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Autor Thema: Propaganda und Lobbyismus für Leiharbeit  (Gelesen 9956 mal)
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Fritz Linow


Beiträge: 1081


« Antworten #25 am: 22. Mai 2018, 09:28:17 »

Der iGZ platziert wohl gerade einige Artikel in der Süddeutschen Zeitung. Erst durfte sich der lustige Mützenmann über die Entwicklung des Duisburger Hafens freuen, nun wird erzählt, wie toll Leiharbeit in der Pflege ist: 

Zitat
Als Krankenschwester, die bei der Zeitarbeitsfirma Pluss Personalmanagement beschäftigt ist, hat sie sich aber nie als Mitarbeitern zweiter Klasse gefühlt. "Ich habe schon das Gefühl, dass mich mein Arbeitgeber wertschätzt", sagt sie.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/pflegepersonal-letzter-ausweg-leiharbeit-1.3987460

Dass der Bundesgeschäftsführer des iGZ nebenbei auch Geschäftsführer von Pluss Personalmanagement ist, sollte in dem Propagandaartikel nochmal ergänzt werden.
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Kuddel


Beiträge: 10999


« Antworten #26 am: 22. Mai 2018, 11:08:02 »

Der iGZ platziert wohl gerade einige Artikel in der Süddeutschen Zeitung.

Wat'n Rotz!

Und wahrscheinlich nicht nur da. So funktioniert Qualitätsjournalismus.
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Onkel Tom


Beiträge: 3518



« Antworten #27 am: 23. Mai 2018, 12:26:20 »

Ah ja, somit kann ich das besser nachvollziehen, das mann mit einer
"Zwangsbewerbung" vom JC zu Pluss nur eine Bauchlandung in der
Gülle erleben kann  kotz *würgh* AAAAAh
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Lass Dich nicht verhartzen !
Fritz Linow


Beiträge: 1081


« Antworten #28 am: 23. Mai 2018, 22:21:17 »

Ah ja, somit kann ich das besser nachvollziehen, das mann mit einer
"Zwangsbewerbung" vom JC zu Pluss nur eine Bauchlandung in der
Gülle erleben kann  kotz *würgh* AAAAAh

Sein alberner Kollege vom BAP macht auch gerade einen auf "Geile Zeitarbeit in der Pflege":
Zitat
„Wir müssen die Strukturen unserer Kunden genau kennen, um unsere Mitarbeiter im Vorfeld vorbereiten zu können“, betont Lazay, der auch als Präsident des Bundesarbeitgeberverbands der Personaldienstleister (BAP) fungiert: „Wer schnell hochwertige Dienste leisten soll, muss gut vorbereitet sein.“
https://www.pflegen-online.de/zeitarbeiter-bitte-sparsam-dosieren

Der Artikel ist eigentlich ganz gut und eher gegen Leiharbeit. Oberflächlich zumindest. Eigentlich ist es eine Ansammlung von Tipps, wie man Leiharbeit in der Pflege am besten ausnutzen kann. Den Frettchen geht es darum, überhaupt wahrgenommen zu werden. Es lesen halt nicht nur Gegner diese Artikel und etwas wird schon hängen bleiben. "Leiharbeit in der Pflege" ist deren Propagandamittel. Diese Strategie wurde von denen schon früher formuliert und ich würde das auch so machen, wenn man sich die Gegenwehr im Pflegebereich so anschaut (ist aber ein anderes Thema).
Bemerkenswert ist allerdings schon, dass gerade die Obernulpen der Sklavenhändlerverbände in Sachen Pflege unterwegs sind. Ansonsten sind die aber eigentlich nicht wirklich wichtig...wichtig sind die Entleiher, also die Arbeitgeberverbände.
« Letzte Änderung: 23. Mai 2018, 23:10:36 von Fritz Linow » Gespeichert
Onkel Tom


Beiträge: 3518



« Antworten #29 am: 24. Mai 2018, 07:39:21 »

A ja, schon wieder so ein ZAF-Bonze, der "nebenberuflich" Lobbyismus betreibt.
In dem Artikel wird das Wort "Festeinstellung" oder "Übernahme" auch nicht
erwähnt.
Eigendlich müsste man vom Bauchgefühl her meinen, das eine Pflegefachkraft
durch eine Annahme einer Leiharbeit relativ flott vom Betreiber eines Altenheim
ein Einstellungsangebot erhalten müsste. Aber denkste..

Viele Altenheime sind ja heutzutage genau so Profitorientiert, wie z.B. privatisierte
Krankenhäuser.
Und was will man von den Leihkräften in Altenheimen denn erwarten, wenn sie als
verschiebbare multiflexible Arbeitskraft gehalten werden und sich ein "Einarbeiten"
in spezifischer Unterschiede der verschiedenen Altenheime als nicht lohnenswert
erscheint ?

Frau "Hilfsbereit" hatte bis 1998 eine Festeinstellung in ein Altenheim, bis ein
Investor nach und nach den Mehrheitsanteil von über 51 % hatte und schon
wurden Pfleger_innen die Pistole auf der Brust gesetzt. Entweder Übernahme
von einem "externen Dritten", um weiter sein Job zu behalten oder Aufhebungs-
vertrag.. Übel, das anbei jegliche Lebensplanung und Jobsicherheit, sowie ca.
40 % des ursprünglichen Lohn hops geht.. (Damals vielen passiert.)

Und dann wundert sich "Extra", das ihre Leihkräfte nur noch wie die Söldner
agieren ?

Gerade im Pflegebereich wäre ein guter Anfang darin gemacht, Leiharbeit zu
verbieten. Gerade da sind Personalkosten mit dem spitzen Bleistift derartig
geschrumpft worden, das "Zwischenhändler" in dem Bereich wohl die
Hauptursache des Pflegenotstands darstellen.

Heute muss man als Patient oder Altenheimbewohner genau darauf achten, wer
die Einrichtung betreibt und welche "externen Dritte" in der Einrichtung ihre
Fuchteln mit drin haben.

Leiharbeit verbieten !

Und schon könnte der Job als Pfleger_in wieder etwas "attraktiver" werden.

 Roll Eyes
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Lass Dich nicht verhartzen !
Fritz Linow


Beiträge: 1081


« Antworten #30 am: 11. Juni 2018, 21:12:11 »

Endgeile Widmung eines großen Spatzenhirns:
Zeitarbeit in Zukunft ist das Privileg eines jeden!



Danach total versautes Fotoshooting (auch mit Spatzenhirn):

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BGS
Polarlicht


Beiträge: 2859



« Antworten #31 am: 12. Juni 2018, 05:34:06 »

Die Erde ist eine Scheibe.

MfG

BGS
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"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)
Kuddel


Beiträge: 10999


« Antworten #32 am: 12. Juni 2018, 12:11:50 »

Ich konnte den eitlen Youtube- und Talkshowphilosophen und Bestsellerautor Precht noch nie leiden.

Daß er aber eine derart hohle Nuß ist, hab ich nicht geahnt.

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Onkel Tom


Beiträge: 3518



« Antworten #33 am: 12. Juni 2018, 13:43:41 »

Endgeile Widmung eines großen Spatzenhirns:
Zeitarbeit in Zukunft ist das Privileg eines jeden!
...

Huch, nu ist mein Tach versaut aber die Hoffnung, das diese Leute sich eines Tages
vor den Ausgebeuteten rechtfertigen müssen, nicht..

Gestalten, die vor einen Arbeiter_innen-Tribunal gehören, wenn es sowas gäbe.

Derzeit haben die Sklavenhändler ein Problem damit, ihre Bewerberpools befüllt zu
halten, da die neue Datenschutzverordnung vorschreibt, das der Bewerber damit
einverstanden sein muss, im Bewerberdatenpool zu landen..

Echt goil, das sich nun "Zwangsbewerber_innen" davon sanktionsfrei entziehen
können..
Damit dürften sich die Bewerberpools soweit leeren, das Bewerber, die nix von
Leiharbeit halten, künftig nicht mehr zur annahme von "Drecksjobs" belästigt, gar
dazu genötigt werden..

Im Elo-forum wird anbei schon fleißig gebastelt und probiert, sich künftig ZAF-Krampen
fern zu halten.

