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Autor Thema: Sanktionen auch in der Arbeitslosenversicherung: Sperrzeiten treffen Hunderttaus  (Gelesen 1926 mal)
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dagobert


Beiträge: 4530


« am: 31. Oktober 2016, 19:53:24 »

Zitat
Sanktionen auch in der Arbeitslosenversicherung: Sperrzeiten treffen Hunderttausende

Die Arbeitsagenturen verhängten zwischen September 2015 und August 2016 752.000 Sperrzeiten gegen Empfänger von Arbeitslosengeld I. Damit wurden monatlich etwa sieben Prozent der Arbeitslosengeldzahlungen zeitweise aufgehoben. Häufigster Grund ist eine verspätete Meldung vor Beginn der Arbeitslosigkeit. Das zeigt eine Sonderauswertung der Bundesagentur für Arbeit für O-Ton Arbeitsmarkt.

Das Arbeitslosengeld I ist eine Versicherungsleistung. Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen ein, um den Arbeitnehmer im Falle einer Arbeitslosigkeit bis zu ein Jahr lang (bei älteren Arbeitslosen bis zu 24 Monate) finanziell abzusichern. Er erhält dann 60 Prozent des letzten Nettogehalts.

Durch „versicherungswidriges Verhalten ohne wichtigen Grund“ kann der Arbeitnehmer allerdings einen Teil seines Anspruchs verwirken. Die Arbeitsagenturen verhängen dann Sperrzeiten, in denen kein Arbeitslosengeld I gezahlt wird. Versicherungswidrig verhält sich der Arbeitnehmer, wenn er ein laufendes Arbeitsverhältnis ohne wichtigen Grund kündigt, ein Jobangebot oder eine berufliche Eingliederungsmaßnahme, zum Beispiel eine Schulung, ablehnt, eine Maßnahme abbricht, sich nicht ausreichend um eine neue Arbeit bemüht, nicht zu Beratungsterminen oder zu ärztlichen Untersuchungen erscheint (Meldeversäumnis) oder zu spät meldet, dass er arbeitslos werden wird.

Etwa sieben Prozent Sperrzeiten bei Arbeitslosengeld I

Im gleitenden Jahreszeitraum von September 2015 bis einschließlich August 2016 verhängten die Arbeitsagenturen rund 752.000 Sperrzeiten. Gemessen an allen Arbeitslosengeld-I-Empfängern ergibt sich eine monatsdurchschnittliche Sperrzeitenquote von 7,3 Prozent, wie die Bundesagentur für Arbeit für O-Ton Arbeitsmarkt berechnet hat.

Die Zahlung von Arbeitslosengeld I wurde damit monatlich bei etwa jedem Vierzehnten zeitweise ausgesetzt. Die Sperrzeitenquote stellt den Anteil der gesperrten an allen Arbeitslosengeld-I-Empfängern allerdings nur annähernd dar, denn die Arbeitsagenturen können bei einer Person mehrere Sperrzeiten gleichzeitig aussprechen. Die zwischen September 2015 und August 2016 verhängten 752.000 Sperrzeiten entsprechen also nicht genau 752.000 gesperrten Personen.

weiterlesen:
http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/o-ton-news/sanktionen-auch-in-der-arbeitslosenversicherung-sperrzeiten-treffen-hunderttausende
Gespeichert
Kuddel


Beiträge: 11121


« Antworten #1 am: 16. August 2017, 19:53:32 »

Hartz IV: Aktuelle Studie beweist:
Sanktionen = Ausbeutung - Jobcenter fördern durch Sanktionen den Billiglohnsektor! -



Hartz IV: Aktuelle Studie der Hans Böckler Stiftung beweist - Jobcenter fördern durch Sanktionen den Billiglohnsektor!


Das haben wir SPD - CDU /CSU und Grüne zu verdanken!
Endlich ist es wissenschaftlich erwiesen, was aktive Erwerbslose schon immer sagen:
Jede Billig-Arbeit für jedes kleine Geld anzunehmen schadet nicht nur den Betroffenen selbst, sondern - allen!

Die Spirale nach unten wird immer weiter gedreht. Welches Jobcenter und welches Gericht kann sich da noch mit klaren Verstand diesen Argumenten verschliessen?

Jobsuche:

Warten kann sich lohnen - Doch die Jobcenter drohen mit Sanktionen und führen somit den Unternehmen die Billiglohnkräfte zu!

Jobs unterhalb der Qualifikation erleichtern Arbeitslosen zwar den Zugang zum Arbeitsmarkt, jedoch erweisen sie sich regelmäßig als berufliche Sackgasse.

Historiker, die Taxi fahren, zugewanderte Ärztinnen mit Minijobs, Facharbeiter in Hilfstätigkeiten!
Das Beschäftigte sich unter ihrem Niveau verdingen, ist keine Seltenheit, sondern betrifft inzwischen rund 25% der Berufstätigen!

Die Nachteile inadäquater Beschäftigung sind hinreichend dokumentiert.

Studien der Böckler - Stiftung haben nun gezeigt, dass Betroffene die mit niedrigeren Löhnen auskommen müssen, sich seltener weiterbilden und weniger zufrieden mit ihrer beruflichen Tätigkeit sind, so Jonas Voßemer und Bettina Schuck von den Universitäten Bamberg und Heidelberg.
Ungeklärt ist allerdings noch, wie sich die Situation für Arbeitslose darstellt: Ist ein unterwertiger Arbeitsplatz in jedem Fall besser als gar keiner? Oder lohnt es sich, auf ein passendes Angebot zu warten?

Die Soziologen sind dieser Frage empirisch nachgegangen. Ihre Antwort fällt zweischneidig aus:
- Einerseits erhöht es die langfristigen Beschäftigungschancen, wenn Arbeitslose einen Job unter ihrer Qualifikation akzeptieren. Das gilt jedoch nicht für die Zeitarbeitsbranche!
- Andererseits verschlechtern sich die Aussichten auf eine angemessene Stelle.
(Quelle: Hans Böckler Stiftung > https://www.boeckler.de/14_109897.htm)

Fazit:

Was wir alle wussten ist nun offiziell bestätigt!
Die perfide Sanktionspolitik der aktuellen Regierung hat den Arbeitgebern alle Türen zum Lohndumping geöffnet.

Dem können und dürfen wir nicht länger zusehen und deshalb müssen alle Betroffenen endlich öffentlich und medial Widerstand leisten!

Macht die Dumpinglohnzahler öffentlich!


https://www.freitag.de/autoren/fhp-freie-hartz-iv-presse/hartz-iv-aktuelle-studie-beweist

Gespeichert
Rudolf Rocker
Waldkauz


Beiträge: 12816



WWW
« Antworten #2 am: 16. August 2017, 20:14:47 »

Zitat
Hartz IV: Aktuelle Studie beweist
Falscher Thread! Roll Eyes
Gespeichert

Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
Almenschorsch


Beiträge: 128



« Antworten #3 am: 09. November 2017, 21:08:26 »

Die sind keinen Deut besser wie die Jobcenter. Die scheißen einen schon in der Zeit wenn man "arbeitssuchend" aber noch in Beschäftigung ist mit Vermittlungsvorschlägen zu fast alle mit RFB (nur bei ZAF's sind keine dabei wenn man entsprechend verdient hat weil man das anfangs noch nicht muß) da kann es durchaus sein das man sich schnell eine Sperre einfängt.

Und wenn Du eine entsprechende Qualifikation hast (also irgendwie mal im Büro mit Kundenkontakt hast) kann es sogar sein das sie Dich bei der Hand nehmen und gleich ins Jobcenter rüberzuschleifen um im "Servicebereich" zu arbeiten. Und dann kommt man nicht mehr raus bis man diese "Stelle" gerne angenommen hat (nach 3 Monaten schmeißen die Dich idR wieder raus, weil man die Zielvorgaben nicht erreicht hat, so wars bei mir.)
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