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Autor Thema: Kostenloser Nahverkehr  (Gelesen 5156 mal)
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counselor


Beiträge: 3315



« am: 15. Februar 2018, 14:23:34 »

Zitat
Kostenloser Nahverkehr - Die freie Fahrt für alle - und ihre Gefahren

Die Bundesregierung erwägt einen kostenlosen Nahverkehr. Kommunen im In- und Ausland haben das bereits ausprobiert und ein Problem entdeckt: Das Konzept ist zu erfolgreich.


Quelle: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/kostenloser-nahverkehr-deutschland-bundesregierung-1.3866986

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« Antworten #1 am: 15. Februar 2018, 14:44:22 »

Verstehe ich das richtig, Probleme mit dem Erfolg populärer Politik ?
Sorry, steige da nicht dahinter.  Huh?

Achja, den Artikel habe ich nicht gelesen (lesen können).
Für ein paar Zeilen Text mach ich dem Werbeblocker nicht aus.
« Letzte Änderung: 15. Februar 2018, 14:46:25 von Tiefrot » Gespeichert

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« Antworten #2 am: 15. Februar 2018, 15:02:03 »

Hmm, ich kann den Artikel problemlos mit Werbeblocker lesen!
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« Antworten #3 am: 15. Februar 2018, 16:38:51 »

Hmja, hatten wir auch schon anderswo erörtert...
Probier ich neugierhalber mit 'nem anderen Browser.

[Edith]
So, hab den Artikel durch. Wie immer die Kohle, jaja.  Roll Eyes
Und das die Fahrgastzahlen explodieren, wundert am Ende doch keinen, oder ?  Grin

Alles in Allem dürfte das aber lösbar sein, schätze ich.
[/Edith]
« Letzte Änderung: 15. Februar 2018, 16:50:16 von Tiefrot » Gespeichert

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« Antworten #4 am: 15. Februar 2018, 16:58:24 »

In Tallin (Schweden) können Einwohner auch gratis fahren. Dazu bekommen sie eine
RFID-Karte, die sie zur kostenlosen Nutzung berechtigt. Ob Auswärtige dies in Tallin dürfen,
glaube ich eher nicht. Warum sonst dieser techniche Aufwand mit den RFID-Karten.

Ich denke, das es auch in D funktionieren kann. Wohl nicht ganz kostenlos, aber z.B.
im VRR (Ruhrgebiet und drumrum) wäre es schon viel cooler, mit ner Monatskarte
a 30 Euro fahren zu dürfen. Dürfte unter anderem die A 42 massiv entlasten  Cheesy

Als Tourist war ich entsetzt, das der VRR im Gegensatz zu Hamburg sehr teuer ist..
Gelsenkirchen - Essen = Preisstufe B = 5,90 Euro Ich glaube, nur München ist noch
teurer.
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Rudolf Rocker
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« Antworten #5 am: 16. Februar 2018, 11:06:20 »

Wenn solche Vorschläge von der Bundesregierung kommen, regt sich bei mir eine gesunde Skepsis.

Warum?

1. Für ein solches Projekt müsste der Bund zich Milliarden locker machen. Hier lesen wir aber:
Zitat
Scholz will die "schwarze Null" halten
http://www.tagesschau.de/inland/scholz-159.html
Falls er sich mit der schwarzen Null nicht selber gemeint hat, bedeutet das ja, das dafür keine Mittel zur Verfügung stehen!

2. Sollte der Plan sein, das die Kommunen diese Projekte alleine tragen, kann das sowieso nur scheitern. Den meisten Kommunen steht das Wasser bis zum Hals. Die haben nicht mal das Geld um ihre Schulen zu sanieren oder die Feuerwehren auf dem technisch notwendigen Stand zu halten.


Neben einem kostenlosen/ günstigen Nahverkehr ist übrigens auch die Taktung wichtig! Was nützt es, das der Bus umsonst ist, wenn er nur zweimal am Tag fährt?


Zitat
In Tallin (Schweden) können Einwohner auch gratis fahren. Dazu bekommen sie eine RFID-Karte, die sie zur kostenlosen Nutzung berechtigt. Ob Auswärtige dies in Tallin dürfen, glaube ich eher nicht. Warum sonst dieser techniche Aufwand mit den RFID-Karten.

Das erfährt man, wenn man den Artikel liest: Alle die in Tallin Steuern zahlen, dürfen umsonst fahren. Übrigens gehört Tallin schon seid 1710 nicht mehr zu Schweden, sondern zu Estland.
Von RFID- Chip steht in dem Artikel auch nichts, finde ich aber aufgrund der damit verbundenen Überwachungsmöglichkeiten nicht wirklich erstrebenswert.
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« Antworten #6 am: 16. Februar 2018, 11:53:36 »

Ich fürchte, dass das Ganze in der Erhebung einer Steuer für den Nahverkehr münden wird. Bezahlt werden müßte ein massiver Ausbau des Nahverkehrs - eventuell die Einführung völlig neuer Verkehrskonzepte.
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« Antworten #7 am: 24. Februar 2018, 17:26:19 »

Zitat
Ökonom hat einen Plan : So sollen Autofahrer für die Luftverschmutzung zahlen

Kostenlose Bahntickets? Sind Busse und Bahnen überfüllt, steigen viele Leute auf das Auto um, warnt ein deutscher Fachmann. Statt den Nahverkehr günstiger zu machen, hat er eine andere Idee.


Quelle: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/diesel-affaere/oekonom-axel-ockenfels-haelt-nicht-viel-vom-kostenfreien-nahverkehr-15449244.html

Zitat
ÖPNV: Es geht um die Pendler, stupid!

Über den Nahverkehr zu diskutieren ist richtig. Pendler steigen aber nicht der hohen Fahrpreise wegen ins Auto – sondern weil der ÖPNV oft völlig unzureichend ist.


Quelle: http://www.zeit.de/mobilitaet/2018-02/oepnv-kostenfreier-nahverkehr-debatte-deutschland
« Letzte Änderung: 24. Februar 2018, 17:31:54 von counselor » Gespeichert

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« Antworten #8 am: 25. Februar 2018, 18:31:30 »

Zitat
Wir brauchen einen flächendeckenden, kostenlosen Nahverkehr – und zwar sofort!

Die Umweltgewerkschaft unterstützt die Forderung nach kostenlosem Nahverkehr. Die aktuelle Situation der Umwelt drängt auf eine grundlegende Veränderung. Feinstäube und Stickoxide bringen jährlich tausende Menschen um, kilometerlange Staus rauben täglich tausenden Menschen die Nerven und damit die Gesundheit und das Weltklima gerät aus dem Gleichgewicht. Das Verkehrsaufkommen ist längst so groß, dass es nicht mehr zu ertragen ist – weder für die Menschen, noch die Natur. Daher ist es zwingend notwendig, ein neues Verkehrskonzept umzusetzen und die Forderung nach kostenlosem Nahverkehr nicht bloß als Modell, sondern flächendeckend durchzusetzen, will man die Erde vor dem Kollaps retten.

Die Forderung nach kostenlosem Nahverkehr ist richtig – doch wurde sie nicht erst von der Bundesregierung erfunden oder zuerst aufgestellt. Diese Forderung – und auch entsprechende Konzepte zur Umsetzung – besteht seit langem in der Umweltbewegung und dass sie nun wieder in die Öffentlichkeit kommt, ist auch als Erfolg der Umweltbewegung zu werten. Es ist zu bezweifeln, dass die Bundesregierung die Forderung nach kostenlosem Nahverkehr stellt, weil sie auf den Erhalt von Mensch und Natur aus ist. Vielmehr waren sich SPD und CDU/CSU bei dem Gerangel um die Regierungsbildung gerade beim Thema Umwelt schnell einig, den Braunkohletagebau weiter zu betreiben und auch Skandale um die Autokonzerne, wie die Abgasmanipulation und die Abgasversuche mit Affen und Menschen bleiben bisher ohne wirksame Konsequenzen.

Die Forderung nach kostenlosem Nahverkehr ist richtig – nicht jedoch der Plan, dass die Kosten von den Steuerzahlern getragen werden. Es sind die Autokonzerne, die zur Kasse gebeten werden müssen, sind sie es doch, die die Umwelt und die Gesundheit der Menschen mit Füßen treten und aus der Zerstörung von Mensch und Natur ihre Profite schlagen. Statt Milliarden für den Ausbau der Autobahnen auszugeben, wäre es sinnvoller in den weiteren Ausbau des Nahverkehrsnetzes zu investieren. Der Zusammenschluss von Umwelt- und Arbeiterbewegung ist Trumpf der Umweltgewerkschaft. Gerade an dieser Front müssen wir eine überlegene Kraft gegen die Autokartelle bilden, für Arbeitsplätze und Umweltschutz.

Die Forderung nach kostenlosem Nahverkehr ist richtig – doch warum wurden jene Städte ausgewählt und nicht andere? So zum Beispiel in Baden-Württemberg: Warum wird der kostenlose Nahverkehr nicht in Stuttgart eingeführt, wo das Verkehrsaufkommen bereits zum Kollaps führt und die Stickoxid- und Feinstaubwerte am höchsten sind?

Wir dürfen nicht darauf warten, dass die Forderung nach kostenlosem Nahverkehr nun automatisch umgesetzt wird und wir dürfen es nicht hinnehmen, dass dies nur ein Modellversuch sein soll. Es braucht eine überlegene Kraft, die die Erde vor dem Kollaps rettet und die den Hauptverursachern der Umweltkrise aus Konzernzentralen, Banken und Regierungen die Welt aus der Hand nimmt. Das geht nur organisiert: Werde Mitglied in der Umweltgewerkschaft! Lasst uns gemeinsam für einen flächendeckenden und kostenlosen Nahverkehr und organisiert für unsere Zukunft, für eine intakte Umwelt kämpfen!


Quelle: http://www.umweltgewerkschaft.org/de/177-de/themen/transport-verkehr/995-wir-brauchen-einen-flaechendeckenden-kostenlosen-nahverkehr-und-zwar-sofort.html
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« Antworten #9 am: 25. Februar 2018, 18:45:30 »

Wir brauchen ein völlig anderes, ökologisches Verkehrssystem.

Ein entgeltfreier Nahverkehr ist nur ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Ein ökologisches Verkehrssystem dagegen ist mehr. Es muss lokal wie global schlicht unnötige Transporte vermeiden, eine intelligente Verbindung verschiedener Verkehrsträger schaffen, eine zwanglose Gesundheitsförderung durch Bewegung als Teil des Systems beinhalten und vom Profitzwang frei sein, um in visionäre Technologien investieren zu können und auf die tatsächlichen Bedürfnisse der Menschen ausgerichtet sein.

Weiter muss es sich an einem minimalen Aufwand in der gesamten Energie- und Materialbilanz bemessen und eine Kreislaufwirtschaft anstreben, die sich in allen Ebenen des gesellschaftlichen Lebens und Wirtschaftens fortsetzt. Unvereinbar damit sind ein künstlich generiertes Überangebot an Waren und deren Obsoleszenzen.
« Letzte Änderung: 25. Februar 2018, 20:21:16 von counselor » Gespeichert

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« Antworten #10 am: 10. März 2018, 13:57:49 »

Zitat
Aktion von "Fahr' scheinfrei"   Kostenloser Nahverkehr? Verwirrung bei der Münchner U-Bahn

In der vergangenen Woche hatte die MVG mit den eisigen Temperaturen zu kämpfen. Nun bereiten ihr die Macher der Kampagne "Fahr' Scheinfrei" mit einer ungewöhnlichen Boykott-Aktion die nächsten Probleme.

Quelle: https://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.aktion-von-fahr-scheinfrei-kostenloser-nahverkehr-verwirrung-bei-der-muenchner-u-bahn.2c0d8b31-408b-4be2-b937-872e9e2852aa.html
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« Antworten #11 am: 17. März 2018, 11:28:05 »

Zitat
Saubere Luft Günstige Tickets statt Gratis-Nahverkehr

Bonn und Essen setzen im Kampf gegen schlechte Luft auf günstige Tickets. Ein kostenloser Nahverkehr ist für beide Städte keine Option.


Quelle: http://www.spiegel.de/auto/aktuell/bonn-und-essen-wollen-guenstige-tickets-statt-gratis-nahverkehr-a-1198356.html

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Kuddel


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« Antworten #12 am: 17. März 2018, 11:34:41 »

Kostenloser Nahverkehr ist DIE Option für die wir kämpfen sollten. Bedingungslos und überall!
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« Antworten #13 am: 17. März 2018, 14:59:46 »

Kostenloser Nahverkehr ist DIE Option für die wir kämpfen sollten. Bedingungslos und überall!
Sehe ich auch so. Aber das wird ein harter Kampf, weil die Nahverkehrsunternehmen Kapitalgesellschaften sind, die Profit erwirtschaften müssen. Und das geht nur über den Fahrkartenverkauf.
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« Antworten #14 am: 10. Mai 2018, 19:40:22 »

Zitat
Kostenloser Nahverkehr in Heidelberg - Mit der Abschaffung der Tickets allein ist es nicht getan - Diskussion mit Stuttgarter Experten – Stadtplanung muss sich ändern

Heidelberg. Kostenloser Nahverkehr kann viele Probleme lösen und muss nicht teuer sein. Mit der Abschaffung der Tickets allein ist es jedoch nicht getan: Neben Investitionen in die Infrastruktur des öffentlichen Nahverkehrs, des Netzausbaus und der besseren Taktung müsse auch die Struktur der Stadt geändert werden - so das Ergebnis der Diskussion mit den Kommunalpolitikern Luigi Pantisano und Hannes Rockenbauch aus Stuttgart, die vergangene Woche in Heidelberg stattfand. Die beiden gehören zur Wählergemeinschaft "Stuttgart Ökologisch Sozial" (SÖS) und beschäftigen sich schon lange mit Stadtentwicklung und Verkehrspolitik. Etwa 30 Besucher kamen zur Veranstaltung von "Linksjugend Solid" und der Hochschulgruppe "Die Linke.SDS".

Quelle: https://www.rnz.de/nachrichten/heidelberg_artikel,-kostenloser-nahverkehr-in-heidelberg-mit-der-abschaffung-der-tickets-allein-ist-es-nicht-getan-_arid,356553.html
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« Antworten #15 am: 11. Mai 2018, 09:20:07 »

Gibt es solche Initiativen eigentlich auch in anderen Städten?

Nulltarif im Nahverkehr
halte ich für eine wichtige Forderung überall!
Sie wäre ein Gebot der Stunde, nicht nur aus verkehrspolitischen und ökologischen Gründen.
Sie hat einen wichtigen sozialen Gesichtpunkt.
Gegen eine Kriminalisierung der Armen (Knast für Schwarzfahrer) und für Teilhabe am sozialen Leben und Mobilität der sozial Ausgegrenzten.
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« Antworten #16 am: 05. Juni 2018, 20:45:20 »

Erste größere Stadt: Augsburg führt kostenlosen Nahverkehr ein

In der bayerischen Stadt Augsburg können Fahrgäste bald mit Bussen und Straßenbahnen fahren, ohne ein Ticket kaufen zu müssen. Augsburg wird die erste Großstadt mit kostenlosem öffentlichen Nahverkehr.

https://utopia.de/erste-groessere-stadt-augsburg-fuehrt-kostenlosen-nahverkehr-ein-91153/


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« Antworten #17 am: 20. Juni 2018, 09:23:14 »

Zitat
Erschreckende Zahlen
4834 Knirpse beim Schwarzfahren in Berlin ertappt


Auch kleine Knirpse, die gerade erst aus dem Kita-Alter heraus waren, gingen ins Netz: Im vergangenen Jahr haben Kontrolleure der Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) 4834 Schwarzfahrer im Alter zwischen 6 und 14 Jahren erwischt. Das geht aus der Antwort des Senats auf eine Anfrage von Linken-Abgeordneten hervor.
https://www.berliner-kurier.de/berlin/kiez---stadt/erschreckende-zahlen-4834-knirpse-beim-schwarzfahren-in-berlin-ertappt-30020596

Zitat
Schwarzfahrer muss fünf Monate ins Gefängnis

Norderstedt.  Viermal ist der 33-Jährige in der AKN beim Schwarzfahren erwischt worden. Dafür verurteilte ihn der Norderstedter Amtsrichter Matthias Lohmann zu einer Haftstrafe. Fünf Monate muss der Mann hinter Gitter.
https://www.abendblatt.de/region/norderstedt/article214446655/Schwarzfahrer-muss-fuenf-Monate-ins-Gefaengnis.html

Zitat
Schwarzfahren in Nadelstreifen:
Sechs Prozent sind ohne Karte unterwegs

 Rund 50 Millionen Euro mehr würde der Rhein-Main-Verkehrsverbund jährlich einnehmen, wenn jeder Fahrgast einen Fahrschein kaufen würde. Manche können sich die Karte einfach nicht leisten, doch viele weigern sich aus Prinzip. Dabei ist Schwarzfahren kein Kavaliersdelikt.


Immer wieder berichteten Kontrolleure davon, dass Banker oder andere Fahrgäste in feinem Zwirn vor ihnen flüchteten oder ihnen ungerührt die 60 Euro Strafe in die Hand drückten, die fällig werden, wenn man beim Schwarzfahren erwischt wird. Manche ließen sich die Zahlung sogar quittieren, wohl um sich das Geld später aus einer gemeinsamen Kasse erstatten zu lassen.
http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Schwarzfahren-in-Nadelstreifen-Sechs-Prozent-sind-ohne-Karte-unterwegs;art675,2982978

Zitat
Zahl der Ersatzhäftlinge in Thüringen steigt

Schwarzfahren, Drogen in der Tasche oder Ladendiebstahl. Das sind typische Vergehen für das Urteil "Geldstrafe". In Thüringen können oder wollen immer mehr Menschen diese Geldstrafen nicht bezahlen. Wer aber nicht zahlt, muss in den Knast und eine so genannte Ersatzfreiheitsstrafe antreten. Während die Zahl der Thüringer Häftlinge insgesamt deutlich sinkt, steigt die Zahl derer, die Geldstrafen absitzen.
https://www.mdr.de/nachrichten/politik/regional/ersatz-freiheitsstrafen-gefaengnis-thueringen-100.html

Zitat
S-Bahn-Kontrolleure sollen Berlin-Touristen abgezockt haben

Zwei Fahrkartenkontrolleure sollen von drei Berlin-Touristen erhöhte Entgelte kassiert haben. Die steckten sie in die eigene Tasche.
https://www.morgenpost.de/berlin/article214477765/S-Bahn-Kontrolleure-sollen-Berlin-Touristen-abgezockt-haben.html

Zitat
Kontrolleure dürfen im ÖPNV auch festhalten

Kontrolleure dürfen darüber hinaus Schwarzfahrer auffordern, auszusteigen, um die Identität zu überprüfen. Wer nicht kooperiert oder gar versucht wegzulaufen, darf festgehalten werden, bis die Polizei kommt.
https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2018/06/fahrkarten-kontrolleure-s-bahn-u-bahn-berlin-prozess.html

Zitat
Tragische Schicksale, hohe Staatskosten: Warum zu viele Schwarzfahrer im Gefängnis landen

Schwarzfahren ist in Deutschland eine Straftat. Wer öffentliche Verkehrsmittel ohne gültiges Ticket nutzt, muss mit einer saftigen Geldbuße rechnen. Ersatzweise geht es ins Gefängnis. Wie schnell das kommen kann, weiß die junge Mutter Stefanie L., die ihr eigenes Kind nicht sehen kann, weil sie bis Oktober im Gefängnis sitzt.


Stefanie L. ist erst vor etwas mehr als einem Monat Mutter geworden – und hat ihren Sohn seitdem kaum gesehen. Die 27-Jährige verbüßt eine so genannte Ersatzfreiheitsstrafe, weil sie wiederholt beim Schwarzfahren erwischt wurde und die Geldstrafen nicht zahlen konnte. Ihr kleiner Jeremy-Luca muss deshalb vorübergehend in einer Pflegefamilie versorgt werden. Nach derzeitigem Stand soll Stefanie noch bis Mitte Oktober in der Justizvollzugsanstalt in Köln einsitzen.

Wie Stefanie L. ergeht es fast 1000 Menschen in Deutschland: Sie alle sitzen wegen Schwarzfahrens im Gefängnis. Oft sind es einkommensschwache Menschen, die sich die Tickets zur Arbeit schlicht nicht leisten können. Abgesehen von den Einzelschicksalen sind Ersatzfreiheitsstrafen für Schwarzfahrer auch eine immense Belastung für die Staatskasse: Hartz-IV-Empfängern beispielweise werden pro Hafttag 10 Euro Strafe erlassen, ihre Unterbringung kostet den Steuerzahler aber fast 150 Euro – jeden Tag. Die Gefängniskosten für inhaftierte Schwarzfahrer summieren sich pro Jahr auf mehr als 50 Millionen Euro.
https://www.stern.de/tv/fahren-ohne-ticket--warum-immer-mehr-schwarzfahrer-im-gefaengnis-landen-8123242.html

Zitat
Endstation Strafanzeige

Duisburg Die Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG) setzt viele Mittel ein, um Schwarzfahrer in Bussen und Bahnen zu erwischen. Bewährt haben sich in den vergangenen Jahren die sogenannten Schwerpunktkontrollen.
https://rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/endstation-strafanzeige_aid-23496985

Zitat
Gnadenlose Justiz
Zwei Jahre Haft - fürs Schwarzfahren
http://www.spiegel.de/plus/zwei-jahre-haft-fuers-schwarzfahren-a-b16d702b-8e2c-436a-b59d-fca8a620ada3#/
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« Antworten #18 am: 20. Juni 2018, 17:32:57 »

Das zeigt mal wieder, wie gnadenlos dieser Staat ist, wenn es um Geld und Eigentum geht.
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« Antworten #19 am: 20. Juni 2018, 18:43:55 »

... wie gnadenlos dieser Staat ist, wenn es um Geld und Eigentum geht.

Kommt darauf an, bei wem.
Wenn die Armen etwas vom gesellschaftlichen Reichtum abhaben wollen, wandern sie in den Knast.
Wenn die Banker der HSH Nordbank sich die Taschen gefüllt und die Gelder verzockt haben, werden kurz mal 11 Milliarden Euro aus Steurgeldern aufgebracht, um die Finanzlöcher wieder zu stopfen.

Während einer 2 Jahre Knast für Schwarzfahren gekriegt hat, wurde Dirk Jens F. Nonnenmacher, seinerzeit Vorstandsvorsitzender der HSH Nordbank, unter dessen Aufsicht die Kassen geplündert wurden, freigesprochen. Medien berichteten von einer Sonder-Bonuszahlung in Höhe von 2,9 Millionen Euro an ihn.
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« Antworten #20 am: 20. Juni 2018, 18:59:03 »

Kommt darauf an, bei wem.
Die herrschende Klasse wird anders behandelt, als die Armen. Wer herrscht, hat bestimmte Freiheiten.
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« Antworten #21 am: 20. Juni 2018, 19:22:06 »

So ist es. Alle sind gleich, aber einige sind gleicher.  angry
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« Antworten #22 am: 21. Juni 2018, 09:44:13 »

Zitat
So ist es. Alle sind gleich, ...

Waaaas, ich dachte wir sind alle Individuen?
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Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
Jiddu Krishnamurti
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« Antworten #23 am: 05. Juli 2018, 09:51:52 »

Zitat
Öffentlicher Nahverkehr - In Dünkirchen dürfen alle gratis Bus fahren

Ohne Fahrschein im Bus: Ab September ist das im nordfranzösischen Dünkirchen kein Problem. Und wie sieht es in deutschen Städten aus?


Quelle: http://www.spiegel.de/auto/aktuell/duenkirchen-fuehrt-gratis-oepnv-ein-a-1215775.html
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« Antworten #24 am: 22. Juli 2018, 10:02:22 »

1968
Die Straßenbahnunruhen – Als Bremens Jugend auf die Straße ging

https://www.butenunbinnen.de/videos/extra-strassenbahn100.html
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