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Autor Thema: 17.5. Münster: Gegen Leiharbeit!  (Gelesen 3888 mal)
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admin
Administrator

Beiträge: 2251


« am: 11. Mai 2018, 09:01:03 »

20 Jahre iGZ
Kein Grund zu feiern


Leiharbeit wurde unter dem Vorwand eingeführt, bei Produktionsspitzen ausnahmsweise Arbeitskräfte ausleihen zu können. Diese Ausnahme ist zur Regel geworden. Noch nie gab es so viel Leiharbeit wie heute. Nach einer Anstellung von 9 Monaten in einem Unternehmen steht einem Leiharbeiter der gleiche Lohn wie einem Stammbeschäftigten zu. Hier wurde nicht nur für Ausnahmeregelungen gesorgt, in der Praxis werden die Leiharbeiter oft vor Ablauf der 9 Monate entlassen. Für viele heißt es: "Einmal Leiharbeiter, immer Leiharbeiter!". Selbst mit gleicher Bezahlung bleiben Leiharbeiter Beschäftigte zweiter Klasse. Leiharbeiter sind flexible Manövriermasse der Wirtschaft. Das Leben ist für den Betroffenen schwer planbar. Leiharbeit bedeutet eine Spaltung der Belegschaften.

Die Interessen der Arbeiter sind denen des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) entgegengesetzt! Stammarbeiter sind ebenso gegen eine Spaltung der Belegschaften, wie die Leiharbeiter. Niemand soll unter prekären Bedingungen beschäftigt sein!

Ein Unternehmer hat direkt mit einem Arbeiter einen Arbeitsvertrag zu schließen, wenn er dessen Arbeitskraft braucht. Zwischenhändler für Arbeitskraft bezeichnen wir als Sklavenhändler. Menschen verleiht man nicht!

Den Betroffenen ist nicht zum Feiern zumute, wenn der Bundesverband der Sklavenhändler sich zum 20. Geburtstag des Verbandes in der Halle Münsterland im Messe- und Congresscentrum Münster trifft.

Wir wollen diese entwürdigende Form der Arbeit beendet sehen und fordern ein sofortiges Verbot der Arbeitnehmerüberlassung. Leiharbeit kann man nicht "fair gestalten", sie muß weg!


Der
Protest gegen Leiharbeit
am 17.5. in Münster 13°°-15°° vor dem Messe- und Congress Centrum, Halle Münsterland (Albersloher Weg 32), wurde von Betroffenen organisiert. Schließt euch der Protestaktion an!


Die Aktion wird unterstützt von:
IGL (Interessengemeinschaft der Leiharbeiter)
chefduzen.de (Forum der Ausgebeuteten)
FAU Münsterland (Basisgewerkschaft)
LEIHKEULE (Leiharbeiter Kollegenzeitung)
LabourNet Germany (Treffpunkt der gewerkschaftlichen Linken mit und ohne Job)
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Werners_Stolz_IGL


Beiträge: 6


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« Antworten #1 am: 13. Mai 2018, 16:22:18 »

In erschreckender Verwirrtheit gibt es erste Reaktionen von der iGZ:
Zitat
solange es Zeitarbeitnehmer Gewerkschaften erlauben ganze Arbeitergemeinschaften zu diskreditieren und diese obendrein noch nicht mal aufstehen - wie Marcus - um gegen die falsche Nomenklatur aufzustehen, solange werdet ihr von denen nicht beachtet werden.
Als Rücken gerade, runter vom Sofa. und 1: mal im eignen Lager DGB anfangen zu kehren. Da sitzen nämlich einige wichtige Gegner, die dankbar sind, auf dem Rücken unserer Leute auf Stimmenfang zu gehen. Wenn ihr das hinbekommt, Chapeau. Unser Angebot stand beim ersten mal schon. Wo ward ihr denn bei den AÜG Verhandlungen? Da hätten wir euch an unserer Seite nämlich gut gebrauchen können. Auf welchem Sofa? Wo?


Wer sind eigentlich "unsere Leute"? Von einem Mitglied des iGZ-Bundesvorstands, der orakelt, dass die Zeitarbeitsunternehmen der Stein auf der Steinschleuder Davids sein werden, mit dem Goliath besiegt wird, darf und muss man mehr erwarten, auch wenn vielleicht die Sonne ganz schön heftig in den Bregen brutzelt.

Und der Pressesprecher der iGZ merkt an:
Zitat
Ein Deutschkurs für alle wäre auch nicht schlecht...

