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Autor Thema: Terror, Terror und nochmal Terror  (Gelesen 23903 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Rudolf Rocker
Waldkauz


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« Antworten #125 am: 22. August 2017, 09:00:14 »

Zitat
Wir haben uns auch noch nicht abschließend einigen können auf den sinnvollen Gebrauch des Begriffs "Verschwörungstheorie".
Das sich "die Geheimdienste" verschworen haben, um bestimmte Dinge zu inszenieren, ist eigentlich eine "klassische Verschwörungstheorie".
Auch beim NSU gibt es keine Klarheit darüber, ob hier Einzelpersonen, Teile der Geheimdienste, nur der VS oder alle Geheimdienste involviert waren.
Das Geheimdienste komische Sachen machen (Celler Loch) ist ja durchaus bekannt und soll auch nicht in Abrede gestellt werden.
Aber grade der Satz
Zitat
Mich würde nicht einmal wirklich wundern, wenn diese "islamistischen" Anschläge komplett von irgendwelchen Geheimdiensten inszeniert worden sind.
stellt die Behauptung auf, das irgendwelche Geheimdienste hinter allen Anschlägen stecken. (Sie sich also Verschworen haben!). Dazu müssten dann die entsprechenden Beweise geliefert werden, was aber nicht passiert.

Zitat
Galileo Galilei hatte die Theorie, daß die Erde keine Scheibe sei.  Seine Schrift wurde auf die Liste der verbotenen Literatur gesetzt.
Interessant das du Galileo Galilei erwähnst. Er war nämlich einer der Begründer der neuzeitlichen exakten Naturwissenschaften. Das gab es zu seiner Zeit so noch nicht. Heute aber schon! Desshalb sollte man sich, Galilei zu Ehren, an die heute gültigen wissenschaftlichen Standarts halten.
Das gilt auch für historische und politische Aspekte.
Ich will damit sagen: Es braucht für eine Behauptung (Theorie) nachprüfbare Beweise. Gibt es die nicht bleibt es eben eine Theorie (und in diesem Fall eine Verschwörungstheorie)
Und Verschwörungstheorien überlasse ich mal lieber der Polizei Hamburg! Grin



« Letzte Änderung: 22. August 2017, 09:03:35 von Rudolf Rocker » Gespeichert

Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
Rudolf Rocker
Waldkauz


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« Antworten #126 am: 22. August 2017, 09:12:25 »

Zitat
Bei der Fahrt des Vans in eine Menschenmenge sind, glaub ich, 5 potentielle Terroristen erschossen worden. Wozu braucht man bei einer solchen Aktion so viele Beifahrer?
Du hast den, von dir selbst verlinkten, Artikel von Ralf Streck aber schon gelesen, oder? Roll Eyes
Daraus:
Zitat
Die fünf in Cambrils erschossenen Terroristen hatten eigentlich ein Massaker mit Messerattacken in dem Tourismusort am Mittelmeer geplant. Das hat die katalanische Polizei allerdings durch ein entschlossenes Eingreifen weitgehend verhindert. Eine Frau fiel ihnen aber doch noch zum Opfer. Deshalb seien sie zu fünft in nur einem Auto unterwegs gewesen. Sie sollen nicht geplant haben, wie in Barcelona viele Menschen zu überfahren. Das hätten sie erst versucht, nachdem sie schon entdeckt waren.
Also Cambrils 5 Terroristen mit Messern, in Barcelona ein Terrorist mit Van. Frage erledigt?
« Letzte Änderung: 22. August 2017, 09:16:59 von Rudolf Rocker » Gespeichert

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Rudolf Rocker
Waldkauz


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« Antworten #127 am: 22. August 2017, 09:36:21 »

Zitat
Wirrer Scheiß! Man sollte bei offiziellen Verlautbarungen Zweifel haben. Es ist aber nicht angebracht, jetzt mit vorschnellen Erklärungen vorzupreschen.
Hast Du den Artikel wirklich gelesen? El Mundo verbreitet keine offiziellen Verlautbarungen und die "Mossos" stellen Vermutungen auf. Ich sehe niemanden, der mit vorschnellen Erklärungen kommt.
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Rudolf Rocker
Waldkauz


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« Antworten #128 am: 03. Oktober 2017, 13:05:16 »

