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Autor Thema: Arbeitslosengeld gibt es bald auch im Supermarkt  (Gelesen 3944 mal)
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shitux


Beiträge: 518


« am: 12. November 2017, 22:10:56 »

https://www.welt.de/wirtschaft/article170529804/Arbeitslosengeld-gibt-es-bald-auch-im-Supermarkt.html
Zitat
Arbeitslose in Geldnot können künftig mit einem Zettel mit Barcode in Supermärkten Geld abholen.
Bislang bekommen Bezieher das Geld an 'Automaten in der Behörde. Die sollen nun aus Kostengründen abgebaut werden.
Der Zettel enthalte keinen Hinweis auf die Arbeitsagentur, so dass sich niemand als Arbeitsloser outen müsse, heißt es.
....
Einige Banken bieten die Kassen ihren Kunden als Alternative zum Geldautomaten an. Damit Arbeitslose bei den Händlern Geld bekommen, müssen sie laut des Berichts einen Zettel mit einem Barcode vorlegen. Dieser wird an der Kasse eingescannt und der angezeigte Betrag sofort ausgezahlt.

Vorweg: Ich kenne diese Automaten nicht von denen da die Rede ist. Auch noch nie gesehen bzw. drauf geachtet.
Bisher waren mir bekannt, der Auszahlungzettel/ schein für die Stadt- oder Gemeindekasse. Und dann noch der Scheck, der bei einer Bank eingelöst werden konnte.

Aber wenn jmd einen Barcode an einer Supermarktkasse abgibt und dann aus der Kasse X000 € zurück bekommt, dass soll nicht für Fragen sorgen? Bzw. es dauert doch wohl nicht lange bis sich herum gesprochen hat, was da läuft?

Und dass sich das Berliner Unternehmen Cash Payment Solutions mit der Marke Barzahlen.de diese Dienstleistung gut bezahlen lässt dürfte auch ausser Frage stehen. Noch eine private Firma die an der Erwerbslosenarmut verdient.
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Onkel Tom


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« Antworten #1 am: 12. November 2017, 22:39:26 »

Das Vorhaben halte ich im Bezug der Datenschutzgesetze her für bedenklich.
Die Frage, ob anbei Sozialdaten in die Netze der Disconter auf Wanderschaft gehen,
ist offen. Weiter, in wie fern Erwerbslose künftig leichter aus Banken zu kündigen sind.

 Tongue
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Polarlicht


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« Antworten #2 am: 13. November 2017, 00:01:19 »

Ist zwar nicht das selbe, doch kann man in Skandinavien schon seit Jahren mit Bankkarte Geld an Supermarktkassen abheben, ob es ein Limit gibt, ist mir nicht bekannt.

Würde ich persönlich aus Gründen der Datensparsamkeit nie machen.

Bei der Sache, dass "Arbeitslose" ihre Stütze an Kasssen gegen Barcode abheben können wäre ich sehr vorsichtig, aus den von "Onkel Tom" und  "shitux" genannten Gründen.

Anscheinend sollen alle Leichtgläubigen langsam aber sicher zwangsdigitalisiert werden. Eine echte Scheisse ist das, wie ich finde. Meine Daten gehören ausschliesslich mir und das werde ich gerne so beibehalten.

Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste, Smiley

MfG
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shitux


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« Antworten #3 am: 13. November 2017, 02:54:23 »

Interessante Gedanken die ihr äussert.

Mit dem Datenschutz finde ich schon schwierig bei den verwendeten Einkaufsgutscheinen, jetzt kommt noch eine Datenquelle hinzu.

Zu dem Limit fällt mir ein, dass Wechselgeld in den Kassen ( bisher) begrenzt war. In Zukunft müsste mehr drinne sein- was potentiell die Überfallgefahr erhöhen könnte-  oder  es gibt auch dann dort ein Auszahlungs-Limit. " Sry, waren schon 2 Leute heute hier."

Besonders spannend finde ich den Gedanken
Onkel Tom:
Zitat
Weiter, in wie fern Erwerbslose künftig leichter aus Banken zu kündigen sind.
Wenn das mit dem Abrechnen über diese private Firma gut - im Sinne der JC-  funktioniert, könnte das doch vllt. der erste Schritt sein, Leistungsberechtigten in Zukunft gar kein Bargeld mehr zu gewähren? Sondern überall mit einer wiederaufladbaren Bezahlkarte ab zu speisen? Es ist ja weißgott kein neuer Gedanke Erwerbslosen kein Bargeld mehr zu " überlassen".

Zitat
normalen Lebensumfeld des Kunden
Mein " normales Lebensumfeld" werde ich auch weiterhin mir selbst aussuchen .... und ganz bestimmt nicht in solchen Konsumtempeln, die sicherlich auch deshalb mitmachen, weil sie drauf spekulieren dass die Betroffenen gleich dort einkaufen.



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Rudolf Rocker
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« Antworten #4 am: 13. November 2017, 10:23:05 »

Ist zwar nicht das selbe, doch kann man in Skandinavien schon seit Jahren mit Bankkarte Geld an Supermarktkassen abheben, ob es ein Limit gibt, ist mir nicht bekannt.
Das gibt es hier auch in manchen Supermärkten.
Datenschutzrechtlich finde ich das auch bedenklich, weil hinter dir eine Warteschlange steht und die dann alle schön mitbekommen, das Du von H4 lebst!
Soweit ich gelesen habe, ist das aber nur für Menschen im Gespräch die kein Bankkonto haben. Die mussten bisher scheinbar zum JC und sich das Geld dort in Bar auszahlen lassen. Im ländlichen Raum ist man aber schnell mal 10 € und mehr an Fahrtkosten los, um ins nächste JC und wieder zurück zu kommen.
Menschen mit diesem Problem wird es wohl eher freuen, wenn es einfacher geht.
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shitux


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« Antworten #5 am: 13. November 2017, 13:05:56 »

Rudolf Rocker,
Zitat
Das gibt es hier auch in manchen Supermärkten.
Hab das auch einmal mitbekommen:  In Verbindung mit einem Einkauf kann man die Summe erhöhen und bekommt die Differenz aus bezahlt.


Aus dem Artikel:
Zitat
Damit Arbeitslose bei den Händlern Geld bekommen, müssen sie laut des Berichts einen Zettel mit einem Barcode vorlegen.

Rudolf Rocker,

dieser " Zettel" mit Barcode müsste dennoch zu den Betroffenen kommen, wenn sie den nicht direkt beim JC/ BA abholen. Zuverlässig, sicher und nachweislich. Das dürfte recht teuer und vllt. aufwändig werden. Evtl. gibt es dann in Zukunft eine Art Scheckkarte auf der das Geld regelmäßig pro Monat frei geschaltet wird- kA. Das involvierte Privatunternehmen wird jedenfalls ein großes Interesse daran haben dieses Model aus zu bauen.


Bei Kosten von 3,2 Millionen und 8€ pro Transaktion sind im Jahr 400.000 solcher Vorgänge nötig. Macht pro Monat ungefähr 33.333 Vorgänge. Klingt ganz schön viel. Angesichts eines Verwaltungsbudget von mehr als 4 Milliarden Euro im Jahr relativieren sich jedoch 3,2 Millionen € recht schnell. Und da barzahlen.de auch Kosten geltend machen wird, schrumpft die "Ersparnis" wohl auf echt magere Zahlen zusammen.

Ich behaupte und vermute mal ganz dreist, dass es weitaus effektivere und größere Einsparpotentiale bei der BA und dem JC gibt.

Ich weiß nicht. Ist aber wahrscheinlich auch mal wieder viel zu weit negativ gedacht von mir. Mein Zutrauen zur BA und JC ist nun mal auf dem Tiefststand angekommen.
« Letzte Änderung: 13. November 2017, 13:14:06 von shitux » Gespeichert

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« Antworten #6 am: 13. November 2017, 16:33:56 »

Bei uns gibt es in der Stadtmitte ein JC mit einem Auszahlautomat. Die Auszahlung von H4 an einer Supermarktkasse halte ich auch für problematisch, weil es da faktisch keinen Datenschutz gibt. Es geht nämlich niemanden was an, wovon man lebt. Und den Supermarkt schon gleich gar nicht.
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« Antworten #7 am: 13. November 2017, 20:46:49 »

Es gibt bereits erste offizielle Anfragen dazu:


Zitat
Kein Faschingsscherz? Auszahlung von Arbeitslosengeld und Hartz IV künftig auch an der Supermarkt-Kasse?

November 12, 2017

Die Tagesschau meldete am 11.11.2017, pünktlich zum Beginn des Karnevals: „Im Supermarkt Geld bekommen – und nicht zahlen. Das wird für Arbeitslose ohne Konto bald möglich sein. Denn die Bundesagentur für Arbeit ändert ihr Auszahlungsverfahren… Empfänger von Leistungen wie dem Arbeitslosengeld können sich Bargeld künftig in besonders dringenden Fällen an Supermarktkassen auszahlen lassen.

(...)

Kann diese Meldung ernst gemeint sein und auf Tatsachen beruhen?

Wie soll bei diesem Verfahren der Sozialdatenschutz gewährleistet werden? Denn zum Sozialdatenschutz zählt doch wohl auch die Tatsache, dass sich niemand an der Ladenkasse als erwerbs- oder gar mittellos bzw. als EmpfängerIn staatlicher Unterstützung outen muss. Dies dürfte bei dem von der Tagesschau berichteten Verfahren nicht möglich sein.

Darf der Sozialdatenschutz mit Kostenersparnis aufgerechnet werden
?

Diese Fragen stellte sich ein Mitglied der Bürgerrechtsgruppe dieDatenschützer Rhein Main. Es hat deshalb auf der Basis des Informationsfreiheitsgesetzes des Bundes (IFG)  eine Anfrage an die Bundesagentur für Arbeit gerichtet. Sie wird hier auszugsweise veröffentlicht:

(...
)

https://ddrm.de/kein-faschingsscherz-auszahlung-von-arbeitslosengeld-und-hartz-iv-kuenftig-auch-an-der-supermarkt-kasse/
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« Antworten #8 am: 13. November 2017, 22:04:51 »

Nehmen wir mal an, das war ein Faschingsscherz. Dann frage ich mich,
wie tief das Niveau noch sinken kann !  angry kotz *würgh* AAAAAh

So oder so, das geht gar nicht.
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« Antworten #9 am: 13. November 2017, 22:20:00 »

Zitat
Mit der Auszahlung von Sozialleistungen über Supermärkte würden hoheitliche Aufgaben über nicht befugte Dritte abgewickelt. Dazu gibt es mA. nach keine gesetzliche Grundlage. Die Auszahlung über Supermärkte bedeutet gleichzeitig eine Sozialdatenoffenbarung, da es in den Supermärkten sonst nur möglich ist vom eigenen Konto abzuheben und so für den Kassierer*in und Kunden in der Schlange sofort ersichtlich ist, dass Abheber*innen  wohl in Not geratene SGB II’er sein müssen.
Bisher war es möglich z.T. Gelder im JC bar auszuzahlen, über Kassenautomaten,  über Stadt- oder Kreiskassen oder Stadtsparkassen, es gibt keinen nachvollziehbaren Grund warum hier nicht die JC’s und Arbeitsagenturen weiter in der Pflicht stehen, ihre Infrastruktur aufzubauen und aufrecht zu erhalten.
http://tacheles-sozialhilfe.de/startseite/tickerarchiv/d/n/2267/
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« Antworten #10 am: 13. November 2017, 22:28:32 »

Danke Rudi, das beruhigt etwas.
Bleibt noch die Frage ob Faschingsscherz oder nicht.
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shitux


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« Antworten #11 am: 14. November 2017, 10:40:08 »

Das schlägt ja doch ganz schön Wellen.

Bleibt noch die Frage ob Faschingsscherz oder nicht.
Da ich bisher keine öffentlichen Dementis- weder vom JC noch von der involvierten Firma- gehört und/ oder gelesen habe, habe ich über barzahlen. de eine Anfrage gestellt. Falls eine Antwort erfolgt, werde ich sie mitteilen.
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Onkel Tom


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« Antworten #12 am: 14. November 2017, 11:28:51 »

Nach meinen Erfahrungen im Bezug der Sesselbelüftungshäuser der BA und Co,
glaube ich kaum an einem Faschingsscherz. Seid wann werden zum 11.11.
im Karneval solche oder ähnliche Scherze in die Öffentlichkeit gebracht ?

Darüber zu rätzeln, ob es ein Scherz ist, halte ich für eine Beruhigungspille aus dem
Bereich "schwarzer Pädagogik" (Hauptsache der Leser schmunzelt nur, handelt
jedoch nicht weil es nicht so ernst genommen wird).

Dat muss enem Rheinländer erst mal erklärt werden, das der 1.April nun dieszüglich
Nebenbuhler am 11.11. bekommt.

Mir war bisher nicht bekannt, das eine Transaktion zur Bargeldauszahlung im JC
8 Euro kostet.
Interessannt, wer sich als "beauftragter dritter" wuchermäßig daran bereichert.
Da stellt sich die hier bereits gestellte Frage nach der Einhaltung des Sozialdatenschutz
ein zweites Mal. Hat die BA sich nun damit verplappert, das sie bereits (über Jahre hinweg)
einen weiteren Haufen auf Sozialdatenschutz setzen ?

Es ist ja nicht das erste Mal, das die BA diesbezüglich negativ aufgefallen ist..
Von der Sichtbarkeit der Klardaten über Personalien und Kontaktadressen von
annonym eingetragener Arbeitsuchender in der Jobbörse, für vertraglich
eingebundener Leihbuden, bis hin zur Auslagerung von Sozialdaten an gemeinnützig
eingetragener Erwerbslosenindustriellen, dürfen wir uns wirklich Sorgen darüber
machen, eigens angewannter Datensparsamkeit, intransparent sabotiert zu werden.

Hier geht es nicht um Korintenködelei, sondern um die Erweiterung des Horrizont,
wer über meine soziale Stellung weis und durch außenstehender Firmen weiter
verbreitet wird.

Hintergründig könnte es auch als Diffamierung und weitere Außgrenzung von
Menschen verstanden werden, die auf Leistungen nach dem SGB angewiesen sind.

Ich denke, das das Vorhaben der BA Anfragen und Papierkrieg dagegen wert ist.

Sollen die Sachbearbeitung im JC weniger Mist an den Erwerbslosen ausüben,
dann sind auch weniger "Nachzahlungen" wie durch den Bargeldautomaten im JC
notwendig.

 Evil
« Letzte Änderung: 14. November 2017, 11:38:48 von Onkel Tom » Gespeichert

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« Antworten #13 am: 14. November 2017, 16:30:31 »

Bin, wie "Onkel Tom" der Ansicht, die erzwungene Offenbarung der sozialen Lage an Supermarktkassen ist eine Diffamierung und weitere Ausgrenzung, Schikanierung und Demütigung der Menschen, die auf Leistungen nach dem SGB angewiesen sind.

MfG

BGS
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« Antworten #14 am: 15. November 2017, 19:40:11 »

So etwas, wie ein moderner Pranger. Ja.  rolleyes

Onkel Tom sagte dazu noch:
Zitat
Mir war bisher nicht bekannt, das eine Transaktion zur Bargeldauszahlung im JC
8 Euro kostet.

Dazu äußere ich die Vermutung, das die Auszahlautomaten auch schon einem JC externem
Anbieter gehören. Andere Erklärung hätte ich nicht.

Zitat
Es ist ja nicht das erste Mal, das die BA diesbezüglich negativ aufgefallen ist..
Von der Sichtbarkeit der Klardaten über Personalien und Kontaktadressen von
annonym eingetragener Arbeitsuchender in der Jobbörse, für vertraglich
eingebundener Leihbuden, bis hin zur Auslagerung von Sozialdaten an gemeinnützig
eingetragener Erwerbslosenindustriellen, dürfen wir uns wirklich Sorgen darüber
machen, eigens angewannter Datensparsamkeit, intransparent sabotiert zu werden.

Da erinnere ich mich dunkel, das es unter den SBs die Runde machte, wir müßten
mit allen Methoden daran erinnert werden, wo wir im Leben stehen.
Ist schon gruselig, was das für Formen annimmt.  kotz *würgh* AAAAAh
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dagobert


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« Antworten #15 am: 16. November 2017, 00:41:20 »

Bleibt noch die Frage ob Faschingsscherz oder nicht.
Testballon, um die öffentlichen Reaktionen darauf zu sehen.
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« Antworten #16 am: 16. November 2017, 18:34:14 »

Dann bin ich entweder blind und taub, oder der See ruht stille.   rolleyes
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« Antworten #17 am: 17. November 2017, 15:45:15 »

Onkel Tom:
Zitat
Mir war bisher nicht bekannt, das eine Transaktion zur Bargeldauszahlung im JC 8 Euro kostet.
War dir eine andere Höhe oder keine Höhe bekannt?


Aber, wie kann man denn jetzt raus bekommen wie sich die recht großzügigen Kosten zusammen gesetzt haben?
Wenn der Aufwand für die bisherigen Geldkarten dabei eingerechnet sind, werden diese Kosten bei einer Ausstellung eines " Barcodezettels" wohl kaum geringer sein.

Mir erscheint der hochgerechnete künstliche Betrag als auch die vorgebliche Einsparung als Alibi und Rechtfertigung zu stehen. Als erster Schritt für weitere.

Zitat
„Ziel ist die flächenweite Einführung der neuen Lösung bis Ende 2018“, sagte eine Sprecherin der Bundesagentur für Arbeit (BA) der Zeitung. Im zweiten Quartal 2018 soll die Umstellung starten.
Solche konkreten Pläne die der Öffentlichkeit unterbreitet werden, bedürfen sicherlich eine längere Planungs- und Vorlaufzeit. Ergo unter aNahles. Wieder einmal die spDoof  ... kotz *würgh* AAAAAh
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tleary


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« Antworten #18 am: 18. November 2017, 22:01:06 »

Interessante Gedanken die ihr äussert.

Mit dem Datenschutz finde ich schon schwierig bei den verwendeten Einkaufsgutscheinen, jetzt kommt noch eine Datenquelle hinzu.
Aber sind wir doch mal ehrlich: Einem Hartz-IV-Empfänger wird doch das "Recht auf informationelle Selbstbestimmung" (so heißt der Datenschutz glaube ich) ohnehin bereits größtenteils abgesprochen. Und das wurde sogar vom Bundesverfassungsgericht als rechtmäßig abgesegnet. Allein die Tatsache, daß man seine Kontoauszüge regelmäßig LÜCKENLOS vorlegen muß, und somit zum "gläsernen Menschen" für das Jobcenter wird, ist total entwürdigend und verletzt die Menschenwürde. Was man an der "Auszahlung des Hartz-IV-Geldes" an der Supermarktkasse kritisieren kann und muß, ist die soziale Brandmarkung als Armer (jemand hat's schon mal gesagt: "Judenstern für ELO's"). Erst neulich, als ich einen Heizkostenzuschuss beantragen mußte, wurde ich sowas von bloßgestellt vom diesem Drecksamt. Da muß man beim Heizölhändler anrufen, sich als ALG-II-Empfänger outen, und fragen, ob sie solch einen "Heizkostenzuschuss" vom Amt überhaupt akzeptieren, und wie das zu händeln ist. Der Heizölhändler verlangte sogar, daß ich VOR der Heizöllieferung diesen Gutschein persönlich bei ihm abzugeben hätte (wohl weil er Angst hatte, ich hätte gar keinen). Da wusste danach das ganze Büro des Händlers, daß ich "so jemand" bin. - Aber sowas ist ja vom Staat voll beabsichtigt: Die ELO's wo es nur geht zu schikanieren, sozial bloßzustellen und zu demütigen.
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(Rudi Dutschke, 1967)
Onkel Tom


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« Antworten #19 am: 19. November 2017, 14:51:26 »

...
Aber sind wir doch mal ehrlich: Einem Hartz-IV-Empfänger wird doch das "Recht auf informationelle Selbstbestimmung" (so heißt der Datenschutz glaube ich) ohnehin bereits größtenteils abgesprochen. Und das wurde sogar vom Bundesverfassungsgericht als rechtmäßig abgesegnet.
...
Woher hast Du denn das und vorallendingen, das vom BverG den Erwerbslosen das
Grundrecht auf "Informationeller Selbstbesimmung" abgesprochen wird ?

 Roll Eyes
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« Antworten #20 am: 19. November 2017, 16:13:50 »

Ist mir auch neu!
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Beiträge: 3380



« Antworten #21 am: 19. November 2017, 16:33:00 »

Ja, wo wäre das denn nachzulesen ?
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Seht in den Lohnspiegel, und geht nicht drunter !

Wie bekommt man Milllionen von Deutschen zum Protest auf die Straße ?
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« Antworten #22 am: 19. November 2017, 21:21:11 »

Ich vermute er meint damit die BSG-Rechtsprechung zu den Kontoauszügen.
Das BVerfG hat sich damit meines Wissens noch nicht beschäftigt.
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Onkel Tom


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« Antworten #23 am: 19. November 2017, 22:34:27 »

Ah, die sogenannten "Stichproben" in der die letzten 3 Monate dannach geschnüffelt
wird, wie des ALG-Beziehers Kontobewegungen aussah..

Und das nun stetig, beziehungsweise Lückenlos ?
Dauerhaftes Nackig machen können die nur verlangen, wenn konkreter Verdacht auf
Sozialmissbrauch besteht..

Das ist nun wieder eine andere Baustelle und von daher OT, da bei sowas kein
"beauftragter Dritter" betraut wird..

Durchaus könnte sich es um einen Testballon halten, um auch zu erfahren, in wie weit
Betroffene erkennen, das ihre Sozialdaten in profitorientierten Datenschleudern landen
könn(t)en.

Tja, dann müssten die Disconter ja auch noch ihre eigene Software aufrüsten etc..
Es wird für den Sozialetat mit Sicherheit nicht günstiger.. Wer die Kralle aufhalten kann,
tut das auch.
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« Antworten #24 am: 21. November 2017, 05:48:41 »

Ah, die sogenannten "Stichproben" in der die letzten 3 Monate dannach geschnüffelt
wird, wie des ALG-Beziehers Kontobewegungen aussah..
Also, mein Jobcenter forderte sogar lückenlose Kontoauszüge der letzten 6 Monate.

Zitat
Und das nun stetig, beziehungsweise lückenlos ?
Yep. - Siehe oben!
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