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Autor Thema: G20 in Hamburg  (Gelesen 32798 mal)
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Onkel Tom


Beiträge: 3446



« Antworten #25 am: 06. Juli 2017, 12:49:34 »

Danke für den Link zum Kommentar, der mir sogar von der Seele spricht..

Aber trotzdem könnte ich heulen, was so in den ersten Tagen im Bezug
Versammlungsrecht so gelaufen ist..

Die Nachttanzdemo war sehr schön. Locker 10.000 Menschen tanzten
sich von den Landungsbrücken bis zum Gängeviertel und das erstaunlicherweise
ohne Wanderkessel oder andere Dinge, die die Polizei so auf Lager hat.

Mein Empfinden ist eine persönliche Geschichte aber stehe da nicht alleine..

Das Camp in Entenwerder musste leider aufgegeben werden und nun dürfen
plötzlich bis zu 300 Zelte aufgebaut werden ?

Was ist das denn für eine Taktik ?

Erst den protestierenden Menschen mit einem Stachelhalsband im Würgegriff
nehmen und nun von der Leine lassen a la "Nun darfst Du dich rächen und wir
lauern schon mit dem Tomfa darauf, das Du deine Beherrschung verlierst".

Klaro, das wird noch einiges an politische Nachspiele geben aber der
Grundgedanke, ohne gewattätigkeiten seinen Unmut zum G20 Ausdruck zu
geben, ist versaut.

Und diese Verarsche geht weiter.. Einer von 10.000  kann die Erfahrung der
letzten Tage nicht verschmerzen und wirft nun die erste Bierflasche richtung
Polizei..

Ja, genau so will sie es auch, damit Legitimation ihrer Vorgehensweise
hergestellt werden kann..

Und wir haben uns soo viel Mühe gegeben, ein interesantes Politprogramm zu
erarbeiten und wofür ?

Alles für die Katz und ich fahre nun mit einem Händewink an die Ostsee und
wenn ich in eine brennende Stadt zurück komme, wundert es mich nicht ein
Milligramm.

Es hätte der Stadt klar sein müssen, das sich Demonstranten nach
wochenlanger Vorbereitungen nicht davon abhalten lassen, nach Hamburg zu
kommen. Das Verhalten des Sicherheitsapperat hat dazu geführt, das viele
G20-Gegner_innen nun "Plan B" usw.. fahren müssen..

Wir kommen an die Gesetze der Physik nicht vorbei. Druck erzeugt Gegendruck.

Scheiße, das anbei fast alles zum Thema politischer Auseinandersetzung dabei
hops geht..

Ach so, die Transpis bitte aufbewahren.. Sie sind cool und werden noch ihrer
Existenz Sinn geben..

Ps. Der Schweinebraten kostet ca. 130 Millionen..

 Wink

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rebelflori


Beiträge: 947


« Antworten #26 am: 06. Juli 2017, 15:56:38 »

Das Camp in Entenwerder musste leider aufgegeben werden und nun dürfen
plötzlich bis zu 300 Zelte aufgebaut werden ?

Was ist das denn für eine Taktik ?
Erholle dich erstmal und denke nicht zuviel über Taktiken nach.


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shitux


Beiträge: 518


« Antworten #27 am: 07. Juli 2017, 10:25:54 »


Mich freut es wie weit die 4 Finger v. BlockG20- Colored the red zone gekommen sind.  Grin

Allerhöchsten Respekt auch für den Mut und deren Taktik. Einfach klasse!!!!!!!



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Onkel Tom


Beiträge: 3446



« Antworten #28 am: 07. Juli 2017, 13:59:18 »

Habe mich vom Schock erholt und fahre nicht an die Ostsee, weil
jeder Mensch, der was an dem G20 Gipfel auszusetzen hat, sollte
sich nach Hamburg aufmachen.

Derzeit finden viele viele Aktionen statt, die z.B. über Twitter
verfolgt werden können..

Egal, wo was in der Stadt läuft.. Überall sind Menschen zu finden,
die Solidarität und Mitstreiter_innen brauchen.

Morgen findet die Großdemonstration statt, bei der sich die Polizei
nicht wagen (leisten) sollte, sie zu kesseln und auf die
Demonstrannten los zu knüppeln.

Lasst Euch von den neusten Berichten in den Medien bitte nicht
einschüchtern und kommt nach Hamburg. Es gibt mittlerweile
auch reichlich Übernachtungsmöglichkeiten.

Was ich nebenbei cool finde, das Finanzminister Schäuble wegen
Protest auf einem G20-Termin nicht oder nicht pünktlich erscheinen
konnte..

