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Autor Thema: Darf Hartz IV-Arbeitsvermittlerin Klinikbericht einsehen?  (Gelesen 1073 mal)
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Kunta


Beiträge: 24


« am: 15. Oktober 2017, 13:48:37 »

Hallo, eine Frage die mich umtreibt, weil ich vor ein paar Monaten in einer psychiatrischen Tagesklinik war, und dort Dinge zum Vorschein kamen, die für immer mein Geheimnis bleiben sollen, die ich mit ins Grab nehmen will. - Gehe ich in der Annahme richtig, dass die zuständige Arbeitsvermittlerin beim Jobcenter diesen nicht einfach so anfordern kann, da der der ärztlichen Schweigepflicht unterliegt? Ich soll mich ja sprichwörtlich nackig ausziehen, beim JC, aber psychiatrische Dinge gehen nun wirklich weder die zukünftigen Arbeitgeber noch das JC etwas an. Bin verärgert, gebe ich gerne zu, und habe dem Ansinnen der JC-Mitarbeiterin nicht stattgegeben, ich denke ich bin rechtlich hier auf der sicheren Seite.
Gruß
Kunta
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Tiefrot
Rote Socke


Beiträge: 3221



« Antworten #1 am: 15. Oktober 2017, 14:03:21 »

Gesundheitliche Daten gehen das NullJob Center nichts an.

Überhaupt nichts! Hast es richtig gemacht.  Wink
« Letzte Änderung: 15. Oktober 2017, 14:05:03 von Tiefrot » Gespeichert

Denke dran: Arbeiten gehen ist ein Deal !
Kein Preis, keine Leistung.
counselor


Beiträge: 2546



« Antworten #2 am: 15. Oktober 2017, 14:06:08 »

Natürlich gilt da die Schweigepflicht. Solange Du die Klinik nicht von der Schweigepflicht entbindest. Also nix unterschreiben beim JC!
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Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!
Rudolf Rocker
Waldkauz


Beiträge: 12519



WWW
« Antworten #3 am: 15. Oktober 2017, 14:26:07 »

Geht die nichts an!
Selbst bei Gutachten durch den MD bekommen die SBs keine Befunde, sondern nur Einschätzungen des MDs in denen z.B. steht: Voll Arbeitsfähig, nur drei Stunden pro Tag arbeitsfähig, darf nicht an gefährlichen Maschienen arbeiten, darf nicht mehr als 5 Kilo heben, darf nicht in der Höhe arbeiten usw.

Hast Du eine schriftliche Aufforderung Deines SBs ihm solche Unterlagen zu übergeben? Dann schmeiß das Schreiben nicht weg! Könnte man gut für eine Strafanzeige gebrauchen, besonders wenn er mit Sanktionen droht!
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Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
mousekiller
Panzermaus


Beiträge: 892



« Antworten #4 am: 15. Oktober 2017, 15:22:17 »

Was hat der SB denn geraucht?

Kannst ihn ja mal nach der fachlichen Qualifikation fragen, die es ihm berechtigt, sowas einzusehen. Einsehen darf das maximal der medizinische Dienst des JC. Niemand anders.
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Wer alles gesagt hat, sollte den Mund halten und zuhören.
Kunta


Beiträge: 24


« Antworten #5 am: 15. Oktober 2017, 16:28:10 »

Hallo Danke an eure Auskünfte.
Die Arbeitsvermittlerin ist ursprünglich von Beruf Krankenschwester, wie sie mir mal von sich aus mitgeteilt hat, beim 1. Termin.
Vielleicht kommt sie deswegen auf so abwegige Ideen, und frägt mich nach Diagnosen der Ärzte? Nur mal so als Vermutung hier in den Raum gestellt.
Gruß
Kunta
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BGS
Polarlicht


Beiträge: 2677



« Antworten #6 am: 15. Oktober 2017, 16:34:51 »

Wie "mousekiller" und Andere schon feststellten, ist die Krankenschwäster, äh SB nicht befugt, Deine ärztlichen Unterlagen anzusehen.

Es ist immer sehr wichtig, seine Rechte zu kennen als Ausgebeuteter. Umso weniger können die einem erzählen.

Viel Glück.

MfG

BGS
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"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)
Kunta


Beiträge: 24


« Antworten #7 am: 06. November 2017, 13:11:44 »

Danke für eure Tipps hier. Heute war ich mal wieder bei der besagten Arbeitsvermittlerin, und mir wurde ein Änderungsantrag meines GdB in die Hand gedrückt, nachdem ich gesagt habe, dass ich weiter in psychotherapeutischer Behandlung bin. Ich habe einen GdB30, und mir wurde mitgeteilt, dass ein Antrag auf Gleichstellung mit Schwerbehinderten erst ab einem GdB40 gehen würde - Stimmt das? Meine andere Befürchtung ist die, dass ich, sollte ich den Änderungsantrag abgeben, meinen GdB30 vergessen kann - er kann doch genauso gut, bei Neuüberprüfung, herab- statt hinaufgestuft werden. Sehe ich das richtig? Muss ich dem Ansinnen der Vermittlerin nachkommen, die m.E. etwas nachlässig arbeitet, denn jeden Termin fragt die mich dasselbe, und macht auf mich den Eindruck als müßte ich ihr immer wieder das selbe erzählen - Viele Kunden, da wird man vergeßlich, und meinen GdB hat die auch nicht gespeichert, obwohl ich den, ohne Diagnose, beim Jobcenter eingereicht habe. Erst heute ist die, wieder einmal, darauf zurückgekommen, und schmeißt mich ansonsten in Jeden Job, den ich angeblich machen könnte - vom Schwerarbeiter-Schicht-Job bis zum Fahrerjob, ohne gute Fahrkenntnisse......z.B.
Ich bin verärgert, aber auch über mich, denn ich gehe allein zu den Terminen. Eigentlich wäre ein Beistand besser, denke ich. Oder?
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counselor


Beiträge: 2546



« Antworten #8 am: 06. November 2017, 15:24:11 »

Soweit ich mich erinnern kann, kann man sich ab einem GdB von 30 gleichstellen lassen. Ansonsten rate ich zu einem Beistand.
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