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Autor Thema: Zwangsräumungen verhindern!  (Gelesen 1705 mal)
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Nikita


Beiträge: 1102



« am: 30. März 2018, 21:10:00 »

Zwangsräumungen sind mittlerweile die häufigste Form der Kündigung privater Mietverträge und die häufigst mißbrauchte Form. MieterInnen sind rechtlich kaum geschützt. I.d.R. reichen Falschaussagen von VermieterInseite und die Kündigung ist durch. Ob MieterIn im Nachhinein belegen kann, dass der Eigenbedarf rechtsmißbräuchlich war, ist dann nur noch ein monetärer Aspekt wie Schadensersatz, der den Verlust des Obdachs nicht kompensieren kann.

Hier müssen wir mobilisieren und Widerstand organisieren!
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Nikita


Beiträge: 1102



« Antworten #1 am: 30. März 2018, 21:10:54 »

Zwangsräumung verhindern +++ Mittwoch, 11.04.2018, 09.00 Uhr Lessingstraße 25, 40227 Düsseldorf
+++ Ehemals Wohnungsloser soll geräumt werden +++

Der ehemals Wohnungslose Rolf soll am 11.04.2018 um 10.00h aus seiner
Wohnung geräumt werden. Er ist Mieter der Lessingstraße 25, eben dem
Haus, das im November 2016 von den franzfreunden (ehemals Arme Brüder)
an einen Immobilienfonds verkauft wurde. Das Straßenmagazin fiftyfifty
warnte damals bereits vor Vertreibung, Entmietung und Gentrifizierung –
und genau dies ist nun eingetreten.

Mehrere MieterInnen sind bereits gegen eine Einmalzahlung des
Eigentümers in Höhe von 2.000 € ausgezogen, die verbliebenen MieterInnen
führen Rechtsstreitigkeiten wegen unrechtmäßiger Mieterhöhungen, seit
Monaten verschlossenen sanitären Anlagen und anderen Schikanen, die vom
neuen Eigentümer ausgehen. Das Ziel ist klar: Sie sollen raus, die HMS
Zweite Grundstücksgesellschaft will maximalen Profit.

Die volle Verantwortung für diesen Skandal tragen die franzfreunde, der
erste Vorsitzende Dirk Buttler, sowie Jürgen Plitt,
Geschäftsbereichsleiter der Wohnungslosenhilfe, die an den
Immobilienökonom Eytan D. Halfin verkauft haben. Halfin ist
Geschäftsführer der HMS II. Grundstückgsgesellschaft und diverser
anderer GmbHs, u.a. im Bereich Sportwetten.

Ungeachtet der sonstigen Geschäftsgebahren des Eigentümers Eytan D.
Halfin verhöhnen sie die nun Leidtragenden durch Aussagen, dass sie an
einen „langfristig orientierten Investor“ verkauft hätten.

Rolf soll nun raus. Wir werden das nicht hinnehmen, sondern die Räumung
verhindern.

Achtet auf weitere Ankündigungen, kommt am 11.04.2018 um 09.00h zur
Lessingstraße 25. Verhindern wir gemeinsam diese skandalöse Zwangsräumung!
--

Mehr Informationen über uns unter www.anti-kapitalismus.org
und facebook.com/srddorf . Per mail unter seered@riseup.net
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Nikita


Beiträge: 1102



« Antworten #2 am: 30. März 2018, 21:29:43 »



https://www.report-d.de/Politik/Stadtteile/Duesseldorf-Oberbilk-Spenden-Immobilie-insgeheim-verkauft-fiftyfifty-greift-Arme-Brueder-an-73942

Zitat
Düsseldorf Oberbilk: Spenden-Immobilie insgeheim verkauft – fiftyfifty greift Arme Brüder an
Rote Klinker, fünf Etagen und auf dem Pflaster vor dem Haus drei Stolpersteine, die an die von den Nazis verschleppte und getötete Familie Brodt erinnern. Für die Ordensgemeinschaft der Armen Brüder des Heiligen Franziskus wird das Haus Lessingstraße 25 selbst gerade zu einem Stolperstein. Um die Jahrtausendwende wurde es durch Spendengelder des Straßenmagazins fiftyfifty erworben. Kaufpreis: knapp eine halbe Million D-Mark. Und nun – ohne Rücksprache - verkauft. fiftyfifty wirft den Armen Brüdern eine grobe Täuschung der Spender vor und prüft juristische Schritte.

Was die Initiative besonders verärgert: Erwerber sei ein Immobilienfonds, eine HMS Zweite Grundstücksgesellschaft mbH. Also klassische Immobilienökonomen. Oliver Ongaro ahnt das Schlimmste: „Ziel solcher Gesellschaften ist die ausschließliche Profitmaximierung. So steht zu befürchten, dass die Mieten drastisch erhöht werden.“ Es drohe die Vertreibung der jetzigen Bewohner aus Düsseldorf Oberbilk und deren erneute Wohnungslosigkeit.

"Langfristig orientierter Investor"
Dem widerspricht Dirk Buttler, erster Vorsitzender im Vorstand der Armen Brüder: „Wir haben an einen langfristig orientierten Investor verkauft. Natürlich dürfen alle derzeitigen Mieter in der Lessingstraße wohnen bleiben. Das haben uns die neuen Eigentümer versichert.“ Außerdem sei er es leid, alle paar Wochen wegen ein und derselben Sache vorgeführt zu werden. „Der Erlös aus dem Hausverkauf kommt wieder der Wohnungshilfe zu gute.“
Eigentlich war die nun insgeheim verscherbelte, ursprünglich mit Spendengeldern erworbene Immobilie zu einem Zweck gekauft worden: Wohnungslosen eine neue Heimat zu geben; sie von der Straße zu holen. Zwischen Kaufpreisverhandlungen und Notartermin scheint das für die Armen Brüder keine Rolle gespielt zu haben.

"Eigene Anlagekriterien missachtet"
„Wir finden es absolut empörend und verwerflich, dass ein sozialer Träger wie die Armen Brüder bei dem angespannten Wohnungsmarkt in Düsseldorf Häuser an Investmentfonds verkauft und dabei ihre eigenen, nach dem Skandal neu auferlegten Anlagekriterien beim Weiterverkauf missachten“, erklärt Julia von Lindern vom Straßenmagazin fiftyfifty.
Der Skandal – er hat vor drei Jahren zur Trennung zwischen fiftyfifty und den Armen Brüdern geführt. Ein mittlerweile entlassener Geschäftsführer hatte mit 7,5 Millionen Euro an Spendengeldern spekuliert und war dabei auf ein Schneeballsystem hereingefallen. Der damalige Skandal holt die offenbar gar nicht so Armen Brüder jetzt wieder ein, weil vor dem Landgericht Düsseldorf am kommenden Freitag (24.3.) vermutlich das Urteil in einem Verfahren gesprochen wird, bei dem sie auf der Beklagtenbank sitzen.

Ein Millionenprozess im Hintergrund
Kläger ist der Insolvenzverwalter der Future Business KG, Fubu. Er will von den Armen Brüdern 5,5 Millionen Euro haben. Teil des Spekulations-Schneeballsystems rund um die Infimus-Anlage war offenbar auch ein Darlehen über diesen exorbitanten Betrag, den der vermeintliche Sozialverein Fubu im Jahr 2013 gewährte und bald zurückbekam. Die Argumentation der Kläger: Mit dem Geld hätten andere Schulden bedient werden müssen, nicht das „nachrangige Darlehen“ der Armen Brüder. Bereits am ersten Prozesstag hatten die Richter dieser Klage wenig Aussicht auf Erfolg gegeben und vorgeschlagen, die Streitparteien mögen sich außergerichtlich einigen. Zum Beispiel auf ein Zehntel der Forderung.
Zufällig sind diese 550.000 Euro nahezu deckungsgleich mit dem Verkaufspreis der Lessingstraße 25. Die ging angeblich für 738.000 Euro über den Tisch. Auf nochmalige Nachfrage hin bestätigt Buttler, dass zwischen den Vorgängen „ein gewisser Zusammenhang besteht“.

Dirk Neubauer | 21.03.2017 | 23:34:15 Uhr
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Nikita


Beiträge: 1102



« Antworten #3 am: 04. April 2018, 22:40:33 »

see red! Linke Initiative Düsseldorf | (iL) auf facebook:

+++ Ehemals Wohnungslosem droht die Zwangsräumung! Verkauf der Lessingstraße 25 durch ehemals „Arme Brüder“ wird zum Fiasko für die Mieter. Proteste am 11.04. gegen Zwangsräumung angekündigt. +++

Bereits heute protestierten rd. 30 fiftyfifty-Verkäufer*innen gegen die drohende Zwangsräumung von Rolf.

Der Mieter Rolf T. lebt seit zwei Jahren in einer Wohnung auf der Lessingstraße 25. Zuvor war er drei Monate wohnungslos, schlief in der Notunterkunft auf der Kaiserswerther Straße, wurde dann in ein Wohnprojekt der Armen Brüder auf die Prinz-Georg-Straße vermittelt und zog von dort aus auf die Lessingstraße 25. Zu seinem Unglück wurde jedoch dieses Haus von den Armen Brüdern, heute franzfreunde, an einen Berliner Investor verkauft. Fiftyfifty kritisierte bereits im März vergangenen Jahres öffentlich den Verkauf der Immobilie, die seinerzeit durch Spendengelder, die fiftyfifty zuvor akquiriert hatte, erworben wurde. Die franzfreunde beteuerten, die besondere soziale Verantwortung dem neuen Eigentümer gegenüber verdeutlicht zu haben – schriftlich fixiert wurde dies jedoch nirgends. Viele Mieter erleben seit dem Verkauf Schikanen durch den neuen Eigentümer: Die sanitären Anlagen in der vierten Etage sind seit Monaten grundlos gesperrt. Zugleich wurden allen Mietern Einmalzahlungen angeboten, wenn sie ausziehen – ein verlockendes Angebot mit gefährlichen Folgen für Menschen mit wenig Geld, die lange Zeit auf der Straße gelebt haben. Der Eigentümer Eytan Daniel Halfin scheint nur ein Ziel zu kennen: Die Mieter sollen raus, seine HMS II Grundstücksgesellschaft will maximalen Profit.

Den vorläufig traurigen Gipfel der Eskalation stellt nun die geplante Zwangsräumung von Rolf T. dar: Er soll am 11.04.2018 raus, weil er zwei Monatsmieten nicht gezahlt hat. Dies gibt er unumwunden zu, hat Ratenzahlungen vereinbart, und diese auch bereits in Höhe von 150 Euro geleistet. Bei der zweiten Rate war das Konto um 70 Cent nicht gedeckt und die Rate wurde so zurückgebucht. Damit fing das Desaster für Rolf an. Da andere Mieter bereits Streit mit dem neuen Eigentümer hatten, ging Rolf davon aus, dass es die „Masche“ der Vermieter sei, die Mieter zu schikanieren. Er forderte daher den Eigentümer auf, die Zahlung anzuerkennen, die er glaubte geleistet zu haben, schließlich hatte er doch einen von der Stadtsparkasse gestempelten Überweisungsbeleg. Die Rückbuchung fiel Rolf nicht auf und die gegnerische Seite nahm dies zum Anlass, Rolf zu verklagen und schließlich einen heute rechtskräftigen Räumungstitel zu erwirken. Die Mietrückstände liegen aktuell bei lediglich 466,00 Euro. Fiftyfifty und andere Bürger*innen dieser Stadt wären sofort bereit das Geld zu zahlen, um die Räumung und damit die erneute Wohnunglosigkeit von Rolf zu verhindern.

„Die Mieter sind Opfer verfehlter Politik. Die Hilfe, die sie unter der Leitung der Armen Brüder noch hatten, war notwendig, und fiel durch den Verkauf weg.“, erklärt Julia von Lindern, Sozialarbeiterin beim Straßenmagazin fiftyfifty. „Die Armen Brüder hätten trotz aller Geldnöte
nie an einen gewinnorientierten Investor verkaufen dürfen. Sie hätten fiftyfifty das Haus zum erneuten Kauf anbieten müssen. Für die HMS II Grundstücksgesellschaft ist das Haus mit seinen vom Leben gebeutelten Mietern ein Leckerbissen,“ so von Lindern weiter.

Gleichzeitig steht Rolf T. immer noch fassungslos vor dem Scherbenhaufen: „Ich habe einen Fehler gemacht, und den wollte ich korrigieren. Ich verstehe bis heute nicht, wie es so weit kommen konnte. Ich bin immer noch bereit, die ausstehende Miete zu zahlen. Es darf doch nicht sein, dass ich wegen gut 450,- € wieder auf der Straße lande.“

Hintergrund zu dem verkauften Haus, ist der Finanzskandal der Armen Brüder von 2014. Damals haben die armen Brüder rd. 7,2 Millionen Euro bei einem windigen Investor verzockt. Sie gerieten öffentlich in die Kritik. Der Geschäftsführer Theo Wollschläger wurde entlassen. Doch wie sich mit dem Verkauf des Hauses auf der Lessingstraße 25 zeigte, hat dies kaum etwas an den unwirtschaftlichen Praktiken und den daraus resultierenden Konsequenzen betroffenen Menschen der heutigen franzfreunde geändert. Im Zuge eines nach geordneten Insolvenzverfahrens zum Finanzskandal gerieten die Armen Brüder erneut in finanzielle Schieflage und sie entschlossen sich dazu, das Haus zu verkaufen.

Wir von fiftyfifty haben vom Verkauf erst letztes Jahr im März erfahren und ihn umgehen öffentlich kritisiert. Bereits damals war nach zwei google – Anfragen klar, dass der neue Investor nicht daran interessiert ist sozial verträgliche Mietverhältnisse anzustreben. Der neue Eigentümer Eytan D. Halfin ist als Immobilienökonom Geschäftsführer der HMS II Grundstücksgesellschaft und diverser anderer GmbHs, u.a. im Bereich Sportwetten.

Die volle Verantwortung für diesen Skandal tragen die franzfreunde, der erste Vorsitzende Dirk Buttler, sowie Jürgen Plitt, Geschäftsbereichsleiter der Wohnungslosenhilfe, die an den Immobilienökonom Eytan D. Halfin verkauft haben. Inzwischen haben wir über eine Stellungnahme der franzfreunde erfahren, dass sie die Zwangsräumung ebenfalls verhindern wollen. Außerdem sicherten sie Rolf zu, dass sie ihm übergangsweise kostenlosen Wohnraum zur Verfügung stellen wollen und die Belastungen der Mieter auf der Lessingstraße bedauern. Wir begrüßen diese Schritte ausdrücklich und sind an einer konstruktiven Lösung für Rolf und die anderen Bewohner der Lessingstraße interessiert.

Die Zwangsräumung von Rolf ist damit aber noch nicht vom Tisch – er soll nach wie vor raus. Wir werden das nicht hinnehmen, sondern die Räumung verhindern.

Am 11.04.2018 findet daher um 09.00h vor der Lessingstraße 25 der Protest gegen die Räumung statt. Verhindern wir gemeinsam diese skandalöse Zwangsräumung!
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Nikita


Beiträge: 1102



« Antworten #4 am: 04. April 2018, 22:47:33 »

http://www.anti-kapitalismus.org/save-date-zwangsr%C3%A4umung-stoppen

+++ Save the Date: Zwangsräumung verhindern +++ Mittwoch, 11.04.2018, 09.00
Uhr +++ Ehemals Wohnungsloser soll geräumt werden +++

Der ehemals Wohnungslose Rolf soll am 11.04.2018 um 10.00h aus seiner Wohnung geräumt werden. Er ist Mieter der Lessingstraße 25, eben dem Haus, das im November 2016 von den franzfreunden (ehemals Arme Brüder) an einen Immobilienfonds verkauft wurde. Das Straßenmagazin fiftyfifty warnte damals bereits vor Vertreibung, Entmietung und Gentrifizierung – und genau dies ist nun eingetreten.

Mehrere MieterInnen sind bereits gegen eine Einmalzahlung des Eigentümers in Höhe von 2.000 € ausgezogen, die verbliebenen MieterInnen führen Rechtsstreitigkeiten wegen unrechtmäßiger Mieterhöhungen, seit Monaten verschlossenen sanitären Anlagen und anderen Schikanen, die vom neuen Eigentümer ausgehen. Das Ziel ist klar: Sie sollen raus, die HMS Zweite Grundstücksgesellschaft will maximalen Profit.

Die volle Verantwortung für diesen Skandal tragen die franzfreunde, der erste Vorsitzende Dirk Buttler, sowie Jürgen Plitt, Geschäftsbereichsleiter der Wohnungslosenhilfe, die an den Immobilienökonom Eytan D. Halfin verkauft haben. Halfin ist Geschäftsführer der HMS II. Grundstückgsgesellschaft und diverser anderer GmbHs, u.a. im Bereich Sportwetten.

Ungeachtet der sonstigen Geschäftsgebahren des Eigentümers Eytan D. Halfin verhöhnen sie die nun Leidtragenden durch Aussagen, dass sie an einen „langfristig orientierten Investor“ verkauft hätten.

Rolf soll nun raus. Wir werden das nicht hinnehmen, sondern die Räumung verhindern.

Achtet auf weitere Ankündigungen, kommt am 11.04.2018 um 09.00h zur Lessingstraße 25. Verhindern wir gemeinsam diese skandalöse Zwangsräumung!

Lokalzeit
https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-duesseldorf/video-ex-obdachlose-sollen-aus-wohnungen-raus-100.html

Express:
https://www.express.de/duesseldorf/weil-moenche-ihr-haus-verkauften-landen-obdachlose-jetzt-wieder-auf-der-strasse--29955806

Kommentar in der Express:
https://www.express.de/duesseldorf/kommentar-zum-miet-skandal--gier-ist-eine-der-todsuenden--29958326

Sat 1:
https://www.sat1nrw.de/aktuell/obdachlose-muessen-heim-verlassen-181300/
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counselor


Beiträge: 2808



« Antworten #5 am: 05. April 2018, 13:04:33 »

Zitat
Bundesregierung zum Handeln bei Wohnungsnot aufgefordert

Berlin (kobinet) Zur Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Frage zur Verdrängung von sozialen Trägern vom Wohnungsmarkt hat die Sprecherin für Behindertenpolitik der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Corinna Rüffer darauf hingewiesen, dass immer mehr Menschen obdachlos werden – auch Menschen mit Beeinträchtigungen oder psychischen Erkrankungen. Die Bundesregierung sehe dabei tatenlos zu.

Quelle: https://www.kobinet-nachrichten.org/de/1/nachrichten/37827/Bundesregierung-zum-Handeln-bei-Wohnungsnot-aufgefordert.htm
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Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!
Nikita


Beiträge: 1102



« Antworten #6 am: 08. April 2018, 16:25:46 »

von seered über Facebook:

Zitat
Zwangsräumung fällt aus. Wir dokumentieren eine Erklärung von fiftyfifty:
Rolf Thenagels zieht zu den "franzfreunden". HMS II. Grundstücksgesellschaft hat gesiegt.

Der von Zwangsräumung bedrohte Rolf Thenagels wird bereits morgen früh in eine Einrichtung der „franzfreunde“ ziehen. Ihm wurde heute von den „franzfreunden“ ein Platz am Rather Broich angeboten, einem Heim für Wohnungslose in Düsseldorf-Rath. Dort halten die „franzfreunde“ 108 Plätze für Wohnungslose mit stationärer Vollversorgung vor. Das bedeutet, dass die Bewohner keinen eigenen Mietvertrag, keinen Schlüssel und keine Selbstbestimmung über ihr Geld haben, denn sie müssen den Großteil für die Verpflegung an die Einrichtung zahlen. Ihnen wird lediglich ein Taschengeld ausgezahlt. Dies ist ein klarer Rückschritt in Bezug auf die Selbstbestimmung, hatte Rolf mit dem Einzug auf die Lessingstraße 25 diese Stufe der Wohnungslosenhilfe doch bereits genommen. Nun kommt es zu dem von fiftyfifty kritisierten Drehtüreffekt – mit unklarer Perspektive für Rolf. Ob und wann er wieder eine eigene Wohnung findet, ist unklar. Genauso wie, die Zukunft der weiteren Mieter auf der Lessingstraße unklar ist.

Die franzfreunde knicken damit bereits einen Tag nach ihrer Ankündigung, die Zwangsräumung zu verhindern, vor der HMS II. Grundstücksgesellschaft ein. Ihr beteuerter Druck, den sie auf Eytan Halfin ausüben wollten, ist offenbar ins Leere gelaufen. "Das ist für uns nicht die Spitze der Bewegung, sondern ein feiger Rückzug, um aus der Affaire zu kommen. Wir fordern die franzfreunde auf, für Rolf unverzüglich wieder eine reguläre Wohnung zu finden“, erklärt Julia von Lindern von fiftyfifty. „Letztlich muss nun der Steuerzahler für die Fehler der franzfreunde gerade stehen, denn der Heimplatz von Rolf kostet täglich mehr als 100 €.“, ergänzt Hubert Ostendorf, Geschäftsführer von fiftyfifty. Rolf Thenagels zeigt sich auf unsere Nachfrage ambivalent: „Ich hätte dieses Politikum gerne weiter durchgestanden, aber meine Nerven liegen blank. Nun bekomme ich Hilfe, muss mich aber bevormunden lassen und verliere meinen Mitbewohner, mein Viertel und meine eigenen vier Wände.“
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