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Autor Thema: 1Euro-Job sind da.Hilfe!  (Gelesen 3388 mal)
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backup


Beiträge: 242


« am: 03. Dezember 2004, 22:59:04 »

Ein Thema ausm IE cache [tid=1446]:
Leider nur Seite 2 von 2, evtl hat ja noch jemand die erste aufm comp.



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Pinnswin



Anmeldungsdatum: 16.02.2004
Beiträge: 180
Wohnort: Laubhaufen
 Verfasst am: 20.09.04 um 08:59    Titel: Es ist leider echt nicht zum Aushalten  

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Doch komischerweise - wenn ich so mit Leutz schnacke, auffer Agency und so, dann wissen die echt von nix - oder aber sie haben braune Gummistiefel an und singen das Lied von den "Moorsoldaten".

Auweiha, ich hoffe ja, es gibt 2005 mal ne ordentliche Revolution.
 
Gruß Beli

 Die Akademiker unter meinen Bekannten wissen mehr über den Irak Krieg als über das, was zu Hause abgeht. Ich hab denen jetzt verboten ARTE zu kucken, das ist Volksverblödung
 

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Irre sind menschlich. -)
 
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Langzeit



Anmeldungsdatum: 21.04.2004
Beiträge: 7

 Verfasst am: 20.09.04 um 20:46    Titel:    

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shortnews.stern.de 16.9.04 hat folgendes geschrieben::
Frankfurter SPD: Ein-Euro-Jobber sollen Uniform tragen
Diese beantragte eine einheitliche Uniform für Ein-Euro-Jobber. Als Begründung diente ein gesteigertes Sicherheitsgefühl für Besucher, wenn etwa parkreinigende Arbeitslose einheitliche Kleidung trügen.
 
[/quote]
Wieso sicher, ich würde mich eher unsicher fühlen, wenn da Leute in Sträflingsuniformen als sozial deklassiert und in der Armutsfalle befindlich erkennbar wären. Wer weiß was denen plötzlich einfällt?
 
 
 
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tml



Anmeldungsdatum: 15.09.2004
Beiträge: 6

 Verfasst am: 24.09.04 um 22:41    Titel:    

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Hallo an alle,

melde mich zurück zum Rapport.....  

Also hier die Zusammenfassung des Gesprächs meines Kumpel auf dem AA gestern:

- waren erstmal viele dort zum Treffen verdonnert worden
- die 1 Euro Jobs sind bis Ende des Jahres freiwillig (haha) und ab 1.1.05 Pflicht
- diese Jobs sind nur begrenzt auf gemeinnützige Arbeiten also für Stadt, Land etc. und sind wohl die Nachfolge von den ABM'ern
- man muß also in Zukunft für sein ALG arbeiten (vornehmlich die, die ALH beziehen) und die 120 Euros oben drauf gelten dann als Mehraufwandentschädigung
- die Jobs sind meist auf max. 6 Monate befristet
- man kann diese jetzt noch ablehnen - ABER wer sich jetzt bereit erklärt, darf zwischen verschiedenen Jobs wählen (Forstwirtschaft und ähnliches), die noch halbwegs annehmlich sind, ab nächstes Jahr gibts "den Rest" wie Müll und Hundek..... aufsammeln in der Innenstadt oder so.
- achso, die scheinen sich bewußt,die Leute rauszusuchen, die schon nebenbei jobben auf 165 Euro-Basis - weil die ja den ihrer Meinung nach die arbeitswilligsten sind
- die bisherigen Nebenjobs müssen gekündigt werden

Mann, mann, mann..... in Zukunft wirds dann wohl echt hart, also ziehen wir uns warm an......

Schon jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?Huh??

Grüßchen
 
 
 
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aian19



Anmeldungsdatum: 27.03.2004
Beiträge: 346
Wohnort: Fishtown
 Verfasst am: 25.09.04 um 14:43    Titel: Au backe...  

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Wartet´s ab Leute, das wird genauso uneinheitlich gehandhabt werden wie unser tolles Pfandsystem.....      

Aber gerade DIESEN Satz fand´ ich schon SEHR interessant:
Zitat:
die bisherigen Nebenjobs müssen gekündigt werden


Zitat:
sind wohl die Nachfolge von den ABM'ern

Wenn´s so ist, GUTE NACHT, DEUTSCHLAND....
Die hatten drüber nachgedacht, die ABM´s einzustampfen, weil das eigentliche Ziel, das damit erreicht werden sollte, verfehlt wurde. Stattdessen werden sie die also beibehalten, nur zu unwürdigsten Bedingungen !!!
Von dem,was ich bei meiner letzten ABM verdient hatte (80% des Normallohns), konnte ich mich und meine Familie wenigstens noch einigermaßen über die Runden bringen....      
 

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"Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren"
-- Etwas ist faul im Staate D.--
 
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Frank



Anmeldungsdatum: 21.03.2004
Beiträge: 18

 Verfasst am: 28.09.04 um 11:45    Titel:    

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wenn ich mir so manche postings hier im forum lese, dann kommt einem das gefühl, dass viele inzw. resigniert haben und erwartungsvoll darauf warten was auf sie /uns alle nach dem 31.12.2004 zukommen wird.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,320290,00.html


statt sich zu wehren und widerstand zu leisten (auch auf der straße) beugt man sich der willkür der politischen klasse (SPD/und ja auch die GRÜNEN (!!) ) , die sich in ihrem neoliberalem handeln letztendlich, aufgrund fehlender proteste, bestätigt fühlen wird!

(merkt euch beim lesen dieses postings das schröderische grinsen!)

und das ist nicht richtig. es kann nicht sein, dass einige teile der gesellschaft so weiter machen können wie bisher (siehe den steuerskandal mit vodafone und co, wobei das nur die eisspitze des eisberges ist!) , während "die da unten" brav jede reform über sich ergehen lassen (müssen), jedem gesetztesentwurf mit kopfnicken zustimmen , und gefälligst ihre gürtel enger schnallen sollen.

wenn man keinen widerstand leistet, hat man schon verloren, laßt euch das mal gesagt werden.
 
 
 
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Pinnswin



Anmeldungsdatum: 16.02.2004
Beiträge: 180
Wohnort: Laubhaufen
 Verfasst am: 05.10.04 um 19:47    Titel: resigniert?  

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Nöh, nix da, lachmichweg und kullerunterdenTisch
bevor ich resigniere gefrieert das Eis in der Hölle -. War das jetzt Kompatibel.. ähem Kompetent?

Grinz Beli
 

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Irre sind menschlich. -)
 
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Pinnswin



Anmeldungsdatum: 16.02.2004
Beiträge: 180
Wohnort: Laubhaufen
 Verfasst am: 19.10.04 um 16:46    Titel: ... oder haben die etwa aufgegeben==??  

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Streik bei Opel:

http://www.jungewelt.de/2004/10-18/002.php

Zitat:
Musterfall

Streik bei Opel

Vorgänge wie im Opel-Werk Bochum überschreiten den Horizont etablierter bundesdeutscher Politik. Daß mehrere tausend Arbeiter ohne Erkundigung bei SPD und Gewerkschaften ein Werk stillegen, dürfte in der Geschichte der Bundesrepublik ein neuer Vorgang sein. Er könnte Schule machen. Die Kluft zwischen den Darstellern auf der politischen Bühne und der Bevölkerung ist groß geworden.


--

also Leute, aufgepasst!  

Gruß Beli
 

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aian19



Anmeldungsdatum: 27.03.2004
Beiträge: 346
Wohnort: Fishtown
 Verfasst am: 19.10.04 um 22:14    Titel: Hoffe ich doch  

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Zitat:
Daß mehrere tausend Arbeiter ohne Erkundigung bei SPD und Gewerkschaften ein Werk stillegen, dürfte in der Geschichte der Bundesrepublik ein neuer Vorgang sein. Er könnte Schule machen.

Ich hoffe doch schwer, daß das Schule macht....
 

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Bandscheibe



Anmeldungsdatum: 03.04.2004
Beiträge: 58
Wohnort: Frankenland
 Verfasst am: 20.10.04 um 11:54    Titel: Re: Hoffe ich doch  

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aian19 hat folgendes geschrieben::
Zitat:
Daß mehrere tausend Arbeiter ohne Erkundigung bei SPD und Gewerkschaften ein Werk stillegen, dürfte in der Geschichte der Bundesrepublik ein neuer Vorgang sein. Er könnte Schule machen.

Ich hoffe doch schwer, daß das Schule macht....


Ja, genau das fand ich auch super, endlich mal ein Streik, der ohne parteiliches Kalkül und Lenkung von SPD und DGB (die die Leute meist nach Streikende verraten und verkaufen und mit den Bossen gemeinsame Sache machen) stattfindet - wäre wünschenswert, wenn das überall in Deutschland Schule machen würde, habe gesehen, daß sich sogar die Polizeikräfte solidarisierten und den Streikenden Lebensmittel in Form von Wurstringen vorbeibrachten...

Allerdings, wenn man heute die Nachrichten hört, darf man befürchten, daß die Leute dem Druck, der nun von allen möglichen Seiten auf sie ausgeübt wird, nicht standhalten werden, Angst bekommen und der Streik bald wieder zuende ist.. oder man sich - wie so häufig - untereinander nicht einig ist und Streit bzw. Spaltung über die weitere Richtung, die der Streik nehmen soll entsteht....
 
 
 
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IchKannEchtNix



Anmeldungsdatum: 17.03.2004
Beiträge: 51

 Verfasst am: 23.10.04 um 08:54    Titel:    

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Wie gut, dass ich Arbeit habe.

Waere ich noch Kunde bei der AA, wuerde ich mich freiwillig zum einsammeln von Hundehaeufchen melden. Ich wuesste, wo ich das entsorgen muesste...            

Man soll das Kind mal beim Namen nennen: Ueberall da, wo ein armer Kerl/eine arme Frau fuer einen lausigen Euro die Stunde malochen muss, und Jobs annehmen muss, die keiner unter normalen Umstaenden freiwillig annehmen wuerde (Haende hoch Bundesminister, wer freiwillg Hundekot aufsammeln wuerde), waere auch Platz fuer einen anstaendig bezahlten Job! Wer raeumt denn sonst den Hundekot weg? Oder fegt Laub? Oder repariert irgendetwas? Niemand?

1 Euro Jobs sind nichts anderes als Zwangsarbeit. Zwangsarbeiter durften waehrend des Dritten Reiches auch Geld verdienen, und sich ihren Job nicht wirklich aussuchen.


Ich stelle mir gerade ein Vorstellungsgespraech vor:

Zitat:
Sie bewerben sich also um die Stelle der Personalsachbearbeiterin? Erzaehlen Sie doch mal, was sie die vergangenen Jahre gemacht haben.


Zitat:
Nachdem ich meine Stelle als Personalchefin beim Weltgroessten Hersteller von Automobilen verloren hatte, das war am 31. Dezember 2004, habe ich die vergangenen 5 Jahre Hundekothaeufchen im Muenchener Stadtpark eingesammelt, und jedes Jahr beim Oktoberfest das aus den mobilen stillen Oertchen herausgewehte Klopapier eingesammelt. Eine sehr verantwortungsvolle Taetigkeit wie ich betonen darf.


Zitat:
Gestern hatte unsere Putzfrau gekuendigt. Ich denke, sie sind die geieignetste Kandidatin fuer diese Position.



Gestern war im TV ein Bericht ueber derartige Zwangsarbeiter. Die haben das gerne gemacht, und denken die wuerden einen neuen Job bekommen. Naja, wer stellt denn schon jemanden fuer 400 Euro im Monat ein, wenn er einen fuer 120 Euro bekommen kann? Ob es ein Pfleger im staedt. Tierheim ist, oder ein hausmeister im staedt. Kindergarten. Wieso sollte nicht auch die Erzieherin fuer einen Euro die Stunde im Kindergarten arbeiten?
 

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When There Is No More Room In Hell,

The Dead Will Walk The Earth.
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