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Autor Thema: Post 2018: Streiken bis die Schwarte kracht  (Gelesen 2986 mal)
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Fritz Linow


Beiträge: 1205


« am: 02. Februar 2018, 15:22:40 »

Zitat
31.1.18
DPVKOM ruft zu Warnstreiks bei der Deutschen Post AG auf!
Die Kommunikationsgewerkschaft DPV (DPVKOM) hat ihre Mitglieder bei der Deutschen Post bundesweit in mehreren Zustellstützpunkten und weiteren Betriebsstätten zu einem mehrstündigen Warnstreik am morgigen Donnerstag, den 1. Februar 2018 aufgerufen. Mit diesem Warnstreik unmittelbar nach Ablauf der heute Nacht endenden Friedenspflicht fordert die DPVKOM die Deutsche Post noch einmal mit Nachdruck auf, über die berechtigten Entgeltforderungen der rund 130.000 Tarifbeschäftigten zu verhandeln.
(...)

https://www.dpvkom.de/aktuelles/news/dpvkom-ruft-zu-warnstreiks-bei-der-deutschen-post-ag-auf/

Zitat
1.2.18
(...)
Im Raum Magdeburg liefert die Deutsche Post voraussichtlich am Donnerstag keine Pakete aus. Grund ist ein Warnstreik im Paketzentrum Osterweddingen. Die Kommunikationsgewerkschaft DPV hat etwa 60 Beschäftigte unmittelbar nach Ablauf der Friedenspflicht aufgerufen, ihre Arbeit für mehrere Stunden ruhen zu lassen.
(...)

https://www.mdr.de/sachsen-anhalt/magdeburg/warnstreik-paketzentrum-osterweddingen-100.html
« Letzte Änderung: 02. Februar 2018, 19:05:30 von Fritz Linow » Gespeichert
Fritz Linow


Beiträge: 1205


« Antworten #1 am: 03. Februar 2018, 22:50:10 »

Zitat
Streikaufruf aus dem Nichts

Das Spiel mit dem Feuer

Auf dem Plakat seht ihr in der Mitte Willi Bleicher. Er wusste wie Streik geht und mit welchen Ängsten und Sorgen das verbunden ist.

Er hätte niemals - wie am Donnerstagmorgen in der ZSP Rendsburg geschehen – unbedacht und unbedarft seine Mitglieder riskanten Gefahren ausgesetzt.

Willi Bleicher übernahm 1959 die Leitung des IG-Metall-Bezirks. Er galt als markanter Redner, der die Interessen der Arbeiter über alles andere stellte. Zwei große Streiks um Tariflohnerhöhungen in den Jahren 1963 und 1971 führte er zum Erfolg. Für ihn war Streik das letzte und härteste Mittel, um seiner Gewerkschaft am Verhandlungstisch den Rücken zu stärken.

Für uns ist Schutz das höchste Gebot

Leider kennen die Ehrgeizlinge der DPVKom solche Vorbilder nicht. Denn einen Streik auszurufen ohne eine Verhandlungsrunde mit dem Arbeitgeber geführt zu haben, das ist ein Spiel mit dem Feuer.
Wir werden unsere ver.di Mitglieder vor derartigen unüberlegten Manövern schützen. Ihr dürft sicher sein, dass bei Streiks von ver.di die Verhältnismäßigkeit und Vernunft gewahrt bleiben.

Wir sind streikfähig aber nicht streikwütig.
https://psl-hamburg.verdi.de/bereiche/bg-brief-kiel/++co++b86cd408-0807-11e8-bd60-525400afa9cc
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Fritz Linow


Beiträge: 1205


« Antworten #2 am: 22. Februar 2018, 10:13:32 »

Zitat
22.2.18
(...)
Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Post erhöht die Gewerkschaft Verdi den Druck bei ihrer Forderung nach höheren Löhnen. Die Gewerkschaft rief Beschäftigte in Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Bayern dazu auf, vorübergehend ihre Arbeit niederzulegen. Auch Zusteller an zehn NRW-Standorten sollen in den Warnstreik gehen.

Die betroffenen Post-Niederlassungen in NRW sind in Dortmund, Duisburg, Essen, Hagen, Münster, Herford, Köln, Bonn, Düsseldorf und Siegen, das eine gemeinsame Niederlassung mit dem hessischen Gießen hat. Bei Kundgebungen in Köln und Dortmund werden am Donnerstagvormittag mehrere Hundert Post-Beschäftigte erwartet.
(...)
https://www.n-tv.de/wirtschaft/Verdi-ruft-Post-Mitarbeiter-zu-Warnstreik-auf-article20301158.html
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Fritz Linow


Beiträge: 1205


« Antworten #3 am: 25. Februar 2018, 13:40:38 »

Zitat
23.2.18
Warnstreik bei der Post - auch in Freiburg

Wieder Studierende als Streikbrecher?

Im Tarifkonflikt zwischen der Post AG und der Gewerkschaft ver.di fanden heute Warnstreiks statt. Auch in Freiburg haben sich ZustellerInnen in den Ausstand begeben und sind zur Protestveranstaltung nach Karlsruhe gefahren. Wir haben mit Heike Hofmann von ver.di Südbaden auf ihrem Rückweg von Karlsruhe über Streikbereitschaft, Forderungen und Probleme des Arbeitskampfes gesprochen.
https://rdl.de/beitrag/wieder-studierende-als-streikbrecher
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Fritz Linow


Beiträge: 1205


« Antworten #4 am: 28. Februar 2018, 14:15:57 »

Zitat
28.2.18
Tarifverhandlungen bei der Post offenbar vor Einigung

Die Deutsche Post und Verdi sind offenbar zu einem Kompromiss bei den Tarifverhandlungen gekommen. Die Gewerkschaft muss noch zustimmen.
(...)

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/dienstleister/streiks-abgewendet-tarifverhandlungen-bei-der-post-offenbar-vor-einigung/21013182.html

Damit wäre ein mit härtesten Bandagen geführter Arbeitskampf, der über mehrere Minuten die Republik nahezu komplett lahmlegte, im Interesse aber so wirklich aller endlich beendet.

Update:
Zitat
Die Mitarbeiter sollen im Oktober zunächst 3 Prozent mehr Lohn und Gehalt bekommen, wie der Konzern am Mittwoch in Bonn mitteilte. Ein Jahr später soll es ein weiteres Plus von 2,1 Prozent geben. Zudem ist eine Einmalzahlung von 250 Euro für "Nullmonate" geplant, also die Zeit zwischen dem Auslaufen des alten Tarifvertrages Ende Januar und dem ersten Lohnzuwachs. Eine Verdi-Tarifkommission beriet über den Vorschlag, kam aber zu keiner Entscheidung. Nun sollen die Gewerkschaftsmitglieder, die bei der Post arbeiten, über Annahme oder Ablehnung des Vorschlags votieren.

Das Ergebnis dieser Befragung könnte Anfang April vorliegen - danach könnte der Vorschlag der Post-Chefetage in ein verbindliches Regelwerk umgesetzt werden. (...)

http://de.4-traders.com/DEUTSCHE-POST-435996/news/Post-will-Mitarbeitern-mehr-Geld-zahlen-Verdi-Mitgliederbefragung-26078360/

Kleines Update:
Zitat
Die Mitgliederbefragung zum Angebot des Arbeitgebers wird bundesweit vom 12.3. - 6.4 in den betroffenen Betrieben durchgeführt.
Es gelten die Regularien einer Urabstimmung. Zur Empfehlung der Annahme müssen also 25 % der Befragten ver.di Mitglieder ihr "Go!" geben.
« Letzte Änderung: 09. März 2018, 23:35:45 von Fritz Linow » Gespeichert
Fritz Linow


Beiträge: 1205


« Antworten #5 am: 09. März 2018, 23:27:46 »

doppelt
« Letzte Änderung: 09. März 2018, 23:34:36 von Fritz Linow » Gespeichert
Fritz Linow


Beiträge: 1205


« Antworten #6 am: 02. April 2018, 14:56:39 »

Ende dieser Woche endet die Abstimmung, ob das Angebot angenommen werden soll oder nicht. Es herrscht Unmut über die lange Vertragsdauer, über einzelne Aspekte wie zum Beispiel Freizeitausgleich, über die absurde Regelung, dass 25% zur Annahme reichen, wodurch die Mitgliederbefragung eher wie ein basisdemokratisches Feigenblatt wirkt, über den Wegfall der leistungsbezogenen Zulage, über die jahrzehntelange Unfähigkeit und Entfremdung des Verdi-Fachbereichs.
Das Angebot wird wohl angenommen werden.
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Fritz Linow


Beiträge: 1205


« Antworten #7 am: 10. April 2018, 15:53:37 »

Zitat
10.4.18
Tarifeinigung bei der Deutschen Post AG: ver.di-Mitglieder stimmen mit 67,97 Prozent für die Annahme
(...)
https://www.verdi.de/themen/nachrichten/++co++e41c9422-3cb8-11e8-bf32-525400b665de

Post kann weitermachen, Gewerkschaft kann weitermachen, Thread kann geschlossen werden.
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Onkel Tom


Beiträge: 3648



« Antworten #8 am: 10. April 2018, 16:16:22 »

Ja, schade, das sich nicht so viel verschiedene Branchen im Streik
überscheiden, das wirklich mal die Räder zum Stillstand kommen..
Immer eine Branche nach der anderen  Tongue

Besser mal alle Branchen paralell, dann würde die Macht der Arbeiterklasse
deutlicher.

 rolleyes
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