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Autor Thema: Erst Flüchtlinge - dann Erwerbslose  (Gelesen 1549 mal)
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Kuddel


Beiträge: 11217


« am: 11. Januar 2016, 15:59:26 »

Es ist ja ein altbekanntes Spiel, die Methoden der Herrschaftsausübung, Überwachung und Unterdrückung an denjenigen auszuprobieren, die am Schwächsten sind und am wenigsten mit Solidarität rechnen können. Wenn es geklappt hat, geht es weiter gegen die nächst höhere Gruppe. Für gewöhnlich, erst die Migranten, dann die Erwerbslosen. Das heißt nicht, daß nicht, daß es nicht irgendwann auch bei den Arbeitenden angewandt wird.

Wir hatten stets zuerst Residenzpflicht oder "Gutscheine statt Bargeld" für Asylsuchende und dann für Erwerbslose. Deshalb ekelt mich die ressistische Haltung einer Kikki Geiß so an, die gegen eine Schlechterbehandlung von Ausländern nichts einzuwenden hat und dabei nicht merkt, daß sie sich damit nur selbst ins Bein schießt.

Rassistische Politik ist wieder en vogue:
Zitat
Koalition prüft Wohnortpflicht für anerkannte Flüchtlinge
Union und SPD wollen Flüchtlingen künftig ihren Wohnort vorschreiben und prüfen eine Änderung der Residenzpflicht.
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-01/wohnortpflicht-sigmar-gabriel-fluechtlinge-koalition
Wenn wir nicht konsequent gegen diese Politik angehen, wird die Segregation zwischen Arm und Reich immer radikaler vorangetrieben mit Gated Cities auf der einen Seite und Armengethos und Arbeitslagern auf der anderen.
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schwarzrot


Beiträge: 4516



« Antworten #1 am: 11. Januar 2016, 16:31:18 »

Zitat
Arbeitslosigkeit: Österreich will Ausbildungspflicht für Jugendliche

Wer in Österreich jünger als 18 Jahre ist und von der Schule abgeht, soll ab Herbst zum Besuch einer Ausbildungsstelle oder einer weiterführenden Schule verpflichtet werden. Verweigerern droht ein Bußgeld von bis zu 1000 Euro.


Noch in diesem Jahr soll in Österreich eine Ausbildungspflicht für Jugendliche unter 18 Jahren gesetzlich verankert werden. Das hat Sozialminister Rudolf Hundstorfer angekündigt.

Ähnlich wie in vielen deutschen Bundesländern gibt es in Österreich eine Schulpflicht von neun Jahren. Der neue Gesetzesvorschlag würde diese indirekt verlängern: Alle österreichischen Jugendlichen unter 18 Jahren müssten dann nach ihrem Schulabschluss entweder eine weiterführende Schule, eine betriebliche beziehungsweise überbetriebliche Lehrausbildung oder andere Maßnahmen der Ausbildungsvorbereitung besuchen. Der Gesetzesvorschlag wird derzeit ausgearbeitet und könnte ab Herbst in Kraft treten.

"Verhindern, dass Jugendliche sofort in der Sozialhilfe landen"
...
 
http://www.spiegel.de/schulspiegel/oesterreich-gesetz-soll-jugendarbeitslosigkeit-senken-a-1071229.html

Nach dem ende des 'kommunismus' scheint das letzte realexistierende schweinesystem auf den geschmack zu kommen.
Ähnliche nummer, aus ähnlichen kranken hirnen. Immer mehr wird unter strafe vorgeschrieben (ob das sinn macht, jugendlichen mit '1000euro' strafe zu drohen, wird nicht gefragt und warum junge leute keine ausbildung finden auch nicht)
Wir bewegen uns mit grossen schritten in den zwangsstaat!

Immerhin hat Össiland noch ne sozialhilfe, hier kommen jugendliche (selbst wenn sie noch in die schule gehen) es gleich mit dem 'job'center zu tun).
« Letzte Änderung: 11. Januar 2016, 16:38:33 von schwarzrot » Gespeichert

"In der bürgerlichen Gesellschaft kriegen manche Gruppen dick in die Fresse. Damit aber nicht genug, man wirft ihnen auch noch vor, dass ihr Gesicht hässlich sei." aus: Mizu no Oto

Wieder aktuell: Bertolt Brecht
Kuddel


Beiträge: 11217


« Antworten #2 am: 11. Januar 2016, 16:49:24 »

Menschenmaterial wird nach ihrer Auspressbarkeit für den Arbeitsmarkt untersucht, sortiert und gegebenenfalls nochmals unter Druck gesetzt für die Verwertung.
Zitat
Flüchtlinge
Bundesagentur für Arbeit: Viele Flüchtlinge wollen keine Ausbildung
http://www.sueddeutsche.de/news/politik/fluechtlinge-bundesagentur-fuer-arbeit-viele-fluechtlinge-wollen-keine-ausbildung-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-160111-99-835798
Zitat
Flüchtlinge ziehen Hilfsarbeit der Ausbildung vor

Nach Auskunft der Bundesagentur für Arbeit wollen Flüchtlinge schnell Geld für die Heimat verdienen und nehmen Hilfsjobs an, die man auch ungelernt ausüben kann. Die Ausbildung bleibt auf der Strecke.
http://www.welt.de/wirtschaft/article150851980/Fluechtlinge-ziehen-Hilfsarbeit-der-Ausbildung-vor.html

Was auf diesem Markt nicht verwertet werden kann, kann ja noch als Ersatzteillager für Organe dienen, als Versuchskaninchen für die Pharmaindustrie und aus der Haut lassen sich auch Lampenschirme herstellen.
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Rudolf Rocker
Waldkauz


Beiträge: 12815



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« Antworten #3 am: 11. Januar 2016, 17:09:34 »

Zitat
Es ist ja ein altbekanntes Spiel, die Methoden der Herrschaftsausübung, Überwachung und Unterdrückung an denjenigen auszuprobieren, die am Schwächsten sind und am wenigsten mit Solidarität rechnen können.
Genau so ist es! Zuerst werden diese Maßnahmen an Flüchtlingen oder Migranten ausprobiert und wenn es funktioniert kommen als nächstes die H4ler dran. Dann wird es vom JC nur noch ein Schreiben geben, mit der Aufforderung sich am 27.03. um 07:00 Uhr bei der Firma XY in AB zu melden. RFB: Sollten sie der Forderung nicht nachkommen, wird ihr ALG II gestrichen.
Ich glaube in der DDR (ihr wisst schon, das "kommunistische Unrechtsregime") war das auch so, das Arbeitslose einfach irgendwohin kommandiert wurden.

Eine Komponente fehlt mir aber noch: Die Forderung Migranten in die Bundeswehr aufnehmen zu können. In den USA machen die das mit mexikanischen Einwanderern. Billiges Kanonenfutter und wer es überlebt, darf nach drei Jahren die USA- Staatsangehörigkeit beantragen (oder bekommt sie sogar).
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Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
BGS
Polarlicht


Beiträge: 2907



« Antworten #4 am: 12. Januar 2016, 00:10:25 »

Die Arbeitslager kehren bald, vermutlich uinter sehr wohlklingendem Namen, zurück. Dies konnte jeder, der es wollte  spätestens bei der Einführung von "Hartz IV" vorhersehen. Doch wer könnte je ahnen, in welchem atemberabenden Tempo die Rückentwicklung und der Ausverkauf aller erkämpften menschlichen Werte geschieht?

Gibt es in D. inzwischen sogenannte "Gated Communities"?

MfG

BGS
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"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)
Tiefrot
Rote Socke


Beiträge: 3379



« Antworten #5 am: 12. Januar 2016, 15:07:42 »

BGS fragte:
Zitat
Gibt es in D. inzwischen sogenannte "Gated Communities"?

Meines Wissens nicht. Die Geldsäcke brauchen sich in D-Land auch keine
Sorgen um ihren Arsch machen. Da sind andere schon weiter.  rolleyes
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Denke dran: Arbeiten gehen ist ein Deal !
Seht in den Lohnspiegel, und geht nicht drunter !

Wie bekommt man Milllionen von Deutschen zum Protest auf die Straße ?
Verbietet die BILD und schaltet Facebook ab !
Rudolf Rocker
Waldkauz


Beiträge: 12815



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« Antworten #6 am: 12. Januar 2016, 16:12:13 »

Zitat
Gibt es in D. inzwischen sogenannte "Gated Communities"?
Ja, laut Wikipedia folgende:
Zitat
Arcadia
Das bekannteste Beispiel in Deutschland für eine Gated Community ist die Arcadia-Wohnanlage. Sie liegt am Ufer der Havel in der UNESCO-geschützten Parklandschaft Potsdams und bietet auf einer Fläche von ca. 30.000 m² Platz für acht Villen und 43 Wohnungen. Die Wohnanlage lässt einen Ausblick auf die Schlösser Babelsberg und Glienicke zu und verfügt über eine eigene Grünanlage. Die Wohnanlage ist umzäunt und wird mit Kameras überwacht. Hinzu kommen die „Doormen“, die die Wohnanlage überwachen. Zusätzliche Dienste werden in der Wohnanlage zudem angeboten, wie z. B. Hol-, Bring- oder auch Reparaturdienste. Jedoch blieb der erhoffte Erfolg der Arcadia-Wohnanlage als eine Gated Community aus. Eine der Ursachen hierfür wird in der Lage zum Ufer gesehen. Dieses ist öffentlich zugänglich und garantiert für sich somit keine Exklusivität für die Bewohner.[14]
Barbarossapark
2005 wurde im Zentrum von Aachen rund 200 m Luftlinie vom Marktplatz entfernt durch die Delius-Gruppe auf einer Brachfläche von 3.500 m² im Dreieck Pontstraße, Neupforte, Hirschgraben eine geschlossene Wohnanlage aus 29 luxuriösen Eigentumswohnungen mit dem Namen „Barbarossapark“ gebaut.[15][16] Ein Stück der in die Anlage integrierten historischen Stadtmauer ergänzt um einen 2,50 m hohen efeubewachsenen Drahtzaun schirmen die Anwohner, die überwiegend dem Bildungsbürgertum zuzurechnen sind und deren Altersdurchschnitt über 50 Jahre liegt, von den umliegenden Wohngebieten ab. Der Zutritt erfolgt durch ein Gittertor mit Videoüberwachung in der Barbarossamauer.[17]
Wohnanlage am Olympiapark
2000 wurden in München auf dem Gelände einer ehemaligen Molkerei unmittelbar südlich des Olympiaberges zehn fünfgeschössige Häuser als Solitäre mit einer 22.000 m² großen Gartenlandschaft durch die Bayerische Hausbau erbaut.[18] Im autofreien Hof in der Mitte der Anlage befinden sich ein von Bäumen umgebenenes, vier Meter breites und 70 Meter langes Wasserbecken sowie fünf Kinderspielplätze. Eine zweieinhalb Meter hohe Mauer sowie ein eisernes Tor mit Videoüberwachung schützt die Bewohner vor unerwünschten Besuchern.[19]
https://de.wikipedia.org/wiki/Gated_Community
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