Wenn es nicht so traurig wäre könnte man herzhaft drüber lachen:
Da Unterzeichnet der US- Dummbratzenpräsident irgendwelche Dekrete, damit keiner mehr aus angeblichen Terrorstaaten einreisen darf und will eine Mauer um die USA bauen und dann ballert ein US- Bürger mit einem vollautomatischen Sturmgewehr 59 Menschen über den Haufen.
30.000 Tote pro Jahr durch Schusswaffen! Dagegen war 9/11 ein Fliegenschiss!
http://www.tagesschau.de/ausland/us-waffenrecht-101.html
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dagobert


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« Antworten #129 am: 03. Oktober 2017, 14:27:45 »

Folglich müssten jetzt alle anderen Staaten eine Mauer um die USA bauen, damit da kein Ami mehr raus kann.
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Rudolf Rocker
Waldkauz


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« Antworten #130 am: 03. Oktober 2017, 15:07:30 »

Ich vermute, das Kanada schon Überlegungen in diese Richtung anstellt!
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Rudolf Rocker
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« Antworten #131 am: 03. Oktober 2017, 20:35:05 »

Mal kurz zurück zum 22. Juli 2016 nach München:

Zitat
Am 22. Juli 2016 ermordete David S. in München neun Menschen, sie alle stammten aus Einwandererfamilien. David S. wurde in der Schule gemobbt. Er war in psychiatrischer Behandlung, aber er war auch ein Rassist und ein Bewunderer des norwegischen Rechtsterroristen Anders Breivik. In einer Art Manifest schrieb er über "ausländische Untermenschen", die er exekutieren wolle.


Zitat
Dem Landesamt für Verfassungsschutz gilt er als "psychisch kranker Rächer", nicht als "terroristischer Kämpfer".


 
Zitat
Drei Gutachter widersprechen nun der Behördensicht. Die Fachstelle für Demokratie der Stadt München hat die Sozialwissenschaftler Christoph Kopke, Matthias Quent und Florian Hartleb beauftragt, den rechtsextremistischen Hintergrund von David S. zu untersuchen. Nach Informationen von WDR und "Süddeutsche Zeitung" kommen alle drei zu dem Ergebnis, dass der Amoklauf am Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) als politisch motivierte, rechte Tat zu werten sei. Einer der Gutachter spricht sogar von Rechtsterrorismus. Ihre Analysen präsentieren sie nun am Freitag im Rathaus.

Für die Forscher sind weder Opferauswahl noch Tattag Zufall. Auf das Datum fiel der Jahrestag des Attentats von Rechtsterrorist Breivik, den S. als Vorbild gesehen hat. Anders als Amokläufer habe S. nicht an seiner eigenen Schule gemordet, er kannte keines seiner Opfer. Er wusste jedoch, dass am OEZ viele Menschen mit Migrationshintergrund anzutreffen sein würden. Dabei spiele es auch keine Rolle, dass S. selbst iranische Eltern gehabt habe. Durch die Abwertung von Migranten habe er sich offenbar als "echter Deutscher" beweisen wollen. Weltbild und Tat von S. seien durchaus ambivalent, aber individuelle und politische Motive müssten sich nicht ausschließen, schreiben die Gutachter.

http://www.tagesschau.de/inland/muenchen-amok-103.html

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Kuddel


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« Antworten #132 am: 12. Oktober 2017, 19:38:13 »

Ich bleibe dabei.

Wenn man im Fall Amri weitergräbt, wird ähnliches zutage kommen, wie im Fall NSU.

Im Moment sind es noch "zahlreiche Fehler" der Ermittlungsbehörden.


Zitat
Sonderermittler sieht zahlreiche Polizei-Fehler
Der Sonderermittler des Berliner Senats hat zehn Monate nach dem Terroranschlag auf einen Weihnachtsmarkt in der Hauptstadt viele Fehler der Polizei festgestellt.


Der frühere Bundesanwalt Jost kritisiert in seinem Abschlussbericht vor allem die Polizeibehörden in Berlin, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Demnach hätte der Attentäter Amri, der bereits als Gefährder eingestuft war, wegen Drogenhandels und gefälschter Ausweise vermutlich vor der Tat verhaftet werden können. Berlins Innensenator Geisel forderte einen Untersuchungsausschuss des Bundestags zu dem Anschlag, bei dem zwölf Menschen getötet wurden.
http://www.deutschlandfunk.de/berliner-terroranschlag-sonderermittler-sieht-zahlreiche.2932.de.html?drn:news_id=802876

Irgendwann wird die Häufikeit und das Zusammenspiel vom Fehlern, Pannen und Versagen doch sehr merkwürdig.
Betreuter Terror.
Eine weitere Blutspur unter den Augen der Behörden...

