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Autor Thema: Hartz IV: Fallmanagerin verklagt Jobcenter  (Gelesen 6997 mal)
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BGS
Polarlicht


Beiträge: 2706



« Antworten #50 am: 27. Februar 2017, 22:31:19 »

Zitat

2.243,13

von 3.000 € gesammelt

74%



1 Tag verbleibt


86 Beteiligungen

 

Quelle: https://www.leetchi.com/c/soziales-von-ulrich-schneider

MfG

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http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
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BGS
Polarlicht


Beiträge: 2706



« Antworten #51 am: 03. März 2017, 19:40:52 »

Von der CD Startseite:
Zitat

News
"Eine sehr couragierte und mutige Streiterin gegen Unrecht und Willkür in Jobcentern braucht unsere Hilfe. Ich in der letzten Woche durch einen Artikel in der Frankfurter Rundschau darauf gestoßen. Die Jobcenter-
Fallmanagerin aus Osterholz-Scharmbeck bei Bremen hatte sich geweigert, rechtswidrige Sanktionen - sprich: Kürzungen - gegen Hartz-IV-Bezieher zu vollstrecken. Sie hat sogar ihren eigenen Arbeitgeber, das Jobcenter,
wegen seiner schikanösen Praktiken verklagt, scheiterte aber vor Gericht.

Nun ist sie selbst arbeitslos und hat 3.000 Euro Schulden für die Gerichtskosten.
...
Diese couragierte Frau hat unsere Unterstützung verdient. Lassen wir sie nicht allein auf ihren Schulden sitzen, die ihr durch ihren Einsatz und ihren Kampf enstanden sind.

Jeder einzelne Euro hilft und ist ein Zeichen der Solidarität mit dieser wackeren Frau und gegen Sanktionen in Hartz IV."

Spendenkampagne und Hintergrund:
https://www.leetchi.com/c/soziales-von-ulrich-schneider
http://www.fr-online.de/politik/arbeitsrecht-jobcenter-rebellin-gibt-auf,1472596,35015422.html
Diskussion auf chefduzen: ...
 


Es sind am Ende immerhin

€ 2.243,13

zusammengekommen.

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BGS
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Just B U


Beiträge: 868



« Antworten #52 am: 07. März 2017, 14:24:40 »

 
Zitat
Private Prozesskostenhilfe

90 Spender finanzieren das Arbeitsgerichtsverfahren der Osterholzer Jobcenter-Rebellin
Von Eckhard Stengel

Sie war solidarisch mit Arbeitslosen und gab dafür sogar ihre eigene Stelle auf. Jetzt hat sie selber zu spüren bekommen, was Solidarität bedeutet: Eine Jobcenter-Fallmanagerin aus Osterholz-Scharmbeck bei Bremen, die sich vor dem Arbeitsgericht vergeblich gegen den Umgang ihrer Behörde mit Langzeitarbeitslosen gewehrt hatte, bleibt nun doch nicht auf ihren rund 3.000 Euro Gerichts- und Anwaltsgebühren sitzen. Nachdem die FR und einzelne andere Medien über ihren Fall berichtet hatten, spendeten mittlerweile 90 Menschen das nötige Geld, damit die 36-Jährige ihren verlorenen Prozess nicht selbst bezahlen muss. (...)


http://www.fr.de/politik/jobcenter-private-prozesskostenhilfe-a-1094055?GEPC=s3


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"Ja! Und wenn Sie ganz hart arbeiten und immer fleißig sind - Kauf ich mir nächstes Jahr noch 'n dickeres!"
BGS
Polarlicht


Beiträge: 2706



« Antworten #53 am: 08. März 2017, 14:18:22 »

Aus dem Zeitungsartikel:

Zitat

...  86 Menschen stifteten insgesamt über 2200 Euro; außerdem gingen einzelne direkte Zuwendungen bei der Jobcenter-Rebellin ein, darunter eine 750-Euro-Spende.

„Ist das nicht unfassbar?“, fragt die arbeitslose Jobcenter-Rebellin, die allen Spendern unendlich dankbar ist. „Neben dem finanziellen Aspekt ist für mich auch diese unglaubliche Wertschätzung und Solidarität wichtig.“  

...


Solidarität mit allen Ausgebeuteten!

MfG

BGS
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tleary


Beiträge: 309


« Antworten #54 am: 12. März 2017, 01:45:56 »

Wenigstens eine JC-Mitarbeiterin mit Rückgrat. Ich wünsche ihr viel Erfolg im Kampf gegen die skandalösen Zustände bei ihrem Arbeitgeber.
2 von 100.000 - was ist das schon? - Letztendlich hat doch jeder, der dort arbeitet, eine bürgerlich-rechte Ideologie in seinem Hirn. Das war vor ein paar Jahren schon so, als ich das niedrige Gehalt einer Leihklitsche meiner (alten) Sachbearbeiterin gegenüber ankreidete. Tenor von ihr damals "9 € sind besser als Null Euro". Bei meiner jetzigen dann, als ich ihr mit "20 Cent pro gefahrenem Kilometer sind nicht kostendeckend" kam. Da wurde dann gesagt, daß jeder das nur bekommt, und ich der erste wäre, der sich beschwere. Daß ich froh sein solle, überhaupt etwas zu bekommen, hat sie zwar nicht gesagt, aber aus dem vorher gesagten konnte man das schon schließen. Also, mit denen SB's, die man da als Arbeitsloser vor sich hat, braucht man wirklich kein Mitleid empfinden. Die setzen die Arbeitslosen genug unter Druck, so daß viele schon zahllose schlaflose Nächte mit Herzrasen etc. hinter sich haben.
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admin
Administrator

Beiträge: 2136


« Antworten #55 am: 12. März 2017, 07:38:49 »

2 von 100.000 - was ist das schon?

