Übersicht   Hilfe Suche Einloggen Registrieren  
Seiten: [1]   Nach unten
Drucken
Autor Thema: Klare Fronten  (Gelesen 1703 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Kuddel


Beiträge: 9434


« am: 30. Januar 2017, 10:25:00 »

Egal wie schrecklich es sein mag, was Trump gerade versucht durchzusetzen und welche Kräfte er dabei moblisiert, es hat auch etwas klärendes.
Es bedeutet ein Ende der quälenden "Normalität," in der stets das kleinere Übel regiert und alles alternativlos ist.

Ich bin es Leid einen Obama gut finden zu sollen, weil er schwarz ist und versucht hat, die Gesundheitsversorgung zu verbessern. Mich ekelten die Argumente an, daß Hillary für Frauenrechte steht und ich war fassungslos, als Antifas den Schulterschluß mit den Staat suchten gegen Nazis.

Es ist nun sehr klar geworden: Es gibt nun noch zwei Seiten: Auf der einen stehen die Reichen und dadurch Mächtigen, auf der anderen der Rest.
Die Nazis und Klerikalfaschisten machen die Drecksarbeit für die herrschenden Klasse, auch wenn die dümmsten von ihnen glauben, sie würden für den "kleinen Mann" kämpfen.

Daß die offenen Konflikte zwischen Arm und Reich sich entladen werden, wissen die Reichen besser als wir.

Zitat
Angst vor einem Aufstand
So bereiten sich die Superreichen im Silicon Valley auf den Weltuntergang vor

Das Silicon Valley ist das Labor einer neuen Welt. Doch die Milliardäre der Zukunftsindustrie trauen dem Fortschritt selbst nicht: Sie rüsten sich für Chaos und Apokalypse.


Prepper, das sind Menschen, die sich auf den Weltuntergang vorbereiten. Sie bauen Bunker, horten Lebensmittel und Munition. Meistens denkt man an etwas verschrobene Spinner. Wer sonst könnte glauben, die Apokalypse sei nah und diesem ziemlich aufwändigen Hobby frönen. Der "New Yorker" – das Blatt für Intellektuelle schlechthin – räumt nun mit der Illusion auf, dass sich nur leicht Verrückte ernsthaft mit dem drohenden Weltuntergang beschäftigen. Die Story "Doomsday prep for the super-rich" – "Weltuntergangsvorbereitungen der Super Reichen" zeigt, dass ausgerechnet der cleverste, bestinformierte und reichste Teil der Gesellschaft mit dem Schlimmsten rechnet.

Die Schlauesten glauben nicht an Stabilität

Im  "New Yorker" kommen keine konservativen, alten Männer vom Schlage Donald Trumps zu Wort, die reichen Prepper arbeiten im Silicon Valley. Diese Menschen, deren Firmen und Visionen die Welt umgestalten, haben offenbar selbst wenig Zutrauen in den Fortbestand ihrer Schöpfung. Von den Superreichen kann man nur lernen. Steve Huffman (600 Millionen schwer), Mitgründer und CEO, von Reddit hat nicht mit einem Bunker begonnen, sondern sich zunächst einmal die Augen lasern lassen. Er sagt: "Wenn die Welt zugrunde geht – oder auch nur wenn wir hier mächtig großen Ärger haben, machen Brillen oder Kontaktlinsen keinen Spaß. Verlierst du sie, bist du geliefert!"
In den USA brachte es die Serie "Doomsday Preppers" von 2012 bis 2014 auf beachtliche vier Staffeln.

Vorbereitung auf den Notfall


Er grübelt nicht darüber, was nun den Untergang hervorrufen könnte - Erdbeben, Atombombe oder Mega-Seuche. Huffmann treibt um, was nach dem Schock passiert. Er ist sich sicher, zumindest zeitweise werde die staatliche Ordnung zusammenbrechen. Vorgesorgt hat er mit Motorrädern, weil Autos die Straße verstopfen, und einem Arsenal an Schusswaffen. "Damit – hoffe ich zumindest – kann ich mein Haus eine Zeitlang halten."

