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Autor Thema: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan  (Gelesen 82325 mal)
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Kuddel


Beiträge: 10137


« Antworten #325 am: 28. Oktober 2015, 13:13:20 »

Etwas OT, doch passend zum vorletzten Posting:

Zitat
Kunduz: US-Einheit ließ Spital bewusst angreifen

Gespräche zwischen Militär und Ärzte ohne Grenzen am Tag vor Bombardement, bei dem NGO Anwesenheit von Taliban verneinte


Washington – Die US-Spezialeinheit, die den Luftangriff auf das Spital von Ärzte ohne Grenzen (Médecins sans frontières, MSF) in Kunduz in Nordafghanistan angefordert hat, wusste darüber Bescheid, dass es sich um ein in Betrieb befindliches Krankenhaus handelte. Das Militär soll geglaubt haben, dass Kämpfer der Taliban das Gebäude kontrollieren, wie AP berichtet.

Am 2. Oktober, dem Tag vor dem Angriff, waren ein Offizier der Einheit und ein MSF-Vertreter zu Beratungen zusammengekommen, dabei wurde auch die Frage erörtert, ob sich Kämpfer der Taliban in der Klinik aufhalten würden. Dies wurde von Ärzte ohne Grenzen verneint und die Notwendigkeit der Anerkennung der medizinischen Einrichtung durch alle Konfliktparteien betont.

"Von feindlichen Truppen befreien"

Zwei von AP nicht näher bezeichnete Personen, die Einblick in einen Bericht eines führenden Offiziers der Special Forces erhalten hatten, erklären, dass die Ärzte ohne Grenzen mitgeteilt hatten, dass ihr Personal im Spital stationiert sei. Im Bericht stehe weiters, dass die Klinik unter Kontrolle von Aufständischen sei und dass sie am nächsten Tag "von feindlichen Truppen zu befreien" sei.

MSF hatte die Anwesenheit von Taliban ebenso bestritten wie Berichte, dass US-Truppen vom Gelände des Spitals aus beschossen worden seien.

Die Spezialeinheit hatte bei der Luftwaffe Aufklärungsflüge angefordert, wobei sich dem Bericht zufolge beide Einheiten dessen bewusst waren, dass es sich um eine geschützte medizinische Einrichtung handelte.

Der Angriff wurde von einem Flugzeug zur Luftnahunterstützung des Typs AC-130 geflogen. In fünf Attacken wurde das Krankenhaus über den Zeitraum einer Stunde beschossen.

Opferzahl gestiegen

Ende vergangener Woche hatte Ärzte ohne Grenzen berichtet, dass die Opferzahl des US-Luftangriffs auf mindestens dreißig gestiegen ist. Zehn Patienten und 13 Spitalsmitarbeiter wurden identifiziert, die Leichen weiterer sieben Opfer konnten nicht zugeordnet werden.

Im vergangenen Jahr waren in dem Krankenhaus mehr als 22.000 Patienten behandelt und mehr als 5.900 Operationen durchgeführt worden.

Untersuchung als Gelegenheit

Ärzte ohne Grenzen hatte nach dem Bombardement eine Aufklärung durch die Internationale Humanitäre Ermittlungskommission gefordert. Jason Cone, MSF-Direktor in den USA, mahnte in einem Kommentar für die "New York Times" zuletzt erneut, dass die Kommission die einzige Einrichtung sei, die auf Basis der Genfer Konventionen Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht untersuchen könne. Die USA sollten die Forderung von Ärzte ohne Grenzen als Gelegenheit sehen, das Engagement Washingtons für das humanitäre Völkerrecht zu bestätigen, die eigene Glaubwürdigkeit wiederherzustellen und den geschützten Status medizinischer Einrichtungen in Kriegsgebieten zu stärken.

Ein Untersuchungsbericht der Nato über den Zwischenfall verzögert sich unterdessen. Auch das US-Militär hat eine Untersuchung angeordnet. (Michael Vosatka, 27.10.2015)
http://derstandard.at/2000024611797/Kunduz-US-Einheit-liess-Spital-bewusst-angreifen
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tleary


Beiträge: 309


« Antworten #326 am: 08. November 2015, 12:00:41 »

Tja, und was ist jetzt mit Afghanistan und dem Irak? - Die Länder wurden von der "Allianz für den Frieden" fluchartig in dem Moment verlassen, als man technische Methoden entwickelt hatte, aus dem eigenen Boden (zum Schaden von Umwelt und Mensch natürlich) noch etwas mehr Öl rauszuquetschen (Fracking) und sich durch das nun leichte Überangebot an Öl der Ölpreis innerhalb nur eines Jahres mehr als halbieren ließ. Da ist dann das Nahostöl ("unser Öl, wie Kissinger einmal treffend bemerkte) doch nicht mehr ganz so wichtig. - Dazu noch viel weniger Wert als vorher. Die Länder wurden in Schutt und Asche gebombt, die Infrastruktur nachhaltig zerstört, der Staatsapparat liegt ebenfalls am Boden und kann nicht mehr mal die Rolle als "Nachtwächterstaat" erfüllen und Leib und Leben seiner Bürger sichern. Die Zivilbevölkerung - die ersten Jahre vor allem von den Amis auf der Jagd nach "den Terroristen" massakriert ("alles Kollateralschäden"), zeitgleich und aktuell mehr denn je von wirtschaftlich Verzweifelten, die sich Taliban & dem IS anschlossen, mit beinahe täglichem Bombenterror überzogen. Das löste dann die vieldiskutierten Flüchtlingswellen aus, bei der schon tausende im Mittelmeer jämmerlich ertranken. Einerseits gönne ich die den kapitalistischen Kernländern ja, weil da jetzt der gartenbesitzende Wohlstands-Kleinbürger auch 'mal hautnah besichtigen kann, wie dreckig es den meisten Menschen auf dieser Erde mittlerweile geht. Die reagieren natürlich entweder mit Gefühlduselei oder (wohl dauerhafter) mit Pegida & Seehofer'schen Lösungen (einfach Stacheldraht um das eigene Ländle bauen). Doch die Frau Merkel muß sie da vorerst noch enttäuschen, wegen "Völkerrecht, UN-Flüchtlingskonvention und so'n Zeugs". - Aber man unternimmt was: "Einreisezentren", Abweisung gleich an der Grenze ohne irgendein Asylverfahren, die Balkanmenschen bekommen 'ne 100 % Ablehnungsquote reingedrückt, weil sie sich weigern "einfach so" zu verhungern. Ähnliche Werte werden bald wohl die Ablehnungquote bei den Afghanen und Irakern sein, weil die Regierungen dort ja alle so demokratisch sind. Einzig bei den Syrern wird wegen Assad und dem IS (vorläufig) noch ein Auge zugedrückt. Aber "Mutti" (und ihre Bluthunde vom Typ de Maiziere) sind auch da dran: Druck auf & Geld für die Peripheriestaaten wie Griechenland und die Türkei, damit die ihre Grenzen für Flüchlinge endlich absolut wasserdicht machen.
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Kuddel


Beiträge: 10137


« Antworten #327 am: 03. Dezember 2015, 13:18:37 »

Zitat
Nato stoppt Truppenabzug vom Hindukusch

Die angespannte Sicherheitslage und Angriffe der Taliban haben die Nato-Staaten zum Umdenken bewogen. Deutschland weitet sein Engagement in Afghanistan sogar aus.
http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-12/afghanistan-soldaten-abzug-stopp-nato
.
Es wurde oft genug auch offiziell zugegeben, daß das Problem nicht militärisch zu lösen ist.
Besonders interessant dabei ist, daß das Syrienabenteuer bereits im Vorfeld mit Afghanistan verglichen wird.
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Kuddel


Beiträge: 10137


« Antworten #328 am: 02. Juni 2017, 15:02:22 »

die Bevölkerung in Afghanistan fühlt sich zerrieben, zwischen Islamofaschisten auf der einen Seite und den beschissenen eigenen Eliten, die von den Amerikanischen und Deutschen Besatzern geschützt werden.

Zitat
Mehrere Tote bei Protesten in Kabul
Nach dem Anschlag in Kabul haben viele Afghanen für mehr Sicherheit im Land protestiert. Laut einem Abgeordneten wurden acht Demonstranten von der Polizei getötet.


http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-06/demonstrationen-sicherheitsbedingungen-kabul-tote

Die Afghanische Regierung hängt am Tropf des Westens, aber das gewaltsam zusammengehaltene korrupte System droht ihnen nun um die Ohren zu fliegen.

Zitat
Afghanistan:
"Die Sicherheitslage wird mit jedem Tag schlechter"

Überall Sprengschutzwände, Checkpoints, Soldaten – an Sicherheitspersonal und Ausrüstung fehlt es Kabul nicht. Und doch gelingen regelmäßig verheerende Anschläge.


Viele Polizisten und Militärs schätzen ihre Aufgabe dagegen lediglich, weil sie für ein gesichertes Einkommen sorgt. Viele von ihnen haben nur Basis-Trainingseinheiten durchlaufen, bevor sie auf die Straße geschickt werden. Khan schließt kurz die Augen, als ein Rettungswagen mit Sirene an ihm vorbeifährt. Er hat wenig Hoffnung für die Zukunft seiner Heimat. "Uns stehen noch harte Kämpfe bevor", sagt er.
http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-06/afghanistan-kabul-anschlag-sicherheit-krieg-taliban
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Kuddel


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« Antworten #329 am: 08. Oktober 2017, 14:08:17 »

Zitat
Bundeswehr will offenbar mehr Soldaten für Afghanistan

Die neue Bundesregierung wird sich Berichten zufolge mit einer Aufstockung der Afghanistan-Mission beschäftigen müssen. Laut Bundeswehr sind mehr Soldaten notwendig.
http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-10/afghanistan-bundeswehr-soldaten-mandat
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counselor


Beiträge: 2576



« Antworten #330 am: 08. Oktober 2017, 14:14:06 »

Soso. Ich dachte, Afghanistan wäre ein sicheres Herkunftsland...
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Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!
Kuddel


Beiträge: 10137


« Antworten #331 am: 05. November 2017, 19:52:29 »

Zitat
US-Luftangriffe treffen offenbar Zivilisten in Kundus
Das afghanische Militär geht im Nordosten des Landes verstärkt gegen die Taliban vor. Bei einem unterstützenden US-Angriff sollen mehrere Zivilisten getötet worden sein.
http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-11/afghanistan-us-luftangriffe-tote
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Kuddel


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« Antworten #332 am: 07. November 2017, 12:15:13 »

Zitat
Bewaffneter Angriff auf TV-Sender in Kabul
Unbekannte haben das Büro eines afghanischen Fernsehsenders gestürmt. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" reklamierte den Angriff für sich und meldet rund 20 Tote.
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-11/afghanistan-kabul-tv-sender-bewaffnete

Ein wahrlich sicheres Herkunftsland.
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