Wahrumm bloss soo nerwöhs, Wolferl?
« Letzte Änderung: 13. Mai 2018, 18:41:42 von Werners_Stolz_IGL » Gespeichert
Fritz Linow


Beiträge: 1081


« Antworten #2 am: 13. Mai 2018, 22:01:23 »

Die IGZ-Lappen scheinen ja ganz schön biblisch zu sein. Erst der Katholikentag, jetzt die Steinschleuder Davids. Hauptsache lustig.
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tleary


Beiträge: 589


« Antworten #3 am: 14. Mai 2018, 03:57:22 »

In erschreckender Verwirrtheit gibt es erste Reaktionen von der iGZ:
"solange es Zeitarbeitnehmer Gewerkschaften erlauben ganze Arbeitergemeinschaften zu diskreditieren und diese obendrein noch nicht mal aufstehen - wie Marcus - um gegen die falsche Nomenklatur aufzustehen, solange werdet ihr von denen nicht beachtet werden.
Als Rücken gerade, runter vom Sofa. und 1: mal im eignen Lager DGB anfangen zu kehren. Da sitzen nämlich einige wichtige Gegner, die dankbar sind, auf dem Rücken unserer Leute auf Stimmenfang zu gehen. Wenn ihr das hinbekommt, Chapeau. Unser Angebot stand beim ersten mal schon. Wo ward ihr denn bei den AÜG Verhandlungen? Da hätten wir euch an unserer Seite nämlich gut gebrauchen können. Auf welchem Sofa? Wo?

'Also, ich versteh' den ganzen Inhalt dieser Stellungnahme nicht! - Folgende Fragen dazu: Die "IGZ" ist doch die "Interessengemeinschaft der Zeitarbeitsfirmen", als die Arbeitgeberseite. Und der Vertreter dieser schreibt "solange es Zeitarbeitnehmer-Gewerkschaften erlauben, ganze Arbeitergemeinschaften zu diskreditieren" - Hä? Wer ist da wer? Zeitarbeitnehmer-Gewerkschaften - wen meint er damit? Und mit "ganze Arbeitergemeinschaften"? Also, ich verstehe beim besten Willen nicht, wer damit jeweils gemeint ist. Kann mir einmal jemand Nachhilfe geben?
« Letzte Änderung: 14. Mai 2018, 21:54:05 von tleary » Gespeichert

"Wir sind nicht hoffnungslose Idioten der Geschichte!"
(Rudi Dutschke, 1967)
Fritz Linow


Beiträge: 1081


« Antworten #4 am: 14. Mai 2018, 10:56:10 »

(...)
Und der Vertreter dieser schreibt "solange es Zeitarbeitnehmer-Gewerkschaften erlauben, ganze Arbeitergemeinschaften zu diskreditieren" - Hä? (...)
solange es Zeitarbeitnehmer (den) Gewerkschaften erlauben

Da wird eine Schicksalsgemeinschaft zwischen Entleiher und Leihsklaven herbeifabuliert und der gemeinsame Gegner ist der DGB, obwohl er es den Entleihern erst ermöglicht, Niedriglöhne zu zahlen und prächtig abzusahnen.
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Werners_Stolz_IGL


Beiträge: 6


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« Antworten #5 am: 14. Mai 2018, 23:00:44 »

Im IGZ-Bundesvorstand und FDP-Mitglied:
http://www.fdp-koeln.de/content.php?c1=5&c2=202&c3=0
Passt wie Arsch auf Eimer.
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Fritz Linow


Beiträge: 1081


« Antworten #6 am: 14. Mai 2018, 23:18:51 »

Zitat
In seiner Abschlussarbeit beschäftigte er sich mit den konkreten organisatorischen und strategischen Handlungsoptionen, die Unternehmen nach der Tarifunfähigkeit der CGZP verblieben. Seit 2000 ist er der Zeitarbeit in verschiedenen leitenden Funktionen in kaufmännischen und organisatorischen Fragen verbunden.
https://www.ig-zeitarbeit.de/person/thorsten-rensing

Eine organisatorische und strategische Handlungsoption scheint für ihn das Beschimpfen, Verachten und Verdrehen zu sein. Diese devote Köterhaftigkeit muss man nicht wirklich ernstnehmen.
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dagobert


Beiträge: 4504


« Antworten #7 am: 15. Mai 2018, 21:02:07 »

Ich war mal so frei:
https://www.elo-forum.org/agenturschluss-aktionen/194012-17-muenster-gegen-leiharbeit.html#post2293399
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Fritz Linow


Beiträge: 1081


« Antworten #8 am: 16. Mai 2018, 12:22:38 »

Zitat
16.5.18
DGB: Bei Leiharbeit noch viel Raum für Verbesserungen

Streit um Leiharbeit reißt nicht ab: Während der Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen sein 20-jähriges Bestehen feuert, fordern Gewerkschafter weitere Verbesserungen.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) sieht bei der Leiharbeit „noch viel Raum“ für Verbesserungen. „Die Arbeitgeber-Verbände müssen mehr dazu beitragen, die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten stärker der ‚Normalarbeit‘ anzunähern“, sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach unserer Redaktion. An diesem Donnerstag feiert der Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen mit einem Bundeskongress sein 20-jähriges Bestehen.

Buntenbach kritisierte: „Leiharbeit ist immer noch sehr instabil, die Aufstiegsmöglichkeiten sind gering, die Risiken der Flexibilität tragen vielfach die Beschäftigten.“ Die Gewerkschafterin sieht die Arbeitgeber zudem in der Verantwortung, mehr in die Weiterbildung der Beschäftigten zu investieren. „Wer Fachkräfte gewinnen will, muss gute Arbeit, guten Lohn und Perspektiven bieten.“

Der Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen ist der mitgliederstärkste Arbeitgeberverband der Zeitarbeitsbranche und vertritt nach eigenen Angaben die Interessen von über 3.500 Mitgliedsunternehmen, „die überwiegend mittelständisch und regional aufgestellt sind“. Er argumentiert, Arbeitnehmer wählten bewusst die Zeitarbeit, weil Personaldienstleister attraktive Arbeitgeber seien. Die Branche sorge zudem für Beständigkeit in der wirtschaftlichen Entwicklung, heißt es mit Blick auf den flexiblen Einsatz von Leiharbeitern.

Beim Verdienst liegen Leiharbeitskräfte deutlich unter dem Durchschnitt. So betrug ihr Einkommen bei einer Vollzeitstelle Ende 2016 im Mittel 1816 Euro brutto im Monat - gegenüber 3133 Euro für Vollzeitbeschäftigte über alle Branchen hinweg. Das ergab unlängst eine Auswertung von Statistiken der Bundesagentur für Arbeit durch die Linksfraktion.

Zudem müssen diesen Angaben zufolge viele Leiharbeiter mit staatlicher Hilfe aufstocken, weil sie zu wenig verdienen. Demnach ist der Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die ergänzende Hartz-IV-Leistungen beziehen, in der Leiharbeit überdurchschnittlich hoch. Während im Juni 2017 über alle Branchen hinweg 2 Prozent der Beschäftigten Arbeitslosengeld II bezogen, lag dieser Anteil in der Leiharbeit bei 5 Prozent. In Summe betraf dies in der Leiharbeit 41 638 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Der überwiegende Teil dieser Kräfte, die ergänzende Hartz-IV-Leistungen bezogen, war in Vollzeit beschäftigt: nämlich 71 Prozent.

Fazit der Abgeordneten Sabine Zimmermann: „Die Leiharbeit war und ist der Motor der Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland. Ein Sprungbrett in ein normales Arbeitsverhältnis ist sie nur für wenige, für die meisten bedeutet Leiharbeit: dauerhaft Niedriglöhne, schlechte Arbeitsbedingungen und Beschäftigte zweiter Klasse zu sein.“
https://www.noz.de/deutschland-welt/politik/artikel/1211904/dgb-bei-leiharbeit-noch-viel-raum-fuer-verbesserungen#gallery&0&0&1211904

„Die Arbeitgeber-Verbände müssen mehr dazu beitragen, die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten stärker der ‚Normalarbeit‘ anzunähern“

Kapitulationserklärung des DGB und Bejahung der Spaltung.
« Letzte Änderung: 16. Mai 2018, 12:35:56 von Fritz Linow » Gespeichert
admin
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Beiträge: 2251


« Antworten #9 am: 16. Mai 2018, 13:59:50 »

Zitat
...unterstützt... und, wenn auch leider nur aus der Ferne, vom LabourNet Germany aber so was von befürwortet, unterstützt und was auch immer wird, zumal wir ja in einem der – sehr wenigen – Länder leben, in denen Gewerkschaften nicht gegen Leiharbeit kämpfen, sondern sie gestalten möchten.
http://www.labournet.de/politik/alltag/leiharbeit/unternehmen/17-mai-2018-in-muenster-protestaktion-gegen-die-20-jahresfeier-der-igz-zwischenhaendler-fuer-arbeitskraft-bezeichnen-wir-als-sklavenhaendler-menschen-verleiht-man-nicht/
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admin
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Beiträge: 2251


« Antworten #10 am: 17. Mai 2018, 23:40:23 »

Am Ort des Schreckens


Mit Zahnpastalächeln hießen uns die Plakatwände willkommen.


Die Kleidung der Messebesucher orientierte sich farblich an dem Logo des Sklavenhändlerverbandes.


Einige Jüngere verzichteten auf die Krawatte, während die Älteren kein Haargel trugen.
Das selbstzufriedene Siegerlächeln verband die Generationen.

Das konnten wir nicht unkommentiert lassen...



Big Massa Werner Stolz wollte die Message persönlich inspizieren.


Das Humankapital erscheint zum Verbandsgeburtstag. Hach wie aufregend!
Wo kommt ihr denn her? Chefduzen... oder Zoom??


Richtige Sklaven? Und die können auch sprechen?
Die Neugier war groß.


Nicht nur iGZ Propagandist Thomas Altmann (Markenzeichen: Proletariermütze) ging auf Tuchfühlung, um ein wenig von der Stimmung ganz tief unten im Arbeitsmarkt zu erfahren. Die Gespräche, die sich entwickelten, wurden bisweilen surreal, manchmal eher dadaistitsch.


Jeder versuchte sich als nobelster Herr zu präsentieren, der für seine Untergebenen nur das beste will. Was wir denn wollten? Doch in erster Linie bessere Bezahlung? Nein? Keine gespaltenen Belegschaften? Keine Arbeiter 2. und 3. Klasse sein?? Gedankliches Neuland! Was wir denn von dem Verband fordern würden, wenn wir einen Wunsch frei hätten? Sofortige Auflösung des iGZ, weil wir Leiharbeit nicht brauchen! Gesichter, als kämen wir vom Mars. Umgekehrt gelang es ihnen auch, uns zu überfordern. Der Vorschlag sich mit ihnen zusammenzuschließen, um gemeinsam zu kämpfen, wollte sich uns nicht recht erschließen. Wir konnten den gemeinsamen Feind jedenfalls nicht ausmachen.

Wir mußten anders vorgehen. Mit Klartext!




In Zeiten von Resourcenverschwendung war uns die Recyclingidee wichtig.

Auch aus einem FDP Plakat kann man etwas sinnvolles basteln.



Während Gysi als Gastredner auf dem Sklavenhändlerkongress redete, verteilten wir 300 Exemplare der zu diesem Anlass produzierten LEIHKEULE in der Innenstadt.

Die Junge Welt berichtete: "Neben dem früheren Bundestagspräsidenten Norbert Lammert (CDU) gratulierte auch der einstige Vorsitzende der Linkspartei, Gregor Gysi. Chancen böte der Niedriglohnsektor für Flüchtlinge. »Wir werden in Integrationsfragen nicht in erster Linie auf Zeitarbeit setzen«, sagte Gysi, »aber wir werden auch nicht dagegen sein, wenn es der Integration dient«." (https://www.jungewelt.de/artikel/332641.party-der-ausbeuter.html )

Wenn auch die Politiker der Linkspartei nicht mehr gegen den Verleih von Arbeitskräften sind, dann sind es die Betroffenen umso mehr.
Und ihnen bleibt keine andere Möglichkeit, als ihre Stimme gegen diese Form der Ausbeutung selbst zu erheben.

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admin
Administrator

Beiträge: 2251


« Antworten #11 am: 18. Mai 2018, 08:36:02 »

Die Münstersche Zeitung berichtet:
Zitat
„Zeitarbeit ist eine gute Wahl“ – auf riesigen Plakaten hat der Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen beim Bundeskongress zu seinem 20-jährigen Bestehen den neuen Slogan vor der Halle Münsterland in Szene gesetzt. Davor haben einige Demonstranten ein Banner gezogen: „Leiharbeit verbieten“. „Ausbeute“ steht auf einem Pappschild.
https://www.muensterschezeitung.de/Lokales/Staedte/Muenster/3303097-Zeitarbeitgeberverband-wird-20-Besser-als-der-Ruf-der-Branche
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Nikita


Beiträge: 1111



« Antworten #12 am: 18. Mai 2018, 09:30:38 »

Schön, dass ihr euch den Ausbeutern entgegengestellt habt.
Damals:



Heute:




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Nikita


Beiträge: 1111



« Antworten #13 am: 18. Mai 2018, 09:34:44 »

Dass die Sklavenhändler nicht wissen, was ihr Arbeitsvieh fordert, spricht eine deutliche Sprache.
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Onkel Tom


Beiträge: 3518



« Antworten #14 am: 18. Mai 2018, 11:07:28 »

Voll goil, was ihr da gewuppt habt  Afro

Wie die unerwarteten und weiter "unerwünschten" Marsianer könnt ihr ja froh darüber
sein, das Blicke nicht töten können..
Wer nimmt diese Riesenplakate mit Abbildungen von scheinheilig lächelnden Gesichter
anbei noch ernst ? Ist es nicht schon zur Routiene geworden, das Leihbuden mit solchen
Bildern auf Bauernfang gehen.. Na, dessen erwünschter Wirkung habt ihr ja schön
versalzen.

Wie auch bei Jobmessen, können sich unbedarfte Besucher solcher Orte darüber
glücklich schätzen, wenn auch andere vor Ort vertreten sind, die der ganzen
Makulatur der Leiharbeitsindustrie zu nahe kommen.
Anbei den Einblick darüber, wie Ausbeutung hinter den Kulissen der Leihbuden an
der Tagesordnug stehen.

Erfreulich an eurer Aktion ist, das die Bestrebungen der Leiharbeits-Bonzen durch
eure Anwesenheit nicht so nach außen vermittelt werden kann, wie geplant.
Für die IGZ dürfte das etwas schwierig werden, ihr 20 jähriges Bestehen "glänzend"
in den Medien zu verstreuen.

Herzlichen Glückwunsch  Smiley
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Lass Dich nicht verhartzen !
Fritz Linow


Beiträge: 1081


« Antworten #15 am: 18. Mai 2018, 11:49:07 »

Zitat
Der Vorschlag sich mit ihnen zusammenzuschließen, um gemeinsam zu kämpfen, wollte sich uns nicht recht erschließen.
Wenigstens gab es dort wohl auch gute Halluzinogene auf der Häppchenplatte.
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Nikita


Beiträge: 1111



« Antworten #16 am: 18. Mai 2018, 15:59:24 »

Öhem! Ich lese kein Statement von Gysi. Hat er nicht mit euch gesprochen? Kann ja nicht ernsthaft sein.
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admin
Administrator

Beiträge: 2251


« Antworten #17 am: 18. Mai 2018, 16:34:47 »

Gysi hat wohl den Hintereingang genommen. Wir haben ihn nicht zu sehen gekriegt.
Einer der iGZ Organsiatoren schwärmte uns vor, Gysi hätte eine "Jahrhundertrede" hingelegt. Die Rede und das anschließende Streitgespräch mit Werner Stolz soll man sich online ansehen können. Bisher habe ich nichts dergleichen finden können.
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BGS
Polarlicht


Beiträge: 2859



« Antworten #18 am: 18. Mai 2018, 18:48:21 »

Echt gut, vorbildlich und nachahmenswert Eure Aktion, Chapeau!

MfG

BGS
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"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)
Nikita


Beiträge: 1111



« Antworten #19 am: 18. Mai 2018, 22:36:44 »

Gysis Rede ist schon auf Facebook und youtube:

! No longer available
« Letzte Änderung: 18. Mai 2018, 22:41:48 von Nikita » Gespeichert

Fritz Linow


Beiträge: 1081


« Antworten #20 am: 18. Mai 2018, 23:15:04 »

Ab Minute 25 gibt es eine Diskussion mit einem bizarren Statement von Werner Stolz. Er hält eine Möhre in der Hand und sagt:"Die Möhre steht sozusagen in der Zeitarbeit für Chancen." Was für goile Drogen nehmen die bitteschön, Werrnääär?

So sieht es der Gilb persönlich:
Zitat
Zeitarbeit: Mehr Durchblick für Gregor Gysi
(...)
Branchenzuschläge würden Lohnlücken schließen und sorgten für bis zu 18 Euro Stundenlohn für einfache Helfertätigkeiten.
(...)
Stolz forderte, die Situation nicht zu einseitig zu betrachten. Er zitierte aus einer Studie, die die Gehälter von Arbeitnehmern während ihrer Zeitarbeitsbeschäftigung mit ihrer vorherigen Beschäftigung verglich. „60 Prozent der Zeitarbeitnehmer verdienen mehr, 30 Prozent gleich viel, nur zehn Prozent bekommen weniger“, so Stolz.
(...)
https://www.ig-zeitarbeit.de/presse/artikel/zeitarbeit-mehr-durchblick-fuer-gregor-gysi

Welche Studie denn genau und warum wird die Möhre nicht erwähnt? Es war zwar keine Jahrhundertrede von Gysi, wie es die Sklavenhändler anscheinend im direkten Gespräch betonten (wohl weil sie in ihrem Neolithikum einfach nichts besseres gewöhnt sind), eine Erwähnung der legendären Möhre der Chancen wäre aber allemal drin gewesen.
« Letzte Änderung: 19. Mai 2018, 00:18:58 von Fritz Linow » Gespeichert
Rappelkistenrebell


Beiträge: 2823



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« Antworten #21 am: 19. Mai 2018, 11:04:58 »

Absolute klasse Aktion! Bei weit über einer MILLION Leihsklaven ist es traurig,daß so wenig sich an der Aktion beteiligten!Da muß mehr Druck kommen.
Die PDL ( Partei der Lampenputzer) wird aus unterschiedlichen Gründen immer unwählbarer....von denen kann man als Lohnabhängiger auch nur das Messer im Rücken erwarten!Wir Werktätigen müssen auf die eigene Kraft vertrauen und eine eigene revolutionäre Arbeiterpartei aufbauen!

Hoffentlich findet die Aktion weitere Nachahmer und bei jeder sogenannten Jobmesse sollte man die Menschenhändler konfrontieren!

« Letzte Änderung: 19. Mai 2018, 12:54:58 von Rappelkistenrebell » Gespeichert

Gegen System und Kapital!


www.jungewelt.de
Bowie


Beiträge: 143


« Antworten #22 am: 19. Mai 2018, 11:28:58 »


Damals:



Heute:





Lustig. Sogar die Körpersprache ist identisch.
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tleary


Beiträge: 589


« Antworten #23 am: 19. Mai 2018, 22:23:54 »

Danke für den MUT so eine Demo überhaupt zu veranstalten und in (oder vor) die "Höhle der Löwen" zu gehen!!
Auch clever, daß ihr nicht der (ohnehin nicht ernstgemeinten) Masche "wenn ihr einen Wunsch frei hättet, was würdet ihr euch dann wünschen" auf den Leim gegangen seid. Denn erstens würden sich die Leiharbeitschefs nie und nimmer in ihr Handwerk pfuschen lassen, und zweitens wäre es ja mit einer leichten Änderung (= "Wunsch") niemals getan. Insofern war die provokante Antwort "Abschaffung der Leiharbeit" schon sehr gut. - Nur nicht in "Kanzlergespräche" á la DGB ziehen lassen!
« Letzte Änderung: 19. Mai 2018, 23:13:28 von tleary » Gespeichert

"Wir sind nicht hoffnungslose Idioten der Geschichte!"
(Rudi Dutschke, 1967)
tleary


Beiträge: 589


« Antworten #24 am: 19. Mai 2018, 22:52:55 »

Gysi hat wohl den Hintereingang genommen. Wir haben ihn nicht zu sehen gekriegt.

Wer in den Hintern der Leiharbeitsbranche kriecht, sollte konsequenterweise auch den Hinterausgang nehmen, um aus ihm wieder rauszukommen. - Wie hoch wohl seine "Aufwandsentschädigung" für die Rede war? Als Mitglied des Bundestages warten gespannt auf die Veröffentlichung seiner Einnahmen aus Nebentätigkeiten kommendes Jahr.


Zitat
aus Wikipedia:
Bei der Bundestagswahl 2017 gewann Gysi sein Mandat als Direktkandidat im Bundestagswahlkreis Berlin-Treptow – Köpenick. Er ließ sich nicht über die Landesliste absichern.

Ob das Wahlvolk überhaupt weiß, WEN (oder was) sie da direkt in den Bundestag gewählt haben?


Kumpels unter sich:


Gysi (Die Linke) und Lammert (CDU) 2013 im Bundestag.
« Letzte Änderung: 19. Mai 2018, 23:12:56 von tleary » Gespeichert

"Wir sind nicht hoffnungslose Idioten der Geschichte!"
(Rudi Dutschke, 1967)
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