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Autor Thema: Rechter Terror  (Gelesen 9326 mal)
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Kuddel


Beiträge: 11367


« am: 01. Oktober 2016, 14:17:54 »

Die Aufklärung des NSU Terrors wird weiterhin durch die Behörden verhindert.
Der Nationalsozialistische Untergrund bestand nicht nur aus 3 Personen und die Strukturen sind bis heute nicht zerschlagen.
Vor einem erneuten Formieren neuen rechten Terrors wurde seit langem gewarnt und er wird bereits wieder sichtbar.

Zwei faschistische Bombenanschläge in Dresden


Und es geht weiter wie gehabt. Die bürgerlichen Medien schmeißen wieder Nebelbomben.
Tagelang hieß es, es sei nicht geklärt, ob die Anschläge von links oder rechts gekommen seien.
Man braucht weder Kriminalist, noch erfahrener politischer Analyst zu sein, um zu wissen, daß ein Anschlag gegen eine Moschee nicht von Linken verübt worden ist. Dazu reicht eine einzige verbliebene Hirnzelle. Darf man bei Journalisten aber nicht mehr voraussetzen.

Tagelang wird dreist behauptet, Indymedia sei eine antifaschistische Homepage oder ein linksradikale Seite, dabei ist es nichts weiter als eine offene Informationsplattform mit linkem und antifaschistischem Anspruch.

Und in alter NSU Tradition sind die Behörden wieder dabei die Aufklärung des Terrors zu sabbotieren:
Zitat
Dresden:
Polizei untersucht Ermittlungspanne vor Moschee
Bei der Errichtung von Absperrungen am Tatort sind der Dresdner Polizei womöglich Fehler passiert. Derweil startete die Einheitsfeier mit höchster Sicherheitsstufe.




Zurzeit werde untersucht, ob es einen "ablauforganisatorischen Fehler bei der Stellung einer geeigneten Absperrung gab", zitieren die Dresdner Neuesten Nachrichten den Sprecher des Landeskriminalamtes Sachsen.

Demnach könnten die Beamten der Polizeidirektion Dresden, die für die Absperrung zuständig waren, versäumt haben, das Gelände ausreichend zu sichern. Menschen, die nichts mit den Ermittlungen zu tun hatten, könnten so ungehindert auf das Gelände um den Tatort gelangt sein und dabei womöglich Spuren zerstört haben. Dazu gehörten nicht nur Zaungäste und Gemeindemitglieder, sondern auch Journalisten und Innenminister Markus Ulbig (CDU), berichtet die Zeitung.

Den Dresdner Neuesten Nachrichten zufolge sperrte die Polizei den Tatort erst am späten Vormittag nach der Tatnacht erneut ab, nachdem er mehrere Stunden lang frei zugänglich war und der Sohn des Imam mehrere Teile aufgelesen hatte, die vermutlich zu dem Sprengsatz gehörten.
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-10/dresden-polizei-absperrung-sprengstoffanschlag-moschee-fehler


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Rudolf Rocker
Waldkauz


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« Antworten #1 am: 01. Oktober 2016, 15:31:52 »

Zitat
Tagelang wird dreist behauptet, Indymedia sei eine antifaschistische Homepage oder ein linksradikale Seite, dabei ist es nichts weiter als eine offene Informationsplattform mit linkem und antifaschistischem Anspruch.
Du hast dabei leider die wichtigste Information vergessen und somit wird dein Text für alle, die es nicht mitbekommen haben unverständlich:
Auf linksunten.indymedia.org wurde nach den Anschlägen ein Bekennerschreiben veröffentlicht in der eine linke Gruppe sich zu den Anschlägen bekannte. Dieses Schreiben war eine so offensichtliche Fälschung, das sie von den Betreibern von linksunten.indymedia.org umgehend gelöscht wurde. Da hatte dieses Bekennerschreiben merkwürdigerweise schon eine weite Verbreitung in neofaschistischen Kreisen erfahren.
Während die Ermittlungsbehörden wohl schon recht früh von einer Fälschung ausgingen und Nachgewiesen werden konnte, das das Bekennerschreiben aus einem linken Flugblatt zusammengezimmert wurde laberte der dümmliche sächsische Innenminister Markus Ulbig weiter irgendwas von linker Gefahr. Tja, da muss wohl wieder was im Koks gewesen sein, Herr Ulbricht...ähh Ulbig.

https://linksunten.indymedia.org/de/node/191803
https://linksunten.indymedia.org/de/node/192258
« Letzte Änderung: 01. Oktober 2016, 15:44:49 von Rudolf Rocker » Gespeichert

Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
shitux


Beiträge: 518


« Antworten #2 am: 01. Oktober 2016, 19:37:41 »

Am gestrigen Freitag konnte der sächsische Innenminister endlich eine Erfolgsmeldung vermelden.

Wie der Sprecher des Ministeriums bestätigte wurde in Dresden-Räcknitz  ein " explosiver Sprengsatz" entdeckt. Auch wenn man sich sicher sei dies sei aufgrund der Größe auch als Bombe zu bezeichnen, so ermittle man doch in alle Richtung.
" Wir werden prüfen und ermitteln in wieweit das eine Fälschung sein könnte. Ich will nicht das Wort Fake benutzen. Ekelich, einfach ekelich so ein Wortmischimaschi"

Es gab zwar schon vor einiger Zeit verlässliche Hinweise auf diesen und weitere Gegenstände, nicht zuletzt durch Luftaufnahmen und/ oder mittels der Historie von Dresden, so wollte man doch vor eindeutigen Schuld zu Weisungen einer Verurteilung gegen Nazi´s vorbeugen.

Auf die Frage eines aufgeweckten Journalisten an das Ministerium, dass diese Bombe doch wohl eindeutige Altersspuren aufwiesen, die auf ein geschätztes Alter von knapp über 70 Jahre und auf eine Fliegerbombe hinwiesen, siehe hier:
http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/SACHSEN/2000-Dresdner-muessen-wegen-Fliegerbombe-aus-ihren-Wohnungen-artikel9645836.php

wurde vom Behördenvertreter nicht ausgeschlossen, dass genau dieser Eindruck von linken Aktivisten entstehen sollte.
" Und wenn dann noch Drogen hinzu kämen ..."
 




« Letzte Änderung: 01. Oktober 2016, 19:57:03 von shitux » Gespeichert

Kadavergehorsam begünstigt Verbrechen u. Verbrecher
Kuddel


Beiträge: 11367


« Antworten #3 am: 19. Oktober 2016, 13:45:11 »

Ich habe mir lange überlegt, ob es gut ist, für dieses Thema einen gesonderten Thread zu beginnen.
Schließlich bin ich eigentlich ganz glücklich darüber, daß dieses Forum sich nicht von Arschlöchern die Themen diktieren läßt, sondern sich kontinuierlich den wichtigen gesellschaftlichen Fragen widmet, der Sozialen Frage und der Frage der Machtverhältnisse.

Aber bei der Frage nach den Machtverhältnissen, kommt man nicht umhin, sich damit auseinanderzusetzen,  daß es für die Herrschende Klasse es eine Option zu sein scheint, die bürgerliche Demokratie durch eine neue Form von Faschismus zu ersetzen.

Wenn die bürgerlichen Medien "Terror" kreischen, wenn bei einer linken Demo eine Mülltone umgeworfen und entzündet wird, herrscht konsequentes Wegsehen und Schweigen, wenn der rechte Rand sich bewaffnet, Poliker angegriffen und eingeschüchtert und Brandanschläge und Mordversuche zum Alltag werden.

Gegen dieses Verschweigen sollten wir hier Fakten zusammentragen.

Der Nationalsozialistische Untergrund NSU bestand nicht aus 3 Mitgliedern, es war ein großes Terror-Netzwerk zu dem auch V-Leute des Verfassungsschutzes gehörten. Dieses Netzwerk ist nicht zuerschlagen worden. Auch heute versucht die Bundesanwaltschaft zu verhindern, daß Licht ins Dunkel des Terrorgeflechts kommt.

Der Braune Terror operiert nicht so sehr im Geheimen, wie so gern behauptet wird. Bereits vor Bekanntwerden eines Zusammenhangs zwischen den Morden an acht türkeistämmigen und einem griechischstämmigen Kleinunternehmern und dem NSU hatte die Band 2010 auf ihrem Album "Adolf Hitler lebt!" die Mordserie gefeiert und weitere Anschläge befürwortet. Diese Band veröffentlicht ühre Propaganda munter weiter. Die ersten 5 Titel ihres 2016 erschienen Albums lauten: 01. Komm Mit Uns 02. Der Abschiebemann (Beruf Der Zukunft) 03. Fahnenmeer 04. Willkommen! Liebe Mörder 05. Abschieben.
Das Netz ist voll mit offenem Rassenhaß, Antisemitismus, Holocaustleugnung und Mordaufrufen, man hält es nicht einmal mehr für nötig in Paßwortgeschützte Foren zurückzuziehen und sich hinter zweideutigen Formulierungen zu verstecken. facebook und youtube ermögklichen die offene Hetze und schützen die Hetzer.

Während man von Migranten fordert, sie sollten sich zu einer offenen Gesellschaft und dem Rechtsstaat bekennen, um hier leben zu dürfen, verkünden die Reichsbürger völlig offen, daß sie den deutschen Staat, dessen Gesetze, Institutionen und Vertreter nicht anerkennen. Ständige bewußt provozierende Rechtsbrüche von Reichsbürgern sind ebenso bekannt, wie der Waffenbesitz vieler Mitglieder. Hier wird aber nicht "Terror!" gerufen, sondern der bekennende Anhänger der Reichsbürger Xavier Naidoo wird von Staat und Mainstreammedien zu einem Führer der Massenunterhaltung gemacht. Am 9. Juli 2006 sang Naidoo anlässlich der Begrüßung der deutschen Fußballnationalmannschaft nach der Weltmeisterschaft 2006 auf der Fanmeile in Berlin. Im Juni 2010 besuchte er die deutschen Truppen in Afghanistan und gab dort mehrere Konzerte. In den Jahren 2011 und 2012 war er einer der Juroren und Coaches in der deutschen Gesangs-Castingshow The Voice of Germany.

Und nun noch ein paar kurze Meldungen.

Morddrohung:
Zitat
Geistlicher bedroht
„Sonst passiert dir das Gleiche wie dem anderen Pfarrer“
Die Morddrohungen gegen einen aus Afrika stammenden Pfarrer waren konkreter als bislang bekannt. Ein Brief spielte auf den Fall eines Kollegen an, der von Rechten fast zu Tode geprügelt worden war.
https://www.welt.de/regionales/bayern/article158879373/Sonst-passiert-dir-das-Gleiche-wie-dem-anderen-Pfarrer.html

Zitat
Politiker, die sich für Flüchtlinge einsetzen, werden immer öfter eingeschüchtert. Rechtlich ist es nicht leicht, dem beizukommen.

Die zersprengten Briefkästen, die Hassmails und die anonymen Anrufe sind ihr Alltag geworden, sagt Karen Larisch. Und auch die Angst, die mit ihnen kommt.
https://www.welt.de/politik/deutschland/article153393154/So-werden-Politiker-von-Fluechtlingsgegnern-bedroht.html

Zitat
Immer mehr Mord- und Gewaltdrohungen gegen deutsche Politiker.

Zum Beispiel Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD). Er erhält massive Drohungen von Rechtsradikalen. So viel „Rohheit“ wie heute habe er noch nicht erlebt. Was geschrieben werde, sei „unterirdisch und voller Hass“.

Nach einem Talkshowauftritt kämen „schon mal locker 500 Zuschriften“. Maas habe sogar eine Neun-Millimeter-Patrone im Briefkasten seiner Privatwohnung gefunden.

Die Zahl der Gewaltandrohungen nahm deutlich zu, seit er Pegida als eine „Schande für Deutschland“ bezeichnete.
http://www.mopo.de/24176148

Daß die Rechtsrock Szene eng mit dem Verfassungsschutz verwoben ist, ist bekannt. Die Veröffentlichungen dazu (insbesondere im NSU Zusammenhang) haben zu keinerlei Beeinträchtigungen ihrer Aktivitäten geführt. Eine neue Sternstunde der Rechtsrocker:
Zitat
Neonazi-Konzert in der Schweiz
"Bei der Horde hätten 500 Polizisten nicht gereicht"

5000 Rechtsextreme sind am Wochenende für ein Konzert in den Schweizer Ort Unterwasser eingefallen.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/neonazikonzert-in-der-schweiz-ein-anruf-bei-gemeindepraesident-rolf-zuellig-a-1117103.html

Bei dem Einfall von mehr als 5000 rechtsradikalen Deutschen zeigen sich die schweizer Behörden macht- und hilflos.

Zitat
"Reichsbürger" schießt mehrere Polizisten nieder

Bei einer Razzia sind vier Polizisten in Bayern zum Teil schwer verletzt worden. Sie wollten einem "Reichsbürger" die Waffen abnehmen. Der Mann feuerte ohne Vorwarnung auf die Beamten.
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/georgensgmuend-reichsbuerger-schiesst-mehrere-polizisten-nieder-a-1117289.html

Das kommt heraus, wenn man konsequent wegsieht und behauptet, der Feind stehe links.

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Rudolf Rocker
Waldkauz


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« Antworten #4 am: 19. Oktober 2016, 16:54:53 »

Zitat
"Reichsbürger" schießt mehrere Polizisten nieder
Man stelle sich vor, das wäre ein syrischer Flüchtling gewesen. Da würden jetzt schon die Sondersendungen laufen!
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Kuddel


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« Antworten #5 am: 20. Oktober 2016, 12:50:50 »

Kleiner Nachtrag zu unserer Popkultur und Leitkultur, den politischen und medialen Steigbügelhaltern für rechten Rotz.

Zitat
Bei der Kundgebung des "Freistaats Preußen" im Oktober 2014 spricht neben Ex-NPD-Funktionären auch Xavier Naidoo.
http://www.sueddeutsche.de/leben/reichsbuerger-bundesrepublik-deutschland-quatsch-1.3046236?reduced=true





The Voice of Germany
Zitat
Awards für Xavier Naidoo


    1 Live Krone (Die 1LIVE Krone (bis 2006: Eins Live Krone) ist ein deutscher Musikpreis, der seit dem Jahr 2000 vom Radiosender 1LIVE, bzw. dessen Hörern verliehen wird. Sie gilt nach eigener Darstellung des Rundfunksenders als „Deutschlands größter Radio-Award“.)
        2006: als „Bester Künstler“

    Bambi (Der Bambi ist ein jährlich in Deutschland verliehener Medien- und Fernsehpreis der Hubert Burda Media. Der Bambi ist laut Veranstalter für „Menschen mit Visionen und Kreativität, deren herausragende Erfolge und Leistungen sich im ablaufenden Jahr in den Medien widerspiegelten“ bestimmt. Die Jury besteht regelmäßig aus den Chefredakteuren des Burda-Konzerns und externen Experten aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen.)
        2015: für „Musik National“

    Bravo Otto (Der Bravo Otto ist ein Preis, den die Bravo-Leser seit 1957 jährlich durch Abstimmung an ihre Lieblingsstars verleihen.)
        2005: „Bronze“ in der Kategorie „Sänger“
        2006: „Silber“ in der Kategorie „Sänger“

    Comet (Der Comet ist ein deutscher Musikpreis des Musiksenders VIVA.)
        1999: als „Act National“
        2002: als „Act National“

    Deutscher Fernsehpreis (ein Fernsehpreis, der im Oktober 1998 von den Fernsehsendern Das Erste, ZDF, RTL und Sat.1 beschlossen wurde.)
        2012: für „Beste Unterhaltung Show“ (The Voice of Germany)
        2014: für „Beste Unterhaltung Show“ (Sing meinen Song – Das Tauschkonzert)

    ECHO Pop (Der ECHO Pop ist der älteste von drei Echopreisen und wird von der Deutschen Phono-Akademie seit 1992 jährlich vergeben.)
        1999: als „Newcomer National“
        2000: als „Künstler National“
        2004: für „Single International“
        2006: als „Künstler National“
        2010: als „Künstler National“
        2015: als „Partner des Jahres“ (Sing meinen Song – Das Tauschkonzert)

    Fred-Jay-Preis (Die Auszeichnung ist mit 15.000 Euro dotiert und wird unter der Schirmherrschaft der GEMA-Stiftung an Künstler vergeben, die im Bereich des populären deutschsprachigen Liedes Erfolge verzeichnen und die sich um die Schaffung und Förderung deutscher Texte verdient machen.)
        2003: für den Erfolg mit „deutschen Liedtexten“

    Goldene Kamera (Die Goldene Kamera ist ein deutscher Film- und Fernsehpreis, der seit der 51. Verleihung von der Funke Mediengruppe ausgerichtet wird. Viele der Preisträger werden von einer Jury gewählt, der der Chefredakteur von "Hörzu", "TV Digital", "Gong" sowie "Bild + Funk" vorsitzt. Zudem zählen zu der Jury Mitglieder der Hörzu-Redaktion (die Zeitschrift richtete den Preis bis zur 50. Preisverleihung aus) und Vertreter aus Film und Fernsehen.)
        2006: für „Pop National“
        2012: für „Beste Unterhaltung“ (The Voice of Germany)

    Goldene Stimmgabel (Ab 1983 wurde die Auszeichnung im Rahmen der Sendung Tag des deutschen Schlagers im Ersten verliehen. Ab 1990 hieß die Veranstaltung nur noch Die Goldene Stimmgabel und wurde im Wechsel von ARD und ZDF übertragen.)
        2002: für die Anzahl verkaufter Tonträger von Oktober 2001 bis Juni 2002
        2006: für die Anzahl verkaufter Tonträger von Oktober 2005 bis Juni 2006

    MTV Europe Music Awards (Die MTV Europe Music Awards (EMA), auch MTV European Music Awards, sind eine jährliche, ortswechselnde Preisverleihung an Musikkünstler aus der ganzen Welt.)
        1999: als „Best German Act“
        2002: als „Best German Act“

    Schiller-Plakette der Stadt Mannheim (er Schillerpreis der Stadt Mannheim wird von der Stadt Mannheim seit 1954 vergeben. Der Preis soll an das Wirken Friedrich Schillers in Mannheim anknüpfen. Er ehrt Persönlichkeiten, die „durch ihr Schaffen zur kulturellen Entwicklung in hervorragender Weise beigetragen haben“ (Satzung). Die Auszeichnung wird alle zwei Jahre verliehen und ist mit 10.000 Euro dotiert.)
        2004
https://de.wikipedia.org/wiki/Xavier_Naidoo

Demnächst kommt eine R&B Version vom Horst Wessel Lied in die Charts.
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Schluepferstuermer


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« Antworten #6 am: 20. Oktober 2016, 14:00:26 »

Zitat
"Reichsbürger" schießt mehrere Polizisten nieder

Man stelle sich vor, das wäre ein syrischer Flüchtling gewesen. Da würden jetzt schon die Sondersendungen laufen!


Mindestenz 2 Wochen

Ein nachdenklicher Artikel - ist zwar kein direkter Nazi-Dreck
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/verbraucherschutz-die-politik-kuscht-vor-den-konzernen-1.3212273

Indirekt arbeiten die Politiker daran, die AfD salonfähig zu machen. Das Volk kapiert das aber nicht.
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lg Schlüpferstürmer

Die Massenmedien sind schon lange die 4. Macht im Staat.
Wir haben folglich Legislative, Judikative, Exekutive und Primitive.
"Bild" Euch Eure Meinung
----

Wer die CxU und SPD in ihrer Terrorherrschaft gegen das eigene Volk lobt, lobt ihren braungefärbten Nazicharakter!!
Schluepferstuermer


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« Antworten #7 am: 30. Oktober 2016, 00:09:25 »

Nicht nur bei uns sind Nazis, auch andersrum. Ist zwar bekannt, aber seht dies mal an.

https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=2&cad=rja&uact=8&ved=0ahUKEwiGxsy8gYHQAhXJOSwKHfRYCKIQtwIIIjAB&url=https%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fwatch%3Fv%3DwH_lh5squVM&usg=AFQjCNGqJsEH7YY1RiyTiZYBdb6JFWZEfw&bvm=bv.136811127,d.bGg
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lg Schlüpferstürmer

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« Antworten #8 am: 13. November 2016, 11:05:55 »

Zitat
BKA fürchtet Tote durch Angriffe von rechts

Kein Ende der Gewalt: Täglich greifen Rechtsextremisten Flüchtlingsheime, Politiker und Helfer an. Das Bundeskriminalamt warnt vor neuen Terrorgruppen.


Von Kai Biermann und Astrid Geisler



Zerstörtes Büro der Linkspartei in Freital, Sachsen

Im vergangenen Jahr, als immer häufiger Steine und Brandsätze auf Flüchtlingsheime flogen, bekam das Bundeskriminalamt (BKA) einen zusätzlichen Auftrag. Es sollte künftig auswerten, was Menschen widerfährt, wenn sie sich für Flüchtlinge einsetzen, sei es als Politiker oder als ehrenamtliche Helfer. Das Ergebnis ist erschreckend: Das Bundeskriminalamt zählte seit Jahresbeginn bereits 317 (allein asylpolitisch motivierte) Straftaten gegen Politiker. Das war etwa ein Angriff pro Tag.

Nachzulesen ist das im aktuellen Lagebild des Bundeskriminalamts zu Straftaten gegen Flüchtlingsunterkünfte, das ZEIT ONLINE einsehen konnte. Die detaillierte Auswertung des BKA ergibt ein eindeutiges Bild: Nur neun der Straftaten gegen Politiker gingen auf das Konto von linken Tätern, 93 Taten konnten keiner Person oder Seite zugeordnet werden. Die Mehrheit, insgesamt 212 Angriffe auf Amts- und Mandatsträger, wurde von Rechten verübt.

Hinzu kamen 144 Straftaten gegen ehrenamtliche Helfer oder Organisationen, die sich für Flüchtlinge einsetzen. Lediglich eine dieser Taten, eine Brandstiftung, wurde laut BKA von linken Tätern begangen, dafür 127 Delikte von rechten.

Keine Entwarnung

Nur noch selten schafft es ein rassistischer Angriff in die Abendnachrichten. Doch als gutes Jahr wird auch 2016 nicht in die Statistik rechter Gewalt eingehen. Das BKA zumindest sieht keinen Grund zur Entwarnung.

Seit Anfang 2014 analysiert das Bundeskriminalamt alle Angriffe auf Asylunterkünfte. In der Zentralstelle in Meckenheim werden dazu die Zahlen der Polizeistellen aller Bundesländer gesammelt, anschließend wird daraus alle drei Monate ein sogenanntes Lagebild erstellt.

Das neueste, elfte Lagebild der Behörde spiegelt unterschiedliche, komplexe Entwicklungen wider. Insgesamt gehen die Fallzahlen seit dem Frühjahr zwar wieder ähnlich deutlich zurück, wie sie im Verlauf des vergangenen Jahres angestiegen waren. In der Summe dürfte die Zahl rechter Straftaten auf Flüchtlingsunterkünfte aber auch in diesem Jahr nicht wesentlich niedriger ausfallen als im Rekordjahr 2015. Diese Tendenz lässt sich aus der Statistik der ersten drei Quartale 2016 ablesen.

Weniger Brandanschläge, mehr Körperverletzungen

Anders als die inzwischen geringe öffentliche Aufmerksamkeit vermuten lassen würde, verzeichnete das BKA 2016 bisher in der Summe sogar etwas mehr versuchte Tötungen und Körperverletzungsdelikte als im Vorjahr: Während 2015 noch insgesamt vier versuchte Tötungen und 60 Körperverletzungen gezählt worden waren, hat die Polizei bis Oktober 2016 schon sechs versuchte Tötungen und 61 Körperverletzungen registriert.

Die Brandanschläge hingegen gingen in den vergangenen Monaten stark zurück. Ihre Zahl fiel von 19 im Januar auf zwei im September. Nach Ansicht der Fachleute im Bundeskriminalamt ist es der Mehrheit der Täter inzwischen allerdings egal, ob eine attackierte Flüchtlingsunterkunft bewohnt ist oder nicht.

Es müsse "in Einzelfällen auch mit Tötungsdelikten gerechnet werden", warnt das BKA in seiner aktuellen Analyse. Das BKA, so kann man das Lagebild lesen, sieht es nachgerade als Wunder an, dass bei den vielen Angriffen der vergangenen Monate noch niemand ermordet wurde.

Sorge vor weiteren Terrorzellen

Die Gefahrenbewertung der Fachleute hat sich daher vor allem in einem Punkt fundamental verändert. Bis vor einem halben Jahr schrieb das BKA, dass die rechte Szene mit dem Thema Asyl einen Weg gefunden habe, um bislang verfeindete Gruppen zu vereinen. Die Kriminalisten sahen zwar ein "Mobilisierungspotenzial", gingen aber vor allem von lokalen Angriffen auf Asylbewerber, nicht von größeren Strukturen aus.

Eine bundesweit gesteuerte Strategie können die Analysten noch immer nicht erkennen. Doch warnen sie nun davor, dass unter anderem wegen der "hohen Straftatendichte in einzelnen Regionen" inzwischen "nicht nur schwerste Gewaltstraftaten durch Einzeltäter oder Kleinstgruppen, sondern auch die Bildung terroristischer/krimineller Gruppen innerhalb des rechten Spektrums in Betracht gezogen werden müssen". Terrorzellen also.

Die Ereignisse der vergangenen Wochen belegen, dass das Bundeskriminalamt die Bildung terroristischer Strukturen zurecht fürchtet. Gerade erst hat die Bundesanwaltschaft die sogenannte Gruppe Freital als terroristische Vereinigung angeklagt. Sie soll die Kleinstadt bei Dresden monatelang terrorisiert und unter anderem zwei Flüchtlingsunterkünfte angegriffen haben.
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-11/bka-statistik-rechte-gewalt-politiker
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Kuddel


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« Antworten #9 am: 29. November 2016, 12:25:01 »

Die Nähe von Staatsdienern zu Rechtsradikalen erinnert schwer an den NSU Komplex.

Zitat
Gruppe Freital:
Half ein Polizist den Terrorverdächtigen?

Ein mutmaßlicher Anführer der rechten Freitaler Terrorzelle soll Informationen aus der sächsischen Bereitschaftspolizei bekommen haben. Der Staatsanwalt schweigt dazu.
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-11/gruppe-freital-terror-polizei-leck
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« Antworten #10 am: 14. Januar 2017, 16:27:02 »

Zitat
Verbindungen zu rechter Terrorgruppe?

Der 18-Jährige, der in Lauterecken Sprengstoff gehortet hat, pflegte offenbar Kontakte in die rechte Szene: Die Staatsanwaltschaft prüft einem Bericht zufolge eine mögliche Verbindung des Mannes zur Terrorgruppe Oldschool Society.
http://www.swr.de/landesschau-aktuell/rp/sprengstoffsammler-aus-lauterecken-verbindungen-zu-rechter-terrorgruppe/-/id=1682/did=18819346/nid=1682/1vsh8dz/index.html
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« Antworten #11 am: 14. Januar 2017, 20:23:36 »

Man beachte die Details!
Zitat
Sprengstoffsammler aus Lauterecken
Hätte der SWR auch verniedlichend von "Sprengstoffsammlern" gesprochen, wenn die 155 kg Sprengstoff bei einem Moslem gefunden worden wären?
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« Antworten #12 am: 15. Januar 2017, 07:13:54 »

Rechter Terror ist nur durch noch mehr Terror gemäss den Jakobienern zu begegnen. AFD`ler Autos anzünden mit Grillanzündern. Deffamieren mit Schildern an der Haustür, "Haut ab" Auf youtube wollte mich einer dieser Dresdenossiterroristen entzahnen.
Jetzt bin ich Parteimitlied der europäischen Linken. Und zahle dafür 35 Euro im Monat. Da kann sich jeder das Gehalt ausrechen. Vollkommen ausgebeutet, eine Lohnerhähung in 16 Jahren! Toll. Drecksausbeuter. kotz *würgh* AAAAAh. Eine Familie kann man davon nicht ernähren.
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« Antworten #13 am: 15. Januar 2017, 11:00:06 »

Zitat
Jetzt bin ich Parteimitlied der europäischen Linken. Und zahle dafür 35 Euro im Monat. Da kann sich jeder das Gehalt ausrechen.
Als Parteimitglied bekommst du nur ein Gehalt, wenn du in einer parlamentarischen Funktion bist oder Hauptamtlich dort angestellt. Das "normale" Parteimitglied bekommt kein Gehalt. Da hast du wohl etwas falsch verstanden! Roll Eyes
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« Antworten #14 am: 21. Januar 2017, 21:43:03 »

Koblenz
Tausende demonstrieren gegen Rechtspopulisten

Marine Le Pen, Geert Wilders und Frauke Petry: In Koblenz tagt die Prominenz des europäischen Rechtspopulismus. Tausende von Demonstranten protestierten im Gegenzug für Toleranz und Weltoffenheit.




http://www.spiegel.de/politik/deutschland/koblenz-tausende-demonstrieren-gegen-rechtspopulisten-a-1131084.html


Es gibt nur die eigene Kraft, wenn Gerichte, Bullen und Politik sich weigern sich den faschistrischen Organisationen entgegenzustellen.
« Letzte Änderung: 21. Januar 2017, 21:54:38 von Kuddel » Gespeichert
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« Antworten #15 am: 22. Januar 2017, 11:24:40 »

Kurzer Nachtrag:
Zitat
Linke Demonstranten schleudern Gabriel „Hau ab!“ entgegen

SPD-Chef Sigmar Gabriel ist am Rande einer Kundgebung gegen Rechtspopulismus in Koblenz von mehreren linksgerichteten Demonstranten bedrängt worden. Sie hätten sich Gabriel in den Weg stellen wollen, Polizisten seien dazwischengegangen, sagte ein Polizeisprecher.
https://www.welt.de/politik/deutschland/article161385974/Linke-Demonstranten-schleudern-Gabriel-Hau-ab-entgegen.html

Ist schon ok, wenn es beim rechten Gabriel keinen Erfolg hat, sich eine antifaschistische Maske aufzusetzen.
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« Antworten #16 am: 31. Januar 2017, 11:43:54 »

Zitat
Mordanklage gegen kanadischen Studenten
Der mutmaßliche Attentäter von Québec wird wegen sechsfachen Mordes angeklagt. Der kanadische Student soll einen Anschlag in einer Moschee verübt haben. Sein Motiv ist unklar. Es gibt aber Hinweise darauf, dass er Sympathien für rechtsextremes Gedankengut hatte.

Der mutmaßliche Moschee-Attentäter von Québec muss sich wegen sechsfachen Mordes verantworten. Außerdem wird dem 27-jährigen franko-kanadischen Studenten Gerichtsdokumenten zufolge versuchter Mord in fünf Fällen vorgeworfen. Die Polizei geht davon aus, dass der Mann als Einzeltäter handelte.
http://www.tagesschau.de/ausland/quebec-moschee-107.html
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« Antworten #17 am: 01. Februar 2017, 15:28:36 »

Zitat
Festnahme 16 Jahre nach Anschlag

16 Jahre nach dem Bombenanschlag am Düsseldorfer S-Bahnhof Wehrhahn ist ein Verdächtiger festgenommen worden. Er soll aus rechtsextremen Motiven gehandelt haben. Bei der Attacke waren zehn Menschen verletzt worden, eine Frau verlor ihr ungeborenes Baby.

Im Zusammenhang mit dem Bombenanschlag am Düsseldorfer S-Bahnhof Wehrhahn mit überwiegend jüdischen Opfern hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Ein Richter ordnete Untersuchungshaft für einen 50-Jährigen aus dem Nachbarort Ratingen an.

Nach Informationen von "Spiegel Online" handelt es sich dabei um Ralf S. Er gilt als Waffennarr und war zu Zeiten des Anschlags im Sommer 2000 im Düsseldorfer Stadtteil Flingern als Neonazi bekannt. S. stand bereits kurz nach dem Anschlag im Visier der Fahnder. Doch der Verdacht ließ sich damals nicht erhärten. Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft Düsseldorf bestätigten dem Bericht zufolge nun ein ausländerfeindliches Motiv.
http://www.tagesschau.de/inland/wehrhahn-anschlag-101.html

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« Antworten #18 am: 02. Februar 2017, 19:30:51 »

Zitat
Quasi täglich begehen Rechtsextremisten rassistische Gewalttaten. Das zeigt ein aktueller Bericht des Bundeskriminalamts, der NDR und SZ vorliegt. Die Behörde zählte 2016 mehr als 450 Fälle von Körperverletzungen gegen Geflüchtete.
http://www.tagesschau.de/inland/bka-asylunterkuenfte-103.html
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Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
shitux


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« Antworten #19 am: 02. Februar 2017, 22:03:23 »

Am 25 April jährt sich der Zehnte Mordestag von Michele Kiesewetter: https://de.wikipedia.org/wiki/Polizistenmord_von_Heilbronn

Mir schwebt bzw. waabbert ein Gedanke im Kopf rum:
Es gibt doch so an Laternenpfählen kleine papiernene Aufkleber mit kurzen botschaften, Mitteilungen Nachrichten. Vllt. 8 x 4 cm groß?

Mein Text wäre:

Von Michele Kiesewetter an die Kollegen:
Gestern haben wir die Nazi´s gedeckt
Heute beschützen wir deren Demo´s
.. und Morgen werden wir von ihnen erschossen



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Kadavergehorsam begünstigt Verbrechen u. Verbrecher
Kuddel


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« Antworten #20 am: 13. Februar 2017, 19:57:12 »

Zitat
Rechte Gewalt auf hohem Niveau

692 Menschen sind vergangenes Jahr in Deutschland durch rechte Gewalttäter verletzt worden. Die Zahl aller rassistisch motivierten Delikte war insgesamt deutlich höher.


Rechte Gewalttäter schlagen nach Informationen des Tagesspiegels unvermindert zu. Die Polizei registrierte im vergangenen Jahr nach vorläufigen Erkenntnissen 914 Gewaltdelikte, dabei wurden 692 Menschen verletzt. Die Zahlen ergeben sich aus den Antworten der Bundesregierung auf monatliche Anfragen von Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau und ihrer Linksfraktion. Da jetzt auch die Angaben zum Dezember 2016 vorliegen, ist eine erste Bilanz für das Gesamtjahr möglich. Sie wird aber noch deutlich wachsen, da die Polizei erfahrungsgemäß viele Delikte nachmeldet.

Die vorläufige Bilanz der Polizei für 2015 hatte 921 rassistische und andere rechte Gewalttaten mit 691 Verletzten ergeben. Mit allen Nachmeldungen stieg die Zahl dann auf 1.485 rechte Gewaltdelikte, bei denen ungefähr 1.150 Menschen verletzt wurden.

Im Jahr 2016 zählte die Polizei nach bisherigen Erkenntnissen insgesamt 12.503 rechte Delikte. Neben den Gewalttaten sind das auch Delikte wie Volksverhetzung, Sachbeschädigung, Bedrohung und Beleidigung. 6.076 Tatverdächtige wurden ermittelt und davon 149 vorläufig festgenommen. In Untersuchungshaft kamen allerdings nur 15 Rechtsextremisten.

644 antisemitische Delikte


Dem Tagesspiegel liegen jetzt auch die Antworten der Regierung auf Petra Paus Fragen zu antisemitischen Straftaten vor. Demnach stellte die Polizei im vergangenen Jahr mindestens 644 Delikte von Judenhassern fest. Die meisten Taten, insgesamt 609, werden rechts motivierten Antisemiten zugerechnet. Für weitere 20 Delikte waren ausländische Antisemiten verantwortlich.

Die Zahl der in der Summe von 644 Delikten enthaltenen Gewalttaten ist mit 15 vergleichsweise gering. Acht Menschen wurden verletzt. Bei allen Gewaltdelikten geht die Polizei von Tätern mit rechter Gesinnung aus. Sämtliche antisemitischen Delikte mit einem mutmaßlich rechten Hintergrund sind eine Teilmenge der Bilanz der rechten Straftaten insgesamt.
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-02/rechtsextremismus-deutschland-gewalt-niveau-hoch-anfrage-petra-pau
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Rappelkistenrebell


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« Antworten #21 am: 19. Februar 2017, 19:52:21 »

 Dokumentation | ZDF-History - Die Blutspur - Rechter Terror in Deutschland

Ihre Opfer haben die falsche Religion, Hautfarbe oder politische Meinung: Seit Jahrzehnten mordet ein rechtsterroristisches Netzwerk in Deutschland. "ZDF-History" verfolgt seine Blutspur.

https://www.zdf.de/dokumentation/zdf-history/die-blutspur---rechter-terror-in-deutschland-100.html


wenn die Doku aus der ZDF Mediathek verschwindet,dann ist sie sicherlich auf Youtube zu finden Wink
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Gegen System und Kapital!


www.jungewelt.de
Kuddel


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« Antworten #22 am: 07. März 2017, 17:52:22 »

Wenn es keinen ausreichenden öffentlichen Druck gibt, macht der Staat weiter wie beim NSU.
Auch die "Gruppe Freital" war durchsetzt von V-Leuten, die Polizei arbeitete freundschaftlich mit den Rechtsterroristen zusammen.

Zitat
Sieben Männern und einer Frau im Alter zwischen 19 und 39 Jahren wirft die Bundesanwaltschaft etwa die Bildung einer terroristischen Vereinigung, versuchten Mord, gefährliche Körperverletzung und die Herbeiführungen von Sprengstoffexplosionen vor.

Mit fünf Anschlägen auf Flüchtlingsunterkünfte und politisch Andersdenkende in Freital und Dresden wollte die Gruppe laut Anklage ein Klima der Angst und Repression erzeugen. Die Angeklagten sitzen zum Teil bereits seit November 2015 in Untersuchungshaft.

Der Prozess findet in einem eigens dafür eingerichteten Hochsicherheitsgebäude einer im Aufbau befindlichen Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge statt. Vorerst sind bis Ende September mehr als 60 Verhandlungstage terminiert.
http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/SACHSEN/Entwarnung-bei-Sprengstoff-Verdacht-vor-Freital-Prozess-artikel9851578.php
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Kuddel


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« Antworten #23 am: 22. März 2017, 13:23:40 »

Es ist nicht auszuhalten. Rechter Terror findet unter Mitwissen und wahrscheinlich auch unter aktiver Unterstützung des Staates statt.
Die Aufdeckung des Skandals um den NSU, hat zu keiner Abkehr von dieser Strategie geführt.

Zitat
Gruppe Freital :
Ein beschriebenes Blatt
Lange galt der mutmaßliche Rechtsterrorist Timo S. bei Dresdens Ermittlern als unbescholtener Bürger. Dabei wussten Verfassungsschützer schon früh, dass das nicht stimmt.

Von Karsten Polke-Majewski

"Ein unbeschriebenes Blatt." So nannte die Generalstaatsanwaltschaft Dresden den mutmaßlichen Rechtsterroristen Timo S. noch im Februar des vergangenen Jahres. Für die Staatsanwälte war der mutmaßliche Rädelsführer der Terrorgruppe Freital damals ein einfacher Busfahrer, ohne Vorstrafen, der den Behörden nie zuvor als Rechtsradikaler aufgefallen war. Ein unbescholtener Bürger aus der Mitte der Gesellschaft eben, der irgendwann begann, Flüchtlingsunterkünfte anzugreifen.

Eine fatale Fehlannahme. Dokumente des Hamburger Verfassungsschutzes und des Landeskriminalamts Hamburg, die ZEIT ONLINE einsehen konnte, zeigen, dass die Sicherheitsbehörden Timo S. schon seit 2009 kannten. Er war ihnen mehrfach im Zusammenhang mit rechtsextremistischen Aktionen aufgefallen. Doch das gaben die Hamburger offenbar nicht nach Sachsen weiter.
Karsten Polke-Majewski

Zweifel an der These der Dresdner Staatsanwaltschaft traten in den Sicherheitsbehörden erst im April 2016 auf. Da übernahm der Generalbundesanwalt das Verfahren. Seit wenigen Wochen muss sich Timo S. nun vor dem Oberlandesgericht Dresden verantworten. Die Bundesanwälte werfen ihm die Bildung einer terroristischen Vereinigung vor, dazu versuchten Mord und Herbeiführung von Sprengstoffexplosionen.

ZEIT ONLINE hatte schon im Februar 2016 über die rechtsextremistische Vergangenheit von Timo S. berichtet. Fotos belegten, dass Timo S. am 11. September 2009 mit dabei gewesen war, als die NPD ihre Anhänger nach Hamburg rief. Die Bilder zeigen ihn dort während einer Ansprache des damaligen NPD-Vizes Jürgen Rieger. Timo S. ist auch auf Fotos abgebildet, die während einer NPD-Demonstration zum 1. Mai 2012 in Neumünster gemacht wurden. Doch Anfragen von ZEIT ONLINE bei den Landesämtern für Verfassungsschutz in Hamburg und Schleswig-Holstein blieben damals ebenso ergebnislos wie eine Nachfrage beim Bundesamt in Köln.

Die neuen Dokumente belegen nun, dass das Hamburger Landesamt für Verfassungsschutz über das Vorleben von Timo S. schon damals informiert war. Es schreibt darin, dem Verfassungsschutz hätten Erkenntnisse aus den Jahren 2009 und 2010 vorgelegen, dass Timo S. Kontakte in die rechtsextremistische Szene gesucht habe. Zu einer Mitarbeit sei es aber nicht gekommen. Eine irritierende Bewertung. Immerhin hielt Timo S. während des Rieger-Auftritts in Hamburg ein Transparent mit dem Slogan "Volksbetrüger aufhalten!" in der Hand. Das Landeskriminalamt Hamburg hatte Timo S. während der Versammlung damals ebenfalls registriert. Es wurde sogar ein Strafverfahren gegen ihn wegen des Verstoßes gegen das Vermummungsverbot eingeleitet.

Vernehmung erbeten


Auch in den Jahren danach fiel Timo S. den beiden Behörden auf. Am 1. Mai 2011 soll er sich an einer rechtsextremistischen Veranstaltung der "Freien Kräfte" in Halle (Saale) beteiligt haben. Damals soll er eine gefüllte Kunststoffflasche auf Gegendemonstranten geworfen haben. Die Polizei in Sachsen-Anhalt hatte Timo S. damals registriert und das LKA Hamburg gebeten, ihn zu dem Vorfall zu vernehmen. Die Hamburger Polizisten luden ihn vor, doch Timo S. erschien nicht.

Gleichfalls bekannt war dem Hamburger Verfassungsschutz, dass Timo S. 2012 an der Demonstration in Neumünster teilgenommen hatte. Die Polizei löste die Veranstaltung auf, weil sich die Demonstranten nicht an die Auflagen der Behörden gehalten hatten. Daraufhin kam es zu einer Sitzblockade, an der sich Timo S. beteiligte. Die Polizei stellte damals seine Personalien fest. Zu all dem wollten sich auf Nachfrage von ZEIT ONLINE weder der Landesverfassungsschutz noch das LKA äußern. Sie verweisen auf die laufenden Ermittlungen.

Die Behörden in Sachsen wussten von den Erkenntnissen ihrer norddeutschen Kollegen offenbar nichts, als sie Timo S. im November 2015 festnahmen. Im Januar 2016 fragte das Operative Abwehrzentrum, das in Sachsen für rechtsextremistische Straftaten zuständig ist, dann in Hamburg nach, ob Timo S. dort als rechtsextrem bekannt war. Allerdings bezog sich die Anfrage lediglich auf mögliche Verbindungen zur rechtsextremen Gruppe Weisse Wölfe Terrorcrew. In verschiedenen Medien war dieser Verdacht erhoben worden. Das LKA Hamburg beschied die Anfrage aus Sachsen negativ. Was die Behörde sonst über den mutmaßlichen Rechtsterroristen wusste, behielt sie offenbar für sich – danach war ja auch nicht gefragt worden.

Erst im April 2016 kam Bewegung in die Sache. Damals saß Timo S. schon vier Monate in Haft. Zehn Tage, nachdem der Generalbundesanwalt das Verfahren an sich gezogen hatte, schrieb das Bundeskriminalamt an das Bundesamt für Verfassungsschutz und bat um einen umfassenden Bericht zu Timo S.. Das Bundesamt reichte die Anfrage an das Landesamt weiter. Am 18. Mai kam schließlich die Antwort aus Hamburg.
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-03/gruppe-freital-prozess-terrorismus-verfassungsschutz-timo-s
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Kuddel


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« Antworten #24 am: 11. Mai 2017, 16:28:52 »

Zitat
Neonazis planten offenbar Nachfolge des NSU

Neonazis versuchten offenbar 2012, eine europäische Gruppe nach dem Vorbild des NSU zu bilden. Stand eine neue Mordserie bevor?


Sie waren zu neunt und hatten eine Idee: Sie würden sich mit anderen europäischen Neonazis verbünden. Sie würden töten, in Deutschland und in anderen europäischen Ländern. Vor allem Roma sollten ihre Opfer sein.

Um ihr Vorhaben zu besprechen, trafen sie sich auf dem Christkindlmarkt, zwischen Glühweinstand und Lebkuchenherzen, manchmal auch in einem Park. Sie redeten dann verklausuliert über ihre Aktion, die sie "Zweiter Frühling" nannten.
http://www.spiegel.de/spiegel/terrorismus-nach-nsu-vorbild-zweiter-fruehling-a-1145537.html

Zitat
Neuer NSU-Mord?
Türkeistämmige Café-Betreiberin kaltblütig erschossen

Ein Mordfall in Duisburg stellt die Polizei vor Rätsel. Am hellichten Tag wurde eine Türkeistämmige Café-Betreiberin in ihrem Geschäft erschossen. NSU-Watch fordert Untersuchung möglicher rassistischer Motive. Der Fall erinnere an die NSU-Morde.

http://www.migazin.de/2017/05/09/weiterer-nsu-mordfall-tuerkeistaemmige-cafe/
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