andererseits nach einer europäischen Untersuchung der Manipulationen von VW bei Luftverschmutzungstests rufen.

Dokumente, die der "Guardian" einsehen konnte, machen offensichtlich, dass diese drei Länder die Europäische Kommission bedrängten, Schlupflöcher in den Autotests aufzunehmen, die zu einem höheren Ausstoß an Kohlendioxydemissionen führen, der die Grenzwerte um14 Prozent übertreffen würde.

Gerade vier Monate vor dem jetzigen VW-Emissionsskandal unternahmen Großbritannien, Frankreich und Deutschland den Vorstoß, Schlupflöcher aus einem Test, der 1970 unter dem Namen NEDC konzipiert wurde, auf einen neuen Test zu übertragen, der unter dem Namen Personenwagen-Testverfahren (WLTP) den alten Test 2017 ersetzen soll.

Das neue Testverfahren sollte gerade solche Schlupflöcher schließen, die bis zu 20 Prozent Abweichungen zwischen zugesagten und tatsächlichen Werten ermöglicht hatten. Diese Schlupflöcher würden nicht nur die tatsächlichen CO2-Emissionen von Neuwagen auf 110 Gramm CO2 pro Kilometer steigern – deutlich über der EU-Grenze von 95 Gramm pro Kilometer – sondern auch für die Autofahrer 140 Euro mehr Spritkosten pro Jahr bedeuten gemäß den Berechnungen des grünen Vereins Verkehr und Umwelt (T&E).

Quelle: "The Guardian"

http://www.theguardian.com/environment/2015/sep/24/uk-france-and-germany-lobbied-for-flawed-car-emissions-tests-documents-reveal


Quelle

http://www.rf-news.de/2015/kw39/the-guardian-enthuellt-europaeische-regierungen-verlangen-lasche-pruefverfahren
Gespeichert

Gegen System und Kapital!


www.jungewelt.de
Fritz Linow


Beiträge: 777


« Antworten #4 am: 25. September 2015, 19:30:05 »

Gerne totgeschwiegen von VW und der Stadt werden die sogenannten Italienerbaracken, in denen es gerade Anfang der 70er einige Unruhen gab. Es gibt zwar ein paar Filme über die Italiener in Wolfsburg ( der bekannteste und beste ist wohl „Palermo oder Wolfsburg“), aber ansonsten nicht sonderlich viel, es sei denn, es wird als Erfolgsgeschichte dargestellt.
Der untenstehende Artikel von 1973 (etwas länger) enthält aber eigentlich alles, was das Herz begehrt: Ausbeuterbosse, korrupte Gewerkschaft und Politiker, gierige Kirche, selbstorganisierter Widerstand und dessen Scheitern.
Falls jemand weitere Quellen dazu hat, immer her damit.

Wo damals übrigens die Baracken standen, wird heute das Publikum mit VFL Wolfsburg bespaßt.



Quelle: Schulkampf Nr.12,Heidelberg o.J. (1973),S.10




"
Wir veröffentlichen den Bericht eines Sypathisanten des Kommunistischen Bundes Wolfsburg über die italienischen Arbeiter in den Baracken von Volkswagen.

