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Autor Thema: Krieg beginnt hier!  (Gelesen 1354 mal)
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Rappelkistenrebell


Beiträge: 2851



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« am: 09. März 2016, 12:11:03 »

Aus: Ausgabe vom 09.03.2016, Seite 2 / Inland


Bild: Jan Woitas/dpa

Krieg beginnt hier

Unbekannte sollen in der Nacht zu Dienstag acht Lastwagen der Bundeswehr auf einem Werkstattgelände in Leipzig angezündet haben. Die Autos wurden zum Teil völlig zerstört, berichtet der Berliner Tagesspiegel. Für die Polizei ist – auch ohne Bekennerschreiben, Spuren oder gar Beweise – klar, dass es sich um Brandstiftung handeln muss. Die Täter »schlafen erst mal aus und stellen ihre Taten dann irgendwo ins Internet«, so ein Polizeisprecher. Während die Polizei Ahnungen hat, steht eines fest: Was in Leipzig abbrennt, kann im Ausland keinen Schaden mehr anrichten. (sc)

Quelle

https://www.jungewelt.de/2016/03-09/006.php
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Rappelkistenrebell


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« Antworten #1 am: 23. März 2016, 20:22:02 »

Aus: Ausgabe vom 24.03.2016, Seite 4 / Inland

Krieg beginnt hier
Aber auch politische Bündnisse und Protest dagegen
Von Markus Pflüger



Ostermärsche 2015: Abschlusskundgebung in Frankfurt am Main, 6. April
Foto: Boris Roessler/dpa-Bildfunk

Es ist schwer geworden, Menschen für fortschrittliche politische Anliegen anzusprechen und zu mobilisieren – das ist zwar richtig, aber kein spezifisches Problem der Friedensbewegung. Auch andere soziale Bewegungen, ob Gewerkschaften, Frauen-, Umwelt- oder Antiatombewegung, leiden unter den Auswirkungen dessen, was sie bekämpfen: der Durchkapitalisierung des Alltags. Manche empfehlen: »sich auf weniges und Konkretes konzentrieren«, befristete Projekte und Aktionen anbieten, neue Verbündete finden, alle Medien nutzen. Das sind sicherlich wichtige strukturelle Überlegungen. Ebenso wie der richtige Appell, dass Friedensbewegung und antifaschistische Bewegung wieder stärker zusammen agieren sollten. Ich ergänze: gerade antirassistische Initiativen, die sich für Flüchtlinge – gegen Asylverschärfungen und rechte Hetze – einsetzen, sollten und könnten noch viel stärker mit »Krieg als Fluchtursache« Teil einer Friedensbewegung werden.

Friedensgruppen sind vielerorts wichtige Akteure außerparlamentarischer Opposition und Impulsgeber, doch Beteiligung und Wirkung bleiben meist gering. Sich mit anderen zusammenschließen ist daher sinnvoll. Ebenso wie konkrete Kampagnen – die Aktion »Aufschrei: Stoppt den Waffenhandel« oder die jetzt startende Kampagne »Büchel ist überall« gegen die Aufrüstung mit neuen Atomwaffen sind gute Beispiele. Manche erhoffen sich, durch Massenmobilisierung den Druck von der Straße zu erhöhen – die Frage ist dabei allerdings, ob diese Massen, so sie denn kommen, wirklich dasselbe Ziel verfolgen. Grundlage für Aktivitäten und Kooperationspartner sollten keinerlei Toleranz gegenüber Sexismus, Rassismus und Antisemitismus sein, es sollte keine Zusammenarbeit mit Nationalisten, Rechtspopulisten und Neonazis geben. »Nie wieder Krieg und nie wieder Faschismus« gehören zusammen!

Die Einstellungen und Ziele potentieller Kooperationspartner können aktuell gut anhand der Flüchtlingsfrage abgelesen werden. Geht es um eine solidarische und demokratische Haltung und Gesellschaft, geht es um die Beseitigung der Ursachen von Krieg, Armut, Ungleichheit oder Umweltzerstörung – und damit auch von Fluchtgründen?

Angesichts zunehmender rassistischer Gewalt gegen Flüchtlinge, und der Ausweitung militärischer Intervention weltweit inklusive Bundeswehr ist es besonders wichtig, genau diese Zusammenhänge zwischen Krieg und Flucht zu verdeutlichen. Statt sozial benachteiligte und unterdrückte Gruppen auseinanderdividieren zu lassen, gilt es, sich stärker zusammenzuschließen: im sozialen Kontext, aber auch im Rahmen des politischen Engagements. Solidarität zeigen. Das heißt auch, sich bei den verschiedenen sozialen Kämpfen zu unterstützen. Unsere Chance ist es, dabei den Kräften, die ein spezifisches Anliegen haben und sich dabei klar gegen rechts positionieren, die grundsätzliche Bedeutung der Frage nach Krieg und Frieden zu verdeutlichen.

Mit der Kampagne »Krieg beginnt hier« wollen wir solche Bündnisse schließen. Bei Ostermärschen sind Gewerkschaften, Kirchengruppen, Flüchtlings- und Antiatom­initiativen dabei. Die Friedensaktion vor der Airbase Spangdahlem am 21.5. wird mit einem Vertreter des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) organisiert. Auch mit den »Kollateralschäden«, die direkt um die Kriegsflughäfen auftreten, lässt sich gut verdeutlichen, um was es eigentlich geht: Eine verstärkte Kriegspolitik für Macht- und Wirtschaftsinteressen. Verluste sind einkalkuliert. Krieg setzt letztendlich die Profitmaximierung mit militärischen Mitteln fort. Und Kriege gehören zusammen mit der Ausbeutungspolitik der reichen Länder zu den Fluchtursachen.

Dieses Jahr thematisieren viele Ostermärsche genau diese Ursachen und fordern entsprechend ein Ende von Rüstungsexporten und eine Änderung der gesamten neoliberalen Wirtschafts- und Kriegspolitik ein.

Krieg beginnt hier vor Ort: ob Bundeswehr, NATO oder US-Militärstandorte, ob Rüstungsbetriebe oder Werbemaßnahmen der deutschen Armee. Aber auch der hiesige Krieg gegen Geflüchtete und Migranten, deren Unterkünfte angezündet, deren Fluchtwege verbaut, die entrechtet und abgeschoben werden.

www.krieg-beginnt-hier.de

www.ostermarsch-info.de

Quelle

https://www.jungewelt.de/2016/03-24/016.php
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Kuddel


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« Antworten #2 am: 27. Mai 2017, 12:06:57 »

Zitat
Proteste beim Kirchentag
Demonstranten stören Gottesdienst mit von der Leyen

Aktivistinnen seilten sich in der Gedächtniskirche von der Empore ab. Sie kritisieren die "Verstrickungen der evangelischen Kirche mit der Bundeswehr".


http://www.tagesspiegel.de/berlin/proteste-beim-kirchentag-demonstranten-stoeren-gottesdienst-mit-von-der-leyen/19857346.html#
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Kuddel


Beiträge: 11217


« Antworten #3 am: 23. Juli 2018, 18:09:49 »

Zitat
Protest gegen US-Atomwaffen
Aktivisten dringen in Fliegerhorst Büchel ein

Sicherheitsalarm auf dem Bundeswehr-Fliegerhorst Büchel in Rheinland-Pfalz: Demonstranten zerschnitten am Morgen den Zaun zum Stützpunkt. Sie wollten gegen die dort stationierten US-Atomwaffen protestieren.

(...)
Die Waffen befinden sich in einem gesondert bewachten Sicherheitsbereich, der von der Bundeswehr aber auch von schwer bewaffneten US-Soldaten geschützt wird. Hätten sich die Demonstranten diesem Bereich genähert, hätten die Soldaten vermutlich geschossen.

Für die Bundeswehr ist der Vorgang ärgerlich. Bereits vergangene Woche waren Demonstranten schon einmal in den Fliegerhorst Büchel eingedrungen, damals entrollten sie auch Plakate, schossen Fotos und verbreiteten das Material später im Internet. Seit Wochen finden in der Nähe des Fliegerhorsts Protestcamps statt.

Dass die Bundeswehr die Aktionen nicht verhindern kann, wird intern immer wieder kritisiert. Seit Längerem ist eine Verbesserung der Außensicherung in Büchel im Gespräch. So will die Bundeswehr etwa durch eine Video-Anlage mögliche Manipulationen am Zaun schneller erkennen und damit das Eindringen in den Fliegerhorst unterbinden.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/us-atomwaffen-aktivisten-dringen-in-fliegerhorst-buechel-ein-a-1219788.html

Respekt!
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counselor


Beiträge: 3121



« Antworten #4 am: 04. August 2018, 18:05:22 »

Zitat
CDU: Unionspolitiker fordern Wehrpflicht für Männer und Frauen

Das Rekrutierungsproblem der Bundeswehr bringt CDU-Abgeordnete auf eine alte Idee: die allgemeine Dienstpflicht. Der Wehrbeauftragte des Bundestags hält nichts davon.

Quelle: https://www.zeit.de/politik/deutschland/2018-08/cdu-wehrpflicht-bundeswehr-debatte-hans-peter-bartels
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Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!
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