Zitat
Der Bericht zum Anschlag in Berlin attestiert den Behörden ein Totalversagen. Amri hätte aufgehalten werden können – hätten die Beamten „den Hintern bewegt“. Schon 48 Stunden nach der Tat frisierte das LKA Berichte.
https://www.welt.de/politik/deutschland/article169578627/Katastrophale-Zustaende-im-Berliner-LKA.html

Zitat
Zeuge bekommt Maulkorb
Die Innenverwaltung hatte dem ersten Zeugen nur eine beschränkte Aussage gewährt
Der erste Zeuge im Ausschuss, Kriminaldirektor Dennis Golcher, hatte eine so starke Beschränkung der Aussagegenehmigung, dass er in vier Stunden Befragung am Freitag über die aktuellen Erkenntnisse der polizeiinternen Task Force wenig erzählen durfte.
http://www.tagesspiegel.de/berlin/terroranschlag-am-breitscheidplatz-amri-ausschuss-zeuge-bekommt-maulkorb/20366388.html

Zitat
"Da wurde alles falsch gemacht, was man falsch machen kann", so der Sonderermittler. Der zuständigen Abteilung des Berliner Landeskriminalamtes (LKA) bescheinigte er "katastrophale Zustände".
https://www.tagesschau.de/inland/amri-abschlussbericht-101.html

Zitat
Der vom Berliner Senat eingesetzte Sonderermittler kritisierte sowohl die Berliner Kriminalpolizei als auch die Polizei in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Auch die schlechte Zusammenarbeit der Behörden bundesweit rügte er.
http://www.t-online.de/nachrichten/id_82468088/sonderermittler-polizei-haette-amri-aus-verkehr-ziehen-koennen.html

Zitat
Weil sich Anis Amri rasch als behördenbekannt herausstellte, beauftragte der Berliner Senat den früheren Bundesanwalt Bruno Jost, das Handeln der Behörden zu untersuchen. Bereits im Sommer informierte Jost in einem Zwischenbericht, dass er gravierende Verstöße festgestellt habe. Zudem sah er Hinweise, dass Beamte des LKA in Berlin möglicherweise versucht haben, nach der Tat Ermittlungspannen durch Manipulationen zu vertuschen. Gegen das LKA ermittelt seither die Staatsanwaltschaft.
http://www.sueddeutsche.de/politik/fall-anis-amri-sonderermittler-macht-der-polizei-im-fall-amri-schwere-vorwuerfe-1.3705842

Zitat
Eine weitere folgenschwere Panne hätte es nicht gegeben, wenn die Behörden in die polizeiliche Datenbank Inpol geschaut hätten. Amri hatte offiziell keine Papiere. Tunesien verlangte vor der Abschiebung für die Identitätsfeststellung und das Ausstellen von Ersatzpapieren nicht nur Fingerabdrücke und Fotos, sondern auch Abdrücke der Handflächen.
Diese lagen bei der Bundespolizei vor, weil sie die Abdrücke Amri nach seiner Einreise im Juli 2015 abgenommen hatten. Und sie wurden sogar von der Berliner Polizei erneut im Februar 2016 abgenommen.
http://www.tagesspiegel.de/berlin/terror-am-berliner-breitscheidplatz-abschlussbericht-im-fall-amri-soll-pannen-offenlegen/20439436.html

Zitat
Der Ex-Bundesanwalt schreibt dazu scharfe Sätze: Im Sommer und im Herbst 2015 habe die Erfassung, Verteilung und Kontrolle häufig nicht dem "gesetzlich vorgesehenen Vorgehen" entsprochen. Behördenmitarbeiter hätten ihm berichtet, dass erkennungsdienstliches Material teils "wochenlang in Waschkörben in einer Ecke gelegen" habe.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fall-anis-amri-sonderermittler-wirft-behoerden-versagen-vor-a-1172571.html

Und besonders gut gefällt mir auch folgendes:
Zitat
Der Ausschuss will erneut den früheren Innenstaatssekretär Bernd Krömer (CDU) vorladen. Dieser hatte im September kurz vor der Sitzung ein ärztliches Attest vorgelegt und lief zwei Tage später den Berlin-Marathon mit.
http://www.tagesspiegel.de/berlin/terror-am-berliner-breitscheidplatz-abschlussbericht-im-fall-amri-soll-pannen-offenlegen/20439436.html
« Letzte Änderung: 12. Oktober 2017, 19:47:57 von Kuddel » Gespeichert
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