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Autor Thema: Erwerbsminderungsrente bei fehlender Wegefähigkeit  (Gelesen 6819 mal)
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dagobert


Beiträge: 4166


« am: 03. April 2016, 00:21:02 »

Zitat
Erwerbsminderungsrente bei fehlender Wegefähigkeit
LSG Stuttgart: Arbeitnehmer muss gefahrlos zur Arbeit kommen

Stuttgart (jur). Können Arbeitnehmer wegen eines eingeschränkten Sehvermögens die üblichen Wege zur Arbeit nur noch unter Gefahr zurücklegen, sind sie erwerbsgemindert. Dies hat das Landessozialgericht (LSG) Baden-Württemberg in einem am Donnerstag, 31. März 2016, veröffentlichten Urteil klargestellt (Az.: L 13 R 2903/14). Es sprach damit einem Erzieher eine volle Erwerbsminderungsrente zu.

Der Mann war seit dem 10. Mai 2010 wegen Depressionen zunächst dauerhaft krankgeschrieben, ab 25. Oktober 2011 bezog er Arbeitslosengeld. Einen Monat später entzündete sich der Sehnervenkopf an beiden Augen. Folge waren nicht mehr rückgängig zu machende Sehstörungen verbunden mit einem Gesichtsfeldausfall.

Die beantragte volle Erwerbsminderungsrente lehnte die Rentenversicherung zunächst ab. Der Mann könne noch als Poststellenmitarbeiter arbeiten. Er könne zudem seinen eigenen Haushalt komplett bewältigen, nehme Einkäufe zu Fuß wahr und bleibe auch immer wieder an PC-Spielen hängen. Erst ab dem 1. Januar 2013 wurde dem Erzieher die volle Erwerbsminderungsrente bewilligt.

Dieser klagte und meinte, dass ihm die Rente ab 1. Dezember 2011, also kurz nach seiner Augenerkrankung, zustehen müsse.

Dem folgte nun auch das LSG in seinem Urteil vom 22. März 2016. Der Erzieher könne laut Sachverständigengutachten seit seinem eingeschränkten Sehvermögen die üblichen alltäglichen Wegstrecken nur noch unter besonderer Gefahr zurücklegen. Daher stehe ihm auch ab Dezember 2011 die volle Erwerbsminderungsrente zu.

Eine wie beim Kläger bestehende Einschränkung der Wegefähigkeit liege vor, wenn Versicherte nicht mehr in der Lage sind, täglich viermal Wegstrecken von knapp mehr als 500 Meter innerhalb von 20 Minuten zu gehen und zweimal öffentliche Verkehrsmittel während der Hauptverkehrszeiten zu benutzen.

Auch wenn der Sehbehinderte seinen Haushalt noch schaffe oder am PC spiele, folge daraus nicht, dass er ohne Gefahr die Wegstrecken zur Arbeit bewältigen könne. Laut Gutachten könne der Kläger Hindernisse im öffentlichen Raum nicht bemerken. Zur sicheren Teilnahme am Straßenverkehr sei eine Begleitperson erforderlich.

Vor der Augenerkrankung habe der Kläger auf die Poststellentätigkeit zwar noch verwiesen werden können, danach wegen der eingeschränkten Wegefähigkeit aber nicht mehr – zumal eine Besserung des Sehvermögens unwahrscheinlich sei. (fle/mwo)

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/erwerbsminderungsrente-bei-fehlender-wegefaehigkeit.php
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dagmar


Beiträge: 287


« Antworten #1 am: 17. Mai 2017, 13:56:46 »

So Leute,
helft Ihr mir mal?

Ich selber muss zur Schmerzbekämfung synthetische Opiate nehmen (die leider nur minimal helfen und extreme Schmerzen mich bei allem begleiten). Diese Opiate verbieten eigentlich (wie auch meine Schmerzen) eine Teilnahme am Autoverkehr. Wie aber soll ich zum Arbeitsplatz gelangen ohne Öffis - wären die da, so würde ich nicht zu Bushaltestelle kommen....
Nur: das wird den Hausarzt nach ein paar Wochen Krankschreibung nicht interessieren...

