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Autor Thema: Unterhaltsforderungen  (Gelesen 1024 mal)
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Mr. Pink


Beiträge: 35


« am: 18. Januar 2018, 15:42:44 »

Ich bin grad mit einer Zahlungsaufforderung vom Jobcenter konfrontiert, die mich ziemlich fertig macht.
Und zwar habe ich die Situation, dass ich vor langer Zeit mal einen One-Night-Stand hatte, aus dem ein Kind entstanden ist. Ich war damals 19 und dementsprechend dämlich. Die Mutter des Kindes wollte damals das Kind haben, mit mir aber keinen weiteren Kontakt. Als das Kind auf der Welt war, hat sie mich beim Jugendamt als Erzeuger angegeben, ich musste einen Titel machen, usw. Wie gesagt, mir ihr und dem Kind hatte ich fortan nie Kontakt, sie wollte mit mir nichts zu tun haben und auch keinen Unterhalt, weil sie dann wohl auch eine Beziehung hatte, usw.
Auf jeden Fall wurde ich in den ersten Jahren immer mal wieder vom Jugendamt aufgefordert, Unterhalt ans Jugendamt zu zahlen, wenn sie grad arbeitslos war und Unterhaltsvorschuss bekam. Manchmal war ich in der Zeit arbeitslos und konnte nichts zahlen, manchmal konnte ich zahlen und musste dann auch immer wieder mal Unterhaltsvorschuss nachzahlen.
Nun bekam ich vor ca 1 Monat eine Aufforderung, ca 4000 Euro nachzuzahlen und bin grad dabei, deswegen über eine Ratenzahlung zu verhandeln.
Ich selbst bin inzwischen verheiratet, hab mit meiner Frau 2 eigene Kinder und bin Alleinverdiener und bekomm aktuell ca. 2000 Euro netto.
Zusätzlich zu der Aufforderung vom Jugendamt mit der Unterhaltsnachzahlung kam nun diese Woche noch ein Brief vom Jobcenter der Stadt, wo die Mutter scheinbar wohnt. Dort schreiben sie, dass die Mutter mit dem Kind seit letztem Jahr Alg2 beziehen und ich deswegen aufgefordert werde, ab diesem Monat 370 Euro Unterhalt zu zahlen. Zusätzlich soll ich dem Jobcenter sämtliche Lohnabrechnungen, Alg-Bescheide, etc. der letzten 12 Monate zuschicken und einen Fragebogen, in welchem ich alles über mein Privatleben mit Arbeitgeber, Weihnachtsgeld, etc. angeben soll.

Ich bin ziemlich fertig grad deswegen, weil ich wirklich keine Möglichkeit sehe, fortan jeden Monat 370 Euro Unterhalt aufzubringen und zusätzlich noch all diese Schulden abzuzahlen.
Kennt sich jemand vielleicht näher mit einer solchen Problematik aus und kann mir sagen, inwiefern ich dem Jobcenter gegenüber alles offenlegen muss?
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mousekiller
Panzermaus


Beiträge: 911



« Antworten #1 am: 18. Januar 2018, 18:37:23 »

Fülle den Fragebogen aus. Das wird nicht ausbleiben. Da du verheiratet bist, bist du auch deiner Familie unterhaltsverpflichtet.

Insofern ist das JC angehalten, einen realistischen Unterhaltsbetrag zu berechnen.

Im übrigen hast du trotz allem das Recht, über die Entwicklung des Kindes informiert zu werden. Selbst wenn die Mutter das alleinige Sorgerecht hat, hast du als Vater das Recht zu erfahren, wie es dem Kind geht.

Im übrigen: Sollte das Kind 18 Jahre alt werden, steht dir seitens der Mutter Auskunft über die weitere Entwicklung zu. Das Kind kann dann eigenes Einkommen durch Beruf und Ausbildung erzielen. Diese Auskunft muß die Mutter dir dann geben.

Solltest du Probleme haben, wende dich am besten an das zuständige Jugendamt.
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Wer alles gesagt hat, sollte den Mund halten und zuhören.
Mr. Pink


Beiträge: 35


« Antworten #2 am: 20. Januar 2018, 18:22:45 »

Ja, das mit den Rechten des Vaters ist so eine Sache.
In den ersten Jahren wurde ich mit immer neuen Drohungen aus dem Umfeld der Kindsmutter vom Kind fern gehalten. Das Spiel hab ich ein paar Jahre lang mit mir machen lassen, bis es mir irgendwann zu blöd war und ich mich ans Jugendamt gewandt habe.
Dann hat man mir einfach nach kurzer Zeit erklärt, das Kind wolle mich nicht sehen. In den letzten Jahren hat man mir dann aus dem Umfeld der Mutter Nachrichten von meiner Tochter geschickt, in der sie mir mitteilt, dass sie mich hasst und ich mich von ihr fernhalten soll, etc.
Mit anderen Worten, das Kind wurde geimpft und ich hab keine Chance, etwas dagegen zu machen.
Vor etwa 4 Jahren ist sie dann wieder mal plötzlich verzogen gewesen und seitdem habe ich nicht mal mehr die Adresse des Kindes.
Als Vater/Erzeuger ist man in solchen Dingen fast immer machtlos.


Was den Fragebogen angeht, wundere ich mich einfach, was ich da nun alles angeben und vorlegen soll. Beim Jugendamt war es in der Vergangenheit so, dass ich einen aktuellen Lohnzettel vorlegen musste.
Nun soll ich einen Fragebogen ausfüllen über meine ganze Familie, den (nicht vorhandenen) Verdienst meiner Frau, unser Kindergeld, ob wir Mietzuschuss bekommen, wie groß unsere Wohnung ist, wie viel sie kostet, auf wen der Mietvertrag läuft, ob wir Autos haben und wieviel wir dafür zahlen, wieviel Geld wir auf unserem Bankkonto haben, etc.
Zusätzlich soll ich alle Lohnzettel der letzten 12 Monate vorlegen.
Ich finde das um ehrlich zu sein schon sehr privat, Unterhaltspflicht hin oder her.
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