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Autor Thema: Faschisten in Italien  (Gelesen 1424 mal)
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Kuddel


Beiträge: 11456


« am: 05. Februar 2018, 19:18:42 »

Der italienische Faschismus ist nie aufgearbeitet worden.

Der direkte Zusammenhang zwischen der herrschenden Klasse und dem Faschismus und die Zusammenarbeit mit Faschisten sind auch heute wieder offensichtlich.

Zitat
Chef der Lega Nord lobt faschistisches Regime
Salvini widerspricht Präsident Mattarella: "Offenkundig, dass während des Faschismus auch vieles geleistet wurde"
https://www.derstandard.de/story/2000073075182/chef-der-lega-nord-lobt-faschistisches-regime

Zitat
Lega-Nord-Kandidat bangt um „weiße Rasse“

Laut Attilio Fontana, Spitzenpolitiker der Lega Nord, muss sich Italien entscheiden, ob „unsere weiße Rasse, unsere Gesellschaft weiter existieren, oder ob sie ausgelöscht werden sollen“.
http://www.tt.com/politik/europapolitik/13891687-91/lega-nord-kandidat-bangt-um-wei%C3%9Fe-rasse.csp

Zitat
Berlusconi will bei Wahlsieg Lega-Nord-Chef Salvini als Innenminister
Im Fall eines Wahlsiegs der Mitte-Rechts-Allianz bei Parlamentswahlen im März

Rom – Sollte seine Mitte-Rechts-Allianz die Parlamentswahlen am 4. März gewinnen, will Italiens viermaliger Premier Silvio Berlusconi den Chef der ausländerfeindlichen Lega Nord, Matteo Salvini, als Innenminister einsetzen. "Salvini ist unser Stürmer", sagte Berluscon - derstandard.at/2000072540447/Berlusconi-will-bei-Wahlsieg-Lega-Nord-Chef-Salvini-als-Innenminister
https://derstandard.at/2000072540447/Berlusconi-will-bei-Wahlsieg-Lega-Nord-Chef-Salvini-als-Innenminister

Zitat
Lega Nord
In einer italienischen Kleinstadt zielt ein Mann aus seinem Auto heraus auf Afrikaner. Es war ein rechtsextremer Kommunalpolitiker.


Der Vorfall muss eine Warnung sein: Nachdem ein Mann in einer mittelitalienischen Kleinstadt aus seinem Auto auf Afrikaner geschossen und dabei vier von ihnen schwer verletzt hat, gibt es zwei Gewissheiten. Zum einen hat der mutmaßliche Täter offenbar gezielt gehandelt.

Den Kommunalpolitiker, der zur rechtspopulistischen Lega gehört, trieb seine rechtsextreme, fremdenfeindliche Gesinnung an. Zum anderen ist das Thema Migration...
http://www.fr.de/politik/meinung/kommentare/lega-nord-der-hass-der-fremdenfeinde-a-1441237

Berlusconi ist der reichste Mann Italiens und stellt die Opfer als Bedrohung dar:
Zitat
Berlusconi bezeichnet Migranten als "soziale Bombe"
https://de.news-front.info/2018/01/29/lega-chef-nimmt-mussolini-regime-in-schutz-wahrend-des-faschismus-wurde-auch-gutes-geleistet/
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« Antworten #1 am: 05. Februar 2018, 19:50:34 »

In Ländern wie Italien oder Spanien ist der Faschismus im Alltag allgegenwärtig.Politiker der Konservativen wie auch rechts davon beziehen sich positiv darauf,auch Leute aus Wirtschaft und Kunst und Faschist sein hat sogar den Ruf "modern" zu sein.Das Alte ist Kapitalismus und Kommunismus.
Straßennamen,Denkmäler,faschistische Kunst usw wird staatlich gefördert,die Geschichte revidiert und verfälscht zugunsten des Faschismus.

Auf diesem Bild hier sieht man eine Demo von 6000 Faschisten im Rom am 7,Januar 2017



am 4.März sind in Italien Wahlen und der faschistische Straßenterror ist in vielen Städten spürbar....

Bereiten wir uns darauf vor,daß die Zeiten rauer werden in Zukunft.Haltet Euch fit und trainiert.Wenn die Zeit uns ruft müssen wir bereit sein unsere Pflicht zu erfüllen! Tod dem Faschismus!

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Kuddel


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« Antworten #2 am: 05. Februar 2018, 19:55:07 »

An sowas muß ich auch denken, wenn unsere Politiker von "unseren europäischen Werten" faseln...
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« Antworten #3 am: 05. Februar 2018, 20:01:58 »

Das sind "unsere Politiker",die von "europäischen Werten" faseln



Ex-Kanzler Kohl spendete laut Bericht an SS-Verbrecher
Als junger Mann soll Kohl an eine Hilfsorganisation ehemaliger SS-Soldaten gespendet haben. Einen Generaloberst der Waffen-SS nannte er laut einem Bericht "anständig".


http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-02/helmut-kohl-nationalsozialismus-spenden-ns-verbrecher-kanzler

Wir werden immer noch von den Nutznießern des alten Faschismus regiert.Die reichsten 100 Familien heute in unserem Land waren auch zu mehr als 95% die gleichen reichsten Familien vor 100 Jahren! Und das gilt für so ziemlich alle europäischen Staaten...

Manche Sachen der Rechten sind sogar sehr skurril bis grenzdebil:



Wir schreiben das Jahr 1915: Der französische Psychologieprofessor Edgar Berillon "entdeckt", dass Deutsche einen rund 3m längeren Darm als andere Völker haben. Cheesy

Folge: Sie scheißen mehr und riechen schlecht. Berillon schlug vor, seine "Erkenntnisse" bei der Suche nach deutschen Spionen zu nutzen.


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« Antworten #4 am: 05. Februar 2018, 20:08:01 »

Rappel, oft mag ich deinem Denken nicht folgen.

Aber hiermit
Wir werden immer noch von den Nutznießern des alten Faschismus regiert.Die reichsten 100 Familien heute in unserem Land waren auch zu mehr als 95% die gleichen reichsten Familien vor 100 Jahren! Und das gilt für so ziemlich alle europäischen Staaten...
triffst du den Nagel auf den Kopf.
Wenn man gegen faschistische Tendenzen kämpfen will, muß man gegen herrschende Machtstrukturen kämpfen.
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« Antworten #5 am: 05. Februar 2018, 20:18:24 »

Ich kann auch nicht immer meinen Gedanken folgen Grin

Für mich persönlich ist die Analyse von Georgi Dimitroff zum Faschismus immer noch das A und O.
Hier eins meiner Lieblingsauszüge

Der Klassencharakter des Faschismus
Der Faschismus an der Macht, Genossen, ist, wie ihn das 13. Plenum des EKKI richtig charakterisiert hat, die offene, terroristische Diktatur der reaktionärsten, chauvinistischsten, am meisten imperialistischen Elemente des Finanzkapitals.

Die reaktionärste Spielart des Faschismus ist der Faschismus deutschen Schlages. Er hat die Dreistigkeit, sich Nationalsozialismus zu nennen, obwohl er nichts mit Sozialismus gemein hat. Der Hitlerfaschismus ist nicht bloß bürgerlicher Nationalismus, er ist ein tierischer Chauvinismus. Das ist ein Regierungssystem des politischen Banditentums, ein System der Provokationen und Folterungen gegenüber der Arbeiterklasse und den revolutionären Elementen der Bauernschaft, des Kleinbürgertums und der Intelligenz. Das ist mittelalterliche Barbarei und Grausamkeit, zügellose Aggressivität gegenüber den anderen Völkern und Ländern.

Der deutsche Faschismus spielt die Rolle des Stoßtrupps der internationalen Konterrevolution, des Hauptanstifters des imperialistischen Krieges, des Initiators eines Kreuzzuges gegen die Sowjetunion, das große Vaterland der Werktätigen der ganzen Welt.

Der Faschismus ist nicht eine Form der Staatsmacht, die angeblich „über beiden Klassen, dem Proletariat und der Bourgeoisie steht“, wie das z.B. Otto Bauer behauptet hat. Das ist nicht das „aufständische Kleinbürgertum, das von der Staatsmaschine Besitz ergriffen hat“, wie der englische Sozialist Brailsford erklärt. Nein, der Faschismus ist keine über den Klassen stehende Macht und keine Macht des Kleinbürgertums oder des Lumpenproletariats über das Finanzkapital. Der Faschismus ist die Macht des Finanzkapitals selbst. Das ist die Organisierung der terroristischen Abrechnung mit der Arbeiterklasse und dem revolutionären Teil der Bauernschaft und der Intelligenz. Der Faschismus in der Außenpolitik ist der Chauvinismus in seiner brutalsten Form, der einen tierischen Haß gegen die anderen Völker kultiviert.

Dieser wirkliche Charakter des Faschismus muß besonders stark unterstrichen werden, weil der Deckmantel der sozialen Demagogie dem Faschismus die Möglichkeit gegeben hat, in einer Reihe von Ländern die durch die Krise aus ihrem Geleise geworfenen Massen des Kleinbürgertums und sogar manche Teile der rückständigsten Schichten des Proletariats mitzureißen, die niemals dem Faschismus gefolgt wären, wenn sie seinen wirklichen Klassencharakter, seine wirkliche Natur begriffen hätten.

Die Entwicklung des Faschismus und die faschistische Diktatur selbst nehmen in den verschiedenen Ländern verschiedene Formen an, je nach den historischen, sozialen und wirtschaftlichen Verhältnissen, je nach den nationalen Besonderheiten und der internationalen Stellung des betreffenden Landes. In den einen Ländern, vor allem dort, wo der Faschismus keine breite Massenbasis besitzt und wo der Kampf zwischen den einzelnen Gruppierungen im Lager der faschistischen Bourgeoisie selbst ziemlich stark ist, entschließt er sich nicht sofort, das Parlament zu liquidieren, und beläßt den andern bürgerlichen Parteien und auch der Sozialdemokratie eine gewisse Legalität. In andern Ländern, wo die herrschende Bourgeoisie den nahen Ausbruch der Revolution befürchtet, errichtet der Faschismus seine schrankenlose politische Monopolherrschaft entweder sofort oder, indem er den Terror und die Abrechnung mit allen konkurrierenden Parteien und Gruppierungen immer mehr verstärkt. Das schließt nicht aus, daß der Faschismus im Augenblick einer besonderen Verschärfung seiner Lage Versuche macht, seine Basis zu erweitern und, ohne sein Klassenwesen zu ändern, die offene terroristische Diktatur mit einer groben Fälschung des Parlamentarismus zu vereinen.

Der Machtantritt des Faschismus ist keine einfache Ersetzung der einen bürgerlichen Regierung durch eine andere, sondern eine Ablösung der einen Staatsform der Klassenherrschaft der Bourgeoisie – der bürgerlichen Demokratie – durch eine andere Form – durch die offene terroristische Diktatur. Die Ignorierung dieses Unterschiedes wäre ein ernster Fehler, der das revolutionäre Proletariat daran hindern würde, die breitesten Schichten der Werktätigen in Stadt und Land zum Kampf gegen die Gefahr einer Ergreifung der Macht durch die Faschisten zu mobilisieren sowie die Gegensätze auszunutzen, die im Lager der Bourgeoisie selbst vorhanden sind. Doch ein nicht minder ernster und gefährlicher Fehler ist die Unterschätzung der Bedeutung, die die gegenwärtig in den Ländern der bürgerlichen Demokratie sich verschärfenden reaktionären Maßnahmen für die Aufrichtung der faschistischen Diktatur haben, jene Maßnahmen, die die demokratischen Freiheiten der Werktätigen unterdrücken, die Rechte des Parlaments fälschen und beschneiden, die Unterdrückungsmaßnahmen gegen die revolutionäre Bewegung verschärfen.

Genossen, man darf sich den Machtantritt des Faschismus nicht so simpel und glatt vorstellen, als ob irgendein Komitee des Finanzkapitals den Beschluß faßt, an diesem und diesem Tage die faschistische Diktatur aufzurichten. In Wirklichkeit gelangt der Faschismus gewöhnlich zur Macht im gegenseitigen, zuweilen scharfen Kampf mit den alten bürgerlichen Parteien oder mit einem bestimmten Teil dieser Parteien, im Kampf sogar innerhalb des faschistischen Lagers selbst, der manchmal bis zu bewaffneten Zusammenstößen führt, wie wir das in Deutschland, Österreich und anderen Ländern gesehen haben. Alles das verringert indessen nicht die Bedeutung der Tatsache, daß vor der Errichtung der faschistischen Diktatur die bürgerlichen Regierungen in der Regel eine Reihe von Vorbereitungsetappen durchlaufen und eine Reihe reaktionärer Maßnahmen durchführen, die den Machtantritt des Faschismus unmittelbar fördern. Wer in diesen Vorbereitungsetappen nicht gegen die reaktionären Maßnahmen der Bourgeoisie und gegen den anwachsenden Faschismus kämpft, der ist nicht imstande, den Sieg des Faschismus zu verhindern, der erleichtert ihn vielmehr.

Die Führer der Sozialdemokratie vertuschten und verhüllten vor den Massen den wirklichen Klassencharakter des Faschismus und riefen nicht zum Kampf gegen die immer schärferen reaktionären Maßnahmen der Bourgeoisie auf. Sie tragen die große historische Verantwortung dafür, daß im entscheidenden Moment der faschistischen Offensive ein bedeutender Teil der werktätigen Massen in Deutschland und einer Reihe anderer faschistischer Länder im Faschismus nicht das blutdürstige Raubtier des Finanzkapitals, seinen schlimmsten Feind erkannte, und daß diese Massen nicht zur Abwehr bereit waren.

Welches ist die Quelle des Einflusses des Faschismus auf die Massen? Es gelingt dem Faschismus, die Massen zu gewinnen, weil er in demagogischer Weise an ihre brennendsten Nöte und Bedürfnisse appelliert. Der Faschismus entfacht nicht nur die in den Massen tief verwurzelten Vorurteile, sondern er spekuliert auch mit den besten Empfindungen der Massen, ihrem Gerechtigkeitsgefühl und mitunter sogar ihren revolutionären Traditionen. Warum spielen sich die deutschen Faschisten, diese Lakaien der Großbourgeoisie und Todfeinde des Sozialismus, vor den Massen als „Sozialisten“ auf und stellen ihren Machtantritt als „Revolution“ hin? Weil sie bestrebt sind, den Glauben an die Revolution, den Drang zum Sozialismus auszunutzen, der in den Herzen der breiten werktätigen Massen Deutschlands lebt.

Der Faschismus handelt im Interesse der extremen Imperialisten, aber vor den Massen tritt er unter der Maske des Beschützers der beleidigten Nation auf und appelliert an das gekränkte Nationalgefühl, wie z.B. der deutsche Faschismus, der die Massen mit der Losung „Gegen Versailles!“ mit sich riß.

Der Faschismus erstrebt die zügelloseste Ausbeutung der Massen, tritt aber mit einer raffinierten antikapitalistischen Demagogie an sie heran, macht sich den tiefen Haß der Werktätigen gegen die räuberische Bourgeoisie, gegen die Banken, die Trusts und die Finanzmagnaten zunutze und stellt Losungen auf, die im gegebenen Moment für die politisch unreifen Massen die verlockendsten sind: in Deutschland – „Gemeinnutz geht vor Eigennutz“; in Italien – „Unser Staat ist kein kapitalistischer, sondern ein Korporativstaat“; in Japan – „Für ein Japan ohne Ausbeutung“; in den Vereinigten Staaten – „Für die Aufteilung der Reichtümer“ usw.

Der Faschismus liefert das Volk den korruptesten, käuflichsten Elementen zur Ausplünderung aus, tritt aber vor dem Volk mit der Forderung einer „ehrlichen und unbestechlichen Regierung“ auf. Der Faschismus, der mit der tiefen Enttäuschung der Massen über die Regierungen der bürgerlichen Demokratie spekuliert, entrüstet sich scheinheilig über die Korruption (z.B. die Barmat- und Sklarekaffäre in Deutschland, die Stavitskiaffäre in Frankreich und eine Reihe von anderen).

Der Faschismus fängt im Interesse der reaktionärsten Kreise der Bourgeoisie die enttäuschten Massen ein, die sich von den alten bürgerlichen Parteien abkehren. Aber er imponiert diesen Massen durch die Heftigkeit seiner Angriffe gegen die bürgerlichen Regierungen, durch seine Unversöhnlichkeit gegenüber den alten Parteien der Bourgeoisie.

Durch seinen Zynismus und seine Verlogenheit alle anderen Spielarten der bürgerlichen Reaktion in den Schatten stellend, paßt der Faschismus seine Demagogie den nationalen Besonderheiten jedes Landes an, sogar den Besonderheiten der verschiedenen sozialen Schichten in ein und demselben Lande. Und die Massen des Kleinbürgertums, selbst ein Teil der Arbeiter, durch die Not, die Arbeitslosigkeit und die Unsicherheit ihrer Existenz zur Verzweiflung getrieben, werden zu Opfern der sozialen und chauvinistischen Demagogie des Faschismus.

Der Faschismus kommt zur Macht als Partei des Angriffs gegen die revolutionäre Bewegung des Proletariats, gegen die in Gärung befindlichen Volksmassen, er stellt jedoch seinen Machtantritt hin als eine „revolutionäre“ Bewegung gegen die Bourgeoisie im Namen der „ganzen Nation“ und zur „Rettung der Nation“ (man denke an den „Marsch“ Mussolinis nach Rom, an den „Marsch“ Pilsudskis nach Warschau, an die nationalsozialistische „Revolution“ Hitlers in Deutschland usw.).

Aber welche Maske der Faschismus auch aufsetzen mag, in welchen Formen er auch auftreten mag, auf welchem Wege er immer auch zur Macht gelangen mag -

Der Faschismus ist die wütendste Offensive des Kapitals gegen die werktätigen Massen.

Der Faschismus ist zügellosester Chauvinismus und Raubkrieg.

Der Faschismus ist wütende Reaktion und Konterrevolution.

Der Faschismus ist der schlimmste Feind der Arbeiterklasse und aller Werktätigen.

 Quelle

Georgi Dimitroff
 

Die Offensive des Faschismus und die Aufgaben der Kommunistischen Internationale

https://www.marxists.org/deutsch/referenz/dimitroff/1935/bericht/ch1.htm#s1

Wennde mal viel Lust auf Theorie und Analyse hast

Georgi Dimitroff
Arbeiterklasse gegen Faschismus


http://www.mlwerke.de/gd/gd_001.htm

ich habs daheim als Buch und schon einige Male gelesen.Ich kenne nichts Besseres Wink
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« Antworten #6 am: 11. Februar 2018, 16:56:11 »

30.000 bei antifaschistischer Demonstration in Macerata: Die italienische Rechte tobt, Gewerkschaftsbund und Sozialdemokratie können ihre Mitgliedschaft nicht von der Teilnahme abhalten…


Antifa Mobilisierungsplakat 3.2.2018 in Genua

In Macerata, eine eher kleine Stadt nahe der italienischen Ostküste (rund 40.000 Menschen leben dort) versammelten sich am Samstag, 10. Februar 2018, etwa 30.000 Menschen, um gegen den rechten Terror zu demonstrieren. Neben zahlreichen antifaschistischen Gruppierungen, linken Gruppen und Basisgewerkschaften waren auch viele Mitglieder des Gewerkschaftsbundes CGIL und der Regierungspartei PD sichtbar unter den TeilnehmerInnen, obwohl diese Organisationen die Demonstration – zu der sie gar nicht aufgerufen hatten – offiziell abgesagt hatten. Sie taten dies auf Ersuchen des PD-Bürgermeisters, der seine Anweisung ausgerechnet damit begründet hatte, weitere Spannungen zu vermeiden (die „Strategie der Spannungen“ ist eine in Italien seit dem Attentat auf den Bahnhof von Bologna 1980 bekannte Taktik faschistischer Gruppierungen). Auch in mehreren anderen Städten Italiens fanden an diesem Samstag antifaschistische Demonstrationen und Proteste statt. Der italienische Patriot, der in Macerata vor einer Woche das Feuer auf afrikanische Flüchtlinge eröffnet hatte, tat dies nach eigener Bekundung als Racheakt für den Mord an einer jungen Frau, bei dem der Hauptverdächtige ein Flüchtling aus Nigeria ist. Durch kollektive Zuschreibungen hin zum Terror – das ist eine traditionelle rechte Vorgehensweise (und nicht nur rechtsradikale). Dass eine solche Massendemonstration dem entgegen tritt, lässt die italienische Rechte von Berlusconi bis weiter rechts schäumen

http://www.labournet.de/internationales/italien/soziale_konflikte-italien/30-000-bei-antifaschistischer-demonstration-in-macerata-die-italienische-rechte-tobt-gewerkschaftsbund-und-sozialdemokratie-koennen-ihre-mitgliedschaft-nicht-von-der-teilnahme-abhalten/
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« Antworten #7 am: 13. Februar 2018, 09:16:32 »

Aus: Ausgabe vom 13.02.2018, Seite 7   / Ausland

Aufschrei der Antifaschisten
150 Demonstrationen gegen Rassismus in ganz Italien: Sieg der Rechten am 4. März verhindern

Von Gerhard Feldbauer


Feuer und Flamme gegen Rassismus und Faschismus: Demonstration am Sonnabend in Macerata
Foto: REUTERS/Yara Nard

Italiens Antifaschisten besinnen sich auf ihre Kraft. Am vergangenen Sonnabend gingen im ganzen Land Zehntausende Menschen auf die Straße, um der Welle rassistischer Gewalt und des offenen neofaschistischen Terrors ein entschiedenes Zeichen entgegenzusetzen. Eine Woche zuvor hatte in der Stadt Macerata ein Anhänger der rassistischen »Lega« zwei Stunden lang auf Migranten gefeuert und sechs Menschen afrikanischer Herkunft verletzt. Erst nach einer Verfolgungsjagd konnte er von der Polizei gestellt werden. Bei seiner Festnahme zeigte er den »Führergruß« und schrie »Italien den Italienern«. Als Vorwand diente dem Attentäter, dass in der Stadt kurz vorher die Leiche einer 18jährigen gefunden worden war. Ein aus Nigeria stammender Mann wurde zunächst verhaftet. Inzwischen teilte die Staatsanwaltschaft jedoch mit, dass er nicht mehr tatverdächtig sei.

Es war vor diesem Hintergrund nicht überraschend, dass die größte Demonstration am Wochenende mit 30.000 Teilnehmern in Macerata stattfand. Es herrschte eine kämpferische Atmosphäre. Aus den Reihen der aus allen Gesellschaftsschichten stammenden Demonstranten erklangen »Bella Ciao« und andere Partisanenlieder. In Sprechchören wurde »Stoppt den rassistischen Terror«, »Versperrt den Faschisten den Weg« und immer wieder »Solidarität mit den Immigranten« gefordert. Insgesamt gingen am Wochenende in mehr als 150 Städten Zehntausende Menschen auf die Straße, wie die in Rom erscheinende La Republicca berichtete. Allein in Mailand folgten 20.000 Menschen dem gemeinsamen Aufruf der »Antifaschistischen Aktion«, linker und sozialer Zentren, des Verbandes ehemaliger Partisanen ANPI, von Gewerkschaften und linken Parteien. Der Spitzenkandidat des aus sozialistischen und sozialdemokratischen Parteien gebildeten Wahlbündnisses »Freie und Gleiche« (LeU, Liberi e Uguali), Senatspräsident Pietro Grasso, rief zur »Einheit aller antifaschistischen Kräfte« auf, »um gemeinsam die Werte der Demokratie zu verteidigen«. Einig waren sich alle an den Demonstrationen beteiligten Kräfte, dass ein Sieg der ultrarechten Allianz von Silvio Berlusconis Forza Italia (FI) und der Lega von Matteo Salvini bei den Parlamentswahlen am 4. März verhindert werden müsse.

La Repubblica kommentierte am Montag, dass die Demonstrationen eine Antwort auf die rassistischen Überfälle gewesen seien, wie sie bisher von den Mitte-links-Parteien gefehlt habe. Das Blatt bemängelte allerdings, dass offizielle Vertreter der regierenden Demokratischen Partei (PD) den Kundgebungen ferngeblieben seien, während sich ihre Basis stark beteiligt habe. Der PD-Bürgermeister von Macerata, Romano Carancini, hatte sich im Vorfeld gegen die Demonstration in seiner Stadt ausgesprochen, weil damit »nur Öl ins Feuer gegossen« werde. Italiens Innenminister Marco Minniti, ebenfalls von der PD, hatte die Demonstration zunächst sogar verbieten wollen und ließ sie erst in letzter Minute am Freitag zu. Die linke Tageszeitung Il Fatto Quotidiano kritisierte, damit beuge sich die PD dem Spiel der Rechten. Die Präsidentin der Abgeordnetenkammer, Laura Boldrini, verurteilte den Aufruf von PD-Chef Matteo Renzi, das Thema aus dem Wahlkampf herauszuhalten.

Während sich Berlusconi und Salvini demagogisch von der Gewalttat in Macerata distanzierten, wird der Attentäter von ihren Anhängern als Held gefeiert. Glückwünsche werden ins Gefängnis übermittelt, es gibt Aufrufe zu neuen Anschlägen. Auch die Spitzenmänner der Rechten griffen erneut zu rassistischer Hetze und machten die Flüchtlinge und Einwanderer für die Gewalt verantwortlich. Berlusconi nannte »illegale Einwanderer« eine »soziale Bombe« und forderte ihre Rückführung in die Heimatländer. Sein Familienblatt Libero verlangte, die Grenzen zu schließen. Salvini verkündete, er werde als Premier auf der Basis »Italiener zuerst« ein »ruhigeres und sichereres Italien schaffen«. Dagegen regt sich Widerstand. Für den 24. Februar organisieren die ANPI, die Kulturvereinigung ARCI und der Gewerkschaftsbund CGIL weitere Kundgebungen gegen Faschismus und rassistische Gewalt. Auch der Vorstand der PD ruft diesmal zur Teilnahme auf.

Quelle

https://www.jungewelt.de/artikel/327176.aufschrei-der-antifaschisten.html
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« Antworten #8 am: 14. Februar 2018, 13:29:06 »

Bürgerliche Parteien und Medien verharmlosen und unterstützen faschistische Tendenzen:

Zitat
Nachdem der Rechtsextremist Luca T. in der Provinzstadt Macerata mit der Pistole Jagd auf afrikanische Migranten machte, wird die politische Dimension dieser Tat heruntergespielt. Obwohl er sich die Nationalflagge umgehängt hatte und die Mussolini-Parole „Italien den Italienern“ rief.

Eigentlich würde man zwei Wochen vor der Parlamentswahl erwarten, dass sich Politiker aller Parteien einhellig von einem solchen Anschlag distanzieren und nach dessen Ursachen fragen. Doch kaum einer hat ihn als das bezeichnet, was er war – rassistischer rechter Terror.

Rechtspopulisten das Feld überlassen

Der sozialdemokratische Premier Paolo Gentiloni sprach von der Tat eines Kriminellen, seine Regierung und seine Partei wollen das Thema kleinhalten, um die Stimmung zu beruhigen. Es ist eine völlig falsche Reaktion, die den Rechtspopulisten das Feld überlässt. Lega-Chef Matteo Salvini behauptet dreist, die Linke sei schuld an den Schüssen, weil sich die Italiener wegen der Flüchtlingsmassen nicht sicher fühlten. Faschismus gebe es in Italien gar nicht mehr. Dabei las der Schütze Hitlers „Mein Kampf“ und neofaschistische Pamphlete. Salvinis Verbündeter Silvio Berlusconi gießt Öl ins Feuer und nennt Flüchtlinge eine „soziale Bombe“. Und statt über Rassismus wird nun im Wahlkampf über Flüchtlingszahlen und Ausländerkriminalität debattiert.

Der Lega-Spitzenkandidat in der Lombardei, demzufolge das Überleben der „weißen Rasse“ bedroht sei, musste nicht zurücktreten.

