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Autor Thema: Neues aus der Türkei...  (Gelesen 21498 mal)
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counselor


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« Antworten #150 am: 16. Februar 2018, 12:44:34 »

Zitat
Frei nach über einem Jahr Haft - Deniz Yücel ist frei

Nach mehr als einem Jahr in Haft ist der Journalist Deniz Yücel in der Türkei frei. Die Umstände seiner Freilassung sind noch nicht bekannt.

Quelle: https://www.n-tv.de/politik/Deniz-Yuecel-ist-frei-article20289633.html
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« Antworten #151 am: 16. Februar 2018, 13:20:20 »

@Rappelkistenidiot:
Wie krank muss man eigentlich im Kopf sein, einerseits (völlig zurecht) Erdogan für seine Angriffe auf kurdische Regionen zu verurteilen, aber gleichzeitig abzufeiern wenn Assad und Putin syrische Kinder bombadieren?
Wieviel Scheiße muss in solchen Köpfen wabern? Wieviel unbegreifliche Dummheit quillt aus solchen Gehirnen? Was für Drogen muss man nehmen, was für Pilze muss man fressen, um den Widerspruch seiner Gedanken nicht mehr erkennen zu müssen? Angry
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« Antworten #152 am: 16. Februar 2018, 14:36:12 »

Naja, ich bezweifle, dass @Rappel eine eigene Meinung dazu hat. Für mich versteht sich von selbst, dass alle Mächte ihre Hände weg von Syrien nehmen sollen.
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« Antworten #153 am: 16. Februar 2018, 18:30:41 »

Ich habe schon eine Meinung dazu.Der Beitrag vom Rudolg spiegelt diese nicht wieder
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« Antworten #154 am: 16. Februar 2018, 18:33:09 »

SYRIEN
Imperialistische Interessen verschärfen den Syrien-Krieg
Nach dem am 20. Januar begonnenen völkerrechtswidrigen faschistischen Angriff der Türkei gegen Efrîn und die Demokratische Föderation Nordsyrien/Rojava kam es in der Nacht vom 7. auf den 8. Februar in Ostsyrien, in der Nähe von Deir al-Zor, zu einer weiteren Eskalation.


Türkische Soldaten mit deutschen Leopard-II-Panzern in Efrîn (foto: ANF)

Bei einem US-amerikanischen Luftschlag gegen Assad-nahe syrische Milizen und russische Söldner eines privaten Militärunternehmens kamen über 100 Soldaten ums Leben. Diese hatten im Auftrag der Assad-Regierung und der russischen Öl-Firma Evro Polis versucht, ein Ölfeld unter ihre Kontrolle zu bringen, das die Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) im September von der Terrororganisation IS befreit hatten. Am 10. Februar schoss die syrische Luftabwehr einen israelischen F16-Jet ab, nachdem Israels Luftwaffe wiederholt Ziele in Syrien attakiert hatte.


Die Demokratische Föderation Nordsyrien ist die einzige fortschrittliche Konstellation im jetzigen Syrien (foto: ANF)

Wenn US-Außenminister Rex Tillerson ankündigt, dass die USA „eine militärische Präsenz in Syrien aufrecht erhalten, um sicher zu stellen, dass der Islamische Staat nicht wieder erstarken kann“ ist dies ein Vorwand um seine eigenen imperialistischen Machtinteressen in Syrien zu rechtfertigen.

 

Es war gerade das Bestreben des US-Imperialismus, durch Unterstützung der sogenannten "Freien Syrischen Armee" (FSA) und islamistischer Kräfte, Syrien aus dem Einflussbereich des russischen Imperialismus heraus zu lösen. Längst sind neben den USA, Russland und der EU zahlreiche weitere  imperialistische und neuimperialistische Regionalmächte, wie der Iran, die Türkei und Saudi-Arabien in den Krieg verwickelt.

Gefährliche Machtverschiebung in der Region
Der Hintergrund ist die geostrategische Bedeutung des Nahen und Mittleren Osten mit seinen großen Öl- und Gasvorkommen, und seiner Rolle als Knotenpunkt eines Wasserstraßensystems, das das Mittelmeer, das Rote und das Arabische Meer und den Indischen Ozean verbindet. Durch das massive Eingreifen Russlands und des Irans ist eine für die USA gefährliche Machtverschiebung entstanden, die ihre Vorherrschaft in der Region in Frage stellt.

 

Russland, dem Iran und der Türkei geht es mit ihrer zeitweiligen Allianz gegen den US-Imperialismus ebenfalls um knallharte Profit- und Machtinteressen. Die USA wollen ein weiteres Vordringen dieser Kräfte in der Region verhindern. Die zeitweilige taktische Unterstützung der kurdischen Befreiungsbewegung durch die USA ist ein Versuch, diese dafür zu missbrauchen.

 

Allen imperialistischen Kräften ist die demokratische Revolution in der Demokratischen Föderation Nordsyrien/Rojava und die weltweite Solidaritätsbewegung für sie ein Dorn im Auge. Die Tatsache, dass nicht nur Russland, sondern auch die USA grünes Licht für den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der Türkei auf Efrîn in Nordsyrien gaben, zeigt erneut, dass keine imperialistische Macht ein ehrlicher Verbündeter gerechter Befreiungskämpfe ist und war. Verbündete gerechter Befreiungskämpfe, wie der des kurdischen Volkes, sind die einfachen Menschen, die internationale Arbeiterbewegung und die Völker der Welt, die um Freiheit, Demokratie und für den Sozialismus kämpfen.

Alle Imperialisten und ihre Söldner – raus aus Syrien
Die MLPD lehnt jede imperialistische Aggression in Syrien ab. Alle Imperialisten und ihre Söldner – raus aus Syrien! Der Hauptkriegstreiber und Feind aller Völker ist im globalen Maßstab heute der US-Imperialismus, dessen Rolle als einzige Supermacht zunehmend in Frage gestellt ist. Deshalb muss der Hauptstoß im Kampf um die Erhaltung des Weltfriedens heute gegen den US-Imperialismus und den Imperialismus im eigenen Land gerichtet werden.

 

Wenn das Erdogan-Regime inzwischen die USA ultimativ auffordert, ihre Truppen und Militärstützpunkte aus Manbidsch und Nordsyrien zurückzuziehen, und die taktische Unterstützung der YPG/YPJ zu beenden, ist dies auch ein Ergebnis, der in der gesamten Region eingetretenen Machtverschiebungen.

 

Durch ihre Lage zwischen Europa, Asien und Afrika hat die Türkei auch für den deutschen Imperialismus eine besondere geostrategische, wirtschaftliche und militärstrategische Bedeutung. Das ist gemeint, wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel gestern beim Besuch des türkischen Ministerpräsidenten Binali Yildirim in Berlin von „gemeinsamen Interessen“ Deutschlands und der Türkei spricht. Deshalb wird von der Bundesregierung immer offener versucht, die kurdische und internationale Solidarität mit dem erbitterten Widerstand gegen den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der Türkei in Efrîn zu unterdrücken.

 

Und dieser Widerstand ist stark. Anders als in anderen Bürgerkriegsgebieten flüchtet die Bevölkerung nicht in Scharen, sondern hat sich auf die Verteidigung Efrîns eingestellt.  So bewachten Frauen aller Altersklassen als Wächterinnen die Häuser der Stadt Efrin während der Angriffe der türkischen Armee. Eine gewaltige Massendemonstration mit Zehntausenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern zog vor gut zwei Wochen durch die Stadt, und erst in dieser Woche trotzte eine Frauen-Massendemonstration um sie herum einschlagenden Artilleriegranaten und zog ebenfalls durch die Stadt. Die Solidarität in der Demokratischen Föderation Nordsyrien ist sehr stark. Es kommen sogar Menschen aus anderen Kantonen, um bei der Verteidigung zu helfen. Die Menschen vertrauen auf die eigene Kraft und wehren sich. Dazu kommt die große internationale Solidarität. In Europa zogen drei lange Märsche mit 80, 1.000 und 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern durch Griechenland, nach Genf und nach Hannover. Auf der großen, vom Demokratischen Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland (NAV-DEM) organisierten, bundesweiten Solidaritätsdemonstration waren bis zu 50.000 Menschen aktiv. Auf der ruhrgebietsweiten Montagsdemonstration in Gelsenkirchen waren bis zu 1.000 Menschen dabei. All das zeigt: Die Kurdinnen und Kurden – Efrîn ist nicht alleine.

 

Gegen die wachsende Gefahr einer direkten militärischen Konfrontation imperialistischer Hauptmächte im Nahen und Mittleren Osten ist die Stärkung der internationalen Friedensbewegung und der Solidarität mit Efrîn/Rojava das Gebot der Stunde. Das demokratische Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit der internationalen Solidaritätsbewegung mit Efrîn/Demokratische Föderation Nordsyrien muss gegen den Rechtsruck der Bundesregierung und der bürgerlichen Parteien verteidigt werden.


