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Autor Thema: 17.5. Münster: Gegen Leiharbeit!  (Gelesen 4669 mal)
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Fritz Linow


Beiträge: 1309


« Antworten #25 am: 19. Mai 2018, 22:30:08 »

Okidoki. Gibt's auch noch etwas mit Pöttering?

Zitat
Beim iGZ-Bundeskongress gibt sich hoher Besuch die Klinke in die Hand: Prof. Dr. Norbert Lammert, Bundestagspräsident a.D., und RA Johannes Pöttering, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer unternehmer nrw, referieren anlässlich des 20. iGZ-Geburtstags beim Bundeskongress am 17. Mai.
https://www.ig-zeitarbeit.de/presse/artikel/bundeskongress-lammert-und-poettering-referieren
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Beiträge: 2333


« Antworten #26 am: 20. Mai 2018, 08:01:04 »

Wie hoch wohl seine "Aufwandsentschädigung" für die Rede war?

Das schoß mir auch vor Ort durch den Kopf und ich richtete diese Frage an einen iGZ Funktionär.
Die Antwort lautete etwa: "Gysi ist ja kein Politiker mehr. Er ist Rentner. Er wird sich das schon honorieren lassen. Er wird von uns schon was bekommen, nicht anders, als wenn wir Wolfgang Clement einladen. Da gehe ich von aus, ohne es in diesem Fall wirklich zu wissen."

Sicherlich wird Gregor nicht zu den Spitzenverdienern der Redner aus der Politik gehören (Joschka Fischer verdient bis zu 29.000€ pro Rede, Gerhard Schröder bis zu 75.000€), aber für einen Appel Appel und n Ei (+ Möhre) wird er es nicht gemacht haben.
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« Antworten #27 am: 20. Mai 2018, 08:58:35 »

Die bürgerlichen Politiker sind halt käuflich.
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Beiträge: 3446



« Antworten #28 am: 21. Mai 2018, 13:59:41 »

Mir wird die Linkspartei immer unsympathischer !  angry

Erst der Ramelow, der gegen die Parteiforderung der Autobahnprivatisierung zugestimmt hat,
und jetzt der Gysi, der den Sklavenhändlern in den Anus kriecht ! 

Rappels Vorschlag, eine proletarische Partei zu gründen, ist von der Idee her richtig.
Erfahrungsgemäß aber wird auch da der menschliche Egoismus früher oder später hervorbrechen.
Und dann fängt der ganze Scheiß von vorne an.
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« Antworten #29 am: 23. Mai 2018, 11:09:51 »

Nu habe ich mir die Rede vom Gysi 2x rein gezogen.. Doof, das das Tape eher
zu Ende war, wie die Leute auf der Bühne dort rababerten.
Nun, was durch die Presse ging "Solange Leiharbeit zur Integration von Flüchtlingen
diene, werde (Gysi) ich nicht dagegen sein" kommt im Tape nicht vor..

Jedoch hat sich Gysi von der IGZ "etwas" vor dem Karren spannen lassen, was
ja bei solch dubiosen Veranstaltungen nichts neues ist. So erinnere ich mich an
einer Selbstbeweihräucherungsparty eines Ein Euro Job Trägers, dem Günter
Wallraf voll auf dem Leim gegangen ist und sogar das Vorwort eines Hauseigenen
Paperback übernommen hat.

Dumm für ihn gelaufen, das paralel von Erwerbslosen undercover gegen interner
Kurroptionen geschnüffelt wurde und Report anbei schon Ein Euro Jobber ausfindig
machte, die wie Leiharbeiter vermietet wurden..
Trotz eines "freien" Jornalisten, der davon Wind bekommen hat und zum
Geschäftsführer petzen ging, war es für diese EEJ-Klitsche schon zu spät.
Der Laden ist hops gegangen, so wie sich das gehöhrt  Grin

Nun aber zurück zu Gysi..
Ich denke, wenn er darüber Bescheid gewusst hätte, das in den Verträgen zwischen
ZAFs und Entleihern auch sogenannte "Drehtürklauseln" Standard sind, hätte er sich
wohl nicht darauf eingelassen. Für die IGZ stand wohl im Vordergrung, ihr tun in linken
Kreisen popolärer machen zu wollen.
Das Vorhaben war ja "gottseidank" ein voller Schuss in den Ofen (auch für Gysi)  Wink

Die "Drehtürklausel" trägt dafür Sorge, das Leiharbeiter nicht so schnell vom
Entleiher abgeworben werden können. Angeblich sollen damit Urlaubsansprüche von
Leiharbeitern auf den Entleiher übertragen werden, sobald eine Festeinstellung beim
Entleiher im Raum steht.
Das kann ich so nicht nachvollziehen, da es anbei um "Ablösesummen" von ca. 10.000
Euro geht..

Wird ein Leiharbeiter von seinem Entleiher angeworben, kann mann sich dieses
"Handgeld" damit sparen, indem sich Leiharbeiter "feuern" lässt und danach vom
ehemaligen Entleiher ein neues Arbeitsverhältnis eingeht..

Es wäre doch mal interesannt, wenn die Presse mal Licht ins Dunkel der sogenannten
"Drehtürklauseln" bringen würde, die zwischen ZAF und Entleiher vertraglich
besiedelt werden..

Ich habe diesen Beitrag mit der Hoffnung geschrieben, das Gysi "Faule Eier" der
Leiharbeitsbranche mitbekommt, ven denen er nix weiß oder wissen will.

 Roll Eyes
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Lass Dich nicht verhartzen !
admin
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« Antworten #30 am: 23. Mai 2018, 15:39:49 »

Kommentar von Dieter Wegner, Jour Fixe Hamburg:
Zitat
Anmerkung:
Mann kann vermuten, daß Herr Gysi ein eitler Mensch ist und auch diese Gelegenheit nutzte in die Medien zu kommen. Aber wenn er dabei die Branche „an ihre ursprüngliche Zielsetzung“ erinnert, läßt das an seinem politischen Verstand zweifeln. Allerdings bläst Herr Gysi damit ins gleiche Horn wie Vorstände der DGB-Gewerkschaften – auch sie wollen die Leiharbeit gestalten, nicht abschaffen! Falls er in dieser Höhle des Löwen provoziert und die Abschaffung der Leiharbeit gefordert hätte, hätte er sich ein noch größeres Medienecho verschafft. Dieser Auftritt jedoch dürfte seiner Partei weitere Stimmen gekostet haben, z.B. von Seiten von Millionen Menschen, die als LeiharbeiterInnen arbeiten oder schon mal gearbeitet haben und ihre Arbeit“geber“ als Sklavenhändler bezeichnen. (DW)
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tleary


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« Antworten #31 am: 23. Mai 2018, 15:53:06 »

"Gysi ist ja kein Politiker mehr. Er ist Rentner. Er wird sich das schon honorieren lassen."
Also, laut Wikipedia ist Gregor Gysi doch noch Mitglied des Bundestages. Und die sind bekanntlich sogar Berufspolitiker.
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"Wir sind nicht hoffnungslose Idioten der Geschichte!"
(Rudi Dutschke, 1967)
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« Antworten #32 am: 23. Mai 2018, 18:43:27 »

Gysi ist noch im Bundestag:
https://www.bundestag.de/abgeordnete/#url=L2FiZ2VvcmRuZXRlL2Jpb2dyYWZpZW4vRy9neXNpX2dyZWdvci81MTk5ODQ=&mod=mod525246&dir=ltr
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tleary


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« Antworten #33 am: 29. Mai 2018, 05:28:36 »

Rappels Vorschlag, eine proletarische Partei zu gründen, ist von der Idee her richtig.
Erfahrungsgemäß aber wird auch da der menschliche Egoismus früher oder später hervorbrechen.
Und dann fängt der ganze Scheiß von vorne an.
Genau richtig! Das "Spielchen" würde dann nur wieder und wieder von vorne beginnen - mit dem für alle sichtbaren Ergebnis! - Deshalb muß sich auch das politische System grundsätzlich ändern. Weg von der repräsentativen Demokratie, ja sogar weg von Wahlen, die immer nur eine Machtübertragung der Masse auf einzelne Personen bedeutet. Und das macht - wie man seit Jahrzehnten sehen kann - anfällig für Korruption, persönliche Vorteilsnahme und Lobbyismus. Die "Losdemokratie" wäre da ein - bisher leider weltweit nirgendwo praktizierter - Ausweg. Jedenfalls wäre solch ein System absolut autark gegen Lobbyismus und Berufspolitikertum. Irgendwann demnächst werde ich im "Theoriebereich" einen Fred dazu aufmachen, in dem diese Demokratieform einmal ausführlicher vorgestellt und diskutiert werden kann. - Schließlich bruacht man ja auch was für "die Zeit nach der Revolution" Smiley , damit man dann nicht mit leeren Händen (und leerem Kopf) dasteht. Nur an der Bezeichnung müsste man wohl noch arbeiten. Denn "aleatorische Demokratie" kann sich wohl ein großer Teil der Bevölkerung gar nicht aussprechen. Wink - Aber einer Administration, die sich Begriffe wie "Ankerzentren" für Asylbewerber-Abschiebelager ausdenkt, fällt da bestimmt etwas passendes ein. Okay, die gbit's dann hoffentlich nicht mehr (diese Staatsbeamten mein ich natürlich)...
« Letzte Änderung: 29. Mai 2018, 05:37:03 von tleary » Gespeichert

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