 Afro

Ps: Damit dürfte die Tendenz von dubiosen Jobmessen steigen und extravagannte
Verarschungskonzepte an arbeitsuchende ans Tageslicht kommen..
« Letzte Änderung: 12. Juni 2018, 13:51:20 von Onkel Tom » Gespeichert

Lass Dich nicht verhartzen !
tleary


Beiträge: 589


« Antworten #34 am: Gestern um 16:21:32 »

Ich konnte den eitlen Youtube- und Talkshowphilosophen und Bestsellerautor Precht noch nie leiden.
Daß er aber eine derart hohle Nuß ist, hab ich nicht geahnt.
Ich dachte im ersten Moment, der Buchtitel wäre Ironie. - Da scheine ich mich leider getäuscht zu haben. Kenne allerdings den Buchinhalt nicht. Muß später 'mal eine Buchkritik darüber lesen.
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"Wir sind nicht hoffnungslose Idioten der Geschichte!"
(Rudi Dutschke, 1967)
tleary


Beiträge: 589


« Antworten #35 am: Gestern um 16:38:37 »

Derzeit haben die Sklavenhändler ein Problem damit, ihre Bewerberpools befüllt zu
halten, da die neue Datenschutzverordnung vorschreibt, das der Bewerber damit
einverstanden sein muss, im Bewerberdatenpool zu landen..

Echt goil, das sich nun "Zwangsbewerber_innen" davon sanktionsfrei entziehen
können..
Ist mir auch aufgefallen bei der letzten ZAF-Bewerbung. Meine Bewerbungsmappe kam leer zurück. Dafür war ein Schreiben dabei, das man unterschrieben zurücksenden sollte (schon wieder 70 Cent Portoaufwand!). - Natürlich ohne Freiumschlag. Darin stand folgendes:

Zitat
Sehr geehrter Herr Leary,
[.....]
Um Ihnen Informationen zu passenden Stellenangeboten zusenden zu können, würden wir Sie gerne in userer Bewerberdatenbank aufnehmen. Dazu speichern wir Ihre im Bewerbungsbogen angegebenen Daten (Name, Voranme, Kontaktdaten, Geburtsdatum, Lebenslauf, Zeugnisse, Referenzen, Ausbildung, Fertigkeiten).
Hierfür benötigen wir aber Ihre Einwilligung auch nach §51 BDSG (neu):

"Ich bin damit einverstanden, daß meine im Bewerbungsverfahren vom xx.xx.2018 angegebenen Daten zu folgenden Zwecken erhoben, verarbetiet, genutzt sowie übermittelt werden. Anbahnung eines Arbeistverhältnisses und idie Überlassung, Vermittlung an Kunden über die erforderlichen Aufbewahrungsfristen hinaus für mögliche weitere Arbeitsverhältnisse für eine Dauer von 2 Jahren.
[.....]
Ich bin zudem darauf hingewiesen worden, daß die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung meiner Daten auf freiwilliger Basis erfolgt. Ferner, daß ich mein Einverständnis ohne für mich nachteilige Folgen verweigern bzw. jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen kann.
Im Fall des Widerrufs werden mit dem Zugang meiner Widerrufserklärung meine Daten gelöscht."

_________________________________
Datum, Unterschrift
Zitat
Damit dürften sich die Bewerberpools soweit leeren, das Bewerber, die nix von
Leiharbeit halten, künftig nicht mehr zur annahme von "Drecksjobs" belästigt, gar
dazu genötigt werden..
Leider Wunschdenken. Die erhöhen einfach den Druck bei Telefon- und Bewerbergesprächen massiv, und drohen dir mit Anschwärzen, wenn du dich nicht für einen anderen Job "vermitteln" lässt. Außerdem werden die LAF-Spitzenverbände wohl Druck auf die Jobcenter und die BA-Verantwortlichen ausüben, damit die ein "Hintertürchen" öffnen.

Zitat
Im Elo-Forum wird anbei schon fleißig gebastelt und probiert, sich künftig ZAF-Krampen
fern zu halten.
Danke für den Tipp! - Muß ich dann gleich mal schauen. - Der Begriff "ZAF-Krampen" gefällt mir übrigens sehr gut. Smiley Und trifft wohl auch des Pudels Kern.

Edit:
Hier die im ELO-Forum geführte Diskussion:

https://www.elo-forum.org/zeitarbeit-und-firmen/anti-zaf-bewerbungsschreiben-sammelthread-vorlagen-90326/index92.html
« Letzte Änderung: Gestern um 17:04:38 von tleary » Gespeichert

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