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Autor Thema: Nahles plant Neuauflage der Ein-Euro-Jobs  (Gelesen 60882 mal)
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CubanNecktie


Beiträge: 1707



« Antworten #75 am: 04. November 2017, 18:25:27 »

Ja - das dürfte nach der Denke der Berliner-SPD/des Bürgermeisters ein SV-Job sein - Mindestlohn bzw. 1200€ im Monat. Davon kann man trotzdem nicht leben, bzw. muss aufstocken gehen. Die Zahl 1200€ wurde gestern oder vor einigen Tagen im InfoRadio genannt. Bürgerarbeit war ja ähnlich gestrickt.   
« Letzte Änderung: 04. November 2017, 18:27:17 von CubanNecktie » Gespeichert

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... und nun die durchgeschröderte Masse noch stärker unterdücken und nochmals ordentlich durchmerkeln, bis es ordentlich braun wird.
shitux


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« Antworten #76 am: 08. November 2017, 18:09:12 »

Die nächsten spDoofler geben Gas:
https://www.jungewelt.de/artikel/321296.betreutes-ein-euro-jobben.html
Zitat
Betreutes Ein-Euro-Jobben
Neues Programm in Sachsen-Anhalt: Magdeburg will Langzeiterwerbslose mit Hilfe von »Intensivbetreuern« in Arbeitsmarkt integrieren

Die Grundannahme, Betroffene seien träge und ungebildet, müssten zum Schaffen animiert werden, liegt offenbar auch einem neuen Programm in Sachsen-Anhalt zugrunde. Es trägt den Titel »Stabilisierung und Teilhabe am Arbeitsleben«. Seit Montag stehen damit Plätze für 2.000 Langzeiterwerbslose aus der Landeshauptstadt Magdeburg zur Verfügung, wie der MDR Sachsen-Anhalt berichtete. Das erklärte Ziel dahinter: Betroffene über 35 Jahre sollen »Hemmnisse abbauen« und zur Aufnahme einer Beschäftigung »motiviert« werden.
.......
Damit die Betroffenen auch »fit für den Arbeitsmarkt« werden, bekommen sie »Intensivbetreuer« an die Seite, wie das Ministerium in seinem Programm ausführt.

Diese sollen die Erwerbslosen nicht nur beim Ein-Euro-Job coachen, sondern Lösungsstrategien für eventuelle private Probleme entwickeln, etwa im Falle von Schulden, Drogenkonsum oder bei der Kindererziehung. Die Intensivbetreuer sollen »am Profiling des Jobcenters mitwirken«, mindestens einmal jährlich bei ihren Klienten eine »Potentialmessung« vornehmen, sie »kontinuierlich beobachten« und nach gelungener Maßnahme bei der Suche nach geeigneten Jobs helfen. Diese sollen Jobcenter zunächst bezuschussen, heißt, einen Teil des Lohnes übernehmen. Die »Intensivbetreuung« könne auch dann fortgesetzt werden, erklärt das Ministerium. Regelmäßig sollen die Betreuer gemeinsam mit der Hartz-IV-Behörde und dem Klienten »Ziele der Integration« vereinbaren.

Superman and Superwoman vom JC. Wenn die doch ach so superhyper gute Leute sind: Warum malochen die dann in einem so abgefuckten JC/ Job? Den gebührt doch eigentlich ein Riesenbüro in der Chefetage eines Weltkonzerns! Versteh ich nicht warum die ihr eigenes Potential nicht ausnutzen ...... 
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shitux


Beiträge: 518


« Antworten #77 am: 08. November 2017, 18:12:39 »

Die nächsten spDoofler geben Gas:
https://www.jungewelt.de/artikel/321296.betreutes-ein-euro-jobben.html

Zitat
Betreutes Ein-Euro-Jobben
Neues Programm in Sachsen-Anhalt: Magdeburg will Langzeiterwerbslose mit Hilfe von »Intensivbetreuern« in Arbeitsmarkt integrieren

Die Grundannahme, Betroffene seien träge und ungebildet, müssten zum Schaffen animiert werden, liegt offenbar auch einem neuen Programm in Sachsen-Anhalt zugrunde. Es trägt den Titel »Stabilisierung und Teilhabe am Arbeitsleben«. Seit Montag stehen damit Plätze für 2.000 Langzeiterwerbslose aus der Landeshauptstadt Magdeburg zur Verfügung, wie der MDR Sachsen-Anhalt berichtete. Das erklärte Ziel dahinter: Betroffene über 35 Jahre sollen »Hemmnisse abbauen« und zur Aufnahme einer Beschäftigung »motiviert« werden.
.......
Damit die Betroffenen auch »fit für den Arbeitsmarkt« werden, bekommen sie »Intensivbetreuer« an die Seite, wie das Ministerium in seinem Programm ausführt.

Diese sollen die Erwerbslosen nicht nur beim Ein-Euro-Job coachen, sondern Lösungsstrategien für eventuelle private Probleme entwickeln, etwa im Falle von Schulden, Drogenkonsum oder bei der Kindererziehung. Die Intensivbetreuer sollen »am Profiling des Jobcenters mitwirken«, mindestens einmal jährlich bei ihren Klienten eine »Potentialmessung« vornehmen, sie »kontinuierlich beobachten« und nach gelungener Maßnahme bei der Suche nach geeigneten Jobs helfen. Diese sollen Jobcenter zunächst bezuschussen, heißt, einen Teil des Lohnes übernehmen. Die »Intensivbetreuung« könne auch dann fortgesetzt werden, erklärt das Ministerium. Regelmäßig sollen die Betreuer gemeinsam mit der Hartz-IV-Behörde und dem Klienten »Ziele der Integration« vereinbaren.


Superman and Superwoman vom JC. Wenn die doch ach so superhyper gute Leute sind: Warum malochen die dann in einem so abgefuckten JC/ Job? Den gebührt doch eigentlich ein Riesenbüro in der Chefetage eines Weltkonzerns! Versteh ich nicht warum die ihr eigenes Potential nicht ausnutzen ......  



Aber vllt. mögen ja Betroffene/ Teilnehmer mal berichten was da wie und wo( Bildungsträger) abgeht?  
« Letzte Änderung: 08. November 2017, 18:17:52 von shitux » Gespeichert

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götzb


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« Antworten #78 am: 08. November 2017, 18:42:10 »

Zu diesen Programm kann aber niemand gezwungen werden.
Denn die Förderung erfolgt über ESF, und da ist es freiwillig.
Sollte man jeden mitgeben, der so ein "Angebot" erhält.
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Sabotage als legitimes Mittel gegen Zwangsarbeit und Niedriglohn.
tleary


Beiträge: 654


« Antworten #79 am: 16. November 2017, 05:39:09 »

Da wird der ELO dann vermutlich vor die Alternative gestellt "1-Euro-Job" oder eben diese Niedriglohn-Verfolgungsbetreuungsscheiße. Viele werden sich sicherlich für letzteres entscheiden, weil es auf den ersten Blick mehr Geld bringt.
« Letzte Änderung: 26. November 2017, 09:14:56 von tleary » Gespeichert

"Wir sind nicht hoffnungslose Idioten der Geschichte!"
(Rudi Dutschke, 1967)
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« Antworten #80 am: 11. Februar 2018, 22:45:51 »

Zitat von:  CubanNecktieJa
- das dürfte nach der Denke der Berliner-SPD/des Bürgermeisters ein SV-Job sein - Mindestlohn bzw. 1200€ im Monat. Davon kann man trotzdem nicht leben, bzw. muss aufstocken gehen. Die Zahl 1200€ wurde gestern oder vor einigen Tagen im InfoRadio genannt. Bürgerarbeit war ja ähnlich gestrickt.  

Zitat von: tleary
Da wird der ELO dann vermutlich vor die Alternative gestellt "1-Euro-Job" oder eben diese Niedriglohn-Verfolgungsbetreuungsscheiße. Viele werden sich sicherlich für letzteres entscheiden, weil es auf den ersten Blick mehr Geld bringt.

Die 1200 € sind ja Brutto, bleiben vielleicht 900 € Netto
1 € Job  + ALG II könnte beim Single auf das gleiche raus kommen, kommt halt etwas auf die Miete an.

Im Grunde geht es doch immer um die 100 €  Zuverdienst oder Freibetrag  plus ggf. 20 %  und die kann man ja auch über einen  Minijob oder ähnliches erhalten.

Nur stellt sich mir die Frage: Ist man damit eigentlich vor einem 1 € Job oder ähnliches gefeilt ? Oder kommt es auf die > 15 Std. Woche an ?

Ich denke vom Prinzip her so:
Geht 3 Std. am Tag regulär Arbeiten nicht, ist  ALG II eigentlich die falsche Leistung.
Dann kann man ja gleich Rente oder Grundsicherung ggf. aber auch Reha oder Therapie beantragen. Ich frage mich echt, was für eine Daseinsberechtigung die 1 € Jobs  und Ihre Ableger haben.

Kenne aber auch eine (zumindest zeitweise Befürworterin der EEJ), rede es ihr das aber nicht aus (muss ja jeder selber entscheiden ) doch verstehen kann ich es nicht. Ich meine die EEJ mit welche Etikettierung auch immer, haben doch irgendwie so etwas von "Opium für ALG II Empfänger" zumindest für die einen und für die anderen halt klassische Abschreckung. Warum sollten sie diese (Pseudo)Jobs abschaffen , wirken doch so toll und so vielfältig. Ja und  nebenbei wird die Statistik noch bereinigt.

Die wird es in 20 Jahren noch geben unter welchem Etikett auch immer und die gab es auch vor 20 Jahren (vor der Agenda 2010) wohl schon. Zumindest gab es derzeit auch schon Leute die für wenige Groschen in der Std. neben der Sozialh. irgendwelche Arbeiten machten, die über "das Amt" liefen.
Die Motive für die Freiwilligkeit waren damals schon die gleichen. Teilweise wegen der sozialen Kontakte oder auch um so den Alk. zu finanzieren und da kommt man mit sachlichen Argumenten sowieso nicht weiter.
Soziale Einrichtungen waren das  auch. Zmindest machten die einen Ihre Sozialstunden (gerichtliche Auflage) dort und die anderen halt die EEJ bzw. Groschenjobs in gleicher Einrichtung.

Ich war damals dazwischen als Praktikantin (interessierte mich für die Richtung "soziale Arbeit") und war danach schon ziemlich desillusioniert.

« Letzte Änderung: 11. Februar 2018, 22:50:29 von inline » Gespeichert
tleary


Beiträge: 654


« Antworten #81 am: 16. Februar 2018, 03:47:39 »

Wenn der Staat dem ELO wirklich durch "Arbeitsbeschaffung" helfen will, dann soll er gefälligst ganz normale Jobs mit tariflicher Entlohnung (und damit meine ich NICHT den Leiharbeits-Tarifscheiß!) schaffen. - Aber genau das ist ihm ja zu teuer, und man würde dann auch sofort erkennen, daß hier Arbeit unabhängig von einer Marktnachfrage geschaffen wird, was heutzutage ja von den Marktliberalen als kritikabel angesehen wird. - Wenn's gesellschaftlich nütlzliche Arbeit ist, z.B. für die Hilfe für Obdachlose, Drogenabhängige, alte Leute etc., die durch fehlendes Einkommen eben nicht am Markt nachfragerelevant auftreten können, wäre das ja okay. Aber es wird halt mit den 1-Euro-Jobs fast immer nur Schindluder getrieben. Zum einen durch absolut schwachsinnige Arbeit, die nur Beschäftigungstherapie für die ELO's ist (z.B. eine Betriebszeitung für die 1-Euro-Firma erstellen). Andererseits als billiger Zuarbeiter für normale profitorientierte Unternehmen, für die dann die abgerechneten 1-Euro-Niedriglöhne Zusatzprofite bedeuten - auf Kosten des Staates natürlich.
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tomengel


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« Antworten #82 am: 13. Mai 2018, 05:25:51 »

Viele Hartz-Empfänger reißen sich um diese 1-€-Jobs und buhlen förmlich um Verlängerung solcher Maßnahmen. Verrückt - aber ist so.

Das zeigt nur, wie sehr diese Leute jede Hoffnung auf ein menschenwürdiges Leben haben fahren lassen.

Es wäre im reichen Deutschland trotz "Fachkräftemangels"  Grin leicht möglich, ein vernünftiges Integration-Konzept zu entwickeln. Dies stört jedoch die Abkassierer und Profiteure der jetzigen Schurkereien.

MfG

BGS


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götzb


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« Antworten #83 am: 13. Mai 2018, 16:02:27 »

Das wäre nicht das Problem, das sich manche um diese Art von Jobs reißen, sondern der Annahmezwang.
Wenn das alles freiwillig wäre, würde eigentlich alle davon profitieren.
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« Antworten #84 am: 13. Mai 2018, 18:21:30 »

Das wäre nicht das Problem, das sich manche um diese Art von Jobs reißen, sondern der Annahmezwang.
Wenn das alles freiwillig wäre, würde eigentlich alle davon profitieren.
Naja, es handelt sich um eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. Da profitiert eigentlich nur derjenige, dessen Arbeit kostengünstig erledigt wird. Der ELO profitiert von dem geringen Lohn nicht wirklich, weil er wegen der Arbeitsaufnahme  höhere Ausgaben hat.
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« Antworten #85 am: 15. Mai 2018, 15:50:06 »

Der Annahmezwang scheint wohl "abgemildert" zu sein, wie vor 10 Jahren.
Die, die kein Bock auf EEJ haben, lassen sich nicht auf die sogenannten
"Teilnehmerverträge" ein, die siese Ein-Euro-Klitschen mit dem Erwerbslosen
zusätzlich abschließen wollen. (Siehe mal im elo-forum).
In dem Momment, wo die "vertragliche Knebelvereinbarungen" nicht zur Gültigkeit
werden, haben EEJ-Klitschen auch kein Bock mehr..

Ursachen, einen EEJ haben zu wollen, ist eher die Resignation von Langzeit-
erwerbslosen und dem stetigen JC-Terror zumindest vorübergehend entkommen
zu können. Es sind Leute, die keine Hoffnungen mehr haben, das sich die Welt
für sie verbessern könnte.

Und es dürfte nicht mehr lange dauern, das sie das ganze dann auch umsonst
machen würden.. Langsam aber sicher sind die geburtenstarken Jahrgänge
"abgeschafft"..

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CubanNecktie


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« Antworten #86 am: 29. August 2018, 20:00:06 »

Sehe ich auch so - aber es liegt auch daran, dass man die 1€ Jobs zurückgefahren hat. Mein SB Dingens meinte letztens - dass in dem Zuständigkeitsbereich des Jobcenters ****** derzeit nur 34 Leute in 1,50€ Jobs beschäftigt sind, 34 Leute auf den halben Landkreis berechnet  Grin - mir soll es recht sein.

Trotzdem könnte es sein, dass demnächst eine Zuweisung zu nem 1,50€ Job bei mir zuflattern wird. Aufgaben wären dann Integrationsbegleitung/Unterstützung von jugendlichen Flüchtlingen, kleinere Reparaturen an Fahrrädern und ähnliches ... (Mädchen für alles) - hat irgendwas von Jugendclub galabert.

Denke mal das ganze läßt sich gut kippen - seit wann sind zum Beispiel Reparaturen an Rädern zusätzlich?  
Zweitens wie soll mich das in Arbeit bringen?  

Und dann gibts noch einen schönen Knackpunkt, Arbeitszeit 14-20Uhr ... aber schon 16:20 Uhr (Rufbus 16:50 Uhr, Rufbus fährt nicht in den Ferien) in etwa fährt der letzte Bus, der mich nach Hause bringen könnte. 6-8 KM mit Rad, bei Schnee, Eis, Sturm, Regen - geht absolut nicht. Auto hab ich seit 2 Jahren nicht mehr.

Denke mal, das ganze läßt sich schön kippen.

Trotzdem haben Flüchtlinge gute Hilfe nötig - aber es geht hier nicht nur um Flüchtlinge, sondern auch um mich Sad

....

Sollte ne Zuweisung kommen, dann stell ich die hier / bzw. im Elo Forum rein.
« Letzte Änderung: 29. August 2018, 20:04:46 von CubanNecktie » Gespeichert

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« Antworten #87 am: 31. August 2018, 00:05:57 »

An die Flüchtlingsbetreuung lassen die ohnehin nur studierte Psychos und Pädagogen ran.
Da kannste herrlich einhaken, Fachlich ungeeignet.  Grin Reicht, würde ich sagen.
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Denke dran: Arbeiten gehen ist ein Deal !
Seht in den Lohnspiegel, und geht nicht drunter !

Wie bekommt man Milllionen von Deutschen zum Protest auf die Straße ?
Verbietet die BILD und schaltet Facebook ab !
counselor


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« Antworten #88 am: 31. August 2018, 06:14:53 »

Genau! Überflüssige Berufsgruppen wie Sozialpädagogen!
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