In Talkshows gehören Worte wie Flüchtlings-invasion, Überfremdung, ethnische Säuberung zum normalen Repertoire. Demagogen wie Salvini wird in den Medien – nicht nur in solchen, die zum Berlusconi-Imperium gehören – Raum gegeben, sich ausgiebig zu produzieren, oft widerspruchslos. „Italien zuerst den Italienern“ – das vermitteln vor dieser Wahl fast alle Parteien.
http://www.fr.de/politik/meinung/leitartikel/wahlkampf-in-italien-berlusconi-giesst-oel-ins-feuer-a-1447512,0#artpager-1447512-0
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« Antworten #9 am: 15. Februar 2018, 20:28:13 »

Ein paar lesenswerte Zeilen aus dem britischen Guardian (Ausschnitte):

Zitat
Gesellschaftliche Phantome entstehen immer in Momenten der Krise. Ausländerhass ist das Ergebnis eines tödlichen Cocktails aus schlechter Politik, unverantwortlicher Informationspolitik und ökonomischer Krise. Italien hat jede Orientierung verloren. Das Klima einer endloser Wahlkampagne hat eine Kettenreaktion ausgelöst, die scheinbar niemand kontrollieren kann: Der gesamte politische Wahlkampf konzentriert sich auf das Thema Einwanderung. Immigranten werden als der primäre Grund für das lange Anhalten der ökonomischen Krise betrachtet, aber auch für das Risiko von Anschlägen. Wobei angemerkt sei, dass die einzige Attacke, die als echtes Massaker betrachtet werden könnte, von einem Italiener gegen Ausländer verübt wurde.

Nach dem Angriff in Macerata geschah etwas in Europa bisher noch nicht Dagewesenes: PD-Sekretär Matteo Renzi und M5S-Chef Luigi Di Maio drängten alle, über die Ereignisse zu schweigen. Warum? Um nicht die Stimmen der fremdenfeindlichen Wähler zu verlieren. Das ist ihre Angst, und das ist die Konsequenz eines völlig inhaltsleeren politischen Systems.

Es sagt uns etwas über alle Parteien, und das ist, dass sie keine Substanz mehr haben, dass sie vor Ort keine Kandidaten aufstellen können, weil sie den Kontakt zur realen Welt verloren haben.

Wenn heutzutage Politiker, Journalisten oder Intellektuelle Aussagen wie „Was immer Sie von Immigration halten“ voranschieben, muss ihnen klar sein, wie unverantwortlich das ist. In einer so fragilen Zeit wie der, in der wir leben, kann Leichtfertigkeit nicht toleriert werden. Auf dem Papier, im Fernsehen und in den sozialen Medien sollte jedes einzelne Wort abgewogen werden – und zwar sehr genau.
https://www.freitag.de/autoren/the-guardian/der-faschismus-ist-zurueck
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« Antworten #10 am: 03. März 2018, 09:44:29 »

Weiteren Rechtsruck verhindern
Vor der Parlamentswahl am Sonntag in Italien: Linke appellieren nochmals, den Vormarsch der Neofaschisten zu stoppen
Von Gerhard Feldbauer



Die Macht dem Volke: Das linke Wahlbündnis Potere al Popolo fordert den Bruch mit der EU und den Austritt Italiens aus der NATO
Foto: Potere al Popolo/ via FB

Wahlkampfendspurt in Italien. Auf drei antifaschistischen Kundgebungen haben am Donnerstag in Rom Sozialzentren und Basisaktivisten der Gewerkschaften, die linke Sammlungsbewegung Potere al Popolo (Die Macht dem Volke) und Kommunisten nochmals eindringlich appelliert, den Faschisten und Rassisten den Weg an die Regierung zu versperren.

Deren Allianzparteien – Silvio Berlusconis Forza Italia (FI), Matteo Salvinis Lega Nord, die sich im Wahlkampf einfach nur Lega nennt und die Fratelli d’Italia (Brüder Italiens) Giorgia Melonis, der früheren Ministerin Berlusconis – als auch die neofaschistische Casa Pound konnten sich mit behördlichen Genehmigungen und abgeschirmt durch ein starkes Aufgebot der Polizei nochmals zu Hetzkundgebungen zusammenrotten. Eine Gegendemonstration der Sozialzentren der Hauptstadt wurde dagegen nicht genehmigt. Trotzdem demonstrierten Hunderte Antifaschisten lautstark unter dem Motto »Nieder mit den Faschisten, gegen jeden Rassismus« und zogen am Abend vom Largo Argentina im Viertel Pigna zur Piazza Santa Maria im Stadtteil Trastevere.

Auf einer weiteren Kundgebung rief auch die Vorsitzende der Potere al Popolo, Viola Garofalo, dazu auf, die Faschisten und Rassisten an der Machtübernahme zu hindern. Zur Bewegung Potere al Popolo haben sich die beiden kommunistischen Parteien Rifondazione Comunista (PRC) und Partito Comunista Italiano (PCI), die den Namen der 1991 untergegangenen italienischen KP führt, eine antikapitalistische Linke und weitere fortschrittliche Gruppen zusammengeschlossen. Sie sind stark in den sozialen Zentren verwurzelt und haben aktiv an den antifaschistischen Demonstrationen der vergangenen Wochen teilgenommen.

Potere al Popolo hat als einziges Wahlbündnis ein politisches Programm vorgelegt, das einen Bruch mit der EU, Frieden, Abrüstung und den Austritt Italiens aus der NATO vorsieht. Außerdem sollen grundlegende Arbeiterrechte wiederhergestellt und die Lage aller Lohnabhängigen, also auch die der Migranten, verbessert werden. An ihrem Wahlprogramm zeigt sich, dass die Bewegung tatsächlich das einzige antikapitalistisch ausgerichtete Bündnis ist. Wenn sie es schafft, die Drei-Prozent-Hürde zu überspringen, würden erstmals seit der Niederlage von 2008 wieder Kommunisten und konsequente Linke ins Parlament einziehen.

Eine eigene Kundgebung veranstaltete auch die dritte existierende kommunistische Partei, die sich nur Partito Comunista (PC) nennt, mit ihrem Vorsitzenden Marco Rizzo. Sie hat sich Potere al Popolo nicht angeschlossen.

Am Sonntag sind 51 Millionen Italiener zur Wahl eines neuen Parlaments – Abgeordnetenhaus und Senat – aufgerufen. 4,3 Millionen von ihnen leben im Ausland und haben zumeist bereits per Briefwahl abgestimmt. Die rechte Allianz Berlusconi-Salvini-Meloni könnte nach bisherigen Umfragen ein Drittel der Stimmen erreichen. Die kleinbürgerliche Fünf-Sterne-Bewegung (Movimento 5 Stelle), die einen völlig ans System angepassten Wahlkampf führte, könnte auf ebenso viele Stimmen kommen.

Den regierenden Sozialdemokraten des Partito Democratico (PD) gelang es nicht, dem Wahlbündnis der Faschisten und Rassisten einen gleich starken Zusammenschluss etwa in Form des legendären Mitte-links-Bündnisses Centro Sinistra entgegenzusetzen. Die Koalition des PD mit Più Europa (Mehr Europa), der Südtiroler Volkspartei (SVP), dem christdemokratischen Bündnis Civica popolare und weiteren Zusammenschlüssen kann schwerlich noch als solcher angesehen werden. Ihr werden knapp 29 Prozent der Wählerstimmen prognostiziert.

Infolge der rechten und arbeiterfeindlichen Politik ihres Parteichefs Matteo Renzi steht der PD nun vor dem Scherbenhaufen seiner eigenen verfehlten Politik. Fuhr die Partei 2014 bei den Wahlen zum EU-Parlament noch stolze 40 Prozent ein, könnte sie am Sonntag laut Prognosen nur noch knapp 24 Prozent erzielen. Renzis Kollaboration mit Berlusconi verschaffte letzterem nach seinem Rücktritt 2011 ein Comeback auf der politischen Bühne. Rund 100.000 Mitglieder verließen aus Protest den PD. Diese bildeten als PD-Abspaltung Movimento Democratico e Progressista (Demokratie- und Fortschrittsbewegung) mit Senatspräsident Pietro Grasso, der Sinistra Italiana (SI) und weiteren Linken ein Wahlbündnis unter dem Namen Liberi e Uguali (Freie und Gleiche), das etwa acht Prozent erreichen könnte. Eine antikapitalistische Linke ist dieses Bündnis jedoch nicht.

Quellle

https://www.jungewelt.de/artikel/328298.weiteren-rechtsruck-verhindern.html

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Kuddel


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« Antworten #11 am: 01. Juli 2018, 17:55:26 »


Italienische Neofaschisten vor dem Grabmal von Benito Mussolini auf dem Friedhof in San Cassiano/Pennino, 2015

Zitat
Der traditionelle Antifaschismus hat sich geirrt. Zu lange glaubte er, die neofaschistischen Bewegungen seien lediglich ein Rückfall in die Vergangenheit, nicht mehr als der folkloristische Überrest der Duce-Ära. Tatsächlich aber hat sich die radikale Rechte durchgesetzt. Für viele Italiener, besonders für Jugendliche, stellt der Faschismus nun eine legitime politische Möglichkeit dar.
https://www.zeit.de/2018/27/italien-rechtspopulismus-lega-fuenf-sterne-bewegung

Dummjournalismus mal wieder. Auch der italienische Antifaschismus hat die Italienischen Nazis nicht für einen folkloristischen Überrest aus vergangen Zeiten gesehen. Die Auseinandersetzungen mit den Rechten waren immer hart und es floß Blut.

Es war stets der deutsche Journlismus, der den Blick auf die politische Realität verweigerte. In der Berichterstattung über Berlusconi beschränkte sich das Interesse auf seine Haartransplantation und auf "bunga-bunga".

Zitat
...stellt der Faschismus nun eine legitime politische Möglichkeit dar...
gilt nicht nur für Italien.

Unser Rudi Rocker hatte einene treffende Signatur zum Thema:
Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
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