 Grin
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Fritz Linow


Beiträge: 985


« Antworten #29 am: 07. Juli 2017, 14:10:21 »

Verstärkung naht, kauft Natodraht!



Wohl Fake, aber die Truppe ist da, bloß eher im Hintergrund.
« Letzte Änderung: 07. Juli 2017, 14:18:11 von Fritz Linow » Gespeichert
admin
Administrator

Beiträge: 2208


« Antworten #30 am: 07. Juli 2017, 18:35:10 »

Zitat
Rechtsanwalt über Polizeieinsatz
„Dolchstoß für das Grundgesetz“

Die Polizei hat bei der G20-Demo am Donnerstag jedes Maß verloren und die Verfassung missachtet, sagt Law-Blog-Autor Udo Vetter.


 Herr Vetter, Sie kritisieren den Hamburger Polizeieinsatz als unzulässig. Wieso?


Udo Vetter: Die Polizei hat am Donnerstagabend offenbar eine große, friedliche Demonstration mit der bloßen Begründung verhindert, dass einige Leute vermummt waren. Wenn das rechtens wäre, müsste man jeden Samstag in jedem deutschen Fußballstadion das Spiel absagen und das Stadion räumen. Und wenn die Polizei bei jeder Demo sagen würde, da laufen ein paar Vermummte mit, deshalb dürfen die restlichen 12.000 Leute auch nicht mehr demonstrieren – dann wäre die Konsequenz, dass es in Deutschland künftig keine Demos mehr gibt.

Auf welches Recht beruft sich die Polizei?

Auf das Vermummungsverbot, das 1985 unter Helmut Kohl eingeführt wurde. Schon damals gab es große Debatten darüber – weil befürchtet wurde, dass passieren könnte, was jetzt passiert ist. Damals wurde beschlossen, einen Verstoß gegen dieses Vermummungsverbot nicht als Ordnungswidrigkeit zu werten, was ja nahegelegen hätte. Schließlich tut jemand, der sein Gesicht nicht zeigt, niemandem weh. Es ist aber direkt zur Straftat gemacht worden, damit das sogenannte Legalitätsprinzip gilt.
Zitat
im Interview:
Udo Vetter

Jahrgang 1964, ist Rechtsanwalt und arbeitet unter anderem zu Verfassungsbeschwerden. Für seinen "Law-Blog" bekam er 2011 den Grimme Online Award.


Was genau bedeutet das?

Nach dem Legalitätsprinzip ist die Polizei verpflichtet, jede Straftat sowohl zu verhindern als auch aufzuklären. Gestern hat man nun zum ersten Mal in der Geschichte des Vermummungsverbots gesehen, wozu das genutzt werden kann. Die Polizei argumentiert zwar, sie habe Straftaten verhindern müssen. Aber sie verliert dabei jedes Augenmaß. Die Verhinderung von Straftaten muss immer gegen die Versammlungsfreiheit abgewogen werden, die sich aus dem Grundgesetz ergibt. Und die Auslegung des Vermummungsverbots durch die Hamburger Polizei ist ein Dolchstoß in den Rücken des Grundgesetzes.

Das Vermummungsverbot ist also falsch angewendet worden?
G20 in Hamburg


Am 7. und 8. Juli treffen sich in Hamburg die Staatschefs der größten Industrie- und Schwellenstaaten zum G20-Gipfel. Die taz berichtet dazu in einem laufend aktualisierten Schwerpunkt und ab dem 1. Juli mit täglich 8 Sonderseiten.

Hier wird ein Gesetz, dass ohnehin extrem fragwürdig ist, zum Selbstzweck. Letztlich geht es immer um die Frage der Verhältnismäßigkeit. Die Versammlungsfreiheit ist eines der wichtigsten Rechte, die man als Bürger hat, sie ist konstituierend für unsere Demokratie. Wer das Versammlungsrecht so instrumentalisiert, wie es jetzt hier passiert ist, stellt unsere Rechtsordnung ins Zwielicht.

Hat die Polizei die Verfassung missachtet?

Ja. Spätestens das Bundesverfassungsgericht, bei dem dieser Einsatz irgendwann landen wird, wird sagen, dass hier Rechte miteinander kollidieren. Verstöße gegen das Vermummungsverbot sind Bagatellstraftaten, für jede Beleidigung kann man länger ins Gefängnis wandern. Gleichzeitig aber ist eben ein hochrangiges Grundrecht sehr vieler Menschen betroffen, die friedlich demonstrieren wollten, in dieser Entscheidung aber völlig ausgeblendet werden. Wie viele Leute waren denn da überhaupt vermummt? Das muss man abwägen, und das macht die Hamburger Polizei offenbar überhaupt nicht. Auch und gerade für die Polizei muss unsere Verfassung das oberste Maß der Dinge sein. Das Bundesverfassungsgericht wird also sagen, dass ein solch unverhältnismäßiger Eingriff nicht gerechtfertigt ist. Noch dazu besteht der Verdacht, dass die Argumentation der Polizei nur vorgeschoben ist, um die Demo insgesamt zu verhindern.

Gibt es denn auch gute Gründe, sich unkenntlich zu machen?

Ja, und das müsste man spätestens jetzt auch wieder diskutieren. Das Demonstrationsrecht ist in Deutschland daran gekoppelt, dass man sein Gesicht zeigt. Aber ein Vermummungsverbot ist natürlich ein Element, das einen repressiven Staat kennzeichnet, keinen freiheitlichen Staat. Es ist eines der Elemente, die dazu geführt haben, dass das Grundgesetz stetig ausgehöhlt wurde und immer weiter ausgehöhlt wird. Immer heißt es, die Bürger hier könnten auf die Straße gehen, sich wehren und friedlich demonstrieren. Aber wie ist das denn, wenn man das Vermummungsverbot im Lichte von Ägypten oder Nordkorea sieht? Da kann man natürlich sagen, ich will nicht, dass Polizeikameras mich aufnehmen, ich will nicht in Datenbanken gespeichert werden.

Was folgt aus diesem Einsatz für Hamburg?

Hamburg hat ja eine sehr schmerzliche Geschichte, was den Einsatz von verdeckten Ermittlern der Polizei angeht. Ich will keine Prognose wagen. Aber wenn sich herausstellen sollte, dass innerhalb dieses schwarzen Blocks wieder verdeckte Ermittler anwesend waren oder darin sogar eine aktive Rolle gespielt haben – dann wird der Aufschrei nicht lange auf sich warten lassen. Das wäre ein absoluter GAU für unseren Rechtsstaat.
http://www.taz.de/Rechtsanwalt-ueber-Polizeieinsatz/!5427952/
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Sunlight


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G20
« Antworten #31 am: 07. Juli 2017, 18:36:56 »

Zitat
17:06 Uhr Demonstranten schwer verletzt

In Bahrenfeld sind nach Angaben der Feuerwehr elf Demonstranten schwer verletzt worden. Sie seien am Morgen "in Folge einer Konfrontation mit Einsatzkräften" über eine mit einem Absperrgitter versehene Mauer geklettert und dabei abgestürzt, heißt es bei der Feuerwehr. Das Absperrgitter sei unter der Last der Menschen gebrochen. Bei dem Absturz aus etwa vier Metern Höhe hätten sich die Betroffenen teils erhebliche Verletzungen zugezogen. 13 Demonstranten, die sich zum Teil schwer am Kopf verletzten, wurden in Krankenhäuser gebracht. 65 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr waren im Einsatz.


NDR Liveblog

Sprachlos und entsetzt über die Ereignisse.  Sad


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« Antworten #32 am: 07. Juli 2017, 19:05:37 »

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=328756.0
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shitux


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« Antworten #33 am: 07. Juli 2017, 20:02:35 »

Schön wieder von dir zu lesen, Onkel Tom. Wär doch gelacht wenn die uns klein kriegen, oder? Wink

Wenn das Wetter Sonnabend so ist wie Heute, dann steh ich das Gesundheitlich nicht durch. Aber ich habe für mich Heute am Freitag dann eine gute Alternative entdeckt:
Helfende Hand im Camp-Altona. Sehr cool, sehr locker. Und man(n) mag gar nicht glauben, dass Abwaschen, -trocknen sooo kurzweilig sein kann.


Unglaublich!! Draussen brennt die Straße und die hören sich drinnen n Konzert an. Erinnert mich stark an den damaligen Schahbesuch in Berlin.
 kotz *würgh* AAAAAh kotz *würgh* AAAAAh kotz *würgh* AAAAAh


Ob die Bullereien es so dermaßen eskalieren lassen um die BW einsetzen zu können? Denn angeblich sollen die schon von " marodierenden Terroristen" sprechen ....
« Letzte Änderung: 07. Juli 2017, 22:58:22 von shitux » Gespeichert

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G20
« Antworten #34 am: 08. Juli 2017, 02:52:51 »

Ich halte übrigens grundsätzlich nichts von Demo-Fotos auf denen Personen zu erkennen sind. Ich selbst mache nie solche.
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« Antworten #35 am: 08. Juli 2017, 08:47:21 »

1999 sorgten gewalttägige Proteste in Seattle dafür, daß der Weltwirtschaftgipfel abgebrochen werden mußte.
Ein starkes Symbol.

Doch diese Machtdemonstrationen der "Führer der Welt" sind nirgendwo gern gesehen.
Eine nette Chronik aus dem Tagesspiegel von 2001:

Zitat
Weltwirtschaftsforum: Das Volk von Seattle. Was war, was kommt: Chronik der Proteste

Globalisierungsgegner verhinderten im Dezember 1999 die Welthandelskonferenz in Seattle. Seither haben sich Umweltschützer, Gewerkschaften, Dritte-Welt-Aktivisten und andere zu einer ungewöhnlichen Allianz zusammengefunden. Die meisten wollen die Mächtigen nur an ihre Verantwortung erinnern, andere sind auf Krawall aus.

Städte zu Festungen

Salzburg, heute bis Dienstag: Zum Weltwirtschaftsforum werden rund 2000 Demonstranten erwartet. Die Stadt hat sich mit einem massiven Polizeiaufgebot vorbereitet.

Genua, 20. bis 22. Juli 2001: Das wichtigste Datum für globalisierungskritische Demonstranten. In Genua treffen sich zum G 8-Gipfel die Regierungschefs der sieben wichtigsten Wirtschaftsmächte und Russlands. Es werden bis zu 150 000 Demonstranten erwartet. Felix Kolb vom globalisierungskritischen Netzwerk Attac erklärt die hohe Zahl mit dem Ort: "Wenn es nicht Italien wäre, wären es sicher weniger. Viele Italiener werden die Gelegenheit nutzen, gegen Berlusconi zu protestieren." Aus Angst vor Krawallmachern wird derzeit überlegt, für die Gipfel-Teilnehmer ein Schiff zu chartern. Ein 18 000 Mann starkes Polizeiaufgebot soll das Treffen schützen. 15 Tage müssen die Beamten in ein spezielles Training, um fit zu werden für den Straßenkampf. Es liegen sogar Bahren und Leichensäcke bereit; auch ein großer Kühlraum für eventuelle Tote soll her. Falls die Ängste sich bewahrheiten, würde der Gipfel in Genua alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen.

Brände und Verletzte

Göteborg, 15. und 16. Juni 2001: Mehr als 20 000 Demonstranten protestieren beim Treffen der Staats- und Regierungschefs der EU. Sie verwüsten die Einkaufsmeile der schwedischen Stadt. 77 Menschen werden verletzt, 567 festgenommen.

Nizza, 7. bis 10. Dezember 2000: Rund 60 000 Demonstranten skandieren vor dem Tagungszentrum "Non, non, non à la globalisation". Drinnen beraten die Staats- und Regierungschefs der EU über die Osterweiterung. Die Globalisierungsgegner lassen eine ausgebrannte Bank, mehrere geplünderte Geschäfte und ein Dutzend verletzter Polizisten zurück.

Prag, 26. und 27. September 2000: Bei der Jahrestagung von Weltbank und internationalem Währungsfonds prallen 9000 Demonstranten mit der Polizei zusammen, es gibt 859 Festnahmen. Insgesamt waren 11 000 Beamte im Einsatz. Die Straßen der tschechischen Hauptstadt sind für Stunden ein Schlachtfeld.

Seattle, 30. November bis 3. Dezember 2000: Rund 50 000 Globalisierungsgegner liefern sich Straßenschlachten mit der Polizei und verhindern die Konferenz der Welthandelsorganisation (WTO). Sie verursachen Schäden im Wert von 20 Millionen Dollar. Aus Sicht der Demonstranten war der Auftritt von Seattle ihr bislang größter Erfolg. Dort wurden sie von einer Aktivistentruppe, die sich zum ersten Mal 1996 im mexikanischen Bundesstaat Chiapas traf, zum "Volk von Seattle".
http://www.tagesspiegel.de/kultur/weltwirtschaftsforum-das-volk-von-seattle-was-war-was-kommt-chronik-der-proteste/237880.html
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G20
« Antworten #36 am: 08. Juli 2017, 10:51:46 »

Ich halte übrigens grundsätzlich nichts von Demo-Fotos auf denen Personen zu erkennen sind. Ich selbst mache nie solche.

1. Ich habe dieses Foto nicht gemacht, sondern das in Mainstreammedien bereits verbreitete Foto wiederverwendet.
2. Es ist eine Selbstverständlichkeit, daß man keine Bilder von Leuten veröffentlicht, die sie bei Sabotageaktionen oder ähnlichem zeigen, was einer Unterstützung von Ermittlungsbehörden gleichkäme.

Ich halte es aber für wenig sinnvoll, die Paranoia anzuheizen, indem man problematisiert, sein Gesicht auf einer schlichten Protestdemo zu zeigen.
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dejavu


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G20
« Antworten #37 am: 08. Juli 2017, 11:13:31 »

Zitat
Ich habe dieses Foto nicht gemacht
Habe ich auch nicht behauptet. Hatte ich aber gedacht, gebe ich zu. Habe aber schon von Fällen gehört, bei denen absolut friedlichen Demonstranten Jahre später Fotos vorgehalten wurden.
Das plakative Herausstellen Einzelner bei Demos erfüllt mich halt mit Unbehagen und ist meiner Ansicht nach auch irgendwie überflüssig.
Aber gut, war vielleicht 'ne Überreaktion von mir.
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« Antworten #38 am: 08. Juli 2017, 11:18:57 »

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Sunlight


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G20
« Antworten #39 am: 08. Juli 2017, 11:48:22 »

Für Parzifisten, die jede Gewaltanwendung kategorisch ablehnen, sind
die Bilder aus Hamburg unerträglich. Wobei es dabei absolut egal ist,
von welcher Seite sie kommet. Diese Bilder spielen nur denen in die
Hände, die es ja *ironie an* immer schon gewusst haben. *ironie aus*.

Es wäre besser gewesen, wenn die Medien kritischer mit ihrer Berichterstattung
umgegangen wären und es bei sachlicher Berichterstattung belassen hätten.
Stattdessen geistern unerträgliche Bilder von Gewalt durch die Medien, die
das Ganze noch mehr eskalieren lassen. Es ist eigentlich, wie immer, Alles wird
bis zum Erbrechen ausgeschlachtet.

Sitzblockaden wären ziviler Ungehorsam gewesen und wurden auch
vom Bundesverfassungsgericht in einem Urteil als Mittel für
Versammlungen nach Art. 8 des Grundgesetzes erwähnt. Damit hätte man
der Polizei genug Arbeit machen können und der Allgemeinheit wären
solche Bilder erspart geblieben. Letztendlich zahlen Alle für dieses
Chaos jetzt, zugzüglich der Geldverschwendung für das G20 Treffen.
Das Geld hätte man besser in die Solidargemeinschaft investiert, anstatt
es sinnlos zu verschwenden.

Dieses Treffen hätte niemals in Hamburg stattfinden dürfen. Alles,
was Füsse hat, möge im September bei der Bundestagswahl verhindern,
dass diese Regierung noch einmal dazu eine Chance bekommt.

« Letzte Änderung: 08. Juli 2017, 11:59:33 von Sunlight » Gespeichert

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Kuddel


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G20
« Antworten #40 am: 08. Juli 2017, 12:02:46 »

Daß Menschen sich von Gewalttätigkeit abgeschreckt fühlen, kann ich verstehen.

Das Argument, daß irgendeine Form von Widerstand den Gegnern in die Hände spielt, halte ich für Unsinn.
Unsere Gegner werden immer jeden Widerstand von uns verdammen. Wir sollten die Diffamierungen der Gegenseite eher als Lob verstehen. Es beweist nur, daß der Widerstand Wirkung zeigt.

Ich kann nur davor warnen, jetzt die Hoffnungen auf den nächsten Wahlen zu richten.
Das Ergebnis der Wahlen wird niederschmetternd ausfallen. Wir sollten uns davon nicht runterziehen lassen.

Wir sollten mit einem unspektakulären, aber permanenten Widerstand dort beginnen, wo wir sind.
Im Stadtteil, beim Job und beim Amt.
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Sunlight


Beiträge: 542



G20
« Antworten #41 am: 08. Juli 2017, 12:19:02 »

Aber das gelingt mit Nichten durch solche Gewalt und ruft eher
Diejenigen auf den Plan, die jetzt eine weitere Entrechtung des
Bürgers voran treiben werden. Eine fortschreitende Vernichtung
unserer Grundrechte!

Ziviler Ungehorsam ist sehr wichtig, aber bitte mit Überlegung und
Augenmass. Wenn ich mir vorstelle, ich lebte in einem dieser Stadtteile
und wäre solch einer Gewalt von beiden Seiten ausgesetzt gewesen,
wäre diese Vorstellung schlimmer als ein Horrorfilm, ein Alptraum.


Das Schanzenviertel am Morgen danach


Ein Alptraum!
« Letzte Änderung: 08. Juli 2017, 13:07:13 von Sunlight » Gespeichert

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Kuddel


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« Antworten #42 am: 08. Juli 2017, 14:11:18 »

Für mich sieht ein Alptraum, ja der totale Horror, so aus:

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CubanNecktie


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« Antworten #43 am: 08. Juli 2017, 15:46:25 »

Stehe irgendwie zwischen der Meinung zwischen von Kuddel und Sunlight. Also Gewalt lehne ich zwar auch ab, jedoch nicht grundsätztlich in einer Notwehrlage/Selbstverteidigungslage sollte man schon vorher den Gegner ausknipsen, bevor man selber ausgeknipst wird.

Diese Zerstörungen bringen gar nichts*, auf vielen Webseietn ist das auch Wasser auf die Mühlen für die Braune Brut - da findet man nur braunen Rotz, viele Komentatoren schreiben da in etwa - dass die "Polizei doch bitte auf diese Linksterroristen schießen möge" oder "statt Wasserwerfer würde ich Flamenwerfer nehmen". Auch wenn ihr RT richtigerweise nicht mögt, aber dort findet man besonders viele Braune-Reaktionen.

*Na gut, ein brennender Bonzen-Palast würde ich als Ausnahme akzeptieren. Aber ich sehe in dem Schanzenviertel keine Bonzenvillen und erst Recht auch keinen Bonzen-Palast.  

« Letzte Änderung: 08. Juli 2017, 15:50:47 von CubanNecktie » Gespeichert

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... und nun die durchgeschröderte Masse noch stärker unterdücken und nochmals ordentlich durchmerkeln, bis es ordentlich braun wird.
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« Antworten #44 am: 08. Juli 2017, 15:50:45 »

1. Ich verstehe die Aufregung nicht.

2. Wer so etwas nicht mag, geht einfach nicht hin.

3. In einer Woche sieht man nichts mehr davon.

4. Diejenigen, die die linken Demonstranten nun in den Knast, ins Arbeitslager oder in die Gaskammer stecken möchten, wollten Linke schon immer dort sehen.

5. Die Gewalt ist nur zu einem Teil vom "Schwarzen Block" gekommen. Es waren überraschend viele Party People, die vom Dorf in die große Stadt gekommen sind, um etwas zu erleben.

6. Das wird den Ruf des Schanzenviertels nur noch aufpäppeln, der Stadtteil wird noch hipper, die beschissenen Szeneläden werden noch besseren Umsatz machen und die Mieten steigen weiter. [Ich kenne einen Galeristen und Vermieter für "Art Spaces", also einen Kleinkapitalisten, der sein Handy voll mit Videos mit Straßenschlachten vor seiner Tür hat und damit im Ausland angibt, daß er da wohnt, wo es kurz vor einer Revolution ist.]

7. Wo bleibt denn entsprechende Empörung, wenn ganze Stadtteile entmietet und dem Erdboden gleichgemacht werden von Investoren. Gewachsene historische Stadtteile werden ersetzt durch Shoppingcenter,  Yuppielofts und glitzernde Verwaltungsgebäude der Banken und Konzerne? Das ist echte Verwüstung!

8. Die Liste der Dinge, die wirklich eine Empörung hervorbringen sollten, ist wirklich lang. Der schon Jahre andauernde Krieg in Syrien, Tausende im Mittelmeer ersaufende Migranten, durch die verbrecherische Politik bewirkten Hungersnöte in Afrika, die schreiende Ungerechtigkeit gegenüber dem armen Teil der Bevölkerung (überall auf der Welt!), all das wären echte Gründe sich aufzuregen, wenn einem moralische Werte etwas bedeuten. Die paar kaputten Fenterscheiben, verbrannten Mülltonnen und PKWs sind vergleichbar nichtig.

9. Die Onlinemedien haben nun die ganzen Klicks auf den Riot-Bilderstrecken und Filmchen, weil es die interessantesten Bilder sind, die es zur Zeit gibt. Egal wie empört der Betrachter tun mag, er genießt sie auf eine Weise doch.

10. Die Empörung ist medial aufgepeitscht, aber wenig real. Gleichzeitig merkt man ein Umschwenken des politischen Klimas. Die Gefahr eines amoklaufenden Polizeipparats wird auch außerhalb der linken Szene als Bedrohung gesehen.

Die aufgeschreckte neoliberale ZEIT beschreibt es so:
Zitat
Die Verachtung für die Polizei ist erschreckend
Viele betrachten die Hamburger Ereignisse durch die Brille ihres Weltbilds. Und erstaunlich viele haben inzwischen ein Weltbild, in dem sie die Polizei für weniger vertrauenswürdig halten als Linksradikale. Das ist erschreckend.
Die Polizisten müssen sich von Autonomen beschießen, bewerfen und mit Gerüstteilen verprügeln lassen; sie müssen sich nachts im Schanzenviertel von betrunkenen Krawalltouristen als Arschloch beschimpfen lassen
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-07/g20-krawalle-polizei-gewalt-proteste-kommentar

Wie das wohl kommt!?!
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CubanNecktie


Beiträge: 1674



« Antworten #45 am: 08. Juli 2017, 16:06:14 »

8. Die Liste der Dinge, die wirklich eine Empörung hervorbringen sollten, ist wirklich lang. Der schon Jahre andauernde Krieg in Syrien, Tausende im Mittelmeer ersaufende Migranten, durch die verbrecherische Politik bewirkten Hungersnöte in Afrika, die schreiende Ungerechtigkeit gegenüber dem armen Teil der Bevölkerung (überall auf der Welt!), all das wären echte Gründe sich aufzuregen, wenn einem moralische Werte etwas bedeuten. Die paar kaputten Fenterscheiben, verbrannten Mülltonnen und PKWs sind vergleichbar nichtig.
Wie das wohl kommt!?!

Stimme dir in den anderen Punkten in der Regel überein, aber was sollen verbrannte Mülltonen und verbrannte PKW's in dieser beschissenen Sozialen Weltlage verbessern?! Würde es ja noch verstehen, wenn es sich um einen 'brennenden' Palast handeln würde, wobei - besser wäre es, wenn man den Reichtum dieser Paläste an die Ärmeren verteilen könnte, statt verbrennen. Generell - statt zerstören - enteignen  Grin und wenn Zerstörungen nicht vermeidbar sind - dann Paläste, Luxusyachten und so weiter. Ein Robin Hood wurde ja auch nie wegen Zerstörungswut zum Volkshelden  Smiley

EDIT:
 Habs gerade in Fratzenbuch gefunden - diese Frage:
Ist das Schanzenviertel nicht schon vorher eher ein Autonomes Viertel gewesen? Warum sollten Autonome Ihr eigenes Viertel zerstören?
« Letzte Änderung: 08. Juli 2017, 16:16:53 von CubanNecktie » Gespeichert

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... und nun die durchgeschröderte Masse noch stärker unterdücken und nochmals ordentlich durchmerkeln, bis es ordentlich braun wird.
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« Antworten #46 am: 08. Juli 2017, 16:27:34 »

Ich habe mir vorgenommen, mit der kritischen Auseinandersetzung mit den politischen Strategien des Protests erst zu beginnen, wenn der G20 Gipfel vorüber ist.

Nö, ich habe nie gesagt, daß diese Dinge Teil einer politisch sinnvollen Strategie wären.

Mein Gottchen, es sind in Wirklichkeit nur die Bildchen, über die man sich aufregt, künstlich aufregt.
Und weißte was, ich finde, ein ausgebranntes Auto sieht viel interessanter aus, als ein geputztes.

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shitux


Beiträge: 518


« Antworten #47 am: 08. Juli 2017, 18:25:59 »

Lasst euch bitte nicht v. d. Bildern- die in der Tat verstörend sein mögen- irritieren.

1) Keinen Kilometer entfernt v. Schulterblatt, haben auf der Reeperbahn ungefähr 4-5 Tausend Leute eine absolut friedliche Demo mit, wie die Polizei selber mitgeteilt hat!!, Hapenning-Charakter abgehalten.

2) HH hat in den vergangenen Tagen mehr als 50 Demo´s erlebt. Mit mehreren 10.000 Leuten.

Davon sind 2!!!!! Demo´s eskaliert.

3) Niemand kann mit Gewissheit sagen ob die G20-Camper, die ich Gestern u. Heute  finanziell und tatkräftig unterstützt habe, auf der Reeperbahn oder in der Schanze tätig waren. Weshalb ich auch keinen Grund habe meine Unterstützung in Zweifel zu ziehen.

4) Die Polizei hat ihre Instrumente gezeigt. Und dass sie auch angewendet werden. Ähnliches kann man z.Z. auch in Brasilien, Argentinien und Venezuela sehen. DAS  muss einem ziemlich nachdenklich machen!!!! Nicht nur  wenn eine solch vorhandene Struktur in die Hände einer AFD oder ähnlichem gelangt.

Die G20 haben sich im Rahmen der Finanzkrise selbst gebildet. Jetzt wollen diese 20 der restlichen Welt erklären wie sie zu leben haben. Klima, Finanzen Terror. Aufgaben und für die allein die Uno eine politische Legitimation haben.

Am Unositz in NY existiert auch die Struktur für eine große Zusammenkunft. Und auch die dort vertretenen ( 150 oder mehr Länder) haben ein Mitspracherecht über o.g. Themen.



Die Rente wird solchen Leuten wie Trump und den privaten Versicherungen vor die Füsse geworfen. Der wird immer reicher und unsere Rente immer schmaler!

Am Mittwoch oder Donnerstag konnte man den Medien entnehmen dass sich die Erwerbsarmut seit 10 Jahren verdoppelt hat. Bei gleichzeitiger massiver Zunahme von Millionären.

Ist ein erlernter Floristikberuf, Erzieher und/ oder Tätigkeiten im Pflegebereich kein " ordentlicher" Beruf? Und obendrein muss man sich noch von der Politik verhöhnen lassen, weil die Bezahlung dieser Job´s so unterirdisch ist, dass ein Zusatzjob nötig wird.

Ich sage Nein!! Es sind nicht die 1500 Gewalttäter die am Freitagabend das Leben und die Demonstrationen zerstören. So übel das auch vllt. ausgesehen haben mag. Es ist eine nicht legitimierte Clique von 20!! Leuten.

Allerdings wenn die Zahl von 1500 stimmt und die Bullen so kurz vor dem Desaster stehen. Wie hätte es dann wohl ausgesehen wenn tatsächlich die Horrorzahl von 8000 da gewesen wären?
Und genau diese "geringe" Zahl v. 1500 kann andersrum auch Mut machen. ;-)


« Letzte Änderung: 08. Juli 2017, 18:30:11 von shitux » Gespeichert

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dagmar


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« Antworten #48 am: 08. Juli 2017, 19:06:49 »

Hallo Ihr,
ich für mich habe ein großes Problem damit, dass speziell hier die Medien wieder eine Wahnsinnsgewalt haben die Meinung der Allgemeinheit zu "füttern". Mal ganz ketzerisch gesagt: es ist doch ein einfaches für (solvente) Parteien oder Förderer sich Randalierer einzukaufen um damit Otto-Normalverbraucher wieder auf das Level zu bringen "Wir brauchen mehr Sicherheit". Wer verspricht uns die? Einder, der schlimmer ist als der andere, oder???

Die Bilder, die wir bekommen sind die, die wir sehen sollen! Sind die, die uns manipulieren sollen für die kommenden Wahlen. Da nun auch noch das Sommerloch kommt läßt sich vermuten, dass die "Kampfhunde" in diesem Sommer nicht von der Leine gelassen werden (ist ja sonst in jedem Sommer ein Thema) sondern die ganzen Erfolge der Video-Auswertung mit Prozessen ect. pp...

Ich finde die Zerstörung unter aller Kanone - ebenso wie die politische Entscheidung ausgerechnet in Hamburg ein solches Treffen zu organisieren. Ich empfinde für mich schon das als eine Provokation derer, die gegen G20 sind. Ganz Hamburg hat Einschneidung wegen ein paar Pinkels, die nach unten treten und nach oben "dealen".

Gruß von Dagmar
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Kuddel


Beiträge: 10720


« Antworten #49 am: 08. Juli 2017, 19:27:45 »

Die Abschlußdemos spiegeln recht gut die reale Stimmung wieder.

Es gab zwei Hauptdemos, wovon die eine sich betont bürgerlich gab:
"Hamburg zeigt Haltung" wurde getragen von SPD, Kirchen, Grünen und DGB.

Die andere hieß "Grenzenlose Solidarität statt G20", hinter der ein breites Bündnis stand von Attac über Kurdengruppen bis zum autonomen "Schwarzen Block".

Insgesamt war es nicht so, daß die gewalttätigen Auseinandersetzungen zu einer geringeren Beteiligung geführt haben. Es hat nicht einmal dazu geführt, daß Angst und Verunsicherung die Demonstranten zur "bürgerlichen" Demo getrieben hätten. SPD und Grüne sind heutzutage weitaus abschreckender, als militante Demonstranten. Auch die Hetze des Polizeisprechers und der Medien hatte wenig Erfolg.

Bei "Hamburg zeigt Haltung" latschten rund 7.000 mit, bei "Grenzenlose Solidarität statt G20" nahmen etwa 70.000 teil.

Das spricht eine deutliche Sprache.
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