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Autor Thema: Neues aus der Türkei...  (Gelesen 15219 mal)
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Just B U


Beiträge: 875



« Antworten #50 am: 04. März 2017, 11:59:38 »

Absage von türkischen Wahlkampfauftritten:
 Interview mit Sevim Dagdelen am 03.03.2017

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« Letzte Änderung: 04. März 2017, 13:38:19 von Just B U » Gespeichert

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"...Dumme Menschen haben erkannt das sie die Mehrheit stellen und haben sogar Parteien gegründet..."
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Just B U


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« Antworten #51 am: 08. März 2017, 12:01:59 »

Zitat
Dienstag, 07. März 2017

Person der Woche: Erdogan zieht die Migrationswaffe

Von Wolfram Weimer

Der türkische Präsident mutiert zum Diktator, pöbelt gegen Deutschland und betreibt aggressive Islamisierung. Er droht mit einer neuen Massenmigration, obwohl er Deutschland in der Wirtschaftskrise dringend bräuchte.

   


Recep Tayyip Erdogan zeigt das Rabia-Zeichen.
(Foto: AP)

Unter den Bösewichten der Weltpolitik sucht der türkische Präsident derzeit den Logenplatz. Recep Tayyip Erdogan lässt keinen Tag verstreichen, ohne Bomben auf Kurden werfen zu lassen, politische Gegner zu inhaftieren oder Nachbarstaaten zu brüskieren. Derzeit attackiert er Deutschland mit wüsten Nazi-Vergleichen und düsteren Drohungen. "Ich habe gedacht, der Nationalsozialismus in Deutschland ist vorbei, aber er geht noch immer weiter", pöbelte Erdogan. Er will seinen verbissenen Wahlkampf nach Deutschland tragen und ärgert sich über den Widerstand deutscher Kommunen: "Wenn ich will, dann komme ich auch. Ich komme. Und wenn ihr mich nicht durch die Türe lasst oder mich nicht reden lasst, dann werde ich die Welt aufstehen lassen."

Die Reaktion der deutschen Politik schwankt zwischen Entsetzen, Wut und der Suche nach Haltung. Regierungssprecher Steffen Seibert weist die Einlassungen Erdogans "entschieden zurück" und wählt die Worte "absurd und deplatziert". Bundesjustizminister Heiko Maas findet Erdogan "abstrus, infam und abwegig". Der CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer ergänzt "ungeheuerlich" und "unverschämt".   (...)


Weiter:
http://www.n-tv.de/politik/politik_person_der_woche/Erdogan-zieht-die-Migrationswaffe-article19732501.html

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Just B U


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« Antworten #52 am: 11. März 2017, 15:30:32 »

Find ich richtig und gut;  Danke NL!

Zitat
Niederlande verweigern türkischem Außenminister die Einreise

Stand: 12:35 Uh

Die niederländische Regierung hat am Samstag dem Flugzeug des türkischen Außenministers Mevlüt Cavusoglu die Landeerlaubnis entzogen. Grund seien „Gefahren für die öffentliche Ordnung und Sicherheit“. Cavusoglu wollte am Samstag in Rotterdam vor Landsleuten für das Verfassungsreferendum werben, mit dem die Vollmachten von Präsident Recep Tayip Erdogan ausgeweitet werden sollen.

Der türkische Außenminister hatte die niederländische Regierung zuvor aufgefordert, ihn nicht an seinem geplanten Auftritt vor Landsleuten in Rotterdam zu hindern. Vor seiner Abreise am Samstag sagte er dem Fernsehsender CNN Türk: „Falls die Niederlande meine Flugerlaubnis zurückziehen, werden unsere Sanktionen gegen die Niederlande schwer sein.“

Er wiederholte auch den Vorwurf der türkischen Regierung, Verbote von Kundgebungen zu dem Verfassungsreferendum etwa in Deutschland und den Niederlanden seien „faschistische Praktiken“. Die Regierungen Deutschlands und der Niederlander ergriffen mit solchen Verboten Partei für jene, die gegen den Umbau der Türkei zu einer Präsidialrepublik seien.

 (...)  

  

https://www.welt.de/politik/ausland/article162762229/Niederlande-verweigern-tuerkischem-Aussenminister-die-Einreise.html


« Letzte Änderung: 11. März 2017, 15:32:46 von Just B U » Gespeichert

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Kuddel


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« Antworten #53 am: 11. März 2017, 16:39:00 »

Jetzt applaudiert Just BU der faschistoiden Niederlande.