Die Gesellschaft hat tiefe Risse


Antonio García Martínez, ein ehemaliger Facebook-Top-Manager, fürchtet sich nicht vor Zombie-Attacken, sondern davor, dass der gesellschaftliche Kitt nicht mehr ausreicht, die wachsenden Spannungen zusammenzuhalten. "Leute, die verstehen, wie die Welt wirklich funktioniert, sehen auch, dass wir im Moment auf einem sehr dünnen Eis unterwegs sind." Martínez hält die Idee vom Widerstand im Vorgarten für großen Unsinn. Er hat sich für einen Landsitz auf einer Insel im Nord-Pazifik entschieden und den Ort mit Vorräten, Generatoren und Munition ausgestattet. "Kein Mensch kann allein einen Mob aufhalten." Er möchte Gleichgesinnte für sein komplexes Inselprojekt gewinnen, weit weg von den wütenden Massen habe man mit einer "Miliz" eine Chance, das Chaos zu überstehen.

Justin Kan – Mitgründer einer Gaming Plattform – sagte: "Viele  meiner Freunde glauben, dass die Gesellschaft zusammenbrechen wird. Sie sagen, man müsste sich jetzt vorbereiten." Diesen Freunden sei eins gemeinsam: "Jede Menge Geld und Ressourcen. Für sie ist das eine Versicherung."

Der Autor des "New Yorker", Evan Osnos, wundert sich über einen eklatanten Widerspruch. Die Superreichen fürchten den Zusammenbruch der gesellschaftlichen Ordnung. Meist erklären sie ihn damit, dass das einfache Volk sich gegen sie erheben könnte, weil die Spannungen in der Gesellschaft zu groß werden. Darauf bereiten sie sich mit großen Investitionen vor. Nur die Wenigsten unternehmen etwas gegen diese Spannungen. Im Gegenteil: Sie treiben die Spaltung in eine herrschende Elite und eine abgehängte Masse weiter voran. Sie freuen sich über jede Steuersenkung und sehen eine Ausweitung des Sozialstaates betont kritisch. Auch Steve Huffman fürchtet eine gesetzlose Zeit nach dem Zusammenbruch der Institutionen. Mit dem Meinungsportal Reddit lauscht er am Puls der Zeit.  "Im Allgemeinen sind wir ein gutes Thermometer der öffentlichen Stimmung. Bei Dingen wie 'Zusammenbruch des Vertrauens in die öffentliche Ordnung' wird man die ersten Risse im Fundament der Gesellschaft in den sozialen Netzen erkennen."

Viele bereiten sich vor

Ein anonymer Investmentbanker gesteht, dass er jederzeit einen aufgetankten Hubschrauber auf Stand-by habe. Er gibt zu, dass er mit diesen Vorbereitungen zu den extremen Preppern gehöre. "Aber eine Menge Freunde sammeln Waffen und Motorräder und Goldmünzen. Das ist heutzutage keine Seltenheit mehr." Venture-Kapitalist Tim Chang spricht offen darüber, dass das Überleben nach dem Doomsday oder einer Revolte ein wichtiges Gesprächsthema im Silicon Valley sei. Jeder bereite sich auf seine Art vor. Beliebt seien Investitionen in Grundvermögen, die Anlage in Bitcoins oder der Versuch, den Pass eines Fluchtlandes zu erhalten.

Reid Hoffman, Mitgründer von LinkedIn, erinnert daran, dass die häufigste Vorsorge der Reichen nicht ein martialischer Bunker, sondern ein Wohnort im Ausland sei. "Hauskauf in Neuseeland? Dann braucht man mir nichts mehr weiter sagen. Das ist der Wink mit dem Zaunpfahl. Dann ist doch alles klar." Er schätzt, dass sich 50 Prozent der Superreichen auf irgendeine Weise auf ein Ende der Gesellschaft vorbereiten. "Ich höre diese Stories immer wieder: Wird sich das Land gegen die Reichen auflehnen? Oder gegen technische Innovationen? Oder zerfällt es in einen Zustand des Bürgerkrieges?"

Anfälliger durch mehr Technik

Seiner Meinung nach sind diese Befürchtungen nicht verrückt. Die ganze Gesellschaft – Produktion, Vertrieb, Lebensmittel, einfach alles – hänge heute vom dem reibungslosen Funktionieren der Technik ab. Das bedeutet, Strom, Computer und Internet müssen nonstop arbeiten. Sollte es zu massiven Störungen kommen, wäre ein Chaos unausweichlich. In Megastädten würde einem totalen, technischen Zusammenbruch der gesellschaftliche Zusammenbruch nur wenige Tage später folgen.
http://www.stern.de/wirtschaft/news/silicon-valley--so-bereiten-sich-die-superreichen-auf-den-weltuntergang-vor-7299900.html
Gespeichert
Rudolf Rocker
Waldkauz


Beiträge: 12023



WWW
« Antworten #1 am: 30. Januar 2017, 11:25:44 »

Leider hatte ich keine 800.000 € über, sonst hätte ich mir einen schönen, ehemaligen Atombunker kaufen können! Grin

Was ich bei den Preppern sehr interessant finde: Sie denken scheinbar nur von 12 bis Mittag!
Okay, ich lege mir einen Vorrat aus Lebensmitteln und Munition an, der für einen Monat, sechs Monate oder ein Jahr ausreicht...und dann?
Was kommt dann? Was machen die, wenn sie krank werden, wenn das Klo im Luxus- Bunker verstopft ist oder das Trinkwasser zu neige geht? Mal die psychologischen Aspekte vollkommen außer acht gelassen.

Dafür, das die ganze Geschichte nicht funktioniert, gibt es ein gutes Beispiel: Muammar al-Gaddafi.
Der Typ hatte einen riesigen Bunker mit Lebensmitteln, millitärisch gesichert und mit einer eigenen Klinik. Und, was hat es ihm genutzt? Nichts! Das Ding war schnell gestürmt und geplündert!

Gespeichert

Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
Kuddel


Beiträge: 9434


« Antworten #2 am: 30. Januar 2017, 11:30:27 »

Das Ding war schnell gestürmt und geplündert!
Das wird ein Spaß!  evil
Gespeichert
Rudolf Rocker
Waldkauz


Beiträge: 12023



WWW
« Antworten #3 am: 30. Januar 2017, 11:36:41 »

Ob der Schlüssel da auch unter der Fußmatte lag? Grin
Gespeichert

Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
Schluepferstuermer


Beiträge: 805


« Antworten #4 am: 30. Januar 2017, 12:56:05 »

Wie wärs auf einen anderen Planeten? Die Reichen bereiten doch schon alles vor. :-)
Gespeichert

lg Schlüpferstürmer

Die Massenmedien sind schon lange die 4. Macht im Staat.
Wir haben folglich Legislative, Judikative, Exekutive und Primitive.
"Bild" Euch Eure Meinung
----

Wer die CxU und SPD in ihrer Terrorherrschaft gegen das eigene Volk lobt, lobt ihren braungefärbten Nazicharakter!!
Rudolf Rocker
Waldkauz


Beiträge: 12023



WWW
« Antworten #5 am: 30. Januar 2017, 13:02:39 »

Oder mit einer Reichsflugscheibe nach Neuschwabenland! Grin
Gespeichert

Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
tleary


Beiträge: 171


« Antworten #6 am: 31. Januar 2017, 07:04:56 »

Wie wärs auf einen anderen Planeten? Die Reichen bereiten doch schon alles vor. :-)
Experten sagen, daß eine "Flucht" ins Meer besser wäre. In 300 m Tiefe kann dich die Welt 'mal. Außerdem wärst du schneller im Meer, als im Orbit. Noch dazu wäre es billiger als 'ne Weltraumrakete zu mieten. Wobei es bei den wirklich Reichen dieser Welt wohl aufs Sparen nicht ankommen wird.
Gespeichert
Just B U


Beiträge: 853



« Antworten #7 am: 31. Januar 2017, 11:58:42 »

Es - das ganze System  und  "die"  sind so krank, pervers und menschenverachtend ... ..kotz *würgh* AAAAAh

Zitat
(...)
Der Autor des "New Yorker", Evan Osnos, wundert sich über einen eklatanten Widerspruch. Die Superreichen fürchten den Zusammenbruch der gesellschaftlichen Ordnung. Meist erklären sie ihn damit, dass das einfache Volk sich gegen sie erheben könnte, weil die Spannungen in der Gesellschaft zu groß werden. Darauf bereiten sie sich mit großen Investitionen vor.
Nur die Wenigsten unternehmen etwas gegen diese Spannungen. Im Gegenteil: Sie treiben die Spaltung in eine herrschende Elite und eine abgehängte Masse weiter voran. Sie freuen sich über jede Steuersenkung und sehen eine Ausweitung des Sozialstaates betont kritisch[/b]
. (...)

Und ja, ...( Kuddel schrieb):

Zitat
](...)
Es ist nun sehr klar geworden: Es gibt nun noch zwei Seiten: Auf der einen stehen die Reichen und dadurch Mächtigen, auf der anderen der Rest.
Die Nazis und Klerikalfaschisten machen die Drecksarbeit für die herrschenden Klasse, auch wenn die dümmsten von ihnen glauben, sie würden für den "kleinen Mann" kämpfen.
(...)

das sehe ich ähnlich....es wird alles immer offensichtlicher,  sichtbarer...und klarer.
Für die, die es sehen und erkennen wollen.
« Letzte Änderung: 31. Januar 2017, 12:14:41 von Just B U » Gespeichert

Auch ein Hamsterrad sieht von innen aus wie eine "Karriereleiter"...
counselor


Beiträge: 2388



« Antworten #8 am: 31. Januar 2017, 15:37:50 »

Nun,  den Milliardären geht es einerseits gut,  andererseits werden sie genauso von den kapitalistischen Gesetzmäßigkeiten beherrscht,  wie wir da unten. Die unsichtbare Hand des Marktes können weder die da oben, noch die da unten entkommen. Und irgendwann -auch das ein kapitalistisches Gesetz-werden die Lebensbedingungen für die da unten so unerträglich, dass Aufstände unausweichlich werden. Da oben ist man sich dessen bewusst - unten fehlt das Bewusstsein darüber noch.
Gespeichert

Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!
Just B U


Beiträge: 853



« Antworten #9 am: 01. Februar 2017, 18:40:55 »

counselor schrieb:

Zitat
Nun,  den Milliardären geht es einerseits gut,  andererseits werden sie genauso von den kapitalistischen Gesetzmäßigkeiten beherrscht,  wie wir da unten. Die unsichtbare Hand des Marktes können weder die da oben, noch die da unten entkommen.
(...)

Och, die Ärmsten.....was tun se mir leid... kotz *würgh* AAAAAh


Und, ich sehe das mit dem "der-unsichtbaren-Hand-des-Marktes-nicht-entkommen-können" etwas anders.
« Letzte Änderung: 01. Februar 2017, 18:43:59 von Just B U » Gespeichert

Auch ein Hamsterrad sieht von innen aus wie eine "Karriereleiter"...
Rudolf Rocker
Waldkauz


Beiträge: 12023



WWW
« Antworten #10 am: 01. Februar 2017, 18:47:32 »

Tja, da hat man es schon schwer, wenn man nicht weiß, ob man lieber noch ein Nummernkonto in der Schweiz oder lieber auf den Cayman- Islands einrichten will oder ob man sich noch eine neue Yacht oder lieber einen neuen Jet kauft, oder wo man die neue Garage baut, weil der 21 Ferrari nicht mehr reinpasst!
Das sind so Fragen, da hat man es schon nicht leicht! Roll Eyes

Der arme Typ, der tatsächlich 1 Milliarde auf dem Konto hat und sagen wir mal 50 Jahre alt ist könnte, wenn er sofort aufhört und ihm "nur" diese Milliarde bliebe in den nächsten 40 Jahren von etwa 2 Millionen im Monat leben!
Tut mir echt leid, die arme Sau! Da treffen ihn die kapitalistischen Gesetzmäßigkeiten mit solcher Härte, das mir die Tränen kommen und ich überlege grade eine Spendenaktion für diesen armen Menschen zu starten! Cry
« Letzte Änderung: 01. Februar 2017, 18:55:16 von Rudolf Rocker » Gespeichert

Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
Schluepferstuermer


Beiträge: 805


« Antworten #11 am: 01. Februar 2017, 19:28:34 »

Eine Runde Weinen für die Reichen!!!
Die haben es ja sooo schwer :-)
Gespeichert

lg Schlüpferstürmer

Die Massenmedien sind schon lange die 4. Macht im Staat.
Wir haben folglich Legislative, Judikative, Exekutive und Primitive.
"Bild" Euch Eure Meinung
----

Wer die CxU und SPD in ihrer Terrorherrschaft gegen das eigene Volk lobt, lobt ihren braungefärbten Nazicharakter!!
counselor


Beiträge: 2388



« Antworten #12 am: 01. Februar 2017, 20:13:20 »

Genau! Ein paar Krokodilstränen für die Reichen!
Gespeichert

Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!
tleary


Beiträge: 171


« Antworten #13 am: 02. Februar 2017, 09:15:09 »

... Und irgendwann -auch das ein kapitalistisches Gesetz-werden die Lebensbedingungen für die da unten so unerträglich, dass Aufstände unausweichlich werden. Da oben ist man sich dessen bewusst - unten fehlt das Bewusstsein darüber noch.
Und gerade weil das den Reichen bewusst ist, rüstet man sich schon heute gegen mögliche Aufstände. Dies geschieht, indem der staatliche Sicherheits- und Repressionsapparat wie Polizei, Militär, Abhörungs- und Überwachungdienste demnächst eine massive Aufrüstung erfahren. - Daß dies vordergründig mit dem "Kampf gegen den Terror" begründet wird, ist eine geschickte Täuschung. Denn um mit den paar Terroristen, die's momentan in Europa gibt, fertig zu werden, würden auch die jetzigen Polizeikräfte locker reichen.

Zitat
Nun,  den Milliardären geht es einerseits gut,  andererseits werden sie genauso von den kapitalistischen Gesetzmäßigkeiten beherrscht,  wie wir da unten. Die unsichtbare Hand des Marktes können weder die da oben, noch die da unten entkommen.
Stimmt nicht! Denn die Gesetze des Kapitalismus wurden von den Kapitalisten selbst diktiert, und wurden immer zum Nachteil derer "da unten" geschrieben. Die waren schon so schlau, nix für sie nachteiliges in dieses "Regelwerk" reinzuschreiben.
« Letzte Änderung: 02. Februar 2017, 09:18:25 von tleary » Gespeichert
counselor


Beiträge: 2388



« Antworten #14 am: 02. Februar 2017, 19:32:13 »

Stimmt nicht! Denn die Gesetze des Kapitalismus wurden von den Kapitalisten selbst diktiert, und wurden immer zum Nachteil derer "da unten" geschrieben. Die waren schon so schlau, nix für sie nachteiliges in dieses "Regelwerk" reinzuschreiben.
Das ist ein Trugschluß! „In der Tat, man muss jeder historischen Kenntnis ermangeln, um nicht zu wissen, dass es die Regierungen sind, die zu allen Zeiten sich den wirtschaftlichen Verhältnissen fügen mussten, aber niemals die Regierungen es gewesen sind, welche den wirtschaftlichen Verhältnissen das Gesetz diktiert haben. Sowohl die politische wie die zivile Gesetzgebung proklamieren, protokollieren nur das Wollen der ökonomischen Verhältnisse.“ K. Marx, Elend der Philosophie, MEW 4, 109.
Gespeichert

Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!
ManOfConstantSorrow


Beiträge: 6170


« Antworten #15 am: 17. Februar 2017, 20:37:29 »



Heute Morgen bekam ich die Meldungen von dem Migrantenstreik noch in den Medien mit und plötzlich ist so eine bedeutende Sache in den Tagesmeldungen untergegangen.



Zitat
"Tag ohne Einwanderer"Trump-Protest – Restaurants bleiben zu

Wie ständen die USA ohne ihre Einwanderer da? Das soll eine Protestaktion gegen die Politik von Präsident Trump zeigen. Die Folge: Menschen stehen zum Beispiel vor verschlossenen Lokalen. Aber auch woanders fällt auf, wenn die Einwanderer fehlen.

Von Fastfood-Restaurants über schicke Lokale bis zu kleinen Geschäften - landesweit sind in den USA am Donnerstag dutzende Läden aus Solidarität mit Einwanderern geschlossen geblieben. Allein in Washington beteiligten sich rund 70 Restaurants am "Day Without Immigrants" ("Tag ohne Einwanderer"), einer Protestaktion gegen die Politik von US-Präsident Donald Trump. Die Kampagne sollte zeigen, wie ein Tag in den USA aussieht, wenn Einwanderer nicht zur Arbeit gehen und auch nicht konsumieren.
Eine Demonstration gab es auch in Detroit.

Einige Lokale blieben geschlossen, weil ihre Angestellten dem Aufruf folgten und nicht zur Arbeit erschienen, andere beteiligten sich aus Solidarität an der Aktion. Auch in New York, Los Angeles und anderen Städten des Landes blieben Einwanderer zu Hause, nahmen ihre Kinder für einen Tag aus der Schule und fuhren weder einkaufen noch tanken.

Ein Museum in Massachusetts entfernte für einen Tag alle Kunstwerke, die von Einwanderern geschaffen oder gespendet wurden. An einer Salatbar unweit des Weißen Hauses in Washington hing ein Schild: "Wir alle drei sind Söhne von Einwanderern", schrieb das Gründer-Trio. "Wir respektieren das Recht unserer Mitarbeiter, ihre Stimme in unserer Demokratie zu erheben." Alle 18 Filialen der Kette in Washington blieben am Donnerstag zu.

Auch Starkoch schließt seine Restaurants

Auch der aus Spanien stammende bekannte Koch José André schloss fünf seiner Restaurants in mehreren Städten für einen Tag.
http://www.n-tv.de/politik/Trump-Protest-Restaurants-bleiben-zu-article19706648.html



Zitat
USA: Tausende legen am "Tag ohne Einwanderer" die Arbeit nieder

Es war ein Streik der etwas anderen Art: In den USA haben tausende Einwanderer aus zahlreichen Ländern die Arbeit niedergelegt und an Demonstrationen teilgenommen. Unter dem Banner “Ein Tag ohne Einwanderer” protestierten Teilnehmer in zahlreichen Städten gegen mögliche neue Einreisestopps der US-Regierung.

Viele Restaurants und Geschäfte blieben geschlossen oder erklärten sich solidarisch. Darunter auch der prominente Koch José Andrés, der sich wegen der Rhetorik des Präsidenten aus einem Restaurant-Deal mit Trump zurückzog.

“Die Latino-Gemeinde ist ein bisschen traurig, weil sie sich angegriffen und missachtet fühlt”; so Andrés. “Obwohl die nicht erfassten Arbeiter einen großen Teil des amerikanischen Systems ausmachen und aktive Mitglieder der amerikanischen Gesellschaft sind, sind sie wie Geister, die unter uns wandeln, aber von niemanden anerkannt werden.”

Etwa 13 Prozent der Bevölkerung in den USA wurden im Ausland geboren, also gut 40 Millionen amerikanische Bürger. Die Zahl der illegalen, nicht erfassten Einwanderer in den USA wird auf 12 Millionen geschätzt.
http://de.euronews.com/2017/02/17/usa-tausende-legen-am-tag-ohne-einwanderer-die-arbeit-nieder





Zitat
No national group organized the action.

“It’s like the Arab Spring,” said Manuel Castro, the executive director of NICE, short for New Immigrant Community Empowerment, which works primarily with Hispanic immigrant day laborers in Jackson Heights, Queens. “Our members were coming to us, asking what the plan was. Frankly, it kind of came out of nowhere.”
https://www.nytimes.com/2017/02/16/nyregion/day-without-immigrants-boycott-trump-policy.html?_r=0


Gespeichert

Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!
Rudolf Rocker
Waldkauz


Beiträge: 12023



WWW
« Antworten #16 am: 17. Februar 2017, 21:12:51 »

Sehr spärlich die Informationen in den Medien!

https://www.nytimes.com/2017/02/16/nyregion/day-without-immigrants-boycott-trump-policy.html
https://www.theguardian.com/us-news/2017/feb/17/day-without-immigrants-protest-restaurants-economy-trump
« Letzte Änderung: 17. Februar 2017, 21:18:08 von Rudolf Rocker » Gespeichert

Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
Just B U


Beiträge: 853



« Antworten #17 am: 18. Februar 2017, 11:52:37 »

Wow!  Das finde ich mal ne gute Idee/Aktion, Respekt! 

Gespeichert

Auch ein Hamsterrad sieht von innen aus wie eine "Karriereleiter"...
Troll
Abused Frog


Beiträge: 6403



« Antworten #18 am: 18. Februar 2017, 12:33:13 »

Sehr spärlich die Informationen in den Medien

So groß ist die Abneigung gegen Trump dann doch nicht, er ist knallharter Kapitalist (Psychopath) und da muss "Kritik" schon sensibel ausgewählt werden, wir wollen ja keine Systemkritik lostreten.
Gespeichert

Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
Jiddu Krishnamurti
Just B U


Beiträge: 853



« Antworten #19 am: 18. Februar 2017, 15:42:24 »

So isset.
Bloss nicht die Bürger aufwecken...
Gespeichert

Auch ein Hamsterrad sieht von innen aus wie eine "Karriereleiter"...
Rudolf Rocker
Waldkauz


Beiträge: 12023



WWW
« Antworten #20 am: 18. Februar 2017, 15:49:09 »

Sonst kommen die bei uns auch noch auf solche Ideen!
Gespeichert

Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
Just B U


Beiträge: 853



« Antworten #21 am: 18. Februar 2017, 16:21:38 »


Gespeichert

Auch ein Hamsterrad sieht von innen aus wie eine "Karriereleiter"...
Troll
Abused Frog


Beiträge: 6403



« Antworten #22 am: 18. Februar 2017, 17:33:24 »

Ein bißchen befreiend empfinde ich die dummdreiste Offenheit Trumps, außer Geld raffen gibt es nichts, er lebt in dieser unschönen aber schon sehr realistischen Welt, er verlacht und verachtet alles was dem entgegen steht.
Besser wird es dadurch natürlich nicht aber ein wenig ehrlicher.
Wobei, diese ungeschminkte herausgekotzte Sichtweise weckt vielleicht auf.
Gespeichert

Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
Jiddu Krishnamurti
Kuddel


Beiträge: 9434


« Antworten #23 am: 18. Februar 2017, 20:10:09 »

Sorry, wenn ich ein wenig OT abgleite...

Ich habe sehr wohl den Eindruck, daß die Meldung über den Migrantenstreik bewußt in den Medien untergegangen ist.
Es waren keine bürgerlichen Proteste voller moralischer Betroffenheit, es waren die Migranten selbst, die kämpfen.
Ich sehe es wirklich so, daß man hier eine panische Angst hat, daß Migranten und einheimische Unterschichten sich erheben.

Es gibt hier die verbreitete Verachtung vom "Proll", dem man einfach die Fähigkeit zu denken und zu kämpfen abspricht.
Immer ist es "die Mittelschicht", die "gut Gebildeten", die Überqualifizierten, die Hippen, die Tekkies, "Hollywood", die "junge Generation", die "Kreativen" und die sonstige medienaffine Arschlochkultur.

Das ganz liest sich dann so:
Zitat
Fashion Week in London: Wie politisch wird es?
Protest zum Auftakt
http://www.zeit.de/news/2017-02/17/mode-fashion-week-in-london-wie-politisch-wird-es-17153213
Zitat
New York Fashion Week :
Die Wut in jedem Saum

Die Modewelt besteht aus Frauen, Einwanderern und Homosexuellen. Kein Wunder also, dass die erste New York Fashion Week in der Ära Trump vor allem eins war: politisch.
http://www.zeit.de/news/2017-02/17/mode-fashion-week-in-london-wie-politisch-wird-es-17153213
Zitat
Mexiko:
Jetzt hilft nur noch Kunst
Mexiko vor dem Mauerbau: Die Nerven liegen blank, die Bürger gehen auf die Straße, einzig die Künstler verbreiten heitere Zuversicht.
http://www.zeit.de/2017/08/mexiko-usa-kunst-kuenstler-korruption-gewalt

Tja, wenn die Leute auf die Straße gehen, kriegt die Journallie Panik. Nur die Kunst kann sie beruhigen.

Ich kriege nen Kotzkrampf bei den ganzen "Das ist eine Kunstaktion!" Mätzchen.
Und verschont mich mit irgendwelchen aufrüttelnden Installationen von Ai Wei Wei.
Gespeichert
Kuddel


Beiträge: 9434


« Antworten #24 am: 27. Februar 2017, 16:54:21 »

Rückblick auf den Migrantenstreik, der von den Medien hier ignoriert wurde und wird.


Ob Beschäftigte in Huhnfabriken in Arkansas, LadenverkäuferInnen oder Reinigungsbeschäftigte in New York, Dachdecker in Chicago, Studierende und DozentInnen  in zahlreichen Universitäten quer durch die USA – Zehntausende MigrantInnen streikten am Widerstandtag gegen den Trumpismus im ganzen Land. Zumeist: Ohne Organisation, ohne Gewerkschaften, einfach, weil sie der Meinung waren, es reicht mit der Arroganz der weißen Herrenrasse – und weil sie, wie fast alle Menschen auf dieser vom Kapitalismus verformten Welt, einfach nur vernünftig leben wollen. In dem Artikel „Tens of Thousands Strike on Day without Immigrants“ http://labornotes.org/2017/02/tens-thousands-strike-day-without-immigrants
von Dan DiMaggio und Sonia Singh am 23. Februar 2017 in den Labournotes wird nicht nur ein knapper Überblick über die Aktionen an diesem Tag in den USA gegeben, sondern auch die Spontanität dieser Proteste ausführlich unterstrichen.



http://www.labournet.de/?p=112486
Gespeichert
Seiten: [1]   Nach oben
Drucken
Gehe zu: