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Autor Thema: Filz und Korruption bei VW  (Gelesen 196540 mal)
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counselor


Beiträge: 3249



« Antworten #200 am: 14. Februar 2018, 11:52:34 »

Zitat
VW Baunatal - Werden kranke und behinderte Kollegen unter Druck gesetzt?

Einem Zeitungsbericht zufolge wurde ein Kollege nach längerer Krankheit und mit einer Schwerbehinderung nur noch von Abteilung zu Abteilung gestoßen. Zuvor hatte er mehr als 20 Jahre in einem Bereich gearbeitet. Gespräche beim Gesundheitswesen im Baunataler Werk mit bis zu zehn Vorgesetzten hätten sich angeschlossen. Dabei sei er unter Druck gesetzt worden. Er vermutet, dass ihm Zuschläge in Höhe von 800 Euro gestrichen werden sollen.

Quelle: https://www.rf-news.de/2018/kw07/werden-kranke-und-behinderte-kollegen-unter-druck-gesetzt
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Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!
Kuddel


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« Antworten #201 am: 15. Februar 2018, 10:15:10 »

Zitat
Unzufriedene Mitarbeiter
Die Wut bei VW wächst

Die VW-Mitarbeiter sind die ewigen Skandale satt. In einer internen Umfrage des Betriebsrats rechnen sie hart mit der Führung ab
.
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/unzufriedene-mitarbeiter-die-wut-bei-vw-waechst/20965042.html
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admin
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« Antworten #202 am: 16. Februar 2018, 19:16:18 »

Zitat
Emden: Demonstration bei VW


Bei VW in Emden haben sich Aktivisten getroffen. Bild: Holtkamp

Mehrere Aktivisten haben sich am Freitagmittag vor dem Emder VW-Werk versammelt. Sie demonstrieren für bessere Arbeitsbedingungen. ostfriesen.tv ist vor Ort.

Emden - Bei VW in Emden wird an diesem Freitag demonstriert. Aktivisten fordern unter anderem mehr Rechte für Leiharbeiter.


https://www.oz-online.de/-news/artikel/340765/Emden-Demonstration-bei-VW

Bilder und Bericht von einer erfogreichen Aktion werden folgen.
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admin
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« Antworten #203 am: 16. Februar 2018, 19:35:31 »

Zitat
Demo bei VW in Emden



Aktivisten fordern unter anderem die Übernahme aller VW-Leiharbeiter in die Stammbelegschaft.
In Emden gab es am Freitag eine kleine Demo der Interessensgemeinschaft Leiharbeit. Die Aktivisten fordern unter anderem die Übernahme aller Leiharbeiter in die Stammbelegschaft
http://www.oz-online.de/-videos/player/88903/Demo-bei-VW-in-Emden
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Kuddel


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« Antworten #204 am: 17. Februar 2018, 11:35:44 »




Video zur Aktion:

Video zur Aktion
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Kuddel


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« Antworten #205 am: 17. Februar 2018, 11:49:06 »

Ostfriesenzeitung Online als Screenshot:

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Kuddel


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« Antworten #206 am: 17. Februar 2018, 12:35:00 »

Ostfriesische Nachrichten, ein Scan der Printausgabe von heute:

« Letzte Änderung: 17. Februar 2018, 12:46:48 von Kuddel » Gespeichert
Kuddel


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« Antworten #207 am: 17. Februar 2018, 14:10:17 »

Zitat
EMDEN/HINTE 16.02.2018
60 Leiharbeiter wollen sich Klagen anschließen


Aktivisten aus der Automobilindustrie demonstrierten am Freitag vor dem Emder Werkstor gegen Leiharbeit. Sie fordern zudem Solidarität mit dem in China inhaftierten Leiharbeiter-Führer Fu Tianbo vom chinesischen VW-Jointventure FAW-Volkswagen. Foto: Recke

VON AIKO RECKE

Bei Volkswagen in Emden wächst die Kritik am System der Leiharbeiter. Mehrere Beschäftigte der Tochterfirma Autovision klagen auf Übernahme in die Stammbelegschaft. Am Freitag gab es zwei Aktionen.

Emden/Hinte. Rund 60 Mitarbeiter der VW-Tochterfirma Autovision in Emden wollen auf Übernahme in die Stammbelegschaft klagen. Das kündigten zumindest Johann Frerichs und Erwin Hinrichs von der Christlichen Gewerkschaft Metall (CGM) am Freitag bei einer Demo gegen Leiharbeit vor dem Werkstor an. „Es werden wöchentlich mehr“, sagte Frerichs den ON. Viele Kollegen, die überlegten, zu klagen, würden aber von Betriebsrat und der Gewerkschaft IG Metall unter Druck gesetzt, so Hinrichs. „Die haben Angst.“

Video

Demo bei VW in Emden
16.02.2018
Mehrere Emder Mitarbeiter der VW-Tochter Autovision klagen vor dem Emder Arbeitsgericht. Es geht im Kern um die Frage, ob sie voll in die betrieblichen Abläufe im Werk integriert sind. Betreut werden die Kläger vom Hamburger Arbeitsrechtler Dr. Rolf Geffken. Er sprach bei einer Infoveranstaltung in Hinte am Freitagnachmittag von einer „Kultur der Angst“, die vor allem von der dominierenden IG Metall geschürt werde.

Vorwurf: „Kumpanei mit Management“

Einer, der am Freitag bei der Veranstaltung dabei war, ist seit mehreren Jahren bei der Autovision in Emden beschäftigt. Und gehört jetzt zu der Gruppe von Beschäftigten, die vor dem Arbeitsgericht auf Übernahme in die Stammbelegschaft klagen. Ja, er habe durchaus Angst, dass er seinen Job verliere. „Aber ich könnte sonst nicht mehr in den Spiegel gucken“, sagt er. Der „Autovisioner“ war einer von etwa zehn Interessierten, die zu der Infoveranstaltung des Hamburger Anwalts Geffke ins Hotel Novum gekommen waren, um sich dessen kritische Thesen zur Rolle der IG Metall bei Volkswagen anzuhören.

Szenenwechsel, einige Stunden zuvor nahe des Haupttores des Emder VW-Werks. Hier steht Gerhard Kupfer pünktlich zum Schichtwechsel am Straßenrand und hält Plakate in den eisigen Wind. Der Mann war früher Betriebsrat im großen Mercedes-Werk in Bremen und will jetzt Solidarität zeigen mit den Leiharbeitern, auch bei den mittlerweile mehr als 1000 Betroffenen bei VW Emden. Er nennt die Leiharbeit „Zuhälterei“ und bezichtigt die IG Metall, bei der er selbst Mitglied ist, der „unseligen Kumpanei mit dem Management“. In Bremen gebe es Produktionslinien mit 60 bis 70 Prozent Leiharbeitern, so Kupfer.

Widerstand gegen Arbeitsbedingungen wächst

Beide Veranstaltungen, die Demo am Mittag und die Infoveranstaltung am Nachmittag, waren beileibe nicht perfekt organisiert - und hatten beide nur zwei Hände voll Teilnehmer. Doch die Szenen zeigen, dass sich zunehmend Widerstand regt gegen das seit Jahren stetig gewachsene System der Leiharbeit.

Anwalt Geffken, der in Hinte freilich auch sein Buch zum Thema vorstellen wollte, macht dafür auch die bei VW dominierende IG Metall verantwortlich. Die Organisation habe früher sicher einige Erfolge erkämpft. Doch heute habe sie sich davon weit entfernt, auch im aktuellen Arbeitskampf, bei dem es vor allem um Flexibilisierung von Arbeitszeiten gehe. „Da ist viel Tamtam, das muss man kritisch hinterfragen“, so Geffken. Die IG Metall habe selber Tarifverträge abgeschlossen, die hinter die gesetzlichen Standards zurückfallen.

Anwalt: "Neue Form der Apartheid"


Die Aufspaltung der Belegschaften in Stammwerker und Leiharbeiter und Zwischenformen wie bei Autovision seien „eine neue Form von Apartheid“, so Geffken wörtlich. Die Leiharbeiten würden von den Betriebsräten und der IG Metall „schäbig behandelt“. Es herrsche eine „Kultur der Angst und Willkür“, durch die Widerstand unterdrückt werden solle. „Kritikern wird gesagt: Tritt in die IG Metall ein. Menschen werden zu Bittstellern. Das ist feudalistisch“, so Geffken. Bekannte und Verwandte mit Beziehungen zu IG Metall-Betriebsräten kämen in den Genuss von Vorteilen und Karrieresprüngen, Kritiker würden dagegen abgestraft. Die Gewerkschaft mache mittlerweile den Job des Managements und rate Autovisions-Beschäftigten von einer Klage ab. Geffken meint: „VW braucht eine Kultur des Whistleblowings“, also von Mitarbeitern, sie sich trauen, Missstände mitzuteilen. Ex-VW-Vorstandsfrau Christine Hohmann-Dennhardt, die 2017 mit einem zweistelligen Millionenbetrag abgefunden wurde, habe genau das etablieren wollen. Doch das sei offenbar nicht gewollt, so Geffken.

Wie berichtet argumentieren VW-Leute oft, dass, wenn es die Autovision nicht gebe, die Kollegen unter noch schlechteren Bedingungen bei anderen Fremdfirmen arbeiten müssten. Doch das wollen die Betroffenen wie der anfangs genannte Kläger nicht gelten lassen. Für sie ist das ein Totschlag-Argument.
https://www.on-online.de/-news/artikel/340873/60-Leiharbeiter-wollen-sich-Klagen-anschliessen
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Onkel Tom


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« Antworten #208 am: 17. Februar 2018, 16:01:11 »

Das ist ja ein Leckerbissen, wie der Stein ins Rollen kommt und weiter rollen muss..
Mensch reiche mir bitte eine Tüte Popkorn  Grin Grin
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Lass Dich nicht verhartzen !
admin
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« Antworten #209 am: 17. Februar 2018, 19:19:29 »

Aus dem Chefduzen Poesiealbum:


Unsere Reise nach Emden
oder
Wie wir Ostfriesland aufmischten!

Es kommt die Zeit, da will die Säge sägen!


Werkzeuge für den Klassenkampf (1 Karton Leihkeulen)

Wir haben den Protest bei der Stadt Emden angemeldet. Doch die wies uns einen Platz ab vom Schuß zu. Nach einer telefonischen Beschwerde sagten man uns, das sei das näheste, was man uns anbieten könne, alles in größerer Nähe gehöre nicht mehr der Gemeinde, sondern dem VW Konzern. Wir beschlossen uns auf eigene Faust auf Feindesland zu begeben und robbten an die Produktionshallen heran.



Am Kreisverkehr vor dem Werkstor:



Die Daimlerkollegen aus Bremen sprachen Klartext:



Auch ein kampferprobter Opelaner aus Bochum zeigte seine Solidarität



Die Kontakte zu emdener Betriebsräten haben wir der Interessengemeinschaft der Leiharbeiter IGL zu verdanken.
Sie sind in der christlichen Gerkschaft Metall CGM organisiert. Sie ist nicht mit der CGZP (Christliche Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personal-Service-Agenturen) gleichzusetzen. Im Werk Emden vertritt CGM Betriebsgruppe bessere Ziele als die IGM: Sie fordert eine einheitliche Arbeitnehmervertretung für alle Beschäftigten und eine Gleichbehandlung, egal ob Stammbeschäftigter, outgesourct oder in Leiharbeit.


Unter ostfriesischen Wolken


Die bunte Mischung an Aktivisten unterschiedlichster Hintergründe hatte viel miteinander zu diskutieren.

Sonne für den Protest:

Unser Besuch bei Volkswagen Emden brachte etwas völlig Neues für die LEIHKEULE. Bisher wurde sie nur von Beschäftigten heimlich in einem Betrieb ausgelegt. Jetzt übernahmen Betriebsräte die Verteilung innerhalb der Niederlassung.

Interview:



Auf geht's!


Zum Schichtwechsel gings ans Werkstor. Dort wurden Flugblätter verteilt. Es gab riesiges Interesse daran.
Es war das erste Mal, daß ein Protest vor dem Werk Emden stattfand, der nicht von der IGM organisiert worden ist.
Die Betriebsräte nahmen unsere übriggebliebenen Flugblätter, um sie den Kollegen im Werk zu geben.

Die Presse mußte noch gebrieft werden:


Grundlagenwissen durch die Leihkeule
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Nikita


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« Antworten #210 am: 17. Februar 2018, 19:34:47 »

sehr schöner fotobericht! ich finde es schade, wenn keine infos oder bilder von solchen aktionen zu finden sind.
danke an alle beteiligten der aktion.
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admin
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« Antworten #211 am: 17. Februar 2018, 19:58:40 »

Nächstes Kapitel


Downtown Emden


Von den rund 29.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Emden arbeiten mehr als ein Viertel bei oder unmittelbar für Volkswagen. Wenn die Stadt nahezu Teil Konzerns ist, wollten wir uns auch an die Städter wenden, die scheinbar alle auf die eine oder andere Weise mit dem Autobauer verbunden sind.

Doch in der Innenstadt war absolut Tote Hose.

Die wenigen Einwohner rauschten meist wortlos an uns vorbei.

Natürlich waren einige schon interessiert.

Und stets fragte man, was man denn machen könne. Wie immer kam die Frage, wo man denn unterschreiben kann für die Sache. Das ist wohl in Zeiten der Onlinepetionen die bekannteste Form von "Protest". Eine Frau sagte, sie wisse schon, was für Schweinereien von VW kommen. Darüber braucht man sie nicht zu informieren. Sie würde lieber vorher (!) von solchen Protesten erfahren, um sich selbst daran beteiligen zu können.

Wir befanden uns in der Heimat von Otto Waalkes und wir standen direkt vorm Otto Huus:



So konnte immerhin der Ottifant Fu Tianbo zeigen, wie man dicke Mauern durchbricht:



Natürlich wollten wir den Ostfriesen unsere Botschaft überbringen:



Aber der Herr mit dem Rollwagen wollte es radikaler!


Arbeit verbieten!

Schließlich bekamen wir es noch mit dem Klassenfeind zu tun:


Ein Vertreter der Sklavenhändlerbranche. Er fand Leiharbeit natürlich "super". Daran hätte er nichts auszusetzen. Nur im fernen China, da würd man es ein wenig übertreiben. Leute, die aufmucken gleich in den Knast zu werfen, das müsse ja nicht sein.

Schnell noch einen ostfriesischen Tee zum Aufwärmen und ab nach Haus!




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BGS
Polarlicht


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« Antworten #212 am: 17. Februar 2018, 22:16:11 »

Kompliment fuer diese inspirirende Aktion!

MfG

BGS
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"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)
Kuddel


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« Antworten #213 am: 19. Februar 2018, 14:12:15 »

Ein Update im LabourNet:

http://www.labournet.de/?p=128029
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Rappelkistenrebell


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WWW
« Antworten #214 am: 20. Februar 2018, 13:21:17 »

Klasse Aktion! Es freut mich sehr das endlich was öffentlichkeitswirksames gemacht wird gegen die Apartheid im Betrieb!
Es wundert mich natürlich etwas,daß die sogenannte christliche Gewerkschaft da fortschrittlicher ist als die IG Metall.Die Kumpanei der IG Metall
Führung mit den Bossen sowie auch mit den Menschenhändlern der Zeitarbeit ist ja berüchtigt! Angry
Auch so manche rechte Betriebsratsfürsten wie zB der widerliche Einenkel damals bei Opel in Bochum,sind bundesweit bekannt.
Die IG Leiharbeit gibt es scheinbar noch oder weder? Auch das freut mich und ich hoffe sie kriegt starken Zulauf

https://www.facebook.com/igleiharbeit/

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Gegen System und Kapital!


www.jungewelt.de
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« Antworten #215 am: 23. Februar 2018, 12:37:52 »

Zitat
Beschäftigteninteressen hier und dort
VW lässt auch in China Leiharbeiter für sich arbeiten - für deren Rechte fühlt sich hierzulande kaum jemand zuständig


    Von Rainer Balcerowiak

Dem VW-Konzern geht es blendend. Trotz des Dieselabgas-Skandals hat das mit weltweit knapp 600 000 Beschäftigten größte deutsche Unternehmen im vergangenen Jahr 10,5 Millionen Fahrzeuge verkauft, so viel wie nie zuvor in der Konzerngeschichte. Beim Umsatz wurde erstmals die Schwelle von 220 Milliarden Euro übertroffen. Der um Sondereinflüsse, wie zum Beispiel Rückstellungen für mögliche weitere Strafzahlungen, bereinigte Betriebsgewinn kletterte im dritten Quartal 2017 überraschend deutlich um 15 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro. Die Prognosen bewegen sich in schwindelerregenden Höhen. Bis 2020 soll der Umsatz um mehr als 25 Prozent steigen, der Vorsteuergewinn um mindestens 30 Prozent. Auch bei den Dividenden für die Aktionäre soll es laut den Prognosen steil nach oben gehen.

Wichtigster Wachstumsfaktor ist dabei der chinesische Markt. Das VW-Joint-Venture mit dem staatlichen Autohersteller FAW setzte 2017 fast 4,2 Millionen Fahrzeuge in China ab und will künftig auch den Export der dort gefertigten Pkw ankurbeln. Fast die Hälfte der in China gefertigten Fahrzeuge kommt aus dem Werk im nordchinesischen Changchun. 2020 soll die Produktion die Drei-Millionen-Grenze erreichen.

Doch was Management und Aktionäre in Feierlaune versetzt, bedeutet für viele Beschäftigte in Changshun schrankenlose Ausbeutung. Denn diese sind oftmals prekär beschäftigt und erhalten teilweise nur 50 Prozent des Lohns der Stammbeschäftigten. Und das, obwohl ihnen sowohl laut chinesischem Arbeitsrecht, als auch laut der von der Konzernleitung und dem Weltbetriebsrat vereinbarten »Charta der Zeitarbeit im Volkswagen-Konzern« die gleiche Bezahlung zusteht.

Seit November 2016 gibt es einen offenen Konflikt zwischen den Leiharbeitern und dem FAW-VW Konzern. Die chinesische Werksleitung und die Behörden in Changchun reagierten auf Proteste mit einer Welle von Repressionen, bis hin zu Festnahmen von Aktivisten. Einer von ihnen, Fu Tianbo sitzt bereits seit Mai 2017 als »Rädelsführer« in Haft. Polizeiliche Schikanen und massive Einschüchterungen sind an der Tagesordnung.

Dennoch führten die Proteste im Dezember 2017 zu einem Teilerfolg. Überraschend wurden 900 Leiharbeiter in die Stammbelegschaft übernommen, als »Gegenleistung« verlangte die Werksleitung allerdings, den Verzicht auf Klagen gegen bisheriges Unrecht beim einbehaltenen Lohn. Zudem wurden jene Leiharbeiter, die nicht in der Produktion, sondern in der Verwaltung arbeiten, nicht übernommen.

Eine Anfrage beim VW-Konzern blieb unbeantwortet. Das deckt sich mit den Erfahrungen von Initiativen, die in Deutschland die Solidarität mit den chinesischen Kollegen organisieren. Der Konzern verweise stets darauf, dass die operative Betriebsleitung und die Personalhoheit beim Joint-Venture FAW-VW allein auf chinesischer Seite liege, so Karsten Weber von der Basisinitiative Forum Arbeitswelten auf nd-Nachfrage.

Doch auch die IG Metall und allen voran der Vorsitzende des Konzern- und Weltbetriebsrats von VW, Bernd Osterloh, verteidigt diese Haltung des Unternehmens. In einer Antwort auf einen Brief von chinesischen Aktivisten, in dem diese um Unterstützung baten, beteuerte Osterloh zwar, dass man die Probleme »sehr ernst« nehme. Man könne die erhobenen Vorwürfe aber »leider nicht verifizieren« und sei ohnehin nicht zuständig. Den Autoren des Briefs, darunter der inhaftierte Leiharbeiter Fu Tianbo, empfahl Osterloh, ihre Anliegen »bei den hierfür zuständigen Stellen in China zu artikulieren«.

Seit Monaten bemühen sich verschiedene Initiativen an verschiedenen VW-Standorten Solidarität mit den chinesischen Kollegen zu organisieren. Zumal das Unternehmen auch in Deutschland systematisch auf Outsourcing und Leiharbeit setzt, um die Kosten zu drücken. Ein Schwerpunkt ist dabei das VW-Werk in Emden, wo sich über 60 der rund 1000 Leiharbeiter der VW-Tochter Autovision auch auf juristischem Weg als Stammbeschäftigte einklagen wollen und in der ersten Instanz einen Teilerfolg erzielten.

Auf die Unterstützung der IG Metall können sie dabei nicht bauen. Vielmehr sind es ausgerechnet die Betriebsräte der oft als »Spalter« und »Vertreter der Unternehmerinteressen« geschmähten Christlichen Gewerkschaft Metall (CGM), die ihnen aktiv zur Seite stehen.

Verkehrte Welt? Eigentlich schon, doch leider ist es besonders in der Automobilindustrie längst Normalität, dass die Führung der IG Metall den Schulterschluss mit dem Management sucht und sich weder für die hiesigen Leiharbeiter einsetzt, noch für die Interessen von verfolgten und entrechteten Kollegen in ausländischen Werken.
https://www.neues-deutschland.de/artikel/1080339.beschaeftigteninteressen-hier-und-dort.html?sstr=volkswagen
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Fritz Linow


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« Antworten #216 am: 23. Februar 2018, 22:54:59 »

Volkswagen hat bekanntgegeben, dass der Gewinn mehr als verdoppelt wurde. Der Naziclan Porsche-Piech profitiert am meisten davon…und das Land Niedersachsen.

China ist der wichtigste Markt. Der Führer hätte seine wahre Freude an diesem Herrenrassekonzern.

http://www.fr.de/wirtschaft/volkswagen-mit-milliardengewinn-durch-die-dieselkrise-a-1454871
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Fritz Linow


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« Antworten #217 am: 24. Februar 2018, 23:21:36 »

Endlich reagieren die Sklavenhändler auf die Missstände in der Leiharbeit bei Volkswagen:


https://twitter.com/tempreo/status/967382822133665792
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Onkel Tom


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« Antworten #218 am: 26. Februar 2018, 10:21:37 »

Huch, die Folgebeiträge bei Tampon sind ja echt schrecklich..

Gut, das ich noch nicht gefrühstückt habe.
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Fritz Linow


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« Antworten #219 am: 28. Februar 2018, 00:11:06 »

Presse von der aktuellen Betriebsversammlung in Wolfsburg:

Nicht weiter lesenswert, die Überschrift ist aber lustig:
Zitat
Sanierer Diess verneigt sich vor der Volkswagen-Belegschaft

https://www.wolfsburger-nachrichten.de/wolfsburg/vw-das-werk/article213566977/Sanierer-Diess-verneigt-sich-vor-der-Volkswagen-Belegschaft.html

Und das ist wiederum gut:

Zitat
IG Metall-Chef Hartwig Erb: „MIG 18 verweigert die Mitarbeit“

Jetzt wird der Wahlkampf bei VW schmutzig. Betriebsrats-Rebell Potalivo kontert: „Wir machen offenbar einen guten Job.“

Vom 13. bis 15. März finden die Betriebsratswahlen im Stammwerk statt. Bis zur Betriebsversammlung war von einem Wahlkampf in der Öffentlichkeit nicht viel zu sehen. Das änderte Hartwig Erb mit seiner Rede auf der Betriebsversammlung. Der Erste Bevollmächtigte der IG Metall in Wolfsburg kritisierte öffentlich die Liste MIG 18 um Antonino Potalivo, die seit der letzten Wahl mit fünf Vertretern im Betriebsrat vertreten ist.

„Ich bin froh, dass wir die Wahlmöglichkeit zwischen konkurrierenden Listen haben. Das gehört zur Demokratie und ist ein hohes Gut. Ich schätze es sehr, das sich so viele Menschen haben aufstellen lassen. Aber Betriebsratsarbeit ist kein Selbstzweck, sondern sie gibt den Betriebsräten eine große Verantwortung, die sie dann aber auch zum Wohl der Belegschaft wahrnehmen müssen. Es geht nicht, dass sich einige vier Jahre der Betriebsratsarbeit verweigern und um 15.30 Uhr Feierabend machen“. Der Wolfsburger IG Metall-Chef habe damit „unter anderem auf die MIG 18-Liste“ abgezielt, die sich „in den letzten 8 Jahren konsequent der Betriebsratsarbeit verweigert hat“, wie die Gewerkschaft schreibt.

„Die Zusammenarbeit mit der CGM ist eine Bankrotterklärung für die IG Metall Wolfsburg.“
Antonino Potalivo, Gründer der Liste MIG 18 im VW-Betriebsrat.

Nach WN-Informationen hat sich auch die Christliche Gewerkschaft Metall (CGM) bereits in einer der vergangenen Betriebsratssitzungen dieser Kritik angeschlossen. Potalivo war 2006 erstmals aus Protest gegen den Skandal um vom Unternehmen bestochene Betriebsräte als Einzelkandidat angetreten. Alle Mitglieder der Liste MIG 18 sind noch Mitglieder der IG Metall, obwohl die Gewerkschaft unter Erbs Vorgänger Frank Patta laut über ein Ausschlussverfahren nachgedacht hatte. Dazu kam es dann aber nicht. Auf Anfrage unserer Zeitung äußerte sich Potalivo zu den Vorwürfen: „Wir sind gerade mal ein Dutzend Kollegen, die sich zur Betriebsratswahl stellen. Wir sind weiterhin Mitglieder der IG Metall, weil wir nicht gegen Gewerkschaften an sich sind. Aber wir möchten die Wolfsburger Verhältnisse verändern, auch wenn das den Funktionären in der Verwaltungsstelle nicht schmeckt. Ich hake die Vorwürfe als Wahlkampfgetöse ab.“

https://www.wolfsburger-nachrichten.de/wolfsburg/vw-das-werk/article213569619/IG-Metall-Chef-Hartwig-Erb-MIG-18-verweigert-die-Mitarbeit.html

Und als krönender Abschluss der Berichterstattung:
Zitat
VW-Mitarbeiter feiern Wolfsburgs Olympia-Helden

Erfolgsmeldungen standen am Dienstag im Mittelpunkt der VW-Betriebsversammlung im Werk Wolfsburg.
(...)

http://www.waz-online.de/Wolfsburg/Volkswagen/VW-Mitarbeiter-feiern-Wolfsburgs-Olympia-Helden


« Letzte Änderung: 28. Februar 2018, 00:49:37 von Fritz Linow » Gespeichert
Nikita


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« Antworten #220 am: 28. Februar 2018, 00:58:03 »

Vom Betriebsrat bis zum Vorstand widert dieses Drecksunternehmen nur noch an. Wir sehen hier das Endstadium von Korruption.
Warum wird keine öffentliche Diskussion zur Zerschlagung von VW geführt?
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Strombolli
Jeheimrat


Beiträge: 6738



« Antworten #221 am: 28. Februar 2018, 04:01:41 »

Der kommende Spruch ist ironisch gemeint und sicher versteht nicht jeder meinen sarkastischen Humor. Bitte Admin sperr mich nicht, Du weißt ich bin links. Aber ich kann nicht anders, als einen Spruch alter Leute aus meiner Jugend zu zitieren. Noch dazu, wenn es um VW geht:

"Unter Hitler hätte es sowas nicht gegeben!"
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Das Systemmotto: "Gib mir Dein Geld! - Jetzt, Du dreckiges Opfer !!!! - Und habe immer ANGST VOR DEM MORGEN !!!"

"Hört auf, Profite über Menschen zu stellen!" Occupy
Permanent angelogen & VERARSCHT IN DEUTSCHLAND! - Ich habe mit Dir fertig
Fritz Linow


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« Antworten #222 am: 28. Februar 2018, 22:57:01 »

Die Schmierenkommödie um die Betriebsratslisten geht in die nächste Runde:

Zitat
28.2.18
„Überheblichkeit verhindert jede Art von Kommunikation“

Betriebsräte der MIG 18 lassen Vorwurf der Faulheit nicht auf sich sitzen.

Eine Betriebsratswahl ist eine sehr wichtige Angelegenheit – insbesondere bei Volkswagen, wo es stets nicht nur um betriebliche Belange, sondern auch um große Wirtschaftspolitik geht. Allerdings ist der Urnengang eine betriebsinterne Angelegenheit und allenfalls das Ergebnis ist hinterher von öffentlichem Interesse. An der Dominanz der IG-Metall-Listen gibt es seit Jahrzehnten nichts mehr zu deuteln. Die Metaller vertreten – flapsig ausgedrückt – den ganzen Laden, seitdem vor gut 16 Jahren auch die Angestellten in ihren Vertretungsbereich wanderten. Seitdem gibt es nur noch kleinere Oppositionsgruppen, die weitgehend auf sich selbst gestellt zur Wahl antreten. Wolfsburgs IG-Metall-Chef Hartwig Erb hat jetzt in einer Rede eine Art Grundsatzfrage zu den Rechten und Pflichten solcher Listen gestellt (wir berichteten).

Im Verlauf der Betriebsversammlung in Halle 11 warf Erb der Oppositionsgruppe MIG18 mangelnden Mitarbeitswillen in Ausschüssen vor. Durch die Blume bezichtigte Wolfsburgs Metallerchef Hartwig Erb die Betriebsräte der MIG18 sogar der Faulheit. Die gingen regelmäßig um 15.30 Uhr nach Hause. MIG 18-Gründer Antonino Potalivo hat sich in unserer Zeitung gegen diesen Vorwurf verwahrt. Er wirft dem Betriebsrat im Gegenzug vor, den in Paragraph 34 pp des Betriebsverfassungsgesetztes geregelten Zugang zu Beschlüssen und Protokollen zu ignorieren. „Unsere Bestrebungen, uns über aktuelle Themen zu informieren, wurden von Anfang an torpediert. Termine, um Unterlagen des Betriebsausschusses einzusehen, lagen 5 bis 6 Wochen in der Zukunft. Der Gerichtsprozess, den der Kollege Dirk Schenker immer noch führt, hat zu diesem Punkt für Klarheit gesorgt. Er hat erstritten, dass wir uns die Unterlagen so ansehen können, wie es das Gesetz vorsieht“, präzisierte Potalivo gestern. „Arroganz und Überheblichkeit“ im direkten Umgang behinderten jede Art von Kommunikation. „Bezeichnend für die letzten vier Jahre war, dass es bei einer Anfrage Richtung eines Mitgliedes des entsprechenden Ausschusses immer durch den Geschäftsführer des Betriebsrates geantwortet wurde“, kritisiert der Spitzenkandidat der MIG18-Liste. Im operativ entscheidenden Organ, dem Betriebsausschuss, sitzen nur Vertreter der Liste der IG Metall.

Da auch Betriebsratschef Bernd Osterloh während der Betriebsversammlung die Konkurrenzliste kritisierte, muss das Thema wohl eine gewisse Relevanz besitzen. IG Metall und Betriebsrat hielten sich gestern zurück. Bekannt ist aber, dass die Zahl von aktuell 75 Betriebsratssitzen für das VW-Stammwerk mit seinen gut 67 500 wahlberechtigten Mitarbeiten niedrig ist. Pro Betriebsrat/Betriebsrätin ist die Betreuungsquote dadurch sehr hoch. Die Zahl der freigestellten ist im Betriebsverfassungsgesetz anhand der Beschäftigtenzahl genau geregelt. Eine Änderung ist derzeit nicht in Sicht. 67 Sitze gingen bei der letzten Wahl an Kandidaten der Liste IG Metall. Potalivo und vier Mitstreiter zogen ebenso in den Betriebsrat ein wie drei Vertreter der Christlichen Gewerkschaft Metall (CGM).

Die nun von Hartwig Erb aufgeworfene Frage der angemessenen oder mangelhaften Mitarbeit in den Ausschüssen des Betriebsrates ist vom Gesetz nicht präzise geregelt. „Grundsätzlich entziehen wir uns gar keiner Aufgabe im Betriebsrat. Und wir freuen uns, wenn der Kollege Erb seinen Einfluss auf den Betriebsrat nutzt, um uns in die Ausschüsse zu wählen“, betont Potalivo.

Die fünf Vertreter der MIG 18 sind Mitglieder der IG Metall und wollen das auch trotz der aktuellen Vorwürfe bleiben. Wie stets in Demokratien haben nun die Wähler/Mitarbeiter das letzte Wort. Die Abstimmung findet vom 13. bis 15. März statt.
https://www.wolfsburger-nachrichten.de/wolfsburg/vw-das-werk/article213579101/Ueberheblichkeit-verhindert-jede-Art-von-Kommunikation.html
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dagobert


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« Antworten #223 am: 01. März 2018, 00:58:03 »

Der kommende Spruch ist ironisch gemeint und sicher versteht nicht jeder meinen sarkastischen Humor.
Da ist nichts ironisch und auch nichts sarkastisch.
Der Satz ist pure Wahrheit.
"Unter Hitler hätte es sowas nicht gegeben!"
"sowas" = öffentliche Berichterstattung über diese Schweinereien
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Fritz Linow


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« Antworten #224 am: 16. März 2018, 12:15:13 »

Zitat
15.3.18
Schwache Wahlbeteiligung kostet die IG Metall einen Sitz

Liste der IG Metall stellt jetzt 66 Betriebsräte bei VW. Einzelkandidat Böse schafft den Einzug.
(…)
Das rote Tuch für IG Metall und Betriebsrat bleibt die Liste MIG18, der sich Osterloh gleich zu Beginn seiner Rede widmete. Wie berichtet, hatte Hartwig Erb dem Quintett um Antonino Potalivo eine Verweigerung der Mitarbeit vorgeworfen. „Ich freue mich, dass die keine Stimmen dazugewonnen haben“, betonte Osterloh. Der so gescholtene Potalivo, kommentierte das Ergebnis so: „Die historisch bemerkenswert niedrige Wahlbeteiligung ist ein Signal an alle. Im Betriebsrat darf es nicht darum gehen, sich gegenseitig zu bekriegen, da gehört es sich, sich im Interesse aller für die Belegschaft einzusetzen. Es muss sich zwingend etwas ändern an dem Umgang mit der Belegschaft. Auch wenn wir als Fraktion weiterhin 5 Sitze errungen haben, muss es auch für uns Ansporn sein, dass wir an dem Vertrauen in das Betriebsratsgremium insgesamt mitarbeiten. Wer diesen deutlichen Fingerzeig nicht bemerkt oder bemerken will, leidet an Wahrnehmungsstörungen. Da gibt es nichts zu feiern, da gilt es, kritisch die Gründe für das Fernbleiben von der Wahl zu analysieren. Die Kolleginnen und Kollegen haben ein feines Gespür für die Qualität von Tarifverhandlungen und der Bonushöhe.“ Von der CGM gab es gestern trotz Anfrage kein Statement zum Wahlergebnis. Eine Überraschung ist zweifellos der Einzug von Einzelkandidat Dirk Böse. Er war zuvor nicht in Erscheinung getreten. Von ihm gibt es auch keine Reaktion auf das Ergebnis. „Mir gleicht der jetzige Betriebsrat zu sehr einem Management. Ich habe das Gefühl, die Bedürfnisse der Kollegen werden nicht wirklich wahrgenommen, geschweige denn umgesetzt und thematisiert. Das möchte ich ändern, damit die Stimmen der Einzelnen auch wirklich ankommen“, schrieb Böse vor der Wahl auf Facebook.
https://www.wolfsburger-nachrichten.de/wolfsburg/vw-das-werk/article213734323/Schwache-Wahlbeteiligung-kostet-die-IG-Metall-einen-Sitz.html
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