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Autor Thema: Propaganda und Lobbyismus für Leiharbeit  (Gelesen 6270 mal)
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Fritz Linow


Beiträge: 822


« am: 05. Mai 2016, 14:50:48 »

www.txn.de ist ein Redaktionsportal für kostenfreie Text- und Bildbeiträge. Medien können sich da also bedienen und ihre Seiten mit journalistischem Magerquark auffüllen. Kostet halt nichts.
Dieses Redaktionsportal gehört zu www.textnetz.de, dessen Fokus laut Eigendarstellung auf den bundesweiten Medien liegt.
„Hierfür betreiben wir nicht nur ein eigenes Redaktionsportal für Endverbraucher-Redaktionen, sondern hegen und pflegen auch einen eigenen Verteiler mit mehr als 4.000 Printtiteln aus dem Tages- und Wochenzeitungsbereich.“

Ein Kunde von textnetz ist Randstad. Und tatsächlich findet man überall Artikel, bei denen es zwar im großen und ganzen um die Arbeitswelt geht, aber nie um Leiharbeit konkret. Dennoch darf die Unternehmenssprecherin von Randstad zu allem ihren Senf abgeben. Das nennt man wohl Produktplacement oder „deep lobbying“. Schließlich bleibt der Name haften.

Einige Beispiele:

Zitat
„Einige Firmen konnten bereits Bewerber für sich gewinnen, weil sie über ein eigenes Zentrum für Work-Life-Management, Kinderbetreuungsangebote, Yoga- und Sprachkurse oder verbesserte Arbeitszeitmodelle verfügten“, weiß Petra Timm vom Personaldienstleister Randstad Deutschland.

http://www.eltern-ratgeber.info/eltern/die-generation-y-moechte-familie-und-beruf-vereinen/001821/

Zitat
„Ein Meisterbrief ist immer von Vorteil, egal ob es um Gehaltserhöhungen, Mitarbeiterführung oder Firmengründung mit eigenen Angestellten geht“, sagt Petra Timm vom Personaldienstleister Randstad
.
http://www.kn-online.de/Hilfe/Ausbildung-Studium-Ratgeber/Mit-BAfoeG-zum-Meister


Zitat
„Viele vergessen, dass schon die E-Mail-Adresse etwas über den Bewerber verrät“, sagt Petra Timm, Unternehmenssprecherin beim Personaldienstleister Randstad Deutschland.

http://www.adabei.eu/2016/01/24/bewerbung-per-e-mail/


Zitat
„Zudem sind Arbeitsmoral, Qualitätsbewusstsein, logisches Argumentieren und Loyalität meist ausgeprägter, als bei der jüngeren Generation“, weiß Petra Timm vom Personaldienstleister Randstad.

http://www.besserlaengerleben.de/dies-und-das/die-vorteile-der-generation-50plus-am-arbeitsmarkt.html 

Zitat
„Das ist von Betrieb zu Betrieb verschieden“, weiß Petra Timm, Unternehmenssprecherin vom Personaldienstleister Randstad Deutschland.

http://medicalcompass.de/betriebliche-weihnachtsfeier-die-etikette-nicht-vergessen/

Zitat
Wie Führungskräfte führen lernen
„Es geht neben den Eigenschaften und Kompetenzen der Führungskraft selbst vor allem um Netzwerkbildung, Kommunikationstechniken und Konfliktlösestrategien“, erklärt Petra Timm von Personaldienstleister Ranstad.

http://www.dipora.de/karriere.html

Da darf natürlich auch eine braune Postille nicht fehlen:

Zitat
Mütter sollten auf ihre Fähigkeiten setzen

Arbeitsmarktexpertin Petra Timm vom Personaldienstleister Randstad bewertet die Gesetzesänderung zwar als wichtiges Signal für die Stellung der Frau im Berufsleben, merkt aber an:

httxxxp://bundesdeutsche-zeitung.de/allgemein/muetter-sollten-auf-ihre-faehigkeiten-setzen-950122
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Fritz Linow


Beiträge: 822


« Antworten #1 am: 05. Mai 2016, 15:06:46 »

Ein etwas älterer Hut ist, wie das „Institut für neue soziale Marktwirtschaft“ (INSM) 2002 in der Seifenoper Marienhof Werbung für Leiharbeit platzierte.

Drehbuch:

Kontext: Jenny Busch ist eine allein erziehende Mutter mit zwei Kindern. Sie sucht nach der Aufgabe ihres Blumenfachgeschäfts eine neue Stelle.

Folge 1936 (20.6.2002)

Jenny: „Mit ein bisschen Eigeninitiative werde ich schon irgendetwas finden! Wenn man was wirklich will, dann klappt das schon, früher oder später."

Folge 1938 (24.6.2002)

[Jenny:] „Ich habe einen Job!"
Matthias: „Bei dieser Zeitarbeitsfirma?"
Jenny: „Nicht nur einen Job! Eine richtig feste Anstellung, Schwerpunkt Verkauf und Akquise! Und das beste ist, völlig flexible Arbeitszeiten und wenn ich mal nicht kann, wegen der Kinder oder so, dann schicken die einfach einen Kollegen und die Kernarbeitszeit kann ich auch selbst bestimmen! Ich bin sozialversichert, kriege Urlaubsgeld und ein 13. Monatsgehalt. Und durch die unterschiedlichen Einsätze ist Abwechslung garantiert!“

Folge 1974 (19.8.2002)

Herr Fechner widmet sich Jenny: So hier ist die aktualisierte Kundenliste und dann wäre ich ihnen sehr verbunden, wenn sie heute Abend ein zweiStündchen dranhängen könnten. Durch einen Konkurs ist mir ein sehr günstiger Posten Damenwäsche zugegangen, der sofort gelistet werden muss!"
Jenny: „Ein, zwei Stündchen! Herr Fechner ich habe Kinder zu Hause!"
Fechner: „Und wie man hört einen Freund, der ihnen und ihren Kindern zuliebe, seine Praxis auch mal pünktlich schießen kann, hmm?!"
Jenny: „Meine Beziehung zu Dr. Berger ist meine Privatsache und über seine Zeit zu verfügen, dass steht ihnen nicht zu Herr Fechner!"
Fechner: Schade Frau Deile! Wenn sie immer nur Dienst nach Vorschrift schieben, dann werden sie es nie weit bringen! Und das ausgerechnet jetzt, wo ich mir überlege, sie von der Zeitarbeiteisfirma in eine Festanstellung zu übernehmen!"
Jenny: Das freut mich ja auch Herr Fechner, aber ob das heute Abend schon geht? Ich werde es versuchen!"

https://www.lobbycontrol.de/download/insm-marienhof-bewertung.pdf
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Fritz Linow


Beiträge: 822


« Antworten #2 am: 06. Mai 2016, 11:02:36 »

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) setzt sich natürlich auch stark für die Leiharbeit ein. Mit 50.000 Mitgliedern ist er nicht ganz unbedeutend (www.bvmw.de).
Als Erfolge der politischen Arbeit bei Werk- und Dienstverträgen und  Zeitarbeit heißt es im Januar 2016:

Der BVMW hat sich ausdrücklich gegen mehr Regulierungen und Einschränkungen der mittelständischen Wirtschaft ausgesprochen. (...) Bisher konnte die Regulierung Werkverträgen und Zeitarbeit verhindert werden. Eine Neuregelung müsste insbesondere Rechtssicherheit für Unternehmen und Auftragnehmer schaffen.
http://www.bvmw.de/fileadmin/download/Downloads_allg._Dokumente/politik/Politische-Erfolge_01-2016.pdf

Der Präsident vom BMVW ist Mario Ohoven, im Bild rechts, der u.a. gerne in Filmfonds investieren ließ und so manchen Strauß mit enttäuschten Anlegern ausfechten musste, da eine Briefkastenfirma in Panama (!) nicht haftbar gemacht werden konnte.

https://web.archive.org/web/20070929111005/http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/229213.html

Geschäftsführer ist Roland Wöller, ehemaliger CDU-Minister in Sachsen, in dessen Doktorarbeit es nur so an Merkwürdigkeiten wimmelt, was aber nicht dazu führte, dass der Titel aberkannt wurde.
http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/Quelle:Mg/Woeller_2004

Im Vorstand sitzt Arthur Zimmermann vom Klett-Verlag, dessen Credo lautet: „Gleichmacherei in der Bildung führt immer mehr zu Mittelmäßigkeit“
Den subtilen Einfluss von Schulbuchverlagen auf die Gehirne sollte man nicht unterschätzen.

Ebenfalls im Vorstand ist Jens Bormann von BUW. Muss man nicht mehr viel zu sagen... 

Im wissenschaftlichen Beirat sitzt Bert Rürup mit besten Verbindungen zu dem ganzen Hannoverdreck (Maschmeyer, Schröder, Wulff).

Im politischen Beirat sind u.a. Katarina Barley (SPD), Gregor Gysi, (DIE LINKE) und Cem Özdemir (Grüne).

Im Expertenpool für Zeitarbeit des BVMW Nordrhein-Westfalen wird ausgerechnet Start Zeitarbeit NRW GmbH angeführt:
„START wird von einer breiten Gesellschafterbasis getragen. Beteiligt sind u. a. das Land NRW, Arbeitgeberverbände, der DGB, Wohlfahrtsverbände, die Evangelische Kirche sowie andere gesellschaftliche Gruppen.“

Was der BVMW unter erfolgreicher Lobbyarbeit versteht, sagt der Kreisverband Nürnberg-Ost ziemlich deutlich und unverblümt:
Ausbau des Niedriglohnsektors
rechtliche Stärkung der Zeitarbeit


http://www.bvmw.de/fileadmin/download/Nuernberg/Pdfs/BVMW_Erfolge_politischer_Lobbyarbeit.pdf
bzw. hier: https://web.archive.org/web/20160506094917/http://www.bvmw.de/fileadmin/download/Nuernberg/Pdfs/BVMW_Erfolge_politischer_Lobbyarbeit.pdf
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Fritz Linow


Beiträge: 822


« Antworten #3 am: 07. Mai 2016, 14:05:16 »

In Baden-Württemberg gibt es ab 2017 das neue Schulfach „Wirtschaft“. Dahinter stecken natürlich Lobbygruppen wie das Institut der Deutschen Wirtschaft oder die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Zur Problematik von Lobbyismus an Schulen gibt es hier nähere Informationen:
https://www.lobbycontrol.de/wp-content/uploads/Lobbyismus_an_Schulen.pdf#pk_campaign=Schulstudie
Und natürlich hier:
http://www.chefduzen.de/index.php?topic=4998.0
http://www.chefduzen.de/index.php?topic=25303.0

Es werden seit längerem von unzähligen Interessenverbänden massiv kostenlose Unterrichtsmaterialien angeboten, die die Lehrer nutzen können. Unter dem Deckmantel der Meinungsvielfalt, die die Schüler lernen sollen, steckt knallharte Propaganda, mal mehr, mal weniger offensichtlich. Da die Schulen angeblich kein Geld haben und weil Lehrer oft fachfremd unterrichten müssen, werden diese Materialien gerne genutzt.

Ein wichtiger Anbieter ist der IW-Verbund:



blau=Töchter des IW-Verbunds, gelb=Partner, Finanziers, rot=Bildungsprogramme

aus: „Der Einfluss von Lobbygruppen über den Einsatz von Schulmaterialien im Politikunterricht“, S. 103
https://kobra.bibliothek.uni-kassel.de/bitstream/urn:nbn:de:hebis:34-2015113049448/3/MasterarbeitAndreasKlein.pdf

Man kann sich ja mal genauer anschauen, was zum Beispiel www.wirtschaftundschule.de so zur Leiharbeit vermittelt...

Hier kann man etwas zum Allgemeinen Kündigungsschutz lernen: http://www.wirtschaftundschule.de/unterrichtsmaterialien/arbeitsmarkt-berufsorientierung/unterrichtsentwuerfe/allgemeiner-kuendigungsschutz/

Im Einleitungstext steht:
„In diesem Arbeitsblatt lernen die Schülerinnen und Schüler das Kündigungsschutzgesetz kennen, wenden es anhand von Fallbeispielen praktisch an, machen sich bewusst, welche Folgen Kündigungen für Unternehmen, vor allem aber für Arbeitnehmer haben...“

Im Arbeitsblatt sieht es so aus:
Der Lehrer übernimmt die Rolle des Geschäftsführers einer Leihklitsche, die den Auftrag bekommen hat, eine Auswahl für Entlassungen bei einem Betrieb vorzunehmen. Die Schüler sollen diese Aufgabe übernehmen.

Als mögliche Dialogbrocken werden angeboten:
Frage an Schüler:
„Können Sie sich vorstellen, was das für uns als Personaldienstleister bedeutet?“
Mögliche Antwort Schüler:
„Wir können dann Leih- und Zeitarbeitnehmer zur Verfügung stellen, wir können Personal vermitteln, oder via Outplacement den Personalabbau durchführen“
„Genau. Wir haben von der Maier AG den Auftrag bekommen, den Personalabbau zu koordinieren und durchzuführen. Die Maier AG hat uns bereits die ersten 4 Mitarbeiterakten einer kleinen Einkaufsabteilung zukommen lassen.“
Frage an Schüler:
„Und Sie kennen das Dilemma? Können wir die Mitarbeiter einfach so kündigen?“
Mögliche Antwort Schüler:
„Nein, in Deutschland gibt es Regelungen (Kündigungsschutzgesetz)“
„Dieses unsägliche Kündigungsschutzgesetz.“


Das ganze Arbeitsblatt ist im weiteren Verlauf einfach nur noch geisteskrank. Zum Thema „Kündigungsschutz“ lernen die Schüler, wie man als interne Mitarbeiter einer Leihklitsche möglichst rechtssicher Leute vor die Tür setzen kann, um die freien Stellen dann mit Leihsklaven besetzen zu können. Das ist alles.

Hier kann man etwas zu fairen Löhnen in der Zeitarbeit lernen: http://www.wirtschaftundschule.de/fileadmin/user_upload/unterrichtsmaterialien/arbeitsmarkt_und_berufsorientierung/Faire_Loehne_in_der_Zeitarbeit/AB_Faire_Loehne_in_der_Zeitarbeit.pdf 

In einem Rollenspiel soll der Geschäftsführer einer Leihklitsche einen Entleiher davon überzeugen, dass die Leihsklaven zukünftig mehr kosten sollten, weil equal pay eine gute Sache ist.
„Der Geschäftsführer der time4work GmbH (...) lässt die Strukturen und Vertragsverhältnisse seines Unternehmens überprüfen und stellt fest, dass bis auf wenige Ausnahmen in seinem Unternehmen die Grundsätze des Equal Pay und Equal Treatment eingehalten werden.“

Hier wird völlig manipulativ vermittelt, dass eine gleiche Bezahlung fast der Normalzustand sei. Mögliche Argumente Pro und Contra werden bei diesem Material angeboten, wobei die Proargumente bewusst so inhaltsleer sind, dass sie gegen die Contraargumente nicht anstinken können:
„positives Image; qualifizierte Mitarbeiter; motivierte Mitarbeiter; höhere Produktivität; Werbeeffekte“

gegen

„betriebswirtschaftliche Gründe; weniger Bedarf an Zeitarbeitern; Mitarbeitergehälter variieren je nach Einsatzort; Werbe bzw. Imageeffekte sind nicht garantiert/messbar und setzen eventuell erst später ein; Zeitarbeit wird nur genutzt, um Auftragsspitzen zu bedienen; kein langfristiger Einsatz von Zeitarbeiter (sonst Übernahme)“

Bei diesem Unterrichtsmaterial geht es um neue Arbeitsformen: Der Wandel der Arbeitswelt – die Megatrends: http://www.wirtschaftundschule.de/fileadmin/user_upload/unterrichtsmaterialien/arbeitsmarkt_und_berufsorientierung/Die_Neue_Arbeitswelt/UE_Die_Neue_Arbeitswelt.pdf

„Beschaffe dir Informationen zu zwei weiteren modernen Beschäftigungsformen: Teilzeitarbeit und Zeitarbeit. Wie funktionieren sie? Für welche Gruppen bieten diese Arbeitsformen besondere Vorteile?“

Um einen Hauch von Seriösität zu heucheln, wäre die Frage nicht schlecht gewesen, für welche Gruppen diese Arbeitsformen besondere Nachteile bieten. Aufforderungen zur kritischen Betrachtung werden generell nur sehr kurz und knapp gehalten. Gerade durch Weglassungen funktioniert die Propaganda.
Leiharbeit wird hier als logische Konsequenz der schönen neuen Arbeitswelt vermittelt, wobei natürlich dieses strunzdumme Argument nicht fehlen darf:

„Für Arbeitslose ist häufig die Tätigkeit für ein Zeitarbeitsunternehmen eine gute Möglichkeit zur Rückkehr in ein festes und dauerhaftes Arbeitsverhältnis. Zwar bieten Zeitarbeitsfirmen generell eine nicht so hohe Vergütung, dafür können die Arbeitsverhältnisse auch seitens  des Zeitarbeiters relativ flexibel und abwechslungsreich gestaltet werden.“

Gerade dieses Unterrichtsmaterial ist besonders perfide, da es sich an jüngere Schüler aller Schulformen richtet.  Früh übt sich, wer ein feiner Kapitalist oder Ausgebeuteter werden will.
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hardbitter


Beiträge: 3


« Antworten #4 am: 09. Juni 2016, 00:22:28 »

-----Ursprüngliche Mitteilung-----
Von: xxxx elsen-logistics.com>
An:xxxxx
Verschickt: Di, 7 Jun 2016 12:46 pm
Betreff: Ihre Bewerbung als Gabelstaplerfahrer

Sehr geehrter Herr xxxxx

wir danken Ihnen nochmals für Ihre Bewerbung und Ihr Interesse an einer Mitarbeit in unserem Unternehmen.

Nach sorgfältiger Prüfung Ihrer Unterlagen müssen wir Ihnen leider mitteilen, dass wir uns nicht für Sie entschieden haben. Wir bedauern, dass wir Ihre Bewerbung nicht weiter berücksichtigen können.

Wir wünschen Ihnen, dass Sie bald eine Ihren Vorstellungen entsprechende Stelle finden.
 

Mit freundlichen Grüßen / Best regards

i.A.xxx xxxx
Sachbearbeiterin Personal

Sehr geehrte Frau xxxx

Ich möchte mich, für Ihre Wünsche,meiner Zukunft betreffend, herzlichst bedanken.
Natürlich verstehe ich,das die Elsen Logistics,mich nicht beschäftigen kann.
Denn wo kommt man denn hin;was bleibt Ihnen noch übrig, wenn jemand außer Arbeit ,auch noch ausreichend Geld erwartet
Dies wäre für einen Arbeitgeber,der sich dem Kleptoparasitismus ,verschrieben hat, auch absolut undenkbar.
Damit meine ich natürlich nicht die Elsen Logistics!
Das sind selbstverständlich nur all die anderen....echt,ich schwöre.



Mit freundlichem Gruß/ Best regards

xxxx  xxxxx
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BGS
Polarlicht


Beiträge: 2708



« Antworten #5 am: 09. Juni 2016, 04:25:39 »

 Grin

Muss zur Schicht, Gabeln stapeln.

MfG

BGS
« Letzte Änderung: 09. Juni 2016, 14:40:52 von BGS » Gespeichert

"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)
Rudolf Rocker
Waldkauz


Beiträge: 12606



WWW
« Antworten #6 am: 09. Juni 2016, 08:59:12 »

Hab mich schon immer gefragt, warum es so viele Gabelstapler gibt, aber keinen einzigen Löffel- oder Messerstapler! Grin
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Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
Fritz Linow


Beiträge: 822


« Antworten #7 am: 12. Juli 2016, 13:44:28 »

Die IG BCE ist ja wohl die größte Nutte unter den DGB-Gewerkschaften. Auf ihrer eigenen Seite geben sie zwei Betriebsräten einer Leihklitsche ausreichend Raum, damit die erzählen können, wie geil Leiharbeit doch ist.
https://www.igbce.de/technikum/132432

Zitat
„Abgesehen davon ignoriert die Politik in der gesamten Debatte die Interessen der Zeitarbeitnehmerinnen und -arbeitnehmer…“

Der Betriebsratstyp, der das sagt, ist Disponent bei der Klitsche Technicum. Als Disponent vertritt man garantiert nicht die Interessen der Leihsklaven, sonst hätte er bald keinen Job mehr. Das ist übelste Verarschung und Propaganda, die da von der IG BCE und der Leiharbeitslobby betrieben wird.
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counselor


Beiträge: 2575



« Antworten #8 am: 12. Juli 2016, 15:39:13 »

Die IGBCE war schon immer eine Arbeitgeber-Gewerkschaft!
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Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!
Kuddel


Beiträge: 10131


« Antworten #9 am: 12. Juli 2016, 16:39:18 »

In ihrer schamlosen Offenheit des Arbeiterverrats ist die IG BCE wohl ungeschlagen.
Wenn man das Arbeitertümelei der anderen wegläßt, geben die sich da alle nicht viel.
Traurige selbstbezogenen Vereine, die ebensowenig echte Gewerkschaften sind, wie die SPD eine Arbeiterpartei.
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Fritz Linow


Beiträge: 822


« Antworten #10 am: 14. September 2016, 13:57:46 »

Diese MdBs haben bisher an der Schmierenkampagne des BAP  Praxistest Zeitarbeit teilgenommen (ist vielleicht irgendwann mal ganz nützlich):

Swen Schulz, SPD, Spandau-Charlottenburg, war bei per4med
Oliver Wittke , CDU, Gelsenkirchen, war bei KANGAROO Personal-Dienstleistungen GmbH
Arnold Vaatz, CDU, Dresden, war bei Extra-Personalservice GmbH
Steffen-Claudio Lemme, SPD, Sömmerda, war bei Randstad Deutschland GmbH & Co. KG
Waldemar Westermayer, CDU, Ravensburg, war bei Seibert GmbH
Andreas Lämmel, CDU, Dresden, war bei Schickor Personaldienstleistungs GmbH
Katrin Albsteiger, CSU, Illertissen, war bei WEISS Kunststoffverarbeitung (Entleiher)
Ewald Schurer, SPD, Ingolstadt, war bei Augusta Personaldienstleistungen GmbH
Manfred Behrens, CDU, Burg bei Magdeburg, war bei Randstad
Klaus-Dieter Gröhler, CDU, Charlottenburg-Wilmersdorf, war bei Extra Personalservice GmbH
Peter Weiß, CDU (Vorsitzender der Arbeitnehmergruppe),  Lahr, war bei acrobat GmbH Personaldienstleistungen
Christian Hirte, CDU, Eisenach, war bei I.K. Hofmann GmbH
Christel Voßbeck-Kayser, CDU, Iserlohn, war bei Fischer & Partner Gesellschaft für Personal mbH
Thorsten Hoffmann, CDU, Dortmund, war bei JOBPOWER Personaldienstleistungs GmbH
Nicola Beer, FDP, Frankfurt, war bei Arena Personal Management GmbH
http://www.personaldienstleister.de/presse/pressemitteilungen.html

« Letzte Änderung: 06. September 2017, 09:58:16 von Fritz Linow » Gespeichert
Fritz Linow


Beiträge: 822


« Antworten #11 am: 15. November 2016, 08:41:56 »

iGZ-Award

Gesucht wird das beste unternehmerische Engagement von Personaldienstleistern für ihre Mitarbeiter. Sie betreuen Ihre externen Mitarbeiter in aufwändiger, pfiffiger, unkonventioneller aber letztlich effektiver Weise? Sie haben für Ihre internen Mitarbeiter besondere Angebote entwickelt, um die Identifikation mit Branche und Unternehmen zu steigern und die Arbeitszufriedenheit weiter zu erhöhen? – Dann bewerben Sie sich um den iGZ-Award!
(…)
Die Erstplatzierten Unternehmen erhalten eine Skulptur (...).

http://www.ig-zeitarbeit.de/node/14411

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Kuddel


Beiträge: 10131


« Antworten #12 am: 18. November 2016, 19:17:54 »

Fritz,
der von dir abgebildete Preis ist jedoch weitaus formschöner, als das, was man auf der iGZ Seite präsentiert.



Nunmal im Ernst, sowas will man doch nichteinmal als Bücherstütze im Regal stehen haben.


Es scheint aber irgendwie im Trend zu liegen. In der Callcenterbranche werden ebenfalls Preise ausgelobt für den besten Ausbeuter. Die Erwähnung solch umwerfender Auszeichnungen kommt auf die Unternehmenshomepage und auch die Lokalpresse berichtet, wenn ein beschlipster Idiot die Trophäe hochhält.
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Fritz Linow


Beiträge: 822


« Antworten #13 am: 30. März 2017, 14:00:25 »

Große Fresse, aber wohl leider erfolgreich:

Zitat
Drei Millionen Euro für den Zeitarbeitsvermittler ZenJob

ZenJob vermittelt Studenten kurzfristig in Arbeitseinsätze bei Hotelketten oder Lieferfirmen. Das Geschäft läuft – wenn nicht die Politik dazwischen funkt.
(…)
Das Geschäft von ZenJob ist die Vermittlung von Jobs auf Zeit. Anfang 2016 ist das Unternehmen gestartet, heute hat es nach eigenen Angaben bereits mehr als 300 Auftraggeber (die Hotelkette Sheraton, der Modehändler Gerry Weber und das Liefer-Startup Foodora sind darunter) und mehr als 1.000 Studenten in der Kartei, die regelmäßig im Einsatz sind.
(…)
Das ab dem 1. April geltende neue Arbeitnehmerüberlassungsgesetz fordert von Vermittlern zum Beispiel, für jeden Einsatz genau zu definieren, wer der Arbeitnehmer ist und welche Tätigkeit er in welchem Unternehmen verrichtet. „Das macht es für Arbeitnehmer und Arbeitgeber viel schwieriger“, schimpft der Gründer. Die Reform passe nicht in eine Zeit, in der mehr und mehr Menschen flexibel arbeiten wollten und das auch zunehmend digital möglich sei.

Das Geld aus der aktuellen Runde, so Trott, werde man daher vielleicht auch in politisches Lobbying investieren, um Änderungen im Sinne ZenJobs durchzusetzen.


http://www.gruenderszene.de/allgemein/zenjob-drei-millionen
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Fritz Linow


Beiträge: 822


« Antworten #14 am: 21. November 2017, 21:33:45 »

Traurige Propagandascheiße für Leihsklaven im Öffentlichen:

Zitat
21.11.17
"Ich will einfach nur arbeiten – ohne Leerlauf"

Anja Schulze ist seit drei Jahren bei Zeitarbeitsfirmen in Berlin beschäftigt. Sie verdient weniger als Festangestellte, hat weniger Sicherheit und befindet sich mit einer Firma im Rechtsstreit. Warum sie das Arbeitsmodell trotzdem gut findet, erklärt sie im Interview.(...)
https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2017/11/interview-zeitarbeit-leiharbeit-erfahrungen-berlin.html
(Wobei man dieses Interview auch anders lesen kann)

Darauf prompt der Sprecher der Sklavenhändler des BAP, Thomas Hetz:
Zitat
(...)„Diese Aussagen zeigen einmal mehr, welche Vorteile das Modell Zeitarbeit hat. Es ist ein unverzichtbares Instrument für die deutsche Wirtschaft und ein attraktives Erwerbsmodell für Arbeitnehmer“,  erklärt Thomas Hetz, Hauptgeschäftsführer des Bundesarbeitgeberverbandes der Personaldienstleister (BAP).
https://www.personaldienstleister.de/presse/nachricht-des-tages/rbb-interview-ich-kam-zur-zeitarbeit-weil-ich-einfach-arbeiten-wollte.html

Die Propagandaroboter, zu denen auch Thomas Hetz gehört, deuten übrigens auch mal gerne die Erkenntnisse der Krankenkassen, dass Leiharbeit eben krank macht, dahingehend um, dass Leiharbeit die Gesundheit fördert. Total durchgeknallt.
 
« Letzte Änderung: 21. November 2017, 21:46:58 von Fritz Linow » Gespeichert
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