Sorry, ich bin hier anderer Meinung.
Selbst ein einzelner Mensch, der aus dem Gleichschritt ausschert, ist ein Beweis dafür, daß man nicht der Herde folgen muß.
Jede Veränderung begann und beginnt durch Einzelpersonen und Minderheiten.
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Rudolf Rocker
Waldkauz


Beiträge: 12604



WWW
« Antworten #56 am: 12. März 2017, 11:44:03 »

Zitat
Sorry, ich bin hier anderer Meinung.
Ich auch.
Es gibt selbstverständlich Arschloch- SBs mit denen man wirklich absolut kein Mitleid haben muss. Und das sind beim JC auch sicherlich nicht wenige. Soweit bin ich da völlig bei tleary.
ABER: Es gibt auch andere. Und genau diese sollte man sich "warmhalten". Hilft einem ungemein weiter, wenn man mal Probleme mit den Arschloch- SBs hat.
Zitat
Tenor von ihr damals "9 € sind besser als Null Euro
Da kenne ich wiederum ein anderes Beispiel:
Ein Erwerbsloser meinte (in Bezug auf die niedrigen Löhne bei den ZAF): "Von 8,50 € kann ich dich keine Familie ernähren!" Worauf ein SB meinte: "Von 8,50 € können sie nicht mal ohne Familie leben!"
Es kommt natürlich immer darauf an, wie ich in den Wald hineinrufe.
Freundlich aber bestimmt und wenn man dann merkt, das man an einen arroganten Arschloch- SB geraten ist, kann man den Ton auch gerne etwas verschärfen.
Dazu sind dann aber auch die allgemeinen Regeln des JC- Besuches zu beachten. Sprich: Beistand mitnehmen usw. usw.
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Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
Isnogud


Beiträge: 637



« Antworten #57 am: 12. März 2017, 20:17:18 »

hab meiner SB mal gesagt, bei der KM Pauschale muss ich ja Geld mitbringen. So viel verdien ich da nun auch nicht. Wollt sie nix von hören. War aber noch in der Probezeit. Und nach schlapp 10 Tagen war ich entlassen:-)
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wer bei Regen Sonnenmilch kauft, weiß, das der Stuhl ein Baum war.
Kuddel


Beiträge: 10127


« Antworten #58 am: 19. Juni 2017, 16:29:40 »

(Ex)-Fallmangerin Jana Grebe vom Job-Center Osterholz-Scharmbeck erhält Preis für Zivilcourage: "Ich kann doch nicht angewiesen werden gegen die Menschenwürde zu verstoßen"

http://www.solbach-freise-stiftung.de/preistraeger-2017.html

http://www.labournet.de/?p=98792
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dejavu


Beiträge: 879



« Antworten #59 am: 20. Juni 2017, 00:18:25 »

Tja, nun ist sie ja schon eine Weile arbeitslos, genau wegen ihres couragierten Verhaltens. Natürlich verdient sie Zuspruch und Unterstützung.
Es lässt sich aber leider nicht übersehen, das es sich hier um eine der wenigen Ausnahmen handelt.

Wir alle wissen doch, das Sanktionen dazu da sind bestimmte, für das Individuum als auch für die Gesellschaft, schädliche Verhaltensweisen durchzusetzen.
Es gibt da z.B. JC-Mitarbeiter die Sanktionen erlassen, obwohl sie wissen das sie damit vor Gericht nicht durchkämen, käme es denn zu einem Prozess.
Diese Mitarbeiter betreiben also etwas, das mindestens nahe der Rechtsbeugung anzusiedeln ist.
Das Sanktionsregime als solches hat schlechtere Lebensbedingungen durch Billiglöhne, Beschäftigungsunsicherheit usw. für Viele durchgesetzt.
Es hat sich also als wirksam erwiesen. Warum also die Idee nicht adaptieren? Ohne Rücksicht auf die praktische Realisierbarkeit könnte dies vielleicht so aussehen:

Gehen wir doch ruhig mal vom "schwarze Schafe Modell" aus, das ist das für die JC-MA günstigere. Es wäre also günstig die JC-Mitarbeiter zu kategorisieren, sagen wir in fünf oder sechs Kategorien, wobei z.B. der notorische Rechtsbeuger in Kategorie 2 oder 3 eingeordnet werden könnte, JC-MA die Derartiges organisieren beispielsweise in Kategorie 1 oder 2.  
Die Positiveren Figuren gehören in die Kategorien 5 oder 6. Die Kategoriezugehörigkeit der MA wird dann öffentlich vorgehalten.
Organisationen und Einzelpersonen könnten dann, je nach Kategoriezugehörigkeit der JC-MA, ein Sanktionsregime errichten und sich dabei, etwa aufgrund eingeschränkter Handlungsfähigkeit, auf die Bearbeitung prägnanter Einzelfälle beschränken.
So kann eine Verhaltensbesserung des Einzelnen und eine gute psychologische Wirkung auf andere Mitarbeiter erzielt werden, was zu einer langsamen aber stetigen Verhaltensverbesserung der Gesamtmitarbeiterschaft der JC führen sollte.

Vermutlich wäre es wohl ungünstig noch beschäftigte JC-MA öffentlich in den Kategorien 5 oder 6 zu führen.
« Letzte Änderung: 20. Juni 2017, 01:13:55 von dejavu » Gespeichert

Leiharbeit und Werkvertragsmißbrauch verbieten! Weg mit dem Dreck!
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