Ich bin gegen die Herrschenden in der Türkei, in Österreich, in Deutschland und in den Niederlanden.
Ich bin gegen diese Politik der geschlossenen Grenzen. Diese Politik find ich nicht richtig gut, sondern richtig scheiße!

So, Just BU, ich finde, wir sollten mal so radikal gegen unsere eigenen faschistoiden Drecksäue vorgehen, wie gegen diesen Erdoganarsch.
Aber als das vor einem Jahr passierte, hab ich nichts von Just BU gehört:
EU-Kommissar Günther Oettinger ist im Mai im Privatflugzeug des ehemaligen Daimler-Managers Klaus Mangold zu einem Treffen mit Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán nach Budapest geflogen.

Ein Deutscher EU Politiker, ein Naziunternehmen und ein Ungarischer Politiker, der Migranten in Lager werfen will, in trauter Eintracht. Als die Türkei den Krieg gegen die eigene kurdische Bevölkerung geführt hat genauso wie gegen linke Oppositionelle, war Erdogan noch bester Freund der Bundesregierung und erhielt Waffen aus Deutschland.
Hinter diese Aktionen der verschissenen Regierungen in D, NL oder A stelle ich mich nie und nimmer.
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shitux


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« Antworten #54 am: 11. März 2017, 18:25:41 »

Wäre de und/ oder nl wirklich faschistisch in dem Sinne wie diese Typen aus der Türkei behaupten, müssten sie nicht in die jeweilligen Länder reisen. Denn die türkischen Mitbürger lebten ja in der Türkei ( oder in anderen Ländern).

Die Begründungen die Sicherheit könne nicht garantiert werden, ist wohl angesichts der Einsatz von Massen an Bullereien, die die Fussballspiele WE für WE schützen reichlich hanebüchen.

Ich wiederhole mich dazu auch gerne wieder: Wäre die Türkei schon lange Mitglied der EU, so z.B. wie die Fascho´s von Ungarn, gäbe es dieses Problem mit Sicherheit nicht. Kein vorgeblicher? Putsch wäre nötig. Und in Folge jetzt auch nicht dieser komplette Wahnsinn der da läuft.
Aber die Politik- und hier ganz besonders in vorderster Front die die sich christlich schimpfen- haben ja fleissig ihre Vorurteile geschürt und unter´s Volk gebracht.

Aber kein Problem: Kommt da eben zur Türkei auch ein Zaun hin ........

Ich trink jetzt ´n Bier......  skol
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« Antworten #55 am: 11. März 2017, 18:31:58 »

Erdogan ist super, er spielt dieses EU-Demokratieschauspiel perfekt, er ist eine Ohrfeige für die ganzen EU-Phrasendrescher, rumgeplärre über den Arsch der eigentlich so ist wie sie selbst. Das ist kein in Schutz nehmen, Erdogan ist nur eine einzelne Konsequenz aus dem Gebaren der EU. Erdogan ist ein Blick in den Spiegel.
Dieses mediale rumgeficke wie furchtbar schlimm ein einzelner Machthaber sei ist ein Schauspiel für uns, da dürfen wir mal irgend wie politisch mitmischen.
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« Antworten #56 am: 11. März 2017, 22:10:23 »

Wenn irgendein Diktator der EU von nutzen ist und auch einigermaßen nach deren Pfeife tanzt kann der Menschen ermorden lassen bis zum abwinken! Daran hat sich, grade in der Deutschen Regierung, noch nie jemand gestört!
Die Unterstützung der türkischen Regierung beim Völkermord an den Kurden zum Beispiel. Oder Gaddafi, Mubarak, Hussein, Netanjahu und wie sie alle heißen. Alles kein Problem!
Mit Erdowahn gibt es nur Probleme weil er offenbar nicht so ganz nach der Pfeife der EU tanzen will! Das mag man dort nicht so besonders, wie Griechenland ja erfahren musste.
Andere Länder, die durchaus vergleichbare Züge zur Türkei haben, können sich da deutlich mehr raus nehmen, ohne das es Proteste gibt. Bayern zum Beispiel! Grin
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« Antworten #57 am: 13. März 2017, 11:32:18 »

Ich antworte nicht mehr auf sowas, Kuddel.

Zitat
Jetzt applaudiert Just BU der faschistoiden Niederlande. (...)

*   *   *

Wenn ein Land einem anderen sagt, das der Auftritt dieses und jenes Ministers inkl. Wahlkampauftritts auf eigenem Boden NICHT erwünscht ist, dann ist das schon eine sehr klare Aussage.

Der türkischen Regierung ist das vollkommen egal. Der Minister erklärt laut und dreist, er werde trotzdem in dieses Land einreisen und sprechen und wenn besagte Regierung sich ihm in den Weg stellen sollte, würde es (NL) harte Konsequenzen zu spüren bekommen.
Also eine Drohung.

Äh....hat es das - in Friedenszeiten -  schon mal irgendwo von irgendeinem Land in Europa gegeben?

Und, sollte man das dann (in diesem Fall als NL)  einfach hinnehmen, oder wie?

Ich finde es nach wie vor richtig was die NL gemacht haben.
Obwohl ich vermute, das, wenn dort nicht die Wahl in ein paar Tagen anstehen würde, wäre der MP wahscheinlich nicht SO deutlich geworden.

Das Blöde daran ist nur, das Erdowahn es meisterlich versteht, ALLES für seine Propaganda so hinzudrehen und darzustellen, dass seine gehirngewaschenen Anhänger offensichtlich NOCH fanatischer werden...
Aber daran kann man wohl nichts ändern.

Sehr wohl aber daran, dass es in den einzelnen EU-Ländern nicht noch mehr inneren Aufruhr (Stichwort: u. a. DITIB, u.andere türkische Propaganda- und Spitzelorganisationen) deswegen gibt, eben durch solche Wahlkampfauftritte und Aufwiegelungen seitens der türkischen Regierung.
Von mir aus auch mit der Begründung "sicherheitstechnischer Mängel".

Das Merkel mal wieder schweigt und zuguckt finde ich  zum  kotz *würgh* AAAAAh
« Letzte Änderung: 13. März 2017, 11:35:12 von Just B U » Gespeichert

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« Antworten #58 am: 13. März 2017, 12:43:25 »

Das nächste von Rechtspopulismus geprägte Land macht mit in diesem Scheißspiel:

Zitat
Dänemark sagt Treffen mit türkischem Premier ab
http://www.sueddeutsche.de/politik/tuerkei-erdoan-niederlande-werden-preis-fuer-ihr-verhalten-bezahlen-1.3415891

Und warum weigerst du dich zu begreifen, daß es unbestritten ist, daß Erdogan erin Arsch ist, aber die von dir so bejubelten Kampagnen Erdogan nur stärken und Wasser auf die Mühlen der Nationalisten und Faschisten ist in NL, TR, D, DK und A.
Schulterschlüsse mit Herrschenden und Nation und scheiß Nationalflaggengeschwenke.

Wir sollten so einen Dreck bekämpfen, indem wir uns grenzüberschreitend mit denen solidarisch zweigen, die gegen autoritäre und nationalistische Kräfte kämpfen, z.B.:

http://www.labournet.de/?p=113160
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Just B U


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« Antworten #59 am: 13. März 2017, 13:08:14 »

@ Kuddel

Zitat
Und warum weigerst du dich zu begreifen...(...)

Und erneut eine vollkommene Fehl-Einschätzung deinerseits.
Zum  - gefühlt -  100ten Mal:
Wodurch meinst Du das Recht zu haben,  derartige persönliche Behauptungen über mich anzustellen?
Ich fordere Dich auf, dies in Zukunft zu unterlassen!

Zitat
Schulterschlüsse mit Herrschenden und Nation und scheiß Nationalflaggengeschwenke.

Wer macht das?
Ich jedenfalls nicht.
Ich teile die Welt nur nicht nach Schwarz und weiß ein, denn so ist sie nicht und das Leben auch nicht.

Zitat
Wir sollten so einen Dreck bekämpfen, indem wir uns grenzüberschreitend mit denen solidarisch zweigen, die gegen autoritäre und nationalistische Kräfte kämpfen,
Find ich generell sowieso gut und nötig.
Und in der Zwischenzeit, bis sowas - auch wirksam - zustande kommt, lassen wir solche Arschlöcher wie Erdowahn mal einfach gewähren oder wie?

Kannst DU ja gerne weiter so sehen...und tun...

Ich sehe es anders.
« Letzte Änderung: 13. März 2017, 13:13:39 von Just B U » Gespeichert

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« Antworten #60 am: 13. März 2017, 14:04:47 »

Wie ich darauf komme?

Zitat
Find ich richtig und gut;  Danke NL!
Das war DEINE Aussage.
Du wendest dich an die NL. Du siehst scheinbar eine Einheit zwischen Bevölkerung und Regierung, zwischen Reich und Arm, zwischen alteingesessen und zugewandert, zwischen links und faschistisch.

Ich hasse nationalistischen Eintopf und diese nationalistischen Grenzlinien.
Ich bin der Meinung, wenn man nicht gleichzeitig Höcke und Seehofer die Redemöglichkeit entzieht, dann ist es kein Kampf gegen eine antidemkratische und autoritäre Haltung, sondern dann ist es nationalistische Scheiße, die ich nicht unterstütze und für die ich mich nicht bedanke.

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« Antworten #61 am: 13. März 2017, 14:39:02 »

Zitat
Schulterschlüsse mit Herrschenden und Nation und scheiß Nationalflaggengeschwenke.

Zitat
Wer macht das? Ich jedenfalls nicht.

Wenn ich mir dein Avatarbild so angucke, könnte ich einen anderen Eindruck bekommen. Roll Eyes


Zitat
Also eine Drohung.
Äh....hat es das - in Friedenszeiten -  schon mal irgendwo von irgendeinem Land in Europa gegeben?

Ja, als Deutschland damit drohte Griechenland keine Kredite mehr zu gewähren und die griechische Regierung daraufhin einknickte.
Oder mindestens einmal im Jahr zwischen Großbritannien und Spanien wegen Gibraltar.
Die Drohungen der EU gegen Russland. Luftangriffe auf Libyen. Einmarsch in Mali und Somalia usw. usw.


Zitat
Das Merkel mal wieder schweigt und zuguckt finde ich  zum  kotz *würgh* AAAAAh *würgh* AAAAAh
Jeder der nur ansatzweise bereit ist sich mit Politik ernsthaft auseinanderzusetzen weiß, das solche Sätze einfach nur dumm sind!
Ich hatte es bereits zum Thema Österreich erwähnt: Weder dort, noch in den Niederlanden ist die Türkei Großkunde für Waffenkäufe!

Zitat
Deutschland verkauft im großen Stil Waffen an die Türkei, in diesem Jahr nahmen die Lieferungen sogar zu. Bürgerkriegsähnliche Zustände sind dabei für die Bundesregierung kein Hinderungsgrund.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/tuerkei-deutsche-ruestungsexporte-nehmen-zu-trotz-buergerkriegsaehnlicher-zustaende-a-1124346.html

Des weiteren Leben in Deutschland so um die 3 Millionen türkeistämmige Menschen mit denen man es sich offensichtlich nicht verscherzen möchte. Solche Riots wie in den Niederlanden wären dann auch Wasser auf die Mühlen der Rechten.

Zitat
Find ich richtig und gut;  Danke NL!

Zitat
Jetzt applaudiert Just BU der faschistoiden Niederlande

Sehe ich auch so!
Die Niederlande haben eine Regierung die in etwa der FDP entspricht!
Eine rechte, marktliberale Partei, die möglichst schnell alle sozialstaatlichen Leistungen einstellen möchte. Diese wird vermutlich demnächst von der PVV abgelöst. Einer noch weiter rechts stehenden Partei.
Der Streit mit der Türkei könnte also durchaus wahltaktische Gründe haben.
Wie man sowas beklatschen kann bleibt mir ein absolutes Rätsel!
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« Antworten #62 am: 13. März 2017, 15:26:01 »

Das ganze Gezerre um das Rederecht von Erdogans Ministern zeigt meiner Meinung nach,  dass die Errichtung einer faschistischen Diktatur in der Türkei den Herrschenden in Europa zu weit geht. Ohne mich mit den Niederlanden und ihrer polirischen Taktik solidarisieren zu wollen,  halte ich ein Redeverbot für die türkischen Faschisten -und nichts anderes sind Erdogan und seine Minister- für angebracht. Ich würde sogar noch weiter gehen: Deutschland sollte alle  Verträge mit der Türkei kündigen und die diplomatischen Beziehungen abbrechen.
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« Antworten #63 am: 13. März 2017, 16:28:18 »

 
Zitat
Das ganze Gezerre um das Rederecht von Erdogans Ministern zeigt meiner Meinung nach,  dass die Errichtung einer faschistischen Diktatur in der Türkei den Herrschenden in Europa zu weit geht.
Warum sollte es das? Ist in Ungarn auch kein Problem. In Polen, Rumänien und der Ukraine auch nicht.
In Libyen herrschen in Flüchtlingslagern "KZ- ähnliche Zustände" (Zitat des Auswärtigen Amtes). Trotzdem will man mit denen einen Deal machen.
Seit wann hat die EU ein Problem damit, mit faschistischen Diktaturen Geschäfte zu machen?
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« Antworten #64 am: 13. März 2017, 18:31:28 »

Das sehe ich wie Rudi,
die Bundesregierung hat keine Probleme mit Autokraten und Faschisten. Sie macht munter Deals mit Saudi Arabien.

Zitat
Die neuen Zahlen zu deutschen Rüstungsexporten nach Saudi-Arabien sorgen für Kritik. Der Bundestagsabgeordnete Jan van Aken (Linke) sagte am Donnerstag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Berlin mit Blick auf die Beteiligung Saudi-Arabiens am Krieg im benachbarten Jemen: "Man kann nicht mehr ernsthaft von einer Kontrolle der Rüstungsexporte sprechen, wenn die Bundesregierung die Ausfuhren an Saudi-Arabien erhöht, während Riad den Jemen in die Steinzeit zurückbombt."

Wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken-Fraktion hervorgeht, sollen die Rüstungsgeschäfte mit Saudi-Arabien offenbar deutlich ausgeweitet werden. Die Antwort liegt der KNA vor. Im vergangenen Jahr erteilte die Bundesregierung demnach Ausfuhrgenehmigungen im Gesamtwert von knapp 530 Millionen Euro. Im Jahr 2015 lag dieser Wert noch bei rund 270 Millionen Euro, im Jahr davor waren es rund 209 Millionen Euro.
https://de.qantara.de/content/scharfe-kritik-an-deutschen-ruestungsdeals-mit-saudi-arabien

Zitat
Jemen
Westliche Waffen für den Krieg

Die Bundesregierung will einerseits mögliche Kriegsverbrechen im Jemen untersuchen lassen - und hält andererseits an der militärischen Kooperation mit Saudi-Arabien fest.


Dieser Krieg ist langwierig und zäh, das Leid der Zivilbevölkerung riesig, aber die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit gering. Wohl deshalb bleibt die Rolle des Westen bei den saudischen Angriffen im Jemen heikel – auch die deutsche: Während die Bundesregierung die Kriegsverbrechen und die humanitäre Not im Jemen anprangert, will sie die deutschen Waffenexporte und die militärische Zusammenarbeit mit Saudi-Arabien nicht grundsätzlich aufgeben.

Darin räumt die Bundesregierung ein, dass zwei Millionen Jemeniten aus ihren Wohnungen und Heimatorten vertrieben wurden, seit sich eine arabische Militärallianz um Saudi-Arabien im Jemen gegen die Huthi-Rebellen vorgeht. Offiziell soll deren Putsch gegen den gewählten Präsidenten abgewendet werden – tatsächlich liefern sich die Saudis und der Iran, der die Huthis unterstützt, einen rücksichtslosen Stellvertreterkrieg um die Vorherrschaft in der Region.

Erst im vorigen Sommer genehmigte die Bundesregierung endgültig die Ausfuhr der ersten Tranche von insgesamt 48 bestellten militärischen deutschen Patrouillenbooten – obwohl die Saudis im Jemen-Krieg auch zu Seeblockaden greifen. Eine Möglichkeit, den Einsatz der deutschen Waffen im Jemen nachzuverfolgen oder auszuschließen, hat die Bundesregierung laut dem Schreiben nicht.

Zur Frage ziviler Opfer führt die Bundesregierung aus, „ein ziviles Objekt kann im Einzelfall zu einem militärischen Ziel werden“, wenn von dort militärische Handlungen ausgehen und „seine Zerstörung einen eindeutigen militärischen Vorteil darstellt“.

Ebenso wenig will Deutschland seine Unterstützung bei der Modernisierung des saudi-arabischen Grenzschutzes aufgeben: „Aus sicherheitspolitischer Sicht ist Saudi-Arabien weiterhin ein wichtiger Kooperationspartner“, heißt es.
Jemen
Auf der Suche nach Verwertbarem: Jemeniten auf der Müllhalde von Sanaa. Foto: epa

Auch andere Kritikpunkte am saudischen Regime bestätigt das Schreiben durchaus – darunter die Menschenrechtslage, die Todesstrafe sowie „Hinweise, dass Saudi-Arabien im Zusammenhang mit seiner wahhabitisch religiösen Staatsdoktrin häufig wirtschaftliche Investitionen“ zur Missionierung im Ausland nutze.

In der Gesamtsicht bleibt die Bundesregierung jedoch bei ihrer Bewertung, Saudi-Arabien sei ein Stabilitätsanker in der Region: Das Land spiele „mit seinem politischen Gewicht (...) weiterhin eine Schlüsselrolle für die Sicherheit und Stabilität in der gesamten Region“, so dass es „ein unverzichtbarer Partner bei der Lösung der regionalen Krisen“ sei.

Die Linke kritisiert diese Haltung deutlich. Von „Beihilfe zum Mord“ spricht Außenpolitikerin Sevim Dagdelen. „Wer wie die Bundesregierung Waffen an eine islamistische Diktatur wie Saudi-Arabien liefert, der tritt Menschenrechte mit Füßen und leistet einen Beitrag zum Unfrieden in der Region“, sagte sie der FR. Zudem könne man nicht ausschließen, dass so deutsche Waffen an Islamisten weitergegeben werden. „Die Bundesregierung muss die Rüstungsexporte in die Golfdiktaturen sofort stoppen“, forderte Dagdelen.
http://www.fr.de/politik/jemen-westliche-waffen-fuer-den-krieg-a-1192654 (gekürzt)

Ich bin völlig angewidert. Menschenverachtendendes Dreckspack. Die deutsche/EU Politik läßt wohl mehr Migranten ersaufen, als Terror-Erdogan durch seine Schergen ermorden läßt. Man baut Lager für Ausländer an der EU Ostgrenze und echauffiert sich wg. der Nazivergleiche, zitiert dabei die Antifa, von wegen Relativierung des Grauens des Nationalsozialismus. Dabei kann ich Erdogan nur recht geben, diese moralapostelnden westlichen Regierungen bedienen sich sehr wohl bei Nazimethoden. Wenn man sich ansieht, was für ein politisches Klima sich etwickelt hat unter der medialen Aufregung über die türkischen Wahlkampfauftritte, so muß man zugeben, daß es keinesfalls ein antiautortäres und freiheitsliebendes Klima erzeugt hat, sondern das völlige Gegenteil: Die nationalistischen und faschistischen Kräfte in den westlichen Ländern und in der Türkei sehen sich im Aufwind.

Ich sage es in diesem Forum immer wieder: Ich bin überzeugt davon, daß die Herrschende Klasse den Rechtsruck will und selbst einen Faschismus im Herzen der westlichen Welt in Kauf nehmen würde, so lange der ihre Macht erhält. Das Vorgehen der Politik und der Medien macht in diesem Zusammehang richtiggehend Sinn. Es sind keine Proteste gegen Autoritäre Herrschaft, es handelt sich um ein gefährliches Aufpeitschen der Nationalgefühle. Vor diesen Karren lasse ich mich nicht spannen.
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« Antworten #65 am: 13. März 2017, 19:10:10 »

Zitat
Kurz vor der Wahl steht der niederländische Premier Rutte unter Druck von rechts. Schon deshalb ließ er den Streit mit der Türkei eskalieren, sagt ARD-Korrespondent Ludger Kazmierczak. Ein Interview über Wahlkampf, Wilders und "Wilders light".
http://www.tagesschau.de/ausland/kazmierczak-interview-101.html

Wie ich schon schrieb: Reine Wahlkampftaktik!

Diese (künstliche) Aufregung über die Türkei kann wunderbar genutzt werden,um die nationalistische "Wir gegen die"- Karte auszuspielen und ebenso kann man mit solchen außenpolitischen Themen wunderbar von innenpolitischen Themen ablenken.
Alles nichts neues! Ich wunder mich nur, das Just BU das schon vergessen hat, als die gleiche Chose mit Griechenland ablief!
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« Antworten #66 am: 13. März 2017, 19:13:53 »

Teile der herrschenden Klasse in der EU und darüber hinaus setzen immer mehr auf die Karte des Faschismus, also der Errichtung einer offenen terroristischen Diktatur der aggressivsten und chauvinistischsten und imperialistischen Teilen des Finanz-und Monopolkapitals.
So betrachte ich FN in Frankreich,Hofer in Österreich,Wilders in Holland, orban in Ungarn usw nicht als isolierte Ereignisse. Sie stehen für mich klar im Zusammenhang mit der vom brd Regime systematisch aufgebaute AfD als Scheinopposition.

Der türkische Präsident ist ein faschistischer Massenmörder und Terrorpate – und wird von Angela Merkel unterstützt.....Verfolgung linker Türken,Kurden,aleviten,Jesiden etc wird im Erdogans Auftrag immer mehr verschärft hier! Der Krieg gegen die kurdische Bevälkerung in der Osttürkei wird auch von der brd mitbefeuert und ausdrücklich unterstützt!
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« Antworten #67 am: 13. März 2017, 19:19:30 »

M.M. nach werden hier u. a. mal wieder Äpfel mit Birnen verglichen bzw. in "einen Topf geworfen"...
Und nicht nur hier:


Zitat
(...) Ich wunder mich nur, das Just BU das schon vergessen hat, als die gleiche Chose mit Griechenland ablief!

Rudi, Du vergleichst jetzt hier nicht ernsthaft Griechenland mit der Türkei oder?
Das kann doch nicht wahr sein.   Roll Eyes

Rudi schrieb;
Zitat
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Tja, wie so oft, ein falscher Eindruck.

Es ist meine Art, meine Verbundenheit und Solidarität mit Griechenland, dem griechischen Volk und nicht zuletzt meiner Familie/Vorfahren auszudrücken.
Nicht mehr und nicht weniger!

Und es ist mir vollkommen gleichgültig, ob irgendjemand damit ein Problem hat.
« Letzte Änderung: 13. März 2017, 19:45:11 von Just B U » Gespeichert

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« Antworten #68 am: 13. März 2017, 19:20:22 »

Das sehe ich wie Rudi,
die Bundesregierung hat keine Probleme mit Autokraten und Faschisten. Sie macht munter Deals mit Saudi Arabien.

Ist doch nur die eine Seite der Medaille, klar hat Rudi recht, counselor aber auch, für mich besteht da kein Widerspruch, Erdogan gehört in den Arsch getreten wie allen anderen bisher geduldeten Autokraten und Faschisten auch.

Wir lassen uns verrückt machen weil ein Drecksack geduldet wird und der andere nicht, nein, alle gehören entsprechend behandelt/verachtet, Erdogan wird ja nicht besser weil es andere Idioten gibt, oder gilt da ein seltsamer Gleichbehandlungs-Grundsatz.
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« Antworten #69 am: 13. März 2017, 21:04:34 »

Zitat
Ist doch nur die eine Seite der Medaille, klar hat Rudi recht, counselor aber auch, für mich besteht da kein Widerspruch, Erdogan gehört in den Arsch getreten wie allen anderen bisher geduldeten Autokraten und Faschisten auch.
Bin ich bei dir! Im Grunde geht es mir ja auch nur darum, diese Heuchelei anzuprangern, das einerseits die Bundesregierung  "Kritik" an der Türkei übt, aber keine Probleme damit hat weiterhin Waffen zu liefern.
Des weiteren ist bekannt, das es der Bundesregierung noch nie ernsthaft um Menschenrechte ging, wenn man mit einem Staat gute Geschäfte machen kann. (siehe China).


Zitat
Rudi, Du vergleichst jetzt hier nicht ernsthaft Griechenland mit der Türkei oder?
Achso, die Massenverarmung eines Großteils der Bevölkerung durch (von Deutschland) aufgezwungene Renten- und Lohnkürzungen und andere Sozialleistungen war gar nicht so schlimm?
Na, dann haben Merkel und Schäuble ja alles richtig gemacht und Du solltest im Herbst die CDU wählen, weil sie Griechenland so hervorragend geholfen haben?
Soviel übrigens zum Thema:
Zitat
Das Merkel mal wieder schweigt und zuguckt finde ich  zum  kotz *würgh* AAAAAh *würgh* AAAAAh *würgh* AAAAAh
« Letzte Änderung: 13. März 2017, 21:07:24 von Rudolf Rocker » Gespeichert

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« Antworten #70 am: 13. März 2017, 21:18:11 »

Ach Rudi, ich gebs auf, ich hab keine Lust mehr auf Deine Spielchen.
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« Antworten #71 am: 13. März 2017, 21:49:16 »

Bin ich bei dir! Im Grunde geht es mir ja auch nur darum, diese Heuchelei anzuprangern, das einerseits die Bundesregierung  "Kritik" an der Türkei übt, aber keine Probleme damit hat weiterhin Waffen zu liefern.
Genau! Das ist pure Heuchelei! Da bin ich bei Dir!
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« Antworten #72 am: 13. März 2017, 22:55:46 »

Hier einige Beispiele, die belegen,daß die Erdogan und MHP Faschisten nicht intelligenter sind als der Durchschnitts - NPD ler.....was wohl an der gemeinsamen Ideologie liegen muß!

In Niederlanden und Belgien verbrannten sie aus Protest gegen die niederländische Regierung auch französische Fahnen und pressten öffentlich unter lautem türkischen Geschimpfe Orangen öffentlich aus!

Hier beim Halal Schlachten der Orangen während dabei die Holländer in Holland übelst beschimpft wurden....



Hier Video von "de Telegraaf" in dem man sehen kann,wi enationalistische Türken gegen Holland demonstrieren in Holland und aus Protest französische Fahnen anzünden.......beim Erdkundeunterricht waren die wohl alle Kreide holen... Huh?

https://www.facebook.com/telegraaf/

Nun protestieren sie von zu Hause aus und setzen davon stolz Bilder in nationalistische FB Seiten.....



Die Erdoganisten schrecken vor nichts mehr zurück, nach Orangenlynchen, jetzt Tulpenköpfen.....doof bleibt doof...da helfen auch keine Pillen....
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« Antworten #73 am: 14. März 2017, 17:49:10 »

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Zitat
"Ich liieebe Holland": Erdogan nach geheimnisvoller Lieferung aus Amsterdam plötzlich auf Kuschelkur

Ankara (dpo) - Stimmungswandel in der Türkei: Nach heftigen Verbalattacken gegen die Niederlande in den letzten Tagen rudert Präsident Erdogan nun offenbar zurück. In einer kurzen Fernsehansprache bezeichnete er das europäische Land als "total korrektes Land" und wollte nichts mehr von angeblichen Differenzen wissen. Zuvor soll der Präsident ein Paket mit noch unbekanntem Inhalt aus Amsterdam erhalten haben.

Ungewöhnlich entspannt wirkte Erdogan in dem Gespräch mit einer Reporterin des türkischen Staatsfernsehens. Lächelnd winkte er immer wieder in die Kamera und sagte Sätze wie "Holland, ich lieeeebe dich!" und "Lasst uns nie wieder streiten!".
[...]

Quelle: Der Postillon


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« Antworten #74 am: 14. März 2017, 18:28:40 »

Gemeinsame Erklärung der niederländischen und türkischen Kommunisten

An die arbeitenden Menschen in den Niederlanden und der Türkei

Zwischen den beiden Ländern gibt es eine Krise, die die rüde Natur der bürgerlichen Politiker widerspiegelt und wie wir sie seit vielen Jahren nicht mehr gesehen haben. Sie provozieren und spielen jetzt mit nationalistischen Emotionen zwischen den Menschen und versuchen, von der eskalierenden Spannung politisch zu profitieren.

Wir wissen aber, dass die Politiker, die die Helden dieser skandalöses Ausmass erreichenden Krise sind, ihre eigenen arbeitenden Menschen angegriffen haben und dem Abbau der Arbeiterrechte ihren Stempel aufgedrückt haben. Beide Seiten repräsentieren die Bourgeoisklasse und der ausbeuterischen Monopole.

Erdogan und die AKP scheinen damit zu kalkulieren, dass sie einen „äusseren Feind“ schaffen, aus Verzweiflung, in die sie im Lauf des Referendumsprozesses verfielen. Auf der anderen Seite spielt die niederländische Regierung die Karte der Fremdenfeindlichkeit, um die Krise der EU zu überspielen.
Wir, die Neue Kommunistische Partei der Niederlande und der Kommunistischen Partei der Türkei, rufen unsere arbeitenden Menschen zur Zusammenarbeit auf und dazu, sich nicht von der zwielichtigen, heruntergekommenen Politik der Bourgeoisie fangen zu lassen.
In dieser Lage
erklären wir erneut, dass wir gegen die imperialistische Politik der EU stehen,
wir erinnern an die Tatsache, dass der aufkommende Rassismus nur durch die Einheit des Proletariats gestoppt werden kann,
wir betonen, dass wir im internationalistischen Geist gegen jede Beschränkung der Rechte der Arbeiterklasse und eingewanderten Arbeiter kämpfen.
Wir verweisen auf die Unmöglichkeit eines besseren Kapitalismus und die Notwendigkeit des Kampfes für die einzige Alternative, den Sozialismus.

Zentralkomitee der NCPN
Zentralkomitee der TKP

Quelle

https://www.ncpn.nl//manifest/2017/03/tkp-ncpn.htm
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Gegen System und Kapital!


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