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Autor Thema: Sklavenmarkt Deutschland  (Gelesen 15043 mal)
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Fritz Linow


Beiträge: 1162


« Antworten #25 am: 27. Februar 2018, 23:41:18 »

Wahrscheinlicher Entleiher: Enercon Magdeburg

Jepp. Und Elbe City Dienstleistungen GmbH als Verleiher mit Sabine Heider als türmende Geschäftsführerin.
Die Geschichte geht mit leicht säuselnden Unterton, dass niemand etwas dafür kann und Leiharbeit trotzdem gut ist, weiter:
Zitat
27.2.18
(...)Nach dem Artikel meldete sich nicht nur Guido Bautz, sondern die Volksstimme erfuhr von mehr als zehn Mitarbeitern, denen das Gleiche widerfahren ist. Sie allesamt wurden von der Elbe City Dienstleistungen GmbH im Stich gelassen.(...)
https://www.volksstimme.de/lokal/magdeburg/chef-abgetaucht-magdeburger-warten-auf-ihren-lohn
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Rappelkistenrebell


Beiträge: 2869



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« Antworten #26 am: 28. Februar 2018, 11:40:00 »

Zahl der Leiharbeiter in Deutschland um vier Prozent auf 1,01 Millionen gestiegen / Fast die Hälfte aller Leiharbeitsverhältnisse endet in den ersten 3 Monaten

weiter im Text

http://www.labournet.de/politik/alltag/leiharbeit/leiharbeit_all/zahl-der-leiharbeiter-deutschland-um-vier-prozent-auf-101-millionen-gestiegen-fast-die-haelfte-aller-leiharbeitsverhaeltnisse-endet-den-ersten-3-monaten/
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Gegen System und Kapital!


www.jungewelt.de
Fritz Linow


Beiträge: 1162


« Antworten #27 am: 05. März 2018, 14:51:27 »

Zitat
5.3.18
Schwere Vorwürfe - Firma Frischpack bezieht Stellung

"Menschenverachtende Leiharbeit"

Tuntenhausen/Rosenheim - Bei der Firma Frischpack aus Tuntenhausen brodelt es. Eine ehemalige Mitarbeiterin erhebt schwere Vorwürfe gegen die Firma und zieht vor Gericht.

Seit einiger Zeit hängt an der Staatsstraße in Kolbermoor ein Plakat, das auf einen Prozess gegen den Käsespezialist Frischpack in Tuntenhausen aufmerksam macht. Auf Nachfrage unserer Redaktion teilte uns die Geschäftsleitung mit, dass es bei der Sache um einen Arbeitsprozess gegen eine ehemalige Mitarbeiterin gehe, man aber nicht mehr zu der Sache sagen wolle. (...)
https://www.rosenheim24.de/rosenheim/mangfalltal/tuntenhausen-ort49796/tuntenhausenrosenheim-eine-ehemalige-betriebsraetin-fuehrt-einen-prozess-gegen-firma-frischpack-9665501.html
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Kuddel


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« Antworten #28 am: 21. März 2018, 14:22:04 »

Staat und Wirtschaft Hand in Hand in Sachen Lohndrückerei und prekärer Arbeit.
Die Bundesagenter für Arbeit stärkt den Niedriglohnsektor und beliefert ihn mit Menschenmaterial.

Zitat
Fast jede zweite offene Vollzeitstelle ist Leiharbeit

Fast jede zweite bei Arbeitsagenturen und Jobcentern gemeldete Vollzeitstelle ist eine Anstellung in der Zeitarbeit.

Das geht aus der Antwort der Bundesagentur für Arbeit auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsabgeordneten Susanne Ferschl hervor.

Demnach waren im November des vergangenen Jahres 523.790 Vollzeitstellen offiziell gemeldet, 216.294 davon in der Arbeitnehmerüberlassung – das entspricht einem Anteil von 41,3 Prozent.

Von den offenen Stellen insgesamt – inklusive Teilzeit – befand sich etwa ein Drittel in der Leiharbeit, keine andere Branche kommt auf einen höheren Anteil. 33 Prozent aller Vermittlungen erfolgt in Leiharbeitsverhältnisse.

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit bekamen im Dezember 2016 zwei Drittel der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Leiharbeit einen Bruttolohn unterhalb der Niedriglohnschwelle von 2.088 Euro monatlich. In der Gesamtwirtschaft waren es dagegen 20 Prozent.
http://www.pfalz-express.de/fast-jede-zweite-offene-vollzeitstelle-ist-leiharbeit/

Zitat
Arbeitsagenturen vermitteln jeden Dritten in die Leiharbeit

Die Bundesagentur für Arbeit vermittelte 2017 85.000 Menschen an Leiharbeitsfirmen. Die Grünen kritisieren die Praxis als unnachhaltig.


Düsseldorf.  Die Bundesagentur für Arbeit (BA) vermittelt viele Arbeitslose in die Leiharbeit. 85.000 der insgesamt 260.000 Menschen, die 2017 von der BA in eine neue Stelle vermittelt wurden, nahmen eine Beschäftigung in der Zeitarbeitsbranche auf, wie die "Rheinische Post" (Mittwoch) berichtete. Das gehe aus der Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine kleine Anfrage der Grünen hervor, die der Zeitung vorliegt.

Diese Vermittlungspraxis der Bundesagentur sei nicht nachhaltig, sagte die Grünen-Politikerin Beate Müller-Gemmeke der Zeitung. 317.000 Personen, die unmittelbar zuvor in der Leiharbeit beschäftigt waren, waren nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums anschließend sofort wieder arbeitslos.

47 Prozent der Zeitarbeitsjobs dauerten im ersten Halbjahr 2017 höchstens drei Monate, lediglich 24 Prozent ein Jahr oder länger, heißt es in der Regierungsantwort. "Es scheint, die schnelle Vermittlung in Leiharbeit steht immer noch im Mittelpunkt, obwohl die Menschen schnell wieder arbeitslos werden", kritisierte Müller-Gemmeke.
https://www.abendblatt.de/wirtschaft/article213781389/Arbeitsagenturen-vermitteln-jeden-Dritten-in-die-Leiharbeit.html
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Fritz Linow


Beiträge: 1162


« Antworten #29 am: 04. April 2018, 22:03:20 »

Zitat
Knochenjob Leiharbeit (Audio)

In der Gastronomie können sich Studierende ohne große Vorkenntnisse ihren Lebensunterhalt verdienen. Immer mehr Betriebe greifen dabei auf sogenannte LeiharbeiterInnen von Agenturen zurück. Wer profitiert von dieser Entwicklung?
Ein Beitrag aus »Places and Voices«, der Hörfunksendung des Praxisseminars Hörfunk im Wintersemester 2017/2018

http://userpage.fu-berlin.de/melab/wordpress/?p=9544
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Fritz Linow


Beiträge: 1162


« Antworten #30 am: 13. Juni 2018, 19:00:29 »

Zitat
13.6.18
Mit einer Aktion vor den Toren des Mercedes Benz Werks in Rastatt hat die Gewerkschaft IG Metall gegen angeblich skandalöse Zustände beim Leiharbeitsvermittler Dekra protestiert.

Die rund 1.200 Beschäftigten der Dekra bei Mercedes Benz in Rastatt seien wiederholt Schikanen bis hin zu ungerechtfertigten Entlassungen ausgesetzt gewesen.

Über 120 Befragungen von Dekra-Mitarbeitern hat es seit Anfang des Jahres gegeben. Übereinstimmend hätten die Kollegen dabei von einem Klima der Angst berichtet, das bei der Dekra erzeugt werde.

DEKRA weisst Vorwürfe zurück

Arbeitsverträge seien manipuliert und Urlaubstage einfach ohne Begründung gestrichen worden, so die Gewerkschaft. In Krankheitsfällen seien Kollegen wiederholt abgemahnt und in Einzelfällen sogar entlassen worden.

Die Firma Dekra weist sämtliche Vorwürfe zurück, hat aber Gespräche mit der IG Metall angeboten. Mercedes Benz Rastatt will sich zu den konkreten Vorwürfen nicht äußern. Das Unternehmen hat aber eine Überprüfung zugesagt.
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/karlsruhe/Im-Mercedes-Benz-Werk-Rastatt-Angebliche-Missstaende-bei-Leiharbeitsfirma,ig-metall-dekra-100.html
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Kuddel


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« Antworten #31 am: 15. Juni 2018, 13:13:35 »

Zitat
Merkel verteidigt Leiharbeit

"Als Flexibilitätsinstrument ist Leiharbeit wichtig und richtig", sagte Kanzlerin Merkel auf die Frage von Linken-Politiker Jan Korte im Bundestag. Dennoch müsse es das Ziel sein, dass möglichst viele Menschen dauerhaft beschäftigt werden.
mit sehenswertem Video: https://www.zdf.de/nachrichten/heute-sendungen/videos/leiharbeit-merkel-100.html
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Fritz Linow


Beiträge: 1162


« Antworten #32 am: 10. September 2018, 20:42:14 »

Zitat
10.9.18
Neue Rekord in der Leiharbeit
Anstieg um 43 Prozent binnen zehn Jahren

Die Zahl der Leiharbeitenden in Deutschland ist seit 2007 innerhalb von zehn Jahren um 43 Prozent gestiegen. Ende vergangenen Jahres waren 1.031.589 Menschen in dieser Beschäftigungsform tätig. Das waren fast 39.000 mehr als Ende 2016 und ein neuer Höchststand, wie aus einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion hervorgeht. Ende 2007 hatte die Zahl der Leiharbeiter*innen noch bei 721.345 gelegen.

Der Anteil an der Gesamtbeschäftigung lag damit Ende vergangenen Jahres bei 2,8 Prozent. In der Metallbearbeitung und im Lager- und Postbereich lag er mit 14,9, beziehungsweise 12,0 Prozent, deutlich höher. (...)
https://www.neues-deutschland.de/artikel/1099960.prekaere-beschaeftigung-neue-rekord-in-der-leiharbeit.html
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Kuddel


Beiträge: 11364


« Antworten #33 am: 12. September 2018, 15:51:12 »

Das komplette Zahlenwerk aus der Antwort des Bundesarbeitsministeriums:

https://www.linksfraktion.de/fileadmin/user_upload/PDF_Dokumente/20180831_Auswertung.Leiharbeit_einzelergebnisse_01.pdf

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counselor


Beiträge: 3242



« Antworten #34 am: 15. September 2018, 14:36:53 »

Zitat
Leiharbeiter: "Ich gehe auch mit Fieber zur Arbeit"

Leiharbeiter Nedim und seine Familie leben allein von seinem Gehalt: 2.400 Euro netto. Übrig bleibt am Ende des Monats nichts. Eine Festanstellung könnte das ändern.

Quelle: https://www.zeit.de/arbeit/2018-09/leiharbeiter-automobilbranche-festanstellung-montage-fliessband-einnahmen-ausgaben-kontoauszug
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Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!
Onkel Tom


Beiträge: 3609



« Antworten #35 am: 17. September 2018, 11:59:00 »

Nicht zu ertragen, wie sich manche Leiharbeiter_innen  soo anbiedern müssen,
für die Hoffnung auf Festeinstellung. Weiter sorgt solch Verhalten auch für Unmut
bei den Kollegen und trägt subtil der Entsolidarisierung unter Arbeitskollegen bei..

Wer Fieber hat, sollte gefälligst seine Gesundheit wieder in Ordnung bringen, statt
sich aller Restenergie berauben zu lassen. Aber manche bemerken das Gebot
erst dann, wenn die ersten Herzkasper auftauchen..

"Hauptasche Arbeit"  Angry
« Letzte Änderung: 17. September 2018, 12:03:03 von Onkel Tom » Gespeichert

Lass Dich nicht verhartzen !
CubanNecktie


Beiträge: 1707



« Antworten #36 am: 18. September 2018, 20:08:02 »

Zum Kotzen auch die meisten Kommentatoren dieses Mal, hab nur die ersten Kommentar-Seiten gelesen und nur2-3 Leute haben das Arbeitengehen mit Fieber ebenfalls kritisiert oder das Punktesystem. Das einzig halbwegs Gute, 2400 netto sind nicht schlecht*, aber leiharbeit bleibt Leiharbeit und Knochenjob bleibt Knochenjob und Arbeit mit Fieber und ein merkwürdiges Belohnungssystem mit Punkten niederträchtig. Arbeit mit Fieber gehen, was kommt als nächstes? Arbeit trotz Schmerzen - und dann mit Tabletten und so?

 kotz *würgh* AAAAAh

Ja, ein Herzkasper ist eine nicht zu unterschätzende Gefahr - besonders wie hier bei körperlicher Arbeit. Aber selbst wenn es nur reine Denkarbeit wäre - es gibt immer noch ein Ansteckungsrisiko für andere und auch läßt die Konzentration nach. Ich würde jedenfalls kein Auto kaufen, bei dem Mitarbeiter evtl. was falsch gemacht haben - wegen schlechter Konzentration.

*im Vergleich zu den Festangestellten trotzdem schlecht ...
« Letzte Änderung: 18. September 2018, 20:09:53 von CubanNecktie » Gespeichert

Vorstellungsgespräch bei einer Leihbude?
ZAF Fragebogen
Passwort: chefduzen.de

... und nun die durchgeschröderte Masse noch stärker unterdücken und nochmals ordentlich durchmerkeln, bis es ordentlich braun wird.
dagobert


Beiträge: 4617


« Antworten #37 am: 18. September 2018, 20:19:09 »

was kommt als nächstes? Arbeit trotz Schmerzen - und dann mit Tabletten und so?
Soweit ich weiß, gibt es das schon.

Ich würde jedenfalls kein Auto kaufen, bei dem Mitarbeiter evtl. was falsch gemacht haben - wegen schlechter Konzentration.
Als Autokäufer erfährst du sowas doch eh erst hinterher.  angel
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gefangen in der Optionsko


Beiträge: 4


« Antworten #38 am: Gestern um 06:26:44 »

Ich kann nur jedem raten, achtet auf die Gesundheit.
Denn ist sie erst einmal ruiniert, dann denken die meisten ganz anders.
Und da schliesse ich mich nicht aus.
Ich bin durch die Arbeit unheilbar krank geworden, da mein ehemaliger Chef die Arbeitssicherheit nicht so genau genommen hat.
Aus Angst die Stelle zu verlieren, habe ich dummerweise auch nie etwas dagegen unternommen.
Jetzt kämpfe ich zur Zeit um die EM-Rente, eine kleine Rente der BG bekomme ich schon.
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