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Autor Thema: Essener Tafel nimmt nur noch Deutsche auf  (Gelesen 5960 mal)
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Rappelkistenrebell


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« am: 22. Februar 2018, 15:44:07 »

Der Rechtsruck in der brd geht durch alle Institutionen durch  Angry

Essener Tafel nimmt nur noch Deutsche auf

https://www.mittelbayerische.de/politik-nachrichten/essenertafel-nimmt-nur-noch-deutsche-auf-21771-art1618120.html
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« Antworten #1 am: 22. Februar 2018, 17:07:23 »

Der Artikel 3 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland gehört zum ersten Abschnitt (Grundrechte) und garantiert die Gleichheit vor dem Gesetz, die Gleichberechtigung der Geschlechter und verbietet Diskriminierung und Bevorzugung aufgrund bestimmter Eigenschaften. Damit handelt es sich um ein Gleichheitsrecht.

(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.(...)
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« Antworten #2 am: 22. Februar 2018, 18:28:20 »

Sprichste vom selben Grundgesetz,daß auch de Planung und Führung von Angriffskriegen verbietet? Das selbe das auch behauptet Eigentum würde verpflichten? Das selbe das von Menschenwürde spricht und zugleich Hartz Gesetze und Zwangsarbeit als vereinbar hält?Welche Variante des Grundgesetzes ist denn gemeint?Dieses wurde ja schon über 100 !!! mal ergänzt reformiert gebogen und gebrochen.....

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« Antworten #3 am: 23. Februar 2018, 13:02:47 »

Charity ist scheiße.
Das wusste auch die Linksfraktion im Bundestag 2015 https://www.linksfraktion.de/themen/nachrichten/detail/tafeln-als-ausfallbuergen-des-sozialstaats/
Auf kommunaler Ebene arbeitet man dann doch sehr gerne zusammen:
2008
LINKE St. Lorenz fordert Unterstützung für die Lübecker Tafel

2009
Lübecker Tafel muss angemessen unterstützt werden

Rote Socken für die Kinder in Kücknitz


2014
Linke: Lübecker Tafel soll im Rathaus unterkommen

Usw.Usw...
Man munkelt sogar, das die Sozialberatung der Linken in Lübeck von der Tafel gesponsort wird.
Unser kostenloses Erwerbslosenfrühstück
Aber das ist wahrscheinlich kompletter Quatsch.
« Letzte Änderung: 23. Februar 2018, 13:04:39 von dejavu » Gespeichert

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« Antworten #4 am: 23. Februar 2018, 16:24:51 »

Ich finde es ja an sich ok, grundsätzlich und evtl strukturell zu kritisieren, aber die konkrete Arbeit unter Umständen eben doch zu unterstützen. Der Kern des  Problem sind nicht die Tafeln, aber sie sind eben auch keine Lösung, sondern eine Verschleierung.

Kotzreiz krieg ich manchmal bei der Weltsicht einiger "Kümmermütter" (sind nicht nur Mütter oder/und weiblich). In Braunschweig gab es nicht wenig "Hausfrauen" die sich sozial engagieren wollen, während ihr Männer ihren Job als Besserverdiener oder Ausbeuter machen. Sie wollen den "armen Abgehängten" helfen, die nicht "stark" genug sind um selber klar zu kommen. Aber bloß nicht politisch werden, wir wollen doch nur helfen.

Ähnliche Leute gab es auch 2015 in der Flüchtlingshilfe in Kiel. Sie bemuttern Leute, am besten süße Kinder und Familien, und wissen oft auch was das Beste für diese Leute ist. Die Unterschicht ist schließlich dafür da um sich als gut, sozial und gerecht zu fühlen, während die Partner ihren Job machen und massenhaft Leute ausbeuten.
In Braunschweig wurde die Tafel dann auch von Daimler gesponsert. Juhu, der gute Kapitalismus...

Aber trotzdem ist es ok Leuten Hilfe zukommen zu lassen, die sie brauchen weil sie in dieser Gesellschaft ausgebeutet, vertrieben und abgehängt werden. Leider ist es mir nie gelungen, die politische Dimension zu vermitteln und eine Reflexion der politischen/ökonomischen Verhältnisse und ihrer eigen Rolle darin zu erreichen.

Immer noch gilt: FUCK CHARITY, LOVE SOLIDARITY
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« Antworten #5 am: 23. Februar 2018, 18:28:34 »

Der Artikel 3 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland gehört zum ersten Abschnitt (Grundrechte) und garantiert die Gleichheit vor dem Gesetz, die Gleichberechtigung der Geschlechter und verbietet Diskriminierung und Bevorzugung aufgrund bestimmter Eigenschaften. Damit handelt es sich um ein Gleichheitsrecht.

(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.(...)

Aber gilt dieser gesetzliche Anspruch auch für eine private Hilfsleistung? Der Staat käme da nicht raus hat sich aber Dank der Tafeln einer Grundversorgung entledigt, die Tafeln können einfach jede Hilfeleistung einstellen ohne Konsequenzen.

Daher finde ich das gerade gut, es zeigt schon mal den privaten Stinkefinger der jedem, jederzeit gezeigt werden kann, es gibt da keinen gesetzlichen Anspruch auf eine grundversorgende Leistung.
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« Antworten #6 am: 25. Februar 2018, 09:14:31 »

Aufnahmestopp für AusländerEssener Tafel-Chef zeigt keine Reue


Jörg Sartor, Chef der Essener Tafel, verteidigt seine Entscheidung, vorerst keine Ausländer mehr bei der Tafel mit aufzunehmen

Freitag, 23.02.2018, 22:03
Der Wasserturm an der Steeler Straße aus dem Jahr 1884 ist ein altes Wahrzeichen der Stadt Essen. Montags, mittwochs, freitags und samstags wird er zur Oase für Menschen, die in finanzielle Not geraten sind und sich kein Essen mehr aus dem Supermarkt leisten können.

So wie die adrett gekleidete Frau mit dem roten Lippenstift, den rötlichen Haaren und dem Pepita Hut. Ihren Namen möchte sie nicht sagen. „Dann fragt jeder: 'Was, du musst zur Tafel?'“. Es sei ja kein Vergnügen, sich mit einer Essensmarke in einer Schlange anzustellen und um Essen zu bitten, das von Discountern und Supermarkten für die Armen gespendet wird, sagt sie.

20 Jahre lang sei sie selbstständig gewesen, für eine Rente, von der sie leben kann, habe es nicht gereicht. Seit fünf Jahren holt sie sich jeden Freitag um 14.30 Uhr ihren Wochenbedarf ab. „Das Essen ist sehr lecker, die Leute sind alle hilfsbereit und nett“, lobt sie die Qualität der Ware und die 120 Ehrenamtlichen, die allein für die Tafel in Essen-Steele arbeiten.

Heute ist allerdings kein normaler Freitag. Neben den vielen Menschen, die mit ihren Einkaufstrolleys und den Rucksäcken in der Schlange auf ihr Gemüse, ihr Obst und die Kartoffeln warten, stehen auch Journalisten. Sie wollen wissen, was los ist im Wasserturm. Was das soll, keine Essensspenden an Sozialleistungsempfänger mehr auszugeben, die neben ihrem Hartz IV-oder Grundsicherungsbescheid nicht auch einen deutschen Pass vorlegen können? Und ob die Essener Tafel von Rassisten geführt wird.

„Ich bin Syrer, aber zuerst bin ich Mensch“
Die ehemalige Selbstständige hält die Empörung einerseits für „aufgebauscht“. „Schauen Sie sich doch um, hier sind doch alle Nationalitäten vertreten.“ Andererseits hält sie die Entscheidung offenbar auch nicht für sehr glücklich: „Ob Türke, Araber, ist mir egal, mir ist noch keiner blöd gekommen.“

Und ein Gedränge, wie es einige Medien berichteten, gebe es auch nicht. Sie habe ihren festen Termin. 14.30 bis 15 Uhr steht auf ihrer laminierten Plastikkarte. Deutlicher wird ihr Nachbar in der Schlange, Badr Sarrag (32) aus Syrien. Er sei seit drei Monaten in Essen. In der Stadt, in der er vorher wohnte, habe es keine Trennung nach Nationalitäten gegeben. „Ich bin Syrer, aber zuerst bin ich Mensch, es sollte keinen Unterschied geben. Das ist nicht gut.“ Probleme habe er an der Steeler Straße noch keine gehabt, sagt er und legt der Frau an der Registrierung 1,70 Euro hin, bevor er sich zuerst einen Salat nimmt.

Warum also das Ganze? Der Bundesvorsitzende der Tafeln, Jochen Brühl, erinnerte im ARD-Morgenmagazin seine Essener Kollegen daran, dass „Not und Bedürftigkeit im Vordergrund“ stehen müssten, „nicht die Nationalität“. „Alles Quatsch“, sagt Jörg Sartor, der Chef der Essener Tafel.

In seinem massigen Gesicht findet sich keine Spur von Selbstzweifel, als er in den kleinen Kühlraum des Wasserraumes schreitet. „Ich bin in den Charts“, begrüßt er mit selbstironischem Grinsen den FOCUS-Online-Reporter. „Ganz ehrlich? Ich lache mich kaputt über das ganze Theater“, sagt er und präsentiert Zahlen: 6000 „Kunden“ hätte die Tafel insgesamt in den zwölf Ausgabestellen. Der Anteil der ausländischen Mitbürgern an den Lebensmittelempfängern lag zuletzt bei „75 Prozent“, sagt Sartor. Vor zwei Jahren seien es 35 Prozent gewesen. „Wir wollen dies einfach wieder in die Waage bekommen. Es gibt auch viele deutsche Bedürftige.“ Die kamen jedoch zuletzt immer weniger, stellten er und seine Mitarbeiter fest.