Zwei Hüftop's sollen folgen - aber erst brauche ich eine weitere Expertenmeinung .... und meine Mutter liegt im Sterben... ich muss ja für deren Beerdigung sorgen (das ich nicht mehr bei ihr sein kann weil es mir selber schlecht geht ist für mich schon schlimm genug) Bis dahin könnte ich die Strecke zu Arbeitsplatz wie im Urteil "nur üblichen alltäglichen Wegstrecken nur noch unter besonderer Gefahr zurücklegen."

Ich habe keine Ahnung, was ich wie machen soll.... erst mal mit der Diagnose klar kommen und dann irgendwie handeln.....

Wenn jemand Infos oder Tip(p)s hat her damit. Außer dem Tip(p) " mich verschrotten" - das könnte ich erst wenn ich den letzten Weg meiner Mutter begleitet habe.

Gruß von Dagmar
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Rudolf Rocker
Waldkauz


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« Antworten #2 am: 17. Mai 2017, 14:57:41 »

Zum Hausarzt: AU und zwar ab sofort!
Macht dein Hauarzt einen dummen Spruch: Hausarzt wechseln, sofort!
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Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
dagmar


Beiträge: 287


« Antworten #3 am: 17. Mai 2017, 15:30:18 »

Hey Rudolf Rocker,
die Krankmeldung habe ich schon seit gestern. Ich bin mir nur nicht im Klaren, wie lange ein Hausarzt willens ist eine AU auszustellen, wenn man/frau einfach nicht laufen kann. Ob die sagen können - wenn Op-Termini steht, dann schreibe ich weiter krank,.

Meine Mum ist gerade gestorben, und ich kann sie somit versuchen auf der letzten Reise zu begleiten. Wie mir das mit den Schmerzen auf dem Friedhof gelingen soll, weiss ich noch nicht - aber wenigstens vor einer eventuellen OP und wenigstens das kann ich noch machen...

Gruß von Dagmar
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dagobert


Beiträge: 4166


« Antworten #4 am: 17. Mai 2017, 15:34:09 »

Wie aber soll ich zum Arbeitsplatz gelangen ohne Öffis - wären die da, so würde ich nicht zu Bushaltestelle kommen....
Gar nicht, mit zwei kaputten Hüften bist du mindestens bis zum Jahreswechsel AU (grob geschätzt: OP + 6 Monate).
Für Arzttermine ist da ein Krankentransport oder ein Taxi fällig, kostet aber jedesmal Zuzahlung.

Ob die Kasse das auch für sonstige Termine bezahlt, kann ich dir nicht sagen.

Ob die sagen können - wenn Op-Termini steht, dann schreibe ich weiter krank.
Was will er denn sonst machen?

Meine Mum ist gerade gestorben, und ich kann sie somit versuchen auf der letzten Reise zu begleiten.
Mein Beileid.
Wenn's kommt, kommt's dicke.
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counselor


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« Antworten #5 am: 17. Mai 2017, 15:37:52 »

Herzliches Beileid!
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Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!
BGS
Polarlicht


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« Antworten #6 am: 17. Mai 2017, 15:50:32 »

Herzliches Beileid und die besten Wünsche.

MfG
BGS
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dagmar


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« Antworten #7 am: 17. Mai 2017, 15:51:24 »

Danke!!!

Ja, das Leben schüttet grad so manches aus über meinem Haupt - na ja gerade - schon seit 1 1/2 Jahren ;-)

Weißt Du Dagobert, bevor ich zur OP ja sage will ich noch zwei weitere Orthopäden befragen. Eigentlich hätte ich am letzten Juni Tag einen Termin bei einer Energie-Giropraktikerin, die in BaWü so als Knochen-Wunderheilern gehandelt wird. Eben auch weil sie Menschen, die an der Hüfte operiert werden sollten wieder so eingerenkt hat, dass dieses nicht mehr notwendig war. Aber das wären bis zu dem Termin ja rund 7 wochen.

Entschuldigt,, wenn ich mich dumm anstelle - aber das ist alles so neu für mich und nun auch noch die Beerdigung arrangieren, ist nicht so ganz einfach....

Das Leben überholt mich gerade mal wieder ganz massiv....

lieben Gruß von Dagmar

Danke BGS

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dagobert


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« Antworten #8 am: 17. Mai 2017, 16:02:29 »

Energie-Giropraktikerin
Was soll das sein?
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Rudolf Rocker
Waldkauz


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« Antworten #9 am: 17. Mai 2017, 16:55:30 »

Herzliches Beileid, dagmar!

Zitat
Energie-Giropraktikerin
Hokuspokus- Geldabzocke- Schwachsinn!


Zitat
Ich bin mir nur nicht im Klaren, wie lange ein Hausarzt willens ist eine AU auszustellen,...
Solange du eine benötigst! Deine Entscheidung, nicht die des Hausarztes!
Ist dein Hausarzt da anderer Meinung hat er eben eine Patientin weniger und ein anderer Hausarzt eine Patientin mehr!

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dagmar


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« Antworten #10 am: 17. Mai 2017, 17:45:02 »

Hey Ihr,
es ist eine Giropraktikerin - jemand, der Deine Knochen wieder zurecht rüttelt. Mein Hausarzt hat diesen Zusatz auch neben dem Dr. - aber so ganz unrecht hat Rudolf Rock nicht! Denn es reicht wohl eine mittlere Reife um in 5 jähriger Ausbildung den Giropraktiker zu machen. Die Lady hat dazu aber noch den Ärztetittel. Aber Hoffnung nimmt man/frau/ ich immer mit.... Vor allem, wenn man nicht mehr kriechen kann.....

Ich weiß, mir fehlt Wissen - aber einfach von einem Arzt zum anderen weil der nicht mehr krankschreibt?

Ich will mich einfach kundig machen bevor ich irgendwo was falsches sage: denn mit der diagnose ist das Thema Job in der nächsten Zeit gelaufen. Mit nstehenden Hüft-OP's stellt mich niemand ein. Aber die SB's vom Jobcenter sehen so was ja immer anders....

Deshalb bitte alles an Infos, was mir in Sachen Wissen weiterhelfen kann.

Lieben Gruß und DANKE von Dagmar

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Rudolf Rocker
Waldkauz


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« Antworten #11 am: 17. Mai 2017, 17:54:35 »

Zitat
Ich weiß, mir fehlt Wissen - aber einfach von einem Arzt zum anderen weil der nicht mehr krankschreibt?
Bei deiner Diagnose, ja!

Zitat
Aber die SB's vom Jobcenter sehen so was ja immer anders....
Was gibt es da anders zu sehen? Krank = krank!


Das Ding heißt übrigens Chiropraktik, vom altgrichischen cheir (Hand). Hat nichts mit dem Girokonto zu tun!
Zitat
In einem Übersichtsartikel zur Chiropraktik vom Mai 2008 kam der Leiter der Abteilung für Naturheilkunde der englischen Universität von Exeter, Edzard Ernst, nach Durchsicht wissenschaftlicher Artikel zum Thema zum Schluss, dass die Chiropraktik auf „mystischen Konzepten“ basiere. Außerdem basierten die grundlegenden Konzepte der Chiropraktik wie Subluxation und die spinale Manipulation nicht auf „solid science“ (= „fundierter Wissenschaft“).[13]

Auch neuere Untersuchungen zeigen, dass es keinen Zusammenhang zwischen Krankheit und Subluxation von Wirbeln durch ungünstige Beeinflussung der angeblich betroffenen Nerven zu geben scheint.[14]

Dem emeritierten Schweizer Professor für orthopädische Chirurgie Max Geiser zufolge hätten weder die Chiropraktik noch die „sogenannte manuelle Medizin“ bis heute den Beweis geliefert, „ernsthafte, nicht spontan remittierende Affektionen des Bewegungsapparates beheben zu können und mehr zu leisten als alle übrigen Scheinbehandlungen der Alternativ- und Komplementärmedizin“.[1]

Eine systematische Übersichtsarbeit der Cochrane Collaboration aus dem Jahre 2003, die die Behandlung von Kreuzschmerz mittels spinaler Manipulation zum Thema hatte, zeigte keine Vorteile gegenüber anderen, nicht-kontraindizierten Behandlungsmethoden, wie allgemeinärztliche Behandlung, Schmerzmittel, Physiotherapie, Heilgymnastik oder Rückenschule. Die Autoren hielten es für möglich, dass die spinale Manipulation einer Placebo-Behandlung überlegen ist.[15] In einer Übersichtsarbeit aus dem Jahre 2011 wurden bezüglich Schmerzreduktion und Funktionsverbesserung bei Patienten mit chronischem Kreuzschmerz keine klinisch relevanten Unterschiede der spinal-manipulativen Therapie zu anderen etablierten Therapien festgestellt. Schwerwiegende Komplikationen konnten in dieser Analyse auch nicht beobachtet werden. Ungeklärt blieb, ob eine Überlegenheit der spinalen Manipulation gegenüber Placebo besteht, weil sich nur wenige und typischerweise mit hohem Verzerrungsrisiko behaftete Studien diesem Aspekt widmen.[16]
https://de.wikipedia.org/wiki/Chiropraktik
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dagmar


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« Antworten #12 am: 17. Mai 2017, 18:04:09 »

Deshalb nehme ich ja auch alle Schienen mit - vor allen Dingen höre ich mir noch ein zwei andere Orthopäden an. Heute war ein Chirurg/Unfallarzt an der Diagnose. Allerdings habe ich auch das Röntgenbild gesehen, mit den Abnormitäten an der rechten Hüfte.

Wobei Rudolf Rocker: wenn meine Einbildung reichen würde gesund zu werden, dann hätte ich nichts dagegen.

Ich habe mal einen Freund zu einem Wahlfahrtsort begleitet, zu dem er jedes Jahr (dank seiner wundersamen Heilung als Baby) gefahren ist. Dort hingen Krücken von Menschen, die sie wohl nicht mehr brauchten. Mir ist egal, ob der Ort "heilig" ist, oder die Selbstheilungskräfte etwas bewirkt haben oder was auch immer - es wäre schön, würden diese Menschen wirklich länger auf Krücken verzichten können und gesund werden oder worden sein. Ist doch egal was hilft, wenn es hilft. Und wenn der Glaube Berge versetzt, dann wünsche ich mir für mich und mein Gejammer (sorry dafür) auch eine Menge Berge...

lieben Gru0 von Dagmar
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dagobert


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« Antworten #13 am: 17. Mai 2017, 18:07:11 »

es ist eine Giropraktikerin - jemand, der Deine Knochen wieder zurecht rüttelt.

Und wie soll damit ein verschlissenes Hüftgelenk repariert werden können?

Zur allgemeinen Info:
http://www.operation-endoprothetik.de/huefte/hueftarthrose/
http://www.gaertner-servatius.de/krankheiten/hueftarthrose.pdf

Deshalb nehme ich ja auch alle Schienen mit - vor allen Dingen höre ich mir noch ein zwei andere Orthopäden an.

Eine zweite Meinung ist grundsätzlich immer gut ...
Allerdings habe ich auch das Röntgenbild gesehen, mit den Abnormitäten an der rechten Hüfte.

... aber wenn selbst du als medizinischer Laie auf einem Röntgenbild was erkennen kannst, dann dürfte die OP wohl kaum noch zu vermeiden sein.
« Letzte Änderung: 17. Mai 2017, 18:09:58 von dagobert » Gespeichert
Rudolf Rocker
Waldkauz


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« Antworten #14 am: 17. Mai 2017, 18:16:25 »

Zitat
wenn meine Einbildung reichen würde gesund zu werden, dann hätte ich nichts dagegen.

Zitat
Ist doch egal was hilft, wenn es hilft. Und wenn der Glaube Berge versetzt, dann wünsche ich mir für mich und mein Gejammer (sorry dafür) auch eine Menge Berge...
Das ist natürlich richtig! Allerdings ist der Fall in die Verzweiflung und mögliche Depression deutlich größer, wenn die "Wunder" nicht funktionieren, als den Tatsachen ins Auge zu sehen und sich mit den realistischen Möglichkeiten auseinanderzusetzen.
Jedes Jahr pilgern Millionen Menschen zu irgendwelchen Wallfahrtsorten und mir ist nicht ein einziger Fall bekannt, in dem es eine wissenschaftlich nachweisbare Spotanheilung gegeben hätte.
Placeboeffekt hin oder her! Sowas hilft nicht bei kaputten Gelenken! (Beten übrigens auch nicht!)
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dagmar


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« Antworten #15 am: 17. Mai 2017, 18:48:13 »

Ach, ich liebe Deine Direktheit, lieber Rudolf Rocker,
bei der ich manchmal schlucken muss :-) und jetzt sogar in der traurigen Situation lächeln!

Deshalb war ich heute beim Chirurg und gehe noch zu zwei Orthopäden - vor Frau Wunderdoktor!

Genau deshalb versuche ich zu planen was da nun übles auf mich zukommt - als dann wieder arbeitsloser Sack - der dann in die Erwerbslosenrente gesteckt wird. Nur gut, dass ich schon zu den Zeiten, als ich in der Pflege war und dadurch Probleme bekam, dieses beim Arzt und der Krankenkasse diagnostiziert worden war. Mit dem VDK - bzw. einem der Mitglieder bin ich schon in Kontakt.

Lieben Gruß von Dagmar
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BGS
Polarlicht


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« Antworten #16 am: 17. Mai 2017, 19:24:20 »

Energie-Giropraktikerin
Was soll das sein?

Kann man vom Girokonto bezahlen Grin

MfG

BGS
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"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
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dagmar


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« Antworten #17 am: 17. Mai 2017, 23:20:59 »

Bingo: mein freudscher Versprecher - Privatzahlung vom Girokonto für den chiropraktiker.

Gruß von Dagmar
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tleary


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« Antworten #18 am: 19. Mai 2017, 14:14:55 »

[....] als dann wieder arbeitsloser Sack - der dann in die Erwerbslosenrente gesteckt wird. Nur gut, dass ich schon zu den Zeiten, als ich in der Pflege war und dadurch Probleme bekam, dieses beim Arzt und der Krankenkasse diagnostiziert worden war. Mit dem VDK - bzw. einem der Mitglieder bin ich schon in Kontakt.
Aber wenn ich das richtig verfolgt habe, bist du ja noch nicht arbeitslos, oder? - Gut, der Chef wird dir dann in der Probezeit wohl kündigen. Aber wenigstens bekommst du ja dann weiterhin Krankengeld, anstatt des noch geringeren ALG-2's. - Oder gibt's da beim Krankengeld auch "Wartefristen" zu erfüllen.
Von mir auch noch mein Beileid. Meine Mutter ist nun auch schon fast 85, und ich sag' mir oft, "die wird mich noch überleben". Ihr Mannen (also meinen Vater) hat sie ja nun schon 27 Jahre überlebt. Sie ist auch der einzige Grund, warum ich noch nicht abgehau'n bin aus diesem Land (so wie BGS). Jahr für Jahr wird der Druck auf uns Arbeitslose größer, die Rechte und "Leistungen" mehr und mehr eingeschränkt. - Gut, woanders wird's wohl auch nicht viel besser sein. Stichwort "Weltkapitalismus". Aber hier in der BRD ist es als ELO kaum noch auszuhalten (so isses ja auch gedacht). Demnächst wird dann wieder Merkel und auch ein bißchen SPD gewählt, und mit der GroKo wird es weiter gehen wie bisher. Ich frag' mich wirklich, wann dieses System dann wohl letztendlich zusammenbricht (und ob überhaupt). Momentan läuft's ja besser denn je, nur eben für einen beträchtlichen Teil (ca. 25 %) der Bevölkerung halt überhaupt nicht. Aber die haben halt (noch) irgendeinen Niedriglohnjob, der sie so grade am Leben erhält. Und so lange das der Fall ist, mucken die auch nicht auf, und selbst die wählen (wenn sie denn wählen) weiterhin CDU-SPD-FDP-Grüne-AfD.
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dagmar


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« Antworten #19 am: 19. Mai 2017, 19:38:26 »

Auch ich habe mich oft gefragt, wie sich so ein System tragen kann. Es kann, wird vielleicht auch noch lange gehen... Aber ich denke viele begreifen, dass diese hohen Steuereinnahmen nicht zum Wohle aller (weder Kinder, noch Bildung, noch sozial Schwache9 verwendet wird.

Aber ... manche fangen an zu begreifen ... manche von Otto-Normalverbrauchers-Seite beginnen zu registrieren was abläuft. Die Medien nehmen zumindest in den Mund, dass jährlich die Zahl der Teilzeitverträge zunehmen, es wird mittlerweile wenigstens erwähnt.Egal, wie man/frau darüber denken mag, ich für mich empfinde es so, als ob das auch ganz wesentlich durch die linken entstanden ist. Die braven christlichen und sozialen, die finen ja alles ist gut - und das, was weniger gut ist, das fällt unter ein Deckmäntelchen.

Wobei, klar, wir sind hier wenigstens noch zu einem Minimum versorgt, was wohl in anderen Ländern nicht der Fall ist. Aber dafür werden wir auch hier als Erwerbslose menschlich degradiert. Das könnte in anderen Ländern eventuell anders sein.... ich weiß es nicht.

Aber weißt Du was tleary : Immer mal wieder rennt eine Ausnahme herun - immer mal wieder ist auch einer von da oben, der mal nach unten sieht - oder ein (sozial) Starker, der einem schwächelnden hilft. Ganz wenig, und ganz selten, aber die müssen wir sehen können um Kraft für uns zu erhalten. Ich frage mich oft wofür. Vielleicht einfach nur dafür um zu zeigen es geht auch anders... Vielleicht nur um zu zeigen, Du mit Deinem Daimler und Deinen vielen Mäuschen bist eventuell auch nicht glücklicher als ich (natürlich aber beruhigter....) Vielleicht lüge ich mich da auch selber an, aber vermutlich würde ich es mit anderem Gedankengut gar nicht ertragen.

Lieben Gruß von Dagmar

p.s.s schön dass es gute Durchhalter wie Deine Mutter gibt ...die zeigen nämlich, dass man nicht alle und nicht jeden unterkriegen kann!!!!

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dagmar


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« Antworten #20 am: 20. Mai 2017, 08:01:07 »


Hallo Ihr,
aktueller Stand: der Chirurg, der den Verschleiß der Hüften per Röntgenbild festgestellt hat war so nett und hat mir (im Gegensatz zur Ärztin in der Praxis meines Hausarztes - in der ich dies die längste Zeit war) Blut abgenommen und dabei eine übelste Entzündung festgestellt und eine gefährliche Medikamentation. Die Diagnose auf der AU war "Unterbauchschmerzen" wie passend .....

Er hat mich die Frage nach Übersendung der Berichte/an die Hausarztpraxis nicht vollständig stellen lassen und sofort festgesetellt, er übernimmt ab sofort meine komplette Versorgung in dieser Angelegenheit. Egal ob weitere Medikation, Krankschreibungen oder anderes. Ein Bericht an die (bald Ex-)Hausarztpraxis wird es deshalb von seiner Seite nicht geben. Ein Chirurg mit übervoller Praxis, sehr guten Bewertungen im Internet und guten Meinungen innerhalb meiner Region übernimmt eine kleine Kassenpatientin, die ihm Zeit und Geld raubt, weil arme Kirchenmaus und dennoch keinen schnellen Umsatz bringt.

Ich bin dem Mann mehr als dankbar, die bereits eingetretenen Folgen der Fehlbehandlung sind laut ihm sehr schwer und einige Wochen Krankzustand sind bereits jetzt klar, es bestand/besteht wohl sehr latente Gefahr für mich, aber da gibt es wohl noch mehr, als er mir sagen wollte.

Seine Medikamente beginnen zu wirken und die extrem hohe Menge an synthetischen Opiation geht in den Prozeß des Ausschleichens (Leute, diese Modedroge habe ich gerade in Großpackung von der Ex-Hausarztpraxis erhalten, wäre ein schlechter Witz zu sagen "Nebeneinkommen"... Wer weiß, wie viele Patienten das Zeug noch kriegen statt Blutuntersuchung). Auch hier ist größte Vorsicht angezeigt weil Entzugserscheinungen möglich wäre und ich alleine lebe (somit also Telefondienst von Freunden von Nöten). So wird dann Ba-Wü mit dem Ruhrpott verbunden und alle lernen sich mal per Telefon kennen :-)
Hallo tleary,
noch bin ich nicht Arbeitslos, müsste auch alle Anwartschaften für Krankengeld erfüllt habe, dem würde dann ALG1 folgen (wo ich noch einen Anspruch von 15 Monaten besituzue).

Nun die Frage: es wird über Wochen/Monate (wenn ich über Orthopäden/Chiropraktiker, Schmerzklinik ect. abkläre ob sich eine OP verhindern lassen kann) sehr große Einschränken von mir geben, jetzt ist es Fahruntüchtigkeit, Opiat ausschleichen und später - bei einer hoffentlichen Besserung - sehr langsame Erhöhung des Fahrstreckenradius. Gibt es nur die Wegeunfähigkeitsbescheinigung oder auch Atteste, die sich an der Belastbakeit des Fahrers (vermutlich auch bei optimierten Gesundheitszustand über einige Monate kaum über 10 km liegen) ,die vor den Mobbern Gültigkeit haben? Wenn/Sollte/könnte durch die lange AU eine Kündigung folgt und nach Wochen wieder Teilgesundheit erfolgen sollte,  wird der Mobverein wieder versuchen mich zu vermitteln und wie bisher Arbeitsplatz-VV's mit 100 km einfacher Entfernung sind nicht machbar.

Ich werde ihn demnächst fragen, wie er sich meine nächsten Wochen/Monate vorstellt, aber die Praxis ist immer rappelvoll und er rennt von einem zum anderen, betreut gut und ich habe ihm wohl einiges zu verdanken, da will ich nicht nerven. Vielleicht unverständlich, weil dafür ist ein Arzt da, aber bis vor kurzem habe ich vor Schmerzen nicht gewußt ob ich den nächsten Tag erleben will.....

Gruß von Dagmar
« Letzte Änderung: 20. Mai 2017, 08:07:06 von dagmar » Gespeichert
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« Antworten #21 am: 20. Mai 2017, 09:34:41 »

Iliosakralgelenksentzündung?
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dagmar


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« Antworten #22 am: 20. Mai 2017, 10:02:46 »

Keine klare Aussage - keine Bezeichnung (die bei mir angekommen wäre) Die Stelle liegt aber im Übergang Becken/Oberschenkelpfanne. Der Beschreibung nach gut möglich - Überlastung volles Rohr, Arbeit in der Pflege, zu pflegende Mutter und Wohnungsauflösung wie auch lockere 5 to Holzbriketts diesen Winter.

Die Stelle zumindest - wo die Entzündung selber ist, sieht man ja nicht auf dem Röntgenbild sondern das sagt uns nicht das Licht sondern die Blutwerte.
Schmerz ist vom Becken unterhalb zum Oberschenkelknochen. Es ist Sand im Getriebe ... Jede - egal welche Bewegung schmerz - jede Belastung egal wo und wie.

An der Hüfte hat mir der Doc (allerdings so geschockt wie ich war habe ich alles nicht korrekt aufgenommen) mir etwas von rechts einem 3 cm Spalt erklärt, der da nicht sein dürfte, und die linke sehe nicht besser aus .... aber ich glaube, dem hat mein Blick gereicht um nicht mehr erzählen zu müssen. Das gehen wir an, wenn die Entzündung hoffentlich in den Griff zu kriegen ist.

Gruß von Dagmar
« Letzte Änderung: 20. Mai 2017, 10:06:04 von dagmar » Gespeichert
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« Antworten #23 am: 20. Mai 2017, 11:07:03 »

Zitat
das sagt uns nicht das Licht sondern die Blutwerte.
Ja, die Entzündungswerte. Antibiotikagabe läuft?
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dagmar


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« Antworten #24 am: 20. Mai 2017, 12:41:02 »

Ja, Antibiotika und Cortison laufen - letzters an drei tagen 3 Stück - an 2 Tagen 2 Stück und dann 2 x 1.
Es schlägt auch an. Es gab tatsächlich mal 3 Minuten ohne Schmerzen - ob es so passt oder Dosierungen verändert werden müssen steht auf einem anderen Blatt. Aber da seit der Ersteinnahme gestern eine Verbesserung zu spüren ist (was bisher bei selbiger Schmerzmitteldosis nicht der Fall war bei Diclo75 ) ist jetzt wieder Hoffnung da.

Lieben Gruß von Dagmar
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