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Autor Thema: Annahmeverzug durch fehlenden arbeitsschutz.  (Gelesen 682 mal)
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xXKarneXx


Beiträge: 1


« am: 12. April 2018, 06:45:41 »

Moin

Ich bin leihfotze, Elektriker mit igz Tarifvertrag, meine Firma ist tatsächlich ne gute, auch wenn es selten vorkommt. ^^

Jetz zu meinem Anliegen. Im Februar diesen Jahres gab es tage an denen es zu kalt auf Baustelle war. Der Entleiher meinte wir sollen daheim bleiben da es keine Heizung gibt. Bzw uns keine passende Kleidung gesteht wurde.

Mir stellte sich dann mal fix die Frage wer das eigentlich bezahlen müsste. Annahmeverzug dachte ich zu aller erst. Tatsächlich scheint es so das der Entleiher mir ja nichts schuldig ist. Also ging die Recherche weiter...

1.Laut BgB §615, welches über dem Tarifvertrag steht, ist die Firma zu der ich entliehen wurde im Annahmeverzug.
Zusätzlich: AÜG § 11 Absatz 6
"Die Tätigkeit des Leiharbeitnehmers bei dem Entleiher unterliegt den für den Betrieb des Entleihers geltenden öffentlich-rechtlichen Vorschriften des Arbeitsschutzrechts; die hieraus sich ergebenden Pflichten für den Arbeitgeber obliegen dem Entleiher unbeschadet der Pflichten des Verleiher... "
2. Ich war bereit zu arbeiten aber aufgrund der nicht erbrachten arbeitsschutz Bedingungen seitens der Firma nicht in der Lage.
3. Laut BgB haben Mitarbeiter des Entleiher das Recht auf Bezahlung solcher Tage welches durch den §8 im AÜG auch auf Leiharbeitnehmer anzuwenden ist.

Mir stellt sich allerdings die Frage, da ich unterschiedliche urteile gelesen habe, welche Stunde tatsächlich als Grundlage dienen. 35 wie im Vertrag oder 40 wie im Überlassungsvertrag.?

Dazu kommt das in den AGBs meiner Firma steht das wirtschaftliche Schäden des leiharbeiter im Sinne von §8 AÜG  beglichen werden müssen.

Man darf nicht vergessen das es hier um fehlenden arbeitsschutz und mir nur ums Prinzip geht.
Der Kuss, also die streitschlichtungsstelle sagte dazu das jedes Urteil welches im Netz zu finden ist, sich nicht auf den igz Tarifvertrag bezieht... Ehm lobby? Oder is das wahrhaftig so?

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