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Autor Thema: 2018 sollen Hartz-4-Bezieher hungern oder arbeiten  (Gelesen 3885 mal)
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counselor


Beiträge: 2613



« am: 22. Juni 2017, 19:26:10 »

Zitat
2018 sollen Hartz-4-Bezieher hungern oder arbeiten

Wie taz.de berichtet, soll Anfang 2018 in Bremerhaven ein Pilotprojekt der Bundesagentur für Arbeit (BA) starten, bei dem bis zu 3.000 Langzeitarbeitslose den dort ansässigen Firmen und Kommunalbetrieben als kostenlose Arbeitskräfte angeboten werden...


Quelle: http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/2018-sollen-hartz-4-bezieher-hungern-oder-arbeiten.php
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Rudolf Rocker
Waldkauz


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« Antworten #1 am: 22. Juni 2017, 20:03:01 »

Naja, könnte man ja massenhaft Mindestlohn einklagen und massenhaft auf die Straße gehen....
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Troll
Abused Frog


Beiträge: 6715



« Antworten #2 am: 23. Juni 2017, 09:22:13 »

„Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen“ sagte schon der der SPD-Weise Müntefering.

Na das nenn ich mal einen ordentlichen Schritt in Richtung Sklaverei, aber Vorsicht Sklavenhalter, laut dem FDP-Weisen Westerwelle haben schon die dekadenten Sklaven Roms Untergang verursacht.
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Helmy


Beiträge: 119


« Antworten #3 am: 23. Juni 2017, 17:59:37 »

Richtig heisst es glaub ich wer nicht arbeiten will soll auch nicht essen.Noch nicht mal richtig zitieren können die Sozen.
Selbst das halt ich noch für unmenschlich.
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dagobert


Beiträge: 4305


« Antworten #4 am: 23. Juni 2017, 18:18:18 »

Naja, könnte man ja massenhaft Mindestlohn einklagen und massenhaft auf die Straße gehen....
Massenhaft?
Grad im anderen Thread gesehen:
2 mal in HH zur aufRECHT bestehen Demo gewesen. Nettes Happening. 30 - 40 Leutchen v.Ort. Und das in einer Großstadt wo auch noch n spDoof-Typ und H4-Architekt regiert.
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Rudolf Rocker
Waldkauz


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« Antworten #5 am: 23. Juni 2017, 19:55:48 »

Die Betonung liegt auf könnte!
Wenn man was verändern will muss man dafür schon was tun!
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rebelflori


Beiträge: 928


« Antworten #6 am: 24. Juni 2017, 12:31:28 »

Wenn die nur hart genug arbeiten, schaffen sie es!! evil evil

P.s. Nur die sich zu wehr setzen, dürfen Faul sein.

« Letzte Änderung: 24. Juni 2017, 12:34:11 von rebelflori » Gespeichert
shitux


Beiträge: 518


« Antworten #7 am: 24. Juni 2017, 16:52:10 »

Naja, könnte man ja massenhaft Mindestlohn einklagen und massenhaft auf die Straße gehen....

Ich hatte das als ein wenig (mehr?) ironisch gelesen. Aber das macht dann auch klar warum ein Face 2 Face so extrem wichtig ist. Denn dann würde die Mimik des Gegenüber das Gesagte vllt. klarer heraus stellen.
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Kadavergehorsam begünstigt Verbrechen u. Verbrecher
Rudolf Rocker
Waldkauz


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« Antworten #8 am: 24. Juni 2017, 17:02:43 »

Nö, das war nicht ironisch gemeint!
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CubanNecktie


Beiträge: 1643



« Antworten #9 am: 25. Juni 2017, 07:37:57 »

Besser als Mindestlohn wäre ein Tarif-Lohn einklagen. Falls man doch teilnehmen muss: zwei Linke Hände, sich blöd anstellen, sehr langsam Arbeiten, sich krank schreiben lassen - sind weitere Methoden - und wenn man es sich traut - es kann auch hin und wieder mal was kaputt gehen - Hauptsache es sieht unabsichtlich aus -  bin gespannt wie und ob es Gegenwehr gibt, zu erst ist es ein Pilotprojekt in Bremerhaven - ich hoffe es wird krachend scheitern!

kotz *würgh* AAAAAh
« Letzte Änderung: 25. Juni 2017, 08:01:54 von CubanNecktie » Gespeichert

Vorstellungsgespräch bei einer Leihbude?
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... und nun die durchgeschröderte Masse noch stärker unterdücken und nochmals ordentlich durchmerkeln, bis es ordentlich braun wird.
rebelflori


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« Antworten #10 am: 25. Juni 2017, 09:55:08 »

Falls man doch teilnehmen muss: zwei Linke Hände, sich blöd anstellen, sehr langsam Arbeiten, sich krank schreiben lassen - sind weitere Methoden - und wenn man es sich traut - es kann auch hin und wieder mal was kaputt gehen - Hauptsache es sieht unabsichtlich aus -  bin gespannt wie und ob es Gegenwehr gibt, zu erst ist es ein Pilotprojekt in Bremerhaven - ich hoffe es wird krachend scheitern!


Die Angsthasen Methode hat ja schon beim 1 Euro Job nicht geklappt.  kotz *würgh* AAAAAh kotz *würgh* AAAAAh kotz *würgh* AAAAAh  Die Träger haben 600Euro bekommen und denn wahr egal was du machst.
 
Besser und sinnvoller ist es sich die Arbeitsstättenverordnung oder die Richtlinien der Berufsgenossenschaft anzugucken oder Brandschutz (aber darin kenne ich mich nicht so gut aus).
Besonders die 26 Grad Marke ist interessant. Nutze das öfter um von meiner Umschulung früher ab zuhauen.
 https://www.igmetall.de/tipps-fuer-den-arbeitsplatz-was-tun-bei-grosser-hitze-4919.htm

Alle elektronischen Geräte müssen einmal im Jahr beprüft werden, man will ja nicht das was passiert.

http://publikationen.dguv.de/dguv/pdf/10002/i-8524.pdf


Und so weiter.
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Rudolf Rocker
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« Antworten #11 am: 25. Juni 2017, 10:11:40 »

Zitat
Besser als Mindestlohn wäre ein Tarif-Lohn einklagen.
Stimmt! Wenn der Betrieb tarifgebunden ist oder es einen Branchenmindestlohn gibt, dann gilt natürlich dieser!
Und nichts unterschreiben!
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dagobert


Beiträge: 4305


« Antworten #12 am: 25. Juni 2017, 21:36:43 »

Branchenmindestlohn
Schönes Stichwort.
0€-Jobber in Branchen mit allgemeinverbindlichem Tarifvertrag? Interessante Kombination.  Grin evil
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Rudolf Rocker
Waldkauz


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« Antworten #13 am: 26. Juni 2017, 08:25:52 »

Das dürfte arbeitsrechtlich tatsächlich interessant werden!
Die Betroffenen dürfen nur (wie beim 1€- Job auch) auf gar keinen Fall irgendetwas unterschreiben. Sonst finden sie sich schnell in einem "freiwilligen Praktikum" wieder.
Nur reicht das eben nicht, wenn das zwei oder drei Leute machen, sondern es sollten schon sehr viele sein (am besten alle), um diesen Unsinn zu kippen.
Das war es eigentlich nur, was ich weiter oben meinte!
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counselor


Beiträge: 2613



« Antworten #14 am: 26. Juni 2017, 13:58:15 »

Das Projekt zeigt,  dass es nicht um die Menschen geht, sondern um Gewinnmaximierung auf dem Buckel der Arbeitslosen.
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shitux


Beiträge: 518


« Antworten #15 am: 30. Juni 2017, 09:05:47 »

Nicht speziell raus gesuchte Zitate v. Diversen:

Zitat
Nur reicht das eben nicht, wenn das zwei oder drei Leute machen, sondern es sollten schon sehr viele sein (am besten alle), um diesen Unsinn zu kippen.
wie und ob es Gegenwehr gibt, zu erst ist es ein Pilotprojekt in Bremerhaven - ich hoffe es wird krachend scheitern!

Dazu zitiere ich mal etwas, was anscheinend zunehmen wird:
https://www.jungewelt.de/artikel/312205.billige-reserve.html
Zitat
Erwerbslose haben in der Regel keine Möglichkeit, einen Ein-Euro-Job abzulehnen, weil ihnen dann Sanktionen drohen. In diesem Fall sei man aber formloser vorgegangen, beteuerte Stöbe. Ihre Behörde habe sich an den Fähigkeiten ihrer Klienten orientiert und diese zuvor angerufen. Eine Ablehnung hätte ausnahmsweise keine Kürzung der Bezüge bewirkt, so Stöbe.
Wichtig dabei ist für mich!! dabei folgendes: ... diese zuvor angerufen. Eine Ablehnung hätte ausnahmsweise keine Kürzung der Bezüge bewirkt,
Wer vorher kontaktiert wird und zustimmt, von dem wird auch kaum zu erwarten sein, dass er hinterher irgendetwas einklagen wird.

Da kann es noch soviele Urteile geben, wie " unterschrieben ist unterschrieben, selber Schuld" ihr Betroffenen könnt das und jenes einfordern u. einklagen. Selbst die Vorlage der Urteile v. BSG
z.B. dies: https://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=145298
wird nicht zu einem Umdenken führen. Zumal nicht bei denen v. d. vorher die Zustimmung eingeholt wird.
Mit diesem Vorgehen der JC werden also die Null-Euro-Jobs sowohl vom JC aber eben auch v. d. Betroffenen selber legitimiert.

Selber durfte ich die Resignation mit den Worten " das JC sitzt ja doch am längeren Hebel" erfahren.
Da können wir noch so oft wie wir wollen dies und jenes fordern und auch unterstützen- Diese Leute sind verloren, die machen einfach alles mit.

Und das Scheele in diese Richtung weiter arbeiten kann- und auch macht- liegt natürlich auch daran, dass das BSG die 1€-Jobs nicht klar und deutlich verboten!!!! hat. Solche Türen die mit Sicherheit auch v. BVerFG in Sachen Sanktionen offen gehalten werden- und sei der Spalt noch so klein- werden den Tätern immer Möglichkeiten geben und finden lassen .



« Letzte Änderung: 30. Juni 2017, 09:07:41 von shitux » Gespeichert

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Rudolf Rocker
Waldkauz


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« Antworten #16 am: 01. Juli 2017, 13:37:19 »

Zitat
Wer vorher kontaktiert wird und zustimmt, von dem wird auch kaum zu erwarten sein, dass er hinterher irgendetwas einklagen wird.
Da hast Du recht. Das ist dann auf freiwilliger Basis. Da kann man dann nichts machen.
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MarcoW75


Beiträge: 40


« Antworten #17 am: 17. Juli 2017, 05:59:06 »

Richtig heisst es glaub ich wer nicht arbeiten will soll auch nicht essen.

DAS konnten sie aber SO nicht sagen,weil dann gleich die Frage gekommen wäre,WO denn die Millionen Erwerbslosen bitte arbeiten sollen und die Forderung (auch an die SPD) laut geworden wäre,dann doch gefälligst die passenden Jobs zu schaffen.
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shitux


Beiträge: 518


« Antworten #18 am: 19. Juli 2017, 23:33:06 »

in at gibt es ähnliche wege den lohn mit steuergeldern zu über nehmen.

http://derstandard.at/2000058570703/Mahrer-Beschaeftigungsbonus-kommt-mit-1-Juli
Zitat
Der Beschäftigungsbonus, der für neu eingestellte Mitarbeiter die Lohnnebenkosten um die Hälfte senken soll, kommt mit 1. Juli, - derstandard.at/2000058570703/Mahrer-Beschaeftigungsbonus-kommt-mit-1-Juli
...
...
Der Bonus werde drei Jahre gelten und 50 Prozent Lohnnebenkosten-Rückvergütung bringen.


im videotext 3sat war zu lesen dass in den ersten 2 wochen schon ungefähr 2500 ents. anträge gestellt wurden.
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