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Autor Thema: Propaganda und Lobbyismus für Leiharbeit  (Gelesen 12572 mal)
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Fritz Linow


Beiträge: 1163


« Antworten #25 am: 22. Mai 2018, 09:28:17 »

Der iGZ platziert wohl gerade einige Artikel in der Süddeutschen Zeitung. Erst durfte sich der lustige Mützenmann über die Entwicklung des Duisburger Hafens freuen, nun wird erzählt, wie toll Leiharbeit in der Pflege ist: 

Zitat
Als Krankenschwester, die bei der Zeitarbeitsfirma Pluss Personalmanagement beschäftigt ist, hat sie sich aber nie als Mitarbeitern zweiter Klasse gefühlt. "Ich habe schon das Gefühl, dass mich mein Arbeitgeber wertschätzt", sagt sie.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/pflegepersonal-letzter-ausweg-leiharbeit-1.3987460

Dass der Bundesgeschäftsführer des iGZ nebenbei auch Geschäftsführer von Pluss Personalmanagement ist, sollte in dem Propagandaartikel nochmal ergänzt werden.
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Kuddel


Beiträge: 11367


« Antworten #26 am: 22. Mai 2018, 11:08:02 »

Der iGZ platziert wohl gerade einige Artikel in der Süddeutschen Zeitung.

Wat'n Rotz!

Und wahrscheinlich nicht nur da. So funktioniert Qualitätsjournalismus.
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Onkel Tom


Beiträge: 3612



« Antworten #27 am: 23. Mai 2018, 12:26:20 »

Ah ja, somit kann ich das besser nachvollziehen, das mann mit einer
"Zwangsbewerbung" vom JC zu Pluss nur eine Bauchlandung in der
Gülle erleben kann  kotz *würgh* AAAAAh
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Lass Dich nicht verhartzen !
Fritz Linow


Beiträge: 1163


« Antworten #28 am: 23. Mai 2018, 22:21:17 »

Ah ja, somit kann ich das besser nachvollziehen, das mann mit einer
"Zwangsbewerbung" vom JC zu Pluss nur eine Bauchlandung in der
Gülle erleben kann  kotz *würgh* AAAAAh

Sein alberner Kollege vom BAP macht auch gerade einen auf "Geile Zeitarbeit in der Pflege":
Zitat
„Wir müssen die Strukturen unserer Kunden genau kennen, um unsere Mitarbeiter im Vorfeld vorbereiten zu können“, betont Lazay, der auch als Präsident des Bundesarbeitgeberverbands der Personaldienstleister (BAP) fungiert: „Wer schnell hochwertige Dienste leisten soll, muss gut vorbereitet sein.“
https://www.pflegen-online.de/zeitarbeiter-bitte-sparsam-dosieren

Der Artikel ist eigentlich ganz gut und eher gegen Leiharbeit. Oberflächlich zumindest. Eigentlich ist es eine Ansammlung von Tipps, wie man Leiharbeit in der Pflege am besten ausnutzen kann. Den Frettchen geht es darum, überhaupt wahrgenommen zu werden. Es lesen halt nicht nur Gegner diese Artikel und etwas wird schon hängen bleiben. "Leiharbeit in der Pflege" ist deren Propagandamittel. Diese Strategie wurde von denen schon früher formuliert und ich würde das auch so machen, wenn man sich die Gegenwehr im Pflegebereich so anschaut (ist aber ein anderes Thema).
Bemerkenswert ist allerdings schon, dass gerade die Obernulpen der Sklavenhändlerverbände in Sachen Pflege unterwegs sind. Ansonsten sind die aber eigentlich nicht wirklich wichtig...wichtig sind die Entleiher, also die Arbeitgeberverbände.
« Letzte Änderung: 23. Mai 2018, 23:10:36 von Fritz Linow » Gespeichert
Onkel Tom


Beiträge: 3612



« Antworten #29 am: 24. Mai 2018, 07:39:21 »

A ja, schon wieder so ein ZAF-Bonze, der "nebenberuflich" Lobbyismus betreibt.
In dem Artikel wird das Wort "Festeinstellung" oder "Übernahme" auch nicht
erwähnt.
Eigendlich müsste man vom Bauchgefühl her meinen, das eine Pflegefachkraft
durch eine Annahme einer Leiharbeit relativ flott vom Betreiber eines Altenheim
ein Einstellungsangebot erhalten müsste. Aber denkste..

Viele Altenheime sind ja heutzutage genau so Profitorientiert, wie z.B. privatisierte
Krankenhäuser.
Und was will man von den Leihkräften in Altenheimen denn erwarten, wenn sie als
verschiebbare multiflexible Arbeitskraft gehalten werden und sich ein "Einarbeiten"
in spezifischer Unterschiede der verschiedenen Altenheime als nicht lohnenswert
erscheint ?

Frau "Hilfsbereit" hatte bis 1998 eine Festeinstellung in ein Altenheim, bis ein
Investor nach und nach den Mehrheitsanteil von über 51 % hatte und schon
wurden Pfleger_innen die Pistole auf der Brust gesetzt. Entweder Übernahme
von einem "externen Dritten", um weiter sein Job zu behalten oder Aufhebungs-
vertrag.. Übel, das anbei jegliche Lebensplanung und Jobsicherheit, sowie ca.
40 % des ursprünglichen Lohn hops geht.. (Damals vielen passiert.)

Und dann wundert sich "Extra", das ihre Leihkräfte nur noch wie die Söldner
agieren ?

Gerade im Pflegebereich wäre ein guter Anfang darin gemacht, Leiharbeit zu
verbieten. Gerade da sind Personalkosten mit dem spitzen Bleistift derartig
geschrumpft worden, das "Zwischenhändler" in dem Bereich wohl die
Hauptursache des Pflegenotstands darstellen.

Heute muss man als Patient oder Altenheimbewohner genau darauf achten, wer
die Einrichtung betreibt und welche "externen Dritte" in der Einrichtung ihre
Fuchteln mit drin haben.

Leiharbeit verbieten !

Und schon könnte der Job als Pfleger_in wieder etwas "attraktiver" werden.

 Roll Eyes
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Lass Dich nicht verhartzen !
Fritz Linow


Beiträge: 1163


« Antworten #30 am: 11. Juni 2018, 21:12:11 »

Endgeile Widmung eines großen Spatzenhirns:
Zeitarbeit in Zukunft ist das Privileg eines jeden!



Danach total versautes Fotoshooting (auch mit Spatzenhirn):

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BGS
Polarlicht


Beiträge: 2934



« Antworten #31 am: 12. Juni 2018, 05:34:06 »

Die Erde ist eine Scheibe.

MfG

BGS
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"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)
Kuddel


Beiträge: 11367


« Antworten #32 am: 12. Juni 2018, 12:11:50 »

Ich konnte den eitlen Youtube- und Talkshowphilosophen und Bestsellerautor Precht noch nie leiden.

Daß er aber eine derart hohle Nuß ist, hab ich nicht geahnt.

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Onkel Tom


Beiträge: 3612



« Antworten #33 am: 12. Juni 2018, 13:43:41 »

Endgeile Widmung eines großen Spatzenhirns:
Zeitarbeit in Zukunft ist das Privileg eines jeden!
...

Huch, nu ist mein Tach versaut aber die Hoffnung, das diese Leute sich eines Tages
vor den Ausgebeuteten rechtfertigen müssen, nicht..

Gestalten, die vor einen Arbeiter_innen-Tribunal gehören, wenn es sowas gäbe.

Derzeit haben die Sklavenhändler ein Problem damit, ihre Bewerberpools befüllt zu
halten, da die neue Datenschutzverordnung vorschreibt, das der Bewerber damit
einverstanden sein muss, im Bewerberdatenpool zu landen..

Echt goil, das sich nun "Zwangsbewerber_innen" davon sanktionsfrei entziehen
können..
Damit dürften sich die Bewerberpools soweit leeren, das Bewerber, die nix von
Leiharbeit halten, künftig nicht mehr zur annahme von "Drecksjobs" belästigt, gar
dazu genötigt werden..

Im Elo-forum wird anbei schon fleißig gebastelt und probiert, sich künftig ZAF-Krampen
fern zu halten.

 Afro

Ps: Damit dürfte die Tendenz von dubiosen Jobmessen steigen und extravagannte
Verarschungskonzepte an arbeitsuchende ans Tageslicht kommen..
« Letzte Änderung: 12. Juni 2018, 13:51:20 von Onkel Tom » Gespeichert

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tleary


Beiträge: 655


« Antworten #34 am: 21. Juni 2018, 16:21:32 »

Ich konnte den eitlen Youtube- und Talkshowphilosophen und Bestsellerautor Precht noch nie leiden.
Daß er aber eine derart hohle Nuß ist, hab ich nicht geahnt.
Ich dachte im ersten Moment, der Buchtitel wäre Ironie. - Da scheine ich mich leider getäuscht zu haben. Kenne allerdings den Buchinhalt nicht. Muß später 'mal eine Buchkritik darüber lesen.
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"Wir sind nicht hoffnungslose Idioten der Geschichte!"
(Rudi Dutschke, 1967)
tleary


Beiträge: 655


« Antworten #35 am: 21. Juni 2018, 16:38:37 »

Derzeit haben die Sklavenhändler ein Problem damit, ihre Bewerberpools befüllt zu
halten, da die neue Datenschutzverordnung vorschreibt, das der Bewerber damit
einverstanden sein muss, im Bewerberdatenpool zu landen..

Echt goil, das sich nun "Zwangsbewerber_innen" davon sanktionsfrei entziehen
können..
Ist mir auch aufgefallen bei der letzten ZAF-Bewerbung. Meine Bewerbungsmappe kam leer zurück. Dafür war ein Schreiben dabei, das man unterschrieben zurücksenden sollte (schon wieder 70 Cent Portoaufwand!). - Natürlich ohne Freiumschlag. Darin stand folgendes:

Zitat
Sehr geehrter Herr Leary,
[.....]
Um Ihnen Informationen zu passenden Stellenangeboten zusenden zu können, würden wir Sie gerne in userer Bewerberdatenbank aufnehmen. Dazu speichern wir Ihre im Bewerbungsbogen angegebenen Daten (Name, Voranme, Kontaktdaten, Geburtsdatum, Lebenslauf, Zeugnisse, Referenzen, Ausbildung, Fertigkeiten).
Hierfür benötigen wir aber Ihre Einwilligung auch nach §51 BDSG (neu):

"Ich bin damit einverstanden, daß meine im Bewerbungsverfahren vom xx.xx.2018 angegebenen Daten zu folgenden Zwecken erhoben, verarbetiet, genutzt sowie übermittelt werden. Anbahnung eines Arbeistverhältnisses und idie Überlassung, Vermittlung an Kunden über die erforderlichen Aufbewahrungsfristen hinaus für mögliche weitere Arbeitsverhältnisse für eine Dauer von 2 Jahren.
[.....]
Ich bin zudem darauf hingewiesen worden, daß die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung meiner Daten auf freiwilliger Basis erfolgt. Ferner, daß ich mein Einverständnis ohne für mich nachteilige Folgen verweigern bzw. jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen kann.
Im Fall des Widerrufs werden mit dem Zugang meiner Widerrufserklärung meine Daten gelöscht."

