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Autor Thema: Hartz-IV-Sanktionen treffen oft Kinder  (Gelesen 1731 mal)
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Kuddel


Beiträge: 11724


« am: 24. Februar 2018, 08:47:30 »

Zitat
310.000 Fälle
Hartz-IV-Sanktionen treffen oft Kinder

Die Bundesagentur für Arbeit hat in einem Jahr fast eine Million Strafmaßnahmen gegen Hartz-IV-Empfänger verhängt. Nach SPIEGEL-Informationen sind fast in einem Drittel der Fälle Haushalte mit Kindern betroffen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/hartz-iv-sanktionen-treffen-oft-kinder-a-1195095.html

Man kann es nicht hinnehmen, wie Menschen erniedrigt und kaputtgemacht werden.
Der Hartz IV Terror muß beendet werden.
Die Höhe der "normalen" Zahlungen ist inakzeptabel. Es ist Armut per Gesetz.
"Sanktionen", Einschnitte beim Minumum zum Überleben, sind Angriffe auf Leib und Leben der Betroffenen.

Wir müssen neue Wege entwickeln den Hartz IV Terror anzugreifen.
Der nervige Streit, den es vor einiger Zeit im Forum gab, endete nicht mit einer Abkehr vom Kampf gegen Hartz IV.
Ich hatte mich mit schwarzrot in die Wolle gekriegt, weil ich der Meinung bin:
  • Hartz IV darf nicht das alles andere verdrängende Thema sein
  • Der Kampf gegen Hartz IV darf nicht allein vor Gericht stattfinden
  • Hartz IV kann nicht von Erwerbslosen allein erfolgreich bekämpft werden. Arbeitende und Erwerbslose müssen gemeinsam kämpfen!
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dagobert


Beiträge: 4739


« Antworten #1 am: 24. Februar 2018, 23:04:28 »

Die Höhe der "normalen" Zahlungen ist inakzeptabel. Es ist Armut per Gesetz.

Juristisch kriegt man das nicht weg.

Nur ein Beispiel:
http://www.chefduzen.de/index.php?topic=29142.msg336140#msg336140

Kein SG oder LSG beschäftigt sich ernsthaft mit der Regelsatzberechnung, die Klagen werden reihenweise abgewiesen.
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tleary


Beiträge: 692


« Antworten #2 am: 06. März 2018, 07:23:43 »

Das Problem ist: Die Armut hierzulande wird zum einen schöngeredet ("wir leben in einem reichen Land" => Merkel) und es wird auch von den Betroffenen bestmöglich versucht, sie zu verbergen. Armut gilt in dieser Gesellschaft als Schande, verursacht durch eigenverschuldetes Fehlverhalten. - Nicht einmal im Wahlkampf spielte die Abschaffung von Hartz-IV irgendeine Rolle. Das einzige was man in der Richtung einmal hörte, war am Anfang des Wahlkampfs (vor mittlerweile einem Jahr) die Thematisierung (durch Schulz' PR-Abteilung) vom möglichen Absturz von älteren ALG-1-Empfängern irgendwann in Hartz IV. Dem sollte durch Endlos-Weiterbildungen (gut und profitabel letztenendes nur für die ELO-Industrie) entgegengewirkt werden. Aber das Thema verschwand dann nach 2 oder 3 Wochen auch schon wieder in der Versenkung, und man hörte - ähnlich wie später bei der Bürgerversicherung - dann rein gar nichts mehr darüber. Auch nicht schade drum, weil's eben nur einer kleinen, ohnehin vergleichsweise privillegierten Minderheit innerhalb der ELO's (ALG-1-Empfänger >50 Jahre) geholfen hätte. Die Medien zusammen mit ihrem Erfinder SPD - zeigen auch kein Interesse daran, das Thema wieder einmal in den medialen Fokus zu rücken. Berichtenswert wäre es allemal, einmal zu beleuchten, wie Hartz-IV-Empfänger tagtäglich durch die unzureichenden Zuwendungen ums Überleben kämpfen müssen. Stichworte: Tafelbesuch samt Verteilungskämpfen um die vergammelten Lebensmittel, Stromsperren (zehntausende Haushalte sind dauerhaft ohne Strom), Überschuldung mit folgender Terrorisierung durch Inkassobüros, etc. etc.
« Letzte Änderung: 06. März 2018, 07:26:00 von tleary » Gespeichert

"Wir sind nicht hoffnungslose Idioten der Geschichte!"
(Rudi Dutschke, 1967)
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