Die Lager von Wolfsburg

Eine der Städte von Deutschland, wo die Ausbeutung von Ausländern massenhaft praktiziert wird, ist Wolfsburg. In dieser Stadt versucht man nicht einmal mit einem Schleier von falscher Demokratie die Wirklichkeit zu verdecken, wie es im Allgemeinen gemacht wird. Es gibt nur das nackte und rohe Verhältnis von Arbeiter und Unternehmer:“ Ich bezahle dich und du arbeitest und ich schere mich einen Dreck und deine Probleme als Ausgewanderter und deine Bedürfnisse als Mensch.“ Die ausländischen Arbeiter werden nicht nur in der Fabrik ausgebeutet, sondern auch danach, indem man ihnen menschenunwürdige Baracken gibt.
Alle wissen schon, daß Wolfsburg die Stadt von Volkswagen ist. In dieser Stadt arbeiten ca. 8000 Italiener, von denen fast 6000 in den Baracken der Firma schlafen.
Wenn man aus der Stadt kommt, überquert man nach einer Weile eine Brücke,die „Berliner Brücke“ heißt, von der das Lager seinen Namen hat. Wenn man von der Brücke herunterschaut, kann man eine ganze Reihe von Holzbaracken sehen (ca.60) und in der Mitte ein paar Steinhäuschen. Man glaubt plötzlich im Kino zu sein und einen dieser Kriegsfilme zu sehen, in denen Konzentrationslager vorkommen. Einen Augenblick bleibt man unentschieden, ob man weitergehen soll oder lieber umkehren. Aber dann geht man weiter, getrieben von der Notwendigkeit.
Das ganze Lager ist mit Stacheldraht umspannt. Es gibt einen einzigen Eingang, der vom Werkschutz kontrolliert wird. Um hineinzugehen muß man die Erkennungsmarke mit der Fotografie vorzeigen. Diejenigen, die kommen, um Arbeit zu suchen, oder die Eltern oder Freunde, müssen, um hineinzudürfen, ihren Paß dalassen, und einer der Wächter schreibt alles in ein Verzeichnis, sogar die Uhrzeit des Eintritts. Man bekommt den Paß erst beim Verlassen des Lagers wieder, das nicht später als 20 Uhr sein darf. Diejenigen, die Arbeit suchen, bekommen die ersten Ohrfeigen – moralische, versteht sich, da wir ja in einem „demokratischen“ System leben -, von einem Büttel der Fabrik, der ihnen sofort zu verstehen gibt, daß wir die Schafe sind. Eins der reizendsten Komplimente ist, wenn er sagt:“ Dusch dich und wasch dich gut, denn morgen untersucht dich der Arzt,“
Dann macht man mit den Baracken Bekanntschaft. Sie sind aus Holz und zweistöckig. In jedem Stock sind ca. 15 Zimmer, sowie die Klos, die Küche und Waschräume, -alles gemeinsam. Jedes Zimmer hat ca. 12 qm und man wohnt dort zu dritt. Es sind drei Betten übereinander darin, drei Schränke, drei Stühle, ein Tisch und ein Eisschrank. Die Miete ist 40 DM pro Person, das ist 120 DM pro Zimmer. Wenn wir die Anzahl der Zimmer der Baracken berechnen, sehen wir, daß der Profit der Firma beachtlich ist.
In Wolfsburg muß das Motto „Ausländische Arbeiter -doppelt ausgebeutet“ heißen „dreifach ausgebeutet“, denn auch der italienische Priester schert sich seine Schäfchen. Einmal stand auf einem Flugblatt der „Union Ausgewanderter Italiener/Wolfsburg („Unione Emigrati Italiani/Wolfsburg):“Dieser, statt unser Gewissen zu erleichtern, erleichtert uns unsere Taschen.“
Die Weisen, die Taschen der italienischen Arbeiter zu erleichtern, sind verschieden. Volkswagen hat ihm im Inneren des Lagers eine Baracke zugewiesen, wo er Sonntags die Messe predigt, und jeden Abend einen Film zeigt. Der Eintritt kostet wenig, nur 50 Pf., aber wenn wir berechnen, daß statt für 300-400 Personen für 700 Platz ist und daß er drei Filme im Monat vom italienenischen Konsulat geschenkt bekommt und daß es sich um Stummfilme handelt, deren Kommentar die Arbeiter im Saal besorgen und daß endlich all das seit sehr vielen Jahren betrieben wird, dann wird uns klar, daß der Gewinn in die Sterne steigt. Auch das Billard und die Flipper in der Kantine A waren Privatbesitz des „handelnden Priesters“.
Auch das „Italienische Zentrum“ diente gut dazu, die Taschen der Arbeiter zu erleichtern durch eine Bar, eine Pizzeria, Spiel- und Tanzsaal. Dann gab es die anderen Einkünfte.
Die Wochenzeitung des Priesters „Der Gruß des Sonntags“ brachte noch Gewinn, denn sie war voll von Reklame verschiedener lokaler Firmen. Das Geld, das der italienische Staat, der Caritas-Verband, das Sozialamt usw., auslegten, stillte noch nicht seinen Gelddurst: Er füllte die Formulare für die Vermögenswirksamenleistung (das Gesetz der 26 Mark im Monat) aus und schickte die Italiener zu einer Bank, von der er für jeden neuen Sparer einen Prozentsatz erhielt.
1970 aber hatte der Priester kein leichtes Leben, dank einer Gruppe von italienischen Arbeitern, es wurden Demonstrationen gemacht, wo unter anderem die Entfernung des Priesters gefordert wurde und die selbstständige Verwaltung des Kinos durch eine Arbeiterkomission, die von allen Bewohnern des Lagers gewählt wird. Natürlich entläßt die Firma – auf Verlangen des Priesters hin- einen der kämpferischsten Arbeiter. Die Gewerkschaft stellte sich dieser Entlassung nicht entgegen. Aber viele Arbeiter, enttäuscht vom Verhalten der Gewerkschaft, wollten austreten und sagten klar, daß sie nicht die 8 DM zahlen wollten für eine Gewerkschaft, die nichts gegen die Entlassungen unternahm. Durch diesen Protest war die Gewerkschaft gezwungen, einen Rechtsanwalt zur Verfügung zu stellen. Nach 15 Tagen sieht auch VW sich gezwungen, den Arbeiter wieder einzustellen und ihm auch die 15 verlorenen Tage zu zahlen.

Den italienenischen Arbeitern von Wolfsburg waren jedenfalls Massenproteste nichts Neues. In der Tat gab es, auch als keinerlei Organisation vorhanden war, Explosionen des Zorns gegen die Ausbeutung. Einmal passierte es, daß wegen Ärztemangels (Zwei für das ganze Lager) ein Arbeiter starb und einer in einen ernsten Zustand geriet. Gegenüber dieser Situation rebellierten die Arbeiter, und als die Unternehmensleitung die Polizei rief, bauten sie Barrikaden am Eingang des Lagers und verbrannten im Casino auch einige Baracken. Ein andermal geschah es, daß an Weihnachten ein christdemokratischer Abgeordneter die Grüße der Regierung bringen wollte. Das heißt, wie man in Sizilien sagt, er wollte die Arbeiter „dumm und zufrieden“ machen. Als er mit seinem Straßenkreuzer ins Lager fuhr, wurde er mit Schimpfworten und Steinen empfangen, sodaß er seinen Rückwärtsgang einlegen und fliehen musst, um nicht auch noch seine Haut zu hinterlassen.

Diese Explosionen von Zorn wären überall zu rechtfertigen, aber in der Situation in Wolfsburg erscheinen sie als die normalste Sache. Im Lager arbeiten nur Männer und in der Fabrik dürfen keine italienischen Frauen arbeiten. Aber die Mehrheit der Arbeiter ist verheiratet. Aber auch wenn sie Frauen mitbringen wollten, ohne sie arbeiten zu lassen, wäre es unmöglich, weil es ungeheuer schwer ist, ein Haus zu finden.

In der Zeit 1970 bis 71 hatten die Arbeiter einen hohen Grad von Kampfeswillen erreicht. Das Ergebnis wird im Mai 1971 sichtbar. Die Italiener organisierten die erste Demonstration des ersten Mai, der in Wolfsburg seit gut 25 Jahren nicht mehr gefeiert worden war. Der Demonstration schlossen sich auch die Deutschen an und zusammen bildeten sie einen Zug von mehr als 1000 Arbeitern, von denen die Hälfte Italiener waren. Es gelang der Firma Volkswagen nur, diesen Aufschwung des Kampfes zu beruhigen, indem sie Massenentlassungen inszenierte. Im Sommer wurden ungefähr 500 Arbeiter entlassen, unter denen sich natürlich die kämpferischsten befanden. Ihren Platz nahmen Tunesier ein.

Heute hat sich etwas geändert. Die Ausbeutung ist immer noch die gleiche. Im „Konzentrationslager“ ist nur die Hälfte der Arbeiter geblieben, der Rest lebt in den Kasernen, die die Firma bauen ließ. Von Holz ist man zu Zement übergegangen, aber in einem winzigen Zimmer lebt man noch genauso zu dritt. Don Parenti, der handelnde Priester, ist nicht mehr da. An seine Stelle ist ein anderer gekommen. Indem die Tunesier eingestellt wurden, haben die Bosse versucht, die Arbeiter zu spalten; das ist es, was sie durch die Unterschiede von Lohn und Brot versucht haben, zu erreichen. Aber sie haben eine dicke Enttäuschung erlebt, als sie am 1. Mai 1972 die italienischen, deutschen und tunesischen Arbeiter vereint gesehen haben!
"







« Letzte Änderung: 14. November 2016, 10:02:42 von Fritz Linow » Gespeichert
admin
Administrator

Beiträge: 2122


« Antworten #5 am: 26. September 2015, 09:31:13 »

Hier wurden Fakten zusammengetragen. In der Diskussion der Mainstreammedien beweint man hingegen die Schäden am werbestrategischen Mythos "Made in Germany".

Ich halte unser Kurzzeitgedächtnis, unsere Geschichtslosigkeit, für eine große Schwäche.
Deshalb herzlichen Dank für diesen Hintergrundbericht.
Gespeichert
Fritz Linow


Beiträge: 777


« Antworten #6 am: 11. Oktober 2015, 22:02:32 »

Volker Rieble ist ein sehr unangenehmer Zeitgenosse, siehe hier: http://arbeitsunrecht.de/volker-rieble-das-zaar-poltern-fuer-das-kapital/

Aber selbst dieser Kackvogel spricht ziemlich deutlich aus, was ein Problem bei VW ist, auch wenn er dabei gewiss nichts Gutes im Schilde führt:

Zitat
...Die gesetzliche Pflicht für die Aufseher (Aufsichtsrat), ganz genau hinzusehen, wo es Schwachstellen im Unternehmen gibt, funktioniert bei den Arbeitnehmern in Deutschland nicht. Ein Betriebsrat, der zugleich Aufsichtsrat ist, müsste den Vorstand auch darin überwachen, wie er mit ihm als Betriebsrat umspringt. Man kann aber nicht zugleich Teil des Problems und Teil der Aufsicht sein...

...Die Straftat heißt „Begünstigung von Betriebsratsmitgliedern“. Sie wird aber nur verfolgt, wenn es einen Strafantrag gibt, der entweder vom Arbeitgeber oder vom Betriebsrat oder von der Gewerkschaft kommt. Dreimal dürfen Sie raten, wer von diesen Gruppen ein Interesse hat, einen solchen Antrag zu stellen! Alle sind im Filz befangen...

...Betriebsräte haben im Aufsichtsrat ihres eigenen Unternehmens nichts zu suchen. Über unabhängige Arbeitnehmervertreter kann man von mir aus reden.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/vw-abgasskandal/abgasskandal-top-betriebsraete-von-vw-werden-gesetzeswidrig-bezahlt-13849839.html
Gespeichert
Fritz Linow


Beiträge: 777


« Antworten #7 am: 19. Oktober 2015, 09:17:18 »

Und das ist jetzt wirklich grandios:

Zitat
Stephan Harbarth ist Obmann der Unionsfraktion im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz - und damit einer der wichtigsten Rechtspolitiker der CDU.

Harbarths Kanzlei "SZA Schilling, Zutt & Anschütz" wurde von VW in der Abgasaffäre mandatiert.

Im Rechtsausschuss des Bundestages stimmte Harbarth dafür, das Thema VW von der Tagesordnung zu nehmen.


http://www.sueddeutsche.de/politik/vw-abgasaffaere-und-verbraucherschutz-mandat-vs-mandant-1.2697251

Enthemmt, skrupellos, korrupt... das übliche halt und es ist in der Tat allmählich langweilig und ermüdend, diesen Dreck ertragen zu müssen.
Gespeichert
Fritz Linow


Beiträge: 777


« Antworten #8 am: 07. November 2015, 08:15:12 »

Ein schönes Beispiel, wie eng Betriebsrat, Managerebene und Gewerkschaft bei VW miteinander verzahnt sind und nur nebenbei und irgendwie als selbstverständlich erwähnt:
Zitat
Auf Anfrage sagte Osterloh (Betriebsratsvorsitzender), der lange als Nachfolger für den Ende November ausscheidenden Personalvorstand Horst Neumann gehandelt wurde: „Ein Wechsel auf den Posten des Personalvorstands kommt für mich nicht infrage. Wir erleben derzeit, wie der Vorstand agiert und dabei die Interessen der Beschäftigten vollkommen außer Acht lässt.“

http://www.waz-online.de/VW/Aktuell/Eklat-zwischen-VW-Betriebsrat-und-Vorstand
Gespeichert
Strombolli
Jeheimrat


Beiträge: 6713



« Antworten #9 am: 07. November 2015, 08:35:25 »

....
Enthemmt, skrupellos, korrupt... das übliche halt und es ist in der Tat allmählich langweilig und ermüdend, diesen Dreck ertragen zu müssen.


Genau so ist es. Ich frage mich immer: hat das System? Ja, es hat. - Eines Tages, der sich ja längst schleichend ankündigt, ist damit Schluß. Spätesntens, wenn alle deutschen Mädchen von Muslimen durchgebumst und konvertiert sind und die Asylanten diese Scheinwelt begriffen haben.

Eine Welt der Lüge und des Betruges. Eine BRD des schönen Scheins, des Selbstbetruges.

Ob ich es noch erleben werde? Einen Tag mit positiven, motivierenden Nachrichten?
Gespeichert

Das Systemmotto: "Gib mir Dein Geld! - Jetzt, Du dreckiges Opfer !!!! - Und habe immer ANGST VOR DEM MORGEN !!!"

"Hört auf, Profite über Menschen zu stellen!" Occupy
Permanent angelogen & VERARSCHT IN DEUTSCHLAND! - Ich habe mit Dir fertig
Troll
Abused Frog


Beiträge: 6649



« Antworten #10 am: 07. November 2015, 08:43:24 »

Da gab es doch was wovon alle immer geschwärmt haben, "Sozialpartnerschaft".
Die Genossen der Bosse, ein lohnendes Verhältnis nur nicht für die Arbeiter, aber die können eh froh sein überhaupt arbeiten zu dürfen.
Gespeichert

Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
Jiddu Krishnamurti
Fritz Linow


Beiträge: 777


« Antworten #11 am: 26. November 2015, 23:19:46 »

So sieht die Beschwichtigung und Ruhigstellung mittels Propaganda und gekaufter Medien bei VW aus. Eine Woche Extraurlaub bei einem Weltkonzern erscheint erstmal recht passabel, trotz der hohen "Nachfrage". Ein Konzern, der es gewohnt ist, Just-in-Time zu produzieren, vergibt keine Minute Extraurlaub. Und jetzt gleich eine Woche?
Es geht jetzt los mit der Krise. Genauso war es bei den anderen Krisen auch.

Zitat
VW verlängert Weihnachtspause

Volkswagen schickt seine Mitarbeiter im Werk Wolfsburg in einen verlängerten Weihnachtsurlaub. Die Produktion des Verkaufsschlagers Golf und des neuen Touran soll sogar mehr als drei Wochen stillstehen.

Die endgültige Entscheidung über die Fahrweise fällt am Freitag. Geplant ist, dass die Produktion in Wolfsburg ab Donnerstag, 17. Dezember, ruht. Ausnahme: „Aufgrund der hohen Nachfrage und den derzeit laufenden Vorbereitungen für die neue Produktgeneration“ werde der Tiguan bis einschließlich Freitag, 18. Dezember, gebaut, so eine VW-Sprecherin.
In der Weihnachtswoche ruht dann die gesamte Produktion in Wolfsburg. In den arbeitsfreien Tagen rund um Weihnachten und Silvester werden Umbau-und Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt.

Das VW-Werk Wolfsburg startet im neuen Jahr wieder mit der Produktion des Tiguan am Montag, 4. Januar 2016. Die weiteren Produktionsbereiche mit der Golf-Familie und dem Touran starten in der zweiten Januarwoche am Montag, 11. Januar 2016.

http://www.waz-online.de/VW/Aktuell/VW-verlaengert-Weihnachtspause
Gespeichert
Strombolli
Jeheimrat


Beiträge: 6713



« Antworten #12 am: 27. November 2015, 07:46:26 »

Was meint ihr, wie schnell die Karren alle weg wären, wenn sie nur 33% kosten würden.
Gespeichert

Das Systemmotto: "Gib mir Dein Geld! - Jetzt, Du dreckiges Opfer !!!! - Und habe immer ANGST VOR DEM MORGEN !!!"

"Hört auf, Profite über Menschen zu stellen!" Occupy
Permanent angelogen & VERARSCHT IN DEUTSCHLAND! - Ich habe mit Dir fertig
schwarzrot


Beiträge: 4516



« Antworten #13 am: 27. November 2015, 10:07:14 »

Was meint ihr, wie schnell die Karren alle weg wären, wenn sie nur 33% kosten würden.
Ich werd' das gefühl nicht los, du schreibst, was du tun würdest (wenn es die stickoxid-karren entsprechend billiger gäbe und du das geld hättest)?  Wink
->
Zitat
"Die Gedanken der herrschenden Klasse sind in jeder Epoche die herrschenden Gedanken, d.h. die Klasse, welche die herrschende materielle Macht der Gesellschaft ist, ist zugleich ihre herrschende geistige Macht." - Die deutsche Ideologie. Marx/Engels
->
Zitat
"Kapital", sagt der Quarterly Reviewer, "flieht Tumult und Streit und ist ängstlicher Natur. Das ist sehr wahr, aber doch nicht die ganze Wahrheit. Das Kapital hat einen horror vor Abwesenheit von Profit oder sehr kleinem Profit, wie die Natur vor der Leere. Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens. Wenn Tumult und Streit Profit bringen, wird es sie beide encouragieren. Beweis: Schmuggel und Sklavenhandel." - Thomas Joseph Dunning, zitiert in Das Kapital
->
Zitat
Das Bewusstsein kann nie etwas Andres sein als das bewusste Sein, und das Sein der Menschen ist ihr wirklicher Lebensprozeß." - Die deutsche Ideologie. Marx/Engels
« Letzte Änderung: 27. November 2015, 10:12:16 von schwarzrot » Gespeichert

"In der bürgerlichen Gesellschaft kriegen manche Gruppen dick in die Fresse. Damit aber nicht genug, man wirft ihnen auch noch vor, dass ihr Gesicht hässlich sei." aus: Mizu no Oto

Wieder aktuell: Bertolt Brecht
schwarzrot


Beiträge: 4516



« Antworten #14 am: 27. November 2015, 10:16:20 »

Zitat
Auswirkungen von Stickoxiden

Stickoxide - insbesondere Stickstoffdioxid - reizen und schädigen die Atmungsorgane. Erhöhte Konzentrationen in der Atemluft haben einen negativen Effekt auf die Lungenfunktion von Kindern und Erwachsenen.[3] Sie sind maßgeblich für die Entstehung des Sauren Regens mitverantwortlich, wobei Salpetersäure (HNO3) durch Reaktion von (2 NO2 + H2O → HNO3 + HNO2) oder durch Aufnahme von N2O5 in Aerosolpartikel und nachfolgender Bildung von NO3− in der flüssigen Phase entsteht.

Bodennahe Stickoxide sind beim sogenannten Sommersmog verantwortlich für die Ozonbildung (O3) unter Einfluss von UV-Strahlung.[8] Die Bildung des Ozons wird hier durch das UV-Licht der Sonne ausgelöst:

    \mathrm{(1) \ \ NO_2 + O_2 \ \xrightarrow{h \nu} \ NO + O_3}

Da der Vorgang reversibel ist, ist die Ozonmenge an sonnigen Tagen am Nachmittag am höchsten und fällt über Nacht wieder ab.

    \mathrm{(2) \ \ NO + O_3 \ \xrightarrow \ \ NO_2 + O_2}

Beim Transport der Schadstoffe von den Emissionszentren weg wandelt sich das NO zunehmend in NO2 um, wodurch die Bildungsreaktion von Ozon (1) beschleunigt und die Abbaureaktion (2) reduziert wird. Entsprechend können in ländlicheren Gebieten höhere Ozonwerte gemessen werden als in den Städten.[8]

Außerdem sind sie klimawirksam und verstärken die Erderwärmung. Insbesondere Lachgas (N2O) ist ein Treibhausgas, dessen Treibhauswirksamkeit bei einem Zeithorizont von 100 Jahren 298-mal so groß ist wie die von CO2.[9]

Lachgas trägt in einem hohen Ausmaß indirekt zum Ozonabbau in der Stratosphäre bei.[10] Es wird durch UV-Strahlung photolysiert und bildet dabei NO, welches entsprechend der Gleichung (2) wiederum Ozon abbaut.
https://de.wikipedia.org/wiki/Stickoxide
Gespeichert

"In der bürgerlichen Gesellschaft kriegen manche Gruppen dick in die Fresse. Damit aber nicht genug, man wirft ihnen auch noch vor, dass ihr Gesicht hässlich sei." aus: Mizu no Oto

Wieder aktuell: Bertolt Brecht
Rudolf Rocker
Waldkauz


Beiträge: 12490



WWW
« Antworten #15 am: 27. November 2015, 11:12:49 »

Davon abgesehen könnte ich mir so´ne Karre nicht mal geschenkt leisten!
Wovon denn Steuern, Versicherung, Sprit, Wartung und Reparaturen bezahlen?

Das Problem ist allerdings, das man in der Provinz auf ein Auto angewiesen ist oder aber kurze Arzttermine in der nächstgrößeren Stadt zu einer Tagesreise werden.
Der öffentliche Nahverkehr wird immer weiter eingeschränkt, was nebenbei zu einer weiteren Landflucht führt.
Es ist politisch so gewollt den öffentlichen Nahverkehr und ebenso die Bahn total verkommen zu lassen und massiv auf Autos zu setzen. Dabei kann man einmal mehr den Einfluss der Automobil- Lobby erkennen.
Gespeichert

Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
Strombolli
Jeheimrat


Beiträge: 6713



« Antworten #16 am: 27. November 2015, 12:38:39 »

Es kotzt mich nach wie vor an, wie sich alles das "Zitierte" letztlich in irgendeiner Form bewahrheitet und ich nur wenig dazu beitragen kann, dies zu ändern.  kotz *würgh* AAAAAh

Wenn ich meine lieben Mitmenschen Auto fahren sehe, so hätten sie einen "Trabant 501" verdient. Ficken, wählen und leben sie genau so blöd. Ich meine den Schwarm! Einzelne sind ja noch ganz nett, aber die Masse ist auf einem totalen Fehltrip, den ich nicht gehen will und auch nicht gehen werde.

Natürlich braucht man ein Auto. Die Gesellschaft und ihre Wirtschaft ist ja darauf ausgerichtet. Es ist Eines auf das Andere ausgerichtet, der typisch kapitalistische Verwertungskreislauf. Einen Kreislauf den ich hasse. In China ist gerade ein Sack Reis umgefallen.

Warum gehen gute Leute, Freunde ... von dieser Welt und ich muß jeden Tag wieder aufwachen?
Gespeichert

Das Systemmotto: "Gib mir Dein Geld! - Jetzt, Du dreckiges Opfer !!!! - Und habe immer ANGST VOR DEM MORGEN !!!"

"Hört auf, Profite über Menschen zu stellen!" Occupy
Permanent angelogen & VERARSCHT IN DEUTSCHLAND! - Ich habe mit Dir fertig
Kuddel


Beiträge: 9989


« Antworten #17 am: 04. Dezember 2015, 13:38:48 »

Zitat
VW-Aktien im Aufwind
Ernst Wolff 28.11.2015
Die Absurdität unseres Finanzsystems

Mitte September deckte die US-Umweltschutzbehörde die kriminellen Machenschaften des VW-Konzerns bei der Manipulation von Abgaswerten auf. Die ersten Meldungen von 11 Mio. betroffenen Fahrzeugen deuteten bereits an, dass VW vor der größten Herausforderung stand, die das Unternehmen je zu bewältigen hatte.

Inzwischen hat es weitere Hiobsbotschaften gehagelt: Das Bundesverkehrsministerium in Berlin hat im Oktober bekannt gegeben, dass auch Millionen in Europa zugelassene Volkswagen von dem Skandal betroffen sind. Die amerikanische Umweltschutzbehörde wiederum hat die Weltöffentlichkeit Anfang November darüber informiert, dass bei den Automarken Audi und Porsche ebenfalls manipuliert wurde.

Die jüngsten Tiefschläge kamen aus Südkorea und Kalifornien. Zunächst verurteilte das südkoreanische Umweltministerium VW zu einer Geldstrafe von 11,6 Mio. Euro und verlangte den Rückruf von 125.000 Dieselfahrzeugen bis zum 6. Januar 2016. Dann teilte die kalifornische Umweltbehörde mit, sie setze Volkswagen, Audi und Porsche eine Frist von 45 Tagen, um einen Rückrufplan für die betroffenen Fahrzeuge einzureichen.

Der finanzielle Schaden für den Konzern lässt sich derzeit noch nicht einmal annähernd einschätzen. Die Umrüstung der Fahrzeuge wird Milliarden verschlingen, und die Strafzahlungen, die allein in den USA drohen, werden zurzeit mit 18 Mrd. Dollar beziffert. Volkswagen hat bisher ganze 6,5 Mrd. Euro für diese Zahlungen zurückgestellt.

Es ist mit Sicherheit davon auszugehen, dass Staaten mit eigener Autoproduktion alles tun werden, um VW weiter in die Enge zu treiben, um so die Konkurrenzsituation der eigenen Marken zu verbessern. Aus diesem Grund wird dem Wolfsburger Konzern in der tiefsten Krise seiner fast 80jährigen Geschichte auch zukünftig ein eisiger Wind entgegenwehen.

Trotzdem steigt der Aktienkurs

Gleichzeitig aber zeichnet sich am Aktienmarkt eine Entwicklung ab, die diese Tatsachen vollkommen zu ignorieren scheint: Seit knapp zwei Wochen steigt der Kurs der VW-Aktie stetig an. Wie kann das sein...? Glauben Investoren allen Ernstes, dass VW wie ein Phönix aus der Asche steigen und als Gewinner aus der gegenwärtigen Krise hervorgehen kann?

Keinesfalls. Die steigenden Kurse sind nur eine Folge der Deregulierung der Finanzmärkte und ein hervorragendes Beispiel für den Wahnsinn, der die Aktienmärkte derzeit beherrscht. Die Deregulierung erlaubt es großen Investoren (wie z.B. den Hedgefonds) nicht nur, an steigenden Kursen (die ja die positive Einschätzung der Entwicklung eines Unternehmens widerspiegeln), sondern auch an fallenden Kursen zu verdienen. Das funktioniert unter anderem über den Mechanismus der Leerverkäufe (englisch: short selling).

Bei einem Leerverkauf setzt ein Investor darauf, dass der Kurs eines Unternehmens fallen wird. Statt ein Aktienpaket zu kaufen, leiht er es sich zu einem niedrigen Preis (im Allgemeinen 1 bis 2 Prozent des Kurswertes), verkauft es umgehend und hat nun innerhalb der Leihfrist Zeit, die Aktien mit dem eingenommenen Geld zu kaufen.

Im Falle VW haben viele große Investoren unmittelbar nach dem Bekanntwerden des Skandals auf fallende Kurse gesetzt und solche Leerverkäufe getätigt. Dass genau zwei Monate nach Einsetzen des Skandals der VW-Aktienkurs wieder in die Höhe geschnellt ist, zeigt, dass viele von ihnen sich die Aktienpakete für zwei Monate geliehen hatten und sie nun auf Grund vertraglicher Abmachungen die gleiche Menge Aktien kaufen müssen, um sie zurückgeben zu können.

Wetten schaffen keine Werte
weiter: http://www.heise.de/tp/artikel/46/46697/1.html
Gespeichert
Fritz Linow


Beiträge: 777


« Antworten #18 am: 01. Januar 2016, 19:44:57 »

Für die besondere Wolfsburger Konstellation zwischen Werk, Gewerkschaft und Politik sind neben dem Porsche/Piech-Clan zwei weitere Personen nicht ganz unwichtig: der legendäre Firmenpatriarch Heinrich Nordhoff (1948 bis 1968) und der erste Betriebsratsvorsitzende Hugo Bork (1951 bis 1971). Der ehemalige Wehrwirtschaftsführer Nordhoff und der Arbeitervertreter waren bis 1945 beide Mitglieder der NSDAP. Beide verband eine antikommunistische Einstellung.

In den Fünfzigern:
Zitat
Sozialkritische Bühnenstücke - zum Beispiel von Brecht lehnte die Werkleitung als für das Wolfsburger Publikum ungeeignet ab.

http://www.dhm.de/archiv/ausstellungen/aufbau_west_ost/katlg12.htm

Diese immerwährende große Koalition funktionierte schon damals unter anderem deswegen, weil es keine Anknüpfungspunkte an die Gewerkschaftsbewegung der Weimarer Republik gab. Junge Stadt, junge Gewerkschaft in der Findungsphase. Dazu passt, dass zu Anfang viele katholische Arbeiter aus dem Ruhrpott gekommen waren (Nordhoff bevorzugte Katholiken), die aber ziemlich bald gegen protestantische Ostflüchtlinge ersetzt wurden, die weniger Kampfbereitschaft mitbrachten, weil sie eher aus ländlichen Regionen stammten.

Die wirtschaftliche und auch kulturelle Abhängigkeit vom Werk hat außerdem verhindert, dass sich eine selbstständige Alternative entwickeln konnte, geschweige denn dass es nennenswerte Arbeitskämpfe gab. Die Verbindung VW/IGM in Wolfsburg war schon immer ein Wohlstandsmodell und auch Testlabor für den Rest der Republik, unter anderem auch die Agenda 2010. Der gemeine Wolfsburger sagt übrigens nicht:“ Ich bin Arbeiter im Werk“ oder „ich bin bei VW beschäftigt“, sondern er spricht von sich als Werks-Angehörigen. So stark ist die „una familia“ auch sprachlich in den Gehirnen verankert.

Von den knapp 60.000 Werks-Angehörigen in Wolfsburg ist nur gut ein Drittel direkt in der Produktion beschäftigt. Dort werden täglich 4000 Autos zusammengebaut. Die übrigen sind in der Verwaltung, in der Forschung, im Management und als sonstwas angestellt. Das heißt, dass es eine relativ starke sehr gut verdienende Mittelschicht gibt, die sich vorzüglich in Wolfsburg und Umgebung eingerichtet hat. Diese Mittelschicht würde einen Teufel tun, sich mit den gemeinen Arbeitern zu solidarisieren. Das ist aber eh nicht nötig, weil auch der Arbeiter in der Produktion gut verdient und ansonsten auch prima ruhiggestellt wird: in keiner anderen Stadt dieser Größenordnung gibt es wohl ein ähnliches Bespaßungsangebot wie in Wolfsburg. Selbst die Leiharbeiter verdienen noch überdurchschnittlich.

Man kann diese ganze Sozialpartnerschaft und Vetternwirtschaft in Wolfsburg zwar zum Kotzen finden, insgesamt wird es die Wolfsburger aber nicht jucken. Dafür geht es ihnen zu gut mit diesem Modell. Dass dieser Wohlstand auf Kosten der schon erwähnten italienischen Gastarbeiter oder der anderen Produktionsstandorte erwirtschaftet wird, interessiert die Wolfsburger auch nicht. Wolfsburg ist nie wirklich eine Arbeiterstadt mit einem Arbeiterbewusstsein gewesen, wie es vielleicht die K-Gruppen und andere Leute gerne gehabt hätten. Stattdessen wurde schon sehr früh der Grundstein für diese mythenhafte Schicksalsgemeinschaft zwischen VW, IGM, und Politik gelegt, die auch heute noch gepflegt wird. Vielleicht brauchen die Leute diesen Mythos ja auch, denn der Arbeitsplatz bei VW in Wolfsburg ist der einzige Anker, der in dieser potthässlichen Monostadt etwas Halt gibt.

Von Wolfsburg als Sitz des Stammwerks sollte man nichts gutes erwarten, eher von den anderen Standorten.

« Letzte Änderung: 03. Januar 2016, 01:40:12 von Fritz Linow » Gespeichert
Fritz Linow


Beiträge: 777


« Antworten #19 am: 02. Januar 2016, 01:03:56 »

Nochmal ein Versuch, Wolfsburg und VW besser zu verstehen

Heinrich Nordhoff, damaliger Chef von VW, zur Forderung der 40-Stunden-Woche 1955:
Zitat
"Ich will auch, obwohl das vielleicht nicht populär ist, daran erinnern, daß es auch ein Glück der Arbeit gibt, dessen Befriedigung unendlich viel größer ist als die des Müßiggangs. Sicher wäre ein freier Samstag für viele ein schönes Geschenk, aber für viele auch ein Fluch. Die meisten Menschen leben ohnehin auf der Flucht vor sich selbst, ihnen wird ein fehlender Arbeitstag die Leere noch vergrößern und die trostlose Flachheit, in der freie Zeit vertrödelt wird, noch stärker zutage treten lassen."