_________________________________
Datum, Unterschrift
Zitat
Damit dürften sich die Bewerberpools soweit leeren, das Bewerber, die nix von
Leiharbeit halten, künftig nicht mehr zur annahme von "Drecksjobs" belästigt, gar
dazu genötigt werden..
Leider Wunschdenken. Die erhöhen einfach den Druck bei Telefon- und Bewerbergesprächen massiv, und drohen dir mit Anschwärzen, wenn du dich nicht für einen anderen Job "vermitteln" lässt. Außerdem werden die LAF-Spitzenverbände wohl Druck auf die Jobcenter und die BA-Verantwortlichen ausüben, damit die ein "Hintertürchen" öffnen.

Zitat
Im Elo-Forum wird anbei schon fleißig gebastelt und probiert, sich künftig ZAF-Krampen
fern zu halten.
Danke für den Tipp! - Muß ich dann gleich mal schauen. - Der Begriff "ZAF-Krampen" gefällt mir übrigens sehr gut. Smiley Und trifft wohl auch des Pudels Kern.

Edit:
Hier die im ELO-Forum geführte Diskussion:

https://www.elo-forum.org/zeitarbeit-und-firmen/anti-zaf-bewerbungsschreiben-sammelthread-vorlagen-90326/index92.html
« Letzte Änderung: 21. Juni 2018, 17:04:38 von tleary » Gespeichert

"Wir sind nicht hoffnungslose Idioten der Geschichte!"
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Onkel Tom


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« Antworten #36 am: 24. Juni 2018, 14:33:06 »

Nönö, nix mit Wunschdenken..  Grin

Du hast ja nun die Wahl, deine Bewerberdaten im Bewerberpool einpflegen zu
lassen, wenn Du diese Einverständnis unterzeichnen würdest..

Da Du dich jedoch auf eine bestimmte Stellenausschreibung beworben hat und
somit das JC keinen Ärger mehr dazu bereiten kannst, wäre es abweichend,
nun im Bewerberpool zu landen und wenn gerade ein Entleiher nicht
bedient werden kann, wird das Bewerberpool auf dem Kopf gestellt a la, ein
Dummer muss sich doch finden lassen, den wir für den Mindestlohn z.B.
Güllegruben auspumpen zu lassen..

Das Formular macht sich zur Analhygiene nützlicher und wenn die Stelle schon
besetzt ist, auf die man sich beworben hat ? Jo, Pech gehabt und bitte nicht
zu anderem Mist belästigen lassen.

Mein Wunschdenken ist in der Hinsicht realistisch, da Bewerber mit Negativ-
erfahrungen sone "Datenschleuder-Freiganben" nicht unterzeichnen.
Nur unerfahrene Hoffnungsträger lassen sich freiwillig darauf ein.

 Wink

Und gaaanz wichtig, sich darüber im klaren zu sein, das das JC nicht allmächtig
ist.. Angst (vor Sanktion) frisst Seele auf. Oft überflüsig und mit den neuen
DS-Verordnungen erst recht. JC und Co. werden es natürlich weiter versuchen,
alles zu unterwandern, den alten "Datenschleuder-Effekt" zu retten, da dies ein
elementarer Arbeitssektor der ZAF ist, immer genug Opfer auf Reserve zu haben.
« Letzte Änderung: 24. Juni 2018, 14:39:19 von Onkel Tom » Gespeichert

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Troll
Abused Frog


Beiträge: 7067



« Antworten #37 am: 24. Juni 2018, 18:27:12 »

Zu Precht:
Zitat
Reich durch Philosophie
Die Precht-AG

Richard David Precht ist der Popstar unter den deutschen Philosophen. Mit einfachen Weisheiten ist er zum Millionär geworden.
...

Quelle: FAZ


Nicht mehr und nicht weniger.
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Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
Jiddu Krishnamurti
Kuddel


Beiträge: 11367


« Antworten #38 am: 25. Juni 2018, 09:07:44 »

Und diese hohle Nuß ist von einer anderen hohlen Nuß zum Erfolg gebracht worden...
Zitat
...als die Literaturkritikerin Elke Heidenreich im Fernsehen sein vorher nicht weiter aufgefallenes Buch „Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?“ in den höchsten Tönen lobte.

Die Frau ist auch dumm wie Gummi!
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Liasanya


Beiträge: 23


« Antworten #39 am: 27. Juni 2018, 11:39:28 »

Um die Bewerbertools bei ZAF's zu füllen, lassen sich die JC's und AA's immer Neues einfallen und veranstalten sogenannte "Speed-Dating", indem ELOs sich wie bei einer Viehauktion präsentieren dürfen. Die Aufpasser der JC's und AA's sitzen natürlich auch im Raum, um zu kontrollieren, dass man sich schön brav bei allen ZAF's vorgestellt hat, ohne dass konkrete Stellenangebote vorliegen.

Die Datenschutzvereinbarungen darf man natürlich gleich vor Ort unterschreiben, sonst wird man "angeschwärzt". "JC-Kunden" und "AA-Kunden" werden getrennt, damit die ZAF's gleich wissen, welchen Bewerber sie zu jedem Lohn und zu jeder Bedingung verhökern können.
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dagobert


Beiträge: 4618


« Antworten #40 am: 30. Juni 2018, 21:49:14 »

Die Datenschutzvereinbarungen darf man natürlich gleich vor Ort unterschreiben, sonst wird man "angeschwärzt".
Das BDSG hat Futter für die Gegenwehr:
Zitat
§ 51 Einwilligung
(1) Soweit die Verarbeitung personenbezogener Daten nach einer Rechtsvorschrift auf der Grundlage einer Einwilligung erfolgen kann, muss der Verantwortliche die Einwilligung der betroffenen Person nachweisen können.
(2) Erfolgt die Einwilligung der betroffenen Person durch eine schriftliche Erklärung, die noch andere Sachverhalte betrifft, muss das Ersuchen um Einwilligung in verständlicher und leicht zugänglicher Form in einer klaren und einfachen Sprache so erfolgen, dass es von den anderen Sachverhalten klar zu unterscheiden ist.
(3) Die betroffene Person hat das Recht, ihre Einwilligung jederzeit zu widerrufen. Durch den Widerruf der Einwilligung wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund der Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Die betroffene Person ist vor Abgabe der Einwilligung hiervon in Kenntnis zu setzen.
(4) Die Einwilligung ist nur wirksam, wenn sie auf der freien Entscheidung der betroffenen Person beruht. Bei der Beurteilung, ob die Einwilligung freiwillig erteilt wurde, müssen die Umstände der Erteilung berücksichtigt werden. Die betroffene Person ist auf den vorgesehenen Zweck der Verarbeitung hinzuweisen. Ist dies nach den Umständen des Einzelfalles erforderlich oder verlangt die betroffene Person dies, ist sie auch über die Folgen der Verweigerung der Einwilligung zu belehren.
(5) Soweit besondere Kategorien personenbezogener Daten verarbeitet werden, muss sich die Einwilligung ausdrücklich auf diese Daten beziehen.
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Onkel Tom


Beiträge: 3612



« Antworten #41 am: 03. Juli 2018, 18:06:16 »

Danke Dagobert..

Also Datenschutzwisch (als Beweismittel) einsacken und den Aufpassern vom JC
Tschüss sagen.. Eine Sanktion darauf bekommen, käme ja der Nötigung gleich oder ?
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tleary


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« Antworten #42 am: 05. Juli 2018, 02:49:55 »

Aus dem Interview des RBB mit der Leiharbeiterin:

Zitat
Ich habe gute Erfahrungen mit Zeitarbeit gemacht. Sie hat mir einfach weitergeholfen.

Das Gute ist auch, dass man nicht zum Arbeitsamt muss, wenn man mal nicht vermittelt wird. Wenn man zwei, drei Wochen nicht vermittelt wird, bekommt man trotzdem den Lohn weiter. Es gibt ein Arbeitszeitkonto, auf dem man die Plus-Stunden aus Mehrarbeit parkt. Die nutzt man, falls man wirklich mal nicht vermittelt wird.

- Haben Sie einen solchen Leerlauf schon einmal erlebt?
Bei der anderen Zeitarbeitsfirma war ich einmal drei Monate zu Hause, weil es einfach keine Stelle gab. Da wurde ich trotzdem weiter bezahlt. Vom Arbeitsamt hätte ich viel weniger bekommen.

Allerdings habe ich dann nicht so gute Erfahrungen gemacht. Denn als man mir wieder Arbeit vermittelte, haben sie mir die Stunden, die ich zu Hause war, vom Gehalt abgezogen.
Also was jetzt: Gut? - Aber eigentlich doch nicht, weil man von der Leihklitsche beschissen wurde und nun seinen mickrigen Lohn noch beim Arbeitsgericht einklagen muß?

Zitat
Ich kam zur Zeitarbeit, weil ich einfach arbeiten wollte, und hier hatte ich sofort die Möglichkeit dazu. Beim Arbeitsamt hat man nicht wirklich die Chance, eine Arbeit zu bekommen. Wenn man sich nicht selbst bemüht, findet man nichts.
Einmal davon abgesehen, daß die Jobangebote des Arbeitsamts sowieso zu 80+ % nur aus Leiharbeitsstellen bestehen.

Zitat
Trotz dieser Erfahrung sind Sie weiterhin gern als Zeitarbeiterin dabei?

- Ich bin generell ein positiv denkender Mensch. Für mich steht im Vordergrund, dass ich einfach arbeiten gehen kann. Klar ist es schöner, mehr Geld zu verdienen. Aber das nehme ich in Kauf. Auf Leerlauf bin ich überhaupt nicht scharf.
Das sind eigentlich nur Nachteile, die diese Frau bei der Beschäftigungsform nennt. - Trotz allem kommt diese Frohnatur zu dem Schluß, daß Leiharbeit grundsätzlich eine gute Sache ist. Und zuletzt klingt auch noch das dumm-doofe SPD-/CDU-Argument mit "Hauptsache Arbeit" an. Eine Frohnatur eben, die alle negativen Fakten fleißig ausblendet. Ihrer Einschätzung nach verdient sie gegenüber den Festangestellten ja sogar 33 % weniger. Der Rest schnappt für die "Vermittlung" der Leihklitschen eben drauf. Dafür sorgen die für permanente Beschäftigung. Daß eine Leiharbeitsfirma 0,0 % Arbeit schafft, sondern nur als Zwischenhändler tätig ist, kommt ihr scheinbar gar nicht in den Sinn. Und im Internetzeitalter wäre diese Vermittlungsarbeit, für die ja die LAF eine große Provision vom Lohn des Leiharbeiters abzieht, fast zum Nulltarif zu bekommen. Außerdem: Wofür sind denn die dem Steuer- und Betragszahler Milliardensummen kostende Bundesagentur für Arbeit da?
« Letzte Änderung: 05. Juli 2018, 03:14:09 von tleary » Gespeichert

"Wir sind nicht hoffnungslose Idioten der Geschichte!"
(Rudi Dutschke, 1967)
Onkel Tom


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« Antworten #43 am: 05. Juli 2018, 15:38:18 »

Diese ganzen Sprüche stammen aus "Meinungsschmieden" und der Vogel
lockt den Bauern.. Diese Erfahrungserzählungen sind oft nicht belegbar..

Ich habe noch keine Leihbude gesehen, wo die Leihkraft wegen Auftragsmangel
3 Monate vollbezahlt zu hause bleiben durfte..

Ich dachte, wir haben jetzt Sommerzeit.
Da glaubt eine Leiharbeiterin an den Weihnachtsmann

 Roll Eyes
« Letzte Änderung: 05. Juli 2018, 15:40:05 von Onkel Tom » Gespeichert

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Fritz Linow


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« Antworten #44 am: 05. Juli 2018, 18:11:12 »

Ein weiterer Tiefpunkt der Sklavenhändlerpropaganda:

Zitat
Markenbotschafter in der Zeitarbeit
(...)
Wir haben letztes Jahr beschlossen Facebook und den Auftritt in Social Media Kanälen zu verstärken. Unter dem Motto „USG goes Facebook“ haben wir jeden Mitarbeiter dabei begleitet online zu gehen – gleichzeitig bei unseren Marken Unique, technicum und Secretary Plus.

Nach einer Startphase von ca. einem halben Jahr mit Einrichtung der lokalen Seiten, Konfiguration des Business Managers, Schulungen, Drehbüchern, Tools für Postings, waren wir bereit für eine Facebook-Rekrutierungs-Kampagne. Dafür haben wir GermanPersonnel mit ins Boot geholt. Um Zeitarbeitnehmer zu rekrutieren haben wir potentielle Bewerber aus dem Helferbereich sowie technische und kaufmännische Angestellte über Facebook angesprochen.

Facebook vernetzt in erster Linie Menschen und Personen. Daher war es uns wichtig, dass sich jeder einzelne Mitarbeiter wirklich mit dem Unternehmen identifiziert und Botschafter des Unternehmens wird. Das heißt im Umkehrschluss, dass jeder interne Mitarbeiter auch selber mit eigenem Profil auf Facebook aktiv ist.
(...)
https://blog.germanpersonnel.de/2018/07/markenbotschafter-in-der-zeitarbeit/
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Tiefrot
Rote Socke


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« Antworten #45 am: 05. Juli 2018, 19:30:17 »

Zitat
Facebook vernetzt in erster Linie Menschen und Personen.
Echt ? Auch Menschen und Personen ? Wirklich ? Hätte ich jetzt nicht gedacht !  Shocked

Zitat
Daher war es uns wichtig, dass sich jeder einzelne Mitarbeiter wirklich mit dem Unternehmen identifiziert und Botschafter des Unternehmens wird. Das heißt im Umkehrschluss, dass jeder interne Mitarbeiter auch selber mit eigenem Profil auf Facebook aktiv ist.
Aha. Und was ist mit Leuten, die aus Gründen des eigenen Datenschutzes bzw.
wegen fehlendem Exhibitionismus nicht zu Fressenbuch wollen ? Wurden oder
werden die gefeuert ?

Fragen über Fragen...   rolleyes
« Letzte Änderung: 05. Juli 2018, 19:44:18 von Tiefrot » Gespeichert

Denke dran: Arbeiten gehen ist ein Deal !
Seht in den Lohnspiegel, und geht nicht drunter !

Wie bekommt man Milllionen von Deutschen zum Protest auf die Straße ?
Verbietet die BILD und schaltet Facebook ab !
Onkel Tom


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« Antworten #46 am: 11. Juli 2018, 10:25:02 »

Hmm, was für seltsame Blüten, was sich Leihbuden so einfallen lassen..
Mitarbeiter sollen nun bei Fressebuch werbende Töne darin ablassen ?

Welche Mitarbeiter eigendlich ? Die Leute, die in Leihbuden hinter dem
Schreibtisch sitzen und ihre Leihkräfte vermarkten oder auch die Leute,
die zum Mindestlohn maximal 5,9 oder 8,9 und weiter bis maximal 47,9
Monate dort (vermittelt und "gefördert" vom JC) verschlissen werden ?

Eine Lebensplanung ist unter einem Leiharbeitsverhältnis weder möglich,
noch gewollt. Diese Machart erhöht den Verschleißungs- und Ausbeutungs-
effekt und füllt hauptsächlich nur die Taschen der Personaldisponennten
und noch mehr die Durchgeknallten, die vor diesen Beitrag im vollem
Umfang ihres Geklüngel beschrieben werden.

Auf dem IGZ-Kongress in Münster sagte Gysi als Gastredner "Ihr müsst
ja wohl masochistich veranlagt sein, sonst hättet ihr mich ja wohl nicht
eingeladen".. Diesbezüglich will die Leiharbeitslobby diese Emphatie und
Einstellung nun auf ihre Leihkräfte vererben ?

Es ist doch wirklich pervers, das Leihkräfte sich nun zu Werbesprüche
bei Fressebuch anbiedern sollen, um sich bei Leihbuden ausbeuten zu
lassen..
Ich kann dies nicht prüfen, da ich kein FB-Account habe oder will..

Schön, das so manche Accounts bei FB als Fake, Falseflaggs und
politisch irreführend empfunden werden. Nun kommt die Leiharbeits-
industrie mit ihrer Verlogenheit hinzu und dürften damit unglaubwürdig
auffallen. Jeder, der schon 2-3 Leihjobs hinter sich gebracht hat, sagt
sich "Blos nie wieder" und dessen Anzahl steigt..

Mann kann nur hoffen, das Ehrlichkeit am längsten währt und die
Sklavenhalter sich mit ihrem Propagandergehabe selbst ins Knie fixxen.

Ich hoffe nicht nur das. Es liegt nun auch an jedem potentiellem Opfer
selbst, sich mittels § 51 Dsvo von Bewerberpools fern zu halten.

Gegen diese "Speed-Dating-Vorstellrunden" lässt sich bestimmt auch
eine Abwehr wuppen. Ich stelle mir vor, das diese Arbeitskraft-
Verramsch-Aktionen nicht mit den Persönlichkeitsrechten des einzelnen
Arbeitsuchenden konform ist. Gerade, wenn das Geschehen in einem
Saal statt findet, wo sich der "Zwangsbesucher" bei allen anderen sich
als erwerbslos outen oder mit Bewerberdatenklau rechnen muss.

Allerdings erfordert Selbstimpfung gegen die Pest Leiharbeit Kreativität
auf Papier gebracht und Mut, seine Rechte bis hin zum Sanktionsstreit-
fall durch zu setzen.

Lasst Euch nicht zur verblödung besabbeln.. Bestimme selbst dein Preis
und unter dem is nix !

 Wink
« Letzte Änderung: 11. Juli 2018, 10:31:37 von Onkel Tom » Gespeichert

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Tiefrot
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« Antworten #47 am: 11. Juli 2018, 16:16:30 »

Onkel Tom sagte:
Zitat
Bestimme selbst dein Preis und unter dem is nix !

 Genau so. Und wer ihn nicht kennt, schaue einfach in den Lohnspiegel.  Wink

Speziell den Zugezogenen dürfte es helfen.
« Letzte Änderung: 11. Juli 2018, 16:18:03 von Tiefrot » Gespeichert

Denke dran: Arbeiten gehen ist ein Deal !
Seht in den Lohnspiegel, und geht nicht drunter !

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« Antworten #48 am: 19. Juli 2018, 04:18:46 »

Das klingt alles sehr gut. Doch die Realität ist, daß es einem Arbeitnehmer nicht erlaubt ist, selbstständig Verhandlungen über die Lohnhöhe zu führen, wenn ein für allgemeingültig erklärter Tarifvertrag - und in der Leiharbeit ist das der Fall - vorliegt. So etwas wird dann als "Verhinderung einer Beschäftigungsmöglichkeit" vom Jobcenter gewertet, wenn es denn vom Personaldisponenten der LAF bei dieser angezeigt wird.
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Onkel Tom


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« Antworten #49 am: 19. Juli 2018, 15:38:59 »

Ein Facharbeiter sollte schon darüber verhandeln, das dann auch im
AV "Facharbeiter als.." drin steht.. Der Lohndumping fängt schon damit an,
wenn z.b. die Bezeichnung "Gewerblicher Mitarbeiter" drin steht. Das heißt
dann Hilfsarbeiter und macht sich in der Lohntüte negativ bemerkbar..

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