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Autor Thema: Kreuzfahrten - Ausbeutung  (Gelesen 4455 mal)
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Kuddel


Beiträge: 11698


« am: 09. März 2017, 20:24:00 »

Tourismus
Pensionierter Kapitän prangert Missstände bei Kreuzfahrten an


Zusammen mit seiner Frau unternahm der Diplom-Nautiker früher viele Kreuzfahrten, bevor ihm die vielen Missstände auffielen: überfüllte Schiffe, Stundenlöhne von knapp über einem Euro, horrende Umweltschäden, fehlende Rettungsboote und geschickte Steuervermeidung der großen Konzerne. "Mehr als 30 Milliarden Euro Umsatz wurden im vergangenen Jahr mit Kreuzfahrten gemacht, der Markt wächst wie kaum ein anderer Tourismuszweig", sagte Gregor.

Trotz dieser horrenden Summen würden die Unternehmen aber kaum Steuern zahlen, sagt er. "Und während die Konzerne immense Gewinne verbuchen, kann die vornehmlich asiatische Besatzung auf dem Schiff kaum von ihrem Gehalt leben, da stimmt etwas nicht", sagte Gregor. Er sprach mit Besatzungsmitgliedern, Tourismusvertretern, Experten für maritime Sicherheit und führte eine Umfrage mit 250 Passagieren durch. Schließlich entschloss er sich, ein Enthüllungsbuch zu veröffentlichen: "Der Kreuzfahrtkomplex".

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/ebersberg/autor-etwas-ist-faul-auf-den-weltmeeren-1.3411317
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Fritz Linow


Beiträge: 1301


« Antworten #1 am: 09. März 2017, 22:29:52 »

Anstatt am Chiemsee auf die Pissalpen zu blicken hätte der Fan der authentischen Seefahrt und aufmerksame Kritiker der Kreuzfahrtindustrie auch schon vor 20 Jahren mal morgens um 5 an den Kreuzfahrtanlegern vorbeiradeln können. Da kann man dann nämlich sehen, wie asiatische Menschentrauben mit Discountertüten still und heimlich die Kreuzfahrtschiffe verlassen und betreten, auf dass sie von den späteren Passagieren auf keinen Fall wahrgenommen werden können.

Ansonsten ist der anstehende Beginn der Kreuzfahrtsaison mal wieder Grund zur Freude in jeder Stadt am Meer: dämliches Touristenpack, Ausbeutung in der Gastronomie, Lokalpolitiker, die erzählen, wie wichtig das für uns alle ist und die letzten Scheißbaugenehmigungen für korruptes und verfilztes Gesindel genehmigen, maritim gekleidete Vollhonks und Segelfuzzis, Jobs, Jobs, Jobs, Lokalzeitungen, die tatsächlich An- und Abfahrt dieser stinkenden Touristenpestschaluppen ankündigen und und und. Ich würde mich nicht wundern, wenn Beschäftigte auf Schiffen, die sich auf hoher See wehren, einfach über Bord geworfen werden.
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BGS
Polarlicht


Beiträge: 3055



« Antworten #2 am: 09. März 2017, 22:56:38 »

Vollkommen richtig, das Elend des Personal auf den "Kreuzfahrtschiffen" ist schon immer für jeden mit offenen Augen in Orten wie Kiel unübersehbar und ein Kapitän weiss natürlich von Berufs wegen, welche Schurkereien da schon immer abgehen.

Doch man will es gar nicht wissen. Mir persönlich ist ein Käptn aus HH bekannt, welcher schon immer gern mit der Holden auf "Kreuzfahrt" geht und ging und dies zu geniessen scheint. Mir absolut unverständlich, wenn man weiss, dass man auf Kosten moderner Sklaven es sich "dutgehen" lässt. Wie kann es einem da gut gehen?

MfG

BGS
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"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)
Fritz Linow


Beiträge: 1301


« Antworten #3 am: 26. August 2017, 19:05:04 »

Zitat
25.8.17
Flusskreuzfahrten laufen aus dem Ruder

Kreuzfahrten stehen bei Touristen hoch im Kurs. Doch ein Blick hinter die Kulissen der Branche offenbart die Schattenseiten des Erfolgs: zweifelhafte Arbeitsbedingungen, Rechtsverstöße und Steuerflucht.
(...)
Schiffsführer, die anonym bleiben wollen, berichten dem Bayerischen Rundfunk unabhängig voneinander über Missstände in der Branche. Ruhezeiten würden aufgrund von Personalmangel häufig nicht eingehalten. Bordbücher passe man an. Auch seien mitunter nur zwei, statt der oft vorgeschriebenen drei Schiffsführer an Bord. Fährt ein Schiff unter solchen Bedingungen 24 Stunden, steht jeder von ihnen geschätzte zwölf Stunden am Ruder. Unterbemannung nennt man das im Fachjargon. (...) Branchenkenner verweisen vor diesem Hintergrund darauf, dass die Reedereien versuchen, mit Methoden aus der Hochseeschifffahrt Gewinn zu machen. Demnach sei es kein Zufall, dass viele Schiffe unter Schweizer Flagge fahren: Basel und Baar gelten aufgrund niedriger Steuern und vergleichbar laxem Kündigungsrecht als beliebte Standorte bei großen Reedereien. Auch die Europa-Zentrale des amerikanischen Unternehmens Viking Cruises befindet sich in Basel. Konkurrent Scylla mit Schiffen wie der MS Swiss Pearl sitz seit kurzem in Baar.(...)

http://www.br.de/nachrichten/niederbayern/inhalt/kreuzfahrten-bayern-fluesse-missstaende-arbeitsbedingungen-100.html
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Fritz Linow


Beiträge: 1301


« Antworten #4 am: 04. April 2018, 00:10:46 »

Zitat
2.4.
Das Geschäftsmodell der Billigkreuzfahrten
(...)
Am Pool bieten die Kellner den Passagieren farbenfrohe Cocktails direkt an den Sonnenliegen an. Ihr Gehalt hängt schließlich oft vom Umsatz und damit von der Konsumfreudigkeit der Passagiere ab. Vor allem auf amerikanischen Schiffen spielt das Trinkgeld außerdem eine erhebliche Rolle. Denn die Grundgehälter des Servicepersonals auf den Schiffen sind mickrig.
(...)
„Einen Tag frei gibt es nicht, wir haben sieben Tage die Woche gearbeitet. Auf Dauer ist das wirklich anstrengend.“
(...)
Die meisten Mitarbeiter im Service und unter Deck stammen aus Südostasien, ihre Löhne liegen weit unter europäischem Niveau. Bei Tui kommen sie laut Unternehmensangaben auf etwa 900 Dollar im Monat. Laut internationalem Seearbeitsrecht dürfen die Mitarbeiter 300 Stunden im Monat arbeiten, die auch pauschal abgegolten werden. Macht einen Stundenlohn von drei Dollar.
(...)
https://www.wiwo.de/unternehmen/dienstleister/steuern-sparen-mitarbeiter-ausnutzen-das-geschaeftsmodell-der-billigkreuzfahrten/21133360-all.html

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Kuddel


Beiträge: 11698


« Antworten #5 am: 21. Mai 2018, 14:51:54 »

Zitat
Kreuzfahrten in der Kritik
Schadstoffe und Ausbeutung

Immer mehr Kreuzfahrtschiffe laufen Kiel an. Aber die weißen Riesen bringen schlechte Luft und eine volle Innenstadt. In der Stadt formiert sich Protest.

...
Das Bündnis „Kreuzfahrt nirgendwo“ hat zu dem Treffen eingeladen.

Die Gruppe will auf die Schattenseiten des angeblichen Traumurlaubs hinweisen, vor allem auf die Umweltbelastung, die zusammen mit der Kreuzfahrtindustrie immer größer wird, gerade in Kiel: Der „Port of Kiel“ brüstet sich damit, der drittgrößte „Reisewechselhafen in Nordeuropa“ zu sein.

Und der Markt wächst weiter. 166 „Anläufe“, also Landungen der weißen Riesen, sind für 2018 geplant – ein Rekord. Der Höhepunkt der Kreuzfahrtsaison wird die Kieler Woche vom 16. bis 24. Juni: 14 Luxusliner werden zum größten Seglerfest der Welt erwartet, allesamt mit Dieselmotoren statt Segeln.
...
Auf ihren Flugblättern weist „Kreuzfahrt nirgendwo“ auf die zahlreichen Probleme hin, die im Gefolge der Riesenschiffe schwimmen: Umweltbelastung und gesundheitliche Probleme durch das Verbrennen von Schweröl, oft miserable Löhne für das Personal und große Belastung und wenig Gewinn für die Häfen, in denen die Schiffe festmachen.
...
Dass Widerstand den Kreuzfahrttourismus einschränken kann, bewies die Bevölkerung von Venedig, die per Bürgerentscheid im November 2017 verbot, dass die Riesenschiffe so dicht wie zuvor an die Stadt heranfahren. „Das könnte ich mir für Kiel auch vorstellen“, sagt Lange. Zunächst aber will die Gruppe weiterwachsen.
http://www.taz.de/!5502836/
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NachbarArsch


Beiträge: 88


« Antworten #6 am: 23. Mai 2018, 08:07:33 »

Vor circa nen Monat gab es in Kiel auch mal Proteste dazu. Ist ja auch echt ne Plage wie das mit den Kreuzfahrtschiffen zunimmt. Kritisiert wurde die Umweltverschmutzung und Ausbeutung auf diesen Schiffen. Das mit der Umweltverschmutzung und dadurch auch Gesundheitsrisiken hat wohl fast jeder verstanden, gab wohl auch viel Zustimmung. Die Ausbeutung haben die Leute nicht so ganz verstanden. Ausbeuten lässt sich ja jeder und daher voll normal und ok.... Manchmal kommt es mir leichter vor für Tiere zu kämpfen als für Menschen.

http://www.kn-online.de/Kiel/Ankunft-der-Kreuzfahrer-loest-nicht-bei-jedem-Begeisterung-aus
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Kuddel


Beiträge: 11698


« Antworten #7 am: 02. Juni 2018, 05:33:15 »

Die Ausbeutung haben die Leute nicht so ganz verstanden.

Vielleicht sollte man das als Herausfordung nehmen und genau da ansetzen. Es würde Sinn machen, sich mit der Initiative zu treffen und darüber zu diskutieren. Bei künftigen Aktionen, Flugblättern und Pressetexten kann genau dieses Thema näher erläutert werden.
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Kuddel


Beiträge: 11698


« Antworten #8 am: 13. Juni 2018, 18:52:31 »



http://kreuzfahrt.nirgendwo.info/aktuelles/
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Fritz Linow


Beiträge: 1301


« Antworten #9 am: 05. Juli 2018, 14:41:19 »

Zitat
5.7.18
Auf Flusskreuzfahrtschiffen weiterhin gravierende Mängel entdeckt

Endlose Arbeitstage, Hungerlöhne, Ausbeutung - Recherchen des Bayerischen Rundfunks zeigen, dass dies Alltag zu sein scheint auf bayerischen Flusskreuzfahrtschiffen. Die Ermittler stießen bei Kontrollen erneut auf gravierende Mängel.

Auf Flusskreuzfahrtschiffen, die auf der bayerischen Donau unterwegs sind, arbeitet Bordpersonal reihenweise zu Hungerlöhnen. Teilweise liegt der Stundenlohn für die Beschäftigten unter zwei Euro. Auf derartige Fälle sind bayerische Ermittler jüngst bei einer Kontrolle in Passau gestoßen.
(...)
https://www.br.de/nachrichten/niederbayern/inhalt/auf-flusskreuzfahrtschiffen-weiterhin-gravierende-maengel-entdeckt-100.html
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Kuddel


Beiträge: 11698


« Antworten #10 am: 19. Juli 2018, 11:32:29 »

Zitat
Die schuftenden Phantome der Meyer Werft

In Papenburg werden Kreuzfahrtschiffe mit Fremdfirmen und einem Heer von Billiglöhnern gebaut. Nun ermitteln Staatsanwälte wegen Lohnbetrugs.
http://www.spiegel.de/plus/meyer-werft-schuftende-phantome-a-00000000-0002-0001-0000-000158383176
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Kuddel


Beiträge: 11698


« Antworten #11 am: 19. Juli 2018, 11:53:47 »

Zitat
Ausbeutung unter Deck auf Flusskreuzfahrtschiffen

Menschenhandel in großem Stil in Passau? Was unglaublich klingt, ist laut eines Kriminalbeamten auf Flusskreuzfahrtschiffen seit Jahren gängige Praxis – auch in Bayern. Denn die Beschäftigten an Bord von auswärtigen Schiffen verdienen oft weit unter dem Mindestlohn, wie Kontrollen des Landeskriminalamts immer wieder zeigen. Die betroffenen Reedereien aber dafür zu belangen ist schwierig, denn die Gesetzeslage ist komplex.


Bei Kontrollen dreier Schiffe im Mai in Passau, über die zuerst der Bayerische Rundfunk berichtet hatte, trafen Beamte auf zwei der Schiffe Angestellte im Hotelbereich an, die für einen Hungerlohn arbeiten. Für 280 Stunden Arbeit im Monat verdienten sie 800 Euro brutto. Das sind nicht einmal 2,86 Euro brutto in der Stunde, also nur ein Drittel des gesetzlichen Mindestlohns von 8,84 Euro. Davon wurden ihnen noch 300 Euro für Kost und Logis abgezogen.

Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung ist eine Straftat. Bereits im Jahr 2009 berichtete die PNP unter dem Titel "Luxus an Bord, Sklaverei unter Deck" über Missstände auf den Schiffen. "Seitdem hat sich nicht viel geändert", sagt Hubert Griepe, der sich im Landeskriminalamt seit elf Jahren auf das Thema spezialisiert hat. "Das stimmt traurig. Wenn’s ums Geld geht, sind die Herrschaften nicht zu halten. Die Flusskreuzfahrt ist ein boomendes Geschäft mit maximaler Gewinnerwartung."

Auf PNP-Anfrage erklärte Daniel Buchmüller, Präsident der Interessengemeinschaft RiverCruise, die nach eigenen Angaben 70 Prozent der Flusskreuzfahrtschiffe in Europa vertritt: "Derartige Missstände sind dem Verband nicht bekannt. Der Verband setzt sich dafür ein, dass Regeln und Gesetze von den Mitgliedern eingehalten werden." Dabei ist die Ausbeutung der Arbeitskräfte laut Griepe keine Einzelerscheinung, sondern gängige Praxis.
https://www.pnp.de/lokales/stadt_und_landkreis_passau/passau_stadt/3004986_Ausbeutung-unter-Deck-auf-Flusskreuzfahrtschiffen.html
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Fritz Linow


Beiträge: 1301


« Antworten #12 am: 14. August 2018, 16:45:59 »

Zitat
13.8.18
Harter Alltag auf dem Kreuzfahrtschiff

Kreuzfahrtunternehmen locken mit Schnäppchenpreisen, doch wie sind solche Preise möglich? Es herrschen fragwürdige Arbeitsbedingungen an Bord. Viele Mitarbeiter haben einen harten Alltag auf den Schiffen. (8 min)
https://www.zdf.de/verbraucher/wiso/kreuzfahrtschiff-arbeitsbedingungen-100.html
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NachbarArsch


Beiträge: 88


« Antworten #13 am: 14. August 2018, 17:29:14 »

Danke...
die AIDA is ja auch öfter mal in Kiel....

Bei den Angeboten am Anfang steht der Preis pro Woche p. P. incl. Tringelder.
Wie läuft das? zahlen die Reeder ne Prämie nach Kundenbewertung? was soll das heisen...Und durfen die weitere Trinkgelder annehmen?
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Kuddel


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« Antworten #14 am: 14. August 2018, 18:17:46 »

Diese Doku zum Thema ist schonmal vor 6 Jahren irgendwo im Forum verlinkt worden:

! No longer available


Immernoch sehenswert!
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Fritz Linow


Beiträge: 1301


« Antworten #15 am: 14. August 2018, 18:25:45 »

(...)
Bei den Angeboten am Anfang steht der Preis pro Woche p. P. incl. Tringelder.
Wie läuft das? zahlen die Reeder ne Prämie nach Kundenbewertung? was soll das heisen...Und durfen die weitere Trinkgelder annehmen?

Bei den Trinkgeldern handelt es sich wohl um zusätzliche versteckte Servicekosten, die an Bord entstehen. Je nach Reederei und Land ist es unterschiedlich, ob es inklusive oder zuzüglich zum Gesamtpreis angegeben werden muss.

Zitat
Eine Kreuzfahrt hat in Sachen Trinkgeld ihre Tücken. Denn nicht immer ist es automatisch im Reisepreis enthalten, und jede Reederei hat in Sachen Trinkgeld ihre eigenen Regeln. Ein Überblick.
https://www.travelbook.de/reisen/kreuzfahrten/damit-muessen-sie-rechnen-trinkgeld-knigge-fuer-kreuzfahrten
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Kuddel


Beiträge: 11698


« Antworten #16 am: 25. August 2018, 11:47:52 »

Zitat
Passau will Ausbeutung auf Kreuzfahrtschiffen bekämpfen

Werden die Mitarbeiter weiter mit Schandlöhnen abgespeist, soll den Flussdampfern künftig das Anlegen untersagt werden


Die Stadt Passau hat ein gemeinsames Vorgehen der Donaustädte gegen die Umgehung des Mindestlohns auf Kreuzfahrtschiffen angeregt. Beim jährlichen Treffen der Oberbürgermeister und Bürgermeister der Donaustädte von Linz bis Regensburg erklärte der Delegationsleiter der Drei-Flüsse-Stadt, Zweiter Bürgermeister Urban Mangold (ÖDP), dass im Passauer Rathaus gerade geprüft werde, wie ausbeuterische Arbeitsverhältnisse auf Kreuzfahrtschiffen auch dann verhindert werden können, wenn diese unter ausländischer Flagge fahren. Der Passauer Bürgermeister kündigte an, das Ergebnis der Prüfung an die Mitgliedsgemeinden der Wirtschaftsregion Donaustädte zur Bewertung weiterzuleiten. Ein gemeinsames Vorgehen wäre am wirkungsvollsten.

Erkenntnisse des Landeskriminalamts


Anlass der juristischen Prüfung im Passauer Rathaus sind Erkenntnisse des bayerischen Landeskriminalamtes, dass im Mai auf zwei von drei untersuchten Schiffen, Menschen im Hotelbereich für einen Skandallohn von 2,86 Euro brutto pro Stunde schuften mussten, worüber zuerst die Passauer Neue Presse berichtet hatte. „Diese Ausbeutung unter Deck dürfen wir auf keinen Fall hinnehmen“, fordert Mangold.

„Wenn es rechtlich möglich ist, sollten die Ländeordnungen so geändert werden, dass auch unter ausländischer Flagge fahrende Schiffe den Mindestlohn einhalten müssen oder andernfalls das Anlegen verweigert wird. Der Grundsatz der Bayerischen Verfassung, dass man von jeder ehrlichen Arbeit leben können muss, darf sich nirgendwo in Luft auflösen“, fordert Mangold.
https://www.bayerische-staatszeitung.de/staatszeitung/kommunales/detailansicht-kommunales/artikel/passau-will-ausbeutung-auf-kreuzfahrtschiffen-bekaempfen.html
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counselor


Beiträge: 3514



« Antworten #17 am: 26. November 2018, 16:33:11 »

Zitat
Kreuzfahrtgesellschaft muss wegen Luftverschmutzung 100.000 Euro Strafe zahlen

Das britische Unternehmen P&O Cruises und der Kapitän ihres Ozeandampfers "Azura" wurden wegen Luftverschmutzung verurteilt.

Quelle: https://diepresse.com/home/wirtschaft/unternehmen/5536350/Kreuzfahrtgesellschaft-muss-wegen-Luftverschmutzung-100000-Euro
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