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Autor Thema: Hilfe! Wie kann ich einen freien Psychiater finden?  (Gelesen 819 mal)
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Frieden2001


Beiträge: 56


« am: 06. Dezember 2017, 17:18:09 »

Weiß hier jemand, wie ich am besten einen Psychiater finde? Kein Psychotherapeut, sondern ein Facharzt, der sich um Depressionen, Angststörungen(momentan sehr massiv bei mir) etc. kümmert. Ich bräuchte nach längerer Zeit wieder Medikamente, habe nichts mehr da und mein ehemaliger Psychiater meldet sich einfach nicht mehr zwecks neuem Termin. In Stuttgart gibt es zwar einige Psychiater, aber manche nehmen nur Privatpatienten, alle anderen, die für die gesetzlich Versicherten zuständig sind, sind hoffnungslos überlaufen, da heißt es dann oft, dass alle Plätze auf unabsehbare Zeit belegt seien. Gestern rief ich bei einem an, der im Internet gute Bewertungen erhält, aber da sind alle Plätze belegt und eine Warteliste führen sie auch nicht, da es frühestens - wenn überhaupt - in zwei Jahren wieder freie Kapazitäten gäbe. Das kann's doch nicht sein! Ich drehe echt am Rad, jeder Tag ist der pure Angst-Horror für mich. Derzeit leide ich unter schweren Ängsten vor Krankheiten. So was hatte ich früher nie, aber seit etwa 10 Jahren bekomme ich das, abgesehen von ruhigeren Phasen, einfach nicht mehr weg.
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mousekiller
Panzermaus


Beiträge: 894



« Antworten #1 am: 06. Dezember 2017, 17:34:38 »

Du kannst dich wegen der Weigerung der Annahme von Patienten auch bei deiner Krankenkasse beschweren. Dann bekommst du nämlich unter Umständen auch einen Platz in einer der Praxen vermittelt, die die Kassen normalerweise nicht bezahlen.
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Wer alles gesagt hat, sollte den Mund halten und zuhören.
Wernichtsweissmussallesgl


Beiträge: 224


« Antworten #2 am: 06. Dezember 2017, 19:28:54 »

Wie Mousekiller schon sagt sind die Krankenkassen zuständig wenn es keine Termine gibt. Ich bin auch auf der Suche, Als Antwort bekomme ich: " Rufen Sie in 3 Monaten an um nach einem Termin zu Fragen." Es gibt keine Termine. Da bleibt nur noch Krankenhaus Notaufnahme. Sich im Krankenhaus auf die Medikamente einstellen lassen und bei Entlassung vom Hausarzt weiterverschreiben zu lassen.
Bei Angst und Panikattacken ist eine Notaufnahme eh gerechtfertigt. Schliesslich gibt es Tavor nicht im Supermarkt. Ich bin derzeit in der Tagesklinik weil es keine ausreichende Versorgung an Psychiatern gibt die evt. andere Medikamente verschreiben. Da kann ich nur in die Notfallambulanz.
Die Krankenkassen vergeben aber auch Termine bei Psychiatern wenn die Wartezeit länger als drei Wochen dauert. In NRW zumindest. Bei Angst und Panik werden gerne Benzos verschrieben die abhängig machen. Ist das eingetreten musst Du eh ins Krankenhaus.
Ich gehe immer direkt in die Notaufnahme  oder in die Institutsambulanz gibt es in Stuttgart bestimmt auch. Ich wünsche Dir gute Besserung und weniger Panik.
Grüsse
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Rudolf Rocker
Waldkauz


Beiträge: 12606



WWW
« Antworten #3 am: 06. Dezember 2017, 20:28:25 »

Es gibt auch Kliniken für psychische Notfälle! Den Hausarzt um Einweisung bitten.
Im Notfall macht das auch der Notarzt bzw. der ärtzliche Notdienst!
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Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
dagmar


Beiträge: 292


« Antworten #4 am: 07. Dezember 2017, 07:47:18 »

Ich musste feststellen, dass meine Krankenkasse kein guter Ansprechpartner ist, da deren Adressendatenschatz ein schlechter Witz war. Ich habe den Versuch über eine neurologische Praxis gestartet. Von dort wurde mit mitgeteilot, dass es einen Psychiater dieser Praxis in einem anderen (mir sogar näheren) Ort gibt. Auch der Hausarzt kann behilflich sein.

Auch war meine (sonst gute) Krankenkasse nicht in der Lage mir Psychotherapeuten zu benennen. Der Psychiater wieder händigte mir eine aktuelle und gute List aus, wo ich sogar eien spezifischen Schmerztherapeuten fand, mit dem sogar noch die Chemie zu stimmen scheint.

Medikamente AD können zuweilen auch Hausärzte verordnen (wenn sich wollen). Ich selber habe nach einer extremen Fehlbehandlung eine Arztpraxis gewählt, deren Ärztin psychosomatische Grundkenntnisse hat, somit in Sachen Psyche bewandert ist. Eine jahrelange Suche zu diesem Thema mit Versuch die Kassen einzubinden brachte NULL Ergebnisse.

Wenn ich mich nicht irre, dann müssen Psychiater sogar nun freie Sprechstunden anbieten, so dass ein erstes Gespräch mit weiteren Kontaktmöglichkeiten geboten wäre. Und auch die Idee von Rudold Rocker ist gut im Sinne der Ambulanzen. Mein Durchlauf hier auf dem Lande, wo es weder Psychiater, Neurollogen noch Psychotherapeuten gibt war tatsächlich nach 2 Monaten abgeschlossen.

Viel Glück wünscht Dagmar
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rebelflori


Beiträge: 925


« Antworten #5 am: 07. Dezember 2017, 16:33:22 »

Es gibt auch Kliniken für psychische Notfälle! Den Hausarzt um Einweisung bitten.
Im Notfall macht das auch der Notarzt bzw. der ärtzliche Notdienst!
Finde die Idee auch gut. Alternaiv kann man sich auch eine Tagesklinik suchen, das dauert eigentlich auch nicht so lange.



« Letzte Änderung: 07. Dezember 2017, 16:42:54 von rebelflori » Gespeichert
Frieden2001


Beiträge: 56


« Antworten #6 am: 14. Dezember 2017, 16:07:55 »

Vielen Dank für eure Hilfe. Dank meiner Hausärztin (eine wirklich sehr empathische und menschliche Ärztin, von denen es leider nicht mehr viele gibt - leider ist sie schon etwas älter und wird irgendwann in Zukunft aufhören. Habe jetzt schon Bammel davor...), habe ich einen Psychiater gefunden. Er hat mir zunächst Melperon verschrieben. Traue mich noch nicht, es zu nehmen, weil es schon eine Weile her ist, dass ich Psychopharmaka geschluckt habe. Dank meiner generalisierten Angststörung und Hypochondrie, mache ich mir ebenfalls immer Gedanken über mögliche Nebenwirkungen von Medikamenten.

Ich war 2011 in einer Tagesklinik, aber nur 6 Wochen. Die dortigen Ärzte hielten es nicht für nötig, mich noch länger zu behalten. Manch andere Fälle, die nicht so dramatisch erschienen, durften viel länger bleiben, vielleicht auch weil ich damals bereits ohne Anstellung war und die berufstätigen Leute intensiver zu betreuen waren, als Arbeitslose mit Depressionen und Ängsten. Gebracht hat mir die Klinik damals nicht wirklich was. Während ich dort war, ging es einigermaßen, aber danach fiel ich wieder in denselben Trott. Auch die zweijährige Gesprächstherapie bei einer Verhaltenspsychologin half mir nicht aus meiner Misere. Am Ende wusste ich schon gar nicht mehr, über was ich mit der Therapeutin reden sollte. Ich muss schauen, wie es 2018 weitergeht, ich habe noch keinen blassen Schimmer. Die Ausbildung lief ja leider schief (habe heute noch Albträume von der verpatzten Abschlussprüfung), gearbeitet habe ich aufgrund meiner Krankheit seitdem auch nicht mehr. Konnte seitdem auch mit keinem intensiv darüber reden... Ich wollte mit den "Ausbildern" (die haben es mit vermasselt, da sich nie wirklich einer um mich gekümmert hat) nichts mehr zu tun haben, weil ich einen gewaltigen Groll gegen sie hatte. Zu ehemaligen Klassenkameraden und Lehrern aus der Berufsschule habe ich auch keinen Kontakt mehr. Mir wurde bzw. wird einfach nur übel, wenn ich an diese drei verschwendeten Jahre denke. Ich weiß also nicht so recht, was und wie ich 2018 angehen soll.
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BGS
Polarlicht


Beiträge: 2708



« Antworten #7 am: 14. Dezember 2017, 17:13:38 »

Kopf hoch, " Frieden2001". Es wird sich zum Besseren entwickeln, da bin ich sicher. Verschwendete Jahre gibt es nicht.

MfG

BGS
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"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)
Rudolf Rocker
Waldkauz


Beiträge: 12606



WWW
« Antworten #8 am: 14. Dezember 2017, 20:06:59 »

Ich habe damals auch meine erste Ausbildung abgebrochen, weil ich so ziemlich das gleiche Problem hatte!
Ich war als Auszubildender eigentlich nur die billige Arbeitskraft, die die Halle fegen durfte und die man auf Montage schicken konnte, wie es einem lustig erschien! (Freitag kurz vor Feierabend wurde einem dann mitgeteilt, das man ab Montag eine Woche nach Mailand oder Holland oder sonstwohin musste).
Ich war noch jung und unerfahren (und brauchte das Geld Grin) und habe mir jeden Scheiß gefallen lassen.  Nach einem Jahr hatte ich dann aber die Faxen so richtig dicke und habe alles hingeschmissen.
Eine Entscheidung, die ich nie bereut habe! Ich hatte nach einem Jahr in der Firma nichts, aber auch gar nichts gelernt.
Ich hab dann eine Ausbildung in einem ganz anderen Bereich gemacht! Dafür musste ich damals nochmal ein Berufsgrundbildungsjahr machen! Da war ich schon 18 oder 19 und der Älteste in der Klasse!
Ich hatte aber einen riesen Spass in der Schule (was mir vorher eher selten passiert ist) und auch an der zweiten Ausbildung habe ich viel Spass gehabt!

Was ich damit eigentlich sagen wollte: Eine verpatze Abschlussprüfung oder eine abgebrochene Ausbildung ist nicht das Ende der Welt! Das verbucht man dann eben unter "Lebenserfahrung" und weiter gehts.
Vermutlich wäre man in dem Job sowieso nicht glücklich geworden! Also, Kopf hoch und nach vorne Schauen!
Irgendwie geht es immer weiter!
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