Quelle

https://www.rf-news.de/2018/kw07/imperialistische-interessen-und-die-wachsende-gefahr-eines-iii-weltkrieges

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« Antworten #155 am: 16. Februar 2018, 19:01:29 »

Ich habe schon eine Meinung dazu.Der Beitrag vom Rudolg spiegelt diese nicht wieder


Aber das hier spiegelt Deine Meinung wieder:

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=23376.msg335751#msg335751
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« Antworten #156 am: 16. Februar 2018, 19:20:06 »

Propagandaaccounts der USA um Kriege zu Fördern.Facebook und Twitter sind voll davon.Die moderne Variante der Brutkastenlüge oder auch die Inszenierungen wie das Aleppo Mädel Bana



oder auch die Märchen von dem Trümmerjungen,der in Idlib,Aleppo,Holms usw immer wieder unter den Trümmern hervorkroch und die USA um Hilfe bat..passend für unsere TV Nachrichten hier...von den Al Nusra "White Helmets" und den "Gemäßigten Rebellen" mit ihren Medienkindern ganz zu schweigen.
Ja,das ist klare Kriegspropaganda der NATO Terroristenbande

Bei FB gibt es einige interessante Seiten,die sich mit Kriegspropaganda beschäftigen.Haste gute Englisch- und Arabischkenntnisse,dann empfehle ich da mal mitzulesen




Staged Photo Shoot of ‘Wounded Aleppo Children’ and Fake ‘Twitter Girl Bana’ Busted #Aleppo


https://www.youtube.com/watch?v=__EpLx0LGb0

« Letzte Änderung: 16. Februar 2018, 19:28:36 von Rappelkistenrebell » Gespeichert

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« Antworten #157 am: 16. Februar 2018, 19:44:09 »

Meine Fresse bist Du ein peinlicher Spinner!  Angry
Propagandaaccounts der Russen, wie Deiner hier zum Beispiel sind nicht einen Deut besser!
Komm mal aus Deiner Scheiß Dummbratzen- Facebook- Blase raus und sprich mit syrischen Flüchtlingen, die ihre Kinder bei Bombenangriffen verloren haben!
Aber das sind ja nach Deiner Vollidiotenmeinung alles nur bezahlte USA- Propagandamarionetten!

« Letzte Änderung: 16. Februar 2018, 19:50:27 von Rudolf Rocker » Gespeichert

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« Antworten #158 am: 16. Februar 2018, 19:51:15 »

Jau,ich wurde von Jelzin geschult und werde von Putin bezahlt und ich erhalte später im Alter eine Betriebsrente der Freimaurer....

Übrigens,ich habe Kontakt hier zu Syrern und diversen Kurden aus Syrien und Türkei.Ich kenne also verschiedene Sichtweisen zum Thema Syrienkrieg...
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« Antworten #159 am: 16. Februar 2018, 19:53:32 »

Das Du Dich über dieses Thema auch noch lustig machst, spricht Bände!
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« Antworten #160 am: 16. Februar 2018, 23:28:36 »

Jo. Echt ätzend!
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« Antworten #161 am: 16. Februar 2018, 23:33:12 »

Aus: Ausgabe vom 17.02.2018, Seite 4   / Inland

»Berlin spielt unrühmliche Rolle«
Migrantenverbände kritisieren Schweigen der Bundesregierung zum türkischen Angriffskrieg auf die selbstverwaltete Region Afrin in Nordsyrien
Von Peter Schaber



Eine Provokation: Das Schwenken dieser kurdischer Flaggen auf Demonstrationen ist in der BRD untersagt
Foto: Florian Boillot

Nach dem Treffen zwischen Angela Merkel und ihrem türkischen Amtskollegen Binali Yildirim im Vorfeld der in München tagenden NATO-»Sicherheitskonferenz« zeichnet sich eine »Verbesserung« der Beziehungen zwischen Berlin und Ankara ab. Die Bundesregierung setzt damit ihren Kurs der Tolerierung türkischer Kriegs-, Menschen- und Völkerrechtsverbrechen fort, ebenso den der Kriminalisierung in Deutschland lebender türkischer und kurdischer Oppositioneller.

Auf Ablehnung stößt diese Politik bei den großen türkischen, kurdischen und jesidischen Migrantenverbänden in der Bundesrepublik. Täglich veranstaltet das Demokratische Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland (Nav-Dem) Demonstrationen, Kundgebungen und Diskussionsrunden, um auf Erdogans Attacke gegen Syrien aufmerksam zu machen. »Wir betrachten die Operation der türkischen Armee gegen Afrin ganz klar als völkerrechtswidrigen Besatzungskrieg. Es ist zugleich auch die Fortsetzung einer Kriegspolitik des türkischen Staates, welche sich gegen die Errungenschaften der Kurdinnen und Kurden in- und außerhalb der türkischen Staatsgrenzen richtet«, kommentiert Nav-Dem-Kovorsitzende Ayten Kaplan gegenüber junge Welt.

Die Bundesrepublik habe maßgeblichen Anteil an dem Feldzug, der bislang etwa 200 Zivilisten das Leben kostete: »Klar ist auch, dass die türkische Regierung diesen Krieg nicht ohne die Duldung oder gar Unterstützung internationaler Mächte so führen könnte. Eine besonders unrühmliche Rolle kommt hierbei der deutschen Bundesregierung zu, die nicht nur der Türkei die Waffen für ihre Kriege gegen die kurdische Bevölkerung liefert, sondern zugleich auch Kurdinnen und Kurden in der Bundesrepublik umfassend kriminalisiert.«

Auch Melek Yildiz, stellvertretende Generalsekretärin der Alevitischen Gemeinde Deutschlands, sieht Berlin in der Pflicht: »Unsere Forderung an die Bundesregierung ist klar: Sie muss diesen Krieg als völkerrechtswidrigen Angriffskrieg anerkennen und ihn nicht noch durch Waffendeals fördern.«

Der Feldzug schüre auch Hass in Deutschland: »Diyanet, die staatliche Religionsbehörde in der Türkei, gibt ja vor, dass auch in den Predigten für diesen Krieg mobil gemacht wird. Der AKP-nahe Moscheenverband DITIB, als verlängerter Arm der Diyanet, befolgt das auch hier in Deutschland.« Auch hier müsse der deutsche Staat eingreifen und die Zusammenarbeit mit DITIB »einfrieren, bis Klarheit geschaffen« ist. »Dass hier für den Sieg in diesem Krieg gebetet wird, impliziert ja, dass dafür Menschen sterben müssen. Das widerspricht den demokratischen Grundprinzipien.«

Die Vertretung der jesidischen Minderheit in Deutschland fühlt sich an die Zeiten des IS-Genozids im irakischen Sengal-Gebiet erinnert: »Viele jesidische Dörfer im Umland von Afrin wurden mittlerweile von der türkischen Armee und mit ihnen verbündeten Milizen besetzt«, beklagt Sahap Dag, Generalsekretär des Zentralrat der Jesiden. »Wir wissen sehr genau, wer diese Milizen sind: Es sind ehemalige Mitglieder des Islamischen Staates.« Dag zeigt sich über die Untätigkeit nicht nur Berlins verwundert: »Die Weltgemeinschaft hat 2014 gesehen, wie der IS mit Jesiden umgeht. Tausende Frauen wurden gefangengenommen, verkauft und vergewaltigt. Es macht uns sehr traurig, dass die Welt, insbesondere die Bundesrepublik, einfach zusieht, wenn sich das jetzt wiederholt.«

Von dem Fahnenverbot, mit dem deutsche Behörden kurdische Demonstrationen in Deutschland belegen, hält der Generalsekretär des jesidischen Zentralrats nichts: »Diejenigen, die unter diesen Fahnen gegen den Islamischen Staat gekämpft haben, haben Menschenleben gerettet. Sie haben der gesamten Menschheit einen Dienst erwiesen. Viele von ihnen haben dabei ihr Leben verloren. Dieses Verbot ist den deutsch-türkischen Beziehungen geschuldet. Dass sich ein Land vor einem Diktator so unterwürfig verhält, ist für mich unverständlich.«

Quelle

https://www.jungewelt.de/artikel/327431.berlin-spielt-unrühmliche-rolle.html
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Fritz Linow


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« Antworten #162 am: 16. Februar 2018, 23:56:25 »

@Rappelkistenrebellchen
Kleiner Einwurf zwischendurch:
Lerne mal bitte die sogenannte Zitierfunktion kennen, wenn Du deine sogenannten Beiträge schreibst. Das dient nämlich nicht nur der Übersicht, sondern schont auch ein wenig die Maus, da nicht ganz so dolle weiter heruntergescrollt werden muss.
Zitat
Danke  Kiss
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« Antworten #163 am: 17. Februar 2018, 15:47:56 »

Das mit dem Zitieren wird @Rappel wohl nie kapieren.
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« Antworten #164 am: 17. Februar 2018, 16:09:38 »

Upps, ich dachte, das nur die Öcalan-Fahne in D vom "Anti-Terrorismuswahnsinn"
betroffen sei.. Sorry für mein Irrtum  Wink

Betrifft das alles, was nach einem "freien Kurdistan" riecht oder hinweisen soll ?
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counselor


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« Antworten #165 am: 17. Februar 2018, 16:18:49 »

Mittlerweile sind fast alle kurdischen Symbole verboten.
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Onkel Tom


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« Antworten #166 am: 17. Februar 2018, 16:22:40 »

Oh Schock.. Dann bleibt ja nur "illegal - scheißegal" über und kein Wunder, das Bullen
überzogen abgehen. Nehme alles verher von mir bezweifelte zurück  Wink
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Kuddel


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« Antworten #167 am: 18. Februar 2018, 13:06:11 »

Rappelkistenrebell,
was ist denn los mit dir?
Eigentlich würde ich sagen, wir stehen auf der gleichen Seite der Barrikade.
Du redest aber zu dieser Auseinandersetzung zwischen dem türkischen Terrorstaat und fortschrittlichen kurdischen Kräften einen gefählichen Unsinn, den man nicht hinnehmen kann. Ist es dir so viel wichtiger zu einer Gruppe/Organisation/Bewegung zu gehören, daß du dafür auf dein eigenes Kritisches Denken verzichtest? Wenn es dir reicht, irgendwelchen Rattenfängern hinterherzulaufen, dann ist dir nicht mehr zu helfen.

Wenn du dir aber auch eine radikale Änderung der Verhältnisse vorschwebt, eine Gesellschaft, die nicht länger auf Ungleichheit, Ausbeutung und Gewalt basiert, dann mußt du auch in der Lage sein eigene Vorstellungen und die von Genossen und Mitstreitern kritisch zu hinterfragen. Was du in diesem Thread zum Besten gibst ist teilweise abstoßend und kontraproduktiv.

Es war bereits im Jugoslawienkonflikt standen hinter den Kriegsparteien unterschiedliche Interessen und ausländische Mächte. Die waren natürlich unterschiedlich sympathisch, doch alle haben sie Kriegsverbrechen begangen. Das sollte man auch wahrnehmen und nicht verdrängen und nicht verleugnen. Das gleiche gilt für den Syrienkonflikt. Natürlich kann man nicht den IS, die USA oder die Türkei und deren Rolle in dem Blutbad gut finden, doch haben auch Rußland und Assad keine weiße Weste. Ich finde es schlichtweg ekelhaft, wie du die Verbrechen letzterer verleugnest und als Propaganda abtust. Es ist eine Binsenweisheit, daß in einem Krieg die Wahrheit das erste Opfer ist. Propaganda und Falschmeldungen werden von ALLEN Beteiligten benutzt. Genau deshalb ist kritisches Denken gefragt. Das verweigerst du offensichtlich.

Ich finde es abtörnend, wenn du ständig Bilder von National- und Parteisymbolen zeigst. Bei aller Sympathie, die ich für bewaffnete Gerillakämpfer als Verteidiger der Freiheit haben mag, ich finde Bilder von strammstehenden Uniformierten einfach nur militaristisch und abstoßend.

Und sowas...

...guck ich mir mir manchmal in Actionfilmen gern an, will es aber in der realen Welt nicht haben, egal ob da jetzt amerikanische, russische oder andere Nationalsybole an den Uniformen sind...
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« Antworten #168 am: 18. Februar 2018, 15:29:44 »

Weder Assad, noch Putin haben was mit Demokratie und Freiheit zu tun. Und schon gleich gar nicht mit Kommunismus.
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« Antworten #169 am: 18. Februar 2018, 17:54:59 »

Lieber Kuddel,das von Dir angeführte Bild mit den Soldaten entstammt folgendem Artikel und findeste auch auf der Internetseite dazu wennde auf den Link klickst

ROTE FAHNE 04/2018
DKP rechtfertigt russisches Vorgehen in Efrîn
Am 30. Januar gab die DKP eine Stellungnahme zum Einmarsch der Türkei in Efrîn heraus

https://www.rf-news.de/rote-fahne/2018/nr04/dkp-rechtfertigt-russisches-vorgehen-in-efrin

Ich habe sicherlich eine andere Haltung zu gewissen politischen und strategischen und taktischen Einschätzungen als Du.Ich halte den Marxismus-Leninismus als notwendig und ebenfalls die dazugehörigen Parteien und Organisation. Das siehste anders.Ist mir bewußt Grin

Ich mag parteipolitische Symboliken,da sie für mich auch mit Inhalten verknüft sind







Natürlich ist weder von Assad noch von Putin oder den USA eine Politik für mehr Freiheit und Demokratie für das werktätige Volk zu erwarten.USA sowie auch Rußland sind imperialistische Länder.Die USA selbst natürlich die aggressivste.

Dazu lesenswert auch dieser Artikel bzw es gibt dazu auch eine Broschüre

Über die Herausbildung der neuimperialistischen Länder




hier zu Lesen

https://www.rf-news.de/rote-fahne/2017/nr16/ueber-die-herausbildung-der-neuimperialistischen-laender


grundsätzlich sollten nur die in Syrien lebenden Menschen über die Zukunft ihres Landes entscheiden dürfen und alle Imperialisten sollten umgehend das Land verlassen.


HIER WAS AKTUELLES

Kampf um Afrin 
Assad schickt seine Truppen gegen die Türkei
18.02.2018, 11:09 Uhr | dpa, jmt

http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/krisen/id_83249308/nordsyrien-assad-schickt-seine-truppen-gegen-die-tuerkei.html

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« Antworten #170 am: 18. Februar 2018, 18:55:17 »

Etwas mehr als das pure Nachplappern der Phrasen deiner politischen Leitfiguren, hätt ich dir schon zugetraut.
Ich finde es auch Panne, daß du dich über die Kollateralschäden der "guten Bomben" lustig gemacht hast und dich weiterhin nicht dazu äußerst.
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« Antworten #171 am: 18. Februar 2018, 20:50:16 »

Zitat
Ich mag parteipolitische Symboliken,da sie für mich auch mit Inhalten verknüft sind
Das ist schon verdammt bitter, wenn man sonst nichts anderes mehr hat!
Das traurige "Leben" eines Sekten- Zombies!
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« Antworten #172 am: 20. Februar 2018, 15:49:41 »

Zitat
Die Einführung der Scharia wäre hier nicht mehrheitsfähig

von: Thomas Schmidinger

Abstract:
Nach dem Einmarsch in Afrin: Die türkischen Truppen treffen dort auf einen Lebensstil, der sich fundamental von Erdogans Vorstellungen unterscheidet. Ein Gespräch mit dem Politikwissenschaftler Thomas Schmidinger

Herr Schmidinger, die Türkei begründet den Einmarsch ihrer Armee in Syrien damit, dass die Region Afrin ein „Terrornest“ sei, vom dem aus kurdische Terroristen in türkisches Territorium einsickern und dort Anschläge verüben. Sie waren in Afrin – hatten Sie den Eindruck, in einem „Terrornest“ zu sein?


So ein Einsickern gab es von irakischem Territorium aus, aber nicht aus Afrin. Die Gebiete der Türkei, in denen es Kämpfe mit kurdischen Einheiten gab, sind Provinzen wie Sirnak und Hakkari im Südosten, nicht aber die Provinzen Hatay und Kilis im äußersten Westen, die auf der anderen Seite der Grenze zu Afrin liegen. Zudem hat die Türkei die gesamte Grenze zu Afrin mit einer hohen Betonmauer abgeriegelt, die stellenweise erst wieder abgebaut werden musste, um mit Panzern hindurchzukommen.

Seit dem Rückzug des Assad-Regimes im Sommer 2012 herrschen in Afrin die „Partei der Demokratischen Union“ (PYD) und deren bewaffnete „Volksschutzeinheiten“. Welches Gesellschaftsmodell propagiert die PYD – und wie verhält sich das zur Wirklichkeit?

Die PYD propagiert eine auf Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern ausgerichtete demokratische Gesellschaft als Teil eines föderal aufgebauten syrischen Staates. Nationalistische Töne werden gemieden, auch eine Unabhängigkeit wird nicht als Ziel angegeben.

Welche Rolle spielt der Islam in Afrin?


Afrin hat in Syrisch-Kurdistan den Ruf, äußerst säkular zu sein. Eine Einführung der Scharia etwa wäre sicher nicht mehrheitsfähig. Das wird auch auf das jesidische Erbe Afrins zurückgeführt. Heute gibt es in der Provinz noch sechsundzwanzig jesidische Dörfer, aber zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts waren nach verschiedenen Quellen mehr als die Hälfte der Einwohner Afrins Jesiden. Unter Druck konvertierten viele von ihnen später zum Islam, ohne jedoch sonderlich überzeugte oder gar fanatische Muslime zu werden. Der Islam spielt in Afrin grundsätzlich keine dominierende Rolle.

Zeigt sich das im Alltag?

Die Stadt Afrin, die vermutlich um die 100 000 Einwohner hat, ist die größte Stadt in Syrien unter ausschließlich kurdischer Verwaltung, und es gab dort bis
zum türkischen Angriff keinerlei Sicherheitsprobleme. Unter diesen Bedingungen hat sich dort so etwas wie ein bürgerliches Leben entwickeln können, ein Alltag des Mittelstands. Man sieht in Afrin Frauen, die nur mit anderen Frauen im Café sitzen – das ist für Syrisch-Kurdistan, aber auch für Syrien insgesamt bemerkenswert. Eine armenische Familie in Afrin hat früher den bekanntesten Anisschnaps Syriens gebrannt. Zwar ist die Produktion nach Belgien verlegt worden, der Schnaps wird aber weiterhin getrunken in Afrin – ebenso wie Bier, das bis zum Kriegsausbruch meist aus der Türkei über die Grenze geschmuggelt wurde. Kurzum: In der urbanen Mittelschicht Afrins hat sich ein säkularer Lebensstil entwickelt, der sich Europa annähert.

Kurdinnen sind trotzdem auf ihre Rolle als Hausfrau und Mutter beschränkt. Der bewaffnete Kampf ist meist der einzige gesellschaftlich akzeptierte andere Weg einer kurdischen Frau. Oder werden Kurdinnen in Syrien außer dem Recht, in eigenen Frauenbataillonen gegen Dschihadisten zu kämpfen, auch individuelle Rechte zugestanden?

Auch im vergleichsweise liberalen Afrin sind Frauen weit davon entfernt, individuelle Entscheidungen für andere Lebenswege treffen zu dürfen. Für die Mehrheit gilt, dass ihnen der Kampf in den „Volksverteidigungseinheiten“ die Möglichkeit zu einem Lebensweg ebnet, der früher nicht bestand. Davon machen Tausende junge Kurdinnen Gebrauch. Die YPJ, die weiblichen Bataillone der Volksverteidigungseinheiten, sind durchaus auch militärisch relevant.

Nehmen kurdische Clanführer es denn so einfach hin, dass ihre Töchter kämpfen wollen, statt zu gebären?


Es gibt Kritik daran, dass sich junge Frauen, teilweise aus wirklich konservativen Familien, auch gegen den Willen der Familien den Volksverteidigungseinheiten anschließen können. Ich habe von konservativ-religiösen Kurden oft gehört, dass man ihre Mädchen „entführe“. Bei genauerem Nachfragen drängte sich aber stets der Schluss auf, dass es sich nicht um Entführungen handelte, sondern dass Mädchen vor einer frühen Verheiratung oder einer Überfülle häuslicher Pflichten geflohen waren.

In den Kurdengebieten des Iraks wird noch die Vielehe praktiziert. Wie ist das in Afrin?


Das ist jedenfalls sehr selten. Ich kenne keinen Fall einer polygamen Ehe in Afrin. Vielleicht gibt es noch einige ältere Großbauern auf dem Lande, die mehrere Frauen haben, aber es ist gesellschaftlich absolut unüblich. Bei den Aleviten, die in dem knapp achttausend Einwohner zählenden Städtchen Mabeta nordwestlich von Afrin leben, gibt es das überhaupt nicht und bei den Jesiden ebenso wenig. Auch bei den Muslimen Afrins habe ich es nie gesehen oder gehört.

Eine kurdische Frauenrechtlerin in Syrien hat sich allerdings beklagt, es sei auch bei Kurden immer noch üblich, dass ein zehnjähriger Bruder seiner doppelt so alten Schwester Befehle erteilen könne.

Vor allem auf dem Land ist das tatsächlich immer noch gesellschaftlicher Alltag. Dort herrschen weiterhin sehr konservativ-patriarchalische Verhältnisse. Propaganda und Maßnahmen der PYD zugunsten von Frauen verändern gesellschaftliche Verhaltensweisen nicht über Nacht.

In Syrien wächst jetzt die erste kurdische Generation heran, die muttersprachlichen Schulunterricht erhält. Wie auch immer der Krieg endet: Ist ein Zurück zum Status quo ante, als nur auf Arabisch unterrichtet wurde, noch realistisch?

Eine Rückkehr zum Arabischen würde zumindest für die Generation, die nun auf Kurmanci unterrichtet wird, der in Afrin vorherrschenden Varietät des Kurdischen, einen massiven schulischen Rückschritt bedeuten. Das Kurmanci wird in Syrien wie in der Türkei mit dem lateinischen Alphabet geschrieben. In den ersten drei Schuljahren lernen Kurden in Afrin kein Arabisch mehr.

Gibt es denn genügend Lehrer, die auf Kurdisch unterrichten können?


Eine Lehrerschaft entsteht erst. Viele Kurden aus Afrin haben früher in Aleppo studiert oder dort an der Universität gelehrt. Das ist jetzt kaum mehr möglich, hat aber dazu beigetragen, dass in Afrin im Herbst 2015 die erste Universität der Kurden in Syrien gegründet werden konnte. Viele Lehrkräfte waren früher Professoren in Aleppo. Nun bilden sie Mediziner, Techniker und Lehrer in Afrin aus – aber noch viel zu wenig, um den Bedarf zu decken.

Gibt es an den Schulen auch kurdischen Geschichtsunterricht?

In den höheren Klassen schon, wobei ich noch kein kurdisches Geschichtsbuch gesehen habe. Das hängt sicher auch damit zusammen, dass es um die Buchproduktion in den kurdischen Kantonen in Syrien generell schlecht bestellt ist. Es mangelt an Papier und Druckereien. Deshalb gibt es zwar eine Fibel für die Volksschule, aber sonst kaum Bücher.

Erstaunlich, dass Beamte in Afrin weiter vom Assad-Regime bezahlt werden.

Das ändert sich zwar langsam, aber noch gilt tatsächlich: Wer vor dem Bürgerkrieg syrischer Staatsbeamter war, bekommt weiter Geld aus Damaskus. Für das Regime ist das ein Vehikel, um Einfluss auf die Kurdengebiete auszuüben. Daraus entstehen natürlich Loyalitätskonflikte. Aber die PYD kann das nicht einfach unterbinden, da ganze Großfamilien von den Überweisungen aus Damaskus abhängen und diese Mittel noch nicht aus kurdischen Quellen ersetzt werden können.

Wie steht es um die Menschenrechte in Afrin? Es gibt Berichte, dass auch die PYD ihre Gegner foltern lasse.


Dass es in Einzelfällen dazu kommt, halte ich für absolut glaubwürdig. Ich habe selbst die durch Zigaretten verursachten Brandwunden eines Oppositionellen gesehen, der von kurdischen Polizisten verhaftet worden war. Folterungen politischer Gegner sind in der politischen Kultur Syriens tief verwurzelt, und es wäre fast ein Wunder, wenn das bei den Kurden von heute auf morgen völlig verschwunden wäre. Soweit ich es übersehe, lässt die PYD ihre Gegner aber nicht systematisch foltern, so wie es das syrische Regime macht. Angesichts der Umstände in Syrien scheint mir selbst das schon ein Fortschritt zu sein. Die Erwartung, dass mitten im Bürgerkrieg in einem Teil Syriens eine blühende Demokratie entstanden sein könnte, ist unrealistisch. Immerhin hat die PYD Kritik, wie sie etwa von Human Rights Watch geäußert wurde, nicht pauschal zurückgewiesen, sondern Übertretungen eingestanden und Besserung gelobt.

Die PYD hat seit mehr als fünf Jahren die Macht in Afrin, doch da es noch keine regulären Wahlen gab, weiß niemand, wie populär die Partei wirklich ist. Könnte sie sich bei halbwegs demokratischen Wahlen an der Macht halten?

In Afrin gab es im Dezember Regionalwahlen, an denen sich die wichtigsten Oppositionsparteien aber nicht beteiligt haben. Allerdings hätte die PYD auch dann mit hoher Wahrscheinlichkeit eine absolute Mehrheit erhalten. Aus Gesprächen in der Region habe ich den Eindruck gewonnen, dass sich die PYD durch ihren Kampf gegen den „Islamischen Staat“ und dadurch, dass sie Afrin bis zum türkischen Angriff vollkommen aus dem Kriegsgeschehen heraushalten konnte, selbst bei jenen Kurden eine gewisse Legitimität verschaffen konnte, die sie vorher nicht unbedingt akzeptiert haben. Die innerkurdische Opposition gegen die PYD ist im Osten des kurdischen Gebietes wesentlich stärker als in Afrin. Dort ist die PYD auf jeden Fall die populärste politische Kraft. Das hat auch mit der homogenen Bevölkerung des Kantons zu tun. Zählt man die Jesiden zu den Kurden, dann ist die ursprüngliche Bevölkerung von Afrin, also abgesehen von den Binnenvertriebenen, zu mindestens 98 Prozent kurdisch. Es gibt nur ganz kleine Minderheiten – einige tausend Aleviten und kleine Reste christlicher Gemeinden, auch die halten zur PYD. Der Angriff der Türkei hat zudem zu einer gewissen innerkurdischen Konsolidierung geführt: Der kurdische Nationalrat, in dem sich die härtesten Gegner der PYD zusammengeschlossen haben, hat den türkischen Einmarsch einhellig verurteilt. Sollte die Türkei tatsächlich bin in die Stadt Afrin vorstoßen, wird sie sich sehr schwertun, dort kurdische Kollaborateure zu finden.

Thomas Schmidinger, geboren 1974, ist Politikwissenschaftler und Kulturanthropologe am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien.

Das Gespräch führte Michael Martens.
Thomas Schmidinger
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« Antworten #173 am: 20. Februar 2018, 16:57:34 »

Zitat
Hausdurchsuchung im Wendland wg YPG/YPJ-Transpi
https://de.indymedia.org/node/18162
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Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
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« Antworten #174 am: 20. Februar 2018, 17:09:16 »

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