Übersicht   Hilfe Suche Einloggen Registrieren  
Seiten: 1 [2]   Nach unten
Drucken
Autor Thema: Auf Stellenangebot aus Jobbörse, das nicht durch die AA betreut wird, bewerben?  (Gelesen 4933 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Onkel Tom


Beiträge: 3557



« Antworten #25 am: 22. Juni 2017, 11:49:10 »

Kann Scan leider nicht einsehen..
Du mußt noch zusätzlich nach Aufruf der Upload-Seite auf "Free Download" klicken. Erst dann wird das Dokument geladen. Etwas umständlich, dieser Provider, ich weiß....


Nö, nach soo viel getracke und Werbemüll verzichte ich auf diesen Provider..
Gespeichert

Lass Dich nicht verhartzen !
tleary


Beiträge: 624


« Antworten #26 am: 15. November 2017, 16:53:07 »

Also, dieses Hartz-IV-System ist doch total verrückt: Seit mittlerweile mehr als 6 Wochen (da war die SBin krank) bekomme ich keine Vermittlungsvorschläge von Leiharbeitsfirmen mehr von ihr. Letztes Mal (diese Woche) ging ich ohne Beistand zum Gespräch, da ich nicht so einfach jemanden gefunden hätte. Der vorige Beistand vom letzten Mal war telefonisch über Tage hinweg nicht erreichbar, außerdem wäre es schwierig gewesen, ihn nochmal dafür zu gewinnen, da er 40 km zu fahren hat. Das Gesprächsklima beim Jobcenter war zwar sehr frostig, dauerte dafür aber nur 10 Minuten (vorher immer bis zu 30). Das nehme ich dann gerne in Kauf, meine Freunde suche ich mir ohnehin aus einem anderen Millieu. Smiley Es wurden nur die Fragen der Reisekosten- und Bewerbungskostenerstattung abgeklärt. Einzige Frage der SBin war noch, ob ich bereit wäre, für einen Job in eine andere Stadt zu ziehen, was ich verneinte Mein Argument: "Wohnungsknappheit gibt es mittlerweile überall in D, besonders in den Ballungsräumen. Somit wäre eine Wohnungssuche als Hartz-IV-Empfänger annähernd aussichtlos." Jedenfalls scheint es - zumindest momentan -, daß meine Strategie des Sich-wehrens und einen Beistand mitzunehmen, von Erfolg gekrönt war. Naja, 'mal abwarten, was denen als nächstes einfällt. Ist wohl so, daß ich auf die schwarze Liste gewandert bin. Jedenfalls kam ich bisher erfolgreich um diesen 6-monatigen Aktivierungs- und Verfolgungsbetreuungslehrgang herum. Und das ist unbezahlbar! Auch wenn das zahllose schlaflose Nächte wegen des darauf folgenden JC-Terrors nach sich gezogen hat. Auf die ein oder andere Art wird man halt immer fertig gemacht von denen. Was sie mit solchen Psychowracks dann noch anfangen wollen, ist mir ein Rätsel. Da ist man danach ja erst recht nicht mehr leistungsfähig. - Aber solche Fragen stellt sich beim Mobcenter ohnehin niemand.
« Letzte Änderung: 16. November 2017, 05:23:11 von tleary » Gespeichert

"Wir sind nicht hoffnungslose Idioten der Geschichte!"
(Rudi Dutschke, 1967)
dagobert


Beiträge: 4530


« Antworten #27 am: 15. November 2017, 23:45:33 »

Einzige Frage der SBin war noch, ob ich bereit wäre, für einen Job in eine andere Stadt zu ziehen, was ich verneinte Mein Argument: "Wohnungsknappheit gibt es mittlerweile überall in D, besonders in den Ballungsräumen. Somit wäre eine Wohnungssuche als Hartz-IV-Empfänger annähernd aussichtlos."
Alternativer Antwortvorschlag:
Im Prinzip ja, aber nur für einen unbefristeten Arbeitsplatz. Und auch erst nach der Probezeit. Vorher hat man bei Vermietern ohnehin kaum eine Chance.
Gespeichert
tleary


Beiträge: 624


« Antworten #28 am: 16. November 2017, 05:16:27 »

Im Prinzip ja, aber nur für einen unbefristeten Arbeitsplatz. Und auch erst nach der Probezeit. Vorher hat man bei Vermietern ohnehin kaum eine Chance.
Oh ja, da kann ich ein Lied davon singen: Vor 2 1/2 Jahren zog ich für einen auf 6 Monate befristeten Job nach Karlsruhe, und ich hatte solche Riesenprobleme überhaupt eine Wohnung zu finden. Schon damals gab's (laut Vermieter) oft 50 Bewerber auf eine Wohnung. Mittlerweile sind's wohl noch viel mehr. War auch damals vom Arbeitgeber 'ne fiese Sache: In der Stellenbeschreibung stand, der Job wäre auf 1 Jahr befristet. Dann ganz am Ende des Bewerbungsgesprächs eröffnete man mir, daß sie "leider, leider wegen dem Veto des Betriebsrats" doch nur für 6 Monate gewährt werden könne. Nach ca. 5 Monaten hörte ich von diversen Arbeitskollegen unter der Hand, daß alles im Butter sei, und mein Vertrag wohl um weitere 6 Monate verlängert werden würde (wäre bei der letzten Besprechung so gesagt worden; an der durfte ich allerdings nicht teilnehmen). 3 Wochen später, auf meinen Anruf beim Abteilungsleiter dann die Aussage: "Tut mir leid, Herr B., aber der Betriebsrat genehmigt wegen der Standortzusammenlegungen keine Verlängerungen mehr", was in meinen Augen eine glatte Lüge war. Jedenfalls hatte ich zu dem Zeitpunkt schon 2 Wohnungen durch (war Nachtschichtarbeit), 1. Wohnung war zu laut. 2. Wohnung war für wochenweise Miete => zu teuer. 3. Wohnung dann 25 km von Karlsruhe entfernt. War auch nicth wirklich ruhig tagsüber, weil der 150 kg-Mann über meiner Wohnung immer rumstampfte. Daher 2 x Kaution gezahlt, und teilweise für 2 Wohnungen parallel Miete bezahlt (wegen Einhaltung der Kündigungsfrist). - Fazit: "Außer Spesen nix gewesen." Und mein Gesundheitszustand wurde dann in dieser Zeit wegen dauerhaftem Schlafdefizit (oft nur 3 Std./Tag und weniger) auch merklich schlechter. War um Jahre gealtert in der kurzen Zeit. - EINMAL und NIE WIEDER!!!
Aber auf solche Zugeständnisse, von wegen ich wäre mobil, gegenüber dem Jobcenter will ich mich gar nicht erst einlassen. Am Schluß bieten dir die eine Leiharbeitsstelle (die sind ja auch meist unbefristet) für 1.400 brutto in irgendeiner Großstadt an. - Und du bist dann an deine Zusage gebunden! NEIN DANKE!
Ich hab' eine 85 Jahre alte Mutter, die an der Grenze zur Pflegebedürftigkeit ist (hat nur noch 10 % Sehvermögen auf dem einen Auge, auf dem anderen ist sie wegen "Makuladegenartion" schon vollkommen blind) und die ich nicht mehr allein lassen kann - basta!
« Letzte Änderung: 16. November 2017, 05:20:34 von tleary » Gespeichert

"Wir sind nicht hoffnungslose Idioten der Geschichte!"
(Rudi Dutschke, 1967)
Rudolf Rocker
Waldkauz


Beiträge: 12816



WWW
« Antworten #29 am: 16. November 2017, 09:29:34 »

Selbst bei unbefristeten Jobs immer ein Risiko.
Ich bin für einen Job umgezogen, und hatte dann nach 6 Wochen einen Arbeitsunfall. Da in der Probezeit konnte mich der AG ohne Angabe von Gründen kündigen.
Ich hatte grade eine Woche vorher einen Mietvertrag unterschrieben. Wäre ich nur ein bißchen länger in der Pension geblieben!
Desshalb würde ich heute immer die Probezeit abwarten.
Gespeichert

Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
tleary


Beiträge: 624


« Antworten #30 am: 16. November 2017, 11:57:04 »

Ich hatte grade eine Woche vorher einen Mietvertrag unterschrieben. Wäre ich nur ein bißchen länger in der Pension geblieben!
Desshalb würde ich heute immer die Probezeit abwarten.
Aber trotz allem brauchst du eine Bleibe. Und wenn nur kurzfristig vermietet wird (z. B. Pension), wird's unter Umständen doppelt (und mehr) so teuer, wie bei einer normalen Mietwohnung. - Das Blöde ist, daß die Vermieter meist auf die Einhaltung der Kündigungsfrist bestehen. Da muß man schon extremes Glück haben, wenn der- oder diejenige da kulant ist.
Einmal davon abgesehen, daß die Arbeit dieses mehr oder weniger "Hilfsarbeiterjobs" total nervtötend, monoton und stupide war. Tiefer konnte man eigentlich gar nicht sinken. Das einzige noch war die überdurchschnittliche Bezahlung. Aber durch diese Wohnungsnot und den damit verbundenen Problemen und zusätzlichen Kosten war dann letztendlich finanziell doch nichts gewonnen.
« Letzte Änderung: 16. November 2017, 12:02:43 von tleary » Gespeichert

"Wir sind nicht hoffnungslose Idioten der Geschichte!"
(Rudi Dutschke, 1967)
Rudolf Rocker
Waldkauz


Beiträge: 12816



WWW
« Antworten #31 am: 16. November 2017, 15:56:42 »

Die Kosten für die Pension hat das JC auf Antrag übernommen! Grin
Die Miete dann leider nicht mehr. Auf die dreimonatige Kündigungsfrist hat der Vermieter natürlich nicht verzichtet (Miethai aus HH!) Die Kündigung meiner Wohnung am alten Wohnort konnte ich noch rückgängig machen und dort dann wohnen bleiben.
Das hieß aber, das ich drei Monate lang zwei Mieten bezahlen musste.
Der Arbeitgeber war allerdings so doof, im AV eine dreimonatige Kündigungsfrist in der Probezeit anzugeben. Das wollte er natürlich nicht bezahlen. Das Arbeitsgericht war dann aber der Meinung das er das bezahlen muss und so bin ich aus der Sache plusminus Null rausgekommen.
Sowas mache ich nie wieder. Entweder das JC bezahlt mir eine Pension oder ähnliches für die Dauer der Probezeit oder ich nehme den Job gar nicht erst an.
Nach drei oder sechs Monaten müsste man eigentlich abschätzen können, ob der Job längerfristig was für einen ist oder nicht. Dann ist das auch kein Sprung mehr ins eiskalte Wasser.
Gespeichert

Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
tleary


Beiträge: 624


« Antworten #32 am: 16. November 2017, 16:53:50 »

Sowas mache ich nie wieder. Entweder das JC bezahlt mir eine Pension oder ähnliches für die Dauer der Probezeit oder ich nehme den Job gar nicht erst an.
Bei der Wohnungsnot mittlerweile in D, wird das JC so einen Umzug in der Regel wohl ablehnen und nicht bezahlen. Meine Kurzzeit-Wohnung kostete 750 € monatlich, die "Langzeitwohnung" dagegen nur noch 420.

Zitat
Nach drei oder sechs Monaten müsste man eigentlich abschätzen können, ob der Job längerfristig was für einen ist oder nicht. Dann ist das auch kein Sprung mehr ins eiskalte Wasser.
Ist doch eher so, daß der AG die Entscheidung trifft. - Du selbst darfst ja gar nicht aus individuellen Gründen kündigen ("Arbeit gefällt nicht"), weil du sonst eine Sperrzeit verhängt bekommst. - Wie's bei ALG-II aussieht, weiß ich gar nicht. Ob da eine Sanktion überhaupt rechtens ist. Denn der Hartz-IV-Satz ist ja mehr oder weniger nur das Existenzminimum.
Gespeichert

"Wir sind nicht hoffnungslose Idioten der Geschichte!"
(Rudi Dutschke, 1967)
Rudolf Rocker
Waldkauz


Beiträge: 12816



WWW
« Antworten #33 am: 16. November 2017, 18:28:44 »

Das JC zahlt den Umzug sowieso nicht, wenn Du ihn nicht vor Antritt deines Jobs beantragt hast. Der Zug ist nach drei bis sechs Monaten lange abgefahren!
Da zahle ich aber lieber meinen Umzug selber, als nach zwei Monaten arbeitslos in irgendeinem Nest zu sitzen, wo ich keine Sau kenne!
Und es herrscht auch nicht in jedem Ort Wohnungsnot!

Zitat
Ist doch eher so, daß der AG die Entscheidung trifft.
Ja, aber auch das kann man dann besser abschätzen, weil man dann einen besseren Einblick in die Firma hat, z.B. was die Auftragslage, der Umgang mit Mitarbeitern, usw. angeht.
Gespeichert

Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
Seiten: 1 [2]   Nach oben
Drucken
Gehe zu: