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Autor Thema: Umdenken in der Rente im Neoliberalismus  (Gelesen 864 mal)
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Minkie


Beiträge: 5


« am: 16. März 2018, 01:33:43 »

Ich weiß nicht, ob das hier der richtige Thread ist, ansonsten verschieben, bzw. löschen, denn ich weiß ich nicht, in wie weit dieses Thema schon gesellschaftsfähig ist. Selbst hier.

Eine gute Schulausbildung gehabt, zwei Ausbildungen gemacht, Fortbildungen gemacht, Kinder bekommen, denn Job aufgegeben, um eben diese Kinder großzuziehen, in dieser Zeit geschieden worden zu sein, wo der Ehemann, dann auf einmal von seiner Ex erwarten konnte, dass die für sich selber sorgt, sie hat ja eine Ausbildung.......

Ja........aber sie hatte einen absoluten Karriereknick, der wurde natürlich nicht berücksichtigt. Also wieder von unten anfangen, Teilzeitjobs, Leiharbeit. Leiharbeit und dann doch nur wieder Leiharbeit und irgendwann zu alt und dann natürlich nur noch Leiharbeit

Wenn ich an meine Rente denke, dann wird mir schlecht und dann will ich auch nicht mehr.
.
Dieser Staat lässt Menschen verrecken! Damit hat er kein Problem. Hilfe gibt es nicht, entweder du hilfst dir selbst, oder du schmeißt dich in unser Netz und bist würdelos. Es gibt viele, die sich genau in diesem Netz wohlfühlen, und weil es viele gibt, sind eben alle so. Für die Gesellschaft.

Jetzt bin ich mal egoistisch und denke nur an mich!
Ein Leben lang gearbeitet, ja auch als Hausfrau und Mutter, aber danach hatte ich Idiot, weil ich ja die Kinder bekommen habe und dachte, die sollte ich selbst großzuziehen und nicht in die Betreuung geben, nur Nachteile. Der Arbeitsmarkt hatte sich total geändert, die Scheidungsgesetzte auch. Arschkarte.

Auch jetzt wieder nur in Leiharbeit, die Aussichten auf Übernahme senken sich mit jedem Jahr in der Leiharbeit. Man wird nicht jünger. Und alles wird immer unfairer.

Denk ich an meine Rente in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht!

Es geht vielen so, was erwartet uns? Ein Leben in Armut, an der Tafel nach einem Leben voller Arbeit. Ich weiß, dass es vielen so gehen wird und die Regierung wird das sicherlich auch wissen.

Aber wenn ich nicht bereit bin an die Tafel zu gehen? Wenn ich auch nicht von H4 leben will? Wenn ich nicht möchte, dass meine Kinder für mich zahlen?

Wenn ich eher bereit bin, meinem Leben ein Ende zu bereiten, bevor ich leiden muss? Aufschrei! Das darfst du nicht!

Ich bin der Meinung darüber sollte man nachdenken, denn dieser Staat ist nicht in der Lage, bzw will nicht in der Lage sein, den Bedürftigen in Würde zu helfen. Wenn er das nicht will oder kann, dann wäre das eine Alternative, die  Jedem zumindest die Möglichkeit gibt, in Würde einen Abgang zu machen. Ich spreche von Euthanesie. Der Möglichkeit im Alter eine Alternative gegen H4, gegen Pflegeheime. Leben in absoluter Armut, unwürdigem Leben zu haben.

Das wäre in meinen Augen fair. Die Politik ist nicht in der Lage der Altersarmut einen Ausweg zu geben. Nein, im  Gegenteil, sie treibt immer mehr Menschen in genau diese. Aber diese f**ck moralischen Standards sind noch da, warum? Menschen verrecken lassen, ist kein Problem, aber bei der Euthansie, bzw. Selbstmord in einem erträglichen Rahmen ist Tabu?

Ich denke, da sollte ein Umdenken stattfinden. Man ist nicht in der Lage, das Rentenproblem zu lösen oder will es auch nicht, weil es einem Politiker doch gut geht. Außerdem gab es mal eine Nazivergangenheit, Euthanesie ist tabu..........aber es wäre fairer, als das was jetzt gerade abgeht, und mit solchen Menschen wie Jens Spahn wird es bestimmt nicht besser wird.

Für mich steht leider fest, Altersarmut vorprogrammiert. Entweder arbeite ich, bis ich tot bin, oder der Staat zwingt meine Kinder für mich zahlen.
Beides will ich nicht. Dann wünsche ich mir lieber rezeptfreie Medikamente! Und das käme auch diesem verlogenem Regime zugute. Wenn er mal wirklich so redet wie er ist!

Euthanesie! Wenn der Laden in Berlin nicht so verlogen wäre, dann wäre das eine Lösung der Probleme.
Gespeichert
ManOfConstantSorrow


Beiträge: 6346


« Antworten #1 am: 17. März 2018, 17:53:43 »

Liebe Minkie,
ich kann dich gut verstehen. Es geht irre vielen ähnlich. Ich habe 2 Frauen kennengelernt, beide mit einem poltisch linken Hintergrund, die haben sich schon Medikamente zurückgelegt, um sich umzubringen, wenn Armut und Demütigungen im Alter zu schlimm werden. Eine von ihnen ist inzwischen an Krebs gestorben. Sie braucht diesen Ausweg nicht mehr.

Wir leben in einen schweinereichen Land! Es ist genug da für alle und nicht nur zum "satt werden".

Deine Forderungen sind gut und richtig, weg mit der Leiharbeit, ein gebührenfreues Gesundheitswesen, einen Mindeststandard in vernünftiger Höhe für das Alter und Pflegeeinrichtungen, die menschlich sind.

Das Problem ist unsere Vereinzelung. Es gibt nicht gerade die tollen Organisationen, denen man sich einfach so anschließen kann. Aber trotzdem, selbst eine kleine Aktion mit wenigen Leuten ist mehr wert als all das reine Gejammer.
Gespeichert

Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!
Onkel Tom


Beiträge: 3548



« Antworten #2 am: 17. März 2018, 19:41:06 »

Moin Minkie.

Hier im Forum bist Du erstmal richtig und willkommen im Club  Wink

Nun ja, deine Zeilen kann ich in etwa, aber nur in etwa nachvollziehen.

Du beschwerst Dich über die geringe "Wertschätzung" deiner Person, die von
außen auf dich einwirkt. Nun macht es auch wenig Sinn darüber, einen Schuldigen
für deine Situation aus zu machen..

So, wie Du schreibst, sucht dein Gemüt bereits einen Ausweg, diesen großen
Berg von Ärgernissen und dauerhaften Unwohlsein zu entkommen.

Doch nun kommt es darauf an, sich mit etwas positiven zu befassen. Von allen
Seiten kommt nur Mist und wenn keinerlei Ausgleich mehr möglich ist, ist eine
Depri und der Gedanke an der eigenen "Todesdosis" nicht mehr weit..

Oki, Du bist eine "Mutti" die Kinder eigenverantwortlich groß gezogen hat. Heile
Family-World = Pustekuchen und erinnere Dich doch mal, wie gut Du so manches
Familienproblem gelöst hast..

Ach, hast also doch Stärken und Fähigkeiten, die im Leben einen Sinn geben.

Muttis sind m.E. auch Lebenskünstlerinnen und stell dir vor, du bist in einer
Runde Mitmenschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben wie du..
(Gehe unter Leute, die Du magst ;-)

Ich glaube, das das Wort "Euthanasie" in deinem Kopf verblassen würde..

Der Zustand Altersarmut ist bei mir bereits Fakt und war zuvor auch ganz schön
sauer darüber das "Sicherheit" bezüglich einer Rente immer weiter schwand.
Die Bedingungen der Arbeitswelt, die sich seid Anfang des Jahrtausend
entwickeln, fürhren dazu, das Mensch nur noch wie Maschiene zu funktinieren
hat. Kreativität ist nur dann gefragt, wenn es Profit einbringt.

Mittlerweile bin ich froh, das ich aus diesen Überlebensk(r)ämpfen raus bin,
beschäftige mich selbst und mache das subtile neoliberale Spiel
"Die geburtenstarken Jahrgänge sollen sich selbst abschaffen" nicht mit !

Ich hoffe, Du auch nicht  Wink

« Letzte Änderung: 17. März 2018, 19:45:30 von Onkel Tom » Gespeichert

Lass Dich nicht verhartzen !
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