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Autor Thema: Abmahnungen gegen Siemens Betriebsrat  (Gelesen 475 mal)
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Kuddel


Beiträge: 10022


« am: 23. Oktober 2017, 14:24:04 »

Zitat


... Der Betriebsrat Felix Weitenhagen wurde wegen Informationsgesprächen mit Mitarbeitern von der Geschäftsleitung zweimal abgemahnt. Weil er seine Meinung gegen ein Contischichtmodell (7 Tagewoche, 21 Schichten) vertritt, wird ihm mit Kündigung und Amtsenthebung aus dem Betriebsrat gedroht. Seinen KollegInnen und ihm wurden Informationsgespräche untersagt. Vertrauliche Gespräche mit dem Betriebsrat sind aber ein grundlegendes Recht. Die Amtsausübung von Felix wird behindert. Der Siemens Geschäftsleitung passt es nicht, dass sich Kollegen und Felix gegen die Einführung der Samstag- und Sonntagarbeit stellen. Die anhaltende Kritik wird als Verleumdung und Störung des Betriebsfriedens dargestellt. Mit konstruierten Behauptungen von persönlichem Fehlverhalten versucht Siemens den Kündigungsschutz von Felix Weitenhagen als Betriebsrat zu attackieren. Aktuell wurden ihm eine dritte und vierte Abmahnung übergeben. Damit wird ein Betriebsrat bei Siemens unterdrückt...
http://www.solikreis-felix-weitenhagen.de/
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Administrator

Beiträge: 2128


« Antworten #1 am: 14. November 2017, 09:48:54 »


Zitat
Solidaritätskreis Felix Weitenhagen                                                                                           
                                                                         
                                         13.11.17 Pressemitteilung

Siemens verliert erneut gegen kämpferische
Gewerkschafts- und Betriebsratsarbeit


Der Ausgangspunkt für die Abmahnungswelle gegen den Betriebsrat Felix
Weitenhagen seit 2015 war der Kampf gegen die Einführung von Samstags-
und Sonntagsarbeit im Siemens Schaltwerk Berlin. Das Berliner
Arbeitsgericht verurteilte Siemens am 10. November drei Abmahnungen aus
der Personalakte des Betriebsrats zu entfernen. Es sieht die Vorwürfe
von Siemens gegen die Betriebsratsarbeit als haltlos an, wie schon bei
den zwei Abmahnungen zuvor.

Das Arbeitsgericht stellte zu den Abmahnungen klar:
1. Betriebsräte haben Meinungsfreiheit und dürfen geplante Maßnahmen des
Unternehmens sachlich kritisieren
2. Ein Arbeitnehmer, der im Rahmen von betrieblichen
Auseinandersetzungen kritisiert und angegriffen wird, darf sich wehren,
ohne dass dadurch der Betriebsfrieden gestört wird.
3. Gewerkschaftliche Warnstreiks finden innerhalb der Arbeitszeit statt.
Daher ist das „Ausstempeln“ bei Streikteilnahme nicht erforderlich.
Außerdem dürfen Gewerkschaftsmitglieder offensiv Kollegen dazu einladen.

Das Gericht folgte also in wesentlichen Punkten der Argumentation des
Rechtsanwalts Helmut Platow in der Klageschrift. Damit wurden
demokratische Rechte von Betriebsmitgliedern, auch wenn sie eine
Minderheitsmeinung im Betriebsrat vertreten und das Recht auf Warnstreik
von der IG Metall verteidigt. Das Urteil ist eine herbe Niederlage für
die zweijährige Kampagne vom Siemens Management gegen Felix Weitenhagen,
mit 6 Abmahnungen, Strafversetzung, Freistellung von der Arbeit und
Hausverbot.

40 Kollegen und Unterstützer verfolgten die Verhandlung vor dem Berliner
Arbeitsgericht. Der Solidaritätskreis veranstaltete eine Kundgebung mit
der Forderung: Weg mit allen Abmahnungen! Es sprachen Kollegen aus dem
Siemens Schaltwerk und der Turbinenfabrik. Grußworte wurden auch von der
Montagsdemonstration, Solidarität International, der Partei die Linke
und der MLPD gehalten. Weitere Unterstützer kamen vom IG Metall
Arbeitskreis Internationalismus, Verdi und Arbeitsunrecht.

Die Solidaritätsbewegung war stärker als das Mobbing von Siemens!
Herzlichen Glückwunsch an Felix Weitenhagen, seine Kollegen und
Unterstützer!

Im Namen von Felix Weitenhagen bedankt sich der Solidaritätskreis für
die zahlreiche Unterstützung und Berichterstattung.

Wir gratulieren!
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