Rita Nebel, Vorsitzende bei der Essener Tafel, sieht sich durch die Kritik als "ungerecht" behandelt

Mitarbeiter wehren sich gegen Rassismus-Vorwürfe
Möglicher Applaus aus der rechten Ecke interessiere ihn nicht. Seit gestern Morgen habe er „250 Mails“ bekommen, 80 Prozent davon seien „positiv“ gewesen. Er meint, dass die Schreiber ihn ermutigt hätten. „Endlich mal jemand, der Eier hat“, lautete ein Kommentar. „Von der AfD kam gar nichts, nur einer schrieb so einen rechten Scheiß“, sagt Sartor.

Der Tafel-Chef sagt, er wolle niemanden ausschließen. Wenn er aber eine Kundin frage, warum sie nicht komme und sie antworte, dass sie sich „unwohl“ fühle, müsse er sich überlegen, „was falsch läuft“. Seine Mitarbeiter stehen offenbar hinter ihm und wehren sich dagegen, an den Pranger gestellt zu werden. „Wir haben mit Rassismus und Rechten überhaupt nichts zu tun“, sagt Rita Nebel aus dem Vorstand. Sie trägt wie alle Mitarbeiter eine rote Fleece-Jacke mit der weißen Aufschrift „Essener Tafel“. Als „ungerecht“ empfindet sie die Vorwürfe, "wir machen das doch alle ehrenamtlich".

Eine schlüssige Antwort auf die Frage, warum die Essener Tafel einen Ausländerstopp eingeführt hat, findet sich an diesem Freitagmittag nicht. Aufregung oder Protest gegen die Entscheidung aber auch nicht. Die Leute, die zur Tafel kommen, haben offenbar andere Probleme.

So wie der Mittvierziger mit den langen grau-schwarzen Haaren. Er gibt stolz seinen Euro ab, der symbolische Betrag für die Wochenration. „Spitzkohl“, fragt die Mitarbeiterin der Tafel? „Der ist heute besonders lecker.“ Die ehemalige Selbstständige ist derweil fertig. Ihr Trolley ist bis obenhin vollgepackt mit Lebensmitteln. „Die ersten beiden Male war es schlimm, hierhin zu kommen. Mittlerweile schäme ich mich jedoch nicht mehr. Ich habe schließlich mein Leben lang gearbeitet.“


Quelle

https://www.focus.de/politik/deutschland/aufnahmestopp-fuer-auslaender-bei-essener-tafel-tafel-chef-lache-mich-kaputt-ueber-das-ganze-theater_id_8518443.html
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« Antworten #7 am: 25. Februar 2018, 09:54:45 »

Zitat
Der Tafel-Chef sagt, er wolle niemanden ausschließen. Wenn er aber eine Kundin frage, warum sie nicht komme und sie antworte, dass sie sich „unwohl“ fühle, müsse er sich überlegen, „was falsch läuft“. Seine Mitarbeiter stehen offenbar hinter ihm und wehren sich dagegen, an den Pranger gestellt zu werden. „Wir haben mit Rassismus und Rechten überhaupt nichts zu tun“, sagt Rita Nebel aus dem Vorstand. Sie trägt wie alle Mitarbeiter eine rote Fleece-Jacke mit der weißen Aufschrift „Essener Tafel“. Als „ungerecht“ empfindet sie die Vorwürfe, "wir machen das doch alle ehrenamtlich".

Wir sind keine Rassisten müssen aber aus "Kunden-Nähe/-Freundlichkeit" zwangsweise tun was Rassisten wollen. Ääähh?
Wie wäre es anders herum, wem das Umfeld nicht passt soll sich eine einsame Wiese zum grasen suchen.
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« Antworten #8 am: 25. Februar 2018, 10:10:10 »

Essen ist dabei eine Stadt in der viele SPD Parteibuchbesitzer klassische Sozialfaschisten sind! Sie sind in vielen sozialen Einrichtungen und Behörden präsent,sie gehören zu AfD und Pegidauntertsützern.Viele SPD Mitglieder sind regelmäßige Pegidamarschierer (gewesen) und Unterstützer der AIDA Pseudogewerkschaft.Weiterhin gab es einige Aktionen der SPD bzw ihrer Mitglieder dann ohne SPD Logo gegen Flüchtlinge.Wie zB hier



Hier dazu ein Artikel aus FAZ 2016

PROTESTE IN ESSEN :
SPD-Verbände sagen Demo gegen Flüchtlingsheime ab


http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/proteste-in-essen-spd-verbaende-sagen-demo-gegen-fluechtlingsheime-ab-14030417.html

Bekannt ist auch aus und in Essen Guido Reil.SPD Ratsherr und wechselte dann zur Afd! Seid Jahrzehnten auffällig durch pathologischen Antikommunismus und Rassismus...er war nur SPD Mitglied weil seine Lieblingspartei seid 1945 nicht mehr zugelassen ist.
Hier der Wiki Artikel zu diesem Sozialfaschisten

https://de.wikipedia.org/wiki/Guido_Reil

Die Sarrazins sind überall in der SPD vertreten! In meiner Stadt wurde durch SPD Mitglieder in Gewerkschaft ,Partei und Sozialbewegungen die Sarrazinhetzschrift "Deutschland schafft sich ab" per Hand weiterverkauft und beworben.Einige dieser SPD ler liefen auch hier bei AfD mit und haben Kontakte zu Rechten....kein Problem in der SPD vor Ort
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« Antworten #9 am: 25. Februar 2018, 10:11:04 »

Der Ruhrpott ist in meinen Augen sowieso eine komische eigene Welt.
Alles war da unter der Kontrolle der institutionellen "Arbeiterbewegung" von DGB/SPD und die Zeit schien dort stehengeblieben zu sein. Ein paar ritualisierte Arbeitskämpfe, ansonsten hat man es sich eingerichtet in einer Kultur mit Taubenzüchten und lokalem Fußballverein. Als irgendwann der heutige Kapitalismus die proletarische Spießerwelt ins Wanken brachte, liefen die SPD Wähler massenhaft direkt zur AfD. In einigen Regionen ist es schlimmer als im so berüchtigten Ostdeutschland.
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« Antworten #10 am: 25. Februar 2018, 10:27:09 »

Dumpfe rassistische Gefühle der "Kunden" als Rechtfertigungsgrund für den Aufnahmestopp für Migranten. Aber wir sind ja nicht rassistisch. Nein!
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« Antworten #11 am: 25. Februar 2018, 10:46:32 »

Jetzt Exclusiv erhältlich bei der Essener Tafel Grin




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« Antworten #12 am: 25. Februar 2018, 11:29:58 »

Danke Rappel, diesen Guido Reil kannte ich nicht.

Eine echte Ruhrpottkarriere:
Zitat
Guido Reil, geboren in Gelsenkirchen (...) ist seit seinem Hauptschulabschluss mit 16 Jahren im Bergbau tätig, wo er zunächst eine Ausbildung zum Schlosser absolvierte. Er arbeitet als Steiger im Bergwerk Prosper-Haniel und ist Gewerkschafts- und Betriebsratsmitglied. Reil ist mit einer Russin verheiratet.(...)
Für seinen Übertritt von der SPD zur AfD nach 26 Jahren Mitgliedschaft wegen seiner Kritik an der SPD-Politik während der Flüchtlingskrise erhielt er bundesweite Medienaufmerksamkeit. (...)
Der New York Times gegenüber erklärte Reil später, es gebe Pläne für den Aufbau eine bundesweiten AfD-nahen Gewerkschaft, und kündigte eine Revolution insbesondere in der Automobilindustrie an.
https://de.wikipedia.org/wiki/Guido_Reil

Dazu fällt mir auch das Ergebnis einer Studie zu Gewerkschaften und Rechtsextremismus ein:
Zitat
Organisiert und rechts
GewerkschafterInnen sind keineswegs immun gegen rechtsextreme Überzeugungen. Das gilt insbesondere für die aktiven Mitglieder aus der Mittelschicht.


Hätte Oskar Lafontaine, der Spitzenkandidat des neuen Linksbündnisses, vor zwei Wochen in Chemnitz nicht gerade im Jargon der Nationalsozialisten von »Fremdarbeitern« gesprochen, die »Familienvätern und Frauen« die Arbeitsplätze wegnähmen – wer weiß, ob die Passage seiner Rede ansonsten Aufsehen erregt hätte. Denn die Botschaft, dass BilligarbeiterInnen aus dem Ausland die Arbeitsplätze der Deutschen bedrohen, findet hierzulande große Zustimmung, auch unter jenen, die üblicherweise nicht zum rechten Rand der Gesellschaft gezählt werden.

Die empirische Untersuchung – mit der Befragung von über 4 000 Personen das bisher größte Forschungsvorhaben zu rechtsextremen Einstellungen in der Bundesrepublik – war bereits Ende vergangenen Jahres abgeschlossen. Die interne Prüfung dürfte einigermaßen schockierend für die AuftraggeberInnen gewesen sein, denn der Bericht kommt zu erschreckenden Ergebnissen: Gerade die ausgebildeten FacharbeiterInnen, die etwa ein Viertel der Gewerkschaftsmitglieder stellen und aus denen sich das Gros der FunktionärInnen rekrutiert, tendieren überproportional zu rechtsextremen Überzeugungen. »Die maßgeblichen Trägergruppen der Gewerkschaften sind also besonders wenig immun gegen rechtsextreme Ideen; aus ihren Reihen stammt die Hälfte der Gewerkschaftsmitglieder mit rechtsextremen Einstellungen«, resümierten die Wissenschaftler.

Der Mythos, GewerkschafterInnen seien grundsätzlich resistent gegen braunes Gedankengut, ist somit endgültig widerlegt.
Gekürzt aus der wenig geschätzten "Jungle World": https://jungle.world/15513

Ich kann's nicht oft genug wiederholen: Wir haben es mit den Auswirkungen der Entpolitisierung zu tun!
Arbeitertümelei ist keine Politik. Das Kapital operiert global. Die einzige Chance, die wir gegen diese alles bestimmende Macht haben, ist, endlich zu begreifen, daß der Arbeiter kein Vaterland hat und wir lernen müssen uns grenzüberschreitend zu wehren.

Wenn diese Erkenntnis verbreitet wäre, könnte folgender Dreck nicht möglich sein:

Die IGM hat zehntausende mobilisiert um gegen die "Konkurrenz" in China gemeinsam mit Poltikern und Unternehmern zu demonstrieren, statt gemeinsam mit chinesischen Arbeitern für bessere Arbeits- und Lebenbedingungen zu kämpfen:
Zitat
Warum Stahl-Deutschland jetzt protestiert
Heute gehen Deutschlands Stahlarbeiter bundesweit auf die Straße. Sie fordern Hilfe im Kampf gegen Dumping-Konkurrenz
(...)

In Duisburg, Berlin, Völklingen, Dillingen  und anderen Standorten werden die Stahl-Beschäftigten die Politik zum Handeln auffordern. Zur größten Kundgebung vor dem thyssenkrupp Werk in Duisburg wird auch Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) erwartet.

Sollte die deutsche Stahlindustrie wegen überharter Umweltauflagen zugrunde gehen...

Stephan Ahr, Betriebsrat-Chef bei Saarstahl in Völklingen, spricht von einem Existenzkampf: "China will Europas Stahlhersteller mit Preisdumping in die Knie zwingen(...)." Ahr hat eine klare Forderung an die Politik: "Die EU muss uns schützen."  
https://www.igmetall.de/aktionstag-in-der-stahlindustrie-21401.htm

Es ist in andern Ländern ähnlich: Diese gemeingefährliche Dummheit und die Angst vor ausländischen Kollegen haben Trump an die Macht und der Brexit Kampagne den Erfolg gebracht.
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« Antworten #13 am: 25. Februar 2018, 12:21:28 »

Die Entsolidarisierung der Werktätigen liegt natürlich im Rechtstrend dieser Republik und das fördert natürlich auch den Standortnationalismus der Gewerkschaften.
Mir persönlich sind mindestens 20 (ehemalige) SPD Mitglieder bekannt aus dem Ruhrgebiet,die inzwischen bei rechten Parteien Mitglied sind oder einfach regelmäßig auf rechten Veranstaltungen und Demos teilnehmen und ihr SPD Buch nicht abgeben mußten,obwohl das vor Ort von anderen SPD Mitgliedern aufs schärfste kritisiert wurde und wird!

Lesenswert dieser Artikel

Ruhrgebiet: Sozialdemokraten laufen zur AfD über

https://www.wsws.org/de/articles/2017/01/14/reil-j14.html

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« Antworten #14 am: 26. Februar 2018, 15:53:52 »

Zitat
Flüchtlingspolitik - Breite Kritik an Entscheidung der Essener Tafel

Wachsende Armut und der Zustrom von Flüchtlingen haben die Zahl der Menschen, die die sogenannten Tafeln in Anspruch nehmen müssen, im letzten Jahr um das Doppelte ansteigen lassen.

Quelle: https://www.rf-news.de/2018/kw09/breite-kritik-an-entscheidung-der-essener-tafel
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« Antworten #15 am: 26. Februar 2018, 20:40:36 »

Aus: Ausgabe vom 27.02.2018, Seite 2   / Inland

»Ursächlich ist eine völlig verfehlte Sozialpolitik«
Die Essener Tafel, die Lebensmittel an Bedürftige ausgibt, will künftig nur noch Deutsche versorgen. Gespräch mit Julia von Lindern
Interview: Markus Bernhardt



Brot nur noch für deutsche Bedürftige? Bei der Essener Tafel werden verschiedene Gruppen armer Menschen gegeneinander ausgespielt
Foto: Roland Weihrauch/dpa

Sie haben das Vorgehen der Essener Tafel als »Wasser auf die Mühlen der Rassisten von AfD, Pegida und Co.« kritisiert. Die Tafel hingegen hat darauf hingewiesen, dass es mehrfach Probleme mit nichtdeutschen Bedürftigen gegeben habe. Machen Sie es sich also nicht etwas sehr einfach?

Ich finde deren Entscheidung, Menschen aufgrund ihrer Nationalität auszugrenzen, sehr einfach. Und zu kurz gegriffen, denn wenn Menschen in ihrer Existenz bedroht oder einfach nur bedürftig sind, kommt es vielfach zu Neid und Missgunst.

Ursächlich für dieses Phänomen ist doch eine seit Jahren völlig verfehlte Sozialpolitik und ein permanentes Herabsetzen der Existenzsicherung im Transferleistungsbezug. Das Prinzip der Tafeln wird seit vielen Jahren zu Recht kritisiert, denn es geht bei den Tafeln um Mitleidsökonomie sowie das Ausbleiben politischer Forderungen. Dass der Vorsitzende der Essener Tafel, Jörg Sartor, nun auch noch eine Spaltung bedürftiger Menschen forciert, statt nach Lösungen zu suchen, ist der bisherige Tiefpunkt.

Die Essener Tafel hat darauf hingewiesen, dass betagtere Deutsche die Hilfe der Tafel aufgrund von Problemen mit Migranten nicht mehr angenommen hätten. Halten Sie das für Propaganda?

Nochmal: Immer, wenn Menschen nicht genug zum Leben haben und nicht mehr wissen, was sie noch machen sollen, weil am Ende des Geldes noch so viel Monat übrig ist, kann es zu Konflikten kommen. Die Kritik von Jörg Sartor von der Essener Tafel lautete aber nicht »Wir können nicht mehr alle versorgen, wir haben zu wenig Ehrenamtliche oder zu wenige Lebensmittelspenden«. Er behauptet stumpf-dumpf rassistisch: »Die deutsche Oma traut sich nicht mehr zu uns.« Das ist Propaganda. Er spielt zwei Gruppen Bedürftiger gegeneinander aus, nämlich den jungen, männlichen Geflüchteten gegen die alleinerziehende Mutter oder die arme Rentnerin.

Solche Muster kennen wir bereits aus anderen Bereichen, wie etwa der EU-Erweiterung um Rumänien und Bulgarien. Damals wurde von einer »Zuwanderung in das Wohnungslosenhilfesystem« gesprochen – zynischer geht es nicht. Auch damals haben etliche Kleiderkammern und Essensausgaben ihre Nichtzuständigkeit erklärt, ihr Sprachgebrauch war entsprechend. Und auch die Diskussionen um die Kölner Silvesternacht haben den Fokus nach rechts verschoben: Es ging nicht um Gewalt von Männern gegen Frauen, sondern um den nordafrikanischen Flüchtling.

Aber wie hätten Sie die Probleme gelöst, sollten die Berichte über die Konflikte zutreffend sein?

Es gibt zahlreiche bereits praktizierte Ansätze, etwa dass die Öffnung zunächst für ältere Menschen oder Mütter mit Kindern erfolgt und danach für alle anderen. Der Einsatz von Ehrenamtlichen aus verschiedenen Ländern, um Sprachbarrieren abzubauen und kulturelle Missverständnisse zu vermeiden, wäre eine weitere Möglichkeit.

Liegt das Problem denn nicht noch tiefer? Schließlich kann es doch kein akzeptabler Zustand sein, dass überhaupt irgendein Mensch – woher er auch immer stammt – in der reichen Bundesrepublik auf Lebensmittelspenden angewiesen sein sollte?

Das stimmt. Und es gibt viel zu wenig Wut angesichts dessen, dass in diesem Land Menschen ohne Wohnung leben müssen, dass die Zahl derjenigen, die in Mülltonnen wühlen, beständig zunimmt, dass Kinder ein Armutsrisiko sind. Oder noch schlimmer – die Wut wird gegen die Betroffenen gerichtet, etwa wenn schlafende Obdachlose angezündet werden oder mehr als ein Fünftel der Gewerkschaftsmitglieder rassistischen Positionen zustimmt. Diese Entwicklung kann nur zurückgedrängt werden, wenn die Kräfte des Fortschritts begreifen, dass sie über die soziale Frage nicht nur reden dürfen, sondern dass sie handeln müssen. Das bedeutet, dass es Aktionen der Konfrontation mit den Reichen und Mächtigen einerseits und Aktivitäten der konkreten Solidarität mit und zwischen »denen da unten« andererseits geben muss.

Julia von Lindern ist Diplomsozialpädagogin beim Düsseldorfer Straßenmagazin fiftyfifty

Weitere Informationen unter: www.fiftyfifty-galerie.de


Quelle

https://www.jungewelt.de/artikel/328008.ursächlich-ist-eine-völlig-verfehlte-sozialpolitik.html
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« Antworten #16 am: 26. Februar 2018, 22:28:29 »

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« Antworten #17 am: 26. Februar 2018, 23:36:16 »

Zitat
Verteilungskrämpfe ganz unten in der zunehmend normalisierten Welt der Zusätzlichkeit. Diesseits und jenseits der Essener Tafel

[...]
Um es gleich gegenüberstellend auf den Punkt zu bringen:  Beim Thema Tafeln kann man es nicht richtig machen. Für die einen gehören die Tafeln abgeschafft, für manche darunter sind sie zum nicht nur symbolischen, sondern handfesten Ort der Kapitulation des Sozialstaats vor der staatlichen Aufgabe der Gewährleistung der Existenzsicherung armer Menschen degeneriert, an die man die Menschen verweisen kann, denen man nicht genug Mittel zur Verfügung stellt, um sich selbst und ohne Rückgriff auf Almosen zu helfen. Die Kritiker arbeiten sich ab an der angeblichen oder tatsächlichen Funktionalität der Tafeln im Sinne einer neuen "Abspeisung" von Menschen, denen man zu geringe Sozialleistungen gewährt und die man dann auf die fast flächendeckende Versorgungsinfrastruktur der Tafeln verweisen kann, bei denen man sich ja das besorgen kann, was nicht über die staatlichen Leistungen abgedeckt werden kann.
Auf der anderen Seite zeigt die Expansionsgeschichte der Tafeln, dass es offensichtlich eine reale Nachfrage nach den dort verteilten Lebensmitteln gibt - und dieser Nachfrage ist die theoretische Debatte ziemlich egal bzw. sie kommt für die Betroffenen kopflastig daher. Hinter dieser Nachfrage stehen Menschen, die mit den Lebensmitteln der Tafeln über den Monat kommen, denen der Genuss von Obst und Gemüse ermöglicht wird.
[...]
Das eigentliche Problem besteht nicht in der Existenz der Tafeln an sich, solange man diese als ein ausschließlich zusätzliches Angebot versteht, mit dem ein anderes Problem, nämlich die ansonsten anfallenden Lebensmittelvernichtung, bearbeitet werden soll - sondern wenn sich diese Institution verselbständigt (das kann auch aus den Institutionen selbst kommen, z.B. mit der an sich guten Absicht einer "Professionalisierung" den widergelagerten Eigensinn einer Expansion im bestehenden System opfernd) und vor allem ihr Grundcharakter eines freiwilligen, zusätzlichen, den Alltag der Bedürftigen möglichst niedrigschwellig erleichternden Angebots faktisch sukzessive zerstört wird im Sinne einer "Normalisierung" auf Seiten derjenigen, die eigentlich für die Existenzsicherung zuständig sind.
Und es ist eben keine nur anekdotische empirische Evidenz, dass Jobcenter ihre sogenannten "Kunden" aktiv auf die Inanspruchnahme von Leistungen der Tafeln verweisen, um das Existenzminimum zu sichern, für das doch eigentlich das Grundsicherungssystem zuständig sein sollte. Wenn man das zulässt (und das passiert bei den Tafeln schon seit längerem, was die selbst auch offen beklagen), dann wahrlich ist eine Grenze überschritten, deren Verletzung sozialpolitisch vor allem mittel- und langfristig fatal wirken wird. Weil man Schritt für Schritt aus einer Welt der (grundsätzlich) existenzsichernden Leistungen eines Sozialstaats mit Rechtsanspruch verwiesen wird auf eine Schattenwelt der Subsistenzökonomie, auf die es eben naturgemäß, siehe Tafeln, keinen Rechtsanspruch auf Versorgung geben kann, wo man dem fragilen Angebot ausgeliefert wird, mit einer wie wir gesehen haben aus unterschiedlichen Gründen steigenden Nachfrage konfrontiert wird, die zu Rationierungsaktionen führen (müssen), die je nach konkreter Umsetzung eben auch willkürlich daherkommen oder den Charakter von Kollektivstrafen für Teilgruppen unter den Bedürftigen annehmen können, während man an anderen Orten "Glück" haben kann. "Glück zu haben (oder eben Pech)" mag als allgemeine Lebensphilosophie durchaus von unaufhebbarer Relevanz sein - es darf aber kein Maßstab sein für die sozialpolitische Gestaltung der Existenzsicherung von Millionen Menschen.

https://aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de/2018/02/verteilungskraempfe-ganz-unten.html

Zitat
"Ganz unten" konnten die Schwächsten schon immer am besten gegeneinander ausgespielt werden. Selten war dieses Spiel so gefährlich wie heute. Staatliche Versäumnisse dürfen nicht an den Tafeln hängen bleiben.
[...]
Verfehlungen in Drogenpolitik, Arbeitsmarktpolik, Sozialpolitik, Gesundheitspolitik, Bildungspolitik und Wohnungspolitik - all das federte die Tafel tapfer ab. Immer mit dem naiven und zugleich pragmatischen Ideal im Hinterkopf, dass in Wahrheit noch immer "genug für alle da" und Wohlstand nur eine Frage der Effizienz sei, mit der vorhandener Überfluss (und sei es auch nur ein Überfluss an Bananen mit abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum) umzuverteilen wäre. Es ist nicht ohne Ironie, dass ausgerechnet Unternehmensberater von McKinsey dabei halfen, die logistischen Abläufe der Verteilung der Lebensmittel zu perfektionieren.
[...]
"Ganz unten" findet man gewiss nicht den einzigen Nährboden für Ressentiments und Rassismus. Es ist aber auch der Ort, an den die Starken traditionell ihre Probleme weiterreichen. Dort dürfen sie ruhig gären und gesellschaftlich explosiv werden. Denn "ganz unten" konnten die Schwächsten schon immer am besten gegeneinander ausgespielt werden. Nur war dieses Spiel selten so gefährlich wie heute. Es gibt täglich mehr Gründe, sich nicht darauf einzulassen.

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/essen-die-tafeln-koennen-nicht-die-arbeit-der-politik-uebernehmen-kommentar-a-1195161.html
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« Antworten #18 am: 28. Februar 2018, 16:49:57 »

Zitat
Tafeln - Ein Glück für Bedürftige, eine Schande für den Sozialstaat

Der Sozialstaat sieht zu, wie sich die Armen und Bedürftigen an den Tafeln drängen; und die Tafeln müssen dann die Konkurrenz der Bedürftigen ausbaden. Das ist eine Katastrophe.


Quelle: http://www.sueddeutsche.de/panorama/meinung-am-mittag-tafeln-ein-glueck-fuer-beduerftige-eine-schande-fuer-den-sozialstaat-1.3879982
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« Antworten #19 am: 28. Februar 2018, 21:15:14 »

Zitat
Ich finde es ja an sich ok, grundsätzlich und evtl strukturell zu kritisieren, aber die konkrete Arbeit unter Umständen eben doch zu unterstützen.

Früher sah man das so:
Die "Tafeln" - Komfortmülltonne der Reichen mit Gewinngarantie!
Vor Ort still und leise unterstützen,eher noch dulden, wegen der Bedüftigen, geht vielleicht gerade so eben noch.
Aber penetrant Werbung dafür machen, wie es die Lübecker "LINKE" tat und wahrscheinlich bald wieder tut, ist ekelhaft.
Kritik an den Tafeln zu üben ist nicht "OK", sondern Pflicht
Man sieht ja wohin die Tafelei führt: zu Diskriminierung(unter anderem).
Bei der Tafel haben Menschen eben KEINE Rechtsansprüche.
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« Antworten #20 am: 01. März 2018, 09:09:51 »

Nicht in Essen sondern in Crivitz

Crivitz
Streit um Essen: Flüchtlinge schlagen auf Bedürftige ein

Nach Vorfällen muss die Polizei die Ausgabe der Crivitzer Tafel schützen. Drei Strafanzeigen wegen Körperverletzung liegen vor.


weiter im Text....

http://www.ostsee-zeitung.de/Nachrichten/Polizei-Report/Aktuelle-Beitraege/Streit-um-Essen-Fluechtlinge-schlagen-auf-Beduerftige-ein

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Wer sich nicht benimmt kann durch Hausverbot von der Tafel ausgeschlossen werden und auch eine Anzeige kann erstellt werden.Wenn jetzt
in einigen Tafeln Polizeischutz gefordert oder Sicherheitsdienste dort sein müssen,dann ist das auch Wasser auf den Mühlen der Rechten!
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« Antworten #21 am: 01. März 2018, 14:42:20 »

Eine weitere Tafel schließt Ausländer aus.... Angry

01.03.2018 07:30   
Auch Marler Tafel entscheidet sich für Aufnahemstopp bei Ausländern

Nicht nur in Essen - auch bei der Tafel in Marl gibt es einen Aufnahmestopp für Ausländer. Nur noch deutsche Bedürftige kriegen eine Kundenkarte. Laut der Vorsitzenden Renate Kampe hätten viele Migranten keinen Respekt gezeigt. Immer wieder seien Frauen vor der Tafel angepöbelt und bedrängt worden. Von den 2.000 Kunden der Marler Tafel seien 80 Prozent Ausländer gewesen, sagt Kampe.

Quelle

http://www.radiovest.de/vest/lokalnachrichten/lokalnachrichten/archive/2018/03/01/article/-4ae308224b.html
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« Antworten #22 am: 01. März 2018, 16:16:01 »

Warum drängt sich mir dafür der Begriff "unwertes Leben" auf ?  angry
Einiges in den bisherigen Texten weist darauf hin.
Im Bezug auf Hartz IV Bezieher gabs ja schon Ähnliches zu lesen.

Man suche nur mal nach Wolfgang Clement, Aufstand der Anständigen.
Aber Achtung, feinster Nazisprech !
« Letzte Änderung: 01. März 2018, 16:20:06 von Tiefrot » Gespeichert

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« Antworten #23 am: 01. März 2018, 16:48:45 »

SAT 1 Papagei  Claus Strunz(doof) hetzt in Goebbelsmanier ... “Der Tafel-Skandal von Essen beweist: Merkel ist zur DOPPELTEN MUTTI geworden – hart und ungerecht zu Deutschen, gütig und fürsorglich zu Flüchtlingen.“ – Mit diesen Worten hat das Sat.1 Frühstücksfernsehen einen Video-Kommentar von Moderator Claus Strunz veröffentlicht, der derzeit für Aufregung sorgt


HIER AUF YOUTUBE

https://www.youtube.com/watch?v=sY-RlBV2vus



« Letzte Änderung: 01. März 2018, 17:34:47 von Rappelkistenrebell » Gespeichert

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« Antworten #24 am: 01. März 2018, 17:35:04 »

Zur Meinungsbildung sollte man sich speziell den Spruch nach dem Zitat anhören.

Und um ganz ehrlich zu sein, ich kaue auf dem Text immer noch rum...  Roll Eyes
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