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Autor Thema: Filz und Korruption bei VW  (Gelesen 129805 mal)
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Kuddel


Beiträge: 10131


« Antworten #150 am: 06. Dezember 2017, 16:54:52 »




Zitat
Verhaftung
VW-Leiharbeiter in China brauchen kämpferische Solidarität

Seit über einem Jahr dauert der Protest chinesischer Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter in dem Automobilwerk FAW-VW Automotive Co. Ltd. in Changchun im Nordosten Chinas gegen die jahrelange ungleiche Bezahlung gegenüber der Stammbelegschaft.


Gegen ihren Protest ging die Polizei vor und verhaftete drei Sprecher der Leiharbeiter. Einer ihrer Vertreter, Fu Tianbo, ist seither in Haft - ihm soll in Kürze der Prozess wegen „Verstoß gegen das Versammlungsrecht“ gemacht werden.

Am 15. Juli schrieben die Leiharbeiter einen Offenen Brief an den VW-Vorstand, den Welt- und Europa-Betriebsrat mit der Bitte zur Unterstützung ihrer Forderungen.

Bitte um Unterstützung abgewimmelt

Jetzt haben Bernd Osterloh und Frank Patta im Namen des Weltbetriebsrats den Kolleginnen und Kollegen geantwortet: Der Weltbetriebsrat könne die Vorwürfe aus China nicht verifizieren. "Dennoch möchten wir Ihnen nahelegen, für den Fall einer abweichenden Bewertung der Situation durch Sie - etwa aufgrund anderweitiger Erkenntnisse - Ihr Anliegen über das eigens bei Volkswagen für solche Fälle eingerichtete 'Hinweisgebersystem' vorzubringen bzw. - der chinesischen Gesetzeslage entsprechend - bei den hierfür zuständigen Stellen in China zu artikulieren."¹

Damit wimmelt der Weltbetriebsrat die Kolleginnen und Kollegen ab und verweigert die notwendige und selbstverständliche Organisierung der Solidarität. Dies ist ein Schlag ins Gesicht jedes Gewerkschaftsmitglieds.

Gewerkschaftliche Solidarität - jetzt erst recht

Die Organisierung der gewerkschaftlichen Solidarität mit den Leiharbeiterinnen und Leiharbeitern bei FAW-VW in Changchun muss zu einem festen Bestandteil des Kampf zur Übernahme der Leiharbeiter in den VW Betrieben werden!
https://www.rf-news.de/2017/kw49/uebernahme-der-leiharbeiter-bei-vw-in-china-und-hier
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Kuddel


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« Antworten #151 am: 06. Dezember 2017, 19:06:16 »

Neues von der VW Mafia:

Zitat



Nach dem Abgasbetrug: Frontalangriff auf den VW-Betriebsrat

Im Gespräch mit dem HANDELSBLATT (30.11.2017) offenbart Volkswagens Anführer, Herbert Diess, seine tiefe Abneigung gegenüber der Mitbestimmung, dem Betriebsrat und der IG Metall. Den Betriebsrat erklärt er zu einer mächtigen Institution im Unternehmen und als solchen gleich mitverantwortlich für Stillstand, Kadavergehorsam und mehr Reformbedarf, „als mancher vielleicht wahrhaben möchte“.

„Alles wird ruppiger“, sagt Diess auf die Frage nach der Zukunft der Autoindustrie in Deutschland. Es müsse schneller entschieden werden und dafür brauchen die Manager Freiräume – in der Logik der Argumentation ist das der Ruf nach dem Ende der Mitbestimmung der Beschäftigten und ihrer betrieblichen und gewerkschaftlichen Interessenvertretung. Wenngleich im Betrieb die Demokratie abgebaut wird, so soll zumindest das Image stimmen: Die Mobilität würde neu erfunden und „demokratisiert“ – so die wohlfeile Einvernahme der tatsächlichen Bedürfnisse der Menschen für die Legitimation von Maximalprofiten für die Eigentümer. Autos müssten „Spaß machen“ und „die Intelligenz des Autos“ würde zum Wettbewerbsfaktor – das alles wird als modern und innovativ von dem VW-Markenboss verkauft, und ist doch nur ein dritter Aufguss der Benzin-im-Blut-Ideologie von Porsche-Enkel Ferdinand Piëch. Dieser wird von Diess denn auch über den Klee gelobt: „Piëch ist für mich jemand, der Unglaubliches geleistet hat. Erst bei Porsche, dann bei Audi und später im gesamten Konzern.“ Ganz im Sinne der Profiterwartungen dieser Großeigentümer bedauert er, dass es ihm in Verhandlungen mit Betriebsrat und IG Metall nicht gelungen ist, alle Leiharbeiter vor die Tür zu setzen: „Bei der Auseinandersetzung um die Weiterbeschäftigung der Leiharbeitskräfte hätten wir für das Unternehmen eine andere Lösung gebraucht.“

25 Prozent Produktivitätssteigerung trotz 70 Milliarden Euro Gewinnrücklagen!


Neben dem direkten Angriff auf den „mächtigen“ Betriebsrat greift er indirekt, über Bande sozusagen, nochmals an: „Die Mitbestimmung ist gesetzt und ein hohes Gut. Die Frage ist, wie integer und diszipliniert beide Seiten damit umgehen. … Wir brauchen bis 2020 in Deutschland eine Produktivitätssteigerung von 25 Prozent. Das ist für die Wettbewerbsfähigkeit entscheidend. Allein das ist schon eine riesige Herausforderung für einen Betriebsrat. … Meine Kritik geht in eine andere Richtung. Das Management hat sich in der Vergangenheit aufgrund der Machtverhältnisse bei VW zu sehr mit den Verhältnissen abgefunden und abgewartet. Was sagt Herr Piëch, was der Betriebsrat? Das ist eindeutig zu wenig. Es gab so etwas wie vorauseilenden Gehorsam. Dadurch fehlte in der Führungsmannschaft zu oft die gestalterische Auseinandersetzung. Darüber rede ich mit dem Management. Wir müssen stärker gestalten und uns einbringen. Wenn das nicht passiert, ist es völlig verständlich, dass sich der Betriebsrat diesen Platz nimmt.“ So umschmeichelt er den Betriebsrat und rügt das Management und kündigt den Schulterschluss mit der Gewerkschaft auf: Der gewerkschaftliche Organisationsgrad im Management sei „überraschend hoch“.

Herbert Diess, in München geboren, von 1977 bis 1989 studiert (Dipl. Ing) und promoviert (Dr. Ing.), danach sieben Jahre bei der Robert-Bosch GmbH in verschiedenen Funktionen tätig, von 1996 bis 2015 bei BMW bis zum Vorstandsmitglied aufgestiegen, seit Juli 2015 Vorstand bei Volkswagen und Chef der Marke VW PKW.

Die WIRTSCHAFTSWOCHE weiß schon im Juni 2015 zu berichten: Der Manager verdankt den neuen Top-Job, den er auch antrat, weil er bei BMW das Rennen um die Nachfolge von Konzernchef Norbert Reithofer gegen Produktionsvorstand Harald Krüger verlor, seinem Ruf als Kostendrücker. Seiner Bestellung sollen mehrere persönliche Treffen mit Winterkorn und Ferdinand Piëch, bis April Aufsichtsratschef des Konzerns, vorangegangen sein.

Trotz 70 Milliarden Gewinnrücklagen: Personalabbau und Arbeitsverdichtung


Am 17.11.2017 berichtete Volkswagen über eine positive Zwischenbilanz nach einem Jahr „Zukunftspakt“. In den ersten 10 Monaten des Jahres 2017 seien bereits 1,9 Milliarden Euro eingespart worden – nur bei der Marke Volkswagen! Auch bei der Altersteilzeit sei das Unternehmen „auf Kurs“: „Das Ziel für 2020 ist bereits zu 94 Prozent erreicht.“ Ab 2020 sollen 25 Prozent Produktivitätserhöhung zu einem „positiven Ergebniseffekt von jährlich 3,7 Milliarden Euro führen und die Marke deutlich effizienter und wettbewerbsfähiger machen.“ Vom jährlichen „Ergebniseffekt“ (Profitsteigerung) von 3,7 Milliarden Euro sollen 3 Milliarden Euro von den deutschen Standorten erbracht werden, insgesamt sollen, ebenfalls an den deutschen Strandorten, 23.000 direkte Arbeitsplätze bei VW abgebaut werden.

Personalvorstand Karl-Heinz Blessing, einst Bundesgeschäftsführer der SPD, erklärt: „Ein Kernelement des Zukunftspaktes ist die personelle Transformation. Hier sind wir sehr gut unterwegs. Wir erreichen das Altersteilzeit-Ziel für 2020 von insgesamt 9.200 unterschriebenen Verträgen bereits Ende 2017, wir setzen die Stellenreduktion in nicht zukunftsfesten Aufgaben fort und fahren die Leiharbeit zurück.“

Es ist absehbar, dass die Situation bei VW nicht nur für die Beschäftigten  strssiger wird, sondern auch für den Betriebsrat. Der muss sich dann bald entscheiden, ob er die Aufkündigung der Sozialpartnerschaft durch das Management des Porsche-Piëch-Clans an- und ernstnehmen oder die Linie des Co-Managements fortsetzen will.
http://stephankrull.info/2017/12/03/nach-dem-abgasbetrug-frontalangriff-auf-den-vw-betriebsrat/

Zitat
Es ist absehbar, dass die Situation bei VW nicht nur für die Beschäftigten  strssiger wird, sondern auch für den Betriebsrat. Der muss sich dann bald entscheiden, ob er die Aufkündigung der Sozialpartnerschaft durch das Management des Porsche-Piëch-Clans an- und ernstnehmen oder die Linie des Co-Managements fortsetzen will.
Das ist aber wieder klassisches Gewäsch eines Gewerkschaftslinken. Es ist jetzt schon klar, wie der Betriebsrat sich entscheidet. Er hat sich schon entschieden.
« Letzte Änderung: 06. Dezember 2017, 19:10:50 von Kuddel » Gespeichert
Fritz Linow


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« Antworten #152 am: 09. Dezember 2017, 03:33:15 »

Auch die Outgesourcten in Wolfsburg wehren sich vielleicht allmählich. Sehr schön, dass es das Unternehmen Schnellecke trifft, den größten Profiteur einer durch und durch korrupten, verfilzten und speichelleckerischen Lokalpolitik. Rolf Schnellecke war jahrelang Bürgermeisterfritze von Wolfsburg.

Zitat
8.12.17
Mitarbeiter legen die Arbeit befristet nieder

Im Tarifstreit wird bei Schnellecke gestreikt.

In der 4. Verhandlungsrunde der Tarifverhandlungen für das Speditions- und Logistikgewerbe in Niedersachsen wurde keine Einigung erzielt. Die Verdi-Verhandlungskommission wertete das von den Arbeitgebervertretern vorgelegte Angebot in einer Mitteilung als Provokation. Zur Verdeutlichung der eigenen Position gab es eine Arbeitsniederlegung bei der Schnellecke Logistics Verpackung GmbH in Fallersleben. Sie legten ab der Frühschicht die Arbeit nieder. Dadurch sei die End- und Beladung ins Stocken geraten und Automobilteile für Übersee und das russische Werk Kaluga hätten nicht verpackt werden können. „Es ist enttäuschend, dass die Arbeitgeber die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen nicht schätzen“, wird Sven Paschke, Verdi-Gewerkschaftssekretär aus Wolfsburg, zitiert.

Konkret bemängeln die Gewerkschaftsvertreter, dass das Angebot der Arbeitgeber Rückschritte und Absenkungen im Einstiegsentgelt um rund 10 Prozent beinhalte. Käme es so, betrüge der Einstiegslohn in der untersten Entgeltgruppe 9,25 Euro die Stunde. Man erwarte in der nächsten Verhandlungsrunde am 12. Dezember „ein tragfähiges Angebot“.

http://www.wolfsburger-nachrichten.de/wolfsburg/vw-das-werk/article212777411/Mitarbeiter-legen-die-Arbeit-befristet-nieder.html
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hansdampf27


Beiträge: 23


« Antworten #153 am: 10. Dezember 2017, 10:43:34 »

Dass VW einen Troll hierher sendet, der versucht, die Deutungshoheit zu erhalten oder den Sprengmeister spielt, war zu erwarten. Mich verwundert, dass es ein Neonazi ist.
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BGS
Polarlicht


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« Antworten #154 am: 10. Dezember 2017, 14:07:23 »

So bleibt die Tradition gewahrt.

Zitat
,,, . Visionen var att folkbilen --- . Den 24 februari 1936 var de första prototyperna klara, ritade och byggda i Ferdinand Porsches privata garage.
... . 1938 fick bilen sin slutgiltiga form i den förserie - VW 38 - som då visade för allmänheten. Den 26 maj 1938 lades grundstenen till Volkswagenwerk.
...

Quelle: https://sv.wikipedia.org/wiki/Volkswagen

MfG

BGS
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http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
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Kuddel


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« Antworten #155 am: 10. Dezember 2017, 14:29:12 »

fick bilen sin slutgiltiga form i den förserie - VW

Schweinkram.  cheesy
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Rudolf Rocker
Waldkauz


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WWW
« Antworten #156 am: 10. Dezember 2017, 14:48:19 »

Igitt!! Shocked
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Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
Nao


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« Antworten #157 am: 11. Dezember 2017, 10:50:40 »

Es funktioniert der grenzüberschreitende Austausch. Die Informationen über den Protest in Wolfsburg verbreiteten sich schnell unter den VW-Leiharbeitern in Changchun. Es gab ihnen Auftrieb darin, ihren Kampf fortzuführen. Der NDR Bericht ist auch Chinesisch übersetzt worden. Die Leiharbeiter sagen, daß VW lügt und den Unterschied zwischen den Löhnen verschweigt. Im Gegensatz zu den Stellungnahmen dem NDR gegenüber, hat sich die Situation der Leiharbeiter nicht verbessert. Im Gegenteil, einige der kämpfenden Arbeiter wurden bedroht, andere stehen unter ständiger Überwachung.

Es ist ein kleiner Protest in den kommenden Tagen in Hongkong geplant, denn in Hongkong sind die Möglichkeiten der Meinungsäußerung und des Protests besser als in Festlandchina. Die Repression im Land hat schlimme Ausmaße angenommen.
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Fritz Linow


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« Antworten #158 am: 11. Dezember 2017, 17:10:35 »

Zitat
5.12.17
Solidarität mit den Leiharbeitern bei VW Changchun/China

Kassel, 2. Dezember 2017: Die bundesweite Delegiertenversammlung der Internationalen Automobilarbeiterkoordination hat folgende Resolution beschlossen:

Wir, die 28 Teilnehmer des Treffens der Internationalen Automobilarbeiterkoordination in Deutschland, erklären uns solidarisch mit dem Kampf Hunderter Leiharbeiter im VW-Werk Changchun, das im Joint-Venture mit First Automotive Works (FAW) betrieben wird.

Nach 10 Jahren mit Zeitarbeitsverträgen und Niedrigstlöhnen fordern sie die Übernahme aller 3000 Leiharbeiter im Werk Changchun zu VW. Sie berichten über schonungslose Ausbeutung der Leiharbeiter bei FAW-Volkswagen und das sich der VW-Konzern die Forderungen der Arbeiter jahrelang nicht einmal angehört hatte. Seit Ende 2016 tragen sie ihren Protest immer wieder mit Kundgebungen vor der Fabrik oder den Behörden in die Öffentlichkeit und genießen damit größte Sympathie unter den Automobilarbeitern Chinas.

Aus Angst, dass solch ein Funke einen Flächenbrand verursacht, reagiert die chinesische Regierung mit brutaler Härte, verbietet Kundgebungen und nahm im Mai 2016 die gewählte drei Sprecher der Leiharbeiter fest. Ai Zhenyu und Wang Shuai wurden nach sieben Tagen wieder freigelassen. Fu Tianbo wird bis heute unter dem Vorwand im Gefängnis festgehalten, er habe gegen das Versammlungsrecht verstoßen und die soziale Ordnung gefährdet.

Es ist von größter Bedeutung, dass die Arbeiter sich durch die Repression der chinesischen Behörden nicht einschüchtern lassen. Im Gegenteil, sie prangern auch die Zusammenarbeit des VW-Konzerns mit den Behörden an, der mit erfundenen und falschen Vorwürfen erst eine Basis dafür gegeben hat, dass die Arbeiter verhaftet wurden.

Wir fordern die sofortige Freilassung Fu Tianbos aus dem Gefängnis und die vollständige Aufklärung der Unterdrückung kämpferischer Arbeiter durch VW in Zusammenarbeit mit den Behörden !

Wir fordern die Anerkennung der berechtigten Forderungen! Übernahme aller Leiharbeiter bei VW Changchun zu VW und Entschädigung für jahrelange Lohnverluste!

Wir fordern den Gesamtbetriebsrat auf, seine Position zu korrigieren, er könne nichts für die Arbeiter tun und wolle aufgebautes Vertrauen zur chinesischer Regierung nicht gefährden (nach ndr.de 24.11.). IG Metall und Weltbetriebsrat müssen alle gewerkschaftlichen und betrieblichen Möglichkeiten sowie die Zusammenarbeit mit internationalen Gewerkschaftsverbänden für die Freilassung Fu Tianbos und die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der chinesischen VW-Arbeiter einsetzen!

Wir schicken solidarische und kämpferische Grüße an unsere Klassenbrüder in China und versichern Euch, dass wir Euren Kampf in Deutschland, im Mutterland des VW-Konzerns, in zahlreichen Werken des VW-Konzerns bekannt machen werden!

http://www.iaar.de/index.php/de/startseite/26-deutsche-kategorien/konzerne/vw/586-solidarit%C3%A4t-mit-den-leiharbeitern-bei-vw-changchun-china.html
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Fritz Linow


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« Antworten #159 am: 11. Dezember 2017, 23:27:03 »

Zitat
07.12.2017
Bei VW in China werden die Rechte von Leiharbeitern missachtet

Internationalismus als Herrschaftstechnik


Der VW-Konzern verstößt in China gegen die Rechte von Leiharbeitern. Die Beschäftigten wandten sich an ihre Kollegen in Deutschland – doch die deutschen Arbeitnehmervertreter lassen die Arbeiter in China im Stich. (...)
https://jungle.world/artikel/2017/49/internationalismus-als-herrschaftstechnik
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BGS
Polarlicht


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« Antworten #160 am: 12. Dezember 2017, 12:44:32 »


Adolf Hitler legt den Grundstein der KdF Volkswagenfabrik. Rechts aussen ist Ferdinand Porsche.

Quelle: https://sv.wikipedia.org/wiki/Volkswagen
MfG

BGS
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Nao


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« Antworten #161 am: 13. Dezember 2017, 12:59:32 »

Der Konzernbetriebsrat in Deutschland läßt durchblicken, daß er wegen der sensiblen Situation in China Geheimverhandlungen führt und die Forderungen der Leiharbeiter nahezu umgesetzt seien. Die Leiharbeiter in Changchun zeichnen ein entgegengesetztes Bild: Sie sagen, die Situation habe sich verschlechtert. Die Leiharbeitsstellen, die ersetzt werden sollen, werden duch schlimmere Ausbeutungsforem (Praktika) ersetzt. Von VW angebotene Ersatzarbeitsplätze gibt es zumeist in weit entfernten Städten und sind an die Bedingung verknüpft, auf eine Klage zur Einforderung der Unterschlagenen Löhne schriftlich zu verzichten. Zum Jahreswechsel sollen viele Leiharbeiter ihren Job verlieren. Es wäre somit an der Zeit, der Verbreitung von Unwahrheiten durch Konzern und Betriebsrat, eine Beschreibung der Situation durch die betroffenen Arbeiter in Changchun entgegenzustellen.

Doch genau das ist nicht einfach. Die Chinesischen Behörden haben mitbekommen, daß es einen direkten Informationsaustausch zwischen China und Deutschland gibt, vorbei an Gewerkschaft und Institutionen. E-Mails und Soziale Medien werden überwacht. Die Polizei hat den Arbeitern offen gedroht, sie würden es bereuen, wenn sie es wagten, sich an ausländische Medien zu wenden. Unter diesen Bedingungen dürfte es kaum möglich sein, eine Stellungnahme der Arbeiter zu bekommen.

-edit-
Während ich diese Zeilen tippte, ist eine Mail eingetroffen. Die Arbeiter haben sich in scharfen Worten geäußert. Eine vernünftige Übersetzung könnte ein wenig dauern. Es wird damit der nächste Schritt in der Auseinandersetzung eingeläutet, die in Deutschland geführt werden muß. Es geht um die zynische Konzernpolitik und das gewerkschaftliche Stillhalten, das dieses Vorgehen des Konzerns erst möglich macht.
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Nikita


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« Antworten #162 am: 14. Dezember 2017, 01:25:11 »

Dann müssen Aktionen in D ausgeweitet werden und auch die zwielichtige Stellung des Betriebsrats deutlich hervorgebhoben werden.
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Fritz Linow


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« Antworten #163 am: 14. Dezember 2017, 07:09:51 »

Zitat
14.12.17
VW-Event in Brasilien wird PR-Desaster

Eine für heute geplante Veranstaltung von Volkswagen in São Paulo entwickelt sich offenbar zum PR-Desaster. Das Unternehmen wollte im Rahmen der Vorstellung einer wissenschaftlichen Studie auf ehemalige Arbeiter zugehen, die in der Zeit der brasilianischen Militärdiktatur (1964 bis 1985) von VW ausspioniert und dem Regime ausgeliefert worden waren. Sie seien jedoch im Unklaren gelassen worden, sagen die Arbeiter, was VW tatsächlich plante - und sagten ihre Teilnahme ab. Eine hochrangige VW-Delegation aus Wolfsburg kommt nach NDR Informationen nun anscheinend ebenfalls nicht.
(...)
Statt an der Veranstaltung teilzunehmen, werden die ehemaligen VW-Arbeiter also vor den Werkstoren demonstrieren und ein Plakat hochhalten, auf dem steht: "VW macht eine Feier, die Arbeiter wollen Gerechtigkeit".
(...)
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/VW-Event-in-Brasilien-wird-PR-Desaster-,vwdobrasil154.html
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Kuddel


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« Antworten #164 am: 14. Dezember 2017, 12:59:48 »

Ich habe erfahren, daß bei der VW Betriebsversammlung in Hannover die Situation der Kollegen in Changchun zur Sprache gebracht worden ist.
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Fritz Linow


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« Antworten #165 am: 15. Dezember 2017, 00:26:26 »

Volkswagen zieht einen Schlussstrich unter die infamen Foltervorwürfe in Brasilien und geht frischen Mutes unter Wahrung der Menschenrechte voran (Symbolbild vom 14.12.17):


https://www.wolfsburger-nachrichten.de/wolfsburg/vw-das-werk/article212856921/Historiker-Kopper-entlastet-die-VW-Fuehrung.html
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Nao


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« Antworten #166 am: 15. Dezember 2017, 17:59:05 »

Heute gab es eine Aktion vor dem Volkswagen Center in Hongkong.
Hier der gerade online gegangene Bericht:

Zitat
The Fate of Volkswagen Dispatch Workers in China



 Hong Kong Labor groups demanding fair treatment for Volkswagen’s dispatch workers in China (15/Dec/2017).
 
“Shame on You, Volkswagen!’ ‘Treat workers fairly!”

For any of workers, wherever they live, whichever their colour, sex or race, are always facing exploitation as a wage-slavery capitalism. This not only happens in Southeast Asia known as a heaven for cheap-labor, but also workers in China also experiencing injustice treatment.

In northern part of China in Chang Chun province, more than 3,000 workers employed as dispatch workers—the similar terms with outsource workers applied in Indonesia. These workers are employed via the agency works to produce Volkswagen brand automobile for more than 10 years without job security and decent living.

Working with no security, it is reported that their contract will be terminated at the end of the year, while the contract renewal will be difficult for the workers. Moreover, the workers are treated discriminatively by the FAW Volkswagen company in China, that the payment for dispatch workers only half of the amount paid to the permanent workers and not entitled with the permanent workers’ benefit.

According to statement released by Globalization Monitor and HK Confederation of Trade Unions, the company has violated both of its mother company (Volkswagen Group) and China Labor Law. In Article 63, it is stipulated that the dispatch workers entitled to the same pay as received by employees of the accepting entity for the same work. In addition, Article 66 already stated that the dispatch workers services shall normally be used for temporary, auxiliary or substitute positions


Demand responsibility from Volkswagen

Apart of the law, Volkswagen Group also released the Charter on Temporary Work, that concerns about dispatch workers in 2012. The Charter stated that the dispatch workers is entitled to the same pay and fair treatment as with the permanent workers. The number of dispatch workers also are limited not exceeds 5% from the total number of the workers.

However, FAW Volkswagen has been making profit by exploiting the dispatch workers. According to the statement, the company employed dispatch workers far more than the 5% limit. It could be said that the company as one of the biggest car manufacturing in China is enjoying the fruits of cheap labor.

While the workers try to demand their rights since November 2016, one of the labor activist was detained in May 2017 and awaiting for trial. Fu Tianbo, the labor activist, was accused for disrupting public order by leading and organizing workers’ protest for fair wage and treatment.


HKCTU organizer Ming is delivering a speech in front of Volkswagen showroom in Wanchai, Hong Kong

The Hong Kong local labour groups organized the protest trying to support the Chinese workers’ struggle. Organized in one of the Volkswagen showrooms in Wanchai, Hong Kong Island, the participants were delivering speeches to urge the company to stop the exploitation against dispatch workers and to comply with the law.

The groups joining the protest consist of Asia Monitor Resource Centre (AMRC), Labour Education and Service Network (LESN), Globalization Monitor (GM), Labour Action China (LAC), Hong Kong Confederation of Trade Unions (HKCTU) and Students and Scholars Against Corporate Misbehavior (SACOM) also urge for the immediate release of worker representative Fu Tianbo.

Contributor: Rizal Assalam

Adapted from: [Call for Action] Protest against the abusive use of dispatch workers at Changchun FAW-Volkswagen and the suppression of workers' rights. Released by Globalization Monitor and Hong Kong Confederation of Trade Unions
http://www.globalmon.org.hk/content/protest-against-abusive-use-dispatch-workers-changchun-faw-volkswagen-and-suppression
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Nao


Beiträge: 89


« Antworten #167 am: 15. Dezember 2017, 19:13:16 »

Hastige Übersetzung von mir:

Zitat
Das Schicksal der Volkswagen Leiharbeiter in China
15/12/2017

Hongkonger Arbeitergruppen fordern faire Behandlung für die Leiharbeiter von Volkswagen in China (15 / Dez / 2017).
 
"Schäm dich, Volkswagen!" "Behandle die Arbeiter fair!"

Jeder Arbeiter, egal wo er lebt, egal welcher Hautfarbe, Geschlecht oder Rasse, steht immer der Ausbeutung als Lohnsklave im Kapitalismus gegenüber. Dies geschieht nicht nur in Südostasien, bekannt als Paradies für billige Arbeit, sondern auch den Arbeitern in China, die ebenso Ungerechtigkeit erfahren.

Im nördlichen Teil Chinas in der Provinz Chang Chun arbeiteten mehr als 3.000 Arbeiter als Leiharbeiter - unter ähnliche Bedingungen wie bei Aushilfskräften in Indonesien. Diese Arbeiter werden über Leihagenturen beschäftigt, um Autos der Marke Volkswagen über mehr als 10 Jahre ohne festes Arbeitsverhältnis und jenseits eines menschenwürdigen Lebens zu produzieren.

Arbeiten ohne Jobgarantie, es wird berichtet, dass ihr Vertrag am Ende des Jahres gekündigt wird, während eine Vertragsverlängerung für die Arbeiter schwierig wird. Darüber hinaus werden die Arbeiter von der FAW-Volkswagen-Gesellschaft in China diskrimiert, indem die Bezahlung für Leiharbeiter nur die Hälfte des an den festangestellten ArbeiterInnen gezahlten Lohns neträgt und ohne deren Versorgungsleistungen.

Laut einer Stellungnahme des "Globalization Monitor" und des Hongkonger-Gewerkschaftsbundes hat das Unternehmen sowohl gegen seine Muttergesellschaft (Volkswagen Group) als auch gegen das chinesische Arbeitsrecht verstoßen. In Artikel 63 ist festgelegt, dass die Leiharbeiter Anspruch auf den gleichen Lohn haben wie Arbeitnehmer der entsprechenden Stelle für die gleiche Arbeit. Darüber hinaus ist in Artikel 66 festgelegt, dass die Leiharbeitseinsätze normalerweise für Hilfs- oder Vertetungsarbeiten genutzt werden sollen.

[Foto]
Fordere Verantwortlichkeit von Volkswagen!

Unabhhängig vom Arbeitsrechzt hat die Volkswagen-Gruppe auch die Charta der Zeitarbeit veröffentlicht, die 2012 die Leiharbeiter betrifft. Die Charta besagt, dass die Leiharbeiter Anspruch auf die gleiche Bezahlung und faire Behandlung wie die festangestellten Mitarbeiter haben. Die Anzahl der entsandten Arbeitnehmer darf ebenfalls nicht mehr als 5% der Gesamtzahl der Beschäftigten betragen.

FAW Volkswagen profitiert jedoch von der Ausbeutung der Leiharbeiter. Laut der Aussage beschäftigt das Unternehmen weit mehr Leiharbieter als die auf 5% gesetzte Grenze. Man kann sagen, dass das Unternehmen als einer der größten Automobilhersteller in China die Früchte billiger Arbeit genießt.

Während die ArbeiterInnen seit November 2016 versuchen, ihre Rechte einzufordern, wurde einer der Arbeiteraktivisten im Mai 2017 festgenommen und wartet auf einen Prozess. Fu Tianbo, der Arbeiteraktivist, wurde beschuldigt, die öffentliche Ordnung gestört zu haben, indem er den Protest der Arbeiter für gerechte Entlohnung und Behandlung angeführt und organisiert habe.

[Foto]
HKCTU (Gewerkschaftsbund Hungkong) Veranstalter Ming hält eine Rede vor dem Volkswagen Showroom in Wanchai, Hong Kong

Die lokalen Arbeitergruppen in Hongkong organisierten den Protest, der versucht, den Kampf der chinesischen Arbeiter zu unterstützen. Die Teilnehmer, die in einem der VW-Showroom in Wanchai auf der Insel Hongkong organisiert wurden, hielten Reden, um das Unternehmen zu drängen, die Ausbeutung der Arbeiter der Leihunternehmen zu stoppen und das Gesetz einzuhalten.

Die Gruppen, die sich dem Protest anschlossen, sind das Asia Monitor Resource Center (AMRC), das Labour Education and Service Network (LESN), Globalization Monitor (GM), Labour Action China (LAC), der Hongkonger Gewerkschaftsbund (HKCTU) und Studenten und Wissenschaftler gegen Unternehmensunrecht (SACOM), die auch die sofortige Freilassung der Arbeitervertreters Fu Tianbo fordern.

Beitrag: Rizal Assalam

Übernommen von: [Aufruf] Protest gegen den missbräuchlichen Einsatz von Leiharbeitern bei FAW-Volkswagen in Changchun und gegen die Unterdrückung von Arbeiterrechten. Veröffentlicht von Globalisierungsmonitor und dem Gewerkschaftsbund Hong Kong.


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