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-31971510.html

Insgesamt war der Organisierungsgrad bei VW recht gering. Da die bundesweite Kampagne „Samstags gehört Vati mir“ der IGM allgemeine Zustimmung fand, musste auch Nordhoff Zugeständnisse machen. Darauf verkündete die IG-Metall ebenfalls 1955:
Zitat
"Dank der aktiven Arbeit unserer Gewerkschaftskollegen ist Nordhoff nicht mehr der König in seinem Reich, weil wir ihm Paroli bieten. Da wir wissen, daß die Wolfsburger einen Mythos brauchen, sind wir jetzt dabei, einen neuen Mythos zu schaffen - den Hugo-Bork-Mythos."

http://magazin.spiegel.de/EpubDelivery/spiegel/pdf/31971510

1957 kam dann die 40-Stunden-Woche bei VW.

Heinrich Nordhoff hatte im Rahmen des Wirtschaftswunders quasi im Alleingang für relativ gute Arbeitsbedingungen gesorgt, zum Beispiel mit den jährlichen Mitarbeiterprämien, wohlwissend dass nur dadurch die nötigen Arbeiter angelockt werden konnten, um seinen internationalen Expansionskurs ausführen zu können. Insgesamt lag der Lohn aber immer noch knapp unter dem der Kumpel im Ruhrgebiet.
VW gehörte nie dem Arbeitgeberverband an. In anderen Betrieben gerade in Niedersachsen aber wuchsen dadurch die Begehrlichkeiten der Metallbeschäftigten, so dass sowohl die Betriebe, z.B. Hanomag als auch die IG-Metall unter Verhandlungsdruck standen.

Hier nun hat die Gewerkschaft den Hugo-Bork-Mythos kreiert, um zu vermitteln, dass es die Gewerkschaft war, die die Erfolge errungen hat. Es ist zwar richtig, dass die IGM bundesweit die 40-Stunden-Woche in Tarifverträgen allmählich durchgesetzt hat, in Wolfsburg aber war die IGM lediglich Trittbrettfahrer.
Nordhoff war schlau genug, die Gewerkschaft mit ins Boot zu holen, denn mit „guten“ Arbeitsbedingungen, die vorgeblich von einer Gewerkschaft erkämpft wurden, konnte man auch Arbeiter anlocken. Es gibt noch genügend Augenzeugenberichte, wie scheiße und mühsam die Arbeit im Werk in den 50ern und 60 ern wirklich war. Das wurde nur durch die Gastarbeiter abgemildert, die die besonders beschissenen Arbeiten verrichten mussten, z.B. Lackierei.
Sämtliche Verbesserungen sind nicht der Kampfbereitschaft der Beschäftigten geschuldet, sondern der Erkenntnis der Unternehmensführung, dass es sonst kein Personal gibt, denn das spärlich besiedelte Umland war schnell ausgeschöpft.

Als junge Stadt ohne weitere Geschichte muss aktiv Geschichte geschrieben werden. In Wolfsburg wurden daher Legenden und mythische Figuren gebildet. Das sind natürlich Ferdinand Porsche, Peter Koller (Stadtplaner), Heinrich Nordhoff und eben Hugo Bork. Der Gewerkschafter, Betriebsratsvorsitzender und Bürgermeister in Personalunion Hugo Bork gilt auch heute noch als Musterbeispiel der Bodenständigkeit, Bescheidenheit und sozialem Engagement und somit als Vorbild der IG-Metall Wolfsburg, der zweitgrößten Niederlassung der größten DGB-Gewerkschaft.
Die Unternehmensführung nahm und nimmt dieses gewerkschaftliche Feigenblatt gerne in Kauf, da sie absolut nichts zu befürchten hat. Und so radelt der schon längst vestorbene Hugo Bork immer noch imaginär durch die Fuzo und alle grüßen ihn und er grüßt zurück.

Da, wo nur Verklärung und Lügen überliefert werden, sollte man auch nichts anderes erwartet.
Gespeichert
Fritz Linow


Beiträge: 777


« Antworten #20 am: 02. Januar 2016, 17:13:32 »

2013 waren von den 1.1 Mio Beschäftigten in der Autoindustrie 100.000 Leiharbeiter und 250.000 Werkvertragsbeschäftigte. VW bildet da natürlich keine Ausnahme und so gab es im September 2015 eine Protestaktion in Wolfsburg (wobei 100 Teilnehmer recht wenig erscheinen):
Zitat
„Es geht gegen die Spaltung von Stammbelegschaften“, betont Jutta Ehlers, politische Sekretärin der IG Metall. Egal ob Ceva, Hansmann oder Schnellecke – auch in Wolfsburg seien laut IG Metall zahlreiche Mitarbeiter von einem Missbrauch der Werkverträge betroffen.

http://www.waz-online.de/Wolfsburg/Stadt-Wolfsburg/Werkvertraege-Protest-Faire-Bezahlung!

Gerade die Spedition Schnellecke hat eine wundersame Karriere hingelegt. Als Wolfsburger Unternehmen ist es schon immer für VW gefahren, aber richtig groß wurde Schnellecke erst, als es sich Anfang der 90er die Karosseriewerke Dresden GmbH (KWD), einen Zulieferer für die Automobilindustrie, einverleibte. Mittlerweile „steuern und optimieren 17.000 Mitarbeiter Lieferströme, konfektionieren bedarfsgerecht, liefern „just in time“ und „just in sequence“ an die Produktionsbänder der Automobilindustrie und übernehmen die Montage von Komponenten sowie die Vormontage und Veredelung ganzer Baugruppen.“
http://iran.ahk.de/fileadmin/ahk_iran/Event/NMWAV-Broschuere-Delegation-Iran-WEB_01.pdf

Schnellecke als Werkvertragsunternehmen ist inzwischen selbst zu einer eigenen Größe geworden und bietet Komplettlösungen für Unternehmen an. Überall da, wo VW ist, hat auch Schnellecke seine Niederlassungen.
Das wäre wenig spektakulär, gäbe es nicht auch die andere Seite des Geschäftsführers Rolf Schnellecke:
In den 80ern war er Referatsleiter Wirtschaft, Finanzen, Internationale Beziehungen in die Staatskanzlei Hannover. Dort war er auch von 1986 bis 1990 Leiter der Kabinettsabteilung.
Von 1995 bis 2011 war er Bürgermeister von Wolfsburg. Just in diese Zeit fällt der rasante Aufstieg der Schnellecke-Group. Selbst seine Beteiligung an der Auslagerung der Sitzteilfertigung nach Polen konnte ihm nichts anhaben.
2001:
Zitat
Warum (...) bekommt der Stadtchef einen Auftrag nach dem anderen? Darf ein Stadtoberhaupt mit dem größten Arbeitgeber am Ort Geschäfte machen (...)?
Unangenehme Fragen, so scheint es. Als vor der Oberbürgermeisterwahl im Februar dieses Jahres Schnelleckes VW-Connection angeblich hochzukochen drohte, soll das Thema binnen Stunden von einer unheiligen Allianz aus Politik, VW-Managern und Betriebsrat beerdigt worden sein.
Nicht einmal der politische Gegner soll damals versucht haben, aus der konfliktträchtigen Symbiose Kapital zu schlagen. Dies ist auch kein Wunder gewesen. Ein führendes SPD-Mitglied ist zugleich Betriebsrat bei VW, außerdem Aufsichtsrat des von VW gesponserten Fußballbundesligisten VfL Wolfsburg. In letzterer Funktion verhandelt er gerade mit Schnellecke in dessen Eigenschaft als Oberbürgermeister über den Bau eines neuen Stadions.
(…) der Aufstieg Schnelleckes vom Kleinspediteur mit zwei Lieferwagen zu einem Logistikunternehmer mit weltweit 6000 Mitarbeitern und gut einer Milliarde Mark Umsatz scheint ohne einflussreiche Helfer im VW-Konzern kaum möglich gewesen zu sein.

http://www.manager-magazin.de/magazin/artikel/a-158115.html

Nach einer Razzia wegen Vorteilnahme im Wahlkampf der inzwischen von Rolf Schnellecke bewohnten „Nordhoff-Villa“ 2010 sagt er empört:
Zitat
"Ich habe mir über die 35 Jahre als Beamter nicht das Geringste zuschulden kommen lassen."

http://www.welt.de/print/wams/vermischtes/article11400679/Das-Prinzip-Wolfsburg.html

Das kann man als amüsante Provinzposse abtun, es sind aber alles andere als provinzielle Dimensionen, um die es da geht: vor ein paar Monaten veranstaltete das Land Niedersachsen zum Beispiel eine Reise inklusive Wirtschaftsdelegation in den Iran. VW hatte kurzfristig (wohl aus Imagegründen) die Teilnahme abgesagt. Egal, die Vorhut in Form von Rolf Schnellecke war natürlich mit an Bord:
Zitat
"Donnerwetter!", entfährt es Rolf Schnellecke von der Schnellecke Group AG & Co. KG, Autozulieferlogistik. Er wird sein Bild von Iran überdenken müssen.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-139456030.html

Diese Glückwunschanzeige zu Piechs 75. Geburtstag 2012 sagt eigentlich mehr aus als alle Fakten:

http://www.braunschweiger-zeitung.de/media/638567--4842/Piech-Beilage.pdf
Gespeichert
Bowie


Beiträge: 130


« Antworten #21 am: 26. August 2016, 19:25:33 »

Zitat
Abgas-Affäre: Regierung wusste seit Jahren von Manipulationen
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/vw-abgas-affaere-regierung-wusste-seit-jahren-von-manipulationen-1.3138240

Ach!
Gespeichert
counselor


Beiträge: 2531



« Antworten #22 am: 26. August 2016, 19:50:25 »

Der ganze Haufen von Verantwortlichen und Mitwissern gehört für die Schäden persönlich haftbargemacht.
Gespeichert

Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!
dagobert


Beiträge: 4222


« Antworten #23 am: 26. August 2016, 21:58:54 »

Zitat
Abgas-Affäre: Regierung wusste seit Jahren von Manipulationen

Was anderes hätte mich auch gewundert.

Pfeifen die Spatzen doch schon seit Jahren von den Dächern:
http://www.chefduzen.de/index.php?topic=23385.msg310148#msg310148
Gespeichert
Fritz Linow


Beiträge: 777


« Antworten #24 am: 23. September 2016, 15:42:48 »

Ungewöhnlich viele Produktionsausfälle in letzter Zeit:

Zitat
Kaputte Presse: VW muss Golf-Produktion stoppen

22.09.
Wolfsburg. Die Bänder in der Golf-Produktion in Wolfsburg stehen schon wieder still. Wegen technischer Probleme im Presswerk muss VW die Fertigung seines Verkaufsschlagers für mehrere Tage stoppen, wie ein VW-Sprecher gestern auf WAZ-Anfrage bestätigte. Tausende Mitarbeiter bleiben ab heute zu Hause, erst am Mittwoch sollen im Werk Wolfsburg wieder Golf-Autos gebaut werden.

http://www.waz-online.de/VW/Aktuell/VW-muss-Produktion-des-Golf-tagelang-einstellen

Könnten auch Absatzschwierigkeiten sein und die Halden sind voll.

Zitat
Zwangspause bei VW dauert bis Mittwoch
24.09.
Wolfsburg. Zwangspause in der Golf-Produktion: Wegen eines technischen Defekts im Presswerk stehen die Bänder noch bis zum kommenden Mittwoch still. Die von dem Ausfall betroffenen 6000 Mitarbeiter erhalten ihre Bezüge auch während der Unterbrechung, wie ein Unternehmenssprecher von VW gestern erklärte.(...)Nach WAZ-Informationen handelt es sich bei dem technischen Problem mit der Presse, die in Halle 1a steht, um ein höchst seltenes.(...)Nach Insider-Informationen hat es einen vergleichbaren Defekt an einer Großpresse bislang nicht im Wolfsburger Werk gegeben.

http://www.waz-online.de/VW/Aktuell/Zwangspause-bei-VW-dauert-bis-Mittwoch
« Letzte Änderung: 24. September 2016, 12:28:32 von Fritz Linow » Gespeichert
Seiten: [1] 2 3 4 5   Nach oben
Drucken
Gehe zu: