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Autor Thema: Krankmachender Arbeitsdruck und Aussieben Kranker  (Gelesen 1160 mal)
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Kuddel


Beiträge: 11230


« am: 06. Mai 2018, 14:28:49 »

Zitat
Post:
Entfristung von Arbeitsverträgen abhängig von Krankheitstagen


Wie „Bild am Sonntag“ berichtete, haben Niederlassungsleiter von der Konzernspitze ein sogenanntes Entfristungskonzept erhalten, an dass sie sich halten sollen. Darin heißt es demnach, dass Mitarbeiter in zwei Jahren nicht häufiger als sechsmal krank gewesen sein dürfen beziehungsweise nicht mehr als 20 Krankheitstage angehäuft haben.

Weiter schreibe die Post vor, dass der Mitarbeiter „höchstens zwei selbstverschuldete Kfz-Unfälle mit einem maximalen Schaden von 5000 Euro“ verursachen darf. Zudem dürfen Postboten in drei Monaten nicht mehr als 30 Stunden länger für ihre Touren gebraucht haben als vorgesehen.

Auf Anfrage der Zeitung bestätigt ein Sprecher die Konzernvorgaben, sprach aber von einer „verantwortungsbewussten“ Entfristungspolitik.
http://www.fr.de/wirtschaft/arbeit-soziales/arbeitsrecht-post-entfristung-von-arbeitsvertraegen-abhaengig-von-krankheitstagen-a-1500701

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Fritz Linow


Beiträge: 1127


« Antworten #1 am: 06. Mai 2018, 16:05:00 »

Diese Zahl der Krankheitstage entspricht in etwa der, wann man zu einem Krankenrückkehrgespräch geladen wird, und das schon seit Ewigkeiten. Und auch schon seit Ewigkeiten ist damit immer eine Nichtentfristung oder sogar Kündigung verbunden. Und auch BR und Gewerkschaft wissen davon seit ewigen Zeiten. Wenn da jetzt von Politikern Empörung geäußert wird, dann ist anscheinend schon das Sommerloch gekommen.
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dagobert


Beiträge: 4566


« Antworten #2 am: 29. Mai 2018, 16:01:11 »

Zitat
Ist der Entfristungs-Plan der Deutschen Post rechtens?

Die Deutsche Post ist heftig in die Schlagzeilen geraten. Das Unternehmen will das Entfristen von Arbeitsverträgen von geringen Krankentagen und pünktlichem Erledigen des Arbeitspensums abhängig machen. Aber ist das überhaupt zulässig? Und muss der Betriebsrat so einem Konzept zustimmen? Wir haben unseren Experten, Prof. Dr. Wolfgang Däubler, gefragt.

[...]
Der eigentliche Übelstand liegt in der sachgrundlosen Befristung: Nach ihrem Ende ist der Arbeitgeber völlig frei, jemanden auf die Straße zu setzen und seinem Schicksal zu überlassen. Wenn er nicht gerade sagt »Ich will keine Frauen« oder »Ich will keine Menschen mit Migrationshintergrund« kann er tun und lassen, was er will. Hier sollte man ansetzen und die sachgrundlose Befristung beseitigen. Sechs Monate Probezeit nach dem Kündigungsschutzgesetz sind bei weitem genug. Jemanden zwei Jahre lang arbeiten zu lassen und dann zu sagen »das war´s«, das ist inakzeptabel.
https://www.bund-verlag.de/betriebsrat/aktuellesbr~Ist-das-Entfristungs-Konzept-der-Deutschen-Post-legal-~
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