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Autor Thema: Social-Bee: soziale Zeitarbeit für und mit Flüchtlingen, schon klar!  (Gelesen 2339 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Fritz Linow


Beiträge: 1126


« am: 29. Oktober 2016, 21:17:15 »

Jungdynamisches Leihklitschenteam verleiht Flüchtlinge in Helferjobs und lässt sich dafür als Wohltäter feiern.

Zitat
Social-Bee bekämpft das Problem der mangelnden Integration von arbeitslosen Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft durch das neuartige und faire Konzept der „sozialen Zeitarbeit“ in der Logistikbranche.


Die Social-Bee GmbH aus München kombiniert Leiharbeit mit  gezielter Qualifikation, sozialpädagogischer Betreuung und Freizeitaktivitäten, redet tatsächlich von  Zeitarbeit als einer sozialen Alternative und meint damit den Sklavenhandel neu zu erfinden.
Als wenn das nicht schon traurig genug wäre, geht es noch weiter: Ausgerechnet der Lieferservice Foodora ist ein Kunde von Social Bee, bei dem zumindest nach diesem Bericht überhaupt nichts korrekt ist: https://krautreporter.de/1503--abstrampeln-fur-foodora
Beschäftigte müssen Arbeitsmaterial selber bezahlen (Fahrrad, Datenflatrate, Reparaturen), vereinbarte Stunden werden nicht ausbezahlt usw.. Immerhin dürfen die Fahrer das Trinkgeld behalten, was übrigens keinen Gnadenakt darstellt, sondern geltendes Recht ist.
Wie soll eine Leihklitsche das noch unterbieten können? Aber darum geht es auch gar nicht.

„Für uns zählt nicht das Geld, sondern die Wirkung“, weiß ein Mitbegründer zu berichten, nämlich die Wirkung in der Öffentlichkeit, dass Zeitarbeit etwas soziales und ein guter und selbstverständlicher Einstieg in prekäre Helferjobs für Geflüchtete sei. Das alles geschieht mit freundlicher Unterstützung zum Beispiel von der Bayerischen Elite-Akademie, die u.a. von Siemens, BMW und E.ON gefördert wird, von weltweit agierenden Kanzleien wie Orrick oder Skadden, vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, zu dessen Hauptförderern unbedeutende Mittelständler wie  Deutsche Bank, Daimler und Bosch gehören und so eine Art Thinktank wie Bertelsmann zu sein scheint, und natürlich auch von der Caritas.

Diese Zeitarbeit als soziale Alternative ist also theoretisch nur durch Unterstützung der Wirtschaft möglich, die diese ganze Farce dann als Propagandaleuchtturm für Leiharbeit ausnutzen kann. Anstatt die Leute direkt einzustellen, werden gerne Jung-BWLer dazwischengeschaltet, die entweder schon ziemlich abgebrüht sind oder aber total naiv.



http://www.social-bee.eu/

 
« Letzte Änderung: 29. Oktober 2016, 23:26:24 von Fritz Linow » Gespeichert
Fritz Linow


Beiträge: 1126


« Antworten #1 am: 29. Januar 2018, 20:59:23 »

Bundesweite Werbekampagne der Leihklitsche Social Bee:

Zitat
„Auf der Flucht war ich drei Monate lang zu Fuß unterwegs.“ ICH BIN ZIELORIENTIERT

„An der Grenze zur Türkei kamen wir nicht weiter. Wir hatten drei Tage nichts zu essen.“ ICH BIN BELASTBAR

„Ich habe mit 85 Menschen in einem Schlauchboot überlebt.“ ICH BIN TEAMFÄHIG





Dazu fällt mir nichts mehr ein.
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Rappelkistenrebell


Beiträge: 2853



WWW
« Antworten #2 am: 31. Januar 2018, 11:11:16 »

Das ist die "Arbeit macht frei" Variante des brd Regimes!
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Gegen System und Kapital!


www.jungewelt.de
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