Übersicht   Hilfe Suche Einloggen Registrieren  
Seiten: [1]   Nach unten
Drucken
Autor Thema: Wombat Hostel gegen Streikende  (Gelesen 3613 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Kuddel


Beiträge: 10731


« am: 18. Dezember 2017, 19:17:36 »

Zitat
Wohl Kündigung nach Streik in Hostel

Berlin. Das Berliner Wombat’s Hostel reagiert auf den Arbeitskampf seiner Belegschaft für einen Tarifvertrag offenbar mit Kündigungen. Das hat jW am Freitag aus Kreisen der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) erfahren. Demnach beabsichtigt die Herberge die Berliner Betriebsratsvorsitzende sowie ein weiteres NGG-Mitglied fristlos zu kündigen. Beide Entlassungen seien noch nicht formal ausgesprochen, entsprechende Anträge seien dem Betriebsrat aber bereits zugestellt worden. Das Vorgehen würde laut NGG damit begründet, dass sich die Beschäftigten angeblich unrechtmäßig vom Arbeitsplatz entfernt hätten – um am Streik teilzunehmen. Zuletzt hatte die Gewerkschaft am 8. Dezember zum Warnstreik aufgerufen, um das Unternehmen zu Tarifverhandlungen zu bewegen. Eine Sprecherin der Hostelgruppe erklärte am Freitag auf Anfrage von jW lediglich, dass man sich zu den Vorgängen nicht äußere. (jW)

Die NGG ruft zur Demonstration vor dem Wombat’s Hostel auf: Dienstag, 19. Dezember, 13 Uhr, Alte Schönhauser Str. 2, Berlin
https://www.jungewelt.de/artikel/323675.wohl-k%C3%BCndigung-nach-streik-in-hostel.html
Gespeichert
Kuddel


Beiträge: 10731


« Antworten #1 am: 06. Januar 2018, 19:55:38 »

Zitat
Hostel feuert nach Streik Beschäftigte
Betreiber strebt Verfahren gegen Betriebsratschefin an


Im Tarifkonflikt im Wombat’s City Hostel in der Alten Schönhauser Straße in Mitte hat der Betreiber seine Drohung wahr gemacht und einer Rezeptionistin nach der Beteiligung an Warnstreiks fristlos gekündigt. Zudem hat er beim Arbeitsgericht ein sogenanntes Zustimmungsersetzungsverfahren angestrengt, um auch der Betriebsratsvorsitzenden zu kündigen.

Betriebsratsmitglieder können nicht außerordentlich, also fristlos, gekündigt werden. Dem muss der Betriebsrat zustimmen. Da das Gremium diese Zustimmung verweigert, muss nun das Arbeitsgericht entscheiden.

Wie «nd» erfuhr, führt der Arbeitgeber als Begründung für die Kündigung das unrechtmäßige Verlassen des Arbeitsplatzes an. Mit ihrer Teilnahme am Warnstreik hätten die beiden Beschäftigten an der Rezeption sensible Dokumente und Daten unbeaufsichtigt gelassen. Damit seien sie als Mitarbeiterinnen nicht mehr tragbar, hieß es laut Informationen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG).

NGG-Sekretär Sebastian Riesner widerspricht dieser Einschätzung des Arbeitgebers entschieden. «Für mich ist das ein klassischer Fall von Union Busting, also dem Versuch, gewerkschaftliches Engagement in einem Betrieb zu verhindern», sagte Riesner. «Dass bei einem Warnstreik die Beschäftigten ihren Arbeitsplatz verlassen, liegt in der Natur der Sache.» Es sei eindeutig Aufgabe des Arbeitgebers, in einem solchen Fall für einen Ersatz zu sorgen - und nicht Aufgabe der Streikenden«, sagte er am Mittwoch in Berlin.
https://www.neues-deutschland.de/artikel/1075202.hostel-feuert-nach-streik-beschaeftigte.html
Gespeichert
Seiten: [1]   Nach oben
Drucken
Gehe zu: