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Autor Thema: Mehr Spaß mit dem Jobcenter bei Arbeitsaufnahme  (Gelesen 665 mal)
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Jeffrey


Beiträge: 3


« am: 13. November 2017, 09:23:50 »

Hey!

Ich hoffe ihr habt ein paar Ideen was ich machen kann  Wink
Zum 1.12 fange ich wieder an zu arbeiten und mein erstes Gehalt erhalte ich zum 15.01, aus diesem Grund benötige ich Geld zur Überbrückung um Miete / Monatskarte / Essen etc. zu zahlen.

Jetzt musste ich die Leistungsabteilung eh anrufen da sie "versehentlich" meine Leistungen schon im Dezember nicht mehr zahlen wollten. Dieser Fehler wurde dann auch abgeändert, so dass ich doch Essen darf. Sehr großzügig Cheesy

Nun habe ich das Thema Überbrückungsgeld bis zum ersten Gehalt angesprochen und sie sagte folgende dinge die mir seltsam vorkommen:

1) " Ich bekomme maximal die Hälfte der aktuellen Leistungen als Darlehen, weil ich ja auch nur die Hälfte des Monats mit auskommen muss."

Als ich sie darauf hingewiesen habe, dass dies gerade reicht um meine Miete zu bezahlen und ich bei Arbeitsaufnahme höhere kosten habe z.B durch ein Monatsticket sagte sie "So ist es halt, aber stellen sie erst einmal einen schriftlichen Antrag und dann sehen wir weiter"

2) "Das Darlehen müsste ich sofort vom ersten Gehalt zurückzahlen"

Kann mir wer sagen, ob sie mit den oberen zwei Aussagen richtig liegt bzw. kann mir wer Tipps geben wie ich mich weiter verhalten kann?

Grüße

Jeffrey
« Letzte Änderung: 13. November 2017, 09:26:55 von Jeffrey » Gespeichert
Rudolf Rocker
Waldkauz


Beiträge: 12519



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« Antworten #1 am: 13. November 2017, 09:48:25 »

Das müsste eigentlich der §44, SGB III regeln: https://dejure.org/gesetze/SGB_III/44.html

Der Antrag ist dementsprechend der "Antrag auf Gewährung einer Förderung aus dem Vermittlungsbudget gem. §44 - Dritte Buch - (SGB III) für die Aufnahme einer versicherungspflichtigen Beschäftigung".´

Das sind dann aber keine Darlehen sondern Zusatzleistungen. Die könnte man z.B. für die Monatskarte beantragen. Für andere Leistungen wie Miete und Essen natürlich nicht (siehe §44)

Die Aussagen zum Darlehen könnten so schon stimmen. Ich würde es wie gesagt erst über das VB versuchen. (Sind leider nur Kann- Leistungen).
Wichtig: Den Antrag stellen, bevor Du Deinen Job am 1. 12. antrittst. Sonst gibt es nichst mehr.

Du könntest in der neuen Firma auch fragen, ob sie dir einen Vorschuss zahlen. Der darf dann aber frühestens am 2.1. auf dem Konto sein, weil es sonst angerechnet wird.
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Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
Onkel Tom


Beiträge: 3293



« Antworten #2 am: 14. November 2017, 11:32:28 »

Daher Du erst nach 6 Wochen die erste Lohntüte siehst, müsstest Du
den Dezember und den Januar noch den gleichen ALG-II-Satz bekommen.

Anbei wird dann im Januar wegen des Zuflussprinzip, der Lohn angrechnet.
Auf Dahrlehensbasis gant schön faul..
Der Dezember bleibt unberücksichtigt, wenn kein Einkommen geflossen ist

Hört sich wie ein "Sparschwein" an, wirst Du jedoch bei Jobverlust von der
letzten Lohntüte "zurück" berappen müssen..

 Roll Eyes

« Letzte Änderung: 14. November 2017, 11:38:08 von Onkel Tom » Gespeichert
dagobert


Beiträge: 4240


« Antworten #3 am: 15. November 2017, 23:09:43 »

1) " Ich bekomme maximal die Hälfte der aktuellen Leistungen als Darlehen, weil ich ja auch nur die Hälfte des Monats mit auskommen muss."
[...]
2) "Das Darlehen müsste ich sofort vom ersten Gehalt zurückzahlen"
Ist beides Bullshit.
1) Das JC hat zu zahlen, bis bedarfsdeckendes Einkommen tatsächlich (!) zufließt. Dieses wird dann angerechnet.
2) Wie schnell dann zurückgezahlt werden muss, ist eine Ermessensentscheidung, bei welcher die Höhe des Einkommens zu berücksichtigen ist. Bei 5000€ netto wäre eine sofortige Komplettrückzahlung wahrscheinlich zumutbar, bei Mindestlohn wird sich das JC mit einer Ratenzahlung zufriedengeben müssen.

Kommst du mit dem Job wenigstens vom JC los?
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Jeffrey


Beiträge: 3


« Antworten #4 am: Gestern um 14:00:23 »

Vielen Dank für die Antworten!

Das Darlehen wurde bewilligt, ich habe die Hälfte des Regelsatzes als Darlehen beantragt.
Jetzt kommt allerdings das nächste Problem:

Ich habe jetzt eine Nebenkostenabrechnung vom Vermieter erhalten von 01.01.2016 -31.12.2016 von fast 500€ und mit den Zahlungsziel 31.01.2017. Jetzt habe ich diese noch beim Jobcenter eingereicht. Dieser Antrag wurde jetzt allerdings abgelehnt mit der Begründung, dass ich zum Zeitpunk des Zahlungszieles keine Leistungen mehr erhalten ( erstes Gehalt am 15.01 ). Jetzt wäre meine Frage:

Gibt es eine Aussicht auf erfolg, wenn ich einen Widerspruch einlege?
Die kosten sind ja entstanden als ich noch ALG2 erhalten habe, oder zählt wirklich nur das Zahlungsziel.

Weiterhin war ich so "Intelligent" eine Eingliederungsvereinbarung zu unterschreiben in der steht, dass ich mich bemühe den Job in der Probezeit nicht zu verlieren. Diese EGV geht bis zum ende der Probezeit, könnte ich dadurch nicht ggf. doch noch die Möglichkeit haben die Nebenkostenabrechnung erstattet zu bekommen da noch immer ein Verhältnis zum Jobcenter besteht, auch wenn ich kein Geld mehr erhalte?
« Letzte Änderung: Gestern um 14:05:25 von Jeffrey » Gespeichert
Rudolf Rocker
Waldkauz


Beiträge: 12519



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« Antworten #5 am: Gestern um 14:23:15 »

Zitat
Gibt es eine Aussicht auf erfolg, wenn ich einen Widerspruch einlege?
Die kosten sind ja entstanden als ich noch ALG2 erhalten habe, oder zählt wirklich nur das Zahlungsziel.
Du bist ab 1. 12. aus dem Leistungsbezug abgemeldet! Frag den Vermieter, ob Du in Raten zahlen kannst!


Zitat
Weiterhin war ich so "Intelligent" eine Eingliederungsvereinbarung zu unterschreiben in der steht, dass ich mich bemühe den Job in der Probezeit nicht zu verlieren.
Herzlichen Glückwunsch! Damit hast Du dem JC freiwillig Sanktionsmöglichkeiten an die Hand gegeben, die das SGB nicht hergibt. Schmeißt Dich der AG in der Probezeit raus (egal warum) kann Dich das JC sanktionieren und Du darfst dann ein jahreslanges Klageverfahren anstrengen um vor dem Gericht vielleicht irgendwann mal recht zu bekommen.
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mousekiller
Panzermaus


Beiträge: 892



« Antworten #6 am: Gestern um 17:20:22 »

Falsch, Rudi. Die EGV verliert ihre Gültigkeit sobald der TE nicht mehr Hilfebedürftig ist.

@TE: Kündige die EGV unter Berufung auf rechtswidrigen Inhalt umgehend. Das ist das Einzige, was du tun kannst.
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Wer alles gesagt hat, sollte den Mund halten und zuhören.
Rudolf Rocker
Waldkauz


Beiträge: 12519



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« Antworten #7 am: Gestern um 17:28:03 »

Zitat
Falsch, Rudi. Die EGV verliert ihre Gültigkeit sobald der TE nicht mehr Hilfebedürftig ist.
Völlig richtig! Da hab ich nicht aufgepasst! Ja, die EGV ist rechtswidrig und sollte auf jeden Fall gekündigt werden. Sowas darf in einer EGV nicht vereinbart werden.
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Jeffrey


Beiträge: 3


« Antworten #8 am: Heute um 02:04:02 »

Danke ich werde die EGV direkt kündigen, gut zu wissen!
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