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Autor Thema: Wann liegt im Home Office ein Arbeitsunfall vor?  (Gelesen 3234 mal)
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dagobert


Beiträge: 4659


« am: 18. Juli 2016, 19:26:42 »

Sollten sich alle genau durchlesen, die damit liebäugeln, von zu Hause aus zu arbeiten oder die sowas angeboten bekommen.

Zitat
Unfallversicherung
Wann liegt im Home Office ein Arbeitsunfall vor?

Stürzt ein Beschäftigter im home office auf dem Weg zur Küche, liegt kein Arbeitsunfall vor. Das Unfallrisiko zu Hause muss er selber tragen. Daran ändert sich auch nichts, wenn der Arbeitnehmer zu Hause seiner beruflichen Tätigkeit nachgeht. Denn der Gang zur Küche, um sich etwas zu trinken zu holen, hat nichts mit der versicherten Tätigkeit zu tun – so das BSG.

http://www.bund-verlag.de/blog/soziale-sicherheit/wann-liegt-im-home-office-ein-arbeitsunfall-vor/?newsletter=BR-Newsletter%2F12.07.2016

Das im Artikel angegebene Az. B 2 U 2/15 R ist falsch, richtig ist B 2 U 5/15 R.

BSG-Pressemitteilung:
http://juris.bundessozialgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bsg&Art=ps&Datum=2016&nr=14307&pos=0&anz=15

Wenn der Volltext verfügbar ist, wird er hier zu finden sein:
https://dejure.org/2016,16835
« Letzte Änderung: 18. Juli 2016, 19:35:25 von dagobert » Gespeichert
vampyrella


Beiträge: 927



« Antworten #1 am: 19. Juli 2016, 11:59:47 »

Die Gefahr in meiner kleinen Bude einen Unfall zu erleiden ist wesentlich geringer als im normalen Büro - denn alleine bis dorthin lege ich für eine Strecke gut 8 km mit dem Rad zurück. Und abends im fFierabendverkehr wieder 8 km mit dem Rad.
Da wäre mir das auf dem Scheisshaus ausrutschen echt lieber, als mal wieder von einem VW-Golf mit BO-Aufkleber zur Seite gedrängelt zu werden.

Daher: Homeoffice bleibt geil!
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shitux


Beiträge: 518


« Antworten #2 am: 19. Juli 2016, 17:20:58 »

Puuh,
da ham de AG aber Glück gehabt.
Noch ein paar mehr solch Urteile und die AG brauchen bald keine Unfallversicherungen mehr bezahlen. Pöh, soll der AN sich doch bitte selbst versichern ...
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vampyrella


Beiträge: 927



« Antworten #3 am: 19. Juli 2016, 17:40:05 »

Soweit ich das hier in Deutschland überblicke ist "Home-Office" eher Mangelware.
Von "bald" kann daher keine Rede sein.
Den Beitrag zu den Unfallkassen/Bgs muss der AG  im übrigen trotzdem zahlen - der wird fällig sobald Entgelt fließt.

Letzenden Endes muss in diesem Fall hier lediglich die Krankenkasse und nicht die BG die Kosten für die Behandlungen zahlen.
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dagobert


Beiträge: 4659


« Antworten #4 am: 19. Juli 2016, 20:19:45 »

Den Beitrag zu den Unfallkassen/Bgs muss der AG  im übrigen trotzdem zahlen - der wird fällig sobald Entgelt fließt.
Gestaffelt nach Risiko.
Je weniger Risiken von der Unfallversicherung abdecken muss, desto weniger müssen die AG zahlen.

Letzenden Endes muss in diesem Fall hier lediglich die Krankenkasse und nicht die BG die Kosten für die Behandlungen zahlen.
Wo praktischerweise der AG-Anteil zu den Beiträgen eingefroren ist, so dass Kosten- und damit Beitragsteigerungen voll zu Lasten der AN gehen.
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shitux


Beiträge: 518


« Antworten #5 am: 19. Juli 2016, 20:37:55 »

Zitat
Soweit ich das hier in Deutschland überblicke ist "Home-Office" eher Mangelware.
Wenn sich jmd traut mal nach Home-Office Jobs zu suchen- jo da gibbet es schon so einiges. Alle bekannten Anbieter ala ZAF ganz vorne mit dabei.
Erstmal unabhängig davon  ob seriös oder nicht.

Zitat
Den Beitrag zu den Unfallkassen/Bgs muss der AG  im übrigen trotzdem zahlen - der wird fällig sobald Entgelt fließt.
Ein weiteres mal: Joho.
Bis Rot-Grüne Sozialdarwinisten um die Kurve kamen, mussten AG auch tarifliche Löhne bezahlen. Es bedurfte nur wenig um Schröder und "seine" spDoof zu manipulieren.

Aber OK. Ich ticke eben def. anders:
- hinter meiner Tür haben weder AG; Bullen; IM Larve; IM Erika oder andere ungebetene Gäste was zu suchen.

Meine Liste wäre noch viel, viel länger. Aber ich mag es nicht so ausarten lassen wie rebelflori mit seinem abgewixten Online-Spiel.
« Letzte Änderung: 20. Juli 2016, 13:59:13 von shitux » Gespeichert

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« Antworten #6 am: 19. Juli 2016, 23:03:47 »

Puuh,
da ham de AG aber Glück gehabt.
Noch ein paar mehr solch Urteile und die AG brauchen bald keine Unfallversicherungen mehr bezahlen. Pöh, soll der AN sich doch bitte selbst versichern ...
Ist das nicht eine Forderung der AfD?
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dagobert


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« Antworten #7 am: 20. Juli 2016, 01:56:05 »

Stimmt.
Privatisierung der Sozialversicherung haben die mit auf der Wunschliste.
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vampyrella


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« Antworten #8 am: 20. Juli 2016, 06:35:30 »

Gestaffelt nach Risiko.
Je weniger Risiken von der Unfallversicherung abdecken muss, desto weniger müssen die AG zahlen.


Das ist nicht ganz falsch, in diesem Bereich aber schon. Bei der zuständigen UK/ VBG (also da wo Leute mit Bürojobs meistens versichert sind) wird nicht zw. HO oder normal Büro unterschieden.
Ich arbeite bei einer UK, kannst mir also glauben.

Zitat
Wenn sich jmd traut mal nach Home-Office Jobs zu suchen- jo da gibbet es schon so einiges. Alle bekannten Anbieter ala ZAF ganz vorne mit dabei.
Erstmal unabhängig davon  ob seriös oder nicht.
Das meiste der HO Jobs sind Telefonsex, Web-Cam-Sachen oder Arbeiten für unqualifizierte. So wird der ganze Mist auch vergütet. Bei ZAF hatte ich das bislang nie gesehen. Wo soll das sein?

Mein Job hingegen könnte ich auch von zu Hause aus machen, bei uns wird HO aber nur Leuten mit Kindern und (anderen ;-) ) Behinderungen  zugestanden.
« Letzte Änderung: 20. Juli 2016, 06:40:23 von vampyrella » Gespeichert

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shitux


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« Antworten #9 am: 20. Juli 2016, 09:51:26 »

https://www.google.de/search?client=opera&q=home+office+jobs&sourceid=opera&ie=UTF-8&oe=UTF-8#q=home+office+jobs+deutschland

Ganz unten gibt es sogar die Möglichkeit explizit nach seriösen Angeboten zu suchen.
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vampyrella


Beiträge: 927



« Antworten #10 am: 20. Juli 2016, 10:19:11 »

Die meisten Links gehen zu Web-Cam und SMS-Chat-Sachen. Wie bereits erwähnt. Das ist dann auch kein Job als Arbeitnehmer sondern als Selbständiger/Freiberufler.
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