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Autor Thema: Frankreich aktuell  (Gelesen 8699 mal)
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counselor


Beiträge: 3515



« Antworten #100 am: 07. Dezember 2018, 15:04:56 »

Stimmt! Es gab kleinere Aktionen gegen das TRUMPeltier.
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Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!
Kuddel


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« Antworten #101 am: 07. Dezember 2018, 15:53:27 »

...ich wüsste jetzt auch nicht warum ich gegen Macron in Deutschland auf die Straße gehen sollte...

Vielleicht weil das Kapital global operiert und wir uns nicht national spalten lassen sollten.
Bremer Daimlerarbeiter haben bei der letzten französischen Streikwelle mit einem riesigen Transparent vor der Bremer Bürgerschaft ihre Solidarität demonstriert.
Der Kampf gegen's Kapital ist international!
Wenn die französischen Proteste und Aufstände die Pläne des Kapitals erfolgreich durchkreuzen, wird die Politik in Deutschland ihre Selbstherrlichkeit verlieren. Wir werden es zu spüren kriegen. So lange uns in globalisierten Zeiten grenzüberschreitende Kämpfe nicht gelingen, bleiben wir weitgehend wehrlos.

Was die Troika bzw. EU in Griechenland probiert, ist ein Testversuch für ganz Europa. Wenn es uns nicht gelingt, den griechischen Widerstand solidarisch zu unterstützen, wird das griechische Schicksal die Zukunft von uns allen bestimmen.

Internationale Solidarität
sollte keine hohle Floskel sein.
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Schluepferstuermer


Beiträge: 954


« Antworten #102 am: 07. Dezember 2018, 18:06:24 »

Ich meinte so Leute hier, wie den Macron in Frankreich.

Es sind unheimlich Viele, die politische Literatur kaufen. Auch nützt es wenig, wenn diese nicht kpl. gelesen wird. Meistens sind es über 500 Seiten.
Die Meisten lesen gerade 3 Seiten und sind überfordert.
Es wird die Überschrift gelesen und schon meinen Viele alles zu wissen. Je kürzer, umso Bild.
Verstehen ist auch so eine Sache.
« Letzte Änderung: 07. Dezember 2018, 18:10:06 von Schluepferstuermer » Gespeichert

lg Schlüpferstürmer

Die Massenmedien sind schon lange die 4. Macht im Staat.
Wir haben folglich Legislative, Judikative, Exekutive und Primitive.
"Bild" Euch Eure Meinung
----

Wer die CxU und SPD in ihrer Terrorherrschaft gegen das eigene Volk lobt, lobt ihren braungefärbten Nazicharakter!!
admin
Administrator

Beiträge: 2332


« Antworten #103 am: 07. Dezember 2018, 18:55:10 »

Können wir mal wieder über Frankreich reden?
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ManOfConstantSorrow


Beiträge: 6430


« Antworten #104 am: 07. Dezember 2018, 20:03:24 »

Zitat
Frankreich: Die gelben Westen und die vorrevolutionären Elemente der Situation

Seit dem 17. November hat sich die Situation in Frankreich abrupt geändert. Am Anfang stand der spontane Aufstand eines beträchtlichen Teils der Massen, wie er bisher selten zu beobachten war.


Quelle: https://www.klassegegenklasse.org/frankreich-die-gelben-westen-und-die-vorrevolutionaeren-elemente-der-situation/


Danke für die lesenswerten Einschätzungen.

Es gibt scheinbar auch Bewegung bei der angeblichen politischen Richtungslosigkeit.
Zitat
Generell ist die Protestbewegung daran, ihre politische Couleur zu ändern: Gaben am Anfang autofahrende und eher rechtsstehende Gegner hoher Steuern den Ton unter den Gelbwesten an, nehmen heute soziale Forderungen, etwa nach Erhöhung des Mindestlohnes, überhand. Vereinzelt spricht man bereits von „Rotwesten“. Die konservative Zeitung Le Figaro, die am Anfang Feuer und Flamme für die „Steuerrevolte“ gewesen war, berichtet heute einiges distanzierter über die Proteste und hebt die Gewaltexzesse hervor.

So sind es auch politisch eher links stehende Kräfte, die sich den Gelbwesten neu anschließen. Hunderten von Mittelschulen waren am Montag bestreikt. Die Schüler protestieren gegen eine Reform des Universitätseintritts und äußern ihre Solidarität mit den Gelbwesten. Die einst kommunistische Gewerkschaft CGT ruft für den 14. Dezember zu einem Aktionstag auf, um ähnlich wie die Gelbwesten höhere Löhne zu verlangen. Raphaël Glucksmann, Sohn des verstorbenen Philosophen gleichen Namens und Gründer einer neuen Links- und Ökoformation namens „place publique“, meinte in Frankreich mische sich eine soziale und eine Regimekrise. Emmanuel Macron habe die Politik seiner Vorgänger weitergeführt: „Ganze Teile der Bevölkerung wurden ins Elend abgestuft, während sich andere fröhlich bereicherten. Das macht die Lage in Frankreich äußerst gefährlich, weil die Wut heute unkontrollierbar ist.“

Im Internet zirkulieren zum Wochenbeginn gleich drei Aufrufe zum „vierten Akt“, nachdem die drei letzten Samstag in Paris zu Krawallen und landesweit zu Verkehrssperren geführt hatte. Ein Appell ruft zum „Sturm auf die Bastille“ auf. Im Elysée-Palast – der unter Insidern auch „Château“ (Schloss) genannt wird, gerät Macron deshalb unter Zugzwang: Wenn er die Benzinsteuererhöhung bis am Samstag nicht auf Eis gelegt hat, könnte die Lage vollends eskalieren. Elf Treibstofflager waren in Frankreich am Montag blockiert. In der Bretagne wurde Benzin rationiert.
http://www.fr.de/politik/frankreich-macron-sucht-einen-ausweg-aus-der-krise-a-1631964

Beonders erfreulich ist, daß es nicht die Distanzierungen von linker Seite gegeben hat, weil sie von der Bewegung überrascht wurden und sie wenig verstehen.

Ein NDR Journalist kommentierte die momentane Entwicklung damit, daß es Le Pen nicht gelungen sei, den Aufstand für sich zu instrumentalisieren, dazu sei diese Bewegung zu abwehrend allen Stellvertretern, Politikern und Gewerkschaften gegenüber. Die Ablehnung von Stellvertretern und die Führerlosigkeit ist das genaue Gegenteil der #Aufstehen "Bewegung" von Wagenknecht/Lafontaine.

Daß nun weitere soziale Unzufriedenheit, Schülerproteste und Arbeitsniederlegungen und Proteste sich dieser Welle der Sozialen Unruhe anzuschließen, ist eine positive Entwicklung.

In Deutschland ist man scheinbar zu blöd, statt etwas eigenes auf die Beine zu stellen, jammert man lieber herum. Allein die Faschos haben die Gunst der Stunde erkannt, versuchen ihr Süppchen auf den Feuern der Gelbwesten zu kochen. Sie laufen plötzlich mit gelben Westen durch die Gegend.
« Letzte Änderung: 07. Dezember 2018, 21:03:07 von ManOfConstantSorrow » Gespeichert

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Waldkauz


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« Antworten #105 am: 07. Dezember 2018, 22:35:30 »

Zitat
Vielleicht weil das Kapital global operiert und wir uns nicht national spalten lassen sollten.
Deshalb gehe ich gegen den Kapitalismus auf die Straße, aber nicht gegen einzelne, austauschbare Vertreter. (Macht die Sache einfacher, weil man nicht ständig neue Transpis schreiben muss!)
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« Antworten #106 am: 08. Dezember 2018, 09:34:55 »

Na, dann hast Du ja nicht viel zu demonstrieren Wink, pauschal gegen das System Kapitalismus wird selten demonstriert, es geht meistens um dessen Zähmung und kaum dagegen, leider, oft nur um Vertreter des Elends, deshalb nicht weniger wichtig, es ist der angreifbare Punkt in der Nähe eben die Vertretung, in deren Sinn eine Niederlassung.
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Kuddel


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« Antworten #107 am: 08. Dezember 2018, 10:19:35 »

Zitat
Frankreich mobilisiert 89.000 Polizisten gegen die "Gelbwesten"
http://www.spiegel.de/politik/ausland/gelbwesten-proteste-in-frankreich-89-000-polizisten-im-einsatz-a-1242644.html
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« Antworten #108 am: 08. Dezember 2018, 12:09:29 »

Das letzte Aufgebot?

MfG

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http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
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« Antworten #109 am: 08. Dezember 2018, 12:39:51 »

Zitat
Heftige Zusammenstöße in Paris
https://www.tagesschau.de/ausland/gelbwesten-frankreich-107.html


Zitat
Das letzte Aufgebot?
Mal zum Vergleich: Beim G20 in Hamburg waren ca. 30.000 Cops.
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« Antworten #110 am: 08. Dezember 2018, 12:48:20 »

Ich hoffe, dass es den Gelbwesten gelingt, Macron zum Rücktritt zu zwingen.
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« Antworten #111 am: 08. Dezember 2018, 12:57:40 »

Hat schon etwas von Occupy, der Protest ist  nicht durch "Prominente" Vertreter greifbar, die globale neoliberale Macht benutzt diese Un(a)greifbarkeit seit vielen Jahren und der Widerstand verpufft daher regelmäßig, jetzt mal anders herum, großartig.
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« Antworten #112 am: 08. Dezember 2018, 13:04:11 »

Hat schon etwas von Occupy, der Protest ist  nicht durch "Prominente" Vertreter greifbar, die globale neoliberale Macht benutzt diese Un(a)greifbarkeit seit vielen Jahren und der Widerstand verpufft daher regelmäßig, jetzt mal anders herum, großartig.


Damit hat man auch niemanden, den man bestechen, verhaften oder unter Druck setzen kann. Also zumindest nicht mit Auswirkungen auf die Aktionsfähigkeit der restlichen Bewegung.

Attac ist ja auch so ein Beispiel. Die haben den Protest kanalisiert und ins leere laufen lassen!

PS:
Livebilder vom Protest:
https://www.rt.com/on-air/445920-yellow-vest-protest-paris/
« Letzte Änderung: 08. Dezember 2018, 13:07:01 von Rudolf Rocker » Gespeichert

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« Antworten #113 am: 08. Dezember 2018, 16:38:18 »

Genau! Attac spaltet Proteste und läßt sie ins Leere laufen. Wie aktuell bei den #unteilbar-Protesten geschehen.
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« Antworten #114 am: 08. Dezember 2018, 16:39:05 »

Damit hat man auch niemanden, den man bestechen, verhaften oder unter Druck setzen kann. Also zumindest nicht mit Auswirkungen auf die Aktionsfähigkeit der restlichen Bewegung.

Deshalb war die hieriarchische Struktur der KPD in den frühen 30ern so verheerend. Die Nazis brauchten nur die Köpfe der Organisation zu inhaftieren und machte die Organisation damit handlungsunfähig, denn die Basis hatte es nicht gelernt selbstständig zu kämpfen.

Basisdemokratische Strukturen sind keine Glaubensfrage, sondern in Auseinandersetzungen oftmals entscheidend. Als vor zwei Jahren beim Truckerstreik in Rußland die Vorsitzenden der Fahrerorganisation verhaftet worden sind, hatte es keinerlei Auswirkungen auf den Streik. Die Streikenden brauchten keine Führer.
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counselor


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« Antworten #115 am: 08. Dezember 2018, 21:03:14 »

Damit hat man auch niemanden, den man bestechen, verhaften oder unter Druck setzen kann. Also zumindest nicht mit Auswirkungen auf die Aktionsfähigkeit der restlichen Bewegung.

Deshalb war die hieriarchische Struktur der KPD in den frühen 30ern so verheerend. Die Nazis brauchten nur die Köpfe der Organisation zu inhaftieren und machte die Organisation damit handlungsunfähig, denn die Basis hatte es nicht gelernt selbstständig zu kämpfen.

Basisdemokratische Strukturen sind keine Glaubensfrage, sondern in Auseinandersetzungen oftmals entscheidend. Als vor zwei Jahren beim Truckerstreik in Rußland die Vorsitzenden der Fahrerorganisation verhaftet worden sind, hatte es keinerlei Auswirkungen auf den Streik. Die Streikenden brauchten keine Führer.

Stimmt. Aber von der KPD wurden nicht nur die Köpfe verhaftet, sondern auch einfache Mitglieder. Was dann übrig war, kämpfte dann unter schwierigsten Bedingungen in tiefer Illegalität ohne Verbindung zur restlichen Partei. Das Buch "So wars damals" handelt von diesem Kampf:
https://neuerweg.de/bucher/so-wars-damals

In D gibt es zwei Probleme:

1. Fehlender Kampfwille der Bevölkerung
2. Fehlende Kampferfahrung

Kämpfen muß man wollen. Dazu muß in D der Individualismus zugunsten eines Geistes der kollektiven Gegenwehr überwunden werden. Kämpfen muß man lernen. Man muß sich anderen kampfwilligen Menschen anschließen, Demokratie lernen und die demokratisch gefällten Kampfentscheidungen dann auf der Straße umsetzen.
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Kuddel


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« Antworten #116 am: 09. Dezember 2018, 10:22:02 »

Kämpfen muß man wollen. Dazu muß in D der Individualismus zugunsten eines Geistes der kollektiven Gegenwehr überwunden werden. Kämpfen muß man lernen.

Danke für deine Einschätzung.

Ich ärgere mich regelmäßig über Beiträge im Forum, die die Möglichkeit zu kämpfen verleugnen.
Man versteckt die eigene Passivität immer hinter den Anderen. Dann ist es "der deutsche Michel", der sich alles gefallen läßt, immer werden Pegida und AfD vorgeschoben, man quatscht von dem Konsum, den die anderen immer nur wollen und daß es uns doch noch viel zu gut gehe.

Blabla. Alles nur Ausreden. Wenn man kämpfen will, findet man auch einen Weg. Man findet auch andere, die die herrschenden Zustände nicht ertragen.
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Rudolf Rocker
Waldkauz


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« Antworten #117 am: 09. Dezember 2018, 10:52:49 »

Ich hab mal irgendwo gelesen, das es die Nazis 1933 ziemlich einfach hatten, weil die Polizei in der Weihmarer Republik schon Akten über ihre politischen Gegner angelegt hatte. Klingt für mich plausibel und erinnert mich daran, das es heute auch nicht anders wäre.
Generell dürfte der kommunistische Widerstand durch die Verhaftung ihrer Anfüher doch deutlich geschwächt worden sein.

Ein weiterer Punkt, der auch in der Gegenwart wichtig ist: Ein hierarchies System, wie es ein Staat nunmal ist, weiß, wie er mit anderen hierarchischen Systemen umgehen muss.
Bei basisdemokratischen, füherlosen Strukturen kommen sie da gewaltig ins schwimmen. Man sieht das immer wieder, wenn sie versuchen irgendwelchen Leuten krampfhaft eine "Rädelsführerschaft" vorzuwerfen.

Ich denke das es für eine erfolgreiche Bewegung einige wichtige Aspekte gibt. Völlig unabhängig in welchem Land und ob die jetzt gelbe Westen tragen, rote Fahnen oder schwarze Hoodies:

1. Man braucht einen langen Atem.
Man muss eine Protestbewegung über einen langen Zeitraum aufrecht erhalten können. Das können Monate oder Jahre sein. (Die Anti- Atomkraft- Bewegung in Deutschland ist 30 Jahre auf die Straße gegangen und hatte das "Glück" das zwei Katasptrophen ihren Forderungen Nachdruck verliehen haben. Und selbt da kam nur ein fauler Kompromiss bei rum und die Dinger laufen immer noch!)

2. Hohe Mobilisationsfähigkeit
Die Zahl der Teilnehmer bei Protesten muss kontinuierlich ansteigen. Wenn der Regierung merkt, das der Widerstand abflaut, sitzen sie es einfach aus.

3. Druck erhöhen
Man muss die Möglichkeit haben, seinen Forderungen noch mehr Nachdruck verleihen zu können. Zum Beispiel indem zu Protesten noch ein Generalstreik kommt.
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Kunta


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« Antworten #118 am: 09. Dezember 2018, 10:59:46 »

Zitat
Blabla. Alles nur Ausreden. Wenn man kämpfen will, findet man auch einen Weg. Man findet auch andere, die die herrschenden Zustände nicht ertragen.

Kuddel haben mir mit #Aufstehen doch schon, wobei mich wundert warum die ihrem Namen nicht alle Ehre machen? Die Gelbwesten in Frankreich, Belgien (EU-Parlament und Viertel dort von EU-Eliten war angeblich von Gelbwesten belagert)  und Holland (!!!! - der Protest kommt näher) machen es uns doch vor und stehen auf - daher kommt doch der Name #Aufstehen und was macht unser #Aufstehen? Roll Eyes  Liegenbleiben?  Roll Eyes

Zynischer Gruß
Kunta
« Letzte Änderung: 09. Dezember 2018, 11:02:14 von Kunta » Gespeichert
Kunta


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« Antworten #119 am: 09. Dezember 2018, 11:05:42 »

Ein Twitter-Spalter und Populist namens Donald Trump - seines Zeichens US-Präsident - hat sich auch schon stolz zu Wort gemeldet und lügt der globalen, medialen Öffentlichkeit etwas vor - Sie haben meinen Namen gerufen die Gelbwesten - We love Donald Trump Shocked....ja, ja....so geht Spaltung und auch so kann man Gelbwesten- oder auch sonstige Proteste tot machen.

Ich hoffe mal das dieser Spaltungsversuch aus den USA - und von dort ganz Oben - glatt daneben geht.

Dummes TRUMPELtier....

Gruß
Kunta
« Letzte Änderung: 09. Dezember 2018, 11:51:17 von Kunta » Gespeichert
Rudolf Rocker
Waldkauz


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« Antworten #120 am: 09. Dezember 2018, 11:09:56 »

"Aufstehen" ist das komplette Gegenteil der "Gelbwesten" in Frankreich. Aber das nur mal am Rande! Also jetzt nicht nur, weil die einen liegenbleiben und die anderen nicht sondern auch, weil "Aufstehen" nicht basisdemokratisch organisiert ist und Anfüher hat.
Und auch, weil "Aufstehen" fast ausschließlich im Internet stattfindet und die "Gelbwesten" im Reallive!
« Letzte Änderung: 09. Dezember 2018, 11:14:12 von Rudolf Rocker » Gespeichert

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Kunta


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« Antworten #121 am: 09. Dezember 2018, 11:30:12 »

Zitat
"Aufstehen" ist das komplette Gegenteil der "Gelbwesten" in Frankreich. Aber das nur mal am Rande! Also jetzt nicht nur, weil die einen liegenbleiben und die anderen nicht sondern auch, weil "Aufstehen" nicht basisdemokratisch organisiert ist und Anfüher hat.
Und auch, weil "Aufstehen" fast ausschließlich im Internet stattfindet und die "Gelbwesten" im Reallive!

Hast recht - leider. Wink Cry

Zitat
Und auch, weil "Aufstehen" fast ausschließlich im Internet stattfindet und die "Gelbwesten" im Reallive!

#Aufstehen dir Recht geb, aber was "Gelbwesten" angeht nicht ganz - die organisierten sich im Internet und im Reallive - davon könnte #Aufstehen (=Schlafstehen? Grin) noch was lernen.....ansonsten hast völlig recht, und ich bin traurig darüber - zumal der Protest ja näher kommt Frankreich, Belgien und Hollland (?!!!Holland. Die angeblich glücklichen Niederlande? shocked, ja hast richtig gelesen....)

Gruß
Kunta
« Letzte Änderung: 09. Dezember 2018, 11:36:14 von Kunta » Gespeichert
tleary


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« Antworten #122 am: 09. Dezember 2018, 11:37:06 »

Steuersenkung ist nicht so mein Ding.
Diese Forderung nach Steuersenkungen sind dann gerechtfertigt, wenn sie die indirekten Steuern (wie die Mineralöl-, Tabak- und Mehrwertsteuer) meinen. Denn das sind Steuerarten, die vor allem die unteren Einkommensschichten überproportional hart treffen, und diese gezielt finanziell ausbluten lassen. Ganz einfach weil keine Rücksicht darauf genommen wird, ob derjenige überhaupt in der Lage ist, sie zu zahlen. Ein Armer z.B. müsste komplett von den indirekten Steuern befreit sein. - Natürlich Wunschdenken und nicht praktikabel. => Deshalb gleich Abschaffung der indirekten Steuern fordern! Und im Gegenzug (und das ist ein Muß!) die direkten Steuersätze (Einkommen- und Körperschaftsteuer) radikal hochsetzen, wie das auch schon in den 70er Jahren teilweise so war (mit 56 % Steuersatz, heute nur noch 40 %). Oder meinetwegen gleich 70 %. Denn die, die ein solch hohes Einkommen haben, erwirtschaften es sowieso zum größten Teil über die Ausbeutung der Arbeitskraft der anderen.

Aber gut, die ganzen Forderungen nach Steuersenkungen sind Realpolitik, und dürfen nur der Anfang sein. Letztenendes geht es um die Befreiung von Unterdrückung und Ausbeutung durch Staat & Kapital, und da helfen Forderungen auf Nichterhöhung der Steuern, also nur daß es nicht noch schlimmer wird, auch nicht viel. Wobei es natürlich ein wichtiger erster Schritt ist, zum einen weil er konkret ist, und bei Erfolg wie in Frankreich der Protestbewegung auch weiteren Auftrieb gibt.
« Letzte Änderung: 09. Dezember 2018, 12:08:28 von tleary » Gespeichert

"Wir sind nicht hoffnungslose Idioten der Geschichte!"
(Rudi Dutschke, 1967)
Kunta


Beiträge: 121


« Antworten #123 am: 09. Dezember 2018, 11:43:16 »

Vielleicht sollte hier mal jemand die Forderungen der Gelbwesten posten (insofern bereits geschehen und ich überlesen sorry für)?

 Ich habe gestern mal kurz davon gehört, und was die ganz konkret fordern kannst tatsächlich 1:1 auf Deutschland (oder jedes andere Land der EU - deswegen greift der Protest jetzt über Belgien auf Holland über) übertragen und ich denke die basisdemokratisch entstandenen Forderungen sind nicht in Stein gemeißelt da gibt es bestimmt noch Änderungen an den Forderungen von denen alle (auch Migranten, soviel zur Behauptung der angeblchen Rechtslastigkeit der Gelbwesten) profitieren würden.

Gruß
Kunta
« Letzte Änderung: 09. Dezember 2018, 11:47:36 von Kunta » Gespeichert
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« Antworten #124 am: 09. Dezember 2018, 11:55:08 »

Zitat
Steuersenkung ist nicht so mein Ding.
Die Forderung nach Steuersenkungen ist eher so ein wirtschaftsliberales Ding. Da hätte man dann auch schnell die FDP und den Merz auf seiner Seite.
Da sollte man lieber "Steuergerechtigkeit" fordern.
Es ist schon schwer zu vermitteln, wenn der Staat die Vermögenssteuer abschafft und dann eine "Ökosteuer" auf Mineralöl einführt! (Das war in D übrigens auch so).

@Kunta: Du wohnst doch da in Grenznähe, wenn ich das richtig gelesen habe. Kannst du französich?
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