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Autor Thema: Truckerprotest in Rußland  (Gelesen 9464 mal)
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Kuddel


Beiträge: 9446


« am: 04. Januar 2016, 20:05:11 »

Deutschland ist in einer Ausnahmesituation, 80% der LKW Fahrer sind angestellt, nur 20% sind selbstfahrende Unternehmer. In fast allen europäischen Staaten ist das Verhältnis umgekehrt. In Griechenland sind nahezu 100% der Fahrer selbstständig.

Deutsche Fahrer sehen osteuropäische Kollegen oftmals als Konkurrenz, die sie für den Verfall der Arbeitsbedingungen verantwortlich machen. Dabei stehen die Fahrer in Ost und West gleichermaßen unter dem Druck der Wirtschaft, immer billiger zu transportieren. In Rußland wurde der Grenze des Erträglichen überschritten und es brach eine Protestwelle los, über die in Deutschland nur wenig berichtet wurde. Der Protest ging von selbstfahrenden Unternehmern aus, die ihre Einnahmen durch die Kosten einer neuen Maut schwinden sahen. Sie sahen sich zudem dadurch provoziert, daß das Mautsystem von einem engen Vertrauten Putins betrieben wird. Die Proteste begannen im vergangenen November und es beteiligten sich mindestens 3000 LKW im gesamten Land. Von Regierungsseite reduzierte man die Mautgebühren und verstärkte die Repression gegen protestierende Trucker. Fahrer wurden gestoppt und gezwungen eine Erklärung zu unterschreiben, sie würden sich an keinen Protesten beteiligen. Es wurde mit dem Einsatz von Wasserwerfern gedroht. Als für den 1.-3.Dez. zentrale Proteste in Moskau angekündigt waren, verhinderte die Polizei, daß viele LKW die Hauptstadt erreichen konnten, mit dem Argument, es gehe um einen Antiterroreinsatz. Am 3.12. kam es zu Gesprächen zwischen Regierungsvertretern und Sprechern der protestierenden Fahrer. Die Protestbewegung ist abgeebbt, aber einige harrten auch über die Weihnachtstage aus mit Transparenten an ihren Fahrzeugen. Obwohl die Mautgegner mit Strafen belegt werden, gibt es noch immer Proteste.

Ein paar Links zu Presseberichten:
https://www.jungewelt.de/2015/12-07/027.php
http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4884929/Russland_Der-Aufstand-der-russischen-Trucker
http://www.swp.de/ulm/nachrichten/politik/Russlands-Trucker-vor-dem-Ruin;art4306,3590348
http://www.heise.de/tp/artikel/46/46814/1.html
http://www.russland.ru/nawalnys-kampf-gegen-platon/
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« Antworten #1 am: 01. März 2016, 14:35:11 »

Das LabourNet hatte die Auseinandersetzung bereits zusammengefaßt.
http://www.labournet.de/internationales/russland/arbeitskaempfe-russland/truckerprotest-in-russland/

Die westeuropäischen Fahrer sehen ihre osteuropäischen Kollegen oftmals als Konkurrenten. Die kämpfenden russischen Fahrer sind jedoch ein Hinweis darauf, daß sie nicht freiwillig als Niedriglöhner arbeiten und es sich nicht länger gefallen lassen wollen. Es ist an der Zeit den Schulterschluß zwischen Fahrern aus Ost-und Westeuropa zu suchen und sich nicht länger gegeneinander auspielen zu lassen.

Mich erreichte gearade eine e-Mail mit der Bitte um Solidarität:

Zitat
Russische LKW Fahrer_innen brauchen dringend eine solidarische Unterstützung

In Russland, trotz der harten Repressionen gegenüber allen unabhängigen Gewerkschaftsaktivisten und -aktivistinnen, hat sich Mitte November eine Gruppe von LKW Fahrern selbstorganisiert um ihre Arbeits- und Sozialrechte zu schützen. Ihr Ziel ist es, einen eigenen russlandweiten Verband zu gründen, der nach den Prinzipien nicht hierarchischer Beziehungen zwischen den Mitgliedern arbeitet. Den aktuellen, seit drei Monaten andauernden Streik führen sie gegen ein neues verfassungswidriges Gesetz, das Transportarbeitern das Verdienen des Lebensunterhalts nahezu unmöglich macht.
Seit dem 3. Dezember haben die LKW Fahrer am Rand von Moskau ein Protestlager organisiert, das als Zentrum des Streiks von allen Transportarbeiter_innen dient. Derzeit nehmen an dem Streik ca. 10 Tausend Fahrer_innen teil, und ab 20.02 wurden zusätzlich mehr als zehn Protestcamps in unterschiedlichen Regionen gegründet. Sie wollen streiken bis eine vollkommene Abschaffung des gesetzwidrigen Systems â Platon  erreicht ist. Platon ist eine neue Form der Gebühren für LKWs, die direkt mit dem korrumpierten Putinmachtsystem verbunden ist.
 
Die Ausbreitung und die Ernsthaftigkeit dieses Arbeiterprotests ist für Russland seit den 90er Jahren beispiellos. Streikende werden von vielen anderen unterdrückten Gruppen in Russland unterstützt. So sind im Kontext des Protests neue Netzwerke entstanden, worin die streikenden LKW Fahrer auch zusätzliche Forderungen formuliert haben, wie Forderungen nach der Reformierung der Wohnungspolitik, Rückkehr der Vergünstigungen für Rentner_innen sowie die Aufhebung der zusätzlichen Transportsteuer. Darüber hinaus verbinden sich viele Lohnarbeiter_innen und prekarisierte Selbstunternehmer_innen mit diesem neu gegründeten Verband und/oder gründen ihre eigene unabhängige Verbände, Gewerkschaften oder Unionen.

Trotz der breiten Unterstützung von Seite der Bevölkerung, hat das Camp eine katastrophale Not in Bezug auf die Ressourcen, vor allem brauchen die Streikenden finanzielle Unterstützung für die propagandistische Arbeit und für die Ernährung der Familien der Streikenden, die gerade keinen Lebensunterhalt beziehen. Deswegen wollen wir uns an internationale antikapitalistische und/oder gewerkschaftsorientierte Gruppen und Organisationen wenden und um Solidarität in jeglicher Form bitten (durch Weitergabe von Informationen, finanziell etc.).

Nach Möglichkeit wendet Euch an: solidarity_trucker@yahoo.com

Solidarische Grüße
Russische Trucker


10.000 kämpfende Trucker sind unglaublich viele. Ein solcher Kampf ohne Streikgeld ist hart.
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Kuddel


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« Antworten #2 am: 02. März 2016, 14:08:28 »

Noch ein paar Links zum Thema:

https://utka.noblogs.org/post/2016/02/04/wildcatstreik-der-lasterfahrer/

https://utka.noblogs.org/post/2016/02/04/flustern-von-der-revolution/

und viele Fotos vom Protestcamp in Chimki und Tjoplyj Stan dem russischen Blog
http://anatrrra.livejournal.com/tag/%D0%B4%D0%B0%D0%BB%D1%8C%D0%BD%D0%BE%D0%B1%D0%BE%D0%B9%D1%89%D0%B8%D0%BA%D0%B8
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« Antworten #3 am: 06. März 2016, 18:23:16 »

​Ich hatte gerade ein Skype Gespäch mit Streikenden in dem Protestcamp in Chimki (nahe Moskau) über eine Stunde lang.

Ich habe es auch aufgezeichnet, es war aber technisch in eher schlechter Qualität. Gern würde ich einen Zusammenschnitt davon machen. Mal sehen.

Kurz mal zusammengefaßt. Es war bewegend, ein Fahrer, der seit seinem 21. Lebensjahr fährt und eine Unterstützerin, die eine Zeit in Deutschland gelebt hat und übersetzte. Daneben saßen ein paar Kollegen, die einen gelegentlichen Kommentar abgelassen haben. Die neue Maut Platon geht nicht an den Staat, sondern an ein Konsortium der Privatwirtschaft. Es bricht den kleinen Unternehmern das Gnick und führt zu einer weiteren Monopolisierung, bei der nur einige Großspeditionen übrigbleiben. Es sind beim Streik und Protest auch angestellte Fahrer dabei, aber nur von kleinen Spediteuren.

Die Mobilisierung verlief kaum über das Internet, sondern man fuhr Parkplätze an, um direkt von Kollege zu Kollege zu reden und die zum Mitmachen zu bewegen. Das funktionierte recht gut. Doch fehlt ihnen das Geld, mehr herumzufahren. Repression ist heftig, Polizei, Zivilpolizei, Gemeimdienstleute, Provokateure, Drohungen gegen die gesamte Familie.

Sie sagten, es gibt keine Tradition von Arbeitskämpfen unter russischen LKW Fahrern. Sie betreten Neuland und müßten alles lernen. Die Medien sind sehr negativ, mal wird der Kampf totgeschwiegen, mal wird gehetzt.  Die Gewerkschaft vertritt nicht die Interessen der Fahrer, deshalb kämpfen sie für die Anerkennung einer eigenen Organisation, die die Interessen der Fahrer vertritt. Ca. 75% der Bevölkerung ist auf der Seite der Streikenden und es ist sehr rührend, welch Unterstützung sie von den einfachen Menschen kriegen. Und die sind oftmals selbst sehr arm. Die Fahrer sagten, es gäbe kein zurück. Sooo können sie nicht weitermachen und eine Alternative sehen sie auch nicht. Und würden sie jetzt aufgeben, würden sie, wenn sie wieder verstreut sind, von den Behörden fertiggemacht werden.

Sie würden sich über jede Form der Solidarität freuen, über e-mails, über Fotos und Videoclips, die solidarische Kollegen in Deutschland zeigen und in Russland veröffentlicht werden können. Und natürlich hätten sie nichts gegen finanzielle Hilfe. Nach 3 Monaten Streik ohne Streikgeld, werden bereits die Lebensmittel der Streikenden knapp.
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« Antworten #4 am: 12. März 2016, 18:38:40 »

Die technische Qualität war grottig, deshalb habe ich Untertitel eingebaut.

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Es ist beeindruckend, wie mutig die Streikenden sind angesichts der Repression und ökonomischen Not.
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cyberactivist
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« Antworten #5 am: 24. März 2016, 21:44:45 »

Flyer:
Solidarität mit Truckerprotesten in Russland
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Nur Exhibitionisten haben nichts zu verbergen.
admin
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« Antworten #6 am: 25. März 2016, 12:10:51 »

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admin
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« Antworten #7 am: 25. März 2016, 14:58:26 »

Und schon kam Antwort aus Rußland:

Zitat
Hallo,
danke dir und euch für die Solidaritätserklärung und auch für die Verteilung der Flyer!
Wir werden es kollektiv lesen heute abend.
Herzlichst
solidarity_trucker@yahoo.com
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antonov


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« Antworten #8 am: 25. März 2016, 18:29:05 »

die Fahrerinnen fehlen
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« Antworten #9 am: 25. März 2016, 18:29:47 »

Mist!
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Rudolf Rocker
Waldkauz


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« Antworten #10 am: 25. März 2016, 18:44:01 »

Die FahrerInnen oder Fahrer_innen oder Fahrer*innen?
Gibt es in Russland überhaupt Fahrerinnen?
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Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
admin
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« Antworten #11 am: 28. März 2016, 11:04:18 »

Gibt es. Jetzt auch auf diesem Plakat:




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cyberactivist
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Beiträge: 708



« Antworten #12 am: 04. April 2016, 20:59:17 »

Soliplakat als PDF:
http://www.chefduzen.de/russtrucker/LKW_Streiksoli.pdf

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Nur Exhibitionisten haben nichts zu verbergen.
Nikita


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« Antworten #13 am: 07. April 2016, 20:47:50 »

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Nikita


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« Antworten #14 am: 07. April 2016, 20:50:54 »

Zitat
Verkehrsministerium: Lkw-Maut Platon bringt nur die Hälfte der Einnahmen

Das umstrittene Lkw-Maut-System „Platon“ wird laut dem russischen Transportministerium nur die Hälfte der geplanten Einnahmen für den Staatshaushalt einbringen. Auf etwa 20 Milliarden Rubel beliefen sich die voraussichtlichen Einnahmen 2016 laut Verkehrsminister Maxim Solkolow. 39,5 Milliarden Rubel waren eingeplant. Aufgrund von Protesten der Trucker war von einer Mauterhöhung von 1,53 auf 3,06 pro Kilometer zum 1. März abgesehen worden. Der alte Tarif gilt nun erst einmal weiter für Lkw mit einem Gewicht ab 12 Tonnen.

Die Maut war am 15. November eingeführt worden, um für Beschädigungen an föderalen Straßen durch die schweren Transporte aufzukommen.


http://www.ostexperte.de/
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Kuddel


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« Antworten #15 am: 21. April 2016, 09:37:07 »





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Rudolf Rocker
Waldkauz


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« Antworten #16 am: 21. April 2016, 10:36:30 »

Gab es schon Kontakte mit russischen Fernfahrern, die in Deutschland unterwegs sind?
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Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
Kuddel


Beiträge: 9446


« Antworten #17 am: 21. April 2016, 10:55:34 »

Erlebnisse beim Verteilen:

Ein deutscher Fahrer, der strahlend auf uns zukam und fragte, "Endlich sowas wie in Frankreich?". Er knipste dann noch ein Bild von uns.
Fahrer aus den baltischen Ländern, aus Rumänien und Bulgarien winkten erst ab. Als sie hörten, das Flugi sei auch auf Russisch, griffen sie doch zu.
Mehr als die Hälfte der Fahrer war aus anderen Ländern. Ein dreisprachiges Flugblatt funktionierte astrein.

Demnächst wollen wir uns den Hafen Kiel vornehmen. Da sind für gewöhnlich ne Menge russischer Fahrer bei...
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BGS
Polarlicht


Beiträge: 2560



« Antworten #18 am: 21. April 2016, 14:05:38 »

...

 das Flugi sei auch auf Russisch, griffen sie doch zu.
Mehr als die Hälfte der Fahrer war aus anderen Ländern. Ein dreisprachiges Flugblatt funktionierte astrein.

Demnächst wollen wir uns den Hafen Kiel vornehmen. Da sind für gewöhnlich ne Menge russischer Fahrer bei...

Der Ostuferhafen Kiel hat mehrere Fähren ins Baltikum wöchentlich, betrieben von  DFDS Seaways Baltic GmbH. Dort sind die meisten Fahrer des Russischen kundig.

Es gibt dort derzeit drei RO/PAX (Rollende Ladung + Passagiere) Fähren )ins Baltikum, drei andere fahren zwischen Schweden und den baltischen Ländern. Ein anderes Schff fährt einmal in der Woche nach Russland und zurueck.

Eventuell wäre es sinnvoll eine Aktion z. B. beim Hafenamt anzumelden oder bei der Seehafen Kiel GmbH. Viel Glueck und Erfolg.

MfG

BGS
« Letzte Änderung: 21. April 2016, 14:08:57 von BGS » Gespeichert

"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)
Kuddel


Beiträge: 9446


« Antworten #19 am: 22. Juni 2016, 21:15:23 »



Resignation und spontane Kämpfe von Berufskraftfahrern

http://www.labournet.de/?p=99969
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Kuddel


Beiträge: 9446


« Antworten #20 am: 27. Juni 2016, 14:30:21 »

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Beiträge: 2079


« Antworten #21 am: 16. März 2017, 15:56:53 »

Die Aktivisten aus Rußland wollen sich mit Kollegen in Deutschland austauschen und von ihren Erfahrungen berichten



Truckeraktivisten aus Rußland auf Deutschlandtour

Die Transportbranche stellt das Rückgrat der Wirtschaft auch in Russland dar. Ein Stocken in diesem Bereich hätte in Zeiten der Just-in-time-Produktion Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft.

Mit der Liberalisierung der Branche befinden sich die Transportpreise, ebenso wie die Arbeitsbedingungen, im freien Fall. Die deutsche Wirtschaft profitiert davon, dass die Fahrer_innen des internationalen Gewerbes gegeneinander ausgespielt werden und osteuropäische Fahrer_innen zu Hungerlöhnen in Westeuropa arbeiten. Es gibt wenig Solidarität und wenig Organisierung unter den Fahrer_innen.

Umso erstaunlicher ist es, dass es auch ohne Organisationsstrukturen zu spontanen Arbeitskämpfen kam. 2016 kam es zu einem landesweiten wilden Streik der Fahrer_innen in Belgien. Und bereits Ende November 2015 legten die Fahrer_innen in Russland spontan ihre Arbeit nieder gegen die Einführung einer Straßenmaut. Den russischen Behörden gelang es auch mit massiver Repression nicht, den Kampfeswillen tausender Kolleg_innen zu brechen. Der Arbeitskampf war die bedeutendste oppositionelle Bewegung, der sich die russische Regierung 2015/16 ausgesetzt sah. Am Ende des fünfmonatigen Arbeitskampfes gründeten sie als gewerkschaftsähnliche Organisation den "Verband der Transportarbeiter Rußlands" OPR. Mit dieser Organisation begannen LKW Fahrer_innen auch andere soziale und Arbeitskämpfe zu unterstützen, wie protestierende Bäuer_innen oder streikende Bergarbeiter_innen. Die Aktivitäten wurden mit einer staatlichen Repressionswelle beantwortet.

Sie planen nach ihrer Rückkehr aus Deutschland, in einen erneuten landesweiten Arbeitskampf zu treten.

Vier Gründungsmitglieder der kämpferischen Fahrerorganisation suchen nun den Kontakt zu Kolleg_innen, Gewerkschafter_innen und politischen Aktivist_innen in Deutschland. Sie werden begleitet von zwei Unterstützerinnen, der in Deutschland lebenden Kulturwissenschaftlerin Olga Reznikova und der in Moskau lebenden deutschen Journalistin Ute Weinmann, die auch dolmetschen werden.


Veranstaltungen

Samstag 18.3. 9°°
Offener Austausch beim gemeinsamen Frühstück mit KollegInnen Autohof Lohfeldener Rüssel (bei Kassel)
(Kraftfahrerkreis/verdi)

Samstag 18.3. 20°°
Vortrag: Arbeitskampf und Repression (vor Beginn des Solikonzerts zum Tag des politischen Gefangenen) Alte Meierei Kiel, Hornheimer Weg 2
(Rote Hilfe Kiel/Rosa Luxemburg Stiftung Kiel)

Sonntag 19.3. 16°°
Infoveranstaltung und Diskussion, MPZ, Sternstraße 4, Hamburg
(Jour Fixe Gewerkschaftslinke)

Montag 20.3. 20°°
Infoveranstaltung und Diskussion, Jugendhaus „Buchte“ , Buchtstraße 14/15, Bremen
(AG Internationale Gewerkschafter_innen und Rosa Luxemburg Stiftung Bremen)

Mittwoch, 22.03.2017 19:00
Infoveranstaltung und Diskussion, Bildungswerk der Heinrich Böll Stiftung, Sebastianstr. 21, Berlin
(Böll Stiftung)

https://calendar.boell.de/de/event/streik-und-selbstorganisation-russischer-lkw-fahrerinnen





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Sunlight


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« Antworten #22 am: 16. März 2017, 17:33:07 »

Einfach toll! Wogegen wir hier bei uns es nicht fertigbringen alle
Fahrer zu erreichen. Ich schaue sehnsüchtig Richtung Russland.
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»Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt!«
»Keiner geht allein zum Amt  §13 SGB X«
»Keine Abgabe von Dokumenten ohne Kopie u. Stempel«
»No Nazi Net - Für soziale Netzwerke ohne Nazis«
»Netz gegen Nazis.de«
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« Antworten #23 am: 20. März 2017, 17:03:28 »

Der Admin mit russischen und deutschen Truckeraktivisten




150 Trucker in ganz Rußland verfolgten über Live Internestream den Austauch mit deutschen Kollegen am Rasthof Lohfeldener Rüssel mit.


Die Infoveranstaltung in der Alten Meierei in Kiel:



Die russischen Kollegen haben alle in Haft gesessen wg. ihrer Aktivitäten in der Sache. Sie sagen, es gibt kein zurück mehr. Sie wollen sich jetzt mit dem System anlegen und am 27.3. in einen landesweiten unbefristeten Streik treten.

Heute Abend, eine Veranstaltung mit ihnen in der Buchtstr.14/15 in Bremen.
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admin
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« Antworten #24 am: 20. März 2017, 18:20:42 »

Hier etwas für Menschen mit Russischkenntnissen

http://opr.com.ru/info/news/obmen-mneniyami-s-evropeyskimi-voditelyami-otkryl-dlya-nas-vozmozhnosti-dalneyshego-